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© 2021 Kuchenuwe

Herstellung und Verlag:

BoD – Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN: 9783755747079

Meine Autobiografie ist nur eine kurze Beschreibung meiner eigenen Lebensgeschichte oder einzelner Abschnitte daraus von 1973 bis einschließlich 1987. „Ich, der Autor, mache mich zur Hauptperson, wenn ich erzähle!“ Dennoch jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder realen Personen wäre rein zufällig, aber inspiriert von wahren Begebenheiten!

Also eine Lebensbeschreibung oder Lebenserinnerungen.

Meine teilweise irrwitzige Lebensgeschichte, die den faszinierenden Kosmos der 70er und 80er-Jahre eröffnet, entführt euch auf einen faszinierenden Hippie Roadtrip quer durch Europa, Marokko, Griechenland, Türkei, Iran, Afghanistan, Pakistan, Indien, Sri Lanka, Nepal, Thailand und Bali bis hin nach Australien.

Mein schicksalhafter Roadtrip auf dem Hippie Trail Richtung Indien ist nicht nur für Reisefans!

Ich persönlich hatte nie im Leben daran gedacht, einmal meine Lebensgeschichte aufzuschreiben.

Wieso ich jetzt diese Autobiografie schreibe?

Das kam durch meine Stammkunden am Komos-Beach auf Kreta! Viele meiner Kunden, denen ich mittlerweile seit über 20 Jahren zur Mittagszeit einen Kaffee oder Kuchen servierte am Strand, erzählte ich Geschichten aus meinem Leben.

Da ich aber nicht so viel Zeit hatte, jedem mein ganzes Leben am Strand zu erzählen, sagten viele Kunden zu mir:

»Kuchenuwe schreib doch mal ein Buch!«

Das habe ich jetzt in Angriff genommen, da ich dieses Frühjahr leider nicht nach Kreta konnte wegen Covid-19.

Ich bitte Euch meine Schreib – und Grammatikfehler einfach zu ignorieren, oder wenn ihr Fehler findet, sagt mir Bescheid!

Vorweg noch eine kurze Erklärung zu Allen, meinem treuen Traveller-Gefährten auf dem Hippie Trail.

Im Englischen ist es ein Familienname, der vom Vornamen Alan abgeleitet wurde, also ist der männliche Vorname Allen auch eine Ableitung von Alan, welcher vom schottischen Wort „aluinn" abstammt, was „gutaussehend“ und „stattlich“ bedeutet.

In meinem Buch habe ich zur weiteren Information einige Internet Links eingefügt, von Videos und Texten, die sollte man sich zusätzlich noch anschauen!

INHALTSVERZEICHNIS

Prolog Interview:

»Kuchen-Uwe« – Aus dem Ruhrpott ins Hippieparadies Matala

Über den Autor:

»Kuchen-Uwe« ist Baujahr 10. Dezember 1955. Er kommt aus Moers, sozusagen die andere Seite von Duisburg, die schönere Seite linksrheinisch, wie er immer so schön sagt.

Nach Beendigung der Hauptschule im August 1970 machte er als Erstes eine Bergmannsausbildung, da war er noch keine 15 Jahre alt, für ein ganzes Jahr. Gleich danach, im August 1971 startete er dort seine Lehre als Starkstrom Elektriker bei der Ruhrkohle AG Rheinpreußen, für nochmals dreieinhalb Jahre.

Er malochte anschließend 23 Monate nach der Lehre als Starkstrom Elektriker Geselle unter Tage in einer Ruhrpott-Zeche auf der Schachtanlage Pattberg ein Steinkohlen-Bergwerk in Kamp-Lintfort.

Seine Drogenexperimente fingen schon in der Lehre an, als die Hippiebewegung zur Massenkultur wurde.

Die Hippiebewegung zielte es auf freie Liebe, Frieden statt Krieg und den Konsum bewusstseinserweiternder Drogen (vorwiegend, LSD und Marihuana) ab. Sowie die Abkehr von als beengend empfundenen bürgerlichen Normen in sexueller, moralischer und sozialer Hinsicht.

Nach seinen Angaben nahm er zwar Haschisch und LSD, trank aber gelegentlich auch Alkohol. Er war aber nie süchtig und insbesondere nie ein Heroin Junkie gewesen, weil er diese Droge schon immer verachtet habe. Da er sehr früh schon mitbekam, dass einige von seinen Bekannten ruckzuck an der Nadel hingen und davon schließlich nicht mehr loskamen.

Er habe die Rauschmittel damals aus einer Kombination von Neugierde, Naivität und Abenteuerlust genommen.

Interview: Wie fing das an bei Dir mit der Reiselust?

Juli 1973

Mein allererster Trip im Sommer 1973, war mit einem befreundeten Arbeitskumpel Kalle, wir hatten vier Wochen Urlaub genommen im zweiten Lehrjahr, da sind wir beide zum ersten Mal getrampt bis nach Jugoslawien. Ich hatte gerade sechs Monate, bevor ich 18 wurde, einen nagelneuen BMW 1602 mit Doppelscheinwerfer geerbt von meinem Opa, der plötzlich an Lungenkrebs gestorben war. Den Führerschein habe ich dann sofort gemacht und als ich 18 wurde, konnte ich auch schon gleich losdüsen. Aber noch nicht in diesem Sommer, da war ich noch keine 18, man erlangte auch zu der damaligen Zeit erst mit 21 Jahren die Volljährigkeit. Somit bin ich einfach heimlich abgehauen, als meine Eltern auch im Urlaub waren und davon nichts mitbekamen, weil trampen durfte ich auch nicht, das wäre viel zu gefährlich, meinten sie!

Von Duisburg, Wedau Autobahnauffahrt bis nach Zagreb Jugoslawien sind wir per Anhalter mitgenommen worden, weiter aber auch nicht. In Zagreb haben wir beide das erste Mal im Leben das Mittelmeer gesehen. Dort sind wir vor Freude als Erstes von so einer alten Hafenkaimauer ins Meer gesprungen und ich habe einen kräftigen Schluck öliges Salzwasser von den Schiffen geschluckt, die dort vor Anker lagen. Von Zagreb fuhren wir weiter mit dem Zug nach Split, weil kein einziges Auto mehr anhielt an dem Tag. Nachts im Zug habe ich nur noch gekotzt von dem Meerwasser mit dem Dieselöl. Als wir in Split ankamen, sind wir auf einen großen Campingplatz direkt ans Meer. Dort bekam ich meinen ersten Sonnenbrand, als wir beide High Noon auf einem LSD Trip am Strand lagen, den hatten wir uns spaßeshalber eingeworfen.

Früher hatte man die Dinger geschluckt wie bunte Smarties.

Die Schienbeine hatte ich mir so was von verkokelt, wirklich grausam. Auf dem Trip hatte ich gar nicht mitbekommen, wie heiß hier die Sonne auf uns niederbrannte. Ab da war Sonnenbaden für mich gelaufen. Nach zwei Wochen Split sind wir die ganze Strecke wieder zurück getrampt, aber erst einmal Richtung Amsterdam für ein paar Tage, um dort etwas Marihuana einzukaufen. Wir hatten schon viel von dem Melkweg gehört, das ist ein Multimedia-Zentrum für Rock-, Jazz-, Blues-Musik sowie für Theater und Tanz, und man bekam dort Haschisch frei verkäuflich am Erdnuss-Stand.

Dann, am 10. Dezember, war es so weit, als ich 18 wurde und ein Jahr vor meiner Starkstromelektriker Gesellenprüfung stand, da durfte ich endlich mit meinem eigenen BMW fahren. Das kam genau Right in time, da ich drei Monate unter Tage Arbeiten musste auf einer anderen Schachtanlage.

Das war super, ab sofort nicht mehr mit dem Bus morgens früh zur Arbeit. Jetzt konnte ich auch meine Arbeitskumpels von zu Hause abholen, nur die besten Freunde, die auf dem Weg zur Arbeit lagen und dann haben wir uns erst mal kräftig um fünf Uhr früh eine Tüte oder Shillum im Auto durchgezogen, mit rockigem Sound auf dem Rekorder, der Non Stopp lief und das alles noch bevor man die Stempelkarte gedrückt hatte. Und ein Jahr später als ich zur Bundeswehr musste, konnte ich auch mit dem Auto fahren, das war schon Goldwert. Anstelle wie die anderen armen Bundeswehrsoldaten, die keinen Pfennig Geld in der Tasche hatten und mit dem Zug nur einmal im Monat umsonst nach Hause fahren konnten, denn mehr Freifahrkarten gab es nicht vom Bund. Da konnte ich jedes Wochenende nach Haus fahren und noch Kumpels mitnehmen. Ich hatte damals schon etwas Geld auf die Seite gelegt, was ich mit meinem Freund Gerd in den Jahren zuvor auf der Straße und unter Tage als Geselle schwer verdient hatte, noch bevor ich eingezogen wurde.

August 1974

Nun mein zweiter Trip, Sommerurlaub 1974, da brauchte ich nicht mehr Trampen. Es war so weit, ich fuhr zum ersten Mal im Leben mit dem eigenen Auto in Urlaub, zusammen mit meinem besten Arbeitskumpel Gerd. Aber jetzt mit viel mehr Luxus, mit einer fetten Stereoanlage im Auto, das war wie „Stairway To Heaven“, wir waren stolz wie Led Zeppelin.

Von Moers fuhren wir über Österreich Richtung Jugoslawien, da haben wir als Erstes die Oma von meinem Kumpel Gerd an der rumänischen Grenze besucht. Die Oma hatte eine Nachbarin, mit einer jungen Tochter Elfi, die wir nett fanden und mit der wir einiges unternommen haben, da sie perfekt Deutsch sprach und sich sehr gut auskannte in der Gegend.

Die haben wir immer mitgenommen, sie zeigte uns die ganze Umgebung und wo man Nacktbaden konnte am See. Einen Freund hatte sie auch, den haben wir eines Nachmittags besucht und mit ihm zusammen einen LSD-Trip eingeworfen, weil er ganz scharf darauf war, LSD einmal auszuprobieren.

Mit dem Freund wurde es in der Nacht richtig problematisch, er hatte zuvor noch nie LSD geschluckt. Der stellte sich jetzt plötzlich vor, er wäre ein Vogel und wollte aus dem Fenster springen. Und das aus dem dritten Stock, um davonzufliegen.

Er fing schon an zu piepsen, der dachte jetzt, er könnte wirklich davonfliegen, so was kann einem durchaus passieren auf LSD. Diese LSD-Trips, die wir uns mitgenommen hatten, waren gar nicht mal so stark dosiert. Trotzdem mussten wir ihn zweimal von der Fensterbank herunterholen und die ganze Nacht über acht Stunden auf ihn aufpassen, bis er wieder runterkam von seinem Trip und von der Fensterbank.

Ich hatte früher auf meinen ersten LSD-Trips auch schon mal so was Heftiges erlebt. Da sackte ich mit meinem rechten Fuß immer wieder in den Bürgersteig ein wie ins weiche Moor und ich musste den Fuß mit beiden Händen nach jedem Schritt wieder herausziehen und gleichzeitig hatte ich im anderen Fuß einen Krampf, den ich nur noch hinterherschleifen konnte. Da war kein Vorwärtskommen mehr. Wenn ich alleine gewesen wäre, würde ich vielleicht heute noch feststecken. Zum Glück waren wir zu dritt und meine Kumpels riefen: „Uwe, wo bleibst Du denn, mach doch keinen Quatsch“ und zack, da war ich wieder klar im Kopf.

„Hier ein Link, Zauberpilze Vs. LSD!“

https://www.zamnesia.com/de/blog-zauberpilze-vslsd-n2362

Ein paar Tage später, als wir wieder einmal mit Elfi im Auto unterwegs waren, hatte ich dann meinen ersten schweren Autounfall. Wir sind mit sehr hoher Geschwindigkeit in einer S-Kurve auf nasser Landstraße, wo ein Trecker noch zusätzlich Schlamm vom Acker verteilt hatte, voll ins Schleudern gekommen. Dabei haben wir uns zweimal um die eigene Achse gedreht und rutschten von der Straße ab in einen Wassergraben. Glücklicherweise ist uns nix passiert, außer ein paar blaue Flecken. Mein Freund Gerd hatte eine leichte Gehirnerschütterung, da er mit dem Kopf seitlich auf mein Lenkrad geschlagen ist. Elfi hatte den rechten Arm total blau, weil wir noch einen dicken alten Jugoslawen beim Trampen mitgenommen hatten, der auch hinten saß, und der ist voll auf unsere zierliche Elfi gefallen. Sicherheitsgurte gab es ja zu der Zeit noch nicht in dem Auto. Der BMW lag jetzt auf der Seite im Graben, die Beifahrertüre ging nur nach oben auf, zuerst musste mein Kumpel Gerd rausklettern, danach ich.

Anschließend mussten wir den dicken 95 Kilo Opa hochhieven von der Rückbank, was nicht so einfach war bei einem Zweitürer, wo man den Beifahrersitz erst noch nach vorne klappen musste. Der Opa lag auf Elfi und die bekam schon keine Luft mehr, total eingeklemmt war die Kleine. Wir hatten überall Blutegel an den Beinen, als wir aus dem schlammigen Wassergraben rausgekrochen kamen. Der BMW hatte den rechten Kotflügel plattgedrückt, den wir aber provisorisch ausbeulen konnten, nachdem uns ein Lkw aus dem Graben gezogen hatte. Von da an ging es ein paar Tage später mit Beule im Kotflügel weiter, auf dem Autoput nach Belgrad. Der Freund von Elfi warnte uns noch vor, dass auf dem Autoput russisches Roulette gespielt wird, seit allerneuesten eine Modeerscheinung. Ein potenziell tödliches Glücksspiel, das mit einem Auto gespielt wird. Auf dem Autoput hat derjenige die Vorfahrt, der sich auf der Bahn befindet. Aber auf dem Autoput in Jugoslawien ist es nicht wie in Deutschland auf der Autobahn, wo es Auffahrten und Abfahrten gibt, hier kann man von der rechten Seite und der linken Seite quer über den Autoput fahren. Es wird so gespielt, ein Fahrer sitzt in seinem Wagen und kann nicht einsehen, was von rechts oder links auf dem Autoput daherkommt, er gibt einfach Vollgas und rast quer über die Autobahn rüber, das war‘s! Also absolut tödlich auch für denjenigen, der sich auf dem Autoput befindet. Somit waren wir immer auf der ganzen Strecke sehr wachsam an Überfahrten und Kreuzungen. Heil angekommen in Thessaloniki fuhren wir weiter nach Thassos, eine sehr schöne, grün bewaldete Insel im Nordosten Griechenlands.

Eine Woche später fuhren wir schließlich nach Istanbul, der Großstadtverkehr war uns gleich von Anfang an zu stressig.

Da habe ich mir doch gleich am ersten Tag mitten in der City den Benzintank aufgeschlagen, weil ein Stadtbus vor mir fuhr und mir die Übersicht auf die Straßenoberfläche versperrte.

Wir hatten gerade den Wagen vollgetankt und sind voll in ein Schlagloch reingefahren, dass es nur so rumste und dabei riss uns die Ablassschraube vom Benzintank ab und das mitten in der Stadt zur Hauptverkehrszeit. Was eine Action, jetzt lief uns doch glatt das ganze Superbenzin aus, und der Tank war bis obenhin voll. Wir mussten sofort rechts ranfahren und nix wie raus aus dem Auto. Dass wir nicht in die Luft geflogen sind, war alles. Zumal die neugierigen Fußgänger hier fast alle am Rauchen waren und die immer näher an unser Auto herantraten, nur um den schicken BMW zu bewundern. Mein Freund Gerd hat einem Türken, der zu nahekam, die Zigarette aus dem Mund genommen und weit weggeschmissen. Da gab es fast eine Schlägerei, der Kerl hatte die Benzinlache nicht gesehen, wo wir mitten drin standen! Nach der aufwendigen Reparatur, die mehrere Stunden dauerte, habe ich mir noch eine Meerschaumpfeife auf einem Basar gekauft, die ich heute noch besitze! Anschließend sind wir sofort wieder raus aus der Stadt und Richtung Athen gefahren und mit dem Schiff nach Mykonos rüber, endlich mal Urlaub machen. Dort, an dem herrlichen Paradies Beach hatte ich dann meine erste Begegnung mit Seeigel-Stachel, da hatte ich einen ganzen Nachmittag Freude dran, diese Stacheln aus meinen Füßen zu pulen. Man gab uns einen Tipp, links vom Strand über den Berg liegt er Superparadies Beach ohne Seeigel im Meer. Als wir dort ankamen, sahen wir nur Männer am Strand liegen, soweit das Auge reichte und nicht eine einzige Frau. Als wir so den Strand entlangliefen, haben die uns hinterhergepfiffen.

Dann bekamen wir zufällig mit, wie zwei Jungs sich gegenseitig einen am Blasen waren, da war uns klar, wo wir hier waren. Superparadies Beach war dann doch nicht so das Richtige für uns, also wieder zurück zu den Seeigeln, die stechen einem nur in die Füße. In der Disco von Mykonos, da waren wieder nur Männer und nicht eine Frau. Gerd und ich, wir sind dort Hand in Hand auf die Toilette gegangen, damit das so aussah, als wären wir auch ein Liebespaar. Als wir schließlich wieder nach 5 Wochen aus dem Urlaub zu Hause ankamen, lag doch tatsächlich der Einberufungsbefehl für Oktober 1975 bei mir auf dem Tisch, wo ich nun mal gar nicht mitgerechnet hatte. Den Wehrdienst habe ich dann natürlich sofort schriftlich verweigert, weil auf Krieg spielen, hatte ich jetzt gar keinen Bock drauf. Gerd und ich, wir hatten uns nämlich vorgenommen, eine Technikerschule zu besuchen, das viel jetzt für mich flach durch diese Bundeswehrstory!

Jetzt kamen wir um eine Woche verspätet wieder zur Arbeit.

Weil wir den verbeulten BMW in Split Jugoslawien hatten reparieren lassen, das kam mir viel billiger, als wenn ich den Wagen in Deutschland hätte machen lassen. Da haben wir auf der Arbeit dem Chef erzählt, dass wir einen schweren Autounfall hatten! Somit hatten wir noch eine Woche länger unbezahlten Urlaub in Split rausgeschlagen, was richtig klasse war, denn in Split waren auch wieder Frauen in der Disco.

Uwe, was hat Dich dann in den sonnigen Süden Kretas verschlagen?

Das ist eine ganz eigene Geschichte, wie ich zum ersten Mal nach Kreta kam, die möchte ich Euch jetzt noch kurz erzählen!

November 1975

Also meine erste Kriegsdienstverweigerung vor dem Duisburger Landgericht war nicht erfolgreich. Die zweite Gerichtsverhandlung hatte ich, da war ich allerdings schon bei der Bundeswehr eingezogen worden und in der 6-wöchigen Grundausbildung im Fliegerhorst Diepholz bei Bremen, als Flieger Sperling! Was an sich schon ein Witz war, dass ich mich so melden musste. Mit meinem Anfangsbuchstaben „S“ war ich auch noch der Letzte in der Kompanie Reihe und der Letzte musste das 15 Kilo schwere Maschinengewehr tragen und noch zusätzlich zwei Munitionskisten. Dabei war vorne der Erste in der Kompanie Reihe mit „A“ dreimal so breit und groß wie ich. „Wie wollen wir so einen Krieg gewinnen?“ Das habe ich den Kompaniechef gefragt. Der hatte keine Antwort darauf. Ich sagte darauf zu ihm: „Vielleicht wie in Vietnam, mit LSD, davon habe ich zufällig noch was in meinem Auto rumfliegen!“ Irgendwie musste man ja nebenbei noch Geld verdienen und beim Bund erst recht, also habe ich die Jungs in der Kaserne gut versorgt. Nach der 6-wöchigen Grundausbildung habe ich als einziger von tausend Soldaten das Gelöbnis auf Vaterland und Treue verweigert, weil mir ja noch die zweite Gerichtsverhandlung bevorstand. Ich hatte noch versucht, meine drei Zimmergenossen zu überreden, auch nicht den Eid abzulegen. Das nannte sich kurzum Wehrkraftzersetzung und war überaus strafbar. Die armen Schweine brauchten aber dringend die paar Kröten mehr im Monat, die es dafür gab, dass man den Eid ablegte. Und natürlich haben alle schön brav den Eid abgelegt für 25,- Mark mehr im Monat, das grenzte doch schon an Bestechung.

Die Vereidigung nach der 6-wöchigen Grundausbildung stand jetzt an und wurde in einer großen Parade abgehalten.

Alle marschierten in Uniform und Stahlhelm und mit dem Gewehr über der Schulter, im Gleichschritt hinter der Musikkapelle her, nur ich saß als einziger in meiner Bude und lass Hermann Hesse «Steppenwolf». Das half mir aber jetzt bei der zweiten Gerichtsverhandlung auch nicht weiter, dass ich den Eid verweigert hatte! Der Richter und die ganze eingeschworene Nazi-Bande im Gerichtssaal meinten doch tatsächlich, ich wäre zum Killer geboren, ich müsste die vollen 15 Monate Wehrdienst ableisten. Hätte mir damals Ulrike Meinhof eine Granate in die Hand gedrückt, ich hätte den Laden gesprengt. Die dritte Verhandlung wäre jetzt öffentlich gewesen, vielleicht sogar ohne Nazis auf der Richterbank, wer weiß das schon, aber die Kosten hätte ich selber tragen müssen, falls ich wieder nicht durchgekommen wäre. Das habe ich mir nicht zugetraut, auch noch die Gerichtskosten zu blechen. Ich habe es etwas später noch einmal versucht und habe auf täglichen Drogenkonsum plädiert, da ich erfahren hatte, dass nur Hamburgs oberster Bundeswehr-Psychiater mich ausmustern kann. Das kam jetzt rein zufällig! Schon in der Lehre verdiente man nicht so viel Geld und später als Geselle unter Tage ja auch nicht gerade übermäßig viel!

Damit man sich auch mal etwas mehr leisten konnte, habe ich mit meinem Freund Gerd angefangen, so nach Feierabend nebenbei öfters mal in Arnheim, im Coffeeshop ein halbes Kilo Hasch einzukaufen und LSD. In Holland war Hasch um einiges billiger, das haben wir in kleine 3 Gramm Portionen verpackt und verkauft, zum Beispiel auf dem Free-Jazz-Festival in Moers und natürlich auch privat. Das lief jetzt schon einige Jahre hervorragend, bis schließlich so ein Arsch mich in meiner Stammdisco bei der Wirtin anschwärzte. Ich wusste wirklich nicht, warum der Kerl das getan hatte, der Wirtin zu sagen, dass ich in ihrer Disco Hasch verkaufe. Einen Tag zuvor hatte ich seinem Kumpel 3 Gramm verkauft, für 10,- Mark, natürlich draußen vor der Türe, was die beiden sich dann geteilt hatten, jeder 1,5 Gramm für einen Fünfer.

Der Kumpel hat sein Dope geraucht und der Blödmann legt die 1,5 Gramm der Wirtin auf den Tresen. Klar, daraufhin musste sie die Polizei verständigen und meinen Namen angeben. Ich bekam ein paar Tage später einen Brief von der Polizei. Verstoß gegen das Betäubungsmittel Gesetz, mit Termin für eine Verhandlung im Moerser Landgericht. Den Brief musste ich beim Oberstleutnant von meiner Kaserne vorlegen, damit ich den Tag freibekomme. Das fing schon schräg an, ich komme in sein Büro und mache Meldung: „Flieger Sperling meldet sich zur Stelle!“ Da schreit der mich doch von seinem Schreibtisch aus an: „Wir sind hier jetzt bei den Kanonieren und nicht mehr in einer Fliegerkaserne, melden sie sich gefälligst anständig!“ Nach sechs Wochen Grundausbildung in einer Fliegerkaserne konnte ich mir den Titel Flieger nicht mehr abgewöhnen, zumal ich in der Grundschule der Start Läufer im 4-mal-100-Meter-Staffellauf war, und das über mehrere Jahre hinweg. Und alle Jungs auf der Schule mich damals schon Flieger nannten, weil ich der schnellste auf hundert Meter in ganz NRW war und das ohne Doping. Schon alleine meines Nachnamens wegen fand ich den Spitznamen Flieger viel besser, als wenn sie mich alle Spätzchen gerufen hätten. Ich musste jetzt noch mal raus und kam dann wieder rein und sagte laut und deutlich: „Kanonier Flieger Sperling meldet sich zur Stelle!“ Daraufhin wäre dem fast sein Gebiss aus dem Oberkiefer gefallen!

Da fragt der Oberst mich erbost, sodass er sich fast dabei verschluckt hätte: „Sie nehmen Drogen zu sich, haben sie jetzt was dabei?“ Das waren zwei Fragen gleichzeitig. Worauf ich antwortete: „Ja klar täglich, sonst hält man das ja nicht aus hier ohne Drogen, aber dabei habe ich jetzt nichts!“ Der sagte daraufhin noch völlig entrüstet, ich solle die Drogen bloß nicht mit in die Kaserne bringen. Ich erwiderte: „Nee ist schon klar, die habe ich draußen vorm Tor gut versteckt!“ Daraufhin hat er mir doch tatsächlich einen Termin beim Bundeswehr Psychiater eingeräumt, der dachte jetzt wohl, ich wäre total durchgeknallt. Eine Woche später hatte ich den Termin beim Psychiater und bin nach Hamburg gefahren. Die Nacht davor habe ich durchgemacht mit der jungen blonden Heidi, die hatte ich erst kurz vorher in einer Disco kennengelernt und die wohnte in einer Kommune, da konnte ich jetzt immer übernachten, anstatt in der Kaserne. Wir haben die ganze Nacht nicht gepennt und zusammen Whisky getrunken und eine Schachtel „Roth-Händle“ mit meinem Dope geraucht.

Mein Plan war, total stoned dort einzumarschieren, sodass der Psychiater mich wehrdienstuntauglich schreibt. Am darauffolgenden Tag, als ich mit dem Zug in Hamburg ankam, habe ich mich kurz vor der Kaserne unter einer Brücke untergestellt, da es plötzlich so kräftig anfing zu regnen, und mir noch schnell einen fetten Joint durchgezogen.

Danach bin ich stramm wie eine Haubitze in dieses besagte Bundeswehrkrankenhaus einmarschiert. Da war zu meinem großen Glück gerade Mittagspause, ich hatte nämlich so einen ausgetrockneten Hals von der Tüte mit Hasch, dass ich in der Kantine erst mal einen halben Liter Bier trinken musste, damit ich wieder einigermaßen sprechen konnte.

Anschließend, als die Pause zu Ende war, ging ich gut angetörnt ins Wartezimmer von der Psychiatrie Abteilung.

Ich sitze da so völlig müde und total stoned rum und warte.

Im Allgemeinen sind die Sativas Hasch Sorten immer diejenigen, die mich energievoll und kreativ, also "high" fühlen lassen! Während Indicas Sorten dieses angenehme und entspannte Gefühl bewirken, dass man "stoned" nennt!

Die meisten Freaks, die ich kenne, genießen beide Wirkungen von Cannabis! Wenn man sich also high und stoned zugleich fühlt! Ich denke, ich hatte irgendeine von den Indica- Hasch Sorten aus Zentralasien und dem indischen Subkontinent – Libanon, Afghanistan, Pakistan, nördliches Indien, Tibet und Nepal erwischt. Jetzt war ich komplett stoned und müde und wäre fast eingeschlafen, da kommt doch plötzlich ein Typ ins Wartezimmer rein geschlurft im Bundeswehrschlafanzug.

Ich denk mir so, frag den jetzt mal, warum der hier ist.

Da sagt der Typ zu mir: „Ja wegen Drogen, und er müsse jetzt hier im Krankenhaus bleiben, 15 Monate in der geschlossenen psychiatrischen Abteilung!“

Augenblicklich in diesem Moment, als ich das hörte, da war ich so was von nüchtern. Jetzt war ich plötzlich mehr high als stoned wie nie zuvor in meiner ganzen Drogenlaufbahn. Als ich dann endlich zum Psychiater reingerufen wurde, war das Erste, was der mich fragte: „Haben sie Selbstmordgedanken?“

Ich schaute den verdutzt an und erwiderte spontan: „Nein, wo denken sie hin, bevor ich mich umbringe, pisse ich doch eher die Fahne an!“ Das war’s, ich konnte gehen. Der hatte nicht mehr eine einzige Frage, ich habe so schnell gemacht wie möglich aus diesem Gebäude wieder herauszukommen, bevor der sich das noch anders überlegen sollte. Ein Monat später wurde ich dann zum Oberstleutnant gerufen, der Befund war angekommen von diesem Psychiater, ich könnte in Heimatnähe verlegt werden nach Haltern am See.

Das habe ich sofort rigoros abgelehnt, ich sagte zu ihm: „Entweder ganz oder gar nicht, da bleib ich doch lieber hier!“

Ich hatte mittlerweile in der Kaserne schon lauter klasse Kumpels gefunden und die meisten waren meine Kunden.

Was sollte ich denn in Haltern am See? In der Stammkneipe von Diepholz hatte ich einige Freaks kennengelernt. Darunter einen schwulen Lehrer, der hatte einen Bauernhof/Kotten der groß genug war, dass er sogar ein Schwein großzog in einem der Nebenzimmer. Bei dem konnte mein Freund Rainer, der schon Monate fahnenflüchtig unterwegs war, auch immer übernachten (also jetzt nicht bei dem Schwein), ohne dass er uns beide vernascht hat, gewollt hätte er das schon, wenn wir beide gewollt hätten. Einen Versuch hat er sogar einmal bei mir gestartet, nachts unter der Bettdecke, da wollte er mit mir spielen, da musste ich ihm aber auf die Finger hauen.

Wenn die Kneipe zumachte, hingen wir alle bei dem Lehrer auf dem Bauernhof ab ohne Sex nur mit Drugs and Rock‘n Roll. Die Gerichtsverhandlung wegen meines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde verschoben, nachdem es Aussage gegen Aussage stand, auf einen späteren Termin. Da ich selbstverständlich alles abstritt, jemals Haschisch verkauft zu haben. Der Richter hat daraufhin den Blödmann bei der jetzigen Verhandlung so in die Mangel genommen und ausgequetscht, wieso und weshalb er 5,- D-Mark einfach so aus dem Fenster schmeißt, um mich damit anzuzeigen. Er fragte ihn unaufhörlich, ob das vielleicht noch einer bezeugen kann, dass ich ihm das wirklich verkauft habe. Daraufhin gibt der Arsch den Namen und die Adresse seines besten Freundes preis, der das Dope geraucht hatte und die Verhandlung wurde ausgesetzt auf einen späteren Zeitpunkt.

Aber da war ich dann schon über alle Berge im Hippieparadies von Matala und lag am Tag der Verhandlung am Red-Beach!

Wann war das?

März 1976

Mein Freund Rainer, der ist erst gar nicht zu seiner Musterung erschienen, er war schon monatelang fahnenflüchtig unterwegs. Er war vorher auch schon bis nach Israel in einen Kibbuz geflüchtet, eine ländliche Kollektivsiedlung, das gefiel ihm aber nicht so richtig, darum kam er zurück. Er meinte zu mir, nach dem ich nicht befreit wurde: „Lass uns zusammen nach Kreta abhauen, in Matala da fließt Milch und Honig, dort können wir in einer Höhle wohnen und da findet uns keiner!“

Wir beide hatten davon gehört, dass sich dort viele Hippies aufhielten und sogar Joni Mitchell, die Sängerin aus Kanada, und viele junge Freaks aus den USA, die auch vor dem Militärdienst geflüchtet waren. Somit habe ich schließlich eine Woche Urlaub genommen bei der Bundeswehr zur Fluchtvorbereitung und bin sozusagen fahnenflüchtig mit dem Freund nach Matala abgehauen. Natürlich mit dem BMW, den ich dann in Griechenland verkaufen wollte und mit dem Geld wollten wir dann weiter bis nach Brasilien flüchten.

Noch am selben Abend sind wir von der Bundeswehrkaserne Barnstorf Landkreis Diepholz in Niedersachsen zu mir nach Hause nach Moers gefahren, ich wohnte ja noch bei meinen Eltern. Wie das Leben ebenso spielt, da lag auch schon wieder der nächste Brief vom Moerser Landgericht wegen der blöden Drogenstory mit einem neuen Termin für die kommende Woche in meinem Zimmer. Das juckte mich jetzt auch nicht mehr großartig, bloß weg von hier und das so schnell wie möglich. Wir hatten uns klammheimlich mitten in der Nacht auf leisen Sohlen ins Haus geschlichen, damit meine Eltern bloß nichts mitbekamen. Ich habe nur ein paar Anziehsachen gepackt, aber dafür meine ganzen Langspielplatten Sammlung mitgenommen, um sie in Griechenland zu verscherbeln, weil wir nicht so viel Bargeld hatten. Es reichte gerade für Benzin und für Essen und dann fuhren wir los Richtung Graz, Belgrad, Thessaloniki, Athen und gingen in Piräus aufs Schiff nach Heraklion. Als wir endlich nach vier Tagen lebendig in Matala ankamen, waren wir heilfroh. Auf der langen Fahrt hatten wir nur eine einzige brenzlige Situation in Mazedonien.

Als ich in den Bergen einen Schwertransporter überholte, da kam doch ganz plötzlich von vorne aus einem Tunnel noch ein Lkw und wir fuhren mit hundert Sachen zwischen den zwei Lkws hindurch. Hätte einer von den Lastwagenfahrern nicht mitgespielt, wir wären zerquetsch worden wie die Schmeißfliegen. Beide Türgriffe von meinem BMW berührten die Lkws, da passte keine Briefmarke mehr dazwischen.

Rainer, mein Freund, rutschte vom Beifahrersitz und lag schon unterm Armaturenbrett auf dem Boden, mit beiden Händen über dem Kopf und das alles ohne einen einzigen Sicherheitsgurt im Auto.

Jetzt standen wir beide quicklebendig in Matala und hier endete die Straße für uns direkt am Meer.

Die Höhlen auf der rechten Seite waren voll mit Hippies, wirklich alles besetzt. Wir waren echt überrascht, dass so viele Freaks in den Höhlen wohnten, es sind mehr als 100 Löcher im Berg, kleine Höhlenlöcher allerdings mitgezählt.

„Woher ich das weiß, wie viele Löcher, das sind?“

Acht Jahre später 1984, als mein griechischer Freund Stelios der Besitzer der Rock-Bar Geburtstag feierte, habe ich mit meinem Freund Bobby zusammen 100 Kerzen gekauft und wir haben nachts in jeder Höhle eine angezündet. Daraufhin erschien sogar die griechische Polizei aus Mires und suchte mit Scheinwerfern den ganzen Berg ab, die dachten doch tatsächlich, die Hippies sind zurückgekehrt. Von der Rock-Bar aus konnten wir alles gut beobachten und wir haben uns köstlich amüsiert. Das war eine gelungene Geburtstagsparty für unseren Freund Stelios und er musste nicht mal mehr die Kerzen auspusten gehen, das haben die Bullen für ihn erledigt.

Matala ist ein Dorf an der Südküste der griechischen Insel Kreta. Nach dem griechischen Mythos war Matala der Ort, an dem Zeus in Stiergestalt mit der von ihm entführten phönizischen Prinzessin Europa an Land ging. Er verwandelte sich hier in einen Adler und brachte Europa weiter nach Gortyn. In der Jungsteinzeit wurden in das weiche, poröse Gestein der Bucht zahlreiche Wohnhöhlen gegraben, die in der Zeit der römischen Besetzung Kretas als Grabstätten genutzt wurden. In der minoischen Epoche befand sich an dieser Stelle vermutlich der Hafen von Phaistos; in römischer Zeit war Matala der Hafen von Gortyn. Die Sarazenen unter Abu Hafs Omar, die 824 Kreta eroberten, gingen zuerst in Matala an Land.

Und wir beide jetzt das erst mal im März 1976, das Abenteuer konnte beginnen. Mitten auf dem Dorfplatz von Matala waren wir nicht nur das einzige ausländische Auto im Dorf, sondern das einzige Auto überhaupt, was dort nachts parkte.

Da standen wir nun mit dem olivgrünen BMW 1602, auffälliger ging es wirklich nicht mehr, wie so reiche Dandys sahen wir aus! Da waren schon ein paar Freaks neidisch auf mein Auto! Tagsüber kam ab und zu mal ein alter Linienbus, der die Leute in die Stadt nach Mires und nach Heraklion fuhr.

Es gab auch nur Mamas Shop, ein Lebensmittelgeschäft, was gleichzeitig auch die Bäckerei war, und man bekam die Post dort hin, die in einem Schuhkarton lag, der gleich neben der Kasse stand. Ein alter Grieche mit einem Kafenion (Authentisches griechisches Lokal) gab es auch und eine Gyros-Bude, dort haben wir immer gegessen.

Das fing schon in den 60er-Jahren an, dass sich in den neolithischen Wohnhöhlen Hippies aus aller Welt ansiedelten (darunter viele junge US-Bürger, die ihre Teilnahme am Vietnamkrieg verweigerten, so wie wir beide jetzt gerade auch die Teilnahme an der Bundeswehr) und gründeten dort eine Höhlencommunity. Matala war auch der europäische Fixstern im globalen Hippie-Universum und galt als Stop-over auf dem Trail nach Kathmandu und Goa. Was ich dann schließlich ab 1978 über 25 Jahre lang auch so machte, immer sechs Monate im Sommer Kreta und anschließend im Winter sechs Monate Indien und Ceylon! Zeitweise lebten hier auch Cat Stevens, Bob Dylan und Joni Mitchell, die den Song „Carey“ in Matala geschrieben hatte 1971. Dieses Lied hatte uns schon die ganzen Jahre über begleitet und uns beide so auf Matala aufmerksam gemacht. Nur war sie leider schon fünf Jahre vor uns hier gewesen. Hier ist ein sehr schöner alter Video Song von - Joni Mitchell – Carey, 1971 Matala https://www.youtube.com/watch?v=qiXqopbiPjg

Rainer, mein Freund, von Natur aus, ein begnadeter Gitarrist, konnte alle Songs auswendig von Bob Dylan bis Neil Young und vieles mehr. Er spielte alles auf Gitarre nach wie ein Profi, er hatte in jungen Jahren Gitarrenunterricht genommen. Die Gitarre war, selbst verständlich, schon immer mit von der Partie, egal wo wir hinfuhren. Ich hatte meine Tabla’s dabei, ein Schlaginstrument der nordindischen Musik. Sie besteht aus zwei kleinen Kesseltrommeln, deren Felle mit einem charakteristischen kreisrunden Auge versehen sind und mit den Fingern beider Hände gespielt wird, was über ein großes Klangspektrum verfügte. Wir sind dann auf der linken Seite vom Strand ausgesehen Richtung Red-Beach bei Erwin, einem Österreicher eingezogen, den wir kennengelernt hatten, nachdem wir ein paar Tage im Auto geschlafen haben. Der bewohnte dort eine große Höhle, Platz genug zum Schlafen allemal und einigermaßen trocken, das war die Hauptsache.

Im März war es nachts noch recht frisch, um draußen im Freien zu übernachten.

Tagsüber sind wir immer zum Schwimmen über den Berg, zum Red-Beach, weil man dort auch nackt baden konnte, ohne jemanden zu stören, denn in Griechenland war nackt Baden verboten. Wir fanden schnell heraus, dass nicht alle Hippies freundliche Blumenkinder waren, wie wir erwartet hatten. Da lief in Matala auch ein Zuhälter rum, Rudi aus Hamburg mit zwei jungen Nutten, die für ihn anschaffen mussten und Fredy, ein Passfälscher aus Stuttgart, der am Red-Beach in einer Höhle lebte. Bei dem Freak habe ich mir den Einreisestempel für meinen BMW aus dem Reisepass entfernen lassen, für eine Handvoll Drachmen, aber so was von dilettantisch. Da hatten sich von der anderen Seite in meinem Pass, die Stempel von meinen vorherigen Reisen in die Türkei und Griechenland durchgesogen. Und eine Unterschrift, die mit Kugelschreiber eingetragen war, hat er mit einer Rasierklinge ausradiert, furchtbar kann ich nur sagen, das hätte ich selber besser hinbekommen. Ich musste später mehrere Seiten vom Reisepass mit schwarzer Tinte übergießen, weil ich jetzt doch den Stempel wieder brauchte, ich bekam den Wagen nicht verkauft und benötigte wieder den Einreisestempel, um mit dem Wagen wieder auszureisen.

Daraufhin musste ich nach Heraklion zum Zollamt und denen erklären, wie das geschehen ist. Denen erklärte ich, dass mir beim Briefeschreiben eine Katze das Tintenfass umgestoßen hat und alles über den Reisepass verschüttet wurde und dass man den Einreisestempel jetzt nicht mehr erkennen kann. Ich bekam nach einer überaus gründlichen Untersuchung vom Motorblock und meinen Autopapieren einen neuen Stempel auf einer sauberen Seite, die ich noch übriggelassen hatte.

Wir waren von Deutschland mit meinem BMW1602 hier runtergefahren, um den Wagen ja zu verscheuern und für immer zu verschwinden. Meinen Bundeswehrausweis hatte ich schon in Wiesbaden auf einer Autobahn Raststätte verbrannt und die Hundemarke von der Bundeswehr, die man um den Hals trug, schwimmt heute noch in der Donau. Für den Wagen wollten wir 10.000, – Mark, das war der Plan, um dann mit der Kohle nach Brasilien zu flüchten forever. Das hat aber nicht geklappt, der griechische Käufer, den wir gefunden hatten, wollte mir die Summe auch bezahlen, er arbeitete sogar beim Straßenverkehrsamt in Heraklion. Der bekam aber auch so leicht keine Zulassung, wie er dachte, ohne den total hohen Einfuhrzoll zu bezahlen. Da ist er dann abgesprungen, weil es sich jetzt für ihn nicht mehr lohnte, günstig an ein Auto zukommen. Zum Glück kann ich da nur sagen, sonst hätte uns der Zuhälter Rudi aus Hamburg mit noch einem anderen Kerl, eine ganz düstere Gestalt, der immer eine dicke Bassgitarrensaite oben in seiner Jeansjacke trug, obwohl der gar keine Gitarre hatte und auch gar nicht spielen konnte, ganz sicher das Geld gestohlen und uns vielleicht noch im Schlaf erdrosselt. Die wussten genau, in welcher Höhle wir nachts schliefen! Der Zuhälter hätte auch fast mein Auto geklaut, im total besoffenen Kopf. Nachts als meine Freunde noch im Auto Musik hörten, zum Glück konnte mein Freund Rainer noch die Autoschlüssel abziehen und wegrennen, der Österreicher Erwin kam mit einem schlimmen blauen Auge davon. Ich schlief schon in der Höhle und wurde von dem Geschrei wach, damals gab es keine einzige Laterne in Matala, alles stockfinster und geschweige Polizei oder eine Telefonzelle, wo man hätte jemanden zur Hilfe rufen können.

Aber es ist noch mal glücklicherweise gut gegangen!

Das Auto wurden wir nicht los, stattdessen haben wir dann einen Monat lang weiter meine Schallplatten verkauft, in den zwei Diskotheken, die es zu der Zeit in Heraklion gab. Den Drecksack mit der Gitarrensaite, den haben wir eines Nachts, nach dem wir wieder LPs in der Disco verkauft hatten, auf dem Rückweg von Heraklion nach Matala einfach mitten in den Bergen stehen gelassen. Wir hatten keinen Bock mehr auf den Wixxer, der hing uns ständig auf der Pelle und wollte überall dabei sein. Ich hatte mich mit Rainer vorher schon abgesprochen, ich sagte auf halber Strecke: „Lasst uns alle mal eine Pinkelpause einlegen“ und habe angehalten, dann sind wir alle ausgestiegen und Rainer und ich sofort wieder rein ins Auto und Türe zu und weg. Da stand der Wixxer nun mit Hosenschlitz auf und schaute doof aus der Wäsche. Wir sind auch öfters von Matala nach Pitsidia zu Kostas ins Kafenion gefahren, und das einmal auf LSD, ich bin sonst nie auf LSD mit dem Auto gefahren! Das war wirklich eine saugefährliche Situation der Stufe 10! Von Matala in Richtung Pitsidia geht es den Berg hoch, wir sitzen zu dritt im Auto, hinten Erwin, der Österreicher, Rainer und ich vorne und alle Mann schon voll drauf und hören Musik, „The Doors - Riders On The Storm.“ Ich fahre ganz langsam und schaue nach vorne und habe das Gefühl, ich fahre den Berg runter und mache den Motor aus, um Sprit zu sparen. Für einen Bruchteil von Sekunden denke ich, warum kommt der Baum vor mir am Straßenrand nicht langsam näher und da merke ich in dieser Sekunde noch so gerade, dass wir die ganze Zeit rückwärts rollen. Die Handbremse hat noch geradeso gepackt, da standen wir an dem Abhang, wo heute diese kleine Kapelle steht, mit den Hinterrädern noch so eben auf dem festen Boden. Wir sind alle drei sofort aus dem Wagen gestiegen und haben den Abhang hinuntergeschaut, auf dem LSD Trip sah das noch hundertmal tief aus. Daraufhin haben wir angefangen, mit den Tablas zu trommeln und zu tanzen vor Freude, dass wir das so knapp überlebt hatten. Diese kleinen Kapellen am Straßenrand erinnern an tödliche Autounfälle oder Gedenken bestimmter Situationen, so wie meine.

Darum zünde ich dort immer mal wieder eine Kerze an.

Als mein Geld und die Schallplatten langsam immer weniger wurde, dachte ich, ganz ohne Moos kommen wir nicht weiter.

So viel Milch und Honig und Superbenzin gab es hier auch nicht umsonst. Dann hänge ich hier bald in Matala mit dem Auto fest, besser, ich fahre jetzt sofort wieder zurück, solange das Geld noch für Sprit ausreicht. Daraufhin sind wir Hals über Kopf so schnell wie möglich zurückgefahren. In Athen haben wir in der Plaka übernachtet, das liegt im Schatten der Akropolis und deren antiken Tempeln an einem Hang. Mit engen, kopfsteingepflasterten Gassen und winzigen Geschäften und Straßencafés und familiengeführte Tavernen, die bis spät in die Nacht geöffnet sind. Am nächsten Tag, wir bummeln so durch die Stadt, plötzlich sehen wir Leute, die sich das Gesicht mit Tüchern verdecken und wegrennen.

Dann rochen wir auf einmal Gas, man konnte fast nicht mehr atmen. Wir rannten jetzt auch los um die nächste Ecke, auf eine breite Straße zu, rechts und links breite Bürgersteige und keine Menschenseele und kein Auto zusehen und das mitten in Athen. Der Gasgeruch ließ nach und wir liefen einfach mal so in eine Richtung ohne jemanden zusehen, plötzlich biegt von vorne links ein Panzer um die Ecke und gleich kurz danach rechts und links auf dem Bürgersteig in Dreierreihen Soldaten mit Gasmasken, Gummiknüppel und Plastikschilder.

Da war uns klar, woher der Gasgeruch kam, die haben das Zeug von dem Panzer aus verschossen, daraufhin sind wir sofort in die andere Richtung geflüchtet. Als wir nach Stunden unser Hotel wiederfanden, sind wir gleich raus aus der Stadt gefahren und Richtung Thessaloniki zur jugoslawischen Grenze. Meinen Kumpel Rainer, den habe ich bei seiner Schwester in Leverkusen abgesetzt, wo er dann zwei Wochen später das Elektrogeschäft, wo seine Schwester Geschäftsführerin war, ausgeraubt hat. Er ist mit ihrem Schlüssel vom Geschäft dort nachts eingebrochen und hat die volle Geldkassette gestohlen. Damit ist der egoistische Drecksack dann nach Brasilien geflüchtet, ohne mich mitzunehmen!

Und ich bin brav wieder zur Bundeswehr einmarschiert ohne Bundeswehrausweis, den hatte ich ja in Wiesbaden auf der Autobahnraststätte zuvor verbrannt. Jetzt kam ich auch noch obendrein viel zu später zurück, fünf Wochen den Urlaub überzogen. Ich hatte ja nur eine Woche Urlaub beantragt, erzählt hatte ich, dass ich zum Bodensee fahre. Auf die Frage vom Oberstleutnant, wo ich denn so lange gewesen bin, habe ich dem erzählt, dass ich am Bodensee Leute getroffen hatte, die mich mit ihrem Auto mit genommen haben nach Griechenland, und als wir dort waren, hatte das Militär in Athen geputscht, was auch rein zufällig stimmte. Ich sagte, dass ich kein Telegramm schicken konnte, da die Post und die Banken alle geschlossen waren, Benzin Coupons konnten wir auch nicht kaufen, also konnte ich nicht rechtzeitig zurück sein. Der Oberst fragte mich, wie wir denn nach Griechenland gefahren sind, ich sagte: „Über Österreich und Jugoslawien!“

Aber als Bundeswehrangehöriger durfte man damals nicht durch Jugoslawien reisen, das war doch der Ostblock, das habe ich gar nicht gewusst, ich war ja schon öfters durch Jugoslawien gereist, hätte ich mal besser Italien gesagt. Jetzt hatte der Arsch einen Grund gefunden, mir zwei Wochen verschärften Arrest aufzubrummen, so zusagen, sich nicht aus der Kaserne entfernen. Zum Glück kannte ich die Jungs von der Torwache alle miteinander sehr gut, ich gehörte selber dazu, seit ein paar Wochen bevor ich geflohen war. Die Jungs haben von mir auch den Stoff gekauft und ich hatte als Einziger ein Auto, das war viel wert damals beim Bund, ich konnte die Jungs immer mitnehmen, wenn ich nach Hause fuhr oder nach Bremen in die Disco. Also konnte ich rein und raus, wie es mir passte, nix mit verschärftem Arrest, man muss nur die richtigen Leute kennen, der Oberst konnte mich mal gernhaben. Meine erste Knasterfahrung hatte ich dann einen Monat später, ich habe meinem Kollegen Heinz meine Freifahrkarte gegeben für Duisburg, der wohnte aber in Wiesbaden, also hat er Duisburg ausradiert und Wiesbaden eingetragen. Ich bin damit zum Bahnhof in Barnstorf, um den Freifahrtschein einzulösen, und musste meinen Ausweis vorzeigen. Da sagt der Bahnangestellte zu mir: „Sie wohnen doch nicht in Wiesbaden!“ Ich sagte zu ihm: „Ich bin umgezogen und bin leider noch nicht umgemeldet!“ Daraufhin ruft der Kerl in meiner Kaserne an und fragt nach, ob das stimmt. Der bekommt die Antwort, das stimmt nicht und hält den Freifahrtschein fest, ich bin dann mit dem Kumpel nach Duisburg gefahren und er hat sich dort ein Ticket nach Wiesbaden kaufen müssen. Am Montag mussten wir beide beim Oberleutnant antanzen wegen Urkundenfälschung!

Ich wurde für drei Tage Knast verdonnert übers Wochenende Freitag, Samstag, Sonntag und der Kumpel 7 Tage, weil er das ausradiert und den Stadtnamen geändert hatte. Das waren bis dato meine schlimmsten drei Tage in einer Einzelzelle. Ich hatte mich an dem Wochenende mit meiner neuen Freundin Reinhilde verabredet, wir wollten gemeinsam zur Nordsee fahren, jetzt konnte ich der nicht mal Bescheid geben, wieso ich nicht kommen kann. Die dachte doch, ich lasse sie sitzen, ein furchtbares Gefühl, wenn man verliebt ist und der Geliebten nicht sagen kann, warum man nicht erscheint.

Wie ging es weiter?

Die Bundeswehr habe ich kurz vor Weihnachten 1976 zu Ende gebracht. Ich hatte ein tierisches Glück, dass ich mir nicht noch drei Wochen vor meiner Entlassung den rechten Fuß weggeschossen habe. Das kam dadurch, in der Kaserne ging ein Gerücht um, dass von oberster Stelle Kontrolleure jeden Tag hier plötzlich auftauchen und abchecken, dass man ordnungsgemäß sein G3 (ein Schnellfeuergewehr des deutschen Waffenherstellers Heckler & Koch), auch bei jedem Wachrundgang durchgeladen hat, es verwendet die Patrone 7,62 × 51 mm, ganz schön dicke Brummer. Ich hatte in der ganzen Zeit, die ich bei der Bundeswehr war, nie beim Wache schieben, mein G3 durchgeladen, nicht ein einziges Mal.

Somit befand sich auch nie eine Kugel im Lauf. Dann, eines Abends war es so weit, wieder ein Rundgang in der Kaserne mit meinem Kollegen Heinz. Aus Angst wieder bestraft zu werden, haben wir beide durchgeladen und sind losgelaufen.

Man benötigte immer gute zwei Stunden für den Rundgang.

Weil es so kalt war im November, nachts um 3 Uhr, haben wir uns jeden Abend für eine Stunde in mein Auto gesetzt, mit Heizung an, um uns aufzuwärmen und Musik gehört und ich habe uns noch einen leckeren Joint gerollt. Anschließend sind wir wieder zur Torwache ins Wachhäuschen, wo man das G3 entsichern musste und anschließend in den Waffenschrank stellt. Ich hatte nach dem Joint total vergessen, dass sich jetzt eine Kugel im Lauf befand, und machte den obligatorischen Entspannung-Schuss, wie all die Monate zuvor. Ich hielt das Gewehr locker in der rechten Hand, mit dem Lauf auf den Boden gerichtet und drückte ab und dachte, wie immer, es macht nur leise klick. Aber in der Sekunde, wo ich den Finger krumm machte, gab es einen ohrenbetäubenden Knall, dass ich dachte, jetzt hat die RAF uns eine Handgranate in die Bude geschmissen. Die Fensterscheiben haben sich gebogen, als wollten sie jeden Moment zerbersten und Splitter flogen nur so durch die Luft von der Bodenfliese, die ich zerschossen hatte. Mir war überhaupt nicht bewusst in dem Moment, dass ich das war, mein anderer Kumpel Jürgen, der an diesen Abend Telefondienst im Wachhaus hatte und am Schreibtisch saß, reagierte sofort, er sprang auf und riss mir das Gewehr aus der Hand und nahm sofort das Magazin raus, denn es war gleich die nächste Kugel wieder im Lauf. Wenn man einmal durchgeladen hat, kann man auch auf Schnellfeuer stellen und das ganze Magazin auf einmal leer ballern, wenn man den Finger durchgedrückt hält, daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. Obwohl wir gute Kumpels waren und auch gleich darauf vor Schreck noch einen Joint geraucht haben, musste er Meldung machen, weil jetzt eine Kugel in meinem Magazin fehlte und die steckte jetzt in der kaputten Bodenfliese.

Es war noch Wochenende, aber am Montagmorgen musste ich sofort wieder einmal beim Oberleutnant antreten. Das Erste, was der sagte zu mir: „Sie schon wieder, hatten sie vor, den Kanonier Jürgen Vogt am Telefon zu erschießen?“ Ich antwortete: „Wenn ich den erschießen wollte, hätte ich den auf der Entfernung ja wohl getroffen, ich war schon als Jugendlicher im Schießverein und habe mehrere Urkunden!“

„Wie konnte ihnen das denn passieren, fragte er noch!“