Der Umfang dieses Buchs entspricht 73 Taschenbuchseiten.
Zehntausend Jahre sind seit den ersten Schritten der Menschheit ins All vergangen. In vielen aufeinanderfolgenden Expansionswellen haben die Menschen den Kosmos besiedelt. Die Erde ist inzwischen nichts weiter als eine Legende. Die neue Hauptwelt der Menschheit ist Axarabor, das Zentrum eines ausgedehnten Sternenreichs und Sitz der Regierung des Gewählten Hochadmirals. Aber von vielen Siedlern und Raumfahrern vergangener Expansionswellen hat man nie wieder etwas gehört. Sie sind in der Unendlichkeit der Raumzeit verschollen. Manche errichteten eigene Zivilisationen, andere gerieten unter die Herrschaft von Aliens oder strandeten im Nichts. Die Raumflotte von Axarabor hat die Aufgabe, diese versprengten Zweige der menschlichen Zivilisation zu finden – und die Menschheit vor den tödlichen Bedrohungen zu schützen, auf die die Verschollenen gestoßen sind.
Das Forschungsschiff JAX wurde auf die Suche nach einem Siedlerschiff geschickt und ist seitdem verschollen. Die KRATES wird auf den Weg geschickt, zu klären, was aus den Siedlern und der JAX geworden ist und entdeckt Ungeheuerliches.....
Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker ( https://www.lovelybooks.de/autor/Alfred-Bekker/ )
© Roman by Author / COVER 3000AD 123rf Steve Mayer
© Serienidee Alfred Bekker und Marten Munsonius
© dieser Ausgabe 2019 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.
Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.
Alle Rechte vorbehalten.
www.AlfredBekker.de
postmaster@alfredbekker.de
Folge auf Twitter:
https://twitter.com/BekkerAlfred
Zum Blog des Verlags geht es hier:
https://cassiopeia.press
Alles rund um Belletristik!
Sei informiert über Neuerscheinungen und Hintergründe!
Lieutenant Tarol Lorok eilte durch den verlassenen Korridor. Nur jede zweite Lampe war noch aktiv, manche flackerten lediglich, und er hatte eine kleine Taschenlampe an seinem Armbandkommunikator aktiviert, um genug sehen zu können.
Es roch verbrannt. Er stieg über einen Berg aus der Wand gebrochenen Technik-Segmenten. Eine Hand war dazwischen vage zu erkennen. Er ahnte, wem sie gehörte, doch es war bisher keine Zeit gewesen, den Toten zu bergen.
Auf einmal war ein alarmierendes Knarzen zu hören wie von langsam brechenden Metall. Die leeren Korridore des Raumschiffes JAX wirkten wie ein Klangkörper und verstärkten den Schall.
„Vana, was hat dieses Geräusch zu bedeuten?“, fragte Lieutenant Lorok in seinen Armbandkommunikator.
Er stand allein im Korridor, seine Gesprächspartnerin war das Schiff selbst. Die Künstliche Intelligenz des Schiffes brauchte lange, um zu antworten. Etwas zu lange für den Geschmack von Lieutenant Lorok, doch er wusste, dass er nichts daran ändern konnte. Mehrere Speicherbänke des Hauptcomputers waren zerstört worden und die Energie war knapp. Vana war so gut, wie sie aktuell sein konnte.
„Ich bin nicht sicher …“, kam die Antwort aus dem Kommunikator. Dieser hatte auch eine Funktion, direkt über einen Knopf im Ohr mit ihm zu sprechen, doch es war kaum jemand übrig, den sie beide mit ihrem Gespräch belästigen könnten.
Lieutenant Lorok seufzte.
„Gibt mir irgendwas, Vana. Haben sich irgendwelche Werte der Sensoren in den letzten Minuten drastisch geändert?“, präzisierte er seine Frage. Ihre Abstraktionsfähigkeit hatte sehr gelitten, rief er sich in Erinnerung. Sie war nunmehr kein Gesprächspartner, sondern eine brauchbare Spracheingabe, dachte er traurig und wusste dennoch, dass er ihr damit Unrecht tat. Ihre Leistung hatte gelitten, dennoch war sie noch immer zum Denken und Verarbeiten komplexer Prozesse fähig.
Erneut eine lange Pause. Wieder war ein kreischendes Geräusch zu hören, diesmal wirkte es auf den Lieutenant, als käme es aus einer anderen Region.
Die KI Vana besaß eine autarke Energiequelle, was Lieutenant Lorok schon wiederholt dazu gebracht hatte anzunehmen, dass Vana als Einzige überleben würde. Dadurch, dass sie vom beschädigten Hauptrechner abgetrennt wurde, hatte ihre Geschwindigkeit stark gelitten, dennoch noch immer erfüllte sie diverse regulierende Funktionen auf dem Schiff.
„Lieutenant Lorok, in Sektion drei gibt es einen ungewöhnlichen Temperaturanstieg, den das Kühlsystem nicht mehr lange kompensieren können wird. Sehen Sie sich das bitte einmal an.“
„Bin unterwegs“, erwiderte Lieutenant Lorok und wechselte in einen anderen Korridor. „Sag Torun Bescheid. Mir ist egal, was er gerade macht, bei einem Problem in Sektion drei brauche ich ihn!“
„Sofort, Lieutenant.“