Alice Pantermüller
Daniela Kohl

Mein Lotta-Leben

Das reinste Katzentheater

Weitere Bücher von Alice Pantermüller im Arena Verlag:

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Bendix Brodersen. Echte Helden haben immer einen Plan B

Die Reihe „Mein Lotta-Leben” ist auch als Hörbuch erhältlich.

Alice Pantermüller

wollte bereits während der Grundschulzeit „Buchschreiberin” oder Lehrerin werden. Nach einem Lehramtsstudium, einem Aufenthalt als Deutsche Fremdsprachenassistentin in Schottland und einer Ausbildung zur Buchhändlerin lebt sie heute mit ihrer Familie in der Lüneburger Heide. Bekannt wurde sie durch ihre Kinderbücher rund um „Bendix Brodersen” und die Erfolgsreihe „Mein Lotta-Leben“.

Daniela Kohl

verdiente sich schon als Kind ihr Pausenbrot mit kleinen Kritzeleien, die sie an ihre Klassenkameraden oder an Tanten und Opas verkaufte. Sie studierte an der FH München Kommunikationsdesign und arbeitet seit 2001 fröhlich als freie Illustratorin und Grafikerin. Mit Mann, Hund und Schildkröte lebt sie über den Dächern von München.

Alice Pantermüller

Das reinste Katzentheater

Illustriert von Daniela Kohl

Für Steffi

1. Auflage 2016

www.arena-verlag.de

eBook-Herstellung:
readbox publishing, Dortmund
www.readbox.net

MONTAG, DER 10. OKTOBER

 

Mann, war das heute ein langweiliger Tag!

Zuerst hat alles ganz normal angefangen, mit Schule und so. Aber nachmittags wurde es dann voll öde. Cheyenne sollte nämlich zu mir kommen, aber die ist einfach aufgetaucht. Und das, obwohl wir uns extra verabredet hatten, um auf dem Schulhof vom Kröte-Gymnasium zu gehen.

Ich hab an meinem Schreibtisch gesessen und Kästchen in meinem Matheheft angemalt und auf sie gewartet.

 

Ab halb vier hab ich gewartet und mir wurde immer langweiliger. Und als es dann halb fünf war, bin ich so langsam stinkig geworden!

Also, Gehört sich ja wohl echt für , oDer?

Ich bin aufgesprungen und runter in die Küche zum Telefon gelaufen. Allerdings wollte ich Cheyenne nicht anrufen, weil das ja wohl ihre Aufgabe ist, wenn sie sich einfach nicht meldet! Irgendwann hab ich dann aber doch angerufen. Und zwar weil es so schrecklich langweilig war zu warten. Und außerdem gibt der Klügere ja nach.

Danach war ich allerdings noch

Es ist nämlich rangegangen.

So, Cheyenne, das kannst du echt vergessen, dass ich noch mal anrufe!

Leider war mir danach immer noch so langweilig. Und weil ich dachte, dass Mama vielleicht da ist, bin ich ins Wohnzimmer gelaufen. Aber gleich hinter der Tür bin ich über gestolpert, unsere Schildkröte.

 

hat Mama gesagt, denn sie war wirklich im Wohnzimmer. Sie hat auf dem Sofa gesessen mit einer Tasse Tee in der Hand, aus der es total komisch gerochen hat. So indisch irgendwie.

 

Ich hab mich umgedreht, weil Heesters ganz komische Geräusche gemacht hat, und da hab ich gesehen, dass das gar nicht Heesters war, über den ich gestolpert bin. Sondern so ein Gerät, das ausgesehen hat wie ein CD-Spieler. Es ist über den Boden gerutscht und hat dabei vor sich hin gebrummt.

„Ja, da staunst du, nicht wahr, mein Schatz?“, hat Mama ganz gesagt.

Da hab ich ihr gesagt, dass ich lieber einen Kakao hätte.

 

Und sie hat gesagt, dass der in der Küche ist. Och Menno. Dabei war mir doch gerade viel mehr danach, dass Mama mir einen Kakao macht!

Deshalb hab ich ihr erzählt, dass Cheyenne nicht gekommen ist und wie furchtbar langweilig mir ist. Trotzdem hat Mama mir keinen Kakao gekocht. Stattdessen hatte sie nur lauter Ideen, was ich tun könnte:

Also, abgesehen vom Drachensteigenlassen fand ich ihre Ideen alle ziemlich blöD.

Und alleine einen Drachen steigen zu lassen, ist ja auch nicht so spannend.

 

hab ich Mama daher gefragt. Denn ich dachte, wenn schon Cheyenne nicht auftaucht, kann ich wenigstens was mit meinen Brüdern machen.

 

Aber Mama hat gesagt, dass sie beim Musikunterricht sind. Jakob lernt nämlich Posaune und Simon Schlagzeug. Und weil sie darin genauso schlecht sind wie ich im Flötespielen, ist das eine große qual für die ganze Familie.

Trotzdem will Mama immer, dass wir ganz viel üben. So wie jetzt zum Beispiel.

hat sie gesagt und an ihrem Tee genippt.

Oh Mann, Mama! So langsam solltest du aber wissen, dass man auf meiner Flöte Menuett von Mozart spielen kann! Und ich schon gar nicht schließlich bin ich die schlechteste Blockflötespielerin der Welt!

Meine indische Blockflöte eignet sich nur zum Schlangenbeschwören.

Außerdem kann man damit auch noch ein paar

Aber bevor ich ihr das sagen konnte, kam der Staubsauger-Roboter genau auf mich zugeglitten. Ich wollte sehen, was er macht, wenn ich nicht weggehe. Erst ist er stehen geblieben und dann hat er an meinem Bein geschnüffelt wie ein Hund. Zum Schluss ist er eine Kurve um mich rumgefahren.

Da bin ich wieder in mein Zimmer gegangen und hab das Telefon mitgenommen.
Bloß, falls Cheyenne doch noch anruft.

Oh Mann, wo steckte bloß?
War sie vielleicht

Und dann hatte ich mit einem Mal voll die gute Idee!

 

Ich könnte ja das Telefon einfach mal beschwören, damit es endlich klingelte! Genau! Ich bin aufgesprungen, um meine Blockflöte zu holen.

 

Aber: Die war nicht da. Sie war einfach verschwunden! Das war sie doch noch nie — im Gegenteil, bis jetzt ist sie immer zu mir zurückgekommen, wenn ich versucht hab, sie loszuwerden.

Ich hab in meinem ganzen Zimmer gesucht. Sogar nach ihr gerufen hab ich und gepfiffen, weil ich dachte, dann antwortet sie vielleicht. Bei so einer indischen Blockflöte weiß man ja nie.

Aber sie war weg! Einfach futsch!

Und da hab ich angefangen, im ganzen Haus zu suchen. Ich hab überall geguckt, wirklich überall. Im Zimmer von meinen Brüdern hab ich besonders lange gesucht, weil die ja immer verdächtig andere Sachen