Deutscher Buchpreis 2020. Wir stellen euch die Nominierten vor (2)
September 28, 2020|vonPocketbook

Thomas Hettche, Jahrgang 1964, ist ein alter Buchpreis-Hase: Mit seinem Buch „Herzfaden“ ist er nach „Woraus wir gemacht sind“ (2006), „Die Liebe der Väter“ (2010) und „Pfaueninsel“ (2014) nun bereits zum vierten Mal nominiert. Insgesamt schafften es drei seiner nominierten Werke auf die Shortlist, darunter eben auch „Herzfaden“, Hettches aktueller Roman über die Geschichte der bekannten Augsburger Puppenkiste, welche in der Zeit des Zweiten Weltkrieges ihren Anfang nimmt. Im Mittelpunkt des Romans steht Hannelore Oehmichen – Hatü – , die Tochter des Erfinders der Puppenkiste. Mit ihr trifft der Leser auch die möglicherweise vielen Bekannten aus seiner Kindheit wieder, wie beispielsweise Lukas, den Lokomotivführer, Kater Mikesch oder das Urmel.
Mit „Streulicht“ liefert Deniz Ohde einen beeindruckenden Debütroman ab, der bereits vor Erscheinen einen ersten Preis erhielt. Im Zentrum des Romans steht eine junge Akademikerin mit Migrationshintergrund, die in einer Arbeitersiedlung, die an einen Industriepark angrenzt, aufwächst. Es ist eine Geschichte von Gewalt; diese springt der Ich-Erzählerin in verschiedensten Formen immer wieder von hinten ins Gesicht. Es ist eine Geschichte voller Alltagsrassismus und Ausgrenzung. Es ist schließlich eine Geschichte von Angst, Scham und Selbstbehauptung, die dem Leser auf jeder Seite schonungslos Aspekte einer Gesellschaft vor Augen führt, deren Konsens es doch ist, dass jeder in ihr die gleiche Chance auf Bildung und die daraus erwachsenden Vorteile hat. Deniz Ohde wurde 1988 in Frankfurt am Main geboren und lebt in Leipzig, wo sie Germanistik studierte.
Mit „Streulicht“ liefert Deniz Ohde einen beeindruckenden Debütroman ab, der bereits vor Erscheinen einen ersten Preis erhielt. Im Zentrum des Romans steht eine junge Akademikerin mit Migrationshintergrund, die in einer Arbeitersiedlung, die an einen Industriepark angrenzt, aufwächst. Es ist eine Geschichte von Gewalt; diese springt der Ich-Erzählerin in verschiedensten Formen immer wieder von hinten ins Gesicht. Es ist eine Geschichte voller Alltagsrassismus und Ausgrenzung. Es ist schließlich eine Geschichte von Angst, Scham und Selbstbehauptung, die dem Leser auf jeder Seite schonungslos Aspekte einer Gesellschaft vor Augen führt, deren Konsens es doch ist, dass jeder in ihr die gleiche Chance auf Bildung und die daraus erwachsenden Vorteile hat. Deniz Ohde wurde 1988 in Frankfurt am Main geboren und lebt in Leipzig, wo sie Germanistik studierte.


