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Veröffentlicht im Rowohlt·Berlin Verlag, Berlin, März 2019

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ISBN Printausgabe 978-3-7371-0065-6

ISBN E-Book 978-3-644-10089-3

www.rowohlt.de

ISBN 978-3-644-10089-3

Anmerkungen

Herkunft: Armer Leute Kind

Loki Schmidt, Dieter Buhl: «Auf dem roten Teppich und fest auf der Erde», Hamburg 2010, S. 7, Vorwort von Helmut Schmidt.

Helmut Schmidt: «Was ich noch sagen wollte», München 2015, S. 79.

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Hannelore Schmidt: «Gezwungen, früh erwachsen zu sein», S. 23ff.

Ebd., S. 30.

Norbert Michaelis: «Hamburger Kindheit in schwerer Zeit», Bremen 2010.

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Hannelore Schmidt: «Gezwungen, früh erwachsen zu sein», S. 27.

Augenhöhe: Frau Mantel und die Queen

Günter Warnholz: «Eine gute Sportlerin ist sie auch», in Rolf Italiaander: «Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», Düsseldorf 1988, S. 171.

Loki Schmidt, Reiner Lehberger: «Auf einen Kaffee mit Loki Schmidt», Hamburg 2010, S. 13.

Rolf Italiaander: «Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», S. 19.

Loki Schmidt, Dieter Buhl: «Auf dem roten Teppich und fest auf der Erde», S. 159.

Heimat Hamburg: Knackwurst in Papier

Hans Martin Hinz: «Der Krieg und seine Museen», Frankfurt/New York 1997, S. 100.

http://win2014.de/?p=2113 (zuletzt aufgerufen am 5.10.2018).

Hans Martin Hinz: «Der Krieg und seine Museen», S. 100.

Ebd.

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Hannelore Schmidt: «Gezwungen, früh erwachsen zu sein», S. 61ff.

Ida Ehre: «Auch Schmidts stellten sich nach Theaterkarten an», in: Rolf Italiaander: «Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», S. 239. (Dort auch das Zitat von Loki über Ida Ehre.)

Lernen: Sag niemals «die»!

Loki Schmidt, Reiner Lehberger: «Mein Leben für die Schule», Hamburg 2005, S. 29.

Vgl. zu den Schulen jener Zeit: Loki Schmidt, Reiner Lehberger: «Mein Leben für die Schule», S. 30.

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Helmut Schmidt: «Politischer Rückblick auf eine unpolitische Jugend», S. 217.

Barbara Vogel: «Vorwort», in: Anne-Kathrin Beer: «Eine Schule, die hungrig machte – Helmut und Loki Schmidt und die Lichtwarkschule», Bremen 2007, S. 8.

Lernen: Sag niemals «die»!

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Helmut Schmidt: «Politischer Rückblick auf eine unpolitische Jugend», S. 215.

Ebd., S. 217.

Loki Schmidt: «Eine der wichtigsten Persönlichkeiten unserer Lichtwark-Schulzeit», in: Rolf Italiaander: «Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», S. 102.

Loki Schmidt, Reiner Lehberger: «Mein Leben für die Schule», S. 82.

Anne-Kathrin Beer: «Eine Schule, die hungrig machte – Helmut und Loki Schmidt und die Lichtwarkschule», Bremen 2007, S. 96.

Loki Schmidt, Reiner Lehberger: «Mein Leben für die Schule», S. 82.

Anne-Kathrin Beer: «Eine Schule, die hungrig machte – Helmut und Loki Schmidt und die Lichtwarkschule», S. 57.

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Helmut Schmidt: «Politischer Rückblick auf eine unpolitische Jugend», S. 218.

Anne-Kathrin Beer: «Eine Schule, die hungrig machte – Helmut und Loki Schmidt und die Lichtwarkschule», S. 119.

Vgl. Anne-Kathrin Beer: «Eine Schule, die hungrig machte – Helmut und Loki Schmidt und die Lichtwarkschule», S. 119.

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Hannelore Schmidt: «Gezwungen, früh erwachsen zu sein», S. 30.

Vgl. Anne-Kathrin Beer: «Eine Schule, die hungrig machte – Helmut und Loki Schmidt und die Lichtwarkschule», S. 108ff.

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Hannelore Schmidt: «Gezwungen, früh erwachsen zu sein», S. 31.

Loki Schmidt, Reinhold Beckmann: «Erzähl doch mal von früher», Hamburg 2008, S. 67.

Loki Schmidt, Reiner Lehberger: «Mein Leben für die Schule», Hamburg 2005, S. 95.

Vgl. Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Hannelore Schmidt: «Gezwungen, früh erwachsen zu sein», S. 33ff.

Ebd., S. 36.

Vgl. ebd., S. 38.

Lehren: Expedition statt Gänseherde

Viele Zitate von Karin Jacobs-Zander stammen aus einem langen Telefonat, einige aus ihrem Buch: Karin Jacobs-Zander: «Lebenslotsen – Wie Vorbilder und Werte uns leiten», Hamburg 2014, wiederum andere aus ihrem Kapitel «Loki und die bindenden Werte» in: Rolf Italiaander: «Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», S. 126.

Loki Schmidt, Reiner Lehberger: «Mein Leben für die Schule», S. 30.

Lehren: Expedition statt Gänseherde

Rolf Italiaander: Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», S. 25.

Loki Schmidt, Reiner Lehberger: «Mein Leben für die Schule», S. 207.

Siegfried Lenz: «Mit Lokis Augen», in: Rolf Italiaander: «Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», S. 10.

Neugier: Aha als Lebenselixier

Loki Schmidt, Dieter Buhl: «Loki – Hannelore Schmidt erzählt aus ihrem Leben», Hamburg 2003, S. 270.

Todd Kashdan: «Curious? – Discover the Missing Ingredient to a Fulfilling Life», New York 2009, S. 35.

Kanzlergattin: Ein Leben als Frau Deutschland

Loki Schmidt, Reinhold Beckmann: «Erzähl doch mal von früher», S. 135.

Ursula Philipp: «Loki musste immer wieder neu anfangen», in: Rolf Italiaander: «Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», S. 145.

Vgl. Reiner Lehberger: «Loki Schmidt – Die Biographie», Hamburg 2014, S. 174.

Rolf Italiaander: «Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», Düsseldorf 1988, S. 39.

Loki Schmidt, Reinhold Beckmann: «Erzähl doch mal von früher», S. 147.

Loki Schmidt, Dieter Buhl: «Auf dem roten Teppich und fest auf der Erde», Hamburg 2010, S. 79.

Ursula Philipp: «Loki musste immer wieder neu anfangen», in: Rolf Italiaander: «Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», S. 145.

Loki Schmidt, Dieter Buhl: «Auf dem roten Teppich und fest auf der Erde», S. 86.

Ebd., S. 113.

Hans-Jürgen Wischnewski: «Wann Politiker ihre Ehefrauen brauchen» in: Rolf Italiaander: «Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», S. 166f.

Helmut Schmidt: «Was ich noch sagen wollte», S. 85.

Angela Nacken: «Kaffeeklatsch bei Loki» in: Rolf Italiaander: «Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», S. 43.

Vgl. Reiner Lehberger: «Loki Schmidt – Die Biographie», S. 245.

Das ist ein häufig zitierter Satz von Loki. Nach ihrem Tod war er oft zu lesen, etwa hier: https://www.pnn.de/ueberregionales/zum-tod-von-loki-schmidt-ich-war-nie-ein-richtiges-maedchen/22103182.html (zuletzt aufgerufen am 5.10.2018).

Loki Schmidt, Reinhold Beckmann: «Erzähl doch mal von früher», S. 154.

Kanzlergattin: Ein Leben als Frau Deutschland

https://www.zeit.de/2007/36/Interview-Helmut-Schmidt/komplettansicht (zuletzt aufgerufen am 5.10.2018).

Loki Schmidt, Reinhold Beckmann: «Erzähl doch mal von früher», S. 159.

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/d-1398 63474.html (zuletzt aufgerufen am 5.10.2018).

Forschen: Kinderträume, Gin und Klopapier

Loki Schmidt, Dieter Buhl: «Loki – Hannelore Schmidt erzählt aus ihrem Leben», S. 237.

Wolfgang Wickler: «Wissenschaftliche Reisen mit Loki Schmidt», Berlin/Heidelberg 2014, S. 1.

Ebd., S. 51.

Ebd., S. 68.

Der Spiegel 11/1997 (http://www.spiegel.de/spiegel/print/ d41019364.html, zuletzt aufgerufen am 5.10.2018).

Vgl. Reiner Lehberger: «Loki Schmidt – Die Biographie», S. 247.

Schützen: Im Namen der Blumen

Loki Schmidt: «Die Blumen des Jahres», Hamburg 2003, S. 12.

Ebd.

Loki Schmidt, Dieter Buhl: «Loki – Hannelore Schmidt erzählt aus ihrem Leben», S. 336.

Gyula Trebitsch: «Ein grenzüberschreitendes Naturschutzgebiet», in: Rolf Italiaander: Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», S. 302.

Vgl. Petra Schwarz, Reinhard Lieberei: «Loki Schmidt – Forscherin und Beobachterin für die Natur», Bremen 2009, S. 122.

Loki Schmidt: «Jeder Mensch ist ein Stück Natur», in: Rolf Italiaander: «Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», Düsseldorf 1988, S. 315ff.

Die Lösung für das Überleben des Schierlings-Wasserfenchels sieht derzeit so aus: Zwei ehemalige Absetzbecken der Hamburger Wasserwerke auf der Billwerder Insel sollen zur neuen Heimat für die Pflanze werden. Die Becken wurden so umgebaut, dass sie unter dem Einfluss von Ebbe und Flut stehen, wie es der Schierlings-Wasserfenchel benötigt. Daran ist die Loki-Schmidt-Stiftung aber nicht direkt beteiligt.

Reiner Lehberger: «Loki Schmidt – Die Biographie», S. 269.

Helmut: Mein Herr und Gebieter

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Hannelore Schmidt: «Gezwungen, früh erwachsen zu sein», S. 53.

Reiner Lehberger: «Loki Schmidt – Die Biographie», S. 81.

Loki Schmidt, Reiner Lehberger: «Mein Leben für die Schule», S. 145.

Helmut: Mein Herr und Gebieter

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Hannelore Schmidt: «Gezwungen, früh erwachsen zu sein», S. 53.

Ebd.

Ebd.

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Helmut Schmidt: «Politischer Rückblick auf eine unpolitische Jugend», S. 245.

Aus der Sendung «Wir Schmidts: Helmut und Loki Schmidt» (ARD) vom 25.2.2009 – im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo (https://www.youtube.com/watch?v=-S6EG-eLF6c&list=PLD9BAD21FBCD203C9&index=3, zuletzt aufgerufen am 5.10.2018).

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Hannelore Schmidt: «Gezwungen, früh erwachsen zu sein», S. 54.

Helmut Schmidt: «Religion in der Verantwortung – Gefährdungen des Friedens im Zeitalter der Globalisierung», Berlin 2012, S. 17.

Vgl. Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Helmut Schmidt: «Politischer Rückblick auf eine unpolitische Jugend», S. 249.

Vgl. Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Hannelore Schmidt: «Gezwungen, früh erwachsen zu sein», S. 57.

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Helmut Schmidt: «Politischer Rückblick auf eine unpolitische Jugend», S. 249.

Vgl. Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Hannelore Schmidt: «Gezwungen, früh erwachsen zu sein», S. 60.

Ebd., S. 62.

Sein Taufpate war ein Freund der Schmidts, Walter Plennis. Weil Helmut und Walter im Freundeskreis Max und Moritz genannt wurden, hieß der Kleine bald nur das «Moritzelchen».

Vgl. Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Hannelore Schmidt: «Gezwungen, früh erwachsen zu sein», S. 72.

https://www.bild.de/bildlive/2013/11-schmidt-33960488.bild.html (zuletzt aufgerufen am 5.10.2018).

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Hannelore Schmidt: «Gezwungen, früh erwachsen zu sein», S. 72.

Helmut Schmidt u.a.: «Kindheit und Jugend unter Hitler», Kapitel von Helmut Schmidt: «Politischer Rückblick auf eine unpolitische Jugend», S. 260.

Helmut Schmidt: «Was ich noch sagen wollte», München 2015, S. 61.

Ebd., S. 59.

Ebd., S. 61.

Helmut: Mein Herr und Gebieter

Loki Schmidt, Reinhold Beckmann: «Erzähl doch mal von früher», S. 103.

Loki Schmidt, Dieter Buhl: «Auf dem roten Teppich und fest auf der Erde», S. 219.

Loki Schmidt, Reinhold Beckmann: «Erzähl doch mal von früher», S. 116.

Loki Schmidt, Reiner Lehberger: «Mein Leben für die Schule», S. 157.

Loki Schmidt, Dieter Buhl: «Auf dem roten Teppich und fest auf der Erde», S. 35.

Helmut Schmidt: «Was ich noch sagen wollte», S. 83.

Ebd., S. 85.

Helmut Schmidt: «Was ich noch sagen wollte», S. 91.

Ebd., S. 85.

Loki Schmidt, Reinhold Beckmann: «Erzähl doch mal von früher», S. 248.

Ebd.

Helmut Schmidt: «Was ich noch sagen wollte», S. 86.

Bei den Feierlichkeiten zu seinem 95. Geburtstag im Hamburger Thalia-Theater: https://www.bild.de/regional/hamburg/helmut-schmidt/die-welt-verneigt-sich-34307872.bild.html (zuletzt aufgerufen am 5.10.2018).

Zeit und Wandel: Wir Höhlenkinder

Helmut Schmidt (Hg.): «Erkundungen – Beiträge zum Verständnis unserer Welt. Protokolle der Freitagsgesellschaft», Stuttgart 1999, S. 8.

Loki Schmidt, Reinhold Beckmann: «Erzähl doch mal von früher», S. 263.

Loki Schmidt, Reiner Lehrberger: «Auf einen Kaffee mit Loki Schmidt», Hamburg 2010, S. 151.

Loki Schmidt: «Jeder Mensch ist ein Stück Natur», in: Rolf Italiaander: «Loki – Die ungewöhnliche Geschichte einer Lehrerin namens Schmidt. Erzählt von ihren Freunden», S. 319.

Der letzte Whisky

Die kursiven Zitate im Folgenden stammen aus: Loki Schmidt, Reinhold Beckmann: «Erzähl doch mal von früher», S. 265.

«Aber Herr Frenz, wir sind doch durch Zufall ein gutes Gespann geworden, oder?»

Loki Schmidt war neunzig Jahre alt, als wir uns kennenlernten, ich fünfundvierzig. «Großmuttergeneration trifft Enkelgeneration», sagte sie oft zu mir. Und doch gab es einen großen Unterschied zu den Großeltern, Onkeln und Tanten, die mir nahestanden, mich seit meiner Kindheit begleiteten und deren Altern und Sterben ich erlebte. Denn sie waren mein ganzes Leben über da: Wir schritten gemeinsam voran in den Jahren, teilten viele Erfahrungen und Erlebnisse und konnten uns im besten Falle über einen langen Zeitraum hinweg voneinander verabschieden. Bei Loki war das anders: Wir waren gerade dabei, uns kennenzulernen, und in unserem Kennenlernen war aufgrund ihres hohen Alters von Anfang an die Vorstellung von Begrenztheit dabei.

Drei, vier Mal hatten Loki Schmidt und ich uns erst getroffen und uns soeben an der Haustür in Hamburg-Langenhorn verabschiedet. Ich kam gerade an den Wachposten vorbei, in Gedanken noch bei unserem Gespräch der vergangenen Stunden, als mir der Satz mit dem Zufall wieder einfiel. Ich musste sofort lächeln. Auf Sätze, die mit «Aber

 

Auf eine Weise war auch Loki beinahe mein ganzes Leben über da: als Gattin jenes Bundeskanzlers, den ich mit meinen ersten politischen Erlebnissen verbinde – dem RAF-Terror, der Entführung Hanns Martin Schleyers und der Befreiung der Geiseln von Mogadischu. Die Abwahl Helmut Schmidts durch das konstruktive Misstrauensvotum verfolgten wir in der Schule vor dem Fernsehbildschirm als Anschauungsbeispiel für gelebte und funktionierende Demokratie. In späteren Jahren wurde Loki Schmidt zusammen mit ihrem Mann fast schon zu einer moralischen Instanz und einem Sinnbild für Anstand – Letzteres bitte schön mit spitzem Hamburger S gesprochen. Sie waren Ikonen Deutschlands, in deren gemeinsamem Leben sich die Geschichte eines Jahrhunderts spiegelte.

Zu einem Synonym für ausufernden Tabakkonsum wurden die beiden auch: Die letzten Raucher zu sein, die ihre Nikotinliebe öffentlich zelebrierten, machte sie nicht nur zu Vertretern einer vergangenen Epoche, in der allerorts hemmungslos gequalmt wurde, es gab ihren launigen Auftritten auch etwas Kultiges und Leichtes.

Die mit steigendem Alter immer größer werdende Beliebtheit des Ehepaars Schmidt veranlasste Tochter Susanne bei der öffentlichen Feier zum neunzigsten Geburtstag

Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, selber einmal regelmäßig und selbstverständlich bei den Schmidts ein und aus zu gehen. Bis ein paar Wochen zuvor, im August 2009, der Zufall in Gestalt meines Lektors anfragte, ob ich nicht ein Buch zusammen mit Loki Schmidt schreiben wolle, eine Einführung in die Natur. Und so fuhren er und ich gemeinsam zum Neubergerweg, um Loki und mich einander vorzustellen und die Idee zu besprechen.

Ein Drehbuchautor mit Sinn fürs Klischee hätte die ersten Worte geschrieben haben können. Kaum saßen wir bei der ersten Tasse Kaffee auf den Wohnzimmersofas, da fragte sie schon:

«Rauchen Sie, Herr Frenz?»

Es war wirklich die allererste Frage, die sie mir stellte, und so, wie sie gestellt war, lag tiefer Ernst darin.

«Ich habe mein ganzes Leben lang nur getrunken, Frau Schmidt», antwortete ich. Diese Antwort hatte ich mir, ehrlich gesagt, bereits vorher überlegt. Allerdings hätte ich nie erwartet, dass unsere erste Begegnung wirklich so ablaufen würde. Wann immer ich diese Anekdote erzähle, lachen an dieser Stelle alle auf. Loki Schmidt lachte nicht. Ich schaute in ein fassungsloses Gesicht.

«Sie haben es noch nicht einmal versucht?»

Das war das erste Mal, dass sie mich verblüffte. Gleich mit ihrer zweiten Frage richtete sie sich nicht nach dem

Ein Jahr mit Loki – dank ihrer «Verpflichtung zu arbeiten», selbst im hohen Alter.

Noch etwas anderes steckte hinter ihrer Reaktion: Nicht nur die Verwunderung darüber, dass jemand ihr Lieblingsvergnügen nicht teilte, sondern auch Unverständnis. Dass jemand nicht die Neugier besitzt, es wenigstens einmal auszuprobieren, nein, das konnte sie nicht verstehen. Unserer beginnenden Zusammenarbeit tat meine Antwort zum Glück keinen Abbruch, denn ich konnte ihr glaubhaft versichern, dass ich das Rauchen durchaus probiert hatte, es mir aber einfach nicht schmeckte. Und weil ich nie geraucht hatte in meinem Leben, sei ich auch kein militanter Nichtraucher, beruhigte ich sie.

So diskutierten wir also über die Idee zum Buch über die Natur, entwickelten erste Gedanken, als irgendwann das Telefon klingelte. Loki nahm den Hörer ab:

«Schmidt.»

«Hier auch», hörte ich aus dem Telefon die Stimme des Altkanzlers. Der Apparat war auf laut gestellt, sodass man gut verstehen konnte, was auf der anderen Seite der Leitung gesagt wurde.

«Du hast dich gar nicht verabschiedet, als du gefahren bist», begann Loki das Gespräch mit ihrem Mann, der gerade in der Redaktion der «Zeit» angekommen war.

«Deswegen rufe ich an, meine Liebe, um tschüs zu sagen.»

«Tschüs!», sagte Loki. Dann legte sie den Hörer auch

Das Wesentliche war gesagt, die Zuneigung gegenseitig ausgedrückt, ohne pathetisch oder allzu gefühlig zu sein. In dieser beeindruckenden Zugewandtheit eines alten, albernen Paares, das sich bereits seit der Schulzeit kannte, lag auch die Sorge umeinander, wie ich später mitbekam.

Loki und ich verabredeten die Zusammenarbeit und wollten uns nun regelmäßig treffen. Damit war ich angekommen im Hause der «Rauchkringel-Schmidts». Daheim notierte ich das Stichwort «Pingpong» in meinen Aufzeichnungen über unsere erste Begegnung und merkte bald darauf, dass uns beide nicht nur die Leidenschaft für die Natur verband, sondern auch eine gewisse Grundalbernheit.

Nun hatten wir also ein gemeinsames Projekt, und wie sich zeigen sollte, hatten wir wirklich nicht viel Zeit. Es wurde «ein Jahr mit Loki», fast auf den Tag genau: Nur vier Tage fehlten zur Vollendung dieses Jahres – von unserem ersten Kaffee bis zum letzten Telefonat.

 

Mein Beruf beschert mir immer wieder besondere Erlebnisse. Meine regelmäßigen Besuche in Langenhorn, die Gedankenexpeditionen und Gespräche mit Loki in diesem Jahr, stehen für mich ganz vorn und auf gleicher Stufe mit meinen Expeditionen zu den letzten weißen Flecken dieser Erde, nach Amazonien, Neuguinea und in die Zentralafrikanische Republik. Abenteuer lassen sich vielerorts erleben – auch vor der Haustür. Und wenn sich zwei auf gleicher Wellenlänge begegnen, sogar in Gesprächen.

Noch heute fällt es mir schwer, die beiden Lokis zusammenzubekommen: die öffentliche «Bundesloki», die jeder

Mit dem «Enkelblick» aus diesem Jahr möchte ich noch einmal auf ihr Leben zurückschauen. Auf den Menschen Loki, den ich in seinem letzten Lebensjahr aus nächster Nähe kennenlernen konnte und den ich so schnell so gern mochte. Für meinen Rückblick habe ich einige Oberbegriffe ausgewählt. Sie richten sich nach Dingen, über die wir gesprochen haben, die ich mit ihr erlebt, die ich beobachtet habe, die mir aufgefallen sind.

Vom Ende her betrachtet, sieht ein Leben manchmal so stimmig aus. Dabei stellt sich die Frage, worauf es im Leben eigentlich ankommt, wie es gelingen kann. Was ist ein erfülltes Leben, was ein richtiges? Was bedeutet es überhaupt, «richtig» zu leben? Wie schafft man das? Und was hinterlasse ich?

Ein Blick auf Lokis Leben gibt für solche Fragen einige Anregung.

Bei unserem zweiten Treffen kamen wir ganz schön herum: auf die Twin Towers in New York, wo ein Schwarm Wildgänse über Manhattans Skyline flog, in den Garten des Bonner Kanzleramts und die private Bonsaisammlung des japanischen Kaisers Hirohito, an den Hamburger Hafen natürlich und in das Ferienhaus der Schmidts am Brahmsee. Innerhalb von drei Stunden legten wir mit dem Hurtigruten-Postschiff im norwegischen Tromsø an, betrachteten im Katharinenkloster auf dem Sinai den brennenden Dornbusch Mose, staunten über die gewaltigen Huftierherden der Serengeti und diskutierten, ob die Urwälder Amazoniens eine verwilderte Kulturlandschaft seien. Wir ließen uns durch die Welt treiben, kreuz und quer, durch Länder und Jahre, ausgehend von persönlichen Erlebnissen, Erfahrungen und Expeditionen. Denn bei dieser ersten Sitzung zu zweit wollten wir uns kennenlernen, wollten vielleicht schon eine Grundidee für unser Buch finden.

Am Ende des intensiven und kurzweiligen Gesprächs voller Gedanken und Abenteuer sagte Loki, zwischendurch habe sie durchaus «mal sehr kleine Augen» bekommen und sei ein wenig müde geworden. Daher wollte ich beim nächsten Mal wissen, wie es ihr nach unserem letzten Treffen er

«Wissen Sie, was ich getan habe, als Sie weg waren? Da bin ich in die Küche gegangen und habe Wurzeln geschält und klein geschnitten. Fürs Abendbrot, da gab es Erbsen und Wurzeln.»

Was hatte ich erwartet? Vielleicht, dass sie sich müde und etwas erschöpft hingelegt hätte. Dass sie sagen würde, wir sollten es mal nicht übertreiben und in Zukunft öfter auf die Uhr schauen. Aber nein: «Das habe ich auch früher gemacht, diesen Wechsel zwischen Hand- und – wenn Sie so wollen – Kopfarbeit. Ich habe mein Leben lang gearbeitet. Mit fünfzehn musste ich den Haushalt führen, weil meine Mutter von morgens bis abends zum Nähen ging.»

In dieser Antwort schwang ihre Einstellung zum Leben mit. Arbeit, in welcher Form auch immer, war stets ein Teil davon. Große Mühen, Last und Verantwortung waren ihr nie fremd. Ihre Herkunft war ihr sehr präsent, in unseren Gesprächen erwähnte sie sie oft: «Wer aus einem Elternhaus wie meinem stammt, denkt doch nicht daran, einmal solche Reisen zu machen.»

Sehr selbstbewusst sagte sie: «Ich bin armer Leute Kind.»

 

Loki entstammte einer Arbeiterwelt, wie sie heute in Deutschland nicht mehr existiert. Als Helmut Schmidt seine Klassenkameradin Loki Glaser erstmals zu Hause besuchte, um ihr die Baskenmütze vorbeizubringen, die sie bei seinem Kindergeburtstag vergessen hatte, war er entsetzt: Dass Menschen so ärmlich, so dunkel wohnen mussten, empörte den Zehnjährigen, der aus einer kleinbürgerlichen

Lokis Familie lebte da in einem «Terrassenhaus», was heutzutage ausgesprochen hübsch klingt, damals aber einen düsteren Wohnblock im Hinterhof beschrieb: ein «billiges Loch» von achtundzwanzig Quadratmetern, das siebenundzwanzig Mark im Monat kostete. «Das war genau das, was mein Vater wöchentlich bekam. Ein Wochenverdienst ging als Miete weg.»

Loki fand die Wohnung «herrlich – weil sie uns allein gehörte».[3] Die Enge habe sie nicht wahrgenommen, sie kannte ja nichts anderes. Für sie war die «Terrasse» ein Fortschritt. Zuvor hatte die junge Familie in der Wohnung der Großeltern in der Schleusenstraße am Hafen in Hammerbrook gelebt, zusammen mit den Schwestern der Mutter und später deren Ehemännern. Dort war Hannelore, wie ihr wirklicher Name lautet, als erstes Kind im März 1919 zur Welt gekommen. Den Namen «Loki» schnappte sie daheim auf, als es um den wenig beliebten Gott aus der nordischen Sagenwelt ging, einen Blutsbruder Odins, eine vielseitige, aber durchtriebene und listige Figur. Weil «Hannelore» für das kleine Mädchen schwer auszusprechen war, übernahm sie das einfachere Wort für sich: «Loki» blieb sie ihr Leben lang. Dass sie damit einen eher negativ konnotierten Namen in etwas Grundsympathisches umdeutete, passt zu ihrem ungewöhnlichen Lebensweg.

Mit der Geburt des dritten Kindes, der Schwester Linde,