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© 2011 beim Albrecht Knaus Verlag, München, in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Neumarkter Str. 28, 81673 München
Satz und Layout: Oliver Schmitt
Gesetzt aus der Stempel Garamond
ISBN 978-3-641-06814-1
V002
www.knaus-verlag.de
www.deutsche-seele.de
www.penguinrandomhouse.de

Inhaltsverzeichnis

Lieber Leser
ABENDBROT
ABENDSTILLE
ABGRUND
ARBEITSWUT
BAUHAUS
BERGFILM
BIERDURST
BRUDER BAUM
BUCHDRUCK
DAUERWELLE
DOKTOR FAUST
EISENBAHN
E(RNST) UND U(NTERHALTUNG)
FACHWERKHAUS
FAHRVERGNÜGEN
FEIERABEND
FORSCHUNGSREISE
FREIKÖRPERKULTUR
FUSSBALL
GEMÜTLICHKEIT
GERMAN ANGST
GRENZEN
GRÜNDERZEIT
GRUNDGESETZ
HANSE
HEIMAT
JUGENDHERBERGE
KINDERGARTEN
KIRCHENSTEUER
KITSCH
KLEINSTAATEREI
KRIEG UND FRIEDEN
KULTURNATION
MÄNNERCHOR
MITTELGEBIRGE
MUSIK
I. - »Kann man Musiker sein, ohne deutsch zu sein?«
II. - »Bei einer andächtigen Musique ist allezeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart.«
III. - »Denn die Tonkunst ist gewiss das letzte Geheimnis des Glaubens, die Mystik, die durchaus geoffenbarte Religion.«
IV. - »Der Komponist offenbart das innerste Wesen der Welt und spricht die tiefste Weisheit aus, in einer Sprache, die seine Vernunft nicht versteht.«
V. - »Der uralte Einspruch der Musik versprach: ohne Angst leben.«
VI. - »Es gibt jetzt Stunden, wo ich eine einzige Sehnsucht habe, das Ende zu empfangen und alles Menschliche aufzugeben, einzugehen in das Einzige, Vollendete.«
MUTTERKREUZ
MYSTIK
NARRENFREIHEIT
ORDNUNGSLIEBE
PFARRHAUS
PUPPENHAUS
QUERDENKER
RABENMUTTER
REFORMATION
REINHEITSGEBOT
SCHADENFREUDE
SCHREBERGARTEN
SEHNSUCHT
SOZIALSTAAT
SPARGELZEIT
SPIESSBÜRGER
STRANDKORB
DAS UNHEIMLICHE
VATER RHEIN
VEREINSMEIER
WALDEINSAMKEIT
WANDERLUST
DAS WEIB
KLEINE GALERIE DEUTSCHER FRAUENBILDER, PRÄSENTIERT NACH WEIBHAFTIGKEIT IN AUFSTEIGENDEM BOGEN
I. Die schöne Seele
II. Gretchen, Käthchen, deutsche Mädchen
III. Das Fräuleinwunder
IV. Lulu, Lola, Loreley
V. Amazonen, Walküren und andere wilde Weiber
WEIHNACHTSMARKT
WIEDERGUTMACHUNG
WINNETOU
WURST
ZERRISSENHEIT
REGISTER DER WICHTIGSTEN PERSONEN, ORTE UND BEGRIFFE
SEELENHINTERGRUND
Danksagung
BILDNACHWEIS
Copyright

Herzlicher Dank an: Ute Bergmann, Vera Bohle, Prof. Dr. Thomas Borgstedt (Präsident der Internationalen Andreas Gryphius-Gesellschaft), Horst Chudy, Gabriele Gayet, Annemarie Hartmann, Frank Hertweck, Sabina Kienlechner, Oliver Kopitzke (SWR), Jane und Wolfgang Müller-Peterson, Iris Pfeiffer (Carus-Verlag), Christian Popp, Moritz Puschke (Geschäftsführer des Deutschen Chorverbandes), Ziska Riemann, Julia Roth, David Sakic, Joachim Trenkner.

SEELENHINTERGRUND

Eine Liste mit Lektüreempfehlungen finden Sie im Internet unter: www.deutsche-seele.de. Zusätzlich zu den Werken, die in den jeweiligen Kapiteln erwähnt sind, haben wir aus folgenden Büchern und Aufsätzen wertvolle Anregungen bezogen:

 

Jürgen von Alten, Weltgeschichte der Ostsee, Berlin 1996

Michael Andritzky u. Thomas Rautenberg, »Wir sind nackt und nennen uns Du«. Von Lichtfreunden und Sonnenkämpfern. Eine Geschichte der Freikörperkultur, Gießen 1989

Friedmar Apel, Deutscher Geist und deutsche Landschaft, München 1998

Hannah Arendt, Rahel Varnhagen: Lebensgeschichte einer deutschen Jüdin aus der Romantik, München 1957

Detlev Arens, Der deutsche Wald, Köln 2010

Leo Balet u. Eberhard Gerhard, Die Verbürgerlichung der deutschen Kunst. Literatur und Musik im 18. Jahrhundert, Berlin 1973

Hans D. Barbier u. Fides Krause-Brewer (Hg.), Die Person hinter dem Produkt. 40 Portraits erfolgreicher Unternehmer, Bonn 1988

Franz J. Bauer, Das lange 19. Jahrhundert, Stuttgart 2010

Oswald Bayer, Vernunft ist Sprache. Hamanns Metakritik Kants, Stuttgart-Bad Cannstatt 2002

Udo Benzenhöfer, Paracelsus, Reinbek bei Hamburg 2003

Manfred Berger, 150 Jahre Kindergarten. Ein Brief an Friedrich Fröbel, Frankfurt am Main 1990

Isaiah Berlin, Die Wurzeln der Romantik, Berlin 2004

Siegfried Birkner, Goethes Gretchen. Das Leben und Sterben der Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt, Frankfurt am Main 1973

Günter Blamberger, Heinrich von Kleist. Biographie, Frankfurt am Main 2011

Kurt Breysig, Vom deutschen Geist und seiner Wesensart, Berlin 1932

Ulrich Brochhagen, Nach Nürnberg. Vergangenheitsbewältigung und Westintegration in der Ära Adenauer, Berlin 1999

Christoph Buchheim, Industrielle Revolutionen. Langfristige Wirtschaftsentwicklung in Großbritannien, Europa und in Übersee, München 1994

Michael Buhrs u. Claudia Wagner (Hg.), Karl Wilhelm Diefenbach (1851–1913). Lieber sterben, als meine Ideale verleugnen!, München 2010

Peter Burg, Der Wiener Kongress. Der deutsche Bund im europäischen Staatensystem, München 1984

Maria Curter, Das erfinderische Berlin, Berlin 2011

Carl Dahlhaus, Die Idee der absoluten Musik, Kassel 1978

Sigrid Damm, »Geheimnißvoll offenbar«. Goethe im Berg, Frankfurt am Main 2009

Alexander Demandt (Hg.), Deutschlands Grenzen in der Geschichte, München 1990

Peter Demetz, Prag in Schwarz und Gold, München 2000

Ulf Erdmann Ziegler, Nackt unter Nackten. Utopien der Nacktkultur 1906–1942, Berlin 1990

Matthias Fanck, Weiße Hölle – Weißer Rausch. Arnold Fanck. Bergfilme und Bergbilder 1909–1939, Zürich 2009

Paul Fechter, Deutscher Osten. Bilder aus West- und Ostpreußen, Gütersloh 1958

Hildegard Felisch, Die deutsche Frau, Berlin 1928

Niall Ferguson, Der falsche Krieg. Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert, München 2001

Joachim Fernau, Disteln für Hagen. Bestandsaufnahme der deutschen Seele, München 2009

Karl August Fink, Papsttum und Kirche im abendländischen Mittelalter, München 1994

Rolf Hellmut Foerster, Revolution in Deutschland. Die chronische Utopie, München 1971

Etienne François u. Hagen Schulze (Hg.), Deutsche Erinnerungsorte, München 2001

Emil Franzel, Von Bismarck zu Adenauer. Ideologie, Wahn und Realismus in der deutschen Politik, München 1957

Eberhard Freitag, Schönberg, Reinbek bei Hamburg 1973

Richard Friedenthal, Goethe. Sein Leben und seine Zeit, München 1963

Peter Gay, Freud. Eine Biographie für unsere Zeit, Frankfurt am Main 1989

Martin Geck, Bach. Leben und Werk, Reinbek bei Hamburg 2000

Ders., Ludwig van Beethoven, Reinbek bei Hamburg 1996

Imanuel Geiss, Der lange Weg in die Katastrophe, München 1990

Ulf Geyersbach, »... und so habe ich mir denn ein Auto angeschafft«. Schriftsteller und ihre Automobile, Berlin 2006

Martin Gregor-Dellin, Richard Wagner. Sein Leben. Sein Werk. Sein Jahrhundert, München 1980

Susanne Grüneklee, Kultbuch Spargel. Alles über das königliche Gemüse, Köln 2009

Hellmut G. Haasis, Morgenröte der Republik. Die linksrheinischen deutschen Demokraten 1789–1849, Berlin 1984

Gerhard Härle, Reinheit der Sprache, des Herzens und des Leibes. Zur Wirkungsgeschichte des rhetorischen Begriffs »puritas« in Deutschland von der Reformation bis zur Aufklärung, Tübingen 1996

Peter Härtling, Liebste Fenchel! Das Leben der Fanny Hensel-Mendelssohn in Etüden und Intermezzi, Köln 2011

Ulrike Häußer u. Marcus Merkel (Hg.), Vergnügen in der DDR, Berlin 2009

Peter Claus Hartmann, Das Heilige Römische Reich deutscher Nation in der Neuzeit 1486–1806, Stuttgart 2007

Michael Hau, The Cult of Health and Beauty in Germany: A social History, 1890–1930, Chicago 2003

Helmut Heiland, Fröbel, Reinbek bei Hamburg 1982

Volker Hentschel, Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1880–1980, Frankfurt am Main 1983

Manfred Hettling u. Stefan-Ludwig Hoffmann (Hg.), Der bürgerliche Wertehimmel. Innenansichten des 19. Jahrhunderts, Göttingen 2000

Charles Higounet, Die deutsche Ostsiedlung im Mittelalter, München 1990

Raul Hilberg, Die Vernichtung der europäischen Juden, Berlin 1982

Markus Hille, Karoline von Günderrode, Reinbek bei Hamburg 1999

Carl Hinrichs, Friedrich Wilhelm I., König in Preußen, Hamburg 1941

Ders., Preußentum und Pietismus, Göttingen 1971

Wolfgang Hippe, Alaaf und Helau. Die Geschichte des Karnevals, Essen 2007

Curt Hohoff, Grimmelshausen, Reinbek bei Hamburg 1978

Karl Holl, Die Geschichte des Worts Beruf, in: Ders., Gesammelte Aufsätze zur Kirchengeschichte. Band III: Der Westen, Tübingen 1928

Ulrich Im Hof, Das gesellige Jahrhundert. Gesellschaft und Gesellschaften im Zeitalter der Aufklärung, München 1982

Thomas Immisch, Christian Langer u. Roger Doyes, Der Strandkorb, Rostock 2008

Karl Jaspers, Die Schuldfrage, München 1996

Rolf Johannsmeier, Spielmann, Schalk und Scharlatan. Die Welt als Karneval: Volkskultur im späten Mittelalter, Reinbek bei Hamburg 1984

Erich Kahler, Der deutsche Charakter in der Geschichte Europas, Zürich 1937

Gerd-Klaus Kaltenbrunner (Hg.), Was ist Deutsch? Die Unvermeidlichkeit, eine Nation zu sein, Asendorf 1988

Horst Karasek, Belagerungszustand! Reformisten und Radikale unter dem Sozialistengesetz 1878–1890, Berlin 1978

Diethart Kerbs u. Jürgen Reulecke, Handbuch der deutschen Reformbewegungen 1880–1933, Wuppertal 1998

Dietmar Klenke, Der singende »deutsche Mann«. Gesangvereine und deutsches Nationalbewusstsein von Napoleon bis Hitler, Münster 1998

Helmut König, Die Zukunft der Vergangenheit. Der Nationalsozialismus im politischen Bewusstsein der Bundesrepublik, Frankfurt am Main 2003

Stefan König, Hans-Jürgen Panitz u. Michael Wachtler, Bergfilm. Dramen, Trick und Abenteuer, München 2001

Reinhart Koselleck, Preußen zwischen Reform und Revolution. Allgemeines Landrecht, Verwaltung und soziale Bewegung von 1791 bis 1848, Stuttgart 1989

Christian Graf von Krockow, Heimat. Erfahrungen mit einem deutschen Thema, München 1992

Manfred Kühn, Kant. Eine Biographie, München 2003

Hansjörg Küster, Die Geschichte des Waldes. Von der Urzeit bis zur Gegenwart, München 19981

Horst Kunze, Lieblingsbücher von dazumal. Eine Blütenlese aus den erfolgreichsten Büchern von 1750–1860, München 1973

Walter Laqueur, Was ist los mit den Deutschen?, Berlin 1988

Ders., Weimar. Die Kultur der Republik, Berlin 1977

Hartmut Lehmann (Hg.), Geschichte des Pietismus. Band 4: Glaubenswelt und Lebenswelt des Pietismus, Göttingen 2004

Barbara Leisner, Bertha Benz. Eine starke Frau am Steuer des ersten Automobils, Gernsbach 2011

Harald Leupold-Löwenthal, Hans Lobner u. Inge Scholz-Strasser (Hg.), Sigmund Freud Museum. Wien IX. Berggasse 19. Katalog, Wien 1994

Karl-Egon Lönne, Politischer Katholizismus im 19. und 20. Jahrhundert, Frankfurt am Main 1986

Rudolf Malsch, Geschichte der deutschen Musik. Ihre Formen, ihr Stil und ihre Stellung im deutschen Geistes- und Kulturleben, Berlin 1949

Robert K. Massie, Die Schalen des Zorns. Großbritannien, Deutschland und das Heraufziehen des Ersten Weltkrieges, Frankfurt am Main 1993

Jeannine Meighörner, »Was ich als Frau dafür halte«. Sophie von La Roche. Deutschlands erste Bestsellerautorin, Erfurt 2006

Peter Merseburger, Mythos Weimar. Zwischen Geist und Macht, München 1998

Karl Markus Michel, Die sprachlose Intelligenz, Frankfurt am Main 1968

Wolfgang Minaty (Hg.), Die Eisenbahn. Gedichte, Prosa, Bilder, Frankfurt am Main 1984

Arthur Moeller van den Bruck, Der preußische Stil, Breslau 1931

Armin Mohler, Was die Deutschen fürchten, Berlin 1966

Wilhelm Mommsen, Bismarck, Reinbek bei Hamburg 1966

Wolfgang J. Mommsen, Bürgerliche Kultur und künstlerische Avantgarde 1870–1918. Kultur und Politik im Deutschen Kaiserreich, Berlin 1994

Heidi A. Müller, Ein Idealhaushalt im Miniaturformat. Die Nürnberger Puppenhäuser des 17. Jahrhunderts, Nürnberg 2006

Paul Münch (Hg.), Ordnung, Fleiß und Sparsamkeit. Texte und Dokumente zur Entstehung der »bürgerlichen Tugenden«, München 1984

Herfried Münkler, Die Deutschen und ihre Mythen, Berlin 2009

Ernst Niekisch, Die Legende von der Weimarer Republik, Köln 1968

Heiko A. Oberman, Zwei Reformationen. Luther und Calvin – Alte und Neue Welt, Berlin 2003

Lutz E. von Padberg, Die Christianisierung Europas im Mittelalter, Stuttgart 1998

Hans-Jürgen Panitz, Luis Trenker. Ungeschminkt, Innsbruck 2009

Felix R. Paturi, Technik. Meilensteine technischer Erfindungen in Deutschland, Stuttgart 1992

Helmuth Plessner, Grenzen der Gemeinschaft, Frankfurt am Main 2002

Eberhard Rathgeb, Die engagierte Nation. Deutsche Debatten 1945–2005, München 2005

Georg Friedrich Rebmann, Ideen über Revolutionen in Deutschland, Köln 1988

Werner Ross u. Walter Först, Der Rhein. Landschaft – Geschichte – Kultur, Freiburg im Breisgau 1973

Rüdiger Safranski, Ein Meister aus Deutschland. Heidegger und seine Zeit, München/Wien 1994

Ders., Romantik. Eine deutsche Affäre, München/Wien 2007

Ders., Schopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie, München/Wien 1987

Hans Dieter Schäfer, Das gespaltene Bewusstsein. Deutsche Kultur und Lebenswirklichkeit 1933–1945, Berlin 1981

Jürgen Schebera, Hanns Eisler: Eine Biographie in Texten, Bildern und Dokumenten, Mainz 1998

Karl Schlögel, Die Mitte liegt ostwärts. Die Deutschen, der verlorene Osten und Mitteleuropa, Berlin 1986

Brigitta Schmidt-Lauber, Gemütlichkeit. Eine kulturwissenschaftliche Annäherung, Frankfurt am Main 2003

Karl H. Schneider, Geschichte der Bauernbefreiung, Stuttgart 2010

Gerhard Schulz, Revolutionen und Friedensschlüsse 1917–1920, München 1985

Hagen Schulze, Der Weg zum Nationalstaat. Die deutsche Nationalbewegung vom 18. Jahrhundert bis zur Reichsgründung, München 1986

Heimo Schwilk, Ernst Jünger. Ein Jahrhundertleben, München 2007

Andrea Stiberc, Sauerkraut, Weltschmerz, Kindergarten und Co. Deutsche Wörter in der Welt, Freiburg im Breisgau 1999

Robert Stupperich, Geschichte der Reformation, München 1967

Malte Oberschelp, Der Fußball-Lehrer. Wie Konrad Koch im Kaiserreich den Ball ins Spiel brachte, Göttingen 2010

Michael Petzet u. Achim Bunz, Gebaute Träume. Die Schlösser Ludwigs II. von Bayern, München 1995

Frank Uekötter, The Green & the Brown, A History of Conservation in Nazi Germany, New York 2006

Helmut Reinicke, Märchenwälder. Ein Abgesang, Berlin 1987

Werner Schäfke, Rhein Romantik, Bonn 2001

Stefan Lorenz Sorgner u. Oliver Fürbeth (Hg.), Musik in der deutschen Philosophie, Stuttgart 2003

Knut Martin Stünkel, Als Spermologe gegen Baubo – Hamanns Metakritik der philosophischen Reinheit, in: Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie, 53. Band, Berlin 2011

Süddeutsche Zeitung, WM-Bibliothek. 1954. 1974. 1990, München 2005

Tomasz Szarota, Der deutsche Michel, Osnabrück 1998

Alan Tomlinson u. Christopher Young (Hg.), German Football. History, Culture, Society, London/New York 2006

Barbara Vinken, Die deutsche Mutter. Der lange Schatten eines Mythos, München 2001

Werner Vortriede, Bettina und Goethe in Teplitz, in: Jahrbuch des freien deutschen Hochstifts, Tübingen 1964

Martin Walser, Heilige Brocken, Frankfurt am Main 1988

Helen Watanabe-O’Kelly, Beauty or Beast? The Woman Warrior in the German Imagination from the Renaissance to the Present, Oxford 2010

Annemarie Weber, Immer auf dem Sofa. Das familiäre Glück vom Biedermeier bis heute, Berlin 1982

Eduard Wechßler, Esprit und Geist. Versuch einer Wesenskunde des Deutschen und des Franzosen, Bielefeld und Leipzig 1927

Johannes Weyer, Wernher von Braun, Reinbek bei Hamburg 2000

Leonie von Wilckens, Tageslauf im Puppenhaus. Bürgerliches Leben vor dreihundert Jahren, München 1956

Bernard Willms, Idealismus und Nation, Paderborn 1986

Christa Wolf (Hg.), Karoline von Günderrode. Der Schatten eines Traumes, Berlin/DDR 1979

Udo W. Wolf, Preußens Glanz und Gloria im Film. Die berühmten deutschen Tonfilme über Preußens glorreiche Vergangenheit, München 1981

Edgar Wolfrum, Die geglückte Demokratie. Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, Stuttgart 2006

Egmont Zechlin, Die deutsche Einheitsbewegung, Berlin 1973

Theodore Ziolkowski, Das Amt der Poeten. Die deutsche Romantik und ihre Institutionen, Stuttgart 1992

BILDNACHWEIS

akg-images, Berlin: Bild 1, Bild 2, Bild 3, Bild 4, Bild 5, Bild 6, Bild 7, Bild 8, Bild 9, Bild 10, Bild 11, Bild 12, Bild 13, Bild 14, Bild 15, Bild 16, Bild 17, Bild 18, Bild 19, Bild 20, Bild 21, Bild 22, Bild 23, Bild 24, Bild 25, Bild 26, Bild 27, Bild 28, Bild 29, Bild 30, Bild 31, Bild 32, Bild 33, Bild 34, Bild 35, Bild 36, Bild 37, Bild 38, Bild 39, Bild 40, Bild 41, Bild 42, Bild 43, Bild 44, Bild 45, Bild 46, Bild 47, Bild 48, Bild 49, Bild 50, Bild 51, Bild 52, Bild 53, Bild 54, Bild 55, Bild 56, Bild 57, Bild 58, Bild 59, Bild 60, Bild 61, Bild 62, Bild 63, Bild 64, (N.N.), Bild 65 (Niklaus Stauss), Bild 66 (Bildarchiv Monheim), Bild 67 (Fidus, Du sollst nicht töten, 1892 © VG Bild-Kunst, Bonn 2011), Bild 68 (Archiv Klaus Wagenbach) Bild 69 (Matthias Koeppel, Berliner Hymnentafel, 1994 © VG Bild-Kunst, Bonn 2011), Bild 70 (Arnold Schoenberg, Selbstporträt, um 1910 © VG Bild-Kunst, Bonn 2011), Bild 71 (Leitz), Bild 72 (Herbert Kraft), Bild 73 (Stefan Diller), Bild 74 (Bildarchiv Pisarek), Bild 75 o.r. (Imagno), Bild 76 (Thomas Bartilla) | Archiv Matthias Franck: Bild 77, Bild 78, Bild 79 | Arno Schmidt Stiftung, Bargfeld: Bild 80 (Alice Schmidt) | Auswärtiges Amt – Politisches Archiv und Historischer Dienst, Berlin: Bild 81 | Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin: Bild 82/Bild 83 (Gemäldegalerie, SMB/Jörg P. Anders), Bild 84/Bild 85 (Nationalgalerie, SMB/Andres Kilger), Bild 86 | Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. (BAGFW), Köln: Bild 87 (Abteilung Wohlfahrtsmarken) | Bundesarchiv Koblenz: Bild 88 (Bild 102-08896, Foto Georg Pahl) | Cinetext, Frankfurt: Bild 89 (Richter) | Der Spiegel, Hamburg:Bild 90 (20/1986) | Deutsche Kinemathek Berlin: Bild 91 | Deutsches Literaturarchiv Marbach: Bild 92 | Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln: Bild 93 (August Sander, August Sander im Siebengebirge, um 1941 © VG Bild-Kunst, Bonn 2011) | General George Patton Museum, Fort Knox, USA: Bild 94 | Germanisches Nationalmuseum Nürnberg: Bild 95 | Klassik Stiftung Weimar, Museen: 51 (Roland Dreßler) | Klingklang (EMI): Bild 96 | Koelbl Herlinde, www.herlindekoelbl.de: Bild 97, Bild 98 | Laif, Köln: Bild 99 (Archivio GBB Contrasto) | LWL-Industriemuseum, Textilmuseum Bocholt: Bild 100 (Privatsammlung Meyn-Scheck) | Mercedes-Benz Classic Archive, Stuttgart: Bild 101 | Panther Media, München: Bild 102/Bild 103 (Manfred Stöger/RF) | picture-alliance, Frankfurt: Bild 104 (ZB/Waltraud Grubitzsch), Bild 105 (dpa/Tim Brakemeier), Bild 106, Bild 107 (dpa/Rolf Haid), Bild 108 (Eventpress Schraps), Bild 109 (EXPA/NPH), Bild 110 (dpa/Bernd Weißbrod), Bild 111, Bild 112 u.r. (dpa), Bild 113 (Sven Simon), Bild 114(dpa/Frank Kleefeldt), Bild 115(dpa/Marcel Mettelsiefen), Bild 116(dpa/Federico Gambarini),Bild 117,Bild 118 (akg-images), Bild 119 (dpa/Wilhelm Leuschner), Bild 120 (dpa/Martin Athenstädt),Bild 121(Imagno), Bild 122 (dpa/Nestor Bachmann), Bild 123 (dpa/Gero Breloer), Bild 124 (ZB/Jens Büttner), Bild 125 (ZB/Martin Schutt), Bild 126 (Sueddeutsche/Robert Haas), Bild 127 (dpa/Oliver Berg), Bild 128 (dpa/Roland Witschel), Bild 129 (Chromorange/J. Hauge), Bild 130 u.l. (dpa/ ansa/Maurizio Riccardi), Bild 131 (dpa/Chris Hoffmann), Bild 132 (N.N.), Bild 133 (dpa/Jörg Carstensen), Bild 134 (dpa/Rolf Stang) | Pitopia, Karlsruhe: Bild 135 (Martina Berg/RF) | Privatarchiv Autor: Bild 136 | Raacke Roman für thesenfitz & wedekind, www.thesenfitz.de: Bild 137 | Rittershaus Monika, www.monikarittershaus.de: Bild 138 (SF) | Siegele Ralf, www.ralfsiegele.de: Bild 139 | tatort.de: Bild 140 | Theodor W. Adorno Archiv, Frankfurt am Main: Bild 141. (Prof. Lotte Tobisch-Labotýn) | ullstein bild, Berlin: Bild 142, Bild 143, Bild 144, Bild 145, Bild 146, Bild 147, Bild 148, Bild 149, Bild 150, Bild 151, Bild 152, u.l. (N.N.), Bild 153, Bild 154 (histopics), Bild 155 (Archiv Gerstenberg), Bild 156, Bild 157 (united archives), Bild 158 (Werek), Bild 159, Bild 160 (Imagebroker.net), Bild 161 (Reuters), Bild 162 (HDG, Bonn), Bild 163 (heritage), Bild 164 (Imagno), Bild 165 (Lieberenz), Bild 166 (Haeckel Archiv), Bild 167 (Sven Simon), Bild 168 (Lange), Bild 169 (Lebrecht Music & Arts), Bild 170 (Bunk), Bild 171 (Lambert), Bild 172, Bild 173 (dpa), Bild 174 (Granger Collection), Bild 175. (TopFoto), Bild 176 (Hipp-Foto), Bild 177 (Schöning), | Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha: Bild 178/Bild 179 (Mem.I 131, Bl 17r.) | Virilio Paul, La Rochelle, Frankreich: Bild 180 | Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg: Bild 181 | Wikimedia Foundation Inc.: Bild 182, Bild 183, Bild 184, Bild 185 | Ziska, Berlin: Bild 186 | | Aus: Andritzky, Michael und Thomas Rautenberg (Hg.), »Wir sind nackt und nennen uns Du«. Von Lichtfreunden und Sonnenkämpfern. Eine Geschichte der Freikörperkultur, Gießen 1989: Bild 187 | Aus: Das große farbige Wilhelm Busch Album. München, 2007: Bild 188, Bild 189 | Aus: Döpel Waldemar, Fröbelstätten in Thüringen, Weimar, 1939: Bild 190 | Aus: Hartung Karl, Richard Schirrmann und Wilhelm Münker, Hagen/Westfalen, 1953: Bild 191 (Foto Josef Hüttenmeister) | Aus: Retzlaff, Hans und Johannes Künzig, Deutsche Bauern im Banat, Berlin 1939: Bild 192 | Aus: Scheurer, Hans (Hg.), Heinrich Böll, Bilder eines Lebens: Köln 1995: Bild 193 | Aus: Surén Hans, Der Mensch und die Sonne, Stuttgart 1924: Bild 194 (Foto Paul Isenfels) | Aus: Weber, Annemarie (Hg.), Hausbuch des guten Tons, Stuttgart/Hamburg 1955: Bild 195. | | Die Rechteinhaber einiger Abbildungen konnten trotz intensiver Recherche nicht ermittelt werden. Der Verlag bittet Personen oder Institutionen, welche die Rechte an diesen Abbildungen haben, sich zwecks angemessener Vergütung zu melden.

ABENDBROT

Es ist karg. Es ist ein wenig pedantisch. Es ist liebevoll.

Seine Zubereitung erfordert keinen großen Aufwand, aber die wenigen Zutaten müssen mit Bedacht gewählt sein: Roggen-, Roggenmisch- oder Vollkornbrot, zu acht Millimeter dicken Scheiben geschnitten. Ein bisschen Butter. Käse (Tilsiter), Schinken (Schwarzwälder), Wurst (Jagdwurst). Und schön wäre eine saure Gurke, zum Ende hin blättrig aufgefächert. Die Brote werden mit der Butter dünn bestrichen, auf eins wird der Käse gelegt, auf eins der Schinken, auf eins die Wurst. Idealerweise entsprechen Form und Größe der Käse-, Schinken- und Wurstscheibe Form und Größe der Roggen-, Roggenmisch- oder Vollkornbrotscheibe. Nur so entsteht die Harmonie, die ein echtes Abendbrot auszeichnet.

Auch wenn man sein Abendbrot allein einnimmt, sollte man es keinesfalls stehend in der Küche oder vor dem Fernseher hinunterschlingen. Ein Abendbrot ist ein Abendbrot und kein Sandwich. Bei christlicher Neigung besinnt man sich aufs letzte Abendmahl, während man das Brot zwar nicht bricht, sondern voll Sorgfalt schneidet. Die protestantische Diätweisheit »Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein Fürst, Abendessen wie ein Bettelmann« verliert alles Trostlose. Nicht weil man ans Schlankbleiben bzw. -werden denkt. Weil man sich freut, dass Schlichtes glücklich macht.

Anfängern, die das bloße Abendbrot nicht in die rechte Gemütslage zu bringen vermag, empfiehlt es sich, ein Bier zu öffnen. »Ich Geringer trinke täglich zum Abendbrot ein Glas helles Bier und reagiere auf diese anderthalb Quart so stark, dass sie regelmäßig meine Verfassung durchaus verändern. Sie verschaffen mir Ruhe, Abspannung und Lehnstuhlbehagen, eine Stimmung von ›Es ist vollbracht! ‹ und ›Oh, wie wohl ist mir am Abend!‹«, schrieb Thomas Mann im Jahre 1906.

Der musikalisch versierte Abendbrötler wird das Stichwort des Schriftstellers sogleich aufnehmen. Im Geiste singt er Kanon mit sich selbst: »O wie wohl ist mir am Abend, / Mir am Abend, / Wenn zur Ruh’ die Glocken läuten, / Glocken läuten, / Bim, bam, bim, bam, bim, bam!«

Doch auch der musikalisch weniger Versierte muss mit seinem Abendbrot nicht im Stillen sitzen bleiben. Er kann seine Stereoanlage aufdrehen und Sven Regener mit dessen Band Element of Crime lauschen: »Braungebrannte Arme brechen jeden Tag / Das harte Brot der Wirklichkeit, als wär’s das letzte Mal [...] Zum Abendbrot / Zum Abendbrot [...]«

Bild 137

Kerzenständer »Abendbrot«, entworfen vom Hamburger Designerduo Thesenfitz & Wedekind.

Die Tendenz, meditative Mahlzeit der Einsamen zu sein, hatte das Abendbrot seit je. Gleichzeitig war der Abendbrottisch jahrhundertelang der Ort, an dem der Hausvater die Familie versammelte, um über die Ereignisse des Tages zu berichten und sich berichten zu lassen, auf dass im Anschluss gerichtet werde. Spuren davon haben sich bis in die Gegenwart erhalten, weshalb das Abendbrot dem Spätpubertierenden, der dem Elternhaus entronnen ist, als Inbegriff spießigen Schreckens erscheint. Er schwört, des Abends künftig alles zu essen von kalten Dosenravioli bis hin zu drei Tage altem Sushi. Nur nie wieder ein belegtes Brot.

Dass belegte Brote einst in den erlesensten Zirkeln gereicht wurden, wenn man über Literatur, Politik und die großen Fragen der Welt plauderte, ist vergessen. Voll Stolz berichtete Johanna Schopenhauer ihrem Sohn Arthur, der zu jugendlicher Großmannssucht neigte, dass in ihrem Weimarer Salon nichts Kostspieliges, sondern lediglich Tee mit Butterbroten gereicht wird. Auch Rahel Varnhagen, die berühmteste Gastgeberin im romantischen Berlin, servierte Schlichtes, wenn sie die Größen ihrer Zeit zum »Teetisch« empfing. Die anschaulichste Beschreibung des gehobenen Abendbrots findet sich bei dem Juristen und Schriftsteller Felix Eberty, der uns in seinen Jugenderinnerungen eines alten Berliners in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts mitnimmt: »Bei den gewöhnlichen geselligen Abendzusammenkünften begnügte man sich [...] mit einer Tasse Tee und Butterbrot, und setzte einige sehr zierlich, aber auch recht sparsam mit Wurstscheibchen, Braten und Schinkenschnitten belegte Teller auf die Tafel.«

Geiz spielte bei dieser frugalen Sitte die unwesentlichste Rolle. Man wollte sich bewusst absetzen von den Abendschlemmereien in katholischen Ländern wie Frankreich, und ganz im Ernst: Wen interessieren Austern, gebratene Wachteln oder Petits Fours, wenn er die Wahl zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Wilhelm und Alexander von Humboldt, Heinrich Heine und Bettine von Arnim hat? Kein Zufall also, dass die großbürgerlichen Gastgeberinnen erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als der deutsche Geist feister geworden war, ihren Ehrgeiz daransetzten, mit immer ausgefinkelteren Menüfolgen zu glänzen.

Den endgültigen Niedergang des geistigen Abendbrots bezeugte der Nachkriegs-Kabarettist Wolfgang Neuss, als er verkündete: »Heut’ mach ich mir kein Abendbrot, heut’ mach ich mir Gedanken.« Wie schön wäre es, sich zur Abwechslung wieder einmal Gedanken zum Abendbrot zu machen.

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► ABENDSTILLE, BIERDURST, FEIERABEND, GEMÜTLICHKEIT, ORDNUNGSLIEBE, VEREINSMEIER, WURST

ABENDSTILLE

Hinter den Fenstern flackern die Bildschirme. Blaue Stunde. Der Zeiger der Fernsehuhr springt auf die Zwölf. Abendstille überall, nur am Bach die Nachtigall singt ihre Weise klagend und leise durch das Tal.

Ein gut frisierter Sprecher begrüßt den Pflüger, der vor seiner Hütte ruhig im Schatten sitzt. Dem Genügsamen raucht sein Herd. Gastfreundlich tönt dem Wanderer im friedlichen Dorfe die Abendglocke. Wohl kehren jetzt die Schiffer zum Hafen auch in fernen Städten.

Der Versuch, die gekaperte Loreley Zwei zu befreien, ist blutig gescheitert.

Fröhlich verrauscht des Markts geschäftiger Lärm. In der Euro-Schuldenkrise ist das Schlimmste überwunden. Doch gestürzt sind die goldenen Brücken und unten und oben so still! Es will mir nichts mehr glücken, ich weiß nicht mehr, was ich will. Von üppig blühenden Schmerzen rauscht eine Wildnis im Grund, da spielt wie in wahnsinnigen Scherzen das Herz an dem schwindlichten Schlund.

Die Unruhen in der Brust gehen auch nach der Aussprache des Herzens weiter. Das Auswärtige Amt rät von allen nicht notwendigen Reisen ins Innere der Brust ab.

Beim Bundesliga-Nordderby kam es zu Ausschreitungen, nachdem die Schwalbe sich zum Abendliede auf das Stänglein unterm Dach geschwungen hatte. Ordnungskräften gelang es, den Frieden im Feld und in der Stadt rasch wiederherzustellen. Die Schlachtenbummler konnten ohne weitere Zwischenfälle zum Bahnhof geleitet werden.

Der schnelle Tag ist hin. Die Nacht schwingt ihre Fahn’ und führt die Sterne auf. Der Menschen müde Scharen verlassen Feld und Werk. Wo Tier und Vögel waren, trau’rt itzt die Einsamkeit. Wie ist die Zeit vertan! Dem Port naht mehr und mehr sich zu der Glieder Kahn. Gleich wie dies Licht verfiel, so wird in wenig Jahren ich, du, und was man hat, und was man sieht, hinfahren. Dies Leben kommt mir vor als eine Renne-Bahn.

Und nun die Wetteraussichten: Über allen Gipfeln ist Ruh’. In allen Wipfeln spürest du kaum einen Hauch. Die Vöglein schweigen im Walde. Warte nur, balde ruhest du auch.

Bild 1

Abendlandschaft mit zwei Männern, Caspar David Friedrich, ca. 1830.

(Die Redaktion der Tagesschau bedankt sich für die Mitarbeit an der heutigen Ausgabe bei Otto Laub, Friedrich Hölderlin, Joseph von Eichendorff, Friedrich Rückert, Andreas Gryphius und Johann Wolfgang von Goethe.)

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► ABENDBROT, FEIERABEND, HEIMAT, SEHNSUCHT, WALDEINSAMKEIT