im Steckbrief
Einwohnerzahl: 1,08 Millionen |
Einwohner je km2: 2657 |
Auch bekannt als:
Karnevalshochburg, Rheinmetropole, Kölle, Domstadt, Herzensangelegenheit
Typisch Köln? Wichtige Assoziationen und Vorurteile:
Karneval, Kölsch, Jeck, Dom, Belgisches Viertel, Bützen, Jeföhl, Fort, Lukas Podolski, Kölner Lichter, Hohenzollernbrücke, Südstadt, Veedel, Konrad Adenauer, Gaffel, FC, Vater Rhein, Kostüme, Party, Gay, Rheinschiffe, Höhner, »Kölle, alaaf«, Flönz, Kölscher Klüngel
Köln als Playlist:
1. »Viva Colonia« – Höhner (Die Hymne der Stadt)
2. »Mer lasse d’r Dom in Kölle« – Bläck Fööss (Die Ode an die Kölsche Lebensart)
3. »Pirate« – Kasalla (Das neue, junge Köln)
Die Weckschnapp, ein Turm am Konrad-Adenauer-Ufer, stammt aus dem Mittelalter und ist heute in ein Wohnhaus integriert. Immer wieder taucht dieser Turm in Sagen und Legenden rund um Köln auf. So sollen hier Gefangene, die durch heimliche Gerichte verurteilt wurden, eingesperrt gewesen sein. Sie bekamen weder Essen, noch Trinken und waren einem qualvollen Tod ausgeliefert. Um diesem Tod zu entgehen, konnte der Gefangene nach einem von der Decke herabhängenden Laib Brot springen. Sprang der verzweifelte Gefangene, öffnete sich jedoch im Boden des Turms eine Falltür. Das darunter befindliche Loch war mit scharfen Klingen versehen und führte direkt in den Rhein. Die eigentliche »Weckschnapp«, wie dieser Turm im Volksmund genannt wurde, wurde bei einem Hochwasser völlig zerstört. Um die Gruselgeschichten weiter erzählen zu können, wurde kurzerhand der nahegelegene Kunibertsturm künftig als »Weckschnapp« bezeichnet. Ein Besuch lohnt sich, denn der alte Turm ist mit einem modernen Anbau versehen, der einem Architektenpaar als Wohnhaus dient.
Die Weckschnapp vereint Alt und Neu
Standort: Konrad-Adenauer-Ufer 69 • Öffnungszeiten: tgl. 24 Stunden (nur von außen) • Wie kommt man hin? Linie 16/18 bis Ebertplatz
Die Flora und der Botanische Garten liegen direkt neben dem Kölner Zoo und sind ein wundervoller Ort zum Entspannen, Erholen und Spazierengehen. Auf den schön angelegten Wegen flaniert man vorbei an über 10.000, teilweise exotischen Pflanzen und kann auf der ersten Palmenallee Deutschlands das mediterrane Flair genießen. Besonders faszinierend sind die Rosengärten, ein kleiner Teich mit Seerosen und die Gewächshäuser, die miteinander verbunden sind. Dort gibt es eine Vielzahl an Kakteen zu bestaunen oder einen subtropischen Bereich, indem man sich fühlt wie in einem Regenwald. Der Park mitten im Großstadtgewirr ist ein wahres Paradies. Besonders idyllisch ist der kleine Wasserfall, der in einen angrenzenden See plätschert. Blumenwiesen, einheimische und asiatische Gewächse findet man direkt neben einem amerikanischen Mammutbaum. In dieser besonderen Atmosphäre fühlen sich Vögel und Eichhörnchen sehr wohl. Neben Entspannung ist Bildung ein wichtiges Thema in der Flora. Daher gibt es an fast jedem Wochenende Führungen, Vorträge und Ausstellungen, die man ebenfalls kostenfrei besuchen kann.
Unwirklich schön: die Palmenallee
Standort: Am Botanischen Garten 1a • Öffnungszeiten: Garten: tgl. von 8 Uhr bis Eintritt der Dämmerung (im Sommer maximal bis 21 Uhr) • Wie kommt man hin? Linie 18 bis Zoo/Flora
Der Aachener Weiher liegt an der Aachener- und Universitätsstraße im inneren Grüngürtel und gehört zu den spannendsten Treffpunkten in Köln für junge Leute und Junggebliebene, die eine quirlige Sommernacht oder einen erlebnisreichen Tag erleben möchten. Mit Picknickdecke, kühlen Getränken und Musik ausgestattet, kann man sich auf der Wiese am See niederlassen und das bunte Treiben beobachten. Ohne Picknickutensilien kann man für die Verpflegung den Biergarten am Aachener Weiher nutzen, den es so kein zweites Mal in Köln gibt. Ein absolutes Highlight sind die hübschen Schaukeln, die zum Biergarten gehören. Dort gibt es auch Liegestühle, von denen aus sich das quirlige Treiben beobachten lässt. Für alle Sportfans werden zudem spannende Events auf Großbildschirmen übertragen.
Standort: Richard-Wagner-Str. 51 • Öffnungszeiten: tgl. 24 Stunden • Wie kommt man hin? Linie 1/7 bis Universitätsstraße
Das Helios-Gelände in Ehrenfeld ist ein altes Fabrikgelände und gilt heute als sogenanntes Designquartier. Früher beherbergten die Gebäude die Helios AG. Markenzeichen des Areals ist ein 44 Meter hoher Leuchtturm, der heute immer noch dort steht. Nach einigen Jahren Leerstand entwickelte sich an diesem Standort eine ganz besondere Kultur, die sich in den Mietern der Räumlichkeiten widerspiegelte. Das alte Fabrikgelände entwickelte sich zum Quartier, in dem durch Kunst, Kultur und Musik eine besondere urbane Lebensart entsteht. Immer wieder gibt es hier unterschiedliche Veranstaltungen wie Street Food Festivals, Flohmärkte oder Kunstausstellungen. Auch wenn keine Veranstaltungen auf dem Gelände stattfinden, lohnt sich ein Besuch, um die besondere Industrie-Architektur zu bestaunen. Abseits, auf der Venloer Straße herrscht zudem ein multikulturelles Treiben, das dem Stadtteil Ehrenfeld ein besonderes Flair verleiht. Direkt an der Ecke Venloer Straße/Innere Kanalstraße befindet sich außerdem mit der neuen Moschee ein monumentales Bauwerk, das in Köln für viel Aufsehen sorgt.
Urbane Vielfalt auf dem Helios-Gelände
Künstlerateliers unter dem alten Leuchtturm
Standort: Helios Str. 35 • Infos zu den Veranstaltungen: www.termine.koeln.de/koeln • Wie kommt man hin? Linie 3/4/13 bis Venloer Straße Gürtel
Die Cologne Music Week ist eine Parallelveranstaltung zu den Passagen sowie der Interior Design Week und findet jedes Jahr zur gleichen Zeit statt. Geboten wird ein bunt gemischtes und abwechslungsreiches Musikprogramm. Auf unterschiedlichen Bühnen stehen vielversprechende Newcomer oder DJs mit einzigartigen Musikmixen. Für das einzigartige Programm werden immer wieder besondere Orte gewählt. So trifft man auf Musiker und DJs in angesagten Location wie dem Club Bahnhof Ehrenfeld, im Heinz Gaul, im Gewölbe, im Stadtgarten oder im Zum Scheuen Reh. Jeden Abend stehen andere Acts auf den Bühnen oder lassen die Plattenteller rotieren und vertreiben mit guter Laune sowie tollen Beats den Winterblues. An sieben Tagen gibt es eine ganze Reihe musikalische Festival-Highlights. Insgesamt finden sich über 50 Acts in Köln ein, um es so richtig krachen zu lassen. Zur großen Freude der Besucher ist der Eintritt zu fast allen Konzerten frei.
Musik satt auf der Cologne Music Week
Standort: unterschiedliche Locations meist in Ehrenfeld • Info: www.colognemusicweek.de • Wie kommt man hin? Linie 3/4/13 bis Ehrenfeld/Gürtel, S12 bis Ehrenfeld
Eine Stadt, ein Verein: Ein wahrer Kölner, ganz gleich ob Zugezogener oder waschecht, liebt nicht nur seine Stadt, sondern genauso den 1. FC Köln. Am Stadtrandgebiet, in Müngersdorf befindet sich das Rhein-Energie-Stadion, wo bei Niederlagen so manche Träne geflossen und auch so mancher Sieg gefeiert wurde. Wenn der FC spielt, ist Rudel-Gucken der Fans in einer Sportsbar oder vor dem TV zuhause angesagt. Ein wahrer FC-Fan hat natürlich eine Jahreskarte und ist live im Stadion dabei, um seine Mannschaft anzufeuern und die Liebe zum Verein zu zeigen! Geißbock Hennes, das Maskottchen, steht ja schließlich auch am Spielfeldrand und schaut den Spielern zu. Den FC hautnah erleben geht aber auch anders. Regelmäßig finden öffentliche Trainingseinheiten auf dem Trainingsplatz am Geißbockheim statt. Von der neuen Terrasse des offiziellen Clubhauses kannst man den Spielern bei der Vorbereitung auf das nächste Spiel kostenlos zuschauen.
Mitfreuen und mitleiden mit dem FC
Standort: Franz-Kremer-Allee 1-3 • Termine: www.fc.de • Wie kommt man hin? Linie 18 bis Klettenbergpark
In Köln gibt es eine ganze Reihe an Open-Air-Skate-parks, in denen man sich mit dem Board oder dem BMX-Rad so richtig austoben kann. Eines der schönsten und mit über 6000 Quadratmetern größten Areale befindet sich auf der rechten Rheinseite unter der Zoobrücke. Hier kommen nicht nur Skateboarder und Inliner auf ihre Kosten, sondern auch Boulderer, und das völlig kostenlos. Da sich das Gelände zwischen Jugend- und Rheinpark direkt unterhalb der Zoobrücke befindet, liegt ein großer Teil des Familienparks im Trockenen und kann sogar bei schlechterem Wetter genutzt werden. Für Inlineskater und Skateboarder gibt es Wobbles und Waves, eine Pool-Ecke sowie eine Curb-Bank, um das eigene Können auf die Probe zu stellen. Da der Untergrund aus Asphalt besteht, macht das Fahren so richtig Spaß. Weitere sportliche Aktivitäten lassen sich auf einer Multifunktionsfläche, die auch mit einer Bande ausgestattet sind, durchführen. Sie eignet sich für Streetsoccer, Rollhockey, Fußball, Basketball und Tennis. Das großartige Freizeitprogramm wird durch Trampolins und einen Schaukelwald abgerundet. Nach der Action lässt es sich auf dem Gelände des Jugendparks sowie im Rheinpark mit einem Blick auf die Skyline Kölns entspannen. Gastronomie gibt es zudem im Jugendpark, der nur einen Steinwurf vom Familienpark entfernt ist.
Standort: Am nördlichen Ende des Rheinparks unter der Zoobrücke • Info: www.koelner-jugendpark.eu/familienpark • Wie kommt man hin? Bus Nr. 150/250/260 bis Haltestelle Thermalbad/Claudiustherme
Ein besonderer Platz mit grandioser Aussicht ist die »Alte Liebe«, ein rotweißes Hausboot, das sanft auf den Wellen des Rheins schaukelt. Das 255 Tonnen schwere Schiff ist mit sieben Ankern und zwei Eisenketten am Rodenkirchener Ufer befestigt. Geht man den roten, langen Steg zur »Alten Liebe« hinunter, liegt rechts eine einladende Terrasse mit wundervollen Blumen und linker Hand ein Fahrradparkplatz. Die Terrasse ist mit hübschen Tischen, Stühlen und Sonnenschirmen ausgestattet, die bei Sonnenschein angenehm Schatten spenden. Es gibt auch einen Innenbereich mit Theke, um bei schlechtem Wetter gemütlich im Warmen zu sitzen. Selbst Tieren gefällt die »Alte Liebe« und die Aussicht. Seit mehr als 6 Jahren brütet immer dasselbe Entenpaar auf dem Hausboot. Ente und Erpel watscheln gerne einmal über das Hausboot und hinterlassen ihre Federn. Vom Hausboot »Alte Liebe« hat man einen unbeschreiblichen Blick auf die Kranhäuser im Rheinauhafen, den Dom, die Kölner Brücken über den Rhein und auf die Poller Wiesen bis hin zum Triangleturm in Deutz. Arno Frank, der Eigentümer des Hausbootes sitzt zudem gerne mit seinen Gästen auf der Terrasse und hat immer wieder spannende Geschichten zu erzählen, die er mit seiner »Alten Liebe« erlebt hat. Seine Arbeit einzustellen und die Rente zu genießen, kann sich der gelernte Chemiker nicht vorstellen. Er hat nach den Bränden und Kollisionen immer wieder von vorne angefangen, Menschen aus dem Wasser gerettet, eine Leiche gefunden, die in den Ketten hing und den Mann von Tina Turner schon vor der Sängerin selbst gekannt. Wenn er sich etwas wünschen könnte, würde er die »Alte Liebe« vielleicht noch an die spanische Küste verlagern. Aber »ich bin rundum zufrieden und sehr glücklich damit, wie es hier läuft«.
Kölsche Jeföhle: Alte Liebe rostet nicht
Standort: Rodenkirchener Leinpfad • Öffnungszeiten: Di-So ab 11 Uhr • Wie kommt man hin? Linie 16 bis Heinrich-Lübke-Ufer
Der WDR in Köln hat Besuchern so einiges zu bieten, denn hier entstehen die unterschiedlichsten Fernseh- und Radiosendungen. Hauptgebäude des WDT ist das Funkhaus am Wallraffplatz, direkt in der Nähe des Doms, wo sich der große und kleine Sendesaal, Redaktionsbüros sowie ein Filmarchiv befinden. Darüber hinaus gibt es das Vier Scheibenhaus und das Produktionsgelände in Bocklemünd, wo Filme in einzigartigen Kulissen gedreht werden. Radiosendungen wie 1Live werden aus dem Mediapark in Köln gesendet. Bei einer der kostenlosen Führungen kann man einen Blick hinter die Kulissen der größten Sendeanstalt der ARD werfen und die Stimmung in den heiligen Hallen auf sich wirken lassen. Täglich zwischen 12 und 15 Uhr werden die Pforten geöffnet. Dabei können Radio- und Fernsehstudios besichtigt werden. Die Nachfrage nach den Führungen ist recht groß. Man sollte sich daher rechtzeitig vorher online anmelden sollte (einfach nach »WDR Besucherführung« googeln). Und vielleicht begegnet man ja sogar der berühmten Maus und ihren Freunden oder anderen TV-Persönlichkeiten.
Standort: Wallraffplatz 5 • Öffnungszeiten und Termine: tgl. 9.30 Uhr, 12 Uhr, 12.30 Uhr, 15 Uhr, 15.30 Uhr (außer an Feiertagen) • Wie kommt man hin? S11/12/13/19 und Linie 5/8/16 bis Köln Hauptbahnhof
WDR-Arkaden und -Funkhaus im Zentrum