Herzlicher Dank an: Ute Bergmann, Vera Bohle, Prof. Dr. Thomas Borgstedt (Präsident der Internationalen Andreas Gryphius-Gesellschaft), Horst Chudy, Gabriele Gayet, Annemarie Hartmann, Frank Hertweck, Sabina Kienlechner, Oliver Kopitzke (SWR), Jane und Wolfgang Müller-Peterson, Iris Pfeiffer (Carus-Verlag), Christian Popp, Moritz Puschke (Geschäftsführer des Deutschen Chorverbandes), Ziska Riemann, Julia Roth, David Sakic, Joachim Trenkner.
Eine Liste mit Lektüreempfehlungen finden Sie im Internet unter: www.deutsche-seele.de. Zusätzlich zu den Werken, die in den jeweiligen Kapiteln erwähnt sind, haben wir aus folgenden Büchern und Aufsätzen wertvolle Anregungen bezogen:
Jürgen von Alten, Weltgeschichte der Ostsee, Berlin 1996
Michael Andritzky u. Thomas Rautenberg, »Wir sind nackt und nennen uns Du«. Von Lichtfreunden und Sonnenkämpfern. Eine Geschichte der Freikörperkultur, Gießen 1989
Friedmar Apel, Deutscher Geist und deutsche Landschaft, München 1998
Hannah Arendt, Rahel Varnhagen: Lebensgeschichte einer deutschen Jüdin aus der Romantik, München 1957
Detlev Arens, Der deutsche Wald, Köln 2010
Leo Balet u. Eberhard Gerhard, Die Verbürgerlichung der deutschen Kunst. Literatur und Musik im 18. Jahrhundert, Berlin 1973
Hans D. Barbier u. Fides Krause-Brewer (Hg.), Die Person hinter dem Produkt. 40 Portraits erfolgreicher Unternehmer, Bonn 1988
Franz J. Bauer, Das lange 19. Jahrhundert, Stuttgart 2010
Oswald Bayer, Vernunft ist Sprache. Hamanns Metakritik Kants, Stuttgart-Bad Cannstatt 2002
Udo Benzenhöfer, Paracelsus, Reinbek bei Hamburg 2003
Manfred Berger, 150 Jahre Kindergarten. Ein Brief an Friedrich Fröbel, Frankfurt am Main 1990
Isaiah Berlin, Die Wurzeln der Romantik, Berlin 2004
Siegfried Birkner, Goethes Gretchen. Das Leben und Sterben der Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt, Frankfurt am Main 1973
Günter Blamberger, Heinrich von Kleist. Biographie, Frankfurt am Main 2011
Kurt Breysig, Vom deutschen Geist und seiner Wesensart, Berlin 1932
Ulrich Brochhagen, Nach Nürnberg. Vergangenheitsbewältigung und Westintegration in der Ära Adenauer, Berlin 1999
Christoph Buchheim, Industrielle Revolutionen. Langfristige Wirtschaftsentwicklung in Großbritannien, Europa und in Übersee, München 1994
Michael Buhrs u. Claudia Wagner (Hg.), Karl Wilhelm Diefenbach (1851–1913). Lieber sterben, als meine Ideale verleugnen!, München 2010
Peter Burg, Der Wiener Kongress. Der deutsche Bund im europäischen Staatensystem, München 1984
Maria Curter, Das erfinderische Berlin, Berlin 2011
Carl Dahlhaus, Die Idee der absoluten Musik, Kassel 1978
Sigrid Damm, »Geheimnißvoll offenbar«. Goethe im Berg, Frankfurt am Main 2009
Alexander Demandt (Hg.), Deutschlands Grenzen in der Geschichte, München 1990
Peter Demetz, Prag in Schwarz und Gold, München 2000
Ulf Erdmann Ziegler, Nackt unter Nackten. Utopien der Nacktkultur 1906–1942, Berlin 1990
Matthias Fanck, Weiße Hölle – Weißer Rausch. Arnold Fanck. Bergfilme und Bergbilder 1909–1939, Zürich 2009
Paul Fechter, Deutscher Osten. Bilder aus West- und Ostpreußen, Gütersloh 1958
Hildegard Felisch, Die deutsche Frau, Berlin 1928
Niall Ferguson, Der falsche Krieg. Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert, München 2001
Joachim Fernau, Disteln für Hagen. Bestandsaufnahme der deutschen Seele, München 2009
Karl August Fink, Papsttum und Kirche im abendländischen Mittelalter, München 1994
Rolf Hellmut Foerster, Revolution in Deutschland. Die chronische Utopie, München 1971
Etienne François u. Hagen Schulze (Hg.), Deutsche Erinnerungsorte, München 2001
Emil Franzel, Von Bismarck zu Adenauer. Ideologie, Wahn und Realismus in der deutschen Politik, München 1957
Eberhard Freitag, Schönberg, Reinbek bei Hamburg 1973
Richard Friedenthal, Goethe. Sein Leben und seine Zeit, München 1963
Peter Gay, Freud. Eine Biographie für unsere Zeit, Frankfurt am Main 1989
Martin Geck, Bach. Leben und Werk, Reinbek bei Hamburg 2000
Ders., Ludwig van Beethoven, Reinbek bei Hamburg 1996
Imanuel Geiss, Der lange Weg in die Katastrophe, München 1990
Ulf Geyersbach, »... und so habe ich mir denn ein Auto angeschafft«. Schriftsteller und ihre Automobile, Berlin 2006
Martin Gregor-Dellin, Richard Wagner. Sein Leben. Sein Werk. Sein Jahrhundert, München 1980
Susanne Grüneklee, Kultbuch Spargel. Alles über das königliche Gemüse, Köln 2009
Hellmut G. Haasis, Morgenröte der Republik. Die linksrheinischen deutschen Demokraten 1789–1849, Berlin 1984
Gerhard Härle, Reinheit der Sprache, des Herzens und des Leibes. Zur Wirkungsgeschichte des rhetorischen Begriffs »puritas« in Deutschland von der Reformation bis zur Aufklärung, Tübingen 1996
Peter Härtling, Liebste Fenchel! Das Leben der Fanny Hensel-Mendelssohn in Etüden und Intermezzi, Köln 2011
Ulrike Häußer u. Marcus Merkel (Hg.), Vergnügen in der DDR, Berlin 2009
Peter Claus Hartmann, Das Heilige Römische Reich deutscher Nation in der Neuzeit 1486–1806, Stuttgart 2007
Michael Hau, The Cult of Health and Beauty in Germany: A social History, 1890–1930, Chicago 2003
Helmut Heiland, Fröbel, Reinbek bei Hamburg 1982
Volker Hentschel, Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1880–1980, Frankfurt am Main 1983
Manfred Hettling u. Stefan-Ludwig Hoffmann (Hg.), Der bürgerliche Wertehimmel. Innenansichten des 19. Jahrhunderts, Göttingen 2000
Charles Higounet, Die deutsche Ostsiedlung im Mittelalter, München 1990
Raul Hilberg, Die Vernichtung der europäischen Juden, Berlin 1982
Markus Hille, Karoline von Günderrode, Reinbek bei Hamburg 1999
Carl Hinrichs, Friedrich Wilhelm I., König in Preußen, Hamburg 1941
Ders., Preußentum und Pietismus, Göttingen 1971
Wolfgang Hippe, Alaaf und Helau. Die Geschichte des Karnevals, Essen 2007
Curt Hohoff, Grimmelshausen, Reinbek bei Hamburg 1978
Karl Holl, Die Geschichte des Worts Beruf, in: Ders., Gesammelte Aufsätze zur Kirchengeschichte. Band III: Der Westen, Tübingen 1928
Ulrich Im Hof, Das gesellige Jahrhundert. Gesellschaft und Gesellschaften im Zeitalter der Aufklärung, München 1982
Thomas Immisch, Christian Langer u. Roger Doyes, Der Strandkorb, Rostock 2008
Karl Jaspers, Die Schuldfrage, München 1996
Rolf Johannsmeier, Spielmann, Schalk und Scharlatan. Die Welt als Karneval: Volkskultur im späten Mittelalter, Reinbek bei Hamburg 1984
Erich Kahler, Der deutsche Charakter in der Geschichte Europas, Zürich 1937
Gerd-Klaus Kaltenbrunner (Hg.), Was ist Deutsch? Die Unvermeidlichkeit, eine Nation zu sein, Asendorf 1988
Horst Karasek, Belagerungszustand! Reformisten und Radikale unter dem Sozialistengesetz 1878–1890, Berlin 1978
Diethart Kerbs u. Jürgen Reulecke, Handbuch der deutschen Reformbewegungen 1880–1933, Wuppertal 1998
Dietmar Klenke, Der singende »deutsche Mann«. Gesangvereine und deutsches Nationalbewusstsein von Napoleon bis Hitler, Münster 1998
Helmut König, Die Zukunft der Vergangenheit. Der Nationalsozialismus im politischen Bewusstsein der Bundesrepublik, Frankfurt am Main 2003
Stefan König, Hans-Jürgen Panitz u. Michael Wachtler, Bergfilm. Dramen, Trick und Abenteuer, München 2001
Reinhart Koselleck, Preußen zwischen Reform und Revolution. Allgemeines Landrecht, Verwaltung und soziale Bewegung von 1791 bis 1848, Stuttgart 1989
Christian Graf von Krockow, Heimat. Erfahrungen mit einem deutschen Thema, München 1992
Manfred Kühn, Kant. Eine Biographie, München 2003
Hansjörg Küster, Die Geschichte des Waldes. Von der Urzeit bis zur Gegenwart, München 19981
Horst Kunze, Lieblingsbücher von dazumal. Eine Blütenlese aus den erfolgreichsten Büchern von 1750–1860, München 1973
Walter Laqueur, Was ist los mit den Deutschen?, Berlin 1988
Ders., Weimar. Die Kultur der Republik, Berlin 1977
Hartmut Lehmann (Hg.), Geschichte des Pietismus. Band 4: Glaubenswelt und Lebenswelt des Pietismus, Göttingen 2004
Barbara Leisner, Bertha Benz. Eine starke Frau am Steuer des ersten Automobils, Gernsbach 2011
Harald Leupold-Löwenthal, Hans Lobner u. Inge Scholz-Strasser (Hg.), Sigmund Freud Museum. Wien IX. Berggasse 19. Katalog, Wien 1994
Karl-Egon Lönne, Politischer Katholizismus im 19. und 20. Jahrhundert, Frankfurt am Main 1986
Rudolf Malsch, Geschichte der deutschen Musik. Ihre Formen, ihr Stil und ihre Stellung im deutschen Geistes- und Kulturleben, Berlin 1949
Robert K. Massie, Die Schalen des Zorns. Großbritannien, Deutschland und das Heraufziehen des Ersten Weltkrieges, Frankfurt am Main 1993
Jeannine Meighörner, »Was ich als Frau dafür halte«. Sophie von La Roche. Deutschlands erste Bestsellerautorin, Erfurt 2006
Peter Merseburger, Mythos Weimar. Zwischen Geist und Macht, München 1998
Karl Markus Michel, Die sprachlose Intelligenz, Frankfurt am Main 1968
Wolfgang Minaty (Hg.), Die Eisenbahn. Gedichte, Prosa, Bilder, Frankfurt am Main 1984
Arthur Moeller van den Bruck, Der preußische Stil, Breslau 1931
Armin Mohler, Was die Deutschen fürchten, Berlin 1966
Wilhelm Mommsen, Bismarck, Reinbek bei Hamburg 1966
Wolfgang J. Mommsen, Bürgerliche Kultur und künstlerische Avantgarde 1870–1918. Kultur und Politik im Deutschen Kaiserreich, Berlin 1994
Heidi A. Müller, Ein Idealhaushalt im Miniaturformat. Die Nürnberger Puppenhäuser des 17. Jahrhunderts, Nürnberg 2006
Paul Münch (Hg.), Ordnung, Fleiß und Sparsamkeit. Texte und Dokumente zur Entstehung der »bürgerlichen Tugenden«, München 1984
Herfried Münkler, Die Deutschen und ihre Mythen, Berlin 2009
Ernst Niekisch, Die Legende von der Weimarer Republik, Köln 1968
Heiko A. Oberman, Zwei Reformationen. Luther und Calvin – Alte und Neue Welt, Berlin 2003
Lutz E. von Padberg, Die Christianisierung Europas im Mittelalter, Stuttgart 1998
Hans-Jürgen Panitz, Luis Trenker. Ungeschminkt, Innsbruck 2009
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Helmuth Plessner, Grenzen der Gemeinschaft, Frankfurt am Main 2002
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Heimo Schwilk, Ernst Jünger. Ein Jahrhundertleben, München 2007
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Robert Stupperich, Geschichte der Reformation, München 1967
Malte Oberschelp, Der Fußball-Lehrer. Wie Konrad Koch im Kaiserreich den Ball ins Spiel brachte, Göttingen 2010
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Annemarie Weber, Immer auf dem Sofa. Das familiäre Glück vom Biedermeier bis heute, Berlin 1982
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Johannes Weyer, Wernher von Braun, Reinbek bei Hamburg 2000
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Christa Wolf (Hg.), Karoline von Günderrode. Der Schatten eines Traumes, Berlin/DDR 1979
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(Imagno), Bild 76 (Thomas Bartilla) | Archiv Matthias Franck: Bild 77, Bild 78, Bild 79 | Arno Schmidt Stiftung, Bargfeld: Bild 80 (Alice Schmidt) | Auswärtiges Amt – Politisches Archiv und Historischer Dienst, Berlin: Bild 81 | Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin: Bild 82/Bild 83 (Gemäldegalerie, SMB/Jörg P. Anders), Bild 84/Bild 85 (Nationalgalerie, SMB/Andres Kilger), Bild 86 | Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. 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(dpa), Bild 113 (Sven Simon), Bild 114(dpa/Frank Kleefeldt), Bild 115(dpa/Marcel Mettelsiefen), Bild 116(dpa/Federico Gambarini),Bild 117,Bild 118 (akg-images), Bild 119 (dpa/Wilhelm Leuschner), Bild 120 (dpa/Martin Athenstädt),Bild 121(Imagno), Bild 122 (dpa/Nestor Bachmann), Bild 123 (dpa/Gero Breloer), Bild 124 (ZB/Jens Büttner), Bild 125 (ZB/Martin Schutt), Bild 126 (Sueddeutsche/Robert Haas), Bild 127 (dpa/Oliver Berg), Bild 128 (dpa/Roland Witschel), Bild 129 (Chromorange/J. Hauge), Bild 130 u.l. (dpa/ ansa/Maurizio Riccardi), Bild 131 (dpa/Chris Hoffmann), Bild 132 (N.N.), Bild 133 (dpa/Jörg Carstensen), Bild 134 (dpa/Rolf Stang) | Pitopia, Karlsruhe: Bild 135 (Martina Berg/RF) | Privatarchiv Autor: Bild 136 | Raacke Roman für thesenfitz & wedekind, www.thesenfitz.de: Bild 137 | Rittershaus Monika, www.monikarittershaus.de: Bild 138 (SF) | Siegele Ralf, www.ralfsiegele.de: Bild 139 | tatort.de: Bild 140 | Theodor W. Adorno Archiv, Frankfurt am Main: Bild 141. (Prof. Lotte Tobisch-Labotýn) | ullstein bild, Berlin: Bild 142, Bild 143, Bild 144, Bild 145, Bild 146, Bild 147, Bild 148, Bild 149, Bild 150, Bild 151, Bild 152, u.l. (N.N.), Bild 153, Bild 154 (histopics), Bild 155 (Archiv Gerstenberg), Bild 156, Bild 157 (united archives), Bild 158 (Werek), Bild 159, Bild 160 (Imagebroker.net), Bild 161 (Reuters), Bild 162 (HDG, Bonn), Bild 163 (heritage), Bild 164 (Imagno), Bild 165 (Lieberenz), Bild 166 (Haeckel Archiv), Bild 167 (Sven Simon), Bild 168 (Lange), Bild 169 (Lebrecht Music & Arts), Bild 170 (Bunk), Bild 171 (Lambert), Bild 172, Bild 173 (dpa), Bild 174 (Granger Collection), Bild 175. (TopFoto), Bild 176 (Hipp-Foto), Bild 177 (Schöning), | Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha: Bild 178/Bild 179 (Mem.I 131, Bl 17r.) | Virilio Paul, La Rochelle, Frankreich: Bild 180 | Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg: Bild 181 | Wikimedia Foundation Inc.: Bild 182, Bild 183, Bild 184, Bild 185 | Ziska, Berlin: Bild 186 | | Aus: Andritzky, Michael und Thomas Rautenberg (Hg.), »Wir sind nackt und nennen uns Du«. Von Lichtfreunden und Sonnenkämpfern. Eine Geschichte der Freikörperkultur, Gießen 1989: Bild 187 | Aus: Das große farbige Wilhelm Busch Album. München, 2007: Bild 188, Bild 189 | Aus: Döpel Waldemar, Fröbelstätten in Thüringen, Weimar, 1939: Bild 190 | Aus: Hartung Karl, Richard Schirrmann und Wilhelm Münker, Hagen/Westfalen, 1953: Bild 191 (Foto Josef Hüttenmeister) | Aus: Retzlaff, Hans und Johannes Künzig, Deutsche Bauern im Banat, Berlin 1939: Bild 192 | Aus: Scheurer, Hans (Hg.), Heinrich Böll, Bilder eines Lebens: Köln 1995: Bild 193 | Aus: Surén Hans, Der Mensch und die Sonne, Stuttgart 1924: Bild 194 (Foto Paul Isenfels) | Aus: Weber, Annemarie (Hg.), Hausbuch des guten Tons, Stuttgart/Hamburg 1955: Bild 195. | | Die Rechteinhaber einiger Abbildungen konnten trotz intensiver Recherche nicht ermittelt werden. Der Verlag bittet Personen oder Institutionen, welche die Rechte an diesen Abbildungen haben, sich zwecks angemessener Vergütung zu melden.
Es ist karg. Es ist ein wenig pedantisch. Es ist liebevoll.
Seine Zubereitung erfordert keinen großen Aufwand, aber die wenigen Zutaten müssen mit Bedacht gewählt sein: Roggen-, Roggenmisch- oder Vollkornbrot, zu acht Millimeter dicken Scheiben geschnitten. Ein bisschen Butter. Käse (Tilsiter), Schinken (Schwarzwälder), Wurst (Jagdwurst). Und schön wäre eine saure Gurke, zum Ende hin blättrig aufgefächert. Die Brote werden mit der Butter dünn bestrichen, auf eins wird der Käse gelegt, auf eins der Schinken, auf eins die Wurst. Idealerweise entsprechen Form und Größe der Käse-, Schinken- und Wurstscheibe Form und Größe der Roggen-, Roggenmisch- oder Vollkornbrotscheibe. Nur so entsteht die Harmonie, die ein echtes Abendbrot auszeichnet.
Auch wenn man sein Abendbrot allein einnimmt, sollte man es keinesfalls stehend in der Küche oder vor dem Fernseher hinunterschlingen. Ein Abendbrot ist ein Abendbrot und kein Sandwich. Bei christlicher Neigung besinnt man sich aufs letzte Abendmahl, während man das Brot zwar nicht bricht, sondern voll Sorgfalt schneidet. Die protestantische Diätweisheit »Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein Fürst, Abendessen wie ein Bettelmann« verliert alles Trostlose. Nicht weil man ans Schlankbleiben bzw. -werden denkt. Weil man sich freut, dass Schlichtes glücklich macht.
Anfängern, die das bloße Abendbrot nicht in die rechte Gemütslage zu bringen vermag, empfiehlt es sich, ein Bier zu öffnen. »Ich Geringer trinke täglich zum Abendbrot ein Glas helles Bier und reagiere auf diese anderthalb Quart so stark, dass sie regelmäßig meine Verfassung durchaus verändern. Sie verschaffen mir Ruhe, Abspannung und Lehnstuhlbehagen, eine Stimmung von ›Es ist vollbracht! ‹ und ›Oh, wie wohl ist mir am Abend!‹«, schrieb Thomas Mann im Jahre 1906.
Der musikalisch versierte Abendbrötler wird das Stichwort des Schriftstellers sogleich aufnehmen. Im Geiste singt er Kanon mit sich selbst: »O wie wohl ist mir am Abend, / Mir am Abend, / Wenn zur Ruh’ die Glocken läuten, / Glocken läuten, / Bim, bam, bim, bam, bim, bam!«
Doch auch der musikalisch weniger Versierte muss mit seinem Abendbrot nicht im Stillen sitzen bleiben. Er kann seine Stereoanlage aufdrehen und Sven Regener mit dessen Band Element of Crime lauschen: »Braungebrannte Arme brechen jeden Tag / Das harte Brot der Wirklichkeit, als wär’s das letzte Mal [...] Zum Abendbrot / Zum Abendbrot [...]«
Bild 137
Kerzenständer »Abendbrot«, entworfen vom Hamburger Designerduo Thesenfitz & Wedekind.
Die Tendenz, meditative Mahlzeit der Einsamen zu sein, hatte das Abendbrot seit je. Gleichzeitig war der Abendbrottisch jahrhundertelang der Ort, an dem der Hausvater die Familie versammelte, um über die Ereignisse des Tages zu berichten und sich berichten zu lassen, auf dass im Anschluss gerichtet werde. Spuren davon haben sich bis in die Gegenwart erhalten, weshalb das Abendbrot dem Spätpubertierenden, der dem Elternhaus entronnen ist, als Inbegriff spießigen Schreckens erscheint. Er schwört, des Abends künftig alles zu essen von kalten Dosenravioli bis hin zu drei Tage altem Sushi. Nur nie wieder ein belegtes Brot.
Dass belegte Brote einst in den erlesensten Zirkeln gereicht wurden, wenn man über Literatur, Politik und die großen Fragen der Welt plauderte, ist vergessen. Voll Stolz berichtete Johanna Schopenhauer ihrem Sohn Arthur, der zu jugendlicher Großmannssucht neigte, dass in ihrem Weimarer Salon nichts Kostspieliges, sondern lediglich Tee mit Butterbroten gereicht wird. Auch Rahel Varnhagen, die berühmteste Gastgeberin im romantischen Berlin, servierte Schlichtes, wenn sie die Größen ihrer Zeit zum »Teetisch« empfing. Die anschaulichste Beschreibung des gehobenen Abendbrots findet sich bei dem Juristen und Schriftsteller Felix Eberty, der uns in seinen Jugenderinnerungen eines alten Berliners in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts mitnimmt: »Bei den gewöhnlichen geselligen Abendzusammenkünften begnügte man sich [...] mit einer Tasse Tee und Butterbrot, und setzte einige sehr zierlich, aber auch recht sparsam mit Wurstscheibchen, Braten und Schinkenschnitten belegte Teller auf die Tafel.«
Geiz spielte bei dieser frugalen Sitte die unwesentlichste Rolle. Man wollte sich bewusst absetzen von den Abendschlemmereien in katholischen Ländern wie Frankreich, und ganz im Ernst: Wen interessieren Austern, gebratene Wachteln oder Petits Fours, wenn er die Wahl zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Wilhelm und Alexander von Humboldt, Heinrich Heine und Bettine von Arnim hat? Kein Zufall also, dass die großbürgerlichen Gastgeberinnen erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als der deutsche Geist feister geworden war, ihren Ehrgeiz daransetzten, mit immer ausgefinkelteren Menüfolgen zu glänzen.
Den endgültigen Niedergang des geistigen Abendbrots bezeugte der Nachkriegs-Kabarettist Wolfgang Neuss, als er verkündete: »Heut’ mach ich mir kein Abendbrot, heut’ mach ich mir Gedanken.« Wie schön wäre es, sich zur Abwechslung wieder einmal Gedanken zum Abendbrot zu machen.
[td]
► ABENDSTILLE, BIERDURST, FEIERABEND, GEMÜTLICHKEIT, ORDNUNGSLIEBE, VEREINSMEIER, WURST
Hinter den Fenstern flackern die Bildschirme. Blaue Stunde. Der Zeiger der Fernsehuhr springt auf die Zwölf. Abendstille überall, nur am Bach die Nachtigall singt ihre Weise klagend und leise durch das Tal.
Ein gut frisierter Sprecher begrüßt den Pflüger, der vor seiner Hütte ruhig im Schatten sitzt. Dem Genügsamen raucht sein Herd. Gastfreundlich tönt dem Wanderer im friedlichen Dorfe die Abendglocke. Wohl kehren jetzt die Schiffer zum Hafen auch in fernen Städten.
Der Versuch, die gekaperte Loreley Zwei zu befreien, ist blutig gescheitert.
Fröhlich verrauscht des Markts geschäftiger Lärm. In der Euro-Schuldenkrise ist das Schlimmste überwunden. Doch gestürzt sind die goldenen Brücken und unten und oben so still! Es will mir nichts mehr glücken, ich weiß nicht mehr, was ich will. Von üppig blühenden Schmerzen rauscht eine Wildnis im Grund, da spielt wie in wahnsinnigen Scherzen das Herz an dem schwindlichten Schlund.
Die Unruhen in der Brust gehen auch nach der Aussprache des Herzens weiter. Das Auswärtige Amt rät von allen nicht notwendigen Reisen ins Innere der Brust ab.
Beim Bundesliga-Nordderby kam es zu Ausschreitungen, nachdem die Schwalbe sich zum Abendliede auf das Stänglein unterm Dach geschwungen hatte. Ordnungskräften gelang es, den Frieden im Feld und in der Stadt rasch wiederherzustellen. Die Schlachtenbummler konnten ohne weitere Zwischenfälle zum Bahnhof geleitet werden.
Der schnelle Tag ist hin. Die Nacht schwingt ihre Fahn’ und führt die Sterne auf. Der Menschen müde Scharen verlassen Feld und Werk. Wo Tier und Vögel waren, trau’rt itzt die Einsamkeit. Wie ist die Zeit vertan! Dem Port naht mehr und mehr sich zu der Glieder Kahn. Gleich wie dies Licht verfiel, so wird in wenig Jahren ich, du, und was man hat, und was man sieht, hinfahren. Dies Leben kommt mir vor als eine Renne-Bahn.
Und nun die Wetteraussichten: Über allen Gipfeln ist Ruh’. In allen Wipfeln spürest du kaum einen Hauch. Die Vöglein schweigen im Walde. Warte nur, balde ruhest du auch.
Bild 1
Abendlandschaft mit zwei Männern, Caspar David Friedrich, ca. 1830.
(Die Redaktion der Tagesschau bedankt sich für die Mitarbeit an der heutigen Ausgabe bei Otto Laub, Friedrich Hölderlin, Joseph von Eichendorff, Friedrich Rückert, Andreas Gryphius und Johann Wolfgang von Goethe.)
[td]
► ABENDBROT, FEIERABEND, HEIMAT, SEHNSUCHT, WALDEINSAMKEIT