Wolfgang Hilbig
Werke, Band 7: Essays, Reden, Interviews
Herausgegeben von
Jörg Bong, Jürgen Hosemann und Oliver Vogel
Unter Mitarbeit von Volker Hanisch
Mit einem Nachwort
von Wilhelm Bartsch
Essays
FISCHER E-Books
Wolfgang Hilbig, geboren 1941 in Meuselwitz bei Leipzig, gestorben 2007 in Berlin, übersiedelte 1985 aus der DDR in die Bundesrepublik. Er erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis, den Berliner Literaturpreis, den Literaturpreis des Landes Brandenburg, den Lessing-Preis, den Fontane-Preis, den Stadtschreiberpreis von Frankfurt-Bergen-Enkheim, den Peter-Huchel-Preis und den Erwin-Strittmatter-Preis.
Weitere Informationen finden Sie auf www.fischerverlage.de
In der siebenbändigen Wolfgang-Hilbig-Werkausgabe sind die Essays der unverzichtbare Schlussstein. Dazu gehören nicht nur Hilbigs Poetikvorlesungen und andere Texte zur Kunst, sondern auch die zahlreichen Dankreden, die Hilbig hielt, wenn er mit Literaturpreisen ausgezeichnet wurde. Hatte seine Kamenzer Rede mit ihrer herben Kritik an der deutschen Wiedervereinigung 1997 noch für einen Skandal gesorgt, wurde die Büchner-Preis-Rede von 2002 zu einem melancholischen Rückblick auf die Rolle der Literatur. Hilbigs eigentliches Talent aber leuchtet in jenen traumschönen Essays, die Beobachtung und Reflexion mit der Kraft und dem Ton seiner Erzählungen verbinden. Darüber hinaus enthält dieser Band Wolfgang Hilbigs wichtigste Interviews – sie sind die beeindruckende Selbstauskunft eines unverwechselbaren Dichters.
Originalausgabe
Erschienen bei FISCHER E-Books
© 2021 S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114, D-60596 Frankfurt am Main
Covergestaltung: Hißmann, Heilmann, Hamburg / Imke Schuppenhauer
Coverabbildung: Horst Hussel
Abhängig vom eingesetzten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.
Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt.
ISBN 978-3-10-400995-7
In diesem Gedicht will der Dichter eine bestimmte Stimmung ausdrücken, die ihn erfaßt hat, in einer »Zeit, wo alles neu beginnt«. Diese Zeit macht ihn glücklich, und er möchte noch alt werden in dieser Zeit.
Um das bildhaft auszudrücken, wählt er den Vergleich mit einem alten Baum, der schon viele Zeiten gesehen hat – ein sehr treffender Vergleich, denn es ist kein morscher Baum, dem Zusammenbrechen nahe, sondern einer, der sehr fest in seiner Erde steht, dessen Wurzeln so tief sitzen, daß sie kein Spaten sticht, der also tief in seiner Zeit verwurzelt ist, dessen Rinden sich immer wieder schälen. Er hat sich schon oft verändert, und die Zeit bringt mit sich, daß er sich noch oft verändern muß, stets gilt es, sich neu der Umwelt anzupassen, der Stamm aber, das Innere, muß stets gleich und unbeugsam bleiben. In der ersten Strophe hat Louis Fürnberg sein Ja-Wort zum Leben abgegeben, indem er sagt, daß er es möglichst lange besitzen will, in der zweiten Strophe sagt er uns, was ihm sein Leben in dieser Zeit so wertvoll macht. Das geschieht sehr folgerichtig, denn der Leser ist durch das Bekenntnis der ersten Strophe darauf neugierig geworden. Es heißt: »In dieser Zeit, wo alles neu beginnt.« Das ist die Zeit, die mit Beendigung des Krieges das schrecklichste Kapitel der deutschen Geschichte vergehen ließ. Der Dichter hat erkannt, daß erst jetzt das eigentlich wahre Leben anfängt, das Leben, das so lange erträumt war, »wo die Saaten alter Träume reifen«. In dieser Zeit, die ihm endlich Frieden und Glück verheißt, begreift er den Tod nicht, empfindet er den Tod als das Unglück, das ihm das nun so geliebte Leben nehmen will. Doch bei diesem großartigen Bekenntnis bleibt es nicht. Die schöpferische Seele des Dichters duldet nicht das tatenlose Genießen. Er, der die bösen Zeiten kennt, möchte Behüter sein für die, die sich gleich ihm des Lebens freuen. Er möchte »Schutz und Schatten spenden«, er ist der Besonnene, der Altgewordene, der sich über die freut, denen er das bessere Leben finden half. In dieser Strophe führt er den Vergleich mit dem Baum weiter. Und wie die zweite Strophe die erste gleichsam entschlüsselt, so bildet auch die letzte Strophe das erreichte Ziel der dritten und damit auch des ganzen Gedichts, das mit dem klaren jubelnden Urteil über die Zeit endet: »Wie ist sie schön! O wie wir glücklich sind!«
Der von Louis Fürnberg verwendete metrische und reimtechnische Aufbau kommt seiner beabsichtigten Aussage sehr entgegen und gibt dem Gedicht eine großartige Einheit.
Die zwei Strophen (1+3), die das Gleichnis des Baumes enthalten, sind beide im Dreierrhythmus gebildet und haben so einen ruhigen, fast erzählenden Tonfall. Sie sind dadurch als zusammengehörig erkenntlich. Die anderen beiden verwenden zu Beginn einen Jambus und haben dadurch einen gemäß ihrer Aussage schnelleren Rhythmus. In der Weiterführung bleibt der Dichter aber nicht schematisch, sondern durchbricht diesen Rhythmus.
Eine eigenartig schöne Variante gebraucht Louis Fürnberg bei der Art des Reimschemas. Die erste Zeile der Strophe bleibt jeweils ungereimt, die nächsten beiden reimen sich dann, und die vierte Zeile reimt sich mit der nächsten Strophe. Dadurch verkettet der Dichter das Gedicht in sich enger.
In der vierten Strophe durchbricht er aber diese Form noch einmal und läßt die erste mit der dritten Zeile gereimt, während die zweite plötzlich auf die erste der vorhergehenden Strophe paßt und sich somit noch einmal fester an diese hängt.
Ich bin der Meinung, daß dieses Gedicht von der technischen sowie von der bildhaften Seite her als sehr gelungen bezeichnet werden kann.
Alt möcht ich werden wie ein alter Baum,
mit Jahresringen, längst nicht mehr zu zählen,
mit Rinden, die sich immer wieder schälen,
mit Wurzeln tief, daß sie kein Spaten sticht.
In dieser Zeit, wo alles neu beginnt
und wo die Saaten alter Träume reifen,
mag wer da will den Tod begreifen – –
ich nicht!
Alt möcht ich werden wie ein alter Baum,
zu dem die sommerfrohen Wandrer fänden,
mit meiner Krone Schutz und Schatten spenden
In dieser Zeit, wo alles neu beginnt.
Aus sagenhaften Zeiten möcht ich ragen,
durch die der Schmerz hinging, ein böser Traum,
In eine Zeit, von der die Menschen sagen:
Wie ist sie schön! O wie wir glücklich sind!
Im Sommer nach Rom zu reisen, ist wenig empfehlenswert; äußern Sie nur diese Idee und man wird Ihnen vieles nennen, was dagegen spricht, man wird Ihnen erschrocken abraten, fahren Sie ebensowenig im Frühling. – Die Lage der Stadt ist die ärgerlichste, das Klima ist bösartig. Irreführend schon durch die Bezeichnung, da es eigentlich Die Sieben Städte Rom heißen müßte, finden sich Roms ungeheure Ansammlungen von Gestein auf einer ebensolchen Anzahl von Erhebungen in einem Gelände, das von den Ausbrütungen einer hydrischen Flora vollkommen vergiftet ist.
Es ist vergessen, wie die Sümpfe in den Niederungen zwischen den sieben Stadtkernen entstanden sind, vergessen, das läßt uns nicht zweifeln, daß politische Verfehlungen die Schuld dafür tragen müssen. Verfehlungen solcherart sind unter den wechselnden Dynastien, die diese Region beherrschten, nichts Ungewöhnliches, die mangelhafte oder nur schematische Ausführung des berühmten römischen Wasserleitungssystems, eines Projektes von historischer Einmaligkeit, verdankt ihr Ende der fruchtlosen Plänemacherei einander ablösender Regierungen, deren eine den Wahnwitz der vorhergegangenen jeweils noch zu übertreffen suchte, so daß schließlich nichts mehr im Verhältnis zu seinen Möglichkeiten stand, das Verlorengehen aller Unterlagen bezeichnet die notwendige Folge solcher Politik. Ebenso unerforschbar bleibt es, wann das Sumpfland der Geschlossenheit der Stadt bedrohlich wurde. Nun sind da Ebenen, deren Ausdehnung nur nach Tagesmärschen zu messen wäre, aber es wagt sich auch zu Fuß kaum ein Mensch in diese Gebiete, die Fahrzeugen aller Art gänzlich unpassierbar sind. In der Morgenkühle (wenn dieses Wort auch nur im Sinne einer kaum spürbaren Abstufung zu verstehen ist, innerhalb nämlich eines Gleichmaßes an feuchter Hitze, die hier Tag und Nacht siedet) sind die Ebenen ganz unter einer endlosen Decke milchiger Nebel verborgen, aus der die bebauten Hügel wie abstoßende vieltürmige Zwingburgen ragen, die sich über unüberbrückbare Entfernungen eher zu drohen als zu grüßen scheinen. Wenige Stunden nach dem Sonnenaufgang, der diese Dunstsee hektisch erröten läßt, wenn die Temperaturen wieder auf die subtropische Höhe geklettert sind, auf der sie sich bis lange nach Mitternacht halten, verschwinden die Nebel, und jenes Sumpfland wird sichtbar, das eigentlich ein Gemisch aus einem pflanzlichen Filz und einer widerwärtig trüben Verdickung brackigem schimmligem Wassers ist, in dem nur noch wenige moorige Streifen festeren Grunds zu erblicken sind. Man weiß nicht, ob die wochenlangen Regengüsse, von denen Rom einigemal im Jahr heimgesucht wird, das Land in diesen übervoll gesogenen, faulenden Schwamm verwandelt haben, ob dann die unbefestigten Flüsse und Flußarme, die sich dort, die einmal zerfressene Bodenbeschaffenheit ausnutzend, ungemein rasch verzweigen und vervielfachen, irgendwann ein so verheerendes Ausmaß erreichten, daß die Gebäude unterhalb der Hügel versanken, oder ob gar das Tyrrhenische Meer seine salzgesättigten Ausläufer bis in diese Gebiete vorzuschieben begann. Durch ein Glas betrachtet und auf nur geringe Bildausschnitte fixiert, glaubt man zwar, daß die erschreckenden Bewegungen, die in diesem formlosen Geländebrei stattzufinden scheinen, nichts als optische Täuschungen sind, wirft man aber unvermittelt, etwa aus dem Fenster eines Hochhauses, einen weniger zielgerichteten Blick hinunter, vermeint man riesige Flächen in einer trägen und fetten Drift sich ineinander schieben zu sehen, oder gar das würgende Fließen langsam, aber immer zäher andrängend die Hügel umrunden zu sehen, man bildet sich ein, auf gegenläufigen Bahnen umkreise ein schlammiger Kosmos dieses behauste Siebengestirn, immer dichter, als solle es eingeschnürt, erdrosselt werden.
Wir meinen, daß die Behauptung, der Anblick dieser Bewegung sei täuschend und viel leichter erklärlich, sie entstünde in Wahrheit durch das Auf- und Niederfluten ungeheurer Insektenschwärme, noch nicht einmal den Vorwand für eine Beruhigung über dieses Phänomen darstellen kann. – Nur wenige der kurzen Winter noch hatten die Hoffnung zugelassen, daß die Sümpfe ein paar Tage lang zur Gänze eingefroren seien, und kaum jemand hat den Weg von einem Stadtteil zum anderen sich zugetraut; man weiß von einzelnen Unternehmungen, doch wer von diesen Wahnsinnigen wäre im heimatlichen Viertel wieder aufgetaucht, bestenfalls den Hinweg bewältigend und vom Auftauen der Sümpfe an der Rückkehr gehindert, beklagt man sie alle als verschollene Opfer der Niederungen. – Hinzukommt, und schließlich klingt es glaubhaft, daß nur noch ein paar wenige, und gerade die unerreichbarsten, einander entferntesten Stadtteile die eigentliche Stadt Rom ausmachen. Mit der Zeit sind die am dichtesten beisammen liegenden Hügel im Westen in den Besitz der katholischen Kirche gefallen und, wie man wissen will, von einem waffenstarrenden Militär abgeriegelt; als schwacher Trost nur erscheint, daß diese, dem Meer am nächsten gelegenen Teile die bedrohtesten sind, während die weiter dem Innern Italiens zugewandten als die widerständigsten gelten. Man rätselt, was der Vatikan gegen das Vordringen des Meeres unternimmt, um seine Bastionen zu halten, morgens, in der aufgehenden Sonne, kann man ein Blitzen in westlicher Richtung gewahren, mittels starker Fernrohre will man erkannt haben, daß es sich dabei um Lichtreflexe handelt, die aus mächtigen schwenkbaren Hohlspiegeln oder Radarschirmen zurückschlagen, die man zwischen den Ruinen installiert hat. Wenn man nicht spottete, daß diese Anlagen den Zweck einer Kontaktaufnahme mit der höheren Welt haben, meinte man, die Schirme hätten die Eventualität eines Angriffs der römischen Legionen zu bewachen, nur wäre ein solcher auf Grund der Auflösung und Schwäche Roms ein unsinniger Gedanke. Vor Jahren, vor vielen Jahren nun, hat ein aus dem Kirchenstaat zurückkehrender Pilger berichtet, es gäbe daselbst keinerlei Bestrebungen, von einem Verkehr mit den üblichen Städten Roms abzulassen, noch gar, ihn zu unterbinden. Es gäbe dort keine Spur von Stacheldraht, hieß es in dem Bericht, den die damals führende christdemokratische Zeitung druckte (ein freilich kurz nach dem Verfall dieser Partei verschwundenes Blatt), es gäbe dort keinen einzigen gesicherten Grenzzaun, keine Wachtürme, keinen Quadratmeter vermintes Niemandsland, nichts davon, wofür etwa das geteilte Jerusalem ein so bedauerliches Exempel liefere. Aber natürlich sind da die Sümpfe, die ehemals prächtigen Straßen auf eine Art zerstört, die man natürlich zu nennen sich sträubt, spanische Reiter sind lächerlich, die wenigen verfügbaren Backsteine wären für das Zumauern von Fenstern verschwendet. – Es bleibt die Frage, weshalb die einst so aufwendigen Radio- und Televisionssendungen eingestellt wurden, warum der Funkverkehr, immerhin noch möglich, als die Telegrafenleitungen versunken waren, unterbrochen wurde. Der letzte größere Flughafen liegt auf katholischem Gebiet, von Rom aus können nur Helikopter starten. Es führte zum Abbruch der Beziehungen Roms – ein rein formaler Abbruch, die Beziehungen waren eigentlich erloschen, und es ist zweifelhaft, ob der Funkspruch mit dieser Note den Vatikan überhaupt erreichte –, als die Helikopter zu verschwinden begannen. Piloten wollen Wracks der Maschinen, von Schlingpflanzen überwuchert, in den Salzsümpfen der westlichen Seite gesehen haben, als aber auch die Aufklärungsflieger nicht wiederkehrten, wuchs ein gärender, wiewohl machtloser Zorn in Rom heran. Als gleich nach dem Abbruch der Beziehungen ein Düsenflugzeug mit dem Kruzifix auf den Tragflächen gesichtet wurde, schoß man es kurzerhand ab. – Immerhin hat sich der Ärger Roms bald verflüchtigt, die eingeborene Friedfertigkeit und die Sorge um die eigne Existenz erzwingen hier jeden Gerechtigkeitssinn, der das eigentlich Wohltuendste ist an Rom, man begnügt sich zu meinen, man könne der katholischen Kirche nichts beweisen. –
Indessen gibt es aber einige Fremde – sie sind von auffälliger Hellhäutigkeit, stets entzündeten Augen, und [an] ihrem vergleichsweise riesenhaften Wuchs zu erkennen (zudem sind sie beinah ausnahmslos Glatzenträger) –, entweder Einwanderer oder notgedrungen hier Sitzengebliebene, die einen geheimnisvollen, schwer verständlichen Unmut schüren. Ausgerechnet im östlichsten und sichersten Stadtteil (dem natürlich am häufigsten besuchten) sind sie zahlreich und aktiv. Unter den breitrandigen Hüten, die ihre kahlen Köpfe schützen sollen, bilden sie in den Gärten der Weintavernen wahre Zusammenrottungen, geben sich kaum mit der von ihnen verachteten Bevölkerung ab und haben nur Kontakt zu den Mitgliedern der Contraverdura, einer längst verbotenen, radikalen Organisation, die, seit der Bürgermeister auf einem anderen Hügel festsitzt, und sich nur mehr durch Funksprüche bemerkbar macht, wieder ganz offen auftreten. Mit ihrem dilettantischen [Wappen] auf den Ärmeln, das ein grünes, von dicken roten Balken durchkreuztes Ulmenblatt darstellen soll, wären diese Gestalten, die die Rettung Roms auf ihre nichtvorhandenen Fahnen geschrieben haben, und, dauernd betrunken, von einem Marsch auf dasselbe singend, nichts weniger als ernstzunehmen, wenn man nach einer Verfolgungsjagd nicht entdeckt hätte, daß sie Waffenlager angelegt haben, wenn sich nicht herausgestellt hätte, daß sie nach der sagenhaften römischen Wasserleitung suchen, eben jener, deren nie gelungene Vollendung unter Cato in Angriff genommen worden sein soll. So hat man Lagepläne dieses Kanalsystems gefunden, die sie, allerdings in den widersprechendsten Varianten, rekonstruiert haben, Pläne, die zum Glück ihrer Phantasie entsprungen scheinen, die sie aber in längst offen geführten Debatten zu vervollständigen trachten. Unbedingt soll sie dieser Marsch gegen Rom durch diese Kanäle führen. Nur sind deren Eingänge noch nicht entdeckt. Da die Wasserleitung im größten Teil der Bevölkerung als ein Hirngespinst gilt, sind die Contraverduri im Begriff, ihr Maß an Lachhaftigkeit vollzumachen, was sie aber wirklich abstoßend in den Augen der Leute ausschauen läßt, ist die Tatsache, daß es ihnen, womöglich mit Hilfe der freiwilligen oder unfreiwilligen Asylanten, gelungen ist, die Verminderung ihrer Körpergröße zu stoppen, wenn nicht sie wieder zum Wachstum zu bringen. – Nelson Leopardi, unser bester Freund unter den Einheimischen, dem die schwarze Binde über dem einen Auge die düstere Entschlossenheit einer legendären, wenn auch zu winzig geratenen Admiralität verleiht, gibt der Überzeugung Ausdruck, daß die Contraverduri gerade wegen ihres unaufhörlichen Größenwachstums am möglichst schnellen Auffinden der Kanäle interessiert sind. Sie seien von den Barbaren, wie er die Fremden klassischerweise zu betiteln pflegt, in das Geheimnis der Präparation eingeweiht worden, die deren Wuchs so beschleunigt habe. Das gescheiteste Mittel, die Marschierer zu eliminieren, sei zugleich das allereinfachste, ein lächerliches Mittel, wie es denen, auf die man es anwende, nur zu angemessen sei, es bestünde darin, sie zu isolieren, woran sie durch ihr Benehmen tatkräftig teilhätten, und sie umfassend gewähren zu lassen. Der ausschließliche Umgang mit den Barbaren, welche Größe bis zur Blindheit erstrebenswert hielten – das Mithalten an barbarischen Gelagen, der Verzehr barbarischer, aus Moorböden gewonnener Speisen, die Teilnahme an einer bis zur Albernheit getriebenen Dehnungsgymnastik, die barbarischer Brauch sei – müsse den Wuchs der Contraverduri schließlich bis auf barbarische Ausmaße steigern, sodaß sie, gelänge es ihnen, in die Kanäle einzudringen, im blindwütigen Vorkriechen gegen ein vermeintliches Zentrum Roms, in dem sich verengenden System krepieren müßten.
Wir glauben uns keiner Unwahrheit schuldig zu machen, wenn wir, mangelnden Überblicks zum Trotz, uns festzustellen erlauben, daß die kommunistische Weltpresse bisher von der physischen Degeneration des römischen Menschentypus keinerlei Notiz genommen hat. Untersuchungen, die uns nicht zugänglich sind, die wir nur vom Hörensagen kennen, datieren den etwaigen Beginn dieser Erscheinungen bis zum Jahre 1945 zurück, bis in jenes Jahr also, das man als das erste eines neuen Zeitalters bezeichnet hat, die Gründe für eine so emphatische Hypothese haben wir uns erfolgreich zu vergessen bemüht. Wir haben uns [daran] gewöhnt, die damalige [Zeit], die graue Vorzeit der jetzigen zu nennen, es bleibt uns verborgen, ob jener Gongschlag, den wir aus dem Wort neu zu hören meinen, mit der Entdeckung des Rückwachstums der Angehörigen verbreiteter, südlich plazierter Bevölkerungsgruppen in Europa zusammenhängt. Es ist offensichtlich, daß der Stil eines Journalismus, der von da ab immer blumiger geworden ist, die Bedeutung solcher Wörter wie groß oder klein in einen dem Verständnis ganz unzugänglichen Bereich entrückt hat. Stünden uns die Archive offen, würden wir womöglich erkennen müssen, daß jene beiden Epitheta schon dazumal sich immer mehr in begriffliche Relationen wie neu oder alt zu verwandeln begannen, in Begriffe also, deren kosmologisch nicht zu begründende Stichhaltigkeit sie uns von allem Anfang an als unbrauchbar hätte kennzeichnen müssen. Übrigens läßt der Blick auf die in jener Zeit sich zu festigen beginnende materialisierte Weltsicht der oben erwähnten Sektion des Nachrichtenwesens den Schluß zu, daß ein unbedingter Fortschrittsglaube, der religiöser Natur war, und gerade deshalb um seinen physiologischen Nachweis in einem fort zu bangen hatte, in dem sichtbar werdenden Phänomen eine umfassendere als nur organische Rückentwicklung befürchtete, die zu dokumentieren sich selbst in Bezug auf Angehörige eines Systems verbot, das man noch zu bekämpfen vorgab (und auch im Falle Italiens in allen übrigen Hinsichten keinesfalls schonte), da diese Ereignisse dem ideologischen Sprachgebrauch sich zu entziehen schienen, da sie womöglich objektiven Entsprechungen zuzuordnen waren.
Was zu einem bestimmten Zeitpunkt an der Entwicklung des Zeitungswesens sich als neu herauszukristallisieren begann – wobei wir, die einmal vorgegebene Reihenfolge beachtend, uns der Rückübersetzung des Wortes neu in das Wort groß nicht entschlagen können, weil der Umfang und die Menge der von diesem Apparat ausgestoßenen Produkte eher wuchs als sich verringerte – war die fortgesetzte Gebundenheit der gesamten Presse an ihre Archivierung. Als diese Erzeugnisse sofort aus den Druckereien – mitnichten blieben von dieser Anordnung die der Presse unterstellten Nebenmedien, wie etwa die Bücherherstellung, ausgenommen – in die Archive zu wandern begannen, gab ein italienischer Ethnologe in einem Fernsehinterview (dessen Wiederholung untersagt wurde) den allerdings schaurig klingenden Witz zum Besten, daß sich der Informationshaushalt der Menschheit konträr zum Geist in den Köpfen entwickele. So wie sich ersterer aufblähe, um mit ungeheuren Mengen nichtssagenden Papiers unterirdische Lagerhallen zu füllen, verdichte sich der letzte noch vorhandene Esprit in immer kleineren Zellen kleiner werdender Köpfe. Da es abzusehen sei, daß die Vergnügen des Denkvermögens bald in Stecknadelköpfe verbannt würden, sei das entgegengesetzte Erscheinungsbild, das die Erde als einen ausgehöhlten Schädel vorstelle, der mit Tausenden und Abertausenden Tonnen von faktisch leeren, sinnlos feuergefährlichen Druckerzeugnissen zum Bersten angefüllt sei, ebensogut vorhersagbar. – Als das Betreten der Archive, mit Sondergenehmigung, einigen Gelehrten noch erlaubt war, will jener Ethnologe, der ein entfernter Verwandter eines der nächsten Vorfahren unseres Leopardi war, auf einem der für Kuriosa gesondert eingerichteten Regale eine aus einem früheren Jahrhundert stammende Abhandlung gefunden haben, in der irgendein seltsamer Mensch ein Verfahren entwickelt haben wollte, mittels dem Papier auf geradem Wege sich wieder in lebendes Holz zurückverwandeln ließe. Dieses durch abergläubische Beschwörungsformeln und astrologische Bedeutungshuberei verunstaltete Werk soll der Anlaß gewesen sein, daß die Archive für immer geschlossen wurden. Da der Verfasser dieser Schrift sich zu der tollkühnen Behauptung verstiegen hatte, daß der Prozeß dieser Verwandlung, der ein natürlicher genannt werden müsse, sehr wohl auch ohne menschliches Zutun einsetzen könne, wenn immaterielle atmosphärische Kräfte einsprängen, die frei würden, wenn durch weitgehende Abholzung der Baumbestände ein ökologisches Umkippen der meisten Abläufe in ihre Rückentwicklung zur naturgesetzlichen Notwendigkeit werde, spielte auch hierbei die Furcht eine Rolle, es könne die Existenz einer mit dem Fortschrittsgedanken unvereinbaren, objektiven Tatsache, die schlechterdings ideologisch nicht zu bekämpfen sei, Eingang in das geistige Allgemeingut finden. So soll jene Schrift, in der sich so ungeheuerliche Sätze befunden hätten, wie jener von der Ankunft einer neuen Luft, die so leicht sei, daß sie [unter] dem wütenden Blicke des Saturnus sich zerteilen werde – denn nahe sein werde die Bahn jener Himmelskugel, stärker brennend als eine zweite Sonne, und es zerteilten sich vor ihrer Wut auch die Wasser des Tiberflusses –, schließlich ihrem eigenen Gegenbeweis gedient haben: neben allen anderen wurde das Papier des Scharlatans dazu verurteilt, statt in lebendes Holz sich in Staub zu verwandeln, oder zu einer ebenso nutzlosen Materie, wie all die Tonnen von Zeitungen es waren, die während der letzten Visite des erwähnten Ethnologen in den glutenschwangeren Kellern in, wie er behauptet hätte, ohrenbetäubender Weise vor sich hin knisterten und flatterten.
Wir haben mit Schreckensbildern von dieser ehemals so mächtigen und herrlichen Stadt Rom nicht gespart. Dennoch wäre dieser Bericht nicht wahrhaftig, er wäre sogar eine Beschönigung, würden wir nicht auch über den Lärm sprechen, von dem diese Stadt beherrscht ist. Er ist im Grunde das häßlichste der Übel, und das Ärgste daran ist, er ist das getarnte, hinter allem Anschein von Wirklichkeit am besten verborgene Übel, er ist wahrscheinlich sogar unhörbar. – Nur wenn Sie sehr früh am Morgen Ihr Hotelfenster öffnen, werden Sie einen Augenblick lang das Kreischen und Dröhnen zu gewahren glauben, das aus den Niederungen, womöglich direkt aus den Sümpfen hervorsteigt. Um jene Stunde, in der die Nebel über der Vegetation verfliegen, die Hitze aber noch nicht jede Regung der Atmosphäre auf den Boden herabdrückt, ist man plötzlich umgeben, eingehüllt von einer so undefinierbaren Vielfalt gleichzeitiger Geräusche, daß man glaubt wahnsinnig zu werden und seine Sinne dieser Wahrnehmung sofort verschließt. Sicher würde man wirklich wahnsinnig, überließe man sich diesem Lärm, glaubte man gar an ihn, so wäre man es bereits. Ursache und Wirkung fielen in eins zusammen, man hörte den wahnsinnigen Lärm, und man wäre wahnsinnig, weil man ihn gehört hat. Die Psychiatrie von Rom, die ein Gebäudekomplex von nicht enden wollender, irreführendster Ausdehnung ist – Gebäude, die irgendwann inmitten von Ruinen auslaufen, um plötzlich, nach zerstörten Straßenzügen, nach einem Gelände zertrümmerter Tempel, gefällter Säulenreihen, wieder neu zu beginnen – ist voll von den bemitleidenswerten Opfern dieses Lärms. Dicke Tücher um die schmerzenden Köpfe gewunden, straucheln diese Rasenden durch Gärten und Wandelgänge, verstopfen sich die Ohren und Münder mit Fingern, Fäusten, Watte oder Wachs, oder sie liegen in den Winkeln der Räume auf dem Gesicht, mit den Armen, mit Mänteln sich die Köpfe zu bedecken suchend. Ihr schreckliches Wimmern ist der einzige Laut, der sich vor dem gewaltigen Schweigen dieser hohen Wölbungen bricht, wenn man davon absieht, daß sich Neuangekommene ab und zu anbrüllen, da sie sich nicht zu verstehen glauben. Die meisten der Kranken sprechen nichts mehr zueinander, öffnen sie doch einmal den Mund, durchdringt kein Ton die Stille, als sei ihr Rufen in einem unheimlichen [Lärm, Getöse] untergegangen.
Die Ursache davon in den Bewegungen und Verschiebungen suchen zu sollen, die in den sumpfigen Ebenen vor sich gehen, ist eine anfechtbare These, sind doch diese Bewegungen so wenig bewiesen wie die Existenz des Lärms selber. Aber es ist an die Behauptung zu erinnern, daß sich in den unteren Dschungeln riesige Insektenvölker eingenistet hätten. Wenn die Wolken dieser Schwärme gleichzeitig sich in die Luft höben, entstünde dieses Schrillen und Kreischen, das wie Hunderte auf ein Kommando gezogener Dampfpfeifen klinge, um Rom augenblicklich in eine förmliche Kuppel von gellendem Geheul in den höchsten, unerträglichsten Tönen einzuschließen; sei die Jagd dieser Myriaden beendet, senkten sie sich in der Breite von Gewitterfronten nieder, und es werde ein schmetterndes Knattern, berstendes Dröhnen und Donnern ausgelöst, das mit dem fernen Niederstürzen von Lawinen nur ungenügend zu vergleichen sei. Überhaupt sei das Ganze unvergleichbar, einem Vergleichen stünden lediglich irdische [Wörter] zur Verfügung, während das Geschehen um Rom mit all seinen Gewaltsamkeiten einem kolossalerem Universum als diesem entspreche. So sei auch die feuchte giftige Hitze, in der selbst Wolkenbrüche keine Erleichterung brächten, eine die menschliche Leidensfähigkeit ebenso übersteigende, wie die Idee, daß man praktisch im unablässigen, sich überschneidenden Auf- und Niederebben einer Insektenwelt fuße, deren Hauptmerkmal allem Anschein nach Unersättlichkeit sei. Schon vermutet man, daß diese geflügelte Pest mit der Tageshitze eine seltsame Ehe eingegangen ist, manchmal sieht es aus, als seien ganze Kolonien zu einzigen Glutnestern verwandelt, ein gelber oder orangener Rauch färbt dann den grünen Teppich der Sumpfpflanzen, Ausläufer eines unerklärlichen, martialischen [Geruchs] steigen bis in die bewohnten Höhen, einige Beobachter beschwören, darin einen unverkennbaren Paarungsgeruch bemerkt zu haben. Die schimmernden Krusten, die kurze Zeit später die bräunlichen Moorstreifen verunzieren – die wir als salzige Rückstände eingedrungener und verdampfter Meereszungen uns gedacht haben – bezeichnet man als den Laich, der diesen glühenden Hochzeiten entsprang.
Nichtsdestoweniger gilt Rom noch immer als der Mittelpunkt der Welt. – Irreparable Unbelehrbarkeit unserer Gattung … unbeeindruckt wie unser Glaube, ist Rom endlich seine Fleisch- und Steinwerdung: einstmals in glänzendem Aufstieg, nun gleich unseren Anschauungen, in völligem Zerfall. Finden sich doch alle Kategorien, die wir zu bilden uns befleißigt haben, finden sich doch Ursprung und Ende wieder an diesem Ort, schließlich sind auch die Wölfe in diese Stadt zurückgekehrt. Furchtsam und ahnungsvoll haben sie sich in den Kellern und Katakomben unsichtbar gemacht. Nelson Leopardi nennt sie eine Hoffnung, ihre Instinkte verböten es ihnen, die eigene Brut zu fressen, andererseits seien sie so unbedarft, sich im Notfall mit vegetarischer Nahrung zu begnügen, wie er seine Worte aufs Merkwürdigste begründet. – Nichts von alledem begriffen aber hätten die Barbaren, was den Römern das Überleben gestatten wird, ihre zielsichere Entwicklung einer schon absehbaren Körperlosigkeit entgegen, empfinden sie als bloßen Rückschritt. Wenn sie nicht, wie seit den grauen Zeiten einer sich wirksam wähnenden Pseudorenaissance, von Riesenhüten beschattet, die Weinschläuche im Rachen, die zweimal größeren Staturen unter den eigens für sie angefertigten, riesenhaften Tavernentischen lagern, hocken sie zusammen mit der Bande der Contraverdura über falschen Plänen der ehedem hochberühmten Cloaca maxima, und speien Parolen in so schlechtem Italienisch aus, daß sie sich schon mit dem vaterländischen Verschwörerklüngel zu entzweien beginnen. Wenn sie nicht auf dem verlassenen Bahnhofsgelände sich selbst ihre ebenso exakten wie dummen Gymnastiken vorführen, Wachablösungen erproben oder Exerziermärsche einüben (woher nur wollen sie wissen, daß die Cloaca sie stehenden Fußes aufnehmen könnte), sind sie beschäftigt, ihre Rückkehr in die Barbarei vorzubereiten (sie glauben noch immer an eine solche Möglichkeit). Diese Vorbereitungen bestehen darin, sich Unmengen von steinernem Marschgepäck zu verschaffen: täglich sind sie beschäftigt, die in der Hitze sich spaltenden und bröckelnden Ruinen Roms abzutragen. Das Stehlen von Gestein, das sie wie eine jahrhundertealte Tradition pflegen, hat ihnen den Spott der Römer eingebracht. Ganze Wagenladungen voller Fälschungen sollen Rom verlassen haben, als dies noch möglich war, und nun türmen sich die Kisten auf dem Bahnhof und enthalten oft nur von Schulkindern notdürftig geformte Stücke, die wenige Jahre alt sind, Fratzen aus Ton, die häufig Ähnlichkeit mit Totenschädeln haben. Wie aber wollen sie Rom verlassen. Wenn es ihnen wirklich gelingt, sich in die Erde zu bohren, werden sie, wenn sie nicht darin ersticken, oder zu den Sümpfen durchdringen und dort umkommen, statt auf die Cloaca auf die Katakomben stoßen und von den Wölfen verschlungen werden. Wenn sie nicht doch den Vatikanstaat erreichen, um, ihres Deliriums müde, allesamt zu konvertieren (wofür es genügend historische Beispiele gibt), wenn nicht die Contraverdura über sie herfällt – da man in dieser Organisation, ganz besonders, seitdem nur noch Fälschungen existieren, sich mittlerweile auf den Wert des römischen Kulturguts zu besinnen beginnt –, werden sie Rom eines Tages enttrümmert haben, allen Schutt transportfähig verladen haben, werden sie Rom leergefegt haben. Aber es bleiben ihnen, sofern sie selber bleiben müssen, achtzig Prozent des römischen Territoriums, es bleiben ihnen die Labyrinthe, die Klöster, die Villen, die Arkaden, die Amphitheater der römischen Psychiatrie; sie werden darin für alle Zeiten Raum genug und Zuflucht finden, während die Gehörlosen mit den schon ganz durchscheinenden Leibern, die Kleinwüchsigen, die schreienden und gepeinigten Könige mit den Strohkronen auf den Köpfen, mit den zerbissenen Fäusten zwischen den Zähnen in die lichte Stadt zurückkehren.
Wenn diese Wendung der Dinge auch noch in der Ferne liegt (vermutlich, denn es gibt in Rom keine Zeitung, die es anders wissen will oder kann), wäre Rom, schon des malerisch goldenen, zwiefach besonnten Himmels dieser Landschaft, des berühmten Latium halber, immer eine Reise wert. – Nietzsche, der eines in Ihren Breiten so seltenen, boshaften Urteile über Rom fällte, hatte vollkommen Unrecht: Rom ist von der unberechenbarsten, unwiederbringlichsten Eigenart und Schönheit. Lassen Sie sich also nicht den Mut nehmen, reihen Sie sich ein in die Schlangen vor den Reisebüros, vor den Fahrkartenschaltern, drängen Sie sich in die Foyers der Flughäfen, drängen Sie sich vor, buchen Sie noch heute … die Tarife sind erschwinglich, Sie werden durch Schönheit entschädigt.