Übersetzung aus dem Mittelhochdeutschen
von Hermann Kurtz
überarbeitet von Wolfgang Mohr
Mit einem Nachwort
von Peter Wapnewski
Verlag C.H.Beck
Gottfried von Straßburgs Geschichte von Tristan und Isolde ist eine der größten Liebesgeschichten der Weltliteratur. Der mittelalterliche Kosmos wird hier in geradezu erschütternder Weise von innen heraus gesprengt. Denn die Liebe von Tristan und Isolde, die Verrat, Betrug und Lüge in Kauf nimmt, gehorcht keinem göttlichen Willen mehr, sondern allein sich selbst und ihren eigenen Gesetzen. Isolde ist Tristans Onkel, dem König von Cornwall und England, zugedacht, dem jedoch Tristan und Isolde beide die Treue brechen. Gottfrieds Epos erzählt von den Beglückungen ihrer Liebe, von Argwohn und Eifersucht des Königs, der Mißgunst der Höflinge, den zunehmenden Gefahren, denen sich die beiden Liebenden aussetzen, und ihrer endgültigen Trennung. Das Nachwort Peter Wapnewskis führt in Gottfrieds klassisches Werk ein und erklärt seine bis heute anhaltende Faszinationskraft.
Tristan ist der Sohn von Fürst Riwalin von Parmenien und Blancheflur, deren Bruder König Marke über England und Cornwall herrscht. Riwalin fällt kurz vor Tristans Geburt im Kampf gegen seinen Lehnsherrn Herzog Morgan. Aus Schmerz über den Tod des Gemahls stirbt auch Blancheflur unmittelbar nach Tristans Geburt. Das Waisenkind wird von Riwalins Marschall Rual und dessen Frau Floraete aufgezogen, ohne seine wahre Herkunft zu kennen.
Als Jugendlicher wird Tristan von norwegischen Kaufleuten auf einem Schiff entführt und in Cornwall an Land gesetzt, wo er von einer Jagdgesellschaft zum Hof König Markes gebracht wird. Dort erregt er als Jäger und Musiker Bewunderung. Sein Adoptivvater macht ihn nach jahrelanger Suche schließlich am Hof Markes ausfindig und gibt die wahre Identität Tristans als Sohn Riwalins und Neffe von König Marke preis. Tristan wird von seinem Onkel in den Ritterstand erhoben und zu dessen Erben eingesetzt.
Im Kampf um das väterliche Lehen tötet Tristan Herzog Morgan, begibt sich danach aber wieder an Markes Hof. Dort ist inzwischen Morold eingetroffen, der Schwager des irischen Königs Gurmun, dem Marke zinspflichtig ist. Als Tribut an Gurmun fordert Morold von Marke sechzig Knaben der edelsten Familien seiner beiden Länder. Tristan tötet ihn im Zweikampf, wird dabei jedoch von Morolds vergiftetem Schwert verwundet. Geheilt werden kann er allein von Morolds Schwester, der irischen Königin Isolde.
So reist Tristan nach Irland, wo er sich als Spielmann ausgibt und tatsächlich geheilt wird. Als Gegengabe unterrichtet er die junge Isolde, die Tochter Gurmuns und Isoldes, im Saitenspiel und anderen Künsten. Nach seiner Rückkehr an Markes Hof wird er bald ein zweites Mal nach Irland geschickt, um Prinzessin Isolde für Marke als Braut zu gewinnen. Unterwegs tötet er einen Drachen, der Irland bedroht; seinem Bezwinger hat Gurmun die Hand seiner Tochter versprochen. Doch erkennt die junge Isolde bald, daß Tristan Morold getötet hat, mit dem sie verlobt gewesen war, und will ihn ihrerseits aus Rache töten. Ihre Mutter und ihre Zofe Brangäne mahnen jedoch zur Zurückhaltung. Auf einem Hoftag in Weisefort wird der Truchseß des irischen Königs, der die Heldentat der Drachentötung für sich reklamiert hatte, als Lügner entlarvt. Daraufhin entschließt sich Gurmun zur Versöhnung mit König Marke und gibt ihm die junge Isolde zur Frau. Den so geschlossenen Frieden verkündet Gurmun seinem Hofe:
Als dies war alles abgetan,
da sagte der König dem Hofe an,
des Landes Cumpanionen,
den Rittern und Baronen,
daß dies Tristan wäre,
und erzählte all die Märe,
wie er sie selber vernommen:
warum er nach Irland war gekommen,
und daß er ihm versprochen,
Frieden, ungebrochen,
mit Markes Hof zu machen
in allen den Sachen,
die jener ihm verkünde.
Von Irland das Gesinde
war über diese Nachricht froh.
Die Landesherren sprachen so:
die Sühne sei indessen
gerecht und angemessen,
denn lang gehegte Feindlichkeit
treibe mit Schaden hin die Zeit.
Der König begehrte und erbat,
daß Tristan dafür eintrat
noch hier an dieser Stätte,
wie ers versprochen hätte.
Und dies geschah auch; Tristan
und sein Gefolge Mann für Mann
beschworen vor den Zeugen
Cornwall das Land zu eigen
Isolds als Morgengabe,
und daß sie die Herrschaft habe
über England als Königin.
König Gurmun befahl daraufhin
Isot von Hand zu Hande
ihren Feind Tristande.
Ihrem Feind: ich wähle dieses Wort;
für sie bestand der Haß noch fort. –
Tristan nahm sie an seine Hand.
«König», sprach er, «Herr von Irland,
wir bitten euch, meine Herrin und ich,
daß ihr für sie und auch für mich –
es sei Ritter oder Ritters Kind,
die als Zins nach hier gegeben sind
von Cornwall und von England,
sie sollen in meiner Herrin Hand
mit Recht und Billigkeit nun sein:
sie zieht als Königin dort ein.
Darum also laßt sie frei.»
«Nun gern», sprach Gurmun; «es sei;
mit Frieden von meinen Seiten
sollen alle euch begleiten.»
Da waren viele von Herzen froh. –
Tristan ließ vorbereiten so
ein Schiff noch zu dem seinen;
es müsse würdig scheinen
für ihn und für Isolde
und wen er sonst noch wollte.
Und als auch dies bereit ward,
bereitete Tristan sich zur Fahrt.
Und wo sie auch waren,
die heimatlosen Scharen,
bei Hof und draußen in dem Land,
sie alle wurden herbesandt. –
Wie Tristan mit den Seinen dort
seine Fahrt aus Irland fort
bereitete und richtete,
da mischte und erdichtete
Isot die Königin indes
in einem kleinen Glasgefäß
einen Trank der Minne,
der mit so feinem Sinne
erfunden war und vorbedacht,
mit solcher Wunderkraft vollbracht,
daß, wer mit jemand ihn genoß,
den mußte er gedankenlos
vor allen minnen und meinen,
und jenes wieder ihn, den einen.
Ihnen war ein Tod und ein Leben,
ein Trauern, ein Glück mitsamt gegeben. –
Den Trank den nahm die Weise;
sie sprach zu Brangäne leise:
«Brangäne», sprach sie, «höre her!
Nimm meine Worte nicht zu schwer:
Du sollst bei meiner Tochter sein;
stell deinen Willen darauf ein.
Was ich dir sage, merke das:
Nimm diesen Trank in diesem Glas;
das habe du in guter Hut,
und hüte es über alles Gut;
sieh, daß es auf der Erde
niemand inne werde;
mit Fleiße es verdecke,
daß niemand davon schmecke;
befleiße dich nicht wenig:
wenn Isot und der König
mit Minne kommen überein,
dann schenke ihnen den Trank als Wein,
und laß sie ihn beide trinken aus.
Sorge, daß keiner sonst daraus
mit ihnen koste! Das hat Gewicht!
Du selbst auch trinke mit ihnen nicht!
Es ist ein Trank der Minne:
das behalte wohl im Sinne.
Isolde ich dir befehle
dringend auf deine Seele.
An ihr allein liegt all mein Leben;
ich und sie seien dir übergeben
bei deiner Seele Seligkeit! –
Hiermit genug für allezeit.»
Brangäne sprach: «Teure Königin,
liegt euer beider Wunsch darin,
so will ich gerne mit ihr fahren,
ihre Ehre und all ihr Ding bewahren,
wie ich es aufs beste kann.»
Abschied nahm nun Tristan
und all sein Volk hier und dort.
Sie schieden von Weisefort
mit reichlicher Fröhlichkeit.
Zum Hafen gaben das Geleit
Isolde zu Gefallen
ihre Eltern mit allen
Rittern der Massenïe. –
Seine unverwähnte Amïe,
seine unwendbare Herzensnot,
die lichte, wonnige Isot,
hielt sich in dem Geleite
weinend an seiner Seite.
Ihr Vater und Mutter beide
verbrachten mit manchem Leide
die Stunden, die noch blieben.
Da begann sich zu trüben
manch Auge und es wurde rot.
Isot war manches Herzens Not:
sie brachte so manchem Herzen
insgeheime Schmerzen.
Die weinten um die Holde,
ihrer Augen Licht, Isolde.
Da war vereint das Weinen:
im Weinen sich vereinen
viel Augen und viel Herzen
mit offnen und stillen Schmerzen.
Und hier Isot und dort Isot,
die Sonne und ihr Morgenrot,
auch die schöne Brangäne,
der Vollmond gegen jene,
wo sie sich mußten scheiden,
die eine von den beiden,
da sah man Jammer und Leid;
die getreue Gemeinsamkeit,
sie trennte sich mit Leide.
Isot küßte sie beide
und hielt sie lang umschlossen.
Als nun Tristans Genossen
und auch von irischer Seite
der jungen Frau Geleite
waren zu Schiff alle gekommen
und hatten Abschied genommen,
da schritt zuletzt auch Tristan hin;
die lichte junge Königin,
die Blume von Irland,
Isot, sie schritt an seiner Hand,
traurig und mit schwerem Sinn.
Sie neigten sich nach dem Lande hin,
und baten Gott, mit seinem Segen
der Leute des Lands zu pflegen.
Sie stießen ab, es ging von dann;
mit hoher Stimme hoben sie an,
einmal und wieder scholl es hier:
«In Gottes Namen fahren wir.»
So glitten sie übers Meer dahin.
Den Frauen war im Schiffe drin
nach Tristans eignem Rate
eine Schiffskemenate
zu ihrem Verfügen
gerichtet nach Genügen.
Es hielt sich die Königin
mit ihren Mädchen darin,
und kaum je sonst ein Mann,
als zuweilen Tristan.
Der ging dann und wann dahin
und tröstete die Königin,
wo sie unter Tränen saß.
Sie weinte und beklagte das,
daß sie so von ihrem Lande,
wo sie die Leute kannte,
und allen ihren Freunden fliehe,
mit fremdem Volk von dannen ziehe,
weiß nicht, wohin oder wie.
Dann tröstete Tristan sie
sanft aus Herzensgrunde;
zu jeder Zeit und Stunde,
wenn er zu ihrem Trauern kam,
zwischen die Arme er sie nahm
so sanft und so leise,
und doch nur in der Weise
wie ein Vasall die Herrin soll.
Der Getreue der erhoffte wohl,
daß er der Schönen wäre
Erleichterung ihrer Schwere.
Und so oft wie es erging,
daß er mit Armen sie umfing,
so gedachte die schöne Isot
an ihres Oheims Morold Tod,
und sprach alsdann wider ihn:
«Laßt gehn, Meister, hebt euch hin!
Tut eure Arme von mir!
Ihr seid mir sehr beschwerlich, ihr!
Warum denn rührt ihr mich an?»
«Ach, habe ich daran mißgetan?»
«Ja, weil die Feindschaft fortbesteht.»
«Beste, so sagt, worum es geht.»
«Ihr schluget meinen Oheim tot.»
«Das ist versühnt.» – «Doch ohne Not.
Ich will von euch nichts wissen.
Denn, hätt’ ich Sorge müssen
und Schweres tragen, wärt nicht ihr?
Ihr ganz alleine nur habt mir
all diesen Kummer angetan
mit Zauberei und falschem Wahn.
Was hat euch mir zum Schaden gesandt
von Cornwall nach Irland?
Die mich von Kind an haben erzogen,
denen habt ihr mich abbetrogen,
und führt mich, weiß doch nicht wohin.
Ich weiß nicht, wie verkauft ich bin,
noch weiß ich, was mir folgt darauf.»
«Nein, schöne Isot, richtet euch auf!
Ihr seid doch lieber im fremden Land
eine reiche Königin genannt,
als bei den Eignen arm und schwach.
Im Ausland Ehre und Wohlgemach
und Schande in eignen Reichen,
das läßt sich nicht vergleichen.»
«Nein, Meister», sprach die junge Magd,
«lieber nähm’ ich, was ihr auch sagt,
eine mäßige Sache
bei Liebe und bei Gemache,
als Ungemach und Mühsal
bei großem Reichtum zumal.»
«Ihr redet wahr», sprach Tristan;
«doch wenn man sich erhalten kann
Reichtum bei Wohlgemache,
diese und jene Sache
gehn lieber doch gemeinsam
als jede für sich und einsam.
Nun sagt, wär’ es dazu gekommen,
hättet ihr unter Zwang genommen
den Truchseß zum Gemahle,
wie stünd’ es in diesem Falle?
Ich weiß wohl, dann wärt ihr froh
und danktet mir die Hilfe so,
daß ich euch trat zur Seite
und euch von ihm befreite.»
«Nie wird euch», sprach die junge Magd,
«von mir Dank dafür gesagt.
Habt ihr mich auch von ihm befreit,
ihr schlangt um mich zur gleichen Zeit
ein Netz von Leid und Schwere,
daß mirs noch lieber wäre,
ich hätte ihn zum Mann genommen,
als mit euch hinwegzukommen.
Mag er auch ein Schwächling sein,
wär er erst eine Weile mein,
er ließe die Schwächlichkeit um mich.
Weiß Gott, und daran merkte ich,
er liebe mich ohne Wanken.»
Tristan sprach: «Die Gedanken
sind Märchen nur zum Scherzen,
daß tugendlose Herzen
ertüchtigen wider die Natur.
Das glückt mit sehr viel Mühe nur.
Die Welt glaubt nimmermehr daran,
daß Unart jemals arten kann.
Schöne, seid ohne Traurigkeit!
Ich werde euch in kurzer Zeit
zum Herrn einen König geben,
an dem ihr Freude und edles Leben,
Gut, Tugend zu allen Stunden
und Ehre habt gefunden.» –
Inzwischen glitten die Schiffe hin.
Sie hatten beide von Beginn
guten Wind und gute Fahrt.
Nun waren die Frauen nach ihrer Art,
Isot und ihr Gesinde,
im Wasser und im Winde
ungewohnt der Mühsal.
Nicht lange, so kamen sie allzumal
in eine ungewohnte Not.
Tristan, ihr Meister, der gebot,
daß man rudere an die Küste
und sich zur Ruhe rüste.
Als eine Bucht gefunden war,
ging nach und nach die ganze Schar
zum Spaziergang an den Strand.
Auch Tristan hatte sich gewandt
zu seiner schönen Frauen,
höflich nach ihr zu schauen.
Und als er bei ihr nieder saß,
und sie da redeten dies und das
von ihrer beider Dingen,
bat er einen Trunk zu bringen.
Nun war aber dort nicht eine,
nur die Königin alleine
und ein paar kleine Jungfräulein.
Und eine sprach: «Seht, hier ist Wein,
hier dies Gefäß, das kleine.»
Nein, es war nicht von Weine,
dachte man gleich, es wäre.
Es war die währende Schwere,
die endelose Herzensnot,
von der sie beide lagen tot. –
Nun wußte sie davon nicht ein Wort.
Sie stand auf und ging sofort,
wo Glas und Trank bei der Fahrt
verborgen war und aufbewahrt.
Ihrem Meister Tristan bot sie’s hin.
Er bot es der Königin.
Sie trank mit Schaudern, ihr war so schwer,
und gab es ihm; da trank auch er,
und wähnten beide, es wäre Wein. –
Inzwischen trat auch Brangäne ein.
Das Gefäß nahm sie wahr.
Da war ihr alles offenbar;
sie erschrak so, daß es über sie kam
und ihr all ihre Kräfte nahm,
und sie wie tot zu schauen war.
Mit totem Herzen ging sie dar.
Sie nahm das Unheilsgefäß;
sie brachte es fort und warf es
in die tobende wilde See.
«O weh mir Armer», sprach sie, «weh,
daß ich zur Welt je ward geboren!
Ich Arme, wie hab ich verloren
meine Ehre und meine Treue!
Daß es Gott immer reue,
daß ich zu dieser Reise kam,
und mich der Tod nicht zu sich nahm,
eh ich zu dieser leiden Fahrt
mit Isot beschieden ward!
Wehe, Tristan und Isot!
Der Trank ist euer beider Tod!»
Nachdem die Jungfrau und der Mann,
Isot und Tristan,
den Trank beide getrunken, da
war auch der Welt Unruhe nah,
Minne, aller Herzen Jägerin,
und schlich zu ihren Herzen hin.
Eh sie es wurden gewahr,
stieß sie die Siegesfahne dar
und nahm sie beide in Gewalt.
Sie wurden eins und einfalt,
die zwei und zweifalt waren bisher.
Die Zwei waren nun niemals mehr
einander entgegen in ihrem Sinn.
Isoldes Feindschaft war dahin.
Die Versöhnerin Minne
hatte ihrer beider Sinne
von Feindschaft gereinigt,
mit Liebe so vereinigt,
daß jegliches dem andern war
vollkommen wie ein Spiegel klar.
Sie lebten mit einem Herzen,
sein Schmerz waren ihre Schmerzen,
ihr Schmerz der war der seine,
sie waren eine Gemeine
an Liebe und an Leide,
und bargen sichs doch beide;
und das tat Zweifel und Scham:
sie schämte sich, er war sich gram,
sie zweifelt’ an ihm, er an ihr.
Wie blind sich ihre Herzensgier
zu einem Willen ziehe,
so war nicht ohne Mühe,
der Anfang und der Beginn,
und das hielt ihren Willen hin.
Tristan, als er die Minne erfuhr,
gedachte er zu Anfang nur
der Treue und der Ehren,
und wollte hinweg sich kehren.
«Nein», dachte er fort und fort bei sich,
«laß sein, Tristan, besinne dich,
und gib nicht weiter darauf acht!»
Da hatte das Herz sich aufgemacht.
Wider seinen Willen kriegte er,
begehrte wider sein Begehr,
es zog ihn ab, es zog ihn an.
Der eingefangene Mann
versuchte es in den Schlingen
mit vielfachem Ringen,
und tat es stets auf neue.
Der Stete, der Getreue,
zwiefache Unruh ging ihm nah:
Wenn er ihr in die Augen sah,
und ihm die süße Minne
sein Herz und seine Sinne
versehrte mit ihrer Schwere,
da gedachte er der Ehre;
und die entzog ihn dem Bann.
Nun aber trat ihn wieder an
Minne, seine Erbkönigin,
und zwang wieder zum Gehorsam ihn.