THiLO
Animal Adventures – Ein neuer Morgen in Loboville
FISCHER E-Books
Den Großteil seiner Kindheit verbrachte THiLO in der elterlichen Buchhandlung. Anschließend schaute er sich in Afrika, Asien und Mittelamerika um, bevor er mit Freunden als Kabarett-Trio "Die Motzbrocken" durch die Lande zog. Heute lebt THiLO mit seiner Frau und vier Kindern in Mainz und schreibt neben seinen Romanen Geschichten und Drehbücher, u. a. für "Siebenstein", "Sesamstraße", "Schloss Einstein" und "Bibi Blocksberg".
Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendbuchprogramm der S. Fischer Verlage finden Sie unter www.fischerverlage.de
Erschienen bei FISCHER E-Books
Covergestaltung: Dahlhaus & Blommel Media Design GmbH, Vreden unter Verwendung von Illustrationen von Irina Zinner
Cover- und Innenabbildungen: Irina Zinner
Abhängig vom eingesetzten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.
Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt.
ISBN 978-3-7336-0465-3
MONDTAG. Hallo, Aloha! Schön, dass du da bist! So aufgeregt warst du selten im Leben, stimmt’s? Kein Wunder, denn heute startest du eine Reise, von der du schon so lange träumst. Du hast einen Flug mit Dodo-Tours auf eine wunderschöne kleine Insel gebucht. Wie sieht sie wohl aus? Was für Obstsorten wachsen dort? Welche Insekten, Fische und Muscheln gibt es? – All diese Fragen gehen dir während der Fahrt zum Terminal durch den Kopf. Vor lauter Reisefieber schlägst du dir auch noch das Knie an einem sperrigen Koffer auf. Zum Glück hat die Pilotin Doris Dodo ein Pflaster für dich, und weh tut es sowieso nicht, denn dein Körper lässt gerade keine anderen Gefühle als Freude zu.
Dann hebt das Wasserflugzeug ab, und der Flug vergeht wie im Flug, hihi. Tja, und schon bist du tatsächlich da! Auf deiner eigenen kleinen Insel. Sie ist so wunderschön, wie du sie dir ausgemalt hast. Nein, eigentlich noch viel, viel schöner. Du hast auch schon einen Namen für sie: Loboville. Ja, das gefällt dir!
Die Sonne scheint, Schmetterlinge tanzen dir um die Nase, und die Pflanzen rundherum versprühen einen himmlischen Duft. Am liebsten würdest du dich ins Gras legen und den Wellen im Meer zusehen. Doch bevor du chillen kannst, wartet noch eine wichtige Entscheidung auf dich: Wo stellst du dein Zelt auf? Im Moment trägst du es noch unterm Arm, aber in der Nacht willst du lieber darin schlafen.
Die Entscheidung ist wichtig, denn auf den Zeltplatz wirst du später auch dein Haus bauen. Wohlfühlen wirst du dich an jeder Stelle von Loboville, das spürst du bereits.
Am Ende eines Sandplatzes entdeckst du das Service-Center-Zelt. Dahin wirst du häufig gehen, zum Beispiel, um Crafting-Kurse zu belegen. Nur so kannst du dir bald richtig gute Werkzeuge bauen. Oder du musst sie dir kaufen oder verkaufen.
Kurz überlegst du deshalb, dein Zelt direkt neben dem Service-Center zu errichten. Dann aber siehst du an der Tür einen Bauplan. Auf dem Sandplatz soll schon bald der Dorfplatz entstehen. Für dich bedeutet das: Dein Garten könnte nur sehr klein werden. Nein, dann suchst du lieber nach einem besseren Platz.
Dazu kletterst du auf einen Berg. → Genieße die Aussicht über die Insel auf Seite 119.
Du läufst über eine Wiese. → Unternimm einen Spaziergang auf Seite 78.
Wozu brauchst du schon einen Köder? Nachdem du eine Weile mucksmäuschenstill im Sand gehockt hast, kehren die Schatten im Wasser zurück. Manche sind richtig groß, andere winzig. Du legst es natürlich auf einen erstklassigen Fang an. Also wählst du den größten Schatten. Du schmeißt die Rute aus und … Yep! Schon einen Moment später zappelt die Schnur. Da muss wirklich ein großer Fisch angebissen haben!
Mit aller Kraft ziehst du ihn aus dem Meer. Oh je, was für ein Reinfall! Am Haken ist kein Meeresbewohner, sondern eine alte Konservendose. Auch im Meer rund um Loboville schippert also Müll herum.
Trotzdem bist du nicht allzu enttäuscht. Erstens kannst du die Büchse vielleicht noch beim Craften gebrauchen. Und zweitens – noch viel wichtiger im Leben – hast du etwas gelernt: Die Schatten im Wasser können täuschen. Auch kleine Dinge können große Schatten machen.
Deshalb probierst du es nun mit einem kleinen Schatten. Du wirfst die Rute aus und … hast wieder Glück! Die Schnur zappelt. Ob das wieder Müll ist? Nein. Dein Herz springt vor Freude. Du hast einen Fisch am Haken!
»Was schaust du so barsch, Schnabelbarsch?«, fragst du ihn.
Als Nächstes holst du eine kleine Wollhandkrabbe aus den Fluten.
Wenn dir das reicht, bringe die Meeresbewohner zum Laden. → Blättere auf Seite 80.
Oder du suchst doch noch nach einem Köder. Es kann aber sein, dass du nur deine Zeit vergeudest. → Erfahre es auf Seite 51.
Uiuiui! Gute Plätze zum Wohnen aussuchen – nicht gerade dein Lieblingsjob. Für dein eigenes Zelt war das ja schon schwer genug, aber nun hast du Verantwortung für andere. Immer, wenn du einen geeigneten Ort gefunden hast, fallen dir tausend Kleinigkeiten auf, die ein anderer daran auszusetzen haben könnte. Als die Sonne schon langsam untergeht, hast du noch nicht mal einen Platz auserkoren. Du brauchst aber zwei!
»Hallo, Aloha!«, hörst du plötzlich. Lieselotte macht einen Spaziergang in Loboville und freut sich, dich zu treffen.
Du plauderst ein wenig mit ihr, dann hast du eine Idee. Lieselotte hat ja heute Morgen selbst einen Platz für ihr Zelt suchen müssen. »Hast du Lust, mir zu helfen?«, fragst du sie. Die Augen der lieben Kuh leuchten.
Gemeinsam habt ihr ratzfatz zwei gute Plätze gefunden. Die Grundstücke liegen nah beieinander. So kann jeder in Loboville beide gleichzeitig besuchen. Um die Hausbau-Kits anzuwenden, fällst du noch drei Bäume und farmst das gesamte Unkraut. So hast du für deine nervenaufreibende Arbeit wenigstens auch eine kleine Sterni-Belohnung sicher.
»Danke, Lieselotte«, verabschiedest du dich.
Glücklich trottet die Kuh davon.
Hast du schon die Brücke gebaut? → Dann erwartet dich auf Seite 111 eine schöne Überraschung.
Wenn du noch keine Brücke gebaut hast, hol das schnell nach. → Springe auf Seite 145.
Du bringst die Axt zum Glühen, so oft schwingst du sie. Das Holz prasselt nur so auf dich ein. Hart- und Weichholz kannst du dutzendfach einsammeln. Zwischendurch erntest du ein paar Pfirsiche, um dich zu stärken. Anschließend wartest du eine Weile, um mit deiner enormen Obstpower die Bäume nicht kurz und klein zu hacken. Du willst der Insel ja nicht schaden und nimmst nur so viel von der Natur, wie sie verkraften kann.
Am Mittag legst du dich für ein Stündchen in den Schatten und genießt die Insektenwelt, ohne welche der Krabbeltiere zu fangen. Dann farmst du weiter Holz.
Am Nachmittag hast du alle 60 Holzstücke beisammen. → Bring sie in den Laden auf Seite 99.
SONNENTAG. Sechs Tage hast du hart und viel gearbeitet. Heute willst du dich ausruhen. Doch ob das klappt? Gestern hattest du schon den gleichen Plan …