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Nasses Vergnügen | Erotische Geschichte

von Trinity Taylor

 

Schon früh hat Trinity Taylor, eine Hamburger Autorin, ihre Passion zum Schreiben entdeckt. Ihre ersten Romane schrieb sie für sich, 2007 startete sie dann mit erotischen Kurzgeschichten durch. Insgesamt hat sie zehn Bücher veröffentlicht, darunter drei Romane und sieben Bücher mit Kurzgeschichten. Momentan arbeitet sie an ihrem elften Buch.

 

Lektorat: Nicola Heubach

 

 

Originalausgabe

© 2022 by blue panther books, Hamburg

 

All rights reserved

 

Cover: © PawelSierakowski @ shutterstock.com

Umschlaggestaltung: Matthias Heubach

 

ISBN 9783750775190

www.blue-panther-books.de

Nasses Vergnügen von Trinity Taylor

»Hallo Bob, hier ist Jenna«, sagte sie ins Telefon.

Einen Moment war es still am anderen Ende der Leitung, dann hörte sie eine Männerstimme: »Jenna? Jenna Lorewood?«

»Ja, genau. Wie geht’s dir?«

»Gut. Und dir? Was verschafft mir die Ehre deines Anrufes? Wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen.«

»Stimmt. Mir geht es prima. So prima, dass ich gern an einem Schwimm-Wettkampf teilnehmen möchte.«

»Wow, das ist schön. Dann wünsch ich dir Glück«, sagte Bob.

»Danke. Also, um ehrlich zu sein, rufe ich dich aus genau diesem Grund an. Ich wollte dich fragen, ob du mich trainierst.«

»Aber Jenna, du weißt, ich bin kein Schwimmtrainer. Warum fragst du nicht Hunter?«

Ihr Herz machte einen Hüpfer bei dem Namen.

Hunter war ihr ehemaliger Schwimmtrainer, als sie noch bei den Masters-Schwimmern gewesen war. Bob war einer davon gewesen, mit dem sie sich immer sehr gut verstanden hatte. Er war Mitte fünfzig – somit fünfzehn Jahre älter als Jenna und Hunter – und ein unglaublich guter Schwimmer. Groß, kräftig, zwar das eine oder andere Kilo zu viel auf den Rippen, dafür aber ein Wahnsinns Delfin-Schwimmer. Sein massiger Körper konnte förmlich das Wasser teilen, wenn er beim Luftholen ins Wasser krachte. Kam man ihm in dem Moment entgegengeschwommen, bekam man einen Wasserschwall ab, der wie eine gewaltige Bugwelle wirkte. Jenna schmunzelte bei der Erinnerung.

»Jenna ... Bist du noch da?«, fragte er.

»Äh, ja. Ich dachte nur, dass du mich vielleicht trotzdem trainieren könntest. Du hast viel Wissen und Technik.«

»Wann ist denn der Termin?«

»Am zehnten Juli.«

»Oh Mann, das ist ja schon in einem Monat!«

»Genau.«

»Das ist wirklich kurzfristig für einen guten Muskelaufbau und Trainingsplan. Außerdem bin ich da in Vancouver. Wie du ja weißt, arbeite ich im Außendienst. Also, ich kann leider nicht, Jenna, tut mir leid. Frag Hunter, okay?«

»Schade. Na gut, mal sehen.«

***

Hunter zu treffen, verursachte Jenna Übelkeit. Nicht, weil er so schrecklich war, sondern weil er so ein toller Typ war. Zwei Jahre lang war sie in seiner Schwimmgruppe mitgeschwommen, die er trainiert hatte. Es war nur eine Freizeitgruppe gewesen. Und irgendwann hatte Jenna den Wunsch verspürt, mehr zu schwimmen, besser zu werden, öfter zu schwimmen und das Ganze mit einem Ziel. So kam sie zu den Masters-Schwimmern, den Wettkampf-Schwimmern. Doch sie hatte nur einmal an einem Wettkampf teilgenommen und den total versiebt. Ihre Zeiten waren mies gewesen. Es hatte an der ­enormen Aufregung und ihrer schlaflosen Nacht davor gelegen. Auch Bob, Hunter und einige ihrer Schwimmkollegen hatten teilgenommen und waren mit Bombenzeiten im Auto singend nach Hause gefahren.

Für Jenna war es ihr Ausstieg aus der Masters-Gruppe gewesen. Bob war darüber sehr traurig gewesen. Bei Hunter war sie sich nicht sicher. Es wirkte, als wäre es ihm egal.

Niemals würde Jenna den Moment vergessen, wo sie bei dem Wettkampf, sie war eine der letzten Schwimmerinnen gewesen, die Duschen verwechselt hatte und in die Männerdusche geplatzt war.