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Fast wäre Lew Jaschin ein berühmter Eishockeytorwart geworden. Immerhin wurde er in dieser Sportart sowjetischer Vizemeister. Doch auch beim Boxen, Fechten und Tennis, im Wasser- und Basketball erwies er sich als sportliches Allroundtalent. Darüber hinaus war er ein leidenschaftlicher und ausgezeichneter Schachspieler. Er kickte sein Leben lang für denselben Klub (Dynamo Moskau von 1949–1971) und wurde 1963 als bislang einziger Torhüter überhaupt zum besten Fußballer Europas gekürt. Sein Markenzeichen waren die Schiebermütze sowie sein schwarzer Torwartdress, der ihm die Spitzamen »Schwarze Spinne« und »Schwarze Krake« einbrachte. Jaschin war ein in jeder Hinsicht unübertroffener Torhüter, der nicht nur über phänomenale Reflexe, sondern auch über eine katzengleiche Eleganz und robuste Athletik verfügte. Er war Spezialist im Halten sogenannter unhaltbarer Bälle, parierte in seiner Laufbahn rund 150 Elfmeter und kassierte in 78 Länderspielen zwischen 1950 und 1969 nur 70 Gegentore. Zudem kreierte er als erster »spielender Torwart« seiner Zeit einen völlig neuen Stil, agierte teils wie ein Verteidiger und wagte sich zum Erstaunen der damaligen Zuschauer weit aus seinem Kasten heraus.
Zum unbestritten besten Torhüter der Welt avancierte Jaschin aber mit einer einzigen Partie: dem EM-Finale 1960 gegen Jugoslawien, das als eines der berühmtesten Torwartspiele aller Zeiten gilt. Mit größter Leichtigkeit macht er Chancen im Minutentakt zunichte, pflückt beiläufig alle Flanken herunter, kratzt jeden noch so harten Schuss von der Linie oder dreht ihn lässig um den Pfosten. Die Zuschauer haben den Eindruck, als schwebe er förmlich durch den Strafraum, elegant, schwerelos und unbezwingbar. Ein französischer Journalist notiert noch während des Spiels: »Dieser Torwart hätte vermutlich jeden Sturm der Welt zur Verzweiflung gebracht.«
Von dem Privatmann Jaschin ist wenig bekannt. »Lew war in seiner Art absolut einzigartig, einfach perfekt als Torwart und dazu ein wunderbarer Mensch«, sagt Franz Beckenbauer.
In seinen letzten Jahren war er schwer krank und musste zwei Beinamputationen über sich ergehen lassen, ehe der größte Torwart aller Zeiten 1990 einem langen Krebsleiden erlag.
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Was hat er nicht alles getan, um die Zuschauer zu unterhalten! Er zwinkerte während der Nationalhymne verschmitzt in die Kamera, hechtete einer Ente hinterher, die sich aufs Spielfeld verirrt hatte, baute vor Langeweile Sandburgen im Strafraum und balancierte im Handstand über die Torlinie. Und niemand wäre auf die Idee gekommen, er wolle von schlechten Leistungen ablenken. Sepp Maier war einer der herausragenden Torhüter des 20. Jahrhunderts.
1965 stieg er mit dem FC Bayern München in die 1. Bundesliga auf und feierte in den folgenden Jahren seine ersten nationalen und internationalen Erfolge. Gemeinsam mit Franz Beckenbauer und Gerd Müller bildete Maier bald die tragende Achse eines der besten Vereinsteams der Welt, das von 1972 bis 1974 drei Mal deutscher Meister wurde und von 1974 bis 1976 ebenso oft den Europapokal der Landesmeister gewann.
1966 wurde er zum ersten Mal in die Nationalmannschaft berufen und nahm im selben Jahr als Stellvertreter von Hans Tilkowski an der WM in England teil, kam jedoch nicht zum Einsatz. Maßgeblichen Anteil hatte die »Katze von Anzing«, wie er sich nannte, am Gewinn der Europameisterschaft 1972 und der gewonnenen Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland, in deren Verlauf er sich zum wohl besten Torhüter der Welt entwickelte. Nachdem die Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien enttäuschend verlaufen war, peilte Maier seine fünfte WM-Teilnahme an, ehe er durch einen schweren Autounfall am 14. Juli 1979 zum Beenden seiner Karriere gezwungen wurde – »mit 35 Jahren, im besten Torwartalter«, wie er sich beklagte. Immerhin konnte Sepp Maier zu diesem Zeitpunkt auf die stolze Bilanz von 95 Länderspielen und 473 Bundesligapartien zurückblicken, von denen er 422 am Stück absolvierte.
In den 80er-Jahren wurde er Torwarttrainer beim FC Bayern und der Nationalmannschaft, formte Oliver Kahn zum Weltklasse-Tormann und feierte als Mitglied des Trainerstabs den Gewinn der Weltmeisterschaft 1990 in Italien.
Nachdem er im Torhüterstreit von 2006 offen für Oliver Kahn Partei ergriffen hatte, wurde er von Bundestrainer Klinsmann aus seinem Amt entlassen. Als Klinsmann zwei Jahre später den FC Bayern übernahm, waren auch hier Maiers Tage als Torwarttrainer gezählt.
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Als Oliver Kahn noch für den Karlsruher SC spielte, war er einmal zu einer Benefizveranstaltung eingeladen. Kinder durften aus kurzer Distanz auf sein Tor schießen. Für jeden Treffer hätte es 500 D-Mark für einen wohltätigen Zweck gegeben. Doch Kahn hielt jeden Ball.
Welche Geschichte könnte den schier grenzenlosen Ehrgeiz eines jungen Torhüters besser verdeutlichen? Oliver Kahn mag nicht talentierter gewesen sein als viele seiner Konkurrenten, doch seine Besessenheit, sein unbedingter Erfolgswille und seine Fähigkeit zur Selbstmotivation machten ihn zu einem der größten Torhüter der Fußballgeschichte.
Da war es nur selbstverständlich, dass er sich im Alter von 25 Jahren dem einzigen Klub in Deutschland anschloss, der seinen hochfliegenden Ambitionen genügte: dem FC Bayern. Mit dem deutschen Rekordmeister gewann er in den nächsten 14 Jahren alles, was es zu gewinnen gab, feierte acht deutsche Meisterschaften und sechs DFB-Pokalsiege, gewann sechs Mal den deutschen Ligapokal, je ein Mal den UEFA-Cup, die Champions League und den Weltpokal.
Unvergessen sind seine drei gehaltenen Elfmeter im Champions-League-Finale 2001 gegen den FC Valencia. Als sich der FC Bayern vier Tage zuvor in sprichwörtlich letzter Sekunde die schon verloren geglaubte deutsche Meisterschaft in Hamburg sichert, fällt Kahn seinem Trainer Otmar Hitzfeld um den Hals und brüllt ihm sein Credo ins Ohr: »Niemals aufgeben! Immer weitermachen! Immer weiter! Immer weiter!«
Berühmt sind aber auch seine Ausraster auf dem Spielfeld: Dem Dortmunder Heiko Herrlich versuchte er 1999 ins Ohr zu beißen und sprang dessen Teamkollegen Stéphane Chapuisat wie ein Kung-Fu-Kämpfer mit gestrecktem Bein entgegen. Dem verdutzten Miroslav Klose steckte er zwei Finger in die Nase, und seinen Leverkusener Gegenspieler Thomas Brdarič packte er wie ein Karnickel im Genick. Kahn polarisierte in diesen Jahren wie kein Zweiter. Er wurde von seinen Anhängern als »King Kahn« und »Titan« vergöttert, während ihn die gegnerischen Fans mit Bananen bewarfen. Im Ligaspiel der Bayern beim FC Freiburg im Jahr 2000 wurde er gar von einem Golfball am Kopf getroffen und zog sich eine klaffende Platzwunde an der Schläfe zu. Doch erst mit seinen überragenden Leistungen bei der WM 2002 in Japan/Südkorea stand die ganze Fußballnation hinter ihm. Bis zum Finale kassierte er in sechs Spielen nur einen einzigen Treffer und wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt, was vor ihm noch keinem Torhüter bei einer Weltmeisterschaft gelungen war.
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Im Vorfeld der WM 2006 in Deutschland schürte Nationaltrainer Jürgen Klinsmann den offenen Konkurrenzkampf zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann um den Stammplatz im deutschen Tor. Eine beispiellose Medienhysterie begann und fand erst drei Monate vor Turnierbeginn ein Ende, als Jens Lehmann zur neuen Nummer 1 erklärt wurde. Doch Kahns Kampfgeist war ungebrochen. Erstellte sich als Ersatztorhüter zur Verfügung und erwarb sich bleibende Anerkennung und Sympathie, als er seinem Rivalen Jens Lehmann vor dem Viertelfinal-Elfmeterschießen gegen Argentinien moralischen Beistand leistete und ihm demonstrativ Glück wünschte.
Seit dem Ende seiner Torwartkarriere arbeitet Kahn als Fußballexperte an der Seite von Johannes B. Kerner für das ZDF und fahndet in einer Unterhaltungsshow des chinesischen Staatsfernsehens nach chinesischen Nachwuchs-Keepern.
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Seine Karriere beendete der exzentrische Torwart José Luis Chilavert 2004 standesgemäß mit seinem 63. Torerfolg und wird nicht nur als einer der eigenwilligsten, sondern auch als einer der treffsichersten Keeper der Fußballgeschichte in Erinnerung bleiben. Für die paraguayische Nationalmannschaft, für die er von 1989 bis 2003 insgesamt 74 Mal zwischen den Pfosten stand, erzielte er acht Treffer. Und wer jetzt glaubt, es habe sich ausschließlich um Elfmeter gehandelt, der irrt gewaltig. Auch Chilaverts angeschnittene Freistöße waren gefürchtet und brachten ihm den Spitznamen »El Arquero« (»der Bogenschütze«) ein. In Spanien schickte er sicherheitshalber einen Feldspieler ins Tor, bevor er »seinen« Strafstoß versenkte. Doch während er sich noch ausgiebig feiern ließ, schlug es dann auch schon in seinem eigenen Kasten ein. Der Ersatzkeeper hatte seinen Teilzeitjob zu früh abgebrochen und war zum Gratulieren aus dem Tor geeilt.
Als Chilavert bei einem argentinischen Ligaspiel bemerkte, dass der gegnerische Keeper zu weit vor seinem Gehäuse stand, stürmte er aus seinem Kasten und zog aus der eigenen Hälfte ab. Der Ball stieg hoch in den Himmel, fiel plötzlich steil ab und zappelte im gegnerischen Netz. Von einem Journalisten auf die seltsame Flugkurve angesprochen, mutmaßte Chilavert, der Ball sei wohl »mit einem Engel zusammengestoßen«.
Neben seinen theatralischen Mätzchen und exzentrischen Einlagen sind es vor allem solche Episoden, die Chilavert zur Torhüterlegende und zum paraguayischen Volkshelden gemacht haben. Doch natürlich war er auch ein Torverhinderer der Extraklasse. Drei Mal wurde er zum Welttorhüter des Jahres gekürt, nur ein Mal weniger als Rekordhalter Buffon. Und beim WM-Achtelfinalspiel 1998 brachte er die Franzosen mit seinen Paraden quasi im Alleingang an den Rand der Verzweiflung, ehe Laurent Blanc in der Verlängerung die Niederlage der hoffnungslos unterlegenen Paraguayer besiegelte.
Seit er die Torwarthandschuhe an den Nagel gehängt hat, spricht er hin und wieder davon, paraguayischer Nationaltrainer oder gleich Staatspräsident werden zu wollen. Bei José Luis Chilavert sollte man nichts ausschließen.