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Nr. 728

 

Die Prospektoren von Cirgro

 

Das Geheimnis der Glückssteine

 

von Peter Terrid

 

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Auf Terra schreibt man die Jahreswende 3818/19, als der Arkonide eine plötzliche Ortsversetzung erlebt. Atlans neue Umgebung ist die Galaxis Manam-Turu. Und das Fahrzeug, das dem Arkoniden die Möglichkeit der Fortbewegung im All bietet, ist die STERNSCHNUPPE. Und der neue Begleiter des Arkoniden ist Chipol, der junge Daila. In den sieben Monaten, die inzwischen verstrichen sind, haben die beiden schon manche Gefahr bestanden – immer auf der Spur jener Kräfte, die schon an anderen Orten des Universums verheerend wirkten.

In dieser Zeit hat Atlan neben schmerzlichen Niederlagen auch Erfolge für sich verbuchen können. So sind zum Beispiel die Weichen für eine Zusammenarbeit der verbannten Daila mit den Bewohnern ihrer Ursprungswelt gestellt worden – was sich auf den Freiheitskampf der Daila gegen das Neue Konzil positiv auswirken dürfte.

Während Atlan gegenwärtig wieder neuen Nachstellungen des Erleuchteten, seines alten Feindes aus Alkordoom, ausgesetzt ist, blenden wir um zum Planeten Cirgro, der Welt der Krelquotten.

Dort leben und arbeiten eine große Anzahl von verbannten Daila. Einer von ihnen ist Moxey, der eines Tages überraschend den ganz großen Fund macht. Moxey gehört zu den PROSPEKTOREN VON CIRGRO ...

Die Hauptpersonen des Romans

 

 

Moxey – Ein Prospektor von Cirgro.

Charlot – Moxeys Enzephalophant.

Darph – Ein alter Daila.

Gamyhn – Eine Glücksritterin.

Krirrer – Ein betrügerischer Prether.

1.

 

Als Moxey keuchend und schwitzend unter seiner schweren Last um die Ecke gebogen kam und einen Blick auf seinen Enzephalophanten warf, wusste er sofort, dass er in zehnstündiger Plackerei nichts hatte herbeischaffen können, was wirklich von Wert gewesen wäre.

Moxey ließ das schwere Bündel von seinem Rücken auf den Boden gleiten, setzte sich darauf und wischte sich die schweißnasse Stirn ab. Er konnte die Mühen des Tages in seinem Körper spüren, und die Enttäuschung, die ihm jetzt in den Gliedern saß, ließ ihn noch heftiger wünschen, das ganze Unternehmen einfach abzubrechen und in die Stadt zurückzukehren.

Auf der anderen Seite aber wusste Moxey auch sehr genau, dass er keine andere Wahl hatte, als weiterzumachen. Sein Enzephalophant brauchte in absehbarer Zeit wieder hochwertiges Futter, das es nur in der Stadt gab und nur gegen gute Ware. Und ohne Enzephalophanten war die Aussicht auf einen großen Fund mit der Möglichkeit, endlich dem Planeten den Rücken kehren zu können, praktisch ausgeschlossen.

Moxey setzte sich wieder in Bewegung. Er schleifte das schwere Bündel hinter sich her über den mit Geröll übersäten Boden. Aus einem leicht grünlich gefärbten Himmel stach die Sonne sengend auf die Landschaft herab. Über die Außenhaut von Moxeys transportabler Behausung liefen grüne und rote Leuchterscheinungen, ein Signal dafür, dass der Enzephalophant sich nicht besonders wohl fühlte.

Moxeys Enzephalophant, dem er den Namen Charlot gegeben hatte, war eines der größten und daher auch schwerfälligsten Exemplare, die jemals auf dem Planeten Cirgro gefunden worden waren – ein sechs Meter hoher, fünf Meter langer und drei Meter breiter, gewölbter Klumpen aus einer weißgrau schimmernden organischen Masse, deren Oberflächenstruktur verblüffend dem eines Dailagehirns glich. An der hinteren Seite seines Körpers schleppte der Enzephalophant einen breit auffächernden dünnen Schwanz hinter sich her, mit dem er Sonnenlicht aufsaugte und seinem Körper zuführte. Am vorderen Ende trug er ein doppelt lebensgroßes Gesicht, das verblüffend dem von Moxey glich.

Bei freilebenden Enzephalophanten bildete dieses Gesicht eine Abbildung des Enzephalophanten selbst. Gezähmte Enzephalophanten übernahmen in einem langwierigen Prozess der Abstimmung die Gesichtszüge ihres Besitzers. Und je perfekter die Kopie gelang, um so inniger war die Verbindung zwischen Besitzer und Enzephalophant. Das Gesicht des Wesens gab getreulich die augenblickliche Geisteshaltung seines Besitzers wieder, und zwar erheblich eindeutiger, als es dem Besitzer möglicherweise selbst bewusst war.

Entsprechend dieser seltsamen Kopplung konnte Moxey im Näherkommen sein eigenes von Niedergeschlagenheit und Missmut gezeichnetes Gesicht sehen, und das senkte seine Stimmung noch mehr.

Die anderen Daila auf Cirgro hatten wenigstens die Möglichkeit, dank ihrer paraphysikalischen Begabungen diesen Rückkopplungsprozess anzuhalten und sogar umzudrehen und sich selber dank des Enzephalophanten in eine gehobene Stimmung zu bringen. Moxey hingegen hatte schon sehr früh feststellen müssen, dass er paraphysikalisch taubblind war. Unter den ausgestoßenen Daila war er ein ähnlich mit Misstrauen und Abscheu betrachtetes Geschöpf, wie es paraphysikalisch begabte Daila bei ihrem Ursprungsvolk auf dem Planeten Aklard gewesen waren.

Moxey hätte ein glückliches und zufriedenes Leben führen können, wäre es ihm möglich gewesen, auf seine Heimatwelt zurückzukehren. Dazu aber hatte er im Augenblick keinerlei Möglichkeit. Fast alle Daila auf Cirgro träumten von dem Tag, an dem sie diesen Planeten verlassen konnten. Er wirkte unheimlich und bedrohlich auf sie, auf Moxey ganz besonders. Von ihrem Ursprungsvolk verstoßen, hatten die Daila auf Cirgro unter dem Druck der Verhältnisse einen Gemeinschaftssinn entwickelt, von dem Moxey aufgrund seiner paraphysikalischen Taubblindheit völlig ausgeschlossen war. Unfreiwillig war Moxey ein Einzelgänger, und das Fehlen einer paraphysikalischen Begabung hatte ihm den Besitz des miserabelsten Enzephalophanten eingebracht, der auf Cirgro jemals gefunden worden war. Mit einem solchen Begleiter war es noch schwieriger, wertvolle Mineralien aufzustöbern und einzusammeln als unter normalen Bedingungen.

Als Moxey Charlot erreicht hatte, öffnete sich an der Oberfläche des Enzephalophanten ein Spalt, durch den Moxey mit seinem Gepäck ins Innere gelangen konnte. Alle anderen Daila auf Cirgro beschrieben den eigentümlichen Körpergeruch im Inneren eines Enzephalophanten als angenehm und stimulierend; Moxey war der einzige, dem dieser Geruch übel in der Nase hing.

Im Innern des Enzephalophanten war es angenehm kühl, und nach der Gluthitze des Tages hob diese Kühle Moxeys Stimmungslage doch etwas an. Bei dem Streifzug dieses Tages hatte er ein abgelegenes Tal gefunden, in dem es eine klarsprudelnde Quelle und saftige Wiesen gab. Dorthin wollte er den Enzephalophanten steuern.

Moxey nahm im Lenkstuhl Platz. Wie fast alle inneren Einrichtungen des Enzephalophanten-Körpers bestand auch dieser Stuhl aus dem natürlichen Gewebe Charlots. Zur Steuerung dienten Gewebeklumpen, die mit besonders empfindlichem Material gesättigt waren und die in einem langen Konditionierungsprozess gezüchtet worden waren. Einen halben Meter vor Moxey gab es in der Struktur des Enzephalophanten eine Fläche, auf der das zu sehen war, was die Augen des Enzephalophanten von der Außenwelt aufnahmen. Dass dieses Bild auf dem Kopf stand, machte die Handhabung des Enzephalophanten einigermaßen schwierig, aber nach jahrelanger Übung hatte sich Moxey daran gewöhnt.

»Charlot, du kannst losgehen«, sagte Moxey.

Der Enzephalophant setzte sich in Bewegung. Unter seinem massigen Leib gab es ein paar hundert kleiner beweglicher Beine, mit denen Charlot einen langsamen, wackligen Gang einschlagen konnte.

Das ausgiebige Sonnenbad während des Tages hatte Charlot gut getan, und daher waren seine Bewegungen einigermaßen geschmeidig und zügig. Acht bis zehn Kilometer in der Stunde konnte er auf diese Weise zurücklegen, im Extremfall noch ein wenig mehr.

Moxey legte seine Hand auf den Kommunikator. Dieser hochkomplizierte Gewebeknoten stellte eine geistige Verbindung zwischen dem Besitzer und dem Enzephalophanten her.

Wie jedes Mal brauchte Moxey einige Zeit, bis er eine Verbindung zu Charlot hergestellt hatte. Der Grund lag darin, dass in dem gewaltigen Gewebeklumpen unablässig gedankliche Prozesse abliefen, die allerdings keinerlei Sinn ergaben. Für Moxey stellte sich die Kommunikation so dar, als versuche er, in einer Gruppe von durcheinander redenden Personen eine bestimmte anzusprechen und mit ihr Kontakt aufzunehmen.

»Charlot, kannst du mich hören?«, fragte Moxey.

Durch das Stimmengewirr erklang die Stimme des Enzephalophanten. Sie wirkte auf Moxey quengelig und hektisch, und das hatte seinen guten Grund – auch sie spiegelte Moxeys eigene Empfindungen wider.

Sehr detailliert und mit peinlicher Genauigkeit gab Moxey seine Angaben an den Enzephalophanten weiter. Charlot besaß die entnervende Freundlichkeit, jeden Befehl wortwörtlich aufzufassen, und es gehörte eine große Menge Geschick dazu, Anweisungen an Charlot so zu gestalten, dass er nicht in irgendeine sinnlose Tätigkeit verfiel, aus der er kaum wieder zurückfand.

Moxey brauchte eine Viertelstunde, um dem Gehirn des Enzephalophanten den Weg zu jener Schlucht gleichsam einzuprogrammieren, dann konnte er es wagen, sich einer anderen Beschäftigung zuzuwenden. Dennoch warf er immer wieder einen Blick auf den organischen Kontrollschirm, um feststellen zu können, ob er Charlot auch die richtigen Befehle gegeben hatte.

Das Innere des Enzephalophanten konnte man getrost als eine Mischung aus Gruselkabinett und wissenschaftlichem Labor bezeichnen. Die Beleuchtung bezog der Innenraum aus den Gedankengängen des Enzephalophanten, die sich in Form eines irisierenden blaugrünen Leuchtens niederschlugen. Mit etwas mehr Geld hätte sich Moxey einen größeren Generator zulegen und den Innenraum elektrisch erleuchten können, aber seine Barschaft hatte nach den letzten Pleiten gerade dazu ausgereicht, die nötigsten Geräte anzuschaffen, die er brauchte, um seine Funde auf ihren Wert überprüfen zu können.

Mineralien waren die einzigen Kostbarkeiten, die Cirgro zu bieten hatte, und damit der einzige Weg, an Reichtum und Wohlstand zu gelangen und einen Weg zu finden, Cirgro für immer zu verlassen.

Moxey wusste, dass er von diesem Ziel weiter entfernt war denn je. Noch ein paar Wochen ergebnisloser Arbeit in dieser Art – und er würde am Rand des Existenzminimums stehen.

Während Charlot sich gleichmäßig durch die Landschaft bewegte, schüttete Moxey seine Tagesausbeute in einen großen Sammelkasten und begann damit, seine Funde zunächst einmal grob zu sortieren. Er trennte die Erze von den Kristallen, die er gefunden hatte. Einige der Erzbrocken wirkten erstaunlich schwer und weckten in Moxey die Hoffnung, dass er vielleicht doch etwas von Wert gefunden haben könnte. Allerdings war das Risiko groß, dass es sich bei diesen Brocken lediglich um Platin oder Gold oder anderen wertlosen Plunder handelte, mit dem man auf Cirgro nicht viel anfangen konnte.

Bei den Kristallen hingegen machte Moxey nach einiger Zeit eine Entdeckung, die ihn erregte. In einer Ecke des Sammelbehälters fiel ihm ein gleißender Schein auf, und Moxey griff danach. Was er Sekunden später in der Hand hielt, war ein faustgroßer Klumpen eines Minerals, das von Schmutz bedeckt war und daher nur an einer Stelle frei zutage lag. Dort aber glänzte und gleißte es, dass Moxey fast geblendet die Augen schließen musste. Hastig machte er sich daran, den Kristall zu säubern. Was er am Ende der Prozedur in der Hand hielt, war ein kieselgroßer Kristall, der so hell strahlte, dass er den gesamten Innenraum des Enzephalophanten mit seinem Licht erfüllte.

»Anhalten!«, rief Moxey. Folgsam stoppte Charlot seine Bewegungen.

Eilig stürzte Moxey nach draußen, um den Stein bei Tageslicht zu betrachten. Eine Enttäuschung wartete auf ihn. Bei normalem Sonnenlicht wirkte der Kristall stumpfgrau und machte keinerlei wertvollen Eindruck. Sobald Moxey allerdings zurückkehrte in den Enzephalophanten, bekam er seine strahlende Helligkeit wieder zurück.

Moxey murmelte eine Verwünschung.

Da nahezu jeder andere Daila auf der Oberfläche Cirgros einen voll elektrifizierten Enzephalophanten besaß, hatte Moxey wenig Aussicht, mit diesem Kristall einen gewinnbringenden Handel abschließen zu können. Immerhin, er hatte einen Weg gefunden, seinen eigenen Enzephalophanten hinreichend zu beleuchten.

In der neu gewonnenen Beleuchtung – Moxey steckte den Kristall ganz einfach irgendwo in die Decke des Enzephalophanten – setzte der Prospektor seine Arbeit fort. Das Ergebnis sah nach mehrstündiger Probe genau so aus, wie er den ganzen Tag über insgeheim schon befürchtet hatte. Was er gefunden hatte, reichte von seinem Wert her wahrscheinlich nur dazu aus, die Kosten zu tragen, die dieser Arbeitstag hervorgerufen hatte. Moxey hatte ein paar Kilogramm Uran gefunden, allerdings mit einem überaus geringen Anteil an spaltbarem U 235, dazu ein paar Dutzend Halbedelsteine von geringer Qualität und mittlerer Größe.

Charlot hatte inzwischen das Tal erreicht, das Moxey ihm beschrieben hatte, und war zum Stillstand gekommen. Der Enzephalophant hatte seinen Energiekollektor ausgebreitet, um die letzten Strahlen der Sonne für sich auswerten zu können. Moxey verließ das Innere von Charlot und sah sich in dem Tal noch einmal um.

Die Sonne begann gerade, hinter den Bergen zu versinken, und im Osten schoben sich dunkelviolette Wolkenmassen heran. Wahrscheinlich würde die Nacht wieder stürmisch und regnerisch werden. Nun, im Innern von Charlot war von solchen Ereignissen nichts zu spüren, es sei denn, es kam zu einem Gewitter. Charlot empfand eine unglaubliche Angst vor Gewittern, und dann steigerte sich seine Denktätigkeit derart, dass auch Moxey in seinem Inneren nicht mehr ruhig schlafen konnte. Die seltsame Innenbeleuchtung pflegte sich dann zu greller Intensität zu steigern, außerdem wurde das entnervende, sinnlose Hintergrundgeplapper von Charlots Gedankengängen derartig verstärkt, dass es fast aus Moxeys eigenem Kopf zu kommen schien. In solchen Fällen blieb ihm nichts anderes übrig, als Charlot zu verlassen und sich anderswo einen Schlafplatz zu suchen.

Moxey stiefelte hinüber zu dem Bach, der aus dem Gebirge herabgestürzt kam, und wusch sich ausgiebig in dem klaren, eisigkalten Wasser. Dann wählte er sich eine der selbsterhitzenden Konserven aus, erwärmte den Inhalt und löffelte den reichlich geschmacklosen Eintopf, während er die Karte studierte, die er selbst von dieser Gegend hergestellt hatte. Und auf dieser Karte wanderte Moxeys Blick immer wieder nach Norden, dorthin, wo ein ausgedehnter Bereich schraffiert gezeichnet war.

»Elende Krelquotten«, murmelte Moxey.

Wie fast alle Daila auf Cirgro war er sicher, dass in den schraffierten Gebieten, die kein Daila betreten durfte, etwas zu finden war.

Bisher hatte Moxey, wie viele andere vor ihm, am liebsten in den Randgebieten jener Zonen gesucht, die die Krelquotten für sich reklamiert hatten und über deren Besitz sie eifersüchtig wachten. Vielleicht war es erfolgreich, einmal an einer ganz anderen Ecke zu suchen, nämlich dort, wo bisher kein Daila eine Prospektion unternommen hatte. Der Weg war weit, aber vielleicht war er lohnend. Während die Wolkenmassen immer näher heranrückten und bereits das erste Donnern zu hören war, begannen am nachtdunklen Himmel die Monde des Planeten ihren verwirrenden Tanz.

Moxey nickte langsam. Er war zu einem Entschluss gekommen. Am nächsten Tag wollte er es versuchen.

2.

 

»He«, rief Moxey, »komm endlich zu dir!«

Jeden Morgen der gleiche Ärger. Charlot war ein ausgesprochener Langschläfer, und nur selten erfüllte er den Auftrag, Moxey rechtzeitig zu wecken.

Die Sonne stand schon zwei Handbreit über dem Horizont, als Moxey den Enzephalophanten verließ. Der Morgen war kühl und feucht, und Moxey fröstelte, während er sich wusch. Charlot hatte bereits seinen Schwanz aufgefächert und tankte Sonnenenergie, während Moxey sich ein kärgliches Frühstück zubereitete. Aus Platzgründen hatte er fast nur Konzentratnahrung mit sich genommen, die entsetzlich fade schmeckte. Enzephalophanten hingegen fanden an dieser Kost viel Gefallen, und so kostete es Moxey keinerlei Überwindung, den größten Teil seines Frühstücks an Charlot weiterzuverfüttern.

Wenn ein Tag, so wie dieser, bereits mit Verzögerung begann, hatte es Moxey nicht eilig, mit der Arbeit zu beginnen. Es war daher schon fast Mittag, als er sich endlich auf den Weg machte. Er nahm ein paar Lebensmittel und reichlich Wasser mit, dazu einen tragbaren Universaldetektor, den er preisgünstig hatte erstehen können.

Moxey stellte das Gerät auf größtmögliche Reichweite ein und machte sich dann daran, die nähere Umgebung seines Standorts auszumessen. Auf dem handtellergroßen Bildschirm des Detektors entstand nach einiger Zeit eine Karte der näheren Umgebung. Im Gegensatz zu normalen Karten stellte dieses Bild allerdings nicht die Oberflächenbeschaffenheit in Moxeys Nähe dar, sondern vielmehr eine grobe geophysikalische Abbildung. Es gehörte reichlich Erfahrung dazu, diese Darstellungsweise der Landschaft mit herkömmlichen Abbildern zur Deckung zu bringen. Es gab natürlich auch Universaldetektoren, bei denen diese Aufgabe von einer Positronik übernommen wurde, aber solche Geräte waren extrem teuer, und Moxeys Barschaft hatte noch nie für einen solchen Kauf ausgereicht. Immerhin hatte er im Umgang mit den Detektoren soviel Erfahrung gewonnen, dass er nach einiger Zeit wusste, an welchem Ort er seine Suche fortsetzen wollte.

Er begann, einen Berghang hinaufzuklettern.