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Dr. Walther Hesse

Walther Hesse – Mikrobiologe und Hygieniker

Walther Hesse wurde am 27. Dezember 1846 in Bischofswerda geboren. Die Arztpraxis des Vaters war zunächst wirtschaftlich nicht sehr erfolgreich gewesen und auch die Eltern der Mutter konnten aus den Erträgen ihrer Tuchfabrik, der Fa. Großmann, kaum Hilfe leisten. Erst mit der medizinischen Betreuung des Eisenbahnbaus auf der Strecke von Dresden nach Görlitz durch den Vater besserte sich die Lage. Die Familie Hesse wohnte Ende der 1840er Jahre mit drei Söhnen und einer Tochter mietfrei in einem Haus der Schwiegereltern Großmann. 1849 kaufte der Vater ein Haus mit Garten am damaligen Stadtrand an der Straße nach Dresden, weil er hoffte, dass seine Kinder hier gesünder aufwachsen würden. Ein Angebot des Schwiegervaters, den jüngsten Sohn, Walther, in Pflege zu nehmen, wurde abgelehnt. Zusammen mit den Söhnen des Superintendenten Heinrich August Lehmann erhielten die Jungen Privatunterricht. Später besuchte Walther die Kreuzschule in Dresden. Die drei Schwestern Elise, Marie und Ida wurden am Freimaurer-Institut für Töchter in Dresden zu Lehrerinnen ausgebildet. Es war von der Loge zum „Goldenen Apfel“ gegründet worden. Der Vater Hesse gehörte seit 1857 der Freimaurer-Loge „Zu den drei Schwertern und Asträa zu grünenden Raute“ in Dresden an.