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Südafrika Kochbuch: 100 traditionelle Rezepte aus der südafrikanischen Küche von der Vorspeise bis zum Dessert – Inklusive Tipps zum Einkauf sowie vegane Rezepte Copyright © 2021 Simple Cookbooks
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Herzlich willkommen zu diesem Kochbuch! Hierbei handelt es sich nicht nur um ein Rezeptbuch wie jedes andere, sondern Sie erlangen hier einen Einblick in die vielfältige südafrikanische Küche. Ihnen werden die unterschiedlichsten Rezepte vorgestellt, die Sie zum Frühstück, zum Dinner oder zum Dessert zubereiten können. Außerdem können Sie auch als Vegetarier oder Veganer in diesem Buch fündig werden! Wenn Sie ein Neuling in der südafrikanischen Gourmetwelt sind, keine Sorge: Zuerst einmal wird erklärt, was die südafrikanische Küche ausmacht, welche Lebensmittel Sie benötigen und wo Sie diese am besten herbekommen.
Die Küche eines Landes spiegelt die Seele seiner Einwohner wider. Da Südafrika ein abwechslungsreiches Land mit einer spannenden Geschichte ist, können Sie sich ebenso auf eine bunt gemischte Küche freuen. Die Rezepte sind leicht zuzubereiten, sodass Sie sogleich einsteigen und kreativ werden können. Haben Sie Spaß und genießen Sie die südafrikanische Küche!
Guten Appetit!
Südafrikanische Küche ist nicht gleich südafrikanische Küche. Das Land ist aufgeteilt in viele unterschiedliche Provinzen, die alle ihre eigene ethnische Zusammensetzung haben. In einem Teil des Landes überwiegt der europäische Einfluss auf die Rezepte, in einem anderen Teil gibt es indische Elemente auf Grund der vielen indischen Einwanderer. Dies ist zum Beispiel in der Provinz KwaZulu-Natal der Fall. Im Westkap des Landes lassen sich einige malaiische Gerichte finden, während in Gauteng (die Provinz, die auch die bekannte Stadt Johannisburg beinhaltet) der Einfluss der europäischstämmigen Einwohner überwiegt. Somit unterscheidet sich die südafrikanische Küche fast gänzlich mit allen anderen Küchen des afrikanischen Kontinents.
Eine wichtige Zutat in Südafrika ist Fleisch. Besonders das Lammfleisch findet häufig Verwendung, aber auch Rind- und Wildfleisch sind weit verbreitet. Rindfleisch wird oft als Biltong verkauft. Dies ist getrocknetes Rindfleisch, welches mit Zucker, Essig, Salz und Gewürzen eingerieben wurden. Ein passendes Rezept dazu finden Sie auch in diesem Buch. Das Rindfleisch wurde so im heißen südafrikanischen Sommer haltbarer gemacht. Im Gegensatz zu Deutschland wird nur selten Schweinefleisch verarbeitet. Wenn man über die südafrikanische Küche redet, kommt man nicht am Gebrauch des Geflügelfleischs vorbei. Der südafrikanische Strauß ist im Inland sehr beliebt und häufig verwendet und ist zudem ein echter Exportschlager. Wenn Sie einmal die Chance haben sollten, nach Südafrika zu reisen, sollten Sie es nicht verpassen, Straußenfleisch zu essen! In teureren Restaurants wird durchaus auch einmal Kudu, Zebra oder Krokodil angeboten. Diese Gerichte sollten Sie jedoch den Profis überlassen und, wenn Sie das möchten, am besten vor Ort verspeisen.
Zudem wird viel Huhn verspeist. Obwohl Südafrika eine lange Küstenlinie hat, ist Fisch bei Einheimischen wenig populär. Nur in den großen Städten mit vielen Touristen werden größere Mengen Fisch gegessen.
Zudem verspeisen Einwohner der indigenen Bevölkerung auch aus religiösen Gründen Fisch.
Gemüse wird seltener als Beilage zu Hauptspeisen gereicht, sondern ist meist Bestandteil der Gerichte selbst. Zwiebel, Bohnen, Kürbis, Mais und Karotten sind in Europa wie in Südafrika gleichermaßen beliebt. Besonders der Mais ist wichtig für südafrikanische Gerichte. Dieser wird zu einem traditionellen Brei (Mielie Pap) verarbeitet, der zu vielen Speisen gereicht wird. Eine südafrikanische Spezialität ist die Waterblommetjie („Afrikanische Wasserähre“). Der intensive Geschmack der Blüten der Pflanzen kann man frisch in den Winter- und frühen Frühlingsmonaten genießen, oder in Dosen verpackt das ganze Jahr über. Die Pflanze ist häufig Bestandteil von Eintöpfen und Suppen.
Zwar gilt Südafrika als ein großes Obstanbauland, doch wird dieses Obst überwiegend exportiert. Somit sind sie kaum in Hauptspeisen oder in Desserts verarbeitet. Die Süßspeisen in Südafrika sind meist stark gesüßt und liegen durchaus einmal schwerer im Magen. Leichte, frische Desserts sind seltener. Typisch für südafrikanische Süßspeisen sind beispielsweise Malva Pudding, Koeksisters (ein frittiertes Gebäck, zu einem Zopf geflochten) oder Trifle – die britische Süßspeise, die den Einfluss der Einwanderer auf die südafrikanische Küche belegt.
Die südafrikanische Küche verwendet viele verschiedene Gewürze und sorgt für starke, großzügig gewürzte Speisen. Die Hauptbestandteile der südafrikanischen Gewürzmischungen sind Zimt, Kardamom, Chili, Ingwer, Nelken und Koriander.
Aber was trinkt man zum Essen? Eigentlich alles, was man auch in Europa zum Essen reichen kann. Allerdings wird sehr viel häufiger Rooibos-Tee getrunken. Als alkoholische Getränke sind außerdem Weißwein aus eigenem Anbau, verschiedene Biersorten oder auch das ein oder andere Cocktail beliebt.
Die Restaurantkultur in Südafrika ist genauso vielfältig wie die Küche selbst. So finden sich Restaurants für Familien neben Gourmetküchen und eine ausgeprägte Streetfood-Kultur, die es auf jeden Fall einmal zu entdecken gilt. In touristischen Regionen bekommt man in bestimmten Restaurants fast alle europäischen Gerichte. Es lohnt sich jedoch auch einmal, die südafrikanische Küche in Restaurants, die einheimische Rezepte zubereitet, zu genießen.