2 Die Gleichung des Lebens – Spermie + Eizelle = Baby
Die Spermien – 1000 in der Sekunde!
Das Spermium – klein, aber oho!
Die Mission beginnt!
Von der Pubertät bis ins Greisenalter – immer fruchtbar?
Die Eizelle – selten und kostbar
Einfach die Größte!
Von Geburt an alle Eizellen
Ihr Auftritt – kurz, aber eindrucksvoll
Vorbereitungen für einen großen Gast
Der Zyklus der Frau – ein Abbild der Natur
Auf der Bühne des Lebens
Zwei Schatzkästchen im Körper – die Eierstöcke
Ein Luxushotel fürs Baby – die Gebärmutter
Hier ist’s gut – Kuschelecken in der Gebärmutterschleimhaut
Der Weg der Eizelle durch den Eileiter
Fitnesscenter im Gebärmutterhals
Empfangshalle zur Bühne des Lebens – die Scheide
Schutz für die Scheide – das Jungfernhäutchen
3 Die Gleichung des Lebens – wie ein neuer Mensch entsteht
Die abenteuerliche Reise der Spermien
Gute Zeiten – schlechte Zeiten
Flucht nach vorne?
Wenn das Timing stimmt: Shuttle-Service nach oben!
Auf dem Weg ins Wellnesscenter
Jetzt ist Genießen angesagt – Fitness für die Spermien
Rechts oder links? Wo wartet die Eizelle?
Zum Endspurt ein Hindernislauf
»The winner is« – die Befruchtung
Papa bestimmt … Junge oder Mädchen?
Aus eins mach zwei: Teilung der Eizelle
Embryo im Funkloch – kein Kontakt zum Körper der Mutter
Liebesbrief an Mama: Hallo, ich bin da!
Auf das Timing kommt es an – fruchtbar oder unfruchtbar?
Gleichung des Lebens ergänzen!
4 Bühne frei für die Zyklusshow
Die Chefinnen führen Regie – das Gehirn steuert die Hormone
Der erste Akt der Zyklusshow – die Östrogene gehen ans Werk
Eizellen werden aufgeweckt
Die Östrogene, die besten Freundinnen der Frau
Die Wahl der Königin
Gebärmutterhotel: Rohbau für die Luxuskuschelecken
Gebärmutterhals: Die Produktion von Zaubertrank läuft an
Muttermund: Das Tor zum Leben öffnet sich
Chefetage: Die Eisprunghelfer bereiten ihren Einsatz vor
Der Sprung ins große Abenteuer
Der zweite Akt der Zyklusshow – das Servicecenter wird aktiv
Progesteron-Team als professioneller Partyservice
Saison zu Ende – kein Zaubertrank mehr
Das Tor zum Leben wird verschlossen
Gebärmutterhotel: Inneneinrichtung der Luxussuiten
Veränderungen der Brust – Milch fürs Baby
Temperaturanstieg – das Progesteron-Team heizt ein
Für die Chefinnen gilt das Stillhalteabkommen
Das große und das kleine Finale
Rückzug in Ehren – Chance auf ein neues Glück
5 Die Pubertät und die Premiere der Zyklusshow
Höheres Management in der Chefetage
Die Abteilung Zyklusshow wird eröffnet – die Pubertät beginnt
Östrogene verwandeln ein Mädchen zur Frau
Der Beginn einer langen Freundschaft
Auch ein paar männliche Hormone spielen mit
Es beginnt mit einer kleinen Perle – Brustentwicklung
Wie Künstlerinnen formen sie deinen Körper
Kein Kind und noch keine Frau! Das Auf und Ab der Gefühle
Veränderungen auf der Bühne des Lebens
Der erste Rohbau des Gebärmutterhotels
Das Wellnesscenter wird eröffnet
Die Premiere – deine erste Blutung, die Menarche
Mehr als einen Blumenstrauß wert – die Geburtsstunde einer jungen Frau
Keine Panik: Du weißt Bescheid, wenn’s losgeht
6 Das kleine Finale – meine Tage
Blut ist »Lebenssaft«
Ursachen der Blutung waren lange unbekannt
Blut ist ein Zeichen für Stärke und Kraft
Darf keiner merken, dass du deine Tage hast?
Es ist der Rede wert: Was sich wirklich bei der Blutung abspielt
Anders als sonst
Wie eine Maschine – jeden Tag gleich fit?
Die Sache mit den Menstruationsbeschwerden
Damit deine Tage »gute Tage« werden
Bist du gut zu dir?
Umprogrammieren!
Binden oder Tampons – alles, was dir guttut
Viel Bewegungsfreiheit mit Tampons
Eine Alternative: Menstruationstassen, Schwämmchen, Stoffbinden oder Menstruationsunterwäsche
Slipeinlagen – eigentlich nicht notwendig
7 Dem Geheimcode meines Körpers auf der Spur
Körperzeichen beobachten
Das Tagebuch zur Zyklusshow
Es beginnt mit dem kleinen Finale
Körpercode Zervixschleim: »Ausfluss« oder »Zaubertrank«?
Trocken, feucht oder nass – Code I: Schon mal gespürt?
Trocken, rutschig oder glatt – Code II: Schon mal getastet?
Klumpig, weißlich oder klar – Code III: Schon mal gesehen?
Körpercode Temperaturanstieg: Das Progesteron-Team heizt ein
Gebrauchsanweisung für den Messerfolg
Morgens – noch vor dem Start
Je später, desto höher
Cool, lebhaft oder beides? Welcher Typ bist du?
Den Code entschlüsseln: Dem Eisprung auf der Spur
Körpercode Muttermund: Das Tor zum Leben
Die Scheide – die bedeutendste Empfangshalle der Welt
Den Muttermund erkunden
Körpercode Mittelschmerz: Glück tut manchmal weh
Eileiter in heftiger Bewegung
»Total gespannt«
Flüssigkeit am Bauchfell
Nicht mit Blinddarm verwechseln!
Körpercode Eisprungblutung: Ein wenig Blut rund um den Eisprung
Körpercode Brustsymptom: Das Progesteron-Team im Übereifer
Noch mehr Körpercodes – ganz individuell
Die Stimmung vorwiegend heiter
An manchen Tagen »down« – das Prämenstruelle Syndrom (PMS)
8 Zykluslänge – Zyklusschwankung: Wann bin ich fruchtbar?
Was heißt hier regelmäßig?
Am Anfang sind noch Proben nötig – Zyklusregulation in den ersten Jahren nach der Menarche
Mich kann nichts mehr überraschen!
Wer glaubt noch das 28-Tage-Märchen?
Der erste Akt variabel, der zweite konstant
Die Eireifungsphase: Mal lang, mal kurz – immer lebendig
Die Gelbkörperphase – der ruhende Pol
Wann kann ich schwanger werden?
Die fruchtbare Zeit
Früher Eisprung – frühe fruchtbare Zeit
Späterer Eisprung – spätere fruchtbare Zeit!
9 Die Zyklusshow im Härtetest
Verschiedene Zyklusformen und ihre Ursachen
Achtung! Achtung! Weise Warnsignale von oben
Stressvariante A: Verzögerte Eireifung
Stressvariante B: Verkürzte Gelbkörperphase
Stressvariante C: Zyklus ohne Eisprung
Was ist mit dem Zervixschleim?
Stressvariante D: Keine Blutung mehr
Störfall in anderen Abteilungen der Chefetage
10 Wirkung verschiedener Verhütungsmethoden im Körper der Frau
Die Gleichung des Lebens gilt nicht mehr
Die Pille – Wirkung auf die Zyklusshow
Ersatzstoffe statt körpereigene Hormone
Täuschung der Chefetage: Stillhalteabkommen von Anfang an
Eierstöcke stellen Arbeit ein
Hormonchaos an der Gebärmutterschleimhaut
Pillenwirkung an den Zervixdrüsen
Manchmal ständig erhöht – die Körpertemperatur
Hormonentzugsblutung statt »kleines Finale«
Abgestufte Wirkung je nach Hormonkonzentration
Die zykluseigenen »Lebensgeister« setzen sich durch
Vom Hormonhammer zur Mikropille
Wir sind nicht alle gleich! Jede Frau ist ein Individuum!
Blockade greift nicht mehr. Frühlingsboten stürmen los
Körpereigene Östrogene setzen sich durch
Eisprung unter der Pille
Schwanger trotz Pille
Die Pille in anderer Form: Vaginalring und Hormonpflaster
Positive Wirkungen der körpereigenen Hormone und Veränderungen durch Hormonersatzstoffe
Wirkung in jeder Körperzelle
Ersatzstoffe statt körpereigene Hormone: Wo liegt der Unterschied?
Die Pille ist kein Bonbon
Nebenwirkung als Hauptwirkung – was ist der Preis?
Starke Blutung und Menstruationsbeschwerden
Zur »Zyklusregulation« – der Schein trügt
Pille im Langzyklus
Bei Akne und unreiner Haut
Hormonelle Verhütungsmethoden ohne Östrogenersatzstoffe – reine Gestagene
Minipille mit Desogestrel
Die Hormonspirale
Dreimonatsspritze oder Depotspritzen
Hormonstäbchen unter der Haut
Allgemeine Wirkungen der östrogenfreien Verhütungsmethoden
Gebärmutterschleimhaut: Zwischenblutungen oder gar keine Blutung mehr
Östrogenmangel – die verkannte Gefahr
Starke Mädchen – starke Knochen!
Nach Absetzen hormoneller Verhütungsmethoden: Wann kehrt die Fruchtbarkeit zurück?
Fremdkörper in der Gebärmutter – die Kupferspirale oder Kupferkette
Wie wirken Kupferspirale oder Kupferkette?
Spermien in der Schusslinie
Wenn es doch zu einer Befruchtung kommt?
Keine Überlebenschance für den kleinen Gast
Eileiterschwangerschaft
Die »Pille danach«
Wie wirken Progesteronersatzstoff und Progesteron-Rezeptor-Modulator?
Situation 1: Der Eisprung hat noch nicht stattgefunden
Situation 2: Eisprunghelfer (LH) bereits unterwegs
Situation 3: Befruchtung bereits erfolgt – Embryo unterwegs in die Gebärmutter
Einnahme von Levonorgestrel (PiDaNa)
Einnahme von Ulipristalacetat (ellaOne)
Situation 4: Eisprung ist vorbei – keine Eizelle mehr vorhanden
Als Empfängnisverhütungsmethode nicht geeignet
11 Das richtige Timing wählen
Zuerst die Körpersprache lernen: Wer seinen Körper kennt, kann ihm vertrauen
Jede Methode hat ihre Regeln
Körperzeichen lernen: Wie in der Fahrschule!
Sex ist mehr als »immer nur das eine«
Wenn nicht jetzt, dann vielleicht später! Es gibt eine natürliche und sichere Alternative!
Weitere Infos zur Natürlichen Familienplanung (NFP)
Wichtige Begriffe auf einen Blick
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Über Dr. med. Elisabeth Raith-Paula
Dr. Elisabeth Raith-Paula, 1955 geboren, promovierte an der Universität München in Medizin. Seit 1992 ist sie als Dozentin an der Fachhochschule für Sozialpädagogik zu den Themen Menstruationszyklus, Kinderwunsch und Verhütung tätig. Sie publiziert zu den Themengebieten Natürliche Familienplanung und Zyklus der Frau. 1999 gründete sie das mehrfach preisgekrönte »My Fertility Matters-Programm« zur sexualpädagogischen Präventionsarbeit für Mädchen und Jungen in der Pubertät. 2010 erhielt sie dafür das Bundesverdienstkreuz.
Elisabeth Raith-Paula Privatarchiv: S. 50, 59, 62, 85, 152, 153, 154;
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ISBN 978-3-426-45771-9
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Widmung
Dieses Buch ist meiner Tochter Marion und allen Mädchen gewidmet, die ich auf dem Weg vom Mädchen zur Frau begleiten darf.
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Dank
Viele haben mich unterstützt, dass dieses Buch Wirklichkeit werden konnte. Ihnen/euch allen herzlichen Dank. Mein ganz besonderer Dank gilt meinem lieben Mann und meinen beiden wunderbaren Kindern für ihre Toleranz, Geduld und liebevolle Nachsicht. Besonders danken möchte ich Herrn OA Dr. S. Baur für seine kritischen und konstruktiven Verbesserungsvorschläge sowie Prof. Dr. Hilpert für seinen engagierten Kommentar zu den letzten beiden Kapiteln. Kirsten Danelzik, Angelika Schmitt und Claudia Wiesner, vielen Dank für die freundschaftliche Unterstützung.
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Ein Begleitbuch – vom Mädchen zur Frau
Dieses Buch möchte dich in den aufregenden Jahren, in denen du vom Mädchen zur Frau wirst, begleiten.
Zu Beginn, in den ersten Kapiteln, erfährst du mehr über die Veränderungen deines Körpers. Wie ist das, wenn man zum ersten Mal »seine Tage bekommt«? Was sagt dir dein Körper damit? Wie lernst du seine Signale besser verstehen? Wie kannst du dich mit deinem Körper anfreunden?
Vielleicht seid ihr euch im Augenblick ziemlich fremd, könnt noch nicht viel miteinander anfangen, und du willst gar nicht, dass er sich verändert. Dieses Buch hilft dir bei der Entschlüsselung der geheimen Zeichen deines Körpers.
Es möchte dir zeigen, wie stolz du darauf sein kannst, eine Frau zu werden.
Wenn es dir einmal nicht so gut geht, wenn du Stress hast und meinst, mit deinem Körper und deinem Zyklus sei etwas nicht in Ordnung, dann werden die nächsten Kapitel des Buchs für dich interessant. Sie können dir erklären, welchen Einflüssen der weibliche Zyklus ausgesetzt ist.
Wenn du dich später einmal mit Fragen zu Fruchtbarkeit und Empfängnisverhütung beschäftigst und dazu viele Infos sammelst von Freundinnen, aus dem Internet, aus Broschüren und vom Frauenarzt, dann ist es Zeit, dieses Buch wieder hervorzuholen: Die letzten Abschnitte beschreiben dir, wann eine Frau fruchtbar ist und wann sie schwanger werden kann, wie die verschiedenen Verhütungsmethoden im Körper der Frau wirklich wirken und welche Möglichkeiten es gibt, im Einklang mit seinem Körper zu leben. So wird es dir immer gelingen, eine Entscheidung zu treffen, die dir guttut.
Denn du weißt, was los ist in deinem Körper!
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1Geheime Signale
Das »Drei-Ecken-Spiel« – schwierige Fragen
Stell dir vor, du stehst in einem leeren Raum. Man stellt dir ein paar Fragen, statt einer Antwort gehst du in eine bestimmte Ecke.
Es gibt dort eine »Ja-«, eine »Nein-« und eine »Ich-weiß-nicht-Ecke«. Es geht los.
Die erste Frage lautet: »Hast du gerade Hunger?«
»Was soll diese läppische Frage?«, denkst du, »vorhin gut gefrühstückt, nein, keinen Hunger.« Du stellst dich in die »Nein-Ecke«. Wie würdest du denn merken, dass du hungrig bist? Klar, der Magen knurrt, ein dumpfes Gefühl, das einen zum Kühlschrank treibt.
Die nächste Frage: »Hast du jetzt gerade Durst?«
»Oh ja«, denkst du und gehst in die »Ja-Ecke«, denn durstig bist du immer. Wo hat man dir das beigebracht, zu wissen, wann du Durst hast? Im Kindergarten, in der Schule?
Zugegeben, das braucht man natürlich nicht zu lernen: Der Mund ist trocken, die Zunge klebt am Gaumen, ganz einfach. Selbst Babys wissen das von Anfang an.
Die nächste Frage. »Schwärmst du für einen Popstar?«
»Klar, da gibt es einen ganz bestimmten!«, denkst du.
Dann stehst du jetzt in der »Ja-Ecke«. Was würde passieren, wenn jetzt die Tür aufginge, und er käme herein, dein Star käme auf dich zu und … Was ginge in dir vor?
»Oh Gott«, sagst du, »allein beim Gedanken daran kriege ich Gänsehaut, Schmetterlinge im Bauch, feuchte Hände, weiche Knie und Herzrasen.«
Der Traum wird dir hier leider nicht erfüllt, aber merkst du, wie dein Körper reagiert? Allein schon bei der Vorstellung? Seine Botschaften sind eindeutig: Hunger, Durst, Aufregung, Nervosität. Aber noch bist du nicht fertig. Noch einmal zurück auf den Boden der Wirklichkeit, zum ganz banalen Alltag und zur vorletzten Frage:
»Musst du gerade mal?« Du hast richtig verstanden: »Musst du gerade mal auf die Toilette?«
Du gehst sofort in die »Ja-Ecke«. Stimmt, du musst jetzt.
Aber halt, sag zuerst, woran du das merkst.
»Wieder so ’ne doofe Frage, ist doch klar, die Blase drückt ganz fürchterlich.« Seltsam, da weiß man plötzlich ganz genau, wo im Körper sich die Blase befindet, ganz ohne medizinische Kenntnisse. Warum? Weil sie ein Signal aussendet, bei dem jeder versteht: Jetzt »muss ich mal«.
So ist es bei unzähligen Signalen, die unser Körper täglich sendet: Wir schwitzen, Schweißperlen treten auf die Stirn, und wir wissen genau, es ist uns zu heiß. Durch Zähneklappern und Gänsehaut meldet unser Körper, wir sollten uns schnellstens wärmer anziehen.
Bist du heute fruchtbar?
Nun die letzte Frage: »Bist du heute, jetzt gerade, in diesem Augenblick fruchtbar«?
»Wie bitte, was soll denn das? Wie soll ich das wissen? Was heißt das überhaupt: fruchtbar? Ob ich heute schwanger werden könnte? Kinder kriegen? Eine merkwürdige Frage ist das. Kann man das wissen?«
Du stellst dich in die »Ich-weiß-nicht-Ecke«, zum ersten Mal, dabei waren die anderen Fragen doch ganz leicht zu beantworten.
Dabei sendet der Körper, ähnlich wie bei Hunger oder Durst, deutliche Signale aus, die mitteilen: »Heute bin ich fruchtbar« oder »Heute bin ich unfruchtbar!«
Diese Botschaften haben mit deinem weiblichen Körper zu tun und mit den Veränderungen, die jeden Monat aufs Neue in dir vorgehen. Diese Signale können dir außerdem eine ganze Menge über dich selbst mitteilen. Wenn du sie richtig entschlüsseln kannst, erkennst du, was gerade in deinem Körper abläuft.
Seltsam ist nur, dass diese Signale meistens gar nicht bemerkt werden. Und wenn wir es doch tun und etwas spüren, wissen wir nicht, was es zu bedeuten hat. Deshalb kann es passieren, dass wir die Zeichen, mit denen unser Körper mitteilt: »Alles in bester Ordnung!«, völlig missverstehen.
Höchste Zeit, den Geheimcode unseres Körpers neu und richtig zu entschlüsseln – eine spannende Sache!
Woran denkst du beim Wort »Fruchtbarkeit«?
Mit diesem altmodischen Begriff verbinden viele einfach nur »Kinderkriegen«. Manche stellen sich auch eine schwangere Frau mit einem dicken Bauch vor, eine Geburt, kleine Babys.
Bei dem Wort »Fruchtbarkeit« stellt man sich eine schwangere Frau vor.
Wieder anderen fällt dazu vielleicht ein Baum ein, voll beladen mit Früchten kurz vor der Ernte, oder die Früchte des Feldes oder die Göttin der Fruchtbarkeit, die dafür sorgt, dass das Leben auf Erden immer weitergeht, Generation um Generation. So wie in der Bibel steht: »Seid fruchtbar und vermehrt Euch.«
Befragt man Statistiker, dann sagen sie, dass Fruchtbarkeit heutzutage die absolute Ausnahme sei. Im Gegensatz zu früher, als es keine Seltenheit war, dass Frauen zehn Kinder und mehr zur Welt brachten, passiert das in der Gegenwart durchschnittlich nur noch weniger als zweimal im Leben einer Frau.
Oder doch?
Hattest du schon zum ersten Mal deine Tage? Hat man dir erzählt, dass du nun eine richtige Frau bist und Kinder bekommen kannst? Das ist für dich im Moment sicher nicht von Bedeutung. Vielleicht denkst du dir, es wäre äußerst praktisch, sich diese »Fruchtbarkeit« später einmal, wenn du dir ein Kind wünschst, einfach »herunterladen« zu können. Ein Klick mit der Maus, schon bin ich fruchtbar! Dann aber wieder ganz schnell weg damit, wenn das Baby da ist.
Das geht nicht. In der Pubertät entwickelt sich im weiblichen Körper die Fähigkeit, »fruchtbar« zu sein, neues Leben zu schenken. Ein echtes Wunder! Diese großartige Fähigkeit gehört zum Frausein, sie gehört zum Leben wie das Atmen, Gehen, Denken und Lieben. Sie begleitet dich etwa 35 bis 40 Jahre lang, ganz unabhängig davon, ob du jemals ein Kind bekommst oder nicht.
Fruchtbarkeit gehört zum Leben einer Frau wie Atmen, Gehen, Denken und Lieben.
Manche Frauen empfinden diese Fähigkeit als Belastung, anderen Frauen, die sich vergeblich ein Kind wünschen, bedeutet Fruchtbarkeit ein großes, unerreichbares Glück. Vieles, was sich in der Pubertät in deinem Körper verändert, dass beispielsweise deine Brust wächst, dass du ab der Pubertät immer wieder deine Tage bekommst, hat letztlich mit dieser Gabe zu tun.
»Fruchtbarkeit« im Leben einer Frau, von der Pubertät bis in die Wechseljahre. Die Zeitspanne, in der eine Frau wirklich ein Kind bekommt, ist nur sehr kurz im Vergleich zu der Zeit, in der sie potenziell fruchtbar ist.
Fakt:
Auch wenn es uns nicht bewusst ist, so ist der weibliche Körper auf die »Fruchtbarkeit« hin angelegt: Allein schon die Körperformen einer Frau – die breiteren Hüften, die Brüste zum Stillen eines Babys –, all das hat mit ihrem Fruchtbarkeitspotenzial zu tun. Selbst die weiblichen Hormone werden vorwiegend nur in dem Lebensabschnitt gebildet, in dem sich der Körper immer wieder darauf vorbereitet, ein neues Leben zu empfangen. So hat die Tatsache, dass Frauen einen Zyklus und eine Blutung haben, mit ihrem Fruchtbarkeitspotenzial zu tun – unabhängig davon, ob sie jemals ein Baby bekommen oder nicht.