Inhalt

Übersichtskarte

Grafik herunterladen

h    MARCO POLO Top-Highlights    >>>>

    Erlebnistouren    >>>>

Check In

© Schapowalow Images: R. Spila

Brücke ins leuchtende Herz der Stadt: die Brooklyn Bridge

In 400 Metern Höhe staunen

Von der Aussichtsplattform des One World Trade Center die Metropole wie im Flug von oben betrachten. >>>>

Mittagessen mit Diplomaten

Das Hauptgebäude der Vereinten Nationen hat eine schicke Kantine – und da kann jeder schlemmen. >>>>

In Arien schwelgen

Auf der Bühne der Metropolitan Opera stehen die besten Sänger der Welt. Im Sommer gibt’s Gratiskonzerte in Parks. >>>>

Schlummern unterm Wal

Schon tagsüber ist das American Museum of Natural History spektakulär – aber du kannst dort auch übernachten! >>>>

Sonne tanken am Stadtstrand

Ja, New York hat auch schöne Strände, zum Beispiel in Coney Island – also pack die Badehose ein! >>>>

Die Skyline entlangpaddeln

Im Brooklyn Bridge Park kannst du dir umsonst ein Kajak ausleihen und Manhattan vom Wasser aus bestaunen. >>>>

Den Hafenwind um die Nase wehen lassen

Die gelbe Staten Island Ferry schippert dich kostenlos zu den besten Aussichten auf die Stadt. >>>>

MARCO POLO Top-Highlights

© Schapowalow Images: M. Rellini

  High Line >>>>

Der Park befindet sich auf einer ehemaligen Hochbahntrasse in Chelsea – und ist der perfekte Ort für City-Pausen: mit Hudson-Blick und Liegestühlen
p Tipp: Auf Höhe der 26. Straße bietet eine alte Reklametafel den perfekten Rahmen für eine Stadtansicht  Karte

  Brooklyn Bridge >>>>

13 Jahre brauchte es für den Bau, 30 Minuten dauert der Spaziergang über die „Kathedrale aus Stahl” über den East River
p Tipp: Für die besten Skyline-Fotos solltest du von Brooklyn nach Manhattan laufen  Karte

  9/11 Memorial >>>>

2791 Menschen starben 2001, als die beiden Türme des World Trade Center zusammenstürzten. Ein Ort der Besinnung und Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags – im Schatten des höchsten Gebäudes der westlichen Welt, des One World Trade Center  Karte

  Statue of Liberty >>>>

Seit 1886 Freiheitssymbol der Stadt und des Landes: Lady Liberty im New Yorker Hafen
p Tipp: Vielleicht mal nur die Strahlen der Krone? Die Überraschung liegt hier im Detail  Karte

  Fifth Avenue >>>>

Vom Kaufhaus Bergdorf Goodman bis zum Rockefeller Center präsentieren sich auf dem legendären Boulevard Luxusläden
p Tipp: Besonders die Festbeleuchtung zur Weihnachtszeit bietet unzählige Motive  Karte

  Empire State Building >>>>

Atemberaubender Überblick über Manhattan und ein gigantischer Rundblick ins Land
p Tipp: Das Sonnenaufgangs-Ticket buchen – und das perfekte Fotolicht ist garantiert  Karte

  Museum of Modern Art >>>>

Das Museum beherbergt die weltweit bedeutendste Sammlung moderner Kunst. Wer hier ausstellt, ist ganz oben!  Karte

  Central Park >>>>

Von Fahrradtouren bis „Shakespeare in the Park”: Nirgendwo sind die Freizeitaktivitäten facettenreicher als hier  Karte

  Guggenheim Museum >>>>

Frank Lloyd Wrights architektonischer Klassiker: ein extravagantes Museum  Karte

  Broadwaymusicals >>>>

Von „Hamilton” über „The Book Of Mormon” bis zu „Der König der Löwen” – der Broadway boomt und für jeden Geschmack ist etwas dabei  Karte

Symbole & Preiskategorien

u Besuch planen
€ – €€€ Preiskategorien
(*) Kostenpflichtige Telefonnummer
r Bei Regen
l Low Budget
k Mit Kindern
t Typisch

(f A2) Faltkarte
(0) Außerhalb des Faltkartenausschnitts

Besser Planen, mehr erleben! Mehr zu unseren digitalen Extras findest Du hier: go.marcopolo.de/app/new

Das Beste zuerst

© huber-images: S. Kremer

Lichtermeer: Downtown Manhattan mit dem One World Trade Center

Best of    r
bei Regen

Schön, auch wenn es regnet

© Laif: Heeb

Durch die Jahrtausende der Weltkunst reisen >>>>

Ob ägyptische Tempel, amerikanische Malerei oder extravagante Mode: In der weltweit einzigartigen Sammlung des Metropolitan Museum of Art kann man Wochen verbringen ohne Langeweile

Jazz genießen >>>>

Marjorie Eliot gibt in ihrem Wohnzimmer jeden Sonntag ein Jazz-Konzert – und du sitzt bei Parlor Entertainment mittendrin. Zwischendurch erzählt sie aus ihrem Leben oder reicht Saft. Ein wunderbarer (Regen-)Nachmittag!

16 Kilometer Bücher durchstöbern >>>>

Seltene Kunstbände, Bestseller, Kinderbücher, dazu Lesungen und Diskussionsveranstaltungen: Der Strand Book Store ist ein Paradies für Literaturfans

Durch eine alte Fabrik schlemmen >>>>

Früher wurden im Bau des Chelsea Market (Foto) Oreo Cookies hergestellt, heute kannst du sie hier kaufen – und dich inmitten von renoviertem Industriecharme durch Brownies, Hummer, Burger, Tacos oder Pasta schlemmen

Sport am Fluss machen >>>>

Tanzen, bowlen, Basketball spielen, klettern, schwimmen, das Golf-Handicap verbessern? Das alles und noch viel mehr geht in den Chelsea Piers, dem riesigen Sportcenter am Hudson River

Kaffee trinken mit Ausblick >>>>

Bestelle bei Amy‘s Bread einen Milchkaffee – und betrachte durch die großen Scheiben das Leben im Greenwich Village mit seinen alten Häuschen und bunt gemischten Bewohnern

Best of       
Low-Budget

Für den kleinen Geldbeutel

© chapowalow Images/Degree

Moderne Kunst der Extraklasse >>>>

Normalerweise kostet das MoMA (Foto) stolze $ 25 Eintritt. Am Freitagnachmittag kommst du ganz umsonst in den Tempel der Kunst des 20. und 21. Jhs.

So viel mehr als eine Fähre >>>>

Die Staten Island Ferry ist eine kostenlose Fähre, die Manhattan mit dem südlichen Stadtteil vebindet. Misch dich unter die Pendler und genieß atemberaubende Blicke auf die Skyline von Manhattan und die Freiheitsstatue

Citytour mit Einheimischen >>>>

Big Apple Greeters nennen sich die New Yorker, die dir herzlich und engagiert ihre Heimatstadt zeigen. So lernst du nicht nur die Metropole kennen, sondern machst auch neue Bekanntschaften, völlig kostenlos

Gospel mit Gänsehaut-Garantie >>>>

Sonntags geht es zum Gospelgottesdienst nach Harlem – nirgendwo ist der Gesang beeindruckender und nirgendwo sind die Sonntagskleider eleganter als hier

Mini-Bühne und Maxi-Musikgenuss >>>>

Jazz, Weltmusik oder osteuropäische Beats: Der kleine, aber umso spannendere Club Barbés in Brooklyn bietet exzellente Musik ohne Eintritt

Dem Braugeheimnis auf der Spur >>>>

Wie wird eigentlich Bier gebraut? Bei einer Tour durch die Bronx Brewery darfst du in die Kupferkessel schauen – kostenlos! Das Bier danach zu probieren ist natürlich Ehrensache

Best of      k
mit Kindern

Spannendes für Groß & Klein

© Schapowalow Images: G. Simeone

Nachts im Museum Abenteuer erleben >>>>

Ein Wal hängt von der Decke und in der Lobby kämpfen zwei Dinosaurier-Skelette miteinander: Das Museum of Natural History ist ein Kinderparadies. Einmal im Monat dürfen die Kleinen hier sogar übernachten – wie im Erfolgsfilm „Nachts im Museum“

So viel mehr als ein Park >>>>

Im Sommer Vorlesestunden, Outdoor-Kino und Karussell, im Winter Schlittschuhlaufen: Der Bryant Park im Herzen von Manhattan bietet hochwertiges Endlos-Entertainment

Über die Skyline schweben >>>>

Schon U-Bahn-Fahren finden viele Kinder aufregend – aber es geht noch besser: in einer Gondel nach Roosevelt Island (Foto) schweben!

Mit Fischen schwimmen >>>>

Karussells drehen sich normalerweise vor allem im Kreis. Aber an der Südspitze Manhattans steht mit dem Seaglass Carousel ein ganz besonderes: Die kleinen Gäste sitzen nicht auf Pferdchen oder Feuerwehrautos, sondern in bunt leuchtenden Fischen. Ganz sanft geht es in alle Richtungen, Musik- und Lichteffekte machen das Eintauchen in die Unterwasserwelt vollends realistisch

Bauklötze staunen – und was Tolles draus bauen >>>>

Natürlich kannst du im Lego Store auch einkaufen, aber das beste ist: Du musst nicht! Stundenlang dürfen die Kids umsonst mit den bunten Steinchen spielen und die riesigen Lego-Skulpturen bestaunen. Außerdem organisieren die Mitarbeiter immer wieder Bespaßungs-Veranstaltungen

Best of    t
Typisch

Das erlebst du nur hier

© Schapowalow/SIME: P. Canali

Neues Leben am Ort des Terrors >>>>

Das ergreifende 9/11 Memorial für die Terroranschläge vom 11. September 2001 ist der Beweis, dass New York sich nie unterkriegen lässt: Wasserfälle ergießen sich in zwei riesige Auffangbecken, die an der Stelle der ehemaligen Twin Towers liegen

Gewimmel im Lichtermeer >>>>

Nirgendwo wuseln die Menschen und Autos in New York so durcheinander wie am weltberühmten Times Square. Da ein Teil des Platzes inzwischen Fußgängerzone ist: Mach es dir auf Treppenstufen oder Stühlen bequem und lass das Gewimmel im Lichtermeer ganz entspannt auf dich wirken

Superlativ-Shoppen >>>>

Macy’s ist das größte Kaufhaus der Welt und eine Institution in der Stadt, hier gibt es einfach alles. An Thanksgiving Ende November organisiert der Shopping-Tempel auch noch eine riesige Parade – mit Festwagen, Musik und gigantischen Luftballons

Tief Luft holen in der Grünen Lunge der Stadt >>>>

Der weitläufige Central Park (Foto) mit seinen Wiesen, Felsen und Wasserfällen blüht dank aufwendiger Restaurierung so schön wie lange nicht mehr. Ob Picknick mit Blick auf die Skyline, Zoo-Besuch, Gondelfahrt, Roller-Disco oder Open-Air-Konzert – dieser Park bietet für jeden etwas

Süße Kringel kosten >>>>

Die runden und eckigen Donuts der Doughnut Plant werdem mit Pistazien, Erdnussbutter oder Blaubeergelee fantasievoll aufgemotzt

So tickt New York

© Schapowalow Images: M. Rellini

Und dann holt die Stadt mal kurz Luft: Auszeit in SoHo

Entdecke New York

© huber-images: P. Canali

Außen wie innen ein ganz besonderes Gebäude: das Guggenheim Museum

New York, das ist die Hauptstadt des amerikanischen Traums. Wer diese riesige, energische, nervenkitzelnde Stadt und ihren Einfluss auf den Rest der Welt begreifen will, muss selbst hinfahren und dort aufwachen – mitten im nie endenden Summen der Metropole, zwischen Sirenengeheul und Zuggeratter, als einer von rund achteinhalb Millionen Menschen aus allen Ländern der Welt. Das New-York-Gefühl muss man einfach selbst erleben. Hautnah.

Neues Selbstbewusstsein am Ort des Terrors

New York ist hektisch, laut, herausfordernd, groß und mächtig. Der 2015 eröffnete Wolkenkratzer One World Trade Center (1WTC) dominiert mit seinen 541 m Höhe die südliche Skyline Manhattans und symbolisiert das wieder erstarkte Selbstbewusstsein. Gleich daneben erinnern die Wasserfälle des 9/11-Mahnmals eindrucksvoll an die Zwillingstürme, die hier vorher standen, und an den Terroranschlag, der sie einstürzen ließ. Wie eine Kathedrale der Mobilität erhebt sich der neue U-Bahn-Knotenpunkt Oculus östlich des Mahnmals. Der Bahnhof sieht aus wie ein überdimensionaler weißer Vogel, der seine Flügel zum Abheben öffnet – und ist derzeit der wohl spektakulärste Bau Manhattans.

© huber-images: M. Rellini

9/ 11 Memorial: würdevolle Erinnerung an eine furchtbare Tragödie

Hauptstadt des Nachtlebens

Außerdem ist die City nach wie vor die Hauptstadt des Entertainments: Nightlife vom supercoolen Jazz-Konzert bis zur Underground-Punk-Bar, vom angesagten Hip-Hop-Musical bis zum Opernabend der Spitzenklasse. Das Publikum ist bunt, begeisterungsfähig, kompetent und vor allem kritisch. Wer es hier schafft, schafft es überall – sang schon Frank Sinatra in seinem Welthit „New York, New York“. In Downtown Manhattan (also südlich der 14. Straße) ist die Restaurant- und Barszene spannender als in Midtown oder im nördlichen Manhattan. Neue elegante Hotels, hippe Nachtclubs und mutige Architektur wie das Cooper-Union-Gebäude, das New Museum und der Frank-Gehry-Tower (offiziell: 8 Spruce Street) locken New Yorker wie Touristen in den Süden. Neben altem Gemäuer liegen elegante Bars, Historisches steht neben Modernem – diese Gegensätze ziehen die Besucher an. Jedes Jahr im April wird das TriBeCa Film Festival, das von Filmstar Robert de Niro gegründet wurde, zum Besuchermagnet für Filmemmacher, Cineasten, Celebrity-Jäger und alle, die auf Glanz, Glamour und rote Teppiche stehen.

Kreativität und Nachdenklichkeit

Hört man „Empire State of Mind“, den Welthit von Jay Z und Alicia Keys von 2009, spürt man die Anziehungskraft des mal glitzernden, mal rauen Dschungels von Manhattan. Der Song ist die jüngste Hymne auf die Stadt der Möglichkeiten und Ambitionen. Die New Yorker aber sind nachdenklicher geworden: Die Protestbewegungen Occupy Wall Street und Black Lives Matter und die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten haben auch hier Diskussionen entfacht und am Weltbild amerikanischer Exzellenz gerüttelt. Im Medienzentrum der USA operieren die meisten der wichtigsten Fernsehsender, die großen Nachrichtenmagazine und die Tageszeitung, die als die beste der Welt gilt: The New York Times. Alle bedeutenden Buchverlage sitzen hier und haben den Weltmarkt im Blick.

Politisch ja, aber Politik wird in Washington gemacht

New York wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum Hauptsitz der Vereinten Nationen. Die UN-Zentrale am East River steht in der Debatte um globale Krisen und Konflikte im Mittelpunkt des Weltinteresses, und die amerikanische Politik hat New York nicht erst seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 immer im Blick. Aber New York zieht seine Bedeutung nicht aus der Politik. Dafür ist Washington, D. C. zuständig. Rund 8,5 Mio. Einwohner leben heute in der einstmals größten Stadt der Welt, die im Lauf der Geschichte längst von anderen Megacitys überflügelt worden ist. 24 Mio. Einwohner hat die Metropolitan Area insgesamt, die die angrenzenden Gebiete einschließt, dazu kommen die Touristen, die auf den Straßen Manhattans im Sog des hohen Fußgängertempos förmlich mitgerissen werden. Tendenz überall: steigend!

Die Stadt wird Grün

Ex-Bürgermeister Michael Bloomberg hat die Stadt in eine umweltverträgliche Metropole verwandelt. Das zeigt sich am Times Square, der teilweise zur Fußgängerzone wurde, und an mehr als 1600 Kilometern Fahrradwegen. Sein Nachfolger, der Liberale Bill de Blasio, setzt die grüne Revolution im verkehrsreichen Manhattan fort: Anfang 2017 wurde die neue Second Avenue Subway eröffnet, die schon 1920 erstmals als Plan formuliert worden war. Bisher gibt es allerdings nur drei Stationen an der Upper East Side, drei weitere sollen folgen. Verkehrsinseln wurden zu kleinen Ausruhoasen mit Bistrotischen, Stühlen und Sonnenschirmen umfunktioniert und die ehemalige Hochbahntrasse High Line in einen Park verwandelt. Über die gesamte Länge der Insel Manhattan erstreckt sich ein Park am Hudson River, in Brooklyn wurde die Uferlinie unter der Brooklyn Bridge meilenweit begrünt und begehbar gemacht – Strand, Bootsfahrten und Spielplätze inklusive. Im dicht gedrängten Verkehr beschleunigen Busfahrspuren das ökologischere Fortbewegungsmittel. Dazwischen drängeln klingelnde Fahrradrikschas, die einen schnell und umweltfreundlich ans Ziel bringen können. Oder du setzt dich selbst aufs Fahrrad: Die blauen Citi-Bikes finden sich an fast jeder Ecke und deine Tasche hat vorne im Gepäckkorb Platz. Per Kreditkarte und App besorgst du dir so ganz schnell und einfach eine Portion Fahrtwind.

Gehen bis die Füße glühen

Aber am aufregendsten ist es immer noch, die Stadt zu Fuß zu erobern. Denn New York ist schon lange als die vielleicht einzige amerikanische Metropole eine echte Fußgängerstadt. Die Straßen sind überwiegend als Gitternetz angeordnet und nummeriert, die Gehsteige meist breit und viele Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander. Man findet sich schnell zurecht und das Risiko, Opfer eines Kriminellen zu werden, ist nicht höher als in einer deutschen Großstadt. Die Straßen, Boulevards und Avenues sind wie Laufstege. Einfach gehen, gucken und staunen! Denn New York ist auch die Stadt der großen Gegensätze. Die Winter sind trocken und frostkalt, die Sommer nicht selten mehr als 30 Grad heiß und oft schwül. Das ausgedehnte Grün des Central Park trifft auf das wuchtige, unendliche Grau von Beton. Kirchen, die anderswo alles überragen, werden hier von den Wolkenkratzern förmlich umzingelt. Der Big Apple ist noch immer eine Stadt der Immigranten: Fast 40 Prozent der Bewohner sind eingewandert. Generell freut man sich über weitere Neuankömmlinge, denn viele sind gut ausgebildet (die Hälfte der New Yorker Ärzte etwa sind Immigranten) und hoch motiviert – und bringen die Kultur ihrer Heimat mit. So mischen sich hier viele globale Traditionen, von der Küche Äthiopiens über die Voodoo-Religion aus Haiti bis hin zu den Festtagsparaden der Italiener oder den Drachentänzen der Chinesen. New York ist ein tägliches soziales Experiment des Neben- und Miteinanders, das seinen Ursprung im weltweiten Handel der Hafenstadt hat und heute in allen Lebenslagen meistens spektakulär und bereichernd funktioniert.

Immer neue Einwanderer

Die Mixtur verändert sich permanent. Im 19. Jh. segelten Einwanderer aus Irland, Deutschland, Österreich und Russland in die Neue Welt. Anfang des 20. Jhs. kamen Italiener und Polen hinzu. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde New York rettender Hafen für verfolgte Juden aus Europa. Die Mischung ist so speziell, dass man nirgendwo sonst in den USA Vergleichbares findet. Deshalb empfinden sich die New Yorker als etwas Besonderes, sie sind kulturell wach, wirtschaftlich auf der Höhe, neugierig, tolerant und manchmal arrogant. Das gilt vor allem für die weißen New Yorker, die die Stadt dominieren, obwohl sie keine 50 Prozent der Bevölkerung mehr ausmachen. In den letzten Jahrzehnten sind Millionen von Mittel- und Südamerikanern hergezogen, Hunderttausende von Chinesen, Koreanern und Vietnamesen, dazu viele Afroamerikaner aus den Südstaaten. Der Zuzug war so groß, dass die Stadt ihren wirkungsvollsten Mechanismus fast verloren hat: das Verschmelzen, Vermischen und Integrieren vieler Verschiedenartigkeiten. Das verändert ihren Charakter, was David Dinkins, der erste schwarze Bürgermeister New Yorks, 1989 so beschrieb: „New York ist kein Schmelztiegel mehr. Es ist ein Mosaik, in dem alle Teile gleich viel wert sind.“ Doch im Mosaik zeigen sich Risse. Die Zugewanderten sind oft arm und nicht wenige illegal im Land, während die Bezahlung der Wall-Street-Schaffenden seit der Krise 2007/2008 erneut in schwindelnde Höhen schießt – was auch die enormen Lebenshaltungskosten erklärt. Und trotz allem: Die New Yorker überraschen mit ihrem Humor und einem freundlichen Pragmatismus.

Eine Stadt, fünf Stadtteile

Jeder der fünf Stadtteile, die boroughs, könnte für sich eine ganze Stadt sein – wie dies bis 1898 auch der Fall war, als Greater New York durch den Zusammenschluss von Manhattan, Brooklyn, Queens, Staten Island und der Bronx entstand. Brooklyn wird zunehmend interessanter durch seine Museen, die Architektur, den riesigen Prospect Park, die Designerläden und raffinierten Restaurants. Vor allem Williamsburg im nördlichen Brooklyn hat sich zu einem angesagten, teuren Ausgehviertel gemausert. Junge Künstler, Designer und andere Kreative haben ein Netzwerk aus Galerien, Restaurants und kleinen Läden geschaffen. Nun breitet sich das künstlerische Treiben Richtung Osten aus, vor allem in das ehemalige Industrieviertel Bushwick. Schrittweise entdecken die New Yorker auch Queens: Es hat die bunteste Bevölkerung , das am schnellsten wachsende Stadtviertel der USA, Long Island City, – und einen Strand zum Surfen. Aber für viele Besucher bleibt die lange, schmale Insel Manhattan – zwischen Freiheitsstatue und Harlem – das eigentliche Ziel. Hier schlägt das Herz der Metropole.


1524

Der italienische Entdecker Giovanni da Verrazzano segelt in den New Yorker Hafen und trifft auf die Lenape-Ureinwohner

1624

Die Niederländer besiedeln das Gebiet und nennen es Neu-Amsterdam

1664

Die Stadt ergibt sich kampflos den Engländern und wird in New York umbenannt

1788–1790

New York ist die erste Hauptstadt der USA

1886

Die Freiheitsstatue wird eingeweiht

1892–1954

Mehr als 12 Mio. Einwanderer reisen über Ellis Island ein

1952

New York wird Hauptquartier der Vereinten Nationen

2001

Bei den Anschlägen vom 11. September sterben fast 3000 Menschen

2012

Wirbelsturm Sandy hinterlässt verheerende Spuren

2020

Mit der Aussichtsplattform Edge öffnet in den Hudson Yards der höchste Open-Air-Ausguck der westlichen Welt


Auf einen Blick

Grafik herunterladen