Prof. Dr. Svenja Goltermann
Opfer
Die Wahrnehmung von Krieg und Gewalt in der Moderne
FISCHER E-Books
Svenja Goltermann, geboren 1965, ist Professorin für Geschichte der Neuzeit an der Universität Zürich und Direktorin des dortigen »Zentrum Geschichte des Wissens«. Sie studierte in Konstanz und Bielefeld, habilitierte sich an der Universität Bremen und war Dozentin an der Universität Freiburg. Ihr Buch »Die Gesellschaft der Überlebenden. Deutsche Kriegsheimkehrer und ihre Gewalterfahrungen im Zweiten Weltkrieg« erschien 2009 und wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem renommierten Historikerpreis (2008) und als Historisches Buch 2010 der Zeitschrift »Damals«. Sie ist Mitbegründerin der Online-Plattform www.geschichtedergegenwart.de.
Weitere Informationen finden Sie auf www.fischerverlage.de
Ein hochaktueller Essay über ein großes Menschheitsthema: Opfer von Krieg und Gewalt sind in den Medien allgegenwärtig, ob als Bilder von verstümmelten Soldaten, von verängstigten Kindern oder leidenden Zivilisten. Doch wer gilt eigentlich wann und warum als Opfer?
Die Historikerin Svenja Goltermann erzählt, wie das Bild des Opfers, das wir heute kennen, sich erst seit dem 18. Jahrhundert herausgebildet hat: Mit den modernen Gesellschaften entstand das Bedürfnis, die Verluste zu zählen und die Toten zu identifizieren. Zugleich sollte der Krieg humanisiert, Kriegsversehrte sollten versorgt, Überlebende und Hinterbliebene entschädigt werden. So wurde der Begriff des Opfers nach und nach ausgeweitet, von Soldaten auf die zivile Bevölkerung, von körperlichen Verletzungen bis zur Anerkennung des Traumas als seelische Wunde.
Wer jedoch als Opfer überhaupt benannt und anerkannt wird, war und ist eine Frage von Hierarchien und Macht – und damit ein eminent politisches Problem.
Erschienen bei FISCHER E-Books
© 2017 S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114, D-60596 Frankfurt am Main
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ISBN 978-3-10-490212-8
Too important to fail – adressing the humanitarian financial gap, December 2015, 1f., http://www.un.org/news/WEB-1521765-E-OCHA-Report-on-Humanitarian-Financing.pdf (Zugriff: 20.6.2017).
Neue Zürcher Zeitung, 22.1.2016, S. 7.
WOZ. Die Wochenzeitung, 11.6.2015, S. 15–17.
Vgl. u.a. Gabriel Gatti, »Presentación. Un Mundo de Víctimas«, in: ders. (Hrsg.), Un mundo de víctimas, Barcelona 2017, S. 5–24, S. 7, der seine Beobachtungen auf Spanien fokussiert. Die zunehmende Verbreitung der Opferzuschreibungen datiert er in diesem Fall auf das Ende des 20. Jahrhunderts.
Giglioli, Opferfalle.
Vgl. Fassin/Rechtman, Empire of Trauma, S. 279.
Vgl. Schlager, Kult und Krieg, S. 197f.
Hallama, Nationale Helden und jüdische Opfer, S. 168–162.
Vgl. dazu die Beiträge in: Franzen/Schulze Wessel (Hrsg.), Opfernarrative.
Bonacker, »Globale Opferschaft«.
Arni/Füssel (Hrsg.), Leiden.
Goschler, Schuld und Schulden; Herbert, »Wiedergutmachungsansprüche der Ausländer«; Borggräfe, Zwangsarbeiterentschädigung.
UN-Generalversammlung, Resolution 60/147, Basic Principles and Guidelines on the Right to a Remedy and Reparation for Victims of Gross Violations of International Human Rights Law and Serious Violations of International Humanitarian Law (angenommen am 16.12.2005), unter der Dokumentennummer A/RES/60/147 abrufbar unter https://documents.un.org/.
Vgl. Bouris, Complex Political Victims, S. 8f.
Colvin, »Ambivalent Narrations«.
Für die USA vgl. etwa Cole, True Victimhood.
Vgl. u.a. Blackburn, Colonial Slavery, S. 517–550; Bender, Antislavery Debate; Brown, Moral Capital, S. 456.
Vgl. u.a. Lester/Dussart, »Colonization and Humanitarianism«; Osterhammel, »Zivilisierungsmission und Moderne«; Miers/Roberts (Hrsg.), End of Slavery; Klein, »European Expansion«. Zum Vorgehen Frankreichs: Conklin, Mission to Civilize, S. 94–106; dies., »Colonialism and Human Rights«. Zum Vorgehen Italiens: Ribi Forclaz, Humanitarian Imperialism. Zu den englischen Abolitionisten: Temperley, White Dreams.
Bayly, Globalgeschichte, S. 541–563; Schwarz, Ethnische »Säuberungen«, S. 185–233.
Vgl. Davidson, Laws of Mankind, S. 357–363; Mattioli, Verlorene Welten; Shown Harjo (Hrsg.), Nation to Nation.
Vernon, Hunger.
Vgl. dazu ebd., S. 3f., 10–13.
Boyce, »»Hungry Forties««; Kinealy, Great Irish Famine.
Çelik, »Ottoman Help«; Kinealy, Charity.
Vernon, Hunger, S. 17–40.
Die Formulierung vom Arbeiter als Opfer des Kapitalismus findet sich beispielsweise während der Revolution 1918/19. Vgl. Engel u.a. (Hrsg.), Groß-Berliner Arbeiter- und Soldatenräte, S. 142.
Ich danke Lucien Duc, dessen Recherchen in diesem bislang unbearbeiteten Feld wichtige Einsichten ermöglichten.
Eindrücklich zeigt sich dies etwa an dem Trauermarsch »Unsterbliche Opfer«, einem nach der Russischen Revolution von 1905 entstandenen Lied, das im Ersten Weltkrieg ins Deutsche und in weitere Sprachen übertragen und zu einem der bekanntesten Lieder der Arbeiterbewegung wurde. Das Lied beklagt die im Kampf für den Kommunismus gefallenen Toten, wendet Trauer und Schmerz aber zu dem trotzigen Bekenntnis, ihre »unsterblichen Opfer« auch nach dem Sieg des Kommunismus nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Hanisch, Otto Bauer, S. 234ff.
Vgl. etwa Platthaus, 1813; Willms, Waterloo; Zamoyski, 1812.
Tolstoi, Krieg und Frieden, Bd. 1, S. 510, 513, Bd. 2, S. 49, 351–362, 477–481.
Vgl. Werth, Krimkrieg, S. 310; Becker, Bilder von Krieg und Nation, S. 69.
Siehe hierzu ausführlich das Kapitel 2.
Besonders deutlich wird dies in der englischsprachigen Übersetzung: In ihr findet sich der Begriff »victim« (das Opfer von etwas) nur an vier Stellen, wo er gebraucht wird, um die Unterlegenheit von Personen zu kennzeichnen. Der Begriff »sacrifice« (das Opfer für etwas) wird dagegen in dem Buch ausgiebig verwandt.
Vgl. Janzing, »Geburt des Partisanen«.
Ebd., S. 60.
Langewiesche, »Kriegsgewalt«, Zit. S. 15.
Vgl. Mayenburg, »»Geborene Opfer««.
Fassin/Rechtman, Empire of Trauma; Bonacker, »Globale Opferschaft«. Auch Gatti, »Mundo«, S. 10f., geht davon aus, dass die veränderte Einordnung und Wahrnehmung von »Leiden« eine gewichtige Rolle für die Ausweitung von Opferzuschreibungen zukommt (S. 10f.)
Vgl. jetzt auch Gatti, »Mundo«.
Archiv des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, C G1 A 38-05. Der IKRK-Archivbestand zum 1. WK umfasst rund 60 Lfm.
Archiv des IKRK, C G1 A 38-05, II, album photographique.
Overmans, »Kriegsverluste«, S. 663.
Exemplarisch dafür sind die Datenbanken der Commonwealth War Graves Commission (http://www.cwgc.org/about-us/what-we-do.aspx), vom Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. (http://www.volksbund.de/graebersuche.html), des Projekts Les sépultures de guerre des französischen Verteidigungsministeriums (http://www.memoiredeshommes.sga.defense.gouv.fr/fr/article.php? larub=44) oder der niederländische Oorlogsgraven Stichting (https://oorlogsgravenstichting.nl/).
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. – Eine Kurzdarstellung, https://www.volksbund.de/volksbund.html (Zugriff: 16.6.2017).
UN-Generalversammlung, Resolution 3320 (XXIX), Assistance and Co-Operation in Accounting for Persons who are Missing or Dead in Armed Conflict (angenommen am 6.11.1974), unter der Dokumentennummer A/RES/3220(XXIX) abrufbar unter https://docu ments.un.org/.
Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte (Protokoll 1), Art. 32, https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/ 19770112/201407180000/0.518.521.pdf (Zugriff: 21.6.2017).
UN-Generalversammlung, Resolution 68/165, Right to the Truth (angenommen am 18.12.2013), unter der Dokumentennummer A/RES/68/165 abrufbar unter https://documents.un.org/.
Gilpin Faust, Republic of Suffering.
Kinz, Vergessene Opfer, S. 26–29; Planert, Mythos vom Befreiungskrieg, S. 624. Quellendokumente aus jener Zeit zeigen, dass Schlachtfelder für Händler eine reiche Ausbeute boten, die auf der Suche nach Knochen waren, um sie nach England weiterverkaufen zu können. Zu Knochenmehl verarbeitet, waren sie dort bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein wichtiges Düngemittel in der Landwirtschaft. Vgl. Ule, »Abfälle in der Industrie«, S. 210–11.
Barrett, »Subalterns at War«.
Inglis, »Unknown Soldiers«.
Ein anderer Versuch, die Geschichte des »Rechts auf Wahrheit« annäherungsweise auszuleuchten, ist der Sammelband von Brunner/Stahl (Hrsg.), Recht auf Wahrheit. Die Beiträge beschränken sich auf das 20. Jahrhundert. Die Bemühungen um eine systematische Erfassung von Zivilisten, die im Kontext von Kriegen »verschwanden« oder ermordet wurden, folgte tatsächlich sehr viel später, auf internationaler Ebene erstmals im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg. Vgl. dazu Zimmer, International Tracing Service Arolsen.
Gagné, »Counting the Dead«.
Poovey, Modern Fact; Desrosières, Politik der großen Zahlen, S. 7–18.
Gagné, »Counting the Dead«, S. 810.
Nipperdey, Bevölkerungspolitik, S. 140f.
Behrisch, »Informationen«, S. 463.
Zur Situation in Deutschland und Frankreich vgl. Behrisch, Statistik und Politik. Zur Situation in Großbritannien vgl. Poovey, Modern Fact, S. 370–328.
Wernher, Bestattung, S. 111.
Vögele, »Amtliche Statistik«.
Hartmann, Volkskörper, S. 25f.
Ebd., S. 33ff.
Zu Preußen: Stübig, »Wehrverfassung Preußens«, S. 40f. sowie Benecke, Militär, Reform und Gesellschaft, S. 26f. Zu Russland vgl. ebd. S. 30f.
Gilpin Faust, Republic of Suffering, S. 102ff.
Zwischen dem Kriegseintritt Großbritanniens in den Koalitionskrieg gegen Frankreich im Jahr 1793 und dem Ende der Napoleonischen Kriege im Jahr 1815 musste Großbritannien ca. 1 Million zusätzliche Männer für die Armee (ca. 750000) und die Flotte (ca. 240000) rekrutieren. Vgl. Lin, »Citizenship«, S. 9.
Dies., »Nation’s Families«, S. 107f. Hurl-Eamon, Marriage and the British Army, zeigt, dass diese Forderungen nach einer besseren Absicherung der Familien ›einfacher‹ Soldaten mit großer Dringlichkeit schon seit mehreren Jahrzehnten erhoben wurden – auch vonseiten der Frauen.
Cardoza, Intrepid Women; Woloch, French Veteran; Planert, Mythos vom Befreiungskrieg, S. 324, S. 622. Vgl. dazu auch Ailes, »Wars, Widows, and State Formation«; Pawlowsky/Wendelin, Wunden des Staates, S. 52–61; Pironti, Kriegsopfer, S. 68–95; Wirtschafter, »Social Misfits«.
Cardoza, Intrepid Women, S. 85f.
Berlin (Hrsg.), Pensions-Wesen, S. 136f. Moebus, Soziale Versorgung, S. 164f.
Lin, »Citizenship«, S. 9f.
Gates, Napoleonic Wars, S. 272. Zur ausführlichen quantitativen Auflistung der Toten in den verschiedenen Schlachten vgl. Smith, Napoleonic Wars Data Book.
Nach den Napoleonischen Kriegen gab es in der französischen Armee 530000 Vermisste. Vgl. dazu Fremont-Barnes, Napoleonic Wars, S. 577f. sowie Houdaille, »Pertes de l’armée«. Zur Problematik der Vermissten insgesamt vgl. Smith, Napoleonic Wars Data Book, S. 11–13. Hier wird auch die Anzahl der Vermissten in den einzelnen Schlachten festgehalten.
Wirtschafter, »Social Misfits«, S. 228.
Vgl. das Regulativ über die Gewährung des Gnadengehalts an die Hinterbliebenen verstorbener Offiziere und Militärbeamter (28.4.1843), in: Allgemeine Militär-Zeitung, 2.4.1844, Sp. 313–316.
Lin, Nation’s Families, S. 107f.
Vgl. die Vorschriften und Vordrucke für das Lazarettwesen in Johann Georg Krünitz, Oekonomisch-technische Encyklopädie, oder allgemeines System der Stats-, Stadt-, Haus- und Land-Wirtschaft, und der Kunst-Geschichte, in alphabetischer Ordnung, 51. Teil: Kriegs-Lager bis Kriegs-Schäden, Berlin 1790, S. 383–385, 408–417.
Sammlung einzelner Vorschriften, Dienstanweisungen und sonstiger Ausarbeitungen über die Verwaltung der Lazarethe bei der Königl. Preußischen Armee (2., in einigen Punkten berichtigte Auflage), Berlin 1815, S. 127f., 135f.
Lin, »Nation’s Families«, S. 100.
Sammlung, S. 298.
Ebd., S. 291.
Ebd., S. 283f., S. 291, S. 298.
Grundsätzlich hing der formale Status der Frau von jenem des Ehemannes ab. Eine Wiederverheiratung nach dem Tod des Ehemannes war in den meisten Ländern aber nur mit dem Beweis des Todes des Mannes möglich. Zur Situation in Russland vgl. beispielsweise Wirtschafter, »Social Misfits«, S. 230; ebd., »Soldiers’ Children«. Zur Situation in Frankreich vgl. Dressel, Bestimmungen, S. 65f. Zur Situation in Preußen vgl. ebd. S. 66f. Zu den länderspezifischen Rechtslagen bezüglich Familien- Erb- und Eherecht im Verlaufe des 19. Jahrhunderts vgl. Coing (Hrsg.), Rechtsquellen: zu Italien, S. 324–364, zu Spanien, S. 591–613, zu Portugal, S. 798–801, zu Frankreich, S. 908–997, zu Belgien, S. 1111–1137, zu den Niederlanden, S. 1323–1158, zu den deutschen Einzelstaaten, S. 1627–1701, zu Österreich, S. 1804–1806, zum Baltikum, S. 2092, zu Polen, S. 2119–2124, zu Ungarn, S. 2185–2196, zu England, S. 2264–2280, zu Russland, S. 2300. Zur Problematik der elterlichen Gewalt in Frankreich und Preußen vgl. Dressel, Bestimmungen, S. 76–82.
Zu Preußen vgl. Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten, Teil II, Bd. 2, S. 451 sowie Dressel, Bestimmungen, S. 28–38. In Frankreich konnten die Angehörigen vier Jahre nach der letzten Nachricht des Vermissten am Erstinstanzgericht eine Verschollenheitserklärung beantragen. Falls ein Bevollmächtigter des Vermissten existierte, konnte diese Erklärung erst nach zehn Jahren beantragt werden. Vgl. dazu ebd., S. 26f.
Ergänzungen und Erläuterungen des Allgemeinen Landrechts, S. 54.
Vgl. dazu etwa die Debatte über den Entwurf eines Gesetzes zur Todeserklärung von Personen, die an den Kriegen der Jahre 1864 bis 1866 teilgenommen hatten. Stenographische Berichte über die Verhandlungen der durch die Allerhöchste Verordnung vom 7. November 1867 einberufenen beiden Häuser des Landtages, S. 13–27, sowie die darin enthaltenen Anlagen zu den Verhandlungen des Herrenhauses.
Ergänzungen und Erläuterungen des Allgemeinen Landrechts, S. 54.
Schmidt, »Elend«, S. 239.
Stenographische Berichte über die Verhandlungen der durch die Allerhöchste Verordnung vom 7. November 1867 einberufenen beiden Häuser des Landtages, Anlagen.
Vgl. u.a. Bostridge, Nightingale; Moorehead, Dunant’s Dream; Hutchinson, Charity; Irvin, American Red Cross.
Vgl. dazu etwa Helbling, Nationale Identität, S. 214, S. 311, S. 335.
Vgl. u.a. Gill, Calculating Compassion; Paulmann, »Conjunctures«.
Diese Verbindung ist bislang nicht systematisch untersucht worden. Punktuell beleuchtet wird sie allerdings in der Studie von Eckel, Ambivalenz des Guten.
Cabanes, Great War.
Jütte, Krankheit, S. 91–92.
Ahmann, »Krimkrieg«; Becker, »Britische Berichterstattung«; Daniel, »Kriegsberichterstattung«.
Beispielhaft dafür: The descriptions recently given of the condition, in: The Times, 16.10.1854; The Siege of Sebastopol, in: The Times, 1.2.1855.
Vgl. etwa Bugnion, Croix-Rouge; Haug, Rotes Kreuz.
Vgl. u.a. Charters, Disease; McNeill, Mosquito Empires; Churchill, »British Military Medicine«; Harrison, Climates; Zaugg, »Guerre, maladie et empire«; Zaugg/Graf, »Guerres napoléoniennes«.
Harrison, Climates, S. 16.
Kelly, British Army Medicine, bes. S. 51ff.; Cohen, »Malaria«; Osborne, Tropical Medicine, bes. S. 77–109.
Charters, Disease, S. 18–52.
Vgl. Wald, »Making of Colonial India«; Peers, »Soldiers«.
Zu Frankreich vgl. Zaugg/Graf, »Guerres Napoléoniennes«, S. 21.
Vgl. u.a. Chakrabarti, Medicine and Empire, S. 62ff.; Stepan, Tropical Nature, S. 153–156.
Vgl. u.a. Harrison, »Tropical Medicine«; daran anknüpfend auch: Fischer-Tiné, Pidgin-Knowledge, S. 15–28.
Vgl. u.a. Zaugg/Graf, »Guerres napoléoniennes«, S. 24.
Charters, »Military Medicine«, S. 22ff., S. 57ff.
Harrison, »Racial Difference«, S. 73ff.; Curtin, Death by Migration, S. 45ff., S. 66.
Buckley, British Army, S. 299.
Vgl. Charters, »Making Bodies«, S. 227ff.
Lind, Versuch, S. 130.
Vgl. u.a. Zaugg/Graf, »Guerres Napoléoniennes«, S. 37.
Füssel, »Unsicherheit«, S. 301. Zur britischen Armee in den West Indies und der Verwendung von Sklaven vgl. Buckley, British Army.
Charters, »Making Bodies«, S. 228ff.; Churchill, »British Military Medicine«, S. 139ff.
Buckley, British Army, S. 269f.
Churchill, »British Military Medicine«, S. 140ff., Zit. S. 143.
Vgl. u.a. Statistical Report on the Sickness (1838).
Vgl. Curtin, Death by Migration, S. 4f., hier mit Hinweis auf das koloniale Indien und Algerien.
Statistical Report on the Sickness (1838), S. III.
Statistical Report on the Sickness (1838), S. 101ff., Zit. S. 101.
Statistical Report on the Sickness (1838), S. 103.
Vgl. Sarasin u.a. (Hrsg.), Bakteriologie; Berger, Bakterien.
Tulloch, »Comparison of the Sickness«; ders., »Mortality«.
Balfour, »Comparison«.
Vgl. Hartmann, Volkskörper, S. 68ff.
Balfour, »Comparison«, S. 85f.
Ochwadt, Militair-Hygiene, S. X, S. 10.
Vgl. u.a. Allen, Cleansing; Hardy, Medizinische Theorien; Sarasin, Maschinen.
Hartmann, Volkskörper.
Wellcome Institute, London, RAMC 524/14/1 (Hervorh. Zitat).
Magnello, »Passionate Statistician«.
Beispielhaft dafür: The Times, 13.9.1855; Militair-Wochenblatt, 49 Jg., Nr. 11, 19.3.1864, beiliegende »Verlustliste des Königlich Preußischen kombinierten Armee-Korps vom 23. Februar bis 2. März 1864«.
Beispielhaft dafür: The Times, 10.12.1901; The Times, 20.7.1901, S. 13. Ähnlich auch Verlust-Listen der Königlich Preußischen Armee und der Großherzoglich Badischen Division aus dem Feldzuge 1870–1871.
Barwick Hodge, »Mortality«, S. 81.
Zu den Gesichtspunkten der Alphabetisierung und der sich ändernden Schreibpraktiken vgl. Schikorsky, Schriftlichkeit.
Laqueur, Work, S. 431.
Vgl. Kselman, Death and Afterlife, S. 183ff.; der Hinweis auf die Reihengräber bei Mosse, »National Cemeteries«, S. 9.
Vgl. Laqueur, Work, S. 312ff.
Vgl. ebd., S. 412.
Lin, »Citizenship«, S. 5–9.
Hettling/Echternkamp, »Heroisierung«, S. 128ff.
Vgl. ebd., S. 124.
Laqueur, Work, S. 463.
Andrew Keating, »British Soldiers’ Graves«.
Keating, British Burial Abroad. Der Hinweis auf die französischen und russischen Gräber entstammt dem offiziellen »Report on the Crimean Cemeteries«, den John Adye und George Gordon im Jahr 1873 dem britischen Parlament vorlegten (vgl. dazu Keating, British Burial Abroad, S. 90ff.)
Ebd., S. 79.
Ebd., S. 90.
Vgl. ebd., S. 44–48.
Deutlich wird das etwa in der Diskussion zwischen dem Regierungsvertreter des Russischen Reichs und des Osmanischen Reichs auf dem Berliner Kongress von 1878. Eine Einigung über den genauen Ort des Friedhofs, der für die russischen Soldaten des Russisch-Osmanischen Krieges in Schipka errichtet werden sollte, stand zu diesem Zeitpunkt noch aus; er war politisch umstritten. Vgl. Der Berliner Kongress 1878. Protokolle und Materialien, S. 344f.
Vgl. Keating, British Burial Abroad, S. 93.
Vgl. ebd., S. 97.
Besonders sichtbar wird die Vorstellung vom Zusammenhang zwischen Zivilisation und individueller Bestattung in der unterschiedlichen Wahrnehmung von Soldatengräbern von Europäern und Indigenen in den Kolonien, vgl. Krüger, Kriegsbewältigung, S. 270–272.
Varley, »Franco-Prussian War«, S. 326.
Dazu ausführlich Marwil, Visiting Modern War.
Varley, War of 1870–71.
»Les deux Gouvernements, allemand et français, s’engagent réciproquement à faire respecter et entretenir les tombeaux des soldats ensevelis sur leurs territoires respectifs.« Traité entre la France et l’Allmagne signé à Francfort le 10 mai 1871, http://mjp.univ-perp.fr/traites/1871francfort.htm (Zugriff: 10.6.2017).
Feldstärke und Schlachtverluste der österreichischen und der preußischen Armee im Jahr 1867, S. 4915.
Sociétés de Secours aux Bléssés Militaires des Armées et de Mer, Conférences Internationales à Paris.
Ebd.
Vgl. Marwil, Visiting Modern War.
Central-Komitee der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz: Bericht des Central-Comités der Deutschen Vereine zur Pflege im Felde Verwundeter und Erkrankter Krieger, S. 101.
Das Central-Nachweise-Bureau in Berlin, in: Militair-Wochenblatt, 56 Jg., Nr. 88, 22.7.1871.
Convention pour l’amélioration du sort des blessés et malades dans les armées en campagne, Genf, 6.7.1906, https://ihl-databases.icrc.org/dih-traites/INTRO/180?OpenDocument (Zugriff: 15.6.2017).
Faust, Republic of Suffering. Der Hinweis auf die Tätowierungen von Soldaten als Maßnahme, um identifiziert werden zu können, findet sich bei Caplan/Torpey, »Individual Identity«, S. 6.
Brief an das Internationale Komitee des Roten Kreuzes vom 25.5.1915, in: IKRK, C G1 A 14-03.
Aristide Prat, Vers l’espoir et la justice!, in: Le Petit Journal, 8.8.1916, in: IKRK, C G1 A 14-03.
Vgl. »Les disparus doivent être considérés comme morts au champ d’honneur«, in: Journal Français, 24.6.1919; u. Les disparus seront considérés comme mort au champ d’honneur, in: Le Petit Parisien, 9.8.1919, jeweils in: IKRK C G1 A 14-04.
Vgl. u.a. Urban, Katyn; Sanford, Katyn.
Urban, Katyn, S. 124–131.
Ebd., S. 81–87. Zit. S. 87.
Ebd., S. 80ff.
Vgl. u.a. Garraway, »International Humanitarian Fact-Finding Commission«; Kussbach, »International Humanitarian Fact-Finding Commission«.
Abkommen betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs, abgeschlossen in Den Haag am 18. Oktober 1907, Kapitel II, Art. 4, https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19070034/20150 6290000/0.515.112.pdf (Zugriff: 27.6.2017).
Convention relative to the Treatment of Prisoners of War. Geneva, 27. Juli 1929, http://www.icrc.org/ihl.nsf/INTRO/305?OpenDocument (Zugriff: 27.6.2017).
Auswärtiges Amt, Amtliches Material zum Massenmord von Katyn.
Mégret, »›Unlawful‹ Combatants«.
Der Begriff soll erstmals im Verlauf der 1950er Jahre vom IKRK verwendet worden sein, um das Recht der Genfer Abkommen neu zu situieren und eine Verbindung zwischen Humanitärem Völkerrecht und Menschenrechten auszudrücken. Vgl. Schindler, »Human Rights«.
Die deutsche Fassung der vier Genfer Abkommen, die am 12. August 1949 verabschiedet wurden, findet sich im Bundesgesetzblatt, 1954, Teil II, 1.9.1954, S. 783–986.
Vgl. Die Humanisierung des Krieges, in: Die Friedens-Warte 3 (1901), S. 2–5; Cooper, Patriotic Pacifism; Oberleitner, Human Rights, S. 41ff.
Pictet, »New Geneva Conventions«, S. 464.
Ebd.
Altwicker/Diggelmann, »Progress«.
Vgl. u.a. Benton, Rage for Order; Bowden, Empire of Civilization; Angie, Imperialism; Koskenniemi, Gentle Civilizer. Zur Verwendung des Zivilisations- und Zivilisierungskonzepts in der internationalen Politik vgl. Mazower, »Ende der Zivilisation«.
Vgl. u.a. Benton, Rage; Martti Koskenniemi, »Colonial Laws: Sources, Strategies and Lessons?«, in: Journal of the History of International Law 18 (2016), S. 248–277, S. 262ff.; Devin O. Pendas, »›The Magical Scent of the Savage‹: Colonial Violence, the Crisis of Civilization, and the Origins of the Legalist Paradigm of War«, in: Boston College International and Comparative Law Review 30 (2007), S. 29–53, insbes. S. 43ff.
Mégret, »›Unlawful‹ Combatants«, S. 272.
Vgl. u.a. Kennedy, Of War and Law.
Abkommen betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs, https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19070034//in dex.html (Stand: 22.6.2017).
Vgl. u.a. Steinmetz, Begegnungen vor Gericht, S. 23; Dommann, Autoren und Apparate.
Vgl. u.a. Hull, A Scrap of Paper.
Vgl. u.a. Weinke, Gewalt, Geschichte, Gerechtigkeit; Jardim, Mauthausen Trial.
Vgl. u.a. Rosenblatt, Disappeared.
Gross, »Weapons«.
Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte (Protokoll I), 8.6.1977, Art. 35. Aus der Fülle an Literatur: Gross, »Weapons«; Mégret, »Non-Lethal Weapons«.
Bircher, »Handfeuerwaffen«, S. 193.
Erklärung betreffend Nichtanwendung der Sprengstoffe im Kriege, https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/18680006/index.html (Stand: 27.6.2017).
Vgl. Meyrowitz, »Principle«; Mégrét, »Non-Lethal Weapons«, S. 21.
The Laws of War on Land, Oxford, 9.9.1880, Art. 3 u. 8 (Oxford Manual), https://ihl-databases.icrc.org/ihl/INTRO/140?OpenDocument (Stand: 27.6.2017).
Abkommen betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs, Art. 22 u. 23.
Vgl. u.a. von Coler/Schjerning, Wirkung, S. 3–30, S. 4.
Kocher, »Neue Beiträge«, S. 137.
Coler/Schjerning, Wirkung, S. 30.
Bircher, Untersuchungen, S. 53.
Quelle: Bircher, 1896.
Vgl. Bourke, Wounding, S. 135.
Vgl. u.a. Dent, »Lecture«.
Bircher, Untersuchungen, S. 71. Im Gegensatz dazu u.a. Dilger/ Meyer, »Kriegschirurgische Erfahrungen«, S. 240ff.
Kocher, »Verbesserung«, S. 321.
Vgl. u.a. Schachner, »Surgical Aspects«.
Kocher, »Verbesserung«, S. 324.
Davis, »Gunshot Injuries«, S. 1790.
von Bruns, »Inhumane Kriegsgeschosse«, S. 41.
Spiers, »Dum Dum bullet«; Declaration (IV,3) concerning Expanding Bullets, Den Haag, 29.7.1899, unter ihrem Titel abrufbar unter https://ihl-databases.icrc.org/.
Vgl. u.a. Meurer, Haager Friedenskonferenz, Bd. 1, S. 508; Spiers, »Dum Dum Bullet«, S. 7f.
Vgl. u.a. Ogston, »Peace Conference«.
Kröner, »Schußwunden«.
Vgl. Koskenniemi, The Politics of International Law.
af Jochnick/Normand, »Legitimation«, insb. S. 72–77.
Vgl. u.a. Krüger, »German Suffering«.
Vgl. Segesser, Recht statt Rache, S. 126–128.
Bulletin International des Sociétés de la Croix-Rouge, »Trente-huitième circulaire à Messieurs les présidents et les membres des Comités centraux de secours aux militaries blessés«, 32. Rundschreiben, Oktober 1877, S. 148–170, Zit. S. 157, 160, 163f. und viele ähnliche Stellen in nachfolgenden Berichten (alle Übersetzungen durch die Autorin).
Vgl. Rodogno, »European Legal Doctrines«, S. 6f.
Bulletin International des Sociétés de la Croix-Rouge, »La convention de Genève pendant la guerre d’orient«, 33. Rundschreiben, Januar 1878, S. 11–32, Zit. S. 22f.
Vgl. Bowden, Empire of Civilization.
Mégret, »›Unlawful‹ Combatants«.
Lindner, Koloniale Begegnungen, S. 190.
Ebd., S. 217.
Ebd., S. 219.
Zit. in ebd., S. 220f.; vgl. ebd. S. 250.
Zit. in ebd., S. 221f.
Von Treitschke, Politik, S. 569.
Vgl. Lindner, Koloniale Begegnungen, S. 233.
Ausführlich zur Diskussion in Deutschland um den Krieg in Südwestafrika vgl. Sobich, Schwarze Bestien.
Lindner, Koloniale Begegnungen, S. 231.
Vgl. Twomey, »Framing Atrocity«.
Lindner, Koloniale Begegnungen, S. 195.
Hasian Jr., »The ›Hysterical‹ Emily Hobhouse«, S. 144; Krebs, »The Last of the Gentlemen’s War«.
Zur Entstehung der Konzentrationslager als militärischer Strategie vgl. u.a. Hyslop, »Invention«, S. 251–276. Diese neue Praxis verfolgte das Ziel, Zivilisten zu internieren, um so der Guerrilla ihre Unterstützung zu entziehen. Kreienbaum, »Ein trauriges Fiasko«, S. 33f., erinnert daran, dass Militärs bereits vor dem Kubakrieg in den Kolonien auf ähnliche Praxen der Bevölkerungskontrolle zurückgegriffen hätten. Ob die Briten bei der Errichtung der Lager in Südafrika tatsächlich die Vorläufer in Kuba zum Vorbild nahmen, lässt sich laut Kreienbaum nicht klären (S. 277).
Hyslop, »Invention«, S. 259; Krebs, »The Last of the Gentlemen’s War«, S. 41, spricht von 28000 Toten; Hasian, »The ›Hysterical‹ Emily Hobhouse«, S. 146, nennt eine Zahl bis zu 40000 Toten; vermutlich sind die Todesfälle in den Lagern für »Schwarze« mitgerechnet; vgl. Bender, Der Burenkrieg und die deutschsprachige Presse, S. 105.
Krebs, »The Last of the Gentlemen’s War«, S. 41, 52; Kreienbaum, »Ein trauriges Fiasko«, S. 111.
Krebs, »The Last of the Gentlemen’s War«, S. 39; Hasian, »The ›Hysterical‹ Emily Hobhouse«, S. 145; vgl. Bender, Der Burenkrieg und die deutschsprachige Presse, S. 102.
Vgl. Bulletin International des Sociétés de la Croix-Rouge, »Traitement des Prisonniers et des Blessés an Transvaal«, 1901, S. 27–32.
Hobhouse, Report of a visit to the camps of women and children (Neuauflage als The Brunt of the War and Where it Fell).
Hasian, »The ›Hysterical‹ Emily Hobhouse«, S. 148.
Hobhouse, zit. in Krebs, »The Last of the Gentlemen’s War«, S. 45.
Krebs, »The Last of the Gentelmen’s War«, S. 42, 49–53.
Hasian, »The ›Hysterical‹ Emily Hobhouse«, S. 154.
Alle Zitate in Krebs, »The Last of the Gentlemen’s War«, S. 46.
Vgl. Krebs, »The Last of the Gentlemen’s War«, S. 48, Hasian, »The ›Hysterical‹ Emily Hobhouse«, S. 152f.
Zit. in Krebs, »The Last of the Gentlemen’s War«, S. 48.
Zit. in Bender, Der Burenkrieg und die deutschsprachige Presse, S. 106. Die Nationalsozialisten nahmen in ihrer englandfeindlichen Propaganda diese Anschuldigungen immer wieder auf; vgl. ebd., S. 120.
Vgl. Alexander, »The Genesis of the Civilian«, insb. S. 362–365.
Siehe dazu ausführlich Mehrkens, Statuswechsel, S. 129–155.
Vgl. Scheipers, Unlawful Combatants, S. 89–97.
Oxford Institute of International Law, Laws of War.
Vgl. Scheipers, Unlawful Combatants, S. 100.
Zit. ebd., S. 101.
Vgl. Cameron, »The ICRC in the First World War«.
Zit. in Alexander, »The Genesis of the Civilian«, S. 364.
Vgl. Kramer, »Kriegsrecht und Kriegsverbrechen«, insb. S. 282–284; vgl. Bruendel, »Kriegsgreuel«, insb. S. 299f.
Alexander, »The Genesis of the Civilian«, S. 366.
Vgl. die konträren Deutungen bei Horne/Kramer, Kriegsgreuel und Spraul, Franktireurkrieg.
Hull, A Scrap of Paper.
Alexander, »The Genesis of the Civilian«, S. 367.
Zur Behandlungen der Kriegsgefangenen im Ersten Weltkrieg vgl. die Beiträge in Oltmer (Hrsg.), Kriegsgefangene im Europa des Ersten Weltkriegs.
Alexander, »The Genesis of the Civilian«, S. 369.
Ebd., S. 369.
Mégret, »War and the Vanishing Battlefield«, S. 10.
Vgl. Twomey, »Framing Atrocity«, insb. S. 255–257.
Alexander, »The Genesis of the Civilian«, S. 371 (hier auch das Zitat); Scheipers, Unlawful Combatants, S. 102.
Die Gründung der »International Save the Children Union« erfolgte im Jahr 1920, vgl. Marshall, »Humanitarian Sympathy for Children«, S. 186ff.
Kerber-Ganse, Die Menschenrechte des Kindes, S. 38; Marshall, »Humanitarian Sympathy for Children«, S. 184f.
Declaration on the Rights of the Child, Genf, 26.9.1924, Art. 3, http://www.un-documents.net/gdrc1924.htm (Stand: 22.6.2017).
Alexander, »The Genesis of the Civilian«, S. 375.
Dixième Conférence Internationale de la Croix Rouge, S. 216.
Ebd., S. 123, Zit. S. 156.
Mégret, »War and the Vanishing Battlefield«.
Vgl. Cameron, »The ICRC in the First World War«, S. 1105.
Dixième Conférence Internationale de la Croix Rouge, S. 217.
Ebd., S. 208.
Vgl. u.a. Sasse, Franzosen, S. 64–86; La Porte, »Víctimas del Rif«, insb. S. 117–126.
Vgl. Segesser, Recht statt Rache, S. 90–95.
Interessant in diesem Zusammenhang: Gordon, International Crimes Law. Er verweist auf eine Reihe Internationaler Militärkommissionen, die an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert und unter der Leitung von Vertretern europäischer Kolonialmächte in Asien eingesetzt worden seien, um Verstöße gegen das Völkerrecht und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu ahnden. Gregory vertritt die These, dass die Bildung dieser internationalen Militärkommissionen keineswegs zufällig in zeitlicher Nähe zu den Haager Abkommen erfolgt und im Zusammenhang mit den völkerrechtlichen Debatten in Europa zu sehen sei. Dafür gibt es gute Argumente, unter anderem die Beteiligung namhafter Juristen aus Europa an diesen Verfahren, wie Gustave Rolin-Jacquemyns, der dem 1873 gegründeten Institut de Droit International angehörte. Vgl. auch: Brockman-Hawe, »Supranational Criminal Tribunal«.
Vgl. u.a. Pendas, »Rechtssystem«, S. 229.
Segesser, Recht statt Rache; Wiggenhorn, Verliererjustiz.
Vgl. Segesser, »Haager Landkriegsordnung«, S. 74f; Segesser, Recht statt Rache, S. 352–358.
Vgl. Pendas, »Rechtssystem«, S. 245ff.
Vgl. etwa Bulletin International des Sociétés de la Croix-Rouge, »Suisse – L’Institut de Droit International et la Guerre d’Orient«, 32. Rundschr., Oktober 1877, S. 218; ebd., »La Part du Comité International de la Croix-Rouge dans l’Histoire de la Convention de Genève«, 124. Rundschr., Oktober 1900, S. 217f.
Bulletin International des Sociétés de la Croix-Rouge, »La Convention de Genève Pendant la Guerre d’Orient«, 33. Rundschreiben, Januar 1878, S. 11–32, Zit. S. 21.
Bulletin International des Sociétés de la Croix-Rouge, »La Part du Comité International de la Croix-Rouge dans l’Histoire de la Convention de Genève«, 124. Rundschreiben, Oktober 1900, S. 208–225, Zit. S. 218.
Das wird etwas deutlich im Schreiben des ehemaligen holländischen Kriegsministers Den Beer Poortugael an das Institut de Droit International, dem er den dringenden Vorschlag unterbreitete, sich eingehend der Frage zu widmen, ob man nicht eine permanente internationale Kommission zu diesem Zweck einsetzen könne und welche Organisationsform angemessen sei. Das Schreiben ist abgedruckt in: Bulletin International des Sociétés de la Croix-Rouge, 125. Rundschreiben, Januar 1901, S. 51f.
Die Institution einer Commission d’enquête, die im Haager Abkommen von 1899 verankert wurde, ist damit nicht zu verwechseln. Es handelte sich dabei um ein Instrument, um im Falle zwischenstaatlicher Meinungsverschiedenheiten über »Fakten« eine Untersuchung vornehmen zu können. Ziel war, auf diese Weise zu einer friedlichen Lösung beizutragen und den Ausbruch von Kriegen zu vermeiden. Es handelte sich also um ein Schlichtungsinstrument. Vgl. dazu u.a. van den Henrik, »Inquiry«.
Kévonian, »L’enquête«.
Carnegie Endowment for International Peace, Report, S. 14.
Condorelli, »The International Humanitarian Fact-Finding Commission«; David, »The International Humanitarian Fact-Finding Commission«.
Abkommen betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs, 18.10.1907, https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/1907 0034/index.html (Stand: 27.6.2017). Eine Untersuchung, die in diese Richtung ging, findet sich allerdings bereits während des Zweiten Burenkriegs. Vgl. u.a. Cammack, The Rand at War, S. 155ff.
Vgl. dazu die Dokumente im Anhang des Carnegie Endowment for International Peace, Report, S. 281f., Zit. S. 282.
Trix, »Peace-Mongering«, S. 152.
Carnegie Endowment for International Peace, Report, S. 13 (Hervorh. im Orig.).
Ebd., S. 209.
Commission instituée en vue de constater des actes commis par l’ennemi en violation du droit des gens (décret du 23 septembre 1914), http://www.archivesnationales.culture.gouv.fr/chan/chan/series/ pdf/AJ4_2009.pdf (Stand: 20.6.2017).
Vgl. u.a. Horne/Kramer, Kriegsgreuel; Watson, »Unheard of Brutality«; Wilson, »Lord Bryce’s Investigation«; Engelstein, »A Belgium of Our Own«. Auf lokaler Ebene führten zivile und militärische Stellen in Russland allerdings schon seit Kriegsbeginn Untersuchungen durch. Vgl. Violation du droit des gens par les Allemands envers les Russes.
In Russland bildeten sich mehrere Kommissionen, zuerst 1915, später dann eine weitere zur Untersuchung bolschewistischer Verbrechen, ebenso eine sowjetische Kommission, die unter anderem die Auswirkungen des Bürgerkriegs berechnete. Öffentliche Berichte, die auf den gesammelten Materialien basierten, veröffentlichten die je verantwortlichen Stellen offenbar nicht. Vgl. Sorokina, »People and Procedures«, S. 800.
Commission instituée en vue de constater des actes commis par l’ennemi en violation du droit de gens, Rapport et procès-verbaux d’enquète III-IV, S. 9.
Committee on Alleged German Outrages, Evidence and Documents Laid Before the Committee on Alleged German Outrages, S. 90, passim.
Vgl. u.a. Wilson, »Lord Bryce’s Investigation«; Pickles, Transnational Outrage, S. 77; Altenhöner, Kommunikation und Kontrolle, S. 201ff.
Wilson, »Lord Bryce’s Investigation«, S. 375.
Hankel, Leipziger Prozesse; Wiggenhorn, Verliererjustiz.
Vgl. Watson, »Unheard of Brutality«, S. 789ff., Zit. S. 792f.
Commission instituée en vue de constater des actes commis par l’ennemi en violation du droit de gens, Rapport et procès-verbaux d’enquète I-XII.; Wilson, »Lord Bryce’s Investigation«; Segesser, »Haager Landkriegsordnung«, S. 67.
Vgl. dazu auch Thiel, »Menschenbassin Belgien«.
Vgl. Segesser, »Haager Landkriegsordnung«, S. 71f.
Vgl. u.a. Committee on Alleged German Outrages, Evidence, S. 9, 17, 136, 210; The Martyrdom of Belgium. Official Report, S. 9, 18; Commission instituée en vue de constater des actes commis par l’ennemi en violation du droit de gens, Rapport et procès-verbaux d’enquète I, S. 8, 12, 13, 16f., 19, passim.
Vgl. Auswärtiges Amt, Greueltaten russischer Truppen gegen deutsche Zivilpersonen und deutsche Kriegsgefangene; Watson, »Unheard of Brutality«, S. 793, betont, dass der offizielle Bericht nichts mehr von der Untersuchungssorgfalt erkennen ließ, die offiziell gegenüber den lokalen Autoritäten angemahnt worden war und auch die Beweiserhebungen kennzeichnet.
Bislang gibt es kaum Forschungen zu diesem Themenfeld. Hinweise auf die Untersuchungsstellen der Alliierten bei de Zayas, Wehrmachtsuntersuchungsstelle, S. 57ff. Mit Blick auf die sowjetischen Untersuchungsverfahren weiterführend: Sorokina, »Peoples and Procedures«.
Auswärtiges Amt, Dokumente polnischer Grausamkeit, S. 15.
Ebd. In der Schrift fällt der Begriff etliche Male.
Form, »West-alliierte Kriegsverbrecherprozesse«; Kettenacker, »Behandlung der Kriegsverbrecher«; Kochavi, Prelude to Nuremberg.
Zur Vorgeschichte und dem Entscheidungsprozess vgl. Sorokina, »Peoples and Procedures«, insbes. S. 806ff.
Ebd., S. 816f.
Ebd., S. 801ff.
Staatsarchiv Hamburg (= StA Hamburg), 622-1/189: Werner Kramp. Den Hinweis auf den Nachlass von Werner Kramp verdanke ich Janosch Steuwer. In seiner Monographie »Ein Drittes Reich, wie ich es auffasse« hat er die Tagebücher Kramps aus den 1930er Jahren umfassend ausgewertet.
Brief vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, 16.7.1982, in: StA Hamburg 622-1/1, Persönliche und Familienpapiere.
Vgl. dazu auch Steuwer, Drittes Reich, S. 210f.
StA Hamburg, 622-1/189, 2/1: Brieftagebuch, 4.3.1915–23.4.1915, Nr. 11.
Ebd., 2/3: Tagebuch 11.6.1916–31.12.1916, 16.6.1916.
Ebd., 2/4: Tagebuch 8.1.1918–31.10.1918, 21.4.1918.
Sanitätsbericht über das Deutsche Heer (1934).
Cohen, »Kriegsopfer«, S. 217, geht von mindestens 1,5 Millionen Kriegsversehrten aus. Genau ist diese Zahl nicht zu ermitteln. Whalen, Bitter Wounds, S. 95, hält die hochgerechnete Zahl von 2,7 Millionen für realistisch.
Pironti, Kriegsopfer, S. 352.
Cohen, »Kriegsopfer«, S. 217.
Stapleton, Rhodesia Native Regiment; Marjomaa, »Veterans’ Dilemma«; Killingray/Matthews, »Burden«; Mann, Native Sons.
Magowska, »Unwanted Heroes«, S. 196ff.
Pawlowsky/Wendelin, Wunden des Staates, S. 492f.
Kuhlman, War Widows, S. 3.
Proctor, »Total War«, S. 72.
Vgl. u.a. Hoffmann, Masses; Eichenberg, Kämpfen; Stegmann, Kriegsdeutungen; Pironti, Kriegsopfer; Magowska, »Unwanted Heroes«; Pawlowsky/Wendelin, Wunden des Staates; Geyer, »Kriegsopferversorgung«; Phillips, »No Invalids in the USSR«; Fieseler, »Disabled Soldiers«.
Vgl. u.a. Eghigian, Making Security Social; als konziser Überblick zur europäischen Entwicklung: Hoffmann, Masses, S. 19–29.
Eghigian, »Victimization«, S. 383.
Vgl. Koven, »Remembering«.
Das lässt sich auch an Zahlen ablesen: Legt man die Verwundetenzahlen aus dem Jahr 1919 zugrunde, bekamen nämlich in Italien zehn Jahre später prozentual erheblich viel weniger Verwundete eine Kriegsopferrente zugesprochen als etwa in Frankreich oder in Großbritannien. Kessler, The Crippled and the Disabled, S. 146. Für das Jahr 1918 liegen Schätzungen der International Labor Organization zugrunde.
Vgl. Eckart, Medizin und Krieg, S. 165.
Vgl. u.a. Whitehead, Doctors in the Great War, S. 6–31; Brunton (Hrsg.), Medicine Transformed; Schultheiss, Bodies and Souls.
Vgl. u.a. Spörri, Blut, S. 233ff.; Schlich, Organ Transplantation; ders., »Bluttransfusion«.
Vgl. u.a. Hallett, Nurses. Auch im Osmanischen Reich gab es eine solche Mobilisierung (Frauen eingeschlossen), allerdings in deutlich geringerem Maße, zumal der Osmanische Rote Halbmond erst 1911 wiederaufgebaut wurde. Seine Mitglieder waren außerdem nur zum geringsten Teil zur medizinischen Pflege der Soldaten eingesetzt. Vgl. u.a. Özbek, »Ottoman Empire«. In Italien war das Rote Kreuz nicht in der Militärsanität tätig. Vgl. Gooch, Italian Army, S. 273.
Die Zahlen zu Deutschland: Eckart, Medizin und Krieg, S. 105f.; zu Frankreich: Chrastil, Organizing for War. France 1870–1914, Baton Rouge 2010; zu Russland: Gatrell, Russia’s First World War, S. 47.
Vgl. u.a. Ozaydin, The Indian Muslim Red; Goltermann, Medizin, Recht und das Wissen vom zivilisierten Krieg, S. 13f.
Vgl. u.a. Dommann, Durchsicht, Einsicht, Vorsicht, S. 212ff.
Zur Verbesserung und den verbleibenden Problemen des Transportsystems vgl. u.a. Mark Harrison, The Medical War, S. 20ff., passim. Generell differierten die Transportmöglichkeiten allein aufgrund der vorhandenen Infrastruktur in den verschiedenen Kriegsregionen erheblich. Vgl. u.a. Reid, Medicine in First World War Europe, S. 170f.; Hsia, »Care for Wounded and Disabled Soldiers, S. 308ff.; Fawaz, A Land of Aching Hearts, S. 202f.; Özdemir, The Ottoman Army, S. 41, 130.
Gatrell, Russia’s First World War, S. 164–165; Lih, Bread and Authority in Russia, S. 57ff.
In der britischen und der US-amerikanischen Armee, die frühzeitig impften, gab es praktisch keine Todesfälle aufgrund von Typhus; Deutschland führte Zwangsimpfungen ein, als sich die Typhuserkrankungen an der Westfront erkennbar ausweiteten und zu 10 Prozent tödlich ausfielen. Vgl. van Bergen, Sight, S. 143f. Zur Ausbreitung von Epidemien in Osteuropa und im Nahem Osten vgl. u.a. Beşikçi, The Ottoman Mobilization of Manpower, S. 262; Salt, The Unmaking of the Middle East, S. 56f.
Vgl. u.a. Reid, Medicine in First World War Europe, S. 30f; van Bergen, Sight, S. 106f., passim.
Vgl. u.a. Reid, Medicine in First World War Europe, S. 33.
Die Angaben für GB: van Bergen, Sight, S. 140; für F und D: Reid, Medicine, S. 45.
Die Angaben für GB: Carden-Coyne, The Politics of Wounds, S. 4; für F: Becker/Krumeich, Der Große Krieg, S. 167; für R: Gatrell, Russia’s First World War, S. 65; für D: Ziemann, Gewalt im Ersten Weltkrieg, S. 7.
Van Bergen, Sight, S. 286.
Ebd., S. 287, geht von folgendem Verhältnis aus: Während an der Westfront von allen Verwundeten (jene eingeschlossen, die ohne medizinische Hilfe blieben) etwa zwischen 15 und 25 Prozent gestorben seien, hätten an der Ostfront mehr als die Hälfte aller verwundeten Russen und Serben ihr Leben verloren. Vgl. auch Gatrell, Russia’s First World War, S. 65.
Herwig, The First World War, S. 296.
Becker/Krumeich, Der Große Krieg, S. 167.
Van Bergen, Sight, S. 289ff., 306.
Zu den Kriegsgefangenen in russischem Gewahrsam vgl. Wurzer, »Die Erfahrung der Extreme«; Nachtigal, »Hygienemaßnahmen und Seuchenbekämpfung«. Die Vernachlässigung von Kriegsgefangenen in den russischen Lagern war allerdings nicht mit einer Vernichtungsabsicht verbunden. Zum Umgang mit Kriegsgefangenen im Ersten Weltkrieg insgesamt vgl. u.a. Jones, Violence against Prisoners of War; Oltmer (Hrsg.), Kriegsgefangene im Europa des Ersten Weltkriegs.
Vgl. Murard/Zylberman, »Nation Sacrificed; »Medizinische Versorgung«, Lexas Länderdaten, auf http://www.laenderdaten.de/ge sundheit/medizinische_versorgung.aspx (Stand: 20.6.2017).
Vgl. van Bergen, Sight, S. 25. Ähnlich verhielt es sich in Deutschland mit den »Krüppelheimen«, in denen eigentlich Kinder versorgt wurden; während des Krieges nutzten Orthopäden diese, um Versehrte Soldaten zu behandeln. Vgl. Julie Anders/Heather R. Perry, »Rehabilitation«, S. 227–251, S. 231.
Faulstich, Hungersterben in der Psychatrie, S. 41–68.
Vgl. Downes, Targeting Civilians, S. 86f; Herwig, War, S. 295.
Vgl. Gerwarth, Besiegten, S. 19, dort auch das Zitat.
Patenaude, The Big Show, S. 28ff.
Vgl. u.a. Gosewinkel, Schutz und Freiheit, S. 161–163; Cabanes, Great War, S. 133–140.
Vgl. u.a. Gerwarth, Besiegten, S. 127.
Rodogno, »American Red Cross«, S. 87.
Ebd., S. 89.
Zit. nach Little, »An explosion of new endeavours«, S. 10 (Hervorh. im Orig.).
Vgl. Mahood/Satzewich, »Save the Children Fund«.
Vgl. u.a. Pawlowsky/Wendelin, Wunden des Staates, S. 38; Kienitz, Helden, S. 113ff.
Vgl. Eckart, Medizin und Krieg, S. 303.
Vgl. Kienitz, Helden, S. 113. Für Großbritannien: Koven, »Remembering«. Bourke, Dismembering the Male, S. 37f., geht nicht auf den Begriff des »Krüppels« ein, betont aber, dass die Institutionen, die sich um die Versorgung dieser Kinder kümmerten, die seit Geburt oder durch Krankheit körperlich behindert waren, ihre »Unschuld« an diesem Zustand hervorhoben. Sie waren nicht verantwortlich dafür und passiv, was für kämpfende Soldaten nicht passend war.
Paul Frank, »Kriegskrüppel«, Der Kunstwart 28 (1915), S. 17f., zit. nach Kienitz, Helden, S. 111.
Vgl. Pironti, Kriegsopfer, S. 11; Hausen, »Sorge«, S. 725.
Zu den Organisationen der Kriegsversehrten in den einzelnen Ländern vgl. u.a. Pironti, Kriegsopfer; Pawlowsky/Wendelin, Wunden des Staates, S. 199ff., 260ff.
Fédération interalliée des Anciens Combattants (FIDAC) und Conférence Internationale des Associations de Mutilés et Anciens Combattants (CIAMAC).
Vgl. u.a. Vorwärts, 4.6.1916, S. 5; Vorwärts, 24.5.1918, S. 7.
Vorwärts, 18.9.1918, S. 9.
Vorwärts, 23.10.1914 (Beilage).
Vorwärts, 23.6.1918, S. 1.
»Wir haben unsere gesunden Glieder geopfert, in jahrelangem Kampf Leid und Entbehrungen getragen und unsägliche Qualen in den Lazaretten durchgemacht. Dadurch sind wir die ersten Gläubiger des Staates geworden«, hielt etwa der Bund Kriegsbeschädigter Beamter, Lehrer und Angestellter im Beamtendienst 1920 fest. Vgl. Kienitz, Helden, S. 108.
Zit. nach Prost, »René Cassin«, S. 22.
Zit. nach Hausen, »Sorge«, S. 730.
Vgl. Cabanes, Great War, S. 35.
Zit. nach Salvante: »Italian Disabled Veterans«, S. 119.
Vgl. u.a. Cohen, The War Come Home, S. 20ff.; Thomas, Treating the Trauma, S. 95ff, 108ff.
Cohen, The War Come Home, S. 23.
Pironti, Kriegsopfer, S. 108.