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Der wilde Einbrecher | Erotische Geschichte
von Sarah Roseanne Fox
Lektorat: Marie Gerlich
Originalausgabe
© 2022 by blue panther books, Hamburg
All rights reserved
Cover: © Yarkovoy @ shutterstock.com
Umschlaggestaltung: Matthias Heubach
ISBN 9783750779112
www.blue-panther-books.de
Der wilde Einbrecher von Sarah Roseanne Fox
Hajo saß im Wagen und trommelte mit den Fingerspitzen auf das Lenkrad. Er war nervös und gereizt. Wie immer, wenn der große Tag gekommen war. Sein Komplize Peter hatte einige Wochen lang die Gegend ausgekundschaftet. Peter war eine Person ohne besondere Merkmale. Fragte man Menschen, die ihn gesehen hatten, nach einer Beschreibung von ihm, wussten die meisten nichts zu berichten. Er war der perfekte Kundschafter. Leider war er so dermaßen ungeschickt und schmächtig, dass man ihn für den eigentlichen Einbruch nicht gebrauchen konnte. Aber er bekam immer viel heraus und mit seinen Informationen konnte der große, kräftige Hajo seine Einbruchserfahrungen nutzen und in die leer stehenden Häuser einsteigen. Schnell rein und schnell wieder raus – das war sein Motto.
Bei diesem Objekt wussten sie, dass die Tussi seit heute im Urlaub war. Sie hatte das schön beim Bäcker ausgeplaudert. Aufgefallen war sie ihnen, weil sie nur echten Schmuck trug und immer mit Bargeld zahlte. Peter hatte sicher gut ausgewählt, meist war genug Bargeld und Schmuck in den Häusern vorhanden, dass es sich lohnte.
22:08 Uhr – in zwei Minuten müsste das Licht ausgehen, auch das hatte sie der Bäckereiverkäuferin brühwarm erzählt, die dumme Nuss. SmartHome mache ihr Zuhause auch im Urlaub sicher, hatte sie gesagt. Hajo atmete noch mal tief durch und zog die schwarze Skimaske über den Kopf. Gleich ging es los.
Viktoria war schlecht gelaunt. In buchstäblich letzter Sekunde war ihr Urlaub gestrichen worden. Einer ihrer Kunden, der gleichzeitig die wichtigste Einnahmequelle der Consultingfirma war, in der sie arbeitete, stand kurz vor dem Konkurs. Die nächsten Tage waren entscheidend, sie wurde dringend in der Firma gebraucht. Die gepackten Koffer waren schon im Wagen gestanden, als sie die Hiobsbotschaft ereilt hatte. Nach der Enttäuschung hatte sie nicht mehr die Kraft gehabt, die Koffer wieder auszupacken. Das würde sie morgen erledigen.