Kompetente Eltern

Nicht nur Ihr Baby ist für den „Erstkontakt“ gut von der Natur ausgestattet worden.

Auch Sie werden Eigenschaften und Fähigkeiten an sich entdecken, die Sie als kompetente „kontaktfähige“ Eltern ausweisen.

Beginnen wir mit der Mutter: Durch ganz bestimmte neurochemische Vorgänge im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt und engem Kontakt mit dem Baby entstehen – nicht anders als bei unseren Säugetierverwandten – neue „Verdrahtungen“ im mütterlichen Gehirn mit dem Ziel, ein „Muttergehirn“ zu schaffen, das höchst aufmerksam, beschützend und umsorgend das Wachsen und Gedeihen des Babys sichert. Man weiß auch: Mütter sind gerade in den ersten Tagen und Wochen besonders fähig, sich auf ihr Baby einzustellen. Die verschiedensten Hormone und Botenstoffe erlauben ihr einen Zustand, den der bekannte Kinderarzt und Psychoanalytiker D. Winnicott als primäre Mütterlichkeit bezeichnet hat. Was er damit meinte, ist eine bestimmte emotionale Verfassung, die es „neugeborenen“ Müttern erleichtert, sich in die Lage des Babys hineinzuversetzen und sich ihrem neugeborenen Baby „zur Verfügung zu stellen“ und die Anforderungen, die auf sie zukommen, zu genießen, weil sie sich mit dem Baby, das sie umsorgt, identifiziert. Diese „vorübergehende Krankheit“ – auch diese Bezeichnung stammt von Winnicott – macht die Mutter besonders sensibel für die Bedürfnisse ihres Babys.

Nicht nur Mütter sind „kompetent“

Aber nicht nur Mütter können sich auf diese biologische Grundausstattung verlassen. Auch Väter, Adoptiveltern und Frauen, die selbst nie schwanger waren, können sich nach täglichem engem Kontakt mit einem Baby wie eine biologische Mutter verhalten. Die körperlichen Signale des Babys lassen auch in ihrem Gehirn neue neurochemische Übertragungswege entstehen: die Verschaltung für Mutterverhalten, wie es die US-amerikanische Neurobiologin und Neuropsychiaterin Louann Brizendine formuliert hat.

Im Grunde genommen reagieren alle Menschen auf ein Baby mit einer Haltung, die nichts anderes ist als der Beweis für ein instinktives „Bemutterungs- und Kontaktprogramm“. Denn kennen wir nicht alle die Situation: Wir sehen ein kleines Kätzchen, einen Welpen, ein Baby – und fast automatisch fallen uns so Wörter wie goldig, süß, niedlich ... ein, eben Wörter, die ein ganz bestimmtes Gefühl in uns ausdrücken. Das Gefühl selbst ist schwer zu beschreiben. Ziemlich sicher verhindert es jedoch, dass wir gerade diesem „süßen Etwas“ Schaden zufügen. Im Gegenteil: Es löst in uns eher Schutz- und Bemutterungsimpulse aus – und zwar durch sein ganz bestimmtes Aussehen, die großen Augen unter vorgewölbter Stirn, die kurze Nase und die dicken Backen. Dieser Wirkung des „Kindchenschemas“, die sich ja auch die Werbung zunutze macht, verfallen (fast) alle: Kinder im Vorschulalter, Jugendliche – weibliche besonders, aber auch männliche –, dann vor allem natürlich werdende Mütter und Väter und auch werdende Großeltern, wie Studien ergeben haben.

Es gibt also eine allgemeine Bereitschaft, sich gerade Babys gegenüber fürsorglich zu verhalten, mit der Tendenz, sich noch zu steigern, wenn das Thema dran ist, also in der Pubertät mit dem Beginn der Geschlechtsreife und in Zeiten der Elternschaft, aber auch Großelternschaft.

Und jeder von uns beginnt, auf eine für Außenstehende oft äußerst merkwürdige Art und Weise, zu einem Baby Kontakt aufzunehmen. Unsere eigenen angeborenen Fähigkeiten lassen uns dabei intuitiv das Richtige tun. Wir zeigen bestimmte Verhaltensweisen, die nichts anderes sind als das passende Gegenstück zur Kontakterwartung des Babys und zu seinen Möglichkeiten, unsere Kontaktangebote wahrzunehmen, zu verstehen und auch selbst aktiv Kontakt aufzunehmen.

Blicke sagen mehr als Worte

Wer Menschen dabei beobachtet, wie sie mit einem Baby in Kontakt treten, wird überall in der Welt Ähnliches beobachten:

Gibt man einem Erwachsenen (oder auch Kindern ab einem bestimmten Alter) einen Säugling in den Arm, so wird er fast hundertprozentig versuchen, mit ihm Blickkontakt aufzunehmen, und zwar aus einer Entfernung von etwa 20 bis 30 Zentimetern. Er bietet also sein Gesicht dem Baby in der Entfernung an, in der es sieht. Er schaut ihm direkt ins Gesicht, versucht mit seinem Blick den Blick des Babys einzufangen. Und dann „funkt“ es – und zwar automatisch, ohne dass je die Person, die sich liebevoll einem Baby näherte, hätte den Grund dafür angeben können. Genau in dem Augenblick, wenn der Blickkontakt hergestellt ist, wenn sich die Blicke „berühren“, geschieht Merkwürdiges in ihrem Gesicht: Sie wird die Augen weit aufreißen, den Mund öffnen und mit überbetonter, verlangsamter sowie einer vereinfachten Mimik versuchen, den Blick des Babys zu fesseln. Sie wird seine Reaktionen an die Reaktionsgeschwindigkeit des Babys anpassen und auf die Signale und Gesprächsangebote eines Babys innerhalb von etwa 0,8 Sekunden antworten.

Das ist – wie Säuglingsforscher herausgefunden haben – der optimale Zeitrahmen dafür, dass ein Baby eine Verbindung zwischen dem eigenen Signal und der Reaktion darauf wahrnehmen und als Antwort empfinden kann.

Der Ton macht die Musik

Und natürlich wird jeder in dieser Situation mit dem Baby sprechen – und zwar in einer Sprache, die alle Babys der Welt verstehen. Vor allem die Sprachmelodie ist international. Sie umfasst – so haben Sprachforscher festgestellt – zwei Oktaven mit über 20 Halbtönen (die der „normalen“ Sprechweise nur etwa sieben Halbtöne), und in dieser Variationsbreite „singen“ Eltern überall auf dieser Welt ähnliche Melodien, um ihr Baby anzuregen, zu beruhigen, zu warnen, aufzumuntern und um mit ihm ins Gespräch zu kommen – auch wenn sie eben noch darüber herablassend gelächelt haben.

  1. Für die US-Anthropologin Dean Falk zeigt sich in der Ammensprache die Hauptfunktion der menschlichen Sprache: Als in der Entwicklung der Menschheit der aktive Tragling zum passiven wurde, also getragen werden musste, war seine Mutter hin und wieder gezwungen, ihn abzulegen. Um das Baby beruhigen zu können, musste ein neuer Weg gefunden werden, Nähe herzustellen: die Sprache. Statt der Vermittlung von Information – so ihre These – ging es beim „Sprechen“ ursprünglich um das Aufrechterhalten einer sozialen Beziehung, der zwischen Mutter und Baby, und das schon vor der Zeit des Homo sapiens.

Auch Sie können diese „Weltsprache“ sprechen, ohne sie jemals richtig gelernt zu haben. Ganz intuitiv werden Sie die sogenannte Ammensprache oder – wie sie heute auch oft in Deutschland heißt – die „Motherese“ verwenden. Wenn Sie mit Ihrem Baby sprechen, wird Ihre Stimme automatisch höher. Sie sprechen langsamer, mit vielen Übertreibungen und langen Vokalen. Ohne es bewusst gelernt zu haben, verwenden Sie beispielsweise ein ansteigendes „Ja“, um Ihr Baby aufzumuntern, ein helles „Ja“ mit abfallender Stimme, um es zu bestätigen, und ein tiefes „Ja“ mit fallender Melodik, um es zu trösten. Sie verwenden kurze einfache Sätze mit vielen Pausen, um immer wieder dasselbe zu sagen. Und Sie sprechen mit Ihrem Gesicht, den Augen, den Augenbrauen und der Mundpartie. Sie zeigen sich erstaunt, positiv überrascht mit weit geöffneten Augen, hochgezogenen Augenbrauen und bieten Ihr Gesicht immer wieder durch die Bewegung Ihres Kopfes an.

Und Sie tun damit genau das, was Ihr Baby interessiert und worauf es antworten kann. Denn Sie wissen intuitiv, worauf es anspricht. Folgen Sie Ihrem Impuls und sprechen Sie mit Ihrem Baby wie Ihnen der (Ammen-)Schnabel gewachsen ist. Und Ihr Baby wird Ihnen antworten. Hört es Ihre Stimme, ist es im wahrsten Sinn des Wortes ganz Ohr.

Intuition macht kompetent

Die elterliche Startausrüstung wird oft als „intuitive elterliche Kompetenz“ bezeichnet. Dieser Ausdruck stammt von Hanuš und Mechthild Papoušek, die sich seit Jahrzehnten mit der Beziehung zwischen Eltern und ihrem Baby beschäftigt haben. In vielen Gesprächen, Untersuchungen und Studien sind sie der Frage nachgegangen, wie es Eltern gelingt, ihr Baby „intuitiv“ – also ohne nachzudenken und ohne es bewusst gelernt zu haben – zu verstehen. Sie konnten zeigen, dass Eltern Fähigkeiten haben, die sie quasi von Natur aus mitbringen und die es ihnen erlauben, „automatisch das Richtige“ für ihr Baby zu tun, und zwar innerhalb von Bruchteilen von Sekunden, nachdem sie verstanden haben. Ohne zu wissen, wie oder warum, passen sie sich den Möglichkeiten ihres Babys in Mimik und Gestik, dem Tonfall ihrer Stimme und in der Geschwindigkeit, dem Rhythmus und der Intensität ihrer Bewegungen an. Sie wissen intuitiv, wie sie ihr Baby beruhigen und wann und wie sie es anregen können. Sie können ihre Anregungen zugleich so dosieren, dass sie der Aufnahmebereitschaft und Belastbarkeit ihres Babys entsprechen. Sie können dies, weil sie sich in ihr Baby einfühlen können.

Mütter und Väter besitzen besondere Antennen, die es ihnen ermöglichen, die „Sprache“ ihres Babys wahrzunehmen. Sie reagieren darauf, ohne lange zu überlegen, und zwar so, dass es genau für ihr Baby „passt“, weil sie sich in ihr Baby hineinversetzen können. Ohne diese Fähigkeit der Eltern, sich in ihr Baby im wahrsten Sinn des Wortes hinein- und einfühlen zu können, könnte wohl kein Baby gedeihen. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass im Laufe der Zeit aus Beziehung Bindung wird.

„Engelskreis positiver Gegenseitigkeit“

Vielleicht klingt Ihnen alles, was Sie eben gelesen haben, erst einmal zu optimistisch! Oft haben Sie wahrscheinlich das Gefühl, Ihr Baby einfach nicht zu verstehen – oder Sie haben Angst, falsch verstanden zu haben. Hatte es wirklich Hunger oder hatte es nicht doch Bauchschmerzen oder war einfach müde und überreizt? Wer kann Ihnen weiterhelfen, wer sagt Ihnen, dass Sie verstanden haben?

Ihr Baby zeigt es Ihnen! Außer sich vor Schreien und völlig verstört, „versteht“ es doch ihre Beruhigungsversuche und nimmt sie an: Es kommt auf Ihrem Arm langsam zur Ruhe, entspannt sich, schmiegt sich an, kuschelt sich in Ihren Arm und die Welt ist in Ordnung – für das Baby, aber auch für seine Eltern, die solche Momente wohl zu den glücklichsten in ihrem Leben zählen.

Für diese Augenblicke wählte die Münchener Psychologin Mechthild Papoušek in Anlehnung an den Begriff „Teufelskreis“, bei dem sich eine verfahrene Situation immer weiter aufschaukelt, das Bild des positiven Engelskreises. Im Gegensatz zum Teufelskreis, in dem es nur Missverständnisse und daraus resultierend negative, weil nicht passende Reaktionen gibt, entsteht ein Engelskreis, wenn Eltern und Baby sich verstanden haben, weil das intuitive Verhalten der Eltern zu den Bedürfnissen ihres Kindes passt. Babys brauchen diese Engelskreise für ihr Gedeihen. Aber nicht nur Babys sind auf Engelskreise angewiesen. Jedes Mal, wenn Eltern spüren, dass sie durch ihre Haltung, ihre Aktivität zu diesem Engelskreis beigetragen haben, bekommen sie das Gefühl vermittelt, gute Eltern zu sein. Das gibt ihnen Selbstvertrauen und motiviert sie, weiterhin alles – und zwar das Richtige – für ihr Baby zu tun.

Hätten Sie’s gewusst?

Der Tastsinn entwickelt sich schon ab der 8. Schwangerschaftswoche. Er ist bei der Geburt der am weitesten entwickelte Sinn. Was allerdings fehlt, ist die schnelle Weiterleitung der Reize, dazu müssen sich Nervenbahnen und Gehirn in den kommenden Monaten noch weiterentwickeln.

Um die 28. Schwangerschaftswoche kann das Ungeborene bereits Lichtunterschiede wahrnehmen. Bei der Geburt ist die Sicht allerdings noch nicht sehr gut entwickelt, ca. 20 Zentimeter weit. Die Sehschärfe eines einjährigen Kindes beträgt im Vergleich zu der eines Erwachsenen nur 50 Prozent.

Riechen und schmecken kann das Ungeborene schon im 6. Schwangerschaftsmonat. Beim Neugeborenen zeigt sich eindeutig, was das süße Fruchtwasser schon andeutet, bevorzugte Geschmacksrichtung ist von Beginn an „süß“.

„Baby-Alltag“ – so beginnt er

Trinken, Schlafen, Verdauen und Schreien – das ist es, woraus das Leben eines Neugeborenen besteht. So scheint es – doch es geht Ihrem Baby um viel mehr! Und die Eltern? Auch sie merken schnell, dass alles, was sie für ihr Baby tun, mit ihm tun – und das setzt Kommuni­kation voraus!

So haben Sie sich die ersten Wochen zu Hause vielleicht nicht ausgemalt. Hatten Sie nicht bisher immer alles im Griff? Und jetzt?

Was ist grundlegend neu? Sie sind nicht mehr Herr oder Frau im Haus. Ihr Baby bestimmt den Alltag. Und wie sieht der aus? Lassen Sie sich führen! Ihr Baby zeigt Ihnen jeden Tag ein bisschen deutlicher, was es von Ihnen braucht. Und Sie werden sich wundern, wie schnell Sie seine Sprache verstehen lernen. Wie das funktioniert? Sie versetzen sich in Ihr Baby, schlüpfen gewissermaßen in seine Haut mit dem Ergebnis, dass Sie bald ganz gut wissen, wie es ihm geht. Denn – und das ist der Trick der Natur – wenn es Ihrem Baby gut geht, geht es Ihnen gut. Und wenn es leidet und dies laut und überdeutlich zum Ausdruck bringt, leiden Sie mit und wollen möglichst schnell Abhilfe schaffen. Das heißt: Wenn Sie dafür sorgen, dass es Ihrem Baby gut geht, handeln Sie in Ihrem ureigenen eigenen Interesse.

Das werden Sie in den nächsten Wochen bemerken. Freuen Sie sich darauf!

Liebe geht durch den Magen

Für keinen Lebensabschnitt ist diese alte Volksweisheit so wahr wie für die ersten Wochen und Monate!

Die richtige Ernährung ist die Grundlage dafür, dass Ihr Baby nicht nur körperlich wächst und gedeiht. Liebe geht wirklich durch den Magen!

Nicht umsonst machen sich alle Mütter deshalb Gedanken: Werde ich mein Baby stillen können? Und für viele Mütter wird diese Frage zur alles entscheidenden Frage: Werde ich eine gute Mutter sein? Dabei definieren sie sich und ihre Kompetenz als Mutter über ihre Fähigkeit zu stillen. Auf diese Weise wird Stillen zu einer zu erbringenden Leistung und sie geraten unter Druck und verbauen sich die Möglichkeit, einfach gelassen zu sein.

Stillen ist Teamwork

Die natürlichste Sache der Welt – und doch will es von Mutter und Baby gelernt sein – mit- und voneinander!

Vor der Geburt erhielt das Baby seine Nahrung ohne Planung und Anstrengung. Nun muss sich seine Mutter aktiv darum kümmern. Aber das Baby gibt den Startschuss. Kurz nach der Geburt ist sein Such- und Saugreflex am stärksten ausgeprägt und durch sein Saugen gibt es das entscheidende Signal: Bestimmte Nerven werden in der Brust gereizt, die dann ihre Impulse an die Hirnanhangdrüse weitergeben. Dort werden die für das Stillen spezifischen mütterlichen Hormone (Oxytozin und Prolaktin) freigesetzt, die über die Blutbahn in die Brust gelangen. Der „Milcheinschussreflex“ wird ausgelöst, die Milchproduktion beginnt. Zur Milchproduktion der mütterlichen Brust gehören also immer zwei. Auf der einen Seite sind es natürlich die Möglichkeiten der Mutter, die sowohl von ihrer körperlichen als auch von ihrer seelischen Verfassung und ihrer Einstellung zum Stillen abhängen.

Auf der anderen Seite ist es jedoch das Baby, das seiner Mutter das wichtige Signal gibt, das in ihrem Körper den Milcheinschussreflex auslöst. Sind Mutter und Baby ein eingespieltes Paar, können später schon das Weinen oder der Anblick des Babys das Fließen der Milch bewirken.

Das Baby und seine Anstrengung sind dann auch für die Menge der Milchproduktion mitentscheidend. Denn für eine ausreichende Milchproduktion ist es wichtig, dass das Baby intensiv zu saugen in der Lage ist und dass sein Saugen als Reaktion auf den Milchfluss ausgeprägt genug ist, um bei seiner Mutter als Antwort und Bestätigung anzukommen.

Auch die Qualität der Milch kann das Baby regeln – wenn man ihm die Entscheidung überlässt. Zu Beginn der Stillmahlzeit trinkt es eine große Menge kalorienarmer (Vorder-)Milch, die den Durst stillt. Gegen Ende seiner Mahlzeit wird die Milch, sie wird auch Hintermilch genannt, kalorienreicher. Ein langes Saugen an der einen Brust verschafft ihm also eine ganz besonders gehaltvolle Mahlzeit. Beim Wechsel an die andere Brust sind Vorder- und Hintermilch bereits vermischt. Ihr Baby erhält so ein ganz perfektes Mixgetränk.

  Für den     Eltern-Alltag  

Auch ein Frühchen erhält das, was es braucht

Selbst nach einer Frühgeburt pro­duziert die Brust genau das, was das Neugeborene tatsächlich benötigt. Denn dem Bedarf des Frühchens entsprechend kommt jetzt eine besonders kalorienreiche und eiweißhaltige Milch. Erst nach dem Zeitpunkt des eigentlichen Geburtstermins passt sich der Eiweißgehalt nach und nach der reifen Muttermilch an.

Vitamin D und Rachitis

Eigentlich bietet die Muttermilch alles, was Ihr Baby braucht. Und trotzdem werden ihm von Anfang an „Pillen verordnet“? Warum? Ein Blick in die Medizingeschichte zeigt dies:

Rachitis, eine krankhafte Knochenerweichung, war eine bis ins letzte Jahrhundert nicht seltene und deshalb gefürchtete Vitamin-D-Mangel-Erkrankung des Säuglings- und Kleinkindalters. Sie zeigte sich in Verformungen des Skeletts (X- oder O-Beine), einem aufgebogenen Brustkorb und in Verkrümmungen der Wirbelsäule. Zwar kann Vitamin D bei ausreichender Sonnenbestrahlung (UV-Licht) der Haut vom Körper selbst gebildet werden. In unseren Breiten ist jedoch vor allem in den Wintermonaten genau dieses häufig für ein gesundes Wachstum der Knochen nicht möglich. Zur Rachitisvorbeugung wird deshalb heute allgemein empfohlen, Säuglingen ab dem fünften Lebenstag täglich für mindestens ein Jahr eine Tablette mit 500 I. E. (I. E. = Internationale Einheit = 0,0125 mg) Vitamin D (genauer Vitamin D3) zu geben. Diese Vorbeugung sollte im zweiten Lebensjahr vor allem in den Wintermonaten fortgesetzt werden. Sie muss es, wenn ein Kleinkind nicht die Gelegenheit hatte, im Frühjahr und im Sommer ausreichend Vitamin D durch die UV-Bestrahlung der Haut zu bilden.

Es gibt auch Gegner einer solchen flächendeckenden vorbeugenden Gabe von Vitamin D. Besonders manche homöopathisch und/oder naturheilkundlich arbeitenden Kinderärzte empfehlen entweder gar keine oder eine aus natürlichen Substanzen entwickelte Rachitisprophylaxe. Ihre Befürchtung: Eine allgemeine prophylaktische Vitamin-D-Zufuhr führe möglicherweise zur Überdosierung, die eine zu schnelle und starke Mineralstoffablagerung in den Knochen und damit einen vorgezogenen Alterungsprozess zur Folge habe. Diese Gefahr der Überdosierung besteht jedoch bei der heute allgemein verordneten Dosis nicht.

Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Kinderarzt, wenn Sie unsicher sind.

Babys Speiseplan

Wenn Sie Ihr Baby gleich nach der Geburt anlegen, erhält es die sogenannte Vormilch oder das Kolostrum, eine gelbliche Flüssigkeit, welche bereits seit der 16. Schwangerschaftswoche bis zum eigentlichen Milcheinschuss in der Brust produziert wurde. Sie ist besonders eiweiß-, mineral- und vitaminreich, enthält wenig Fette und Zucker, ist also genau richtig für den noch unreifen Verdauungstrakt Ihres Babys.

Was die Vormilch für eine optimale Entwicklung des Babys fast unersetzlich macht, ist ihr großer Anteil an mütterlichen Antikörpern gegen Viren und Bakterien. Durch sie bekommt das Neugeborene eine hohe Dosis an Schutz gegen sehr viele – nicht alle! – Erreger der neuen Umgebung außerhalb des Mutterleibs. In den ersten Stunden nach der Geburt ist die Antikörperkonzentration am höchsten, das ist ein weiterer Grund, das Baby so bald wie möglich nach der Geburt anzulegen.

Je öfter Sie Ihr Baby anlegen, desto schneller bildet sich die Übergangsmilch, also die Milch, die Ihr Baby in den ersten zwei Wochen seines Lebens braucht. Der Gehalt an Eiweiß und Abwehrstoffen sinkt, während ihr Fett- und Milchzuckergehalt steigt.

Nach 10 bis 14 Tagen beginnen die Milchdrüsen mit der Produktion der sogenannten reifen Frauenmilch. Sie wird über eine lange Zeit die richtige Nahrung Ihres Babys sein. Denn sie ist seinen Bedürfnissen entsprechend noch energiereicher als die Übergangsmilch, da sie mehr Fett und Laktose enthält.

Wenn Sie Ihr Baby stillen und sich selbst ausgewogen ernähren, ist seine Versorgung mit allem Lebensnotwendigen, auch mit Mineralstoffen und Vitaminen, gewährleistet. Ausnahmen sind das Vitamin K, das für die Blutgerinnung wichtig ist (siehe „Neugeboren“, S. 24), und Vitamin D, das notwendig ist für die Aufnahme von Kalzium und Phosphat und für deren Einlagerung in die Knochensubstanz.

Stillen ist Gesundheitsvorsorge

Denn gestillte Kinder

  1. haben weniger Allergien
  2. sind im ersten Jahr besser geschützt gegen Infektionen
  3. neigen im späteren Leben weniger zu Übergewicht und Adipositas
  4. haben ein geringeres Risiko für chronische entzündliche Darmerkrankungen
  5. entwickeln nur knapp halb so häufig eine Gluten-Intoleranz (Unverträglichkeit von Gluten, das in weizen-, roggen- und gerstehaltiger Nahrung zu finden ist) wie nicht gestillte Babys
  6. leiden statistisch gesehen später seltener unter Typ 1 Diabetes und Zöliakie.

Auf gutes Gelingen!

Zumindest in den ersten Wochen ist das Stillen ein ganz intimer Vorgang zwischen Mutter und Baby. Suchen Sie sich deshalb ein ruhiges Eckchen. Das ist gerade am Anfang wichtig, damit Sie ganz ohne Ablenkung aufeinander eingehen können. Finden Sie die bequemste Haltung für sich und Ihr Baby. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Ihr Baby zwar nach den ersten 10 bis 15 Minuten seinen größten Hunger gestillt haben. Weiternuckeln stillt sein Nähe- und Saugbedürfnis. Jetzt wird es auch immer wieder Pausen einlegen, um sich blicken und – dies erst nach und nach – deutlich machen, dass es an Ihnen und seiner Umgebung interessiert ist. Diese Pausen sind übrigens keine unnötige oder gar unerwünschte Unterbrechung des Trinkvorgangs! Sie haben eine wichtige soziale Funktion. T. B. Brazelton, der schon mehrmals zitiert wurde, beschreibt eine Beobachtung, die gerade die Unterbrechungen in ihrer angeborenen beziehungsstiftenden Funktion interpretieren lassen: Gibt man einem neugeborenen Baby eine Milchzubereitung auf Kuhmilchbasis zu trinken, trinkt es kontinuierlich – nur hin und wieder in unregelmäßigen Intervallen durch Pausen unterbrochen. Erhält es dagegen seine Muttermilch aus der Flasche, so verändert sich sein Trinkverhalten, sobald es den neuen Geschmack registriert hat: Sein Trinken wird jetzt durch regelmäßige längere Pausen unterbrochen. Dieser (angeborene) Trinkphasen-Pausen-Rhythmus als Reaktion auf Muttermilch signalisiert, dass Ihr Baby offenbar beim Stillen mehr als nur Ernährung erwartet. Denn die Pausen verschaffen Ihnen die Möglichkeit, mit ihm eine besondere Verbindung einzugehen! Genießen Sie also diese Momente der Pausen als Kontaktangebot Ihres Babys. Sie erfüllen damit seine angeborene Erwartung.

Die wichtigsten Tipps

Und immer noch unsicher? Dann bitten Sie die Hebamme oder eine Krankenpflegekraft noch einmal um Unterstützung. Dies ist Ihr gutes Recht! Eine große Hilfe ist auch der Rat einer „stillerfahrenen“ Mutter. Und wenn Sie dann zu Hause sind: Es gibt bundesweit viele Stillgruppen, in denen Mütter sich über ihre individuellen Erfahrungen und Schwierigkeiten mit dem Stillen austauschen können. Ausführliche Informationen finden Sie unter www.stillen-info.de, dem Internetportal der Nationalen Stillkommission und der Deutschen Liga für das Kind.

Mamas Speiseplan

Stillen ist körperliche Arbeit und die verbraucht Energie. Genauer: Der Kalorienbedarf einer stillenden Mutter ist um etwa 600 Kilokalorien gegenüber den Nicht-Stillenden erhöht. Dass Sie diesen Mehrbedarf möglichst durch eine ausgewogene Mischkost decken – und nicht nur durch Zucker und Fett – muss wohl nicht betont werden. Eine besondere „Stilldiät“ ist im Allgemeinen nicht erforderlich.

Sie haben sich hoffentlich schon während der Schwangerschaft gesund und ausgewogen – zum Beispiel nach den 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (siehe Kasten rechts) – ernährt und alles, was Sie während der Schwangerschaft gegessen haben, kennt Ihr Baby. Es ist gut, wenn es weiterhin geschmacklich an Ihren ganz normalen Essgewohnheiten teilhaben darf. Das ist die beste Vorbereitung, dass es ihm später an Ihrem Tisch schmecken wird!

Nahrungsergänzungsmittel wie etwa Vitamintabletten brauchen Sie (und Ihr Baby) in der Regel nicht. Das Netzwerk „Gesund ins Leben“, ein Zusammenschluss von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden, die sich mit jungen Familien befassen, empfiehlt jedoch wie in der Schwangerschaft zusätzlich zur Verwendung von Jodsalz eine Tablette täglich mit 100 Mikrogramm Jod.

Allergien und Unverträglichkeiten gegen bestimmte Geschmacks- und Eiweißstoffe, die über die Ernährung der Mutter in die Muttermilch gelangen, sind bei voll gestillten Babys sehr selten. Sie äußern sich bei entsprechender Veranlagung in Hautausschlägen, Erbrechen, Koliken, Durchfall oder Atmungsproblemen. Sollten in Ihrer Familie schwere Lebensmittelallergien vorkommen, besprechen Sie dies mit Ihrem Kinderarzt, der Ihnen dann möglicherweise empfiehlt, auf bestimmte Allergene (oft handelt es sich dabei um Kuhmilch, Nüsse, Fisch oder Hühnerei, siehe „Allergien vermeiden“, S. 68) in Ihrer Nahrung zu verzichten.

Ob Ihr Baby auf blähende Gemüse, Zwiebeln und Knoblauch oder säurehaltige Obstsorten mit Blähungen oder einem wunden Po reagiert, können Sie selbst feststellen und Ihre Ernährung daraufhin verändern. Die Empfehlung, grundsätzlich auf bestimmte Gemüse- und Obstsorten zu verzichten, entbehrt jedoch einer wissenschaftlichen Grundlage.

Ganz wichtig zu wissen: Eine einseitige Ernährung kann zu gefährlichen Mangelerscheinungen bei Ihrem Baby führen.

Ein besonders schwerwiegendes Negativbeispiel liefert die vegane Ernährung der Mutter: Ihrem Säugling können wegen des Vitamin-B-Mangels unkorrigierbare neurologische Schäden drohen. Auch der Eisenbedarf wird bei Babys, deren Mütter sich ohne jegliche tierische Eiweiße ernähren, oft nicht ausreichend gedeckt.

Auch Vegetarierinnen sollten durch eine bewusste Zusammenstellung Ihres Speiseplans die ausreichende Eiweiß- und Eisenzufuhr sicherstellen.

Last but not least: Dass Medikamente erst nach einer Absicherung durch den (Frauen-)Arzt eingenommen werden dürfen und Genussgifte (beispielsweise Alkohol, Nikotin, aber auch zu viel Koffein) tabu sind, wissen Sie ja schon aus der Schwangerschaft! Und wenn Sie doch einmal ein Glas Wein oder Bier trinken mögen: Tun Sie das immer kurz nach dem Stillen, dann ist beim nächsten Stillen schon ein Teil des Alkohols abgebaut!

 Checkliste

Gesunde Ernährung

Soll es Ihrem Baby gut gehen, müssen auch Sie sich gut ernähren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt folgende Ratschläge:

Belastete Muttermilch?

Glücklicherweise nimmt die Schadstoffbelastung der Umwelt mit giftigem PCB, DDT und Dioxinen, die sich als Gefahr für die Güte der Muttermilch herausstellte, aufgrund weitreichender Verbote in unseren Breiten seit Jahrzehnten stark ab. Rein genug für ein Baby ist Muttermilch leider manchmal dennoch nicht. Manche Mütter sind beunruhigt über die mögliche Anreicherung von umweltbedingten Schadstoffen in der Muttermilch.

Tatsächlich zeigten Untersuchungen, dass Muttermilch durch über 300 Schadstoffe belastet sein kann. Meist handelt es sich um neue Stoffgruppen wie Weichmacher, Flammschutzmittel, mit denen Kleidung imprägniert wird, und Duftstoffe. Mütter, die in häufigem direktem Kontakt mit Umweltschadstoffen (Landwirtschaft, chemische Industrie und Ähnlichem) stehen, sollten deshalb mit dem Kinderarzt das Risiko des Stillens für ihr Baby abwägen.

Glücklicherweise gibt es Warner, die dem Gift in der Muttermilch ständig auf der Spur sind. Dazu zählen z. B. der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR). Aber auch sie betonen immer wieder, dass die Vorteile der Ernährung durch Muttermilch gegenüber den möglichen Risiken bei Weitem überwiegen.

  1. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) beantwortet in seinen „Empfehlungen für die Ernährung von Säuglingen“ Fragen zum Stillen, zu Fertigmilch und Beikost, zum Übergang zur Familienernährung sowie zur Ernährung allergiegefährdeter Säuglinge. Sie können die Broschüre (aktuelle Auflage 12/2013) zum Preis von 400 Euro bestellen (Adresse: www.fke-do.de, oder telefonisch unter: 0 1805/79 81 83 (14 Cent/min aus dem deutschen Festnetz).

Brust oder Flasche?

Bisher wurde immer vom Stillen gesprochen. Es gibt natürlich auch Gründe für die Flaschenernährung. Aus medizinischer Sicht sind dies gesundheitliche Probleme der Mutter oder in sehr seltenen Fällen anatomisch ungeeignete Brustwarzen. Schadstoffbelastung in der Muttermilch kann eine Flaschenernährung ebenfalls sinnvoll machen.

Wenn manche Frauen nicht stillen können oder wollen, hat dies aber meist andere als medizinische Gründe: Fehlinformationen, mangelnde Unterstützung und Beratung ebenso wie spezifische Ängste und Befürchtungen, die mit der Stillsituation zusammenhängen und verhindern, dass eine Mutter sich ganz entspannt dieser neuen Erfahrung hingeben kann.

Vor allem junge Mütter kann zum Beispiel diese Erwartung des ständigen „Angebundenseins“ so sehr belasten, dass ihre Fähigkeit zu stillen beeinträchtigt wird. Denn eine Abwechslung bei der Betreuung ist in der ersten Zeit des Stillens, in der das Baby noch so häufig und unregelmäßig an die Brust will, schwer möglich.

Für manche Mütter ist auch die Vorstellung, ganz allein für das Wohl und Wehe ihres Kindes verantwortlich zu sein, beängstigend. Es gibt auch Frauen, die sich durchs Stillen rasch „ausgesogen, ausgeleert“ fühlen, insbesondere, wenn sie keinen Partner haben, bei dem sie selbst seelisch auftanken können. Eine entspannte Stillsituation tritt für eine Mutter erst dann ein, wenn sie die Entscheidung zwischen Brust oder Flasche frei treffen konnte.

Dafür ist es hilfreich, wenn sie sich der psychischen und sozialen Hintergründe ihrer Entscheidung bewusst ist. Bei entsprechender Unterstützung und Ermutigung können jedoch die meisten Frauen ihre Kinder mit Erfolg und zur Befriedigung beider stillen, denn nur ungefähr 1 Prozent aller Mütter ist aus organischen Gründen nicht dazu fähig. Wenn es mit dem Stillen nicht klappt oder schon nach wenigen Wochen die Milch nicht auszureichen scheint (dies ist der häufigste Grund, den Mütter, die nicht bis zum 6. Monat stillen, angeben), liegt es meist an schlechtem „Stillmanagement“ gleich nach der Geburt und danach, „neugeborenen“ Müttern mangelt es an Information und Unterstützung.

Deshalb sollte von allen Zuständigen und Beteiligten, also von Hebammen, Ärzten, Krankenhauspersonal und vor allem vom Partner und von der Familie, das Stillen zumindest in den ersten Wochen – am besten während der ersten vier Monate – intensiv gefördert und unterstützt werden. Denn das Baby kann hier darauf vertrauen, dass die natürliche Milchquelle seiner Mutter die für den Augenblick richtige Nahrung, in optimaler Temperatur, Menge sowie Zusammensetzung und garantiert keimfrei immer und überall bereithält.

Stillen: Viele Vorteile – Gewicht: Stillende Mütter gewinnen schneller ihre alte Figur zurück. Denn pro Milliliter produzierter Milch verbrauchen sie etwa eine Kilokalorie Energie. Mobilität: Muttermilch bietet hier eine große Erleichterung, denn sie ist unterwegs unkompliziert und schnell „verfügbar“. Gesundheit: Frauen, die gestillt haben, erkranken langfristig seltener an Brustkrebs als Frauen, die nie gestillt haben. Außerdem senkt Stillen das Risiko, später Diabetes Typ 2 zu entwickeln. Und: Die Milch ist günstig und ohne zusätzliche Arbeit verfügbar. Das Leben kann bequem sein!

Wenn Muttermilch ersetzt werden muss

Auf Seite 63 wurden einige Gründe genannt, warum ein Baby manchmal nicht gestillt werden kann. Für die Zubereitung von Flaschenmilch muss einiges beachtet erden.

Im ersten Lebensjahr ist Kuhvollmilch als Alternative zur Muttermilch absolut nicht geeignet, da sie sehr viel eiweißhaltiger als Muttermilch ist. Die Nieren eines Babys sind auch noch nicht in der Lage, deren hohen Gehalt an Mineralstoffen zu verarbeiten. Sie muss also den Bedürfnissen des menschlichen Babys angeglichen werden. In „artgerechter“ Verarbeitung jedoch ist sie im Allgemeinen der Hauptbestandteil jedes Muttermilchersatzes.

Wenn Sie – wie früher üblich – für Ihr Baby die Flaschennahrung aus mit Stärke, Zucker, Reisschleim und Keimöl angereicherter Halbmilch (halb Wasser, halb Kuhvollmilch) selbst zubereiten, laufen Sie immer Gefahr, in der Zusammensetzung dem Organismus des Babys nicht gerecht zu werden. Auch hygienische Bedenken sind bei einer „hauseigenen“ Zubereitung meist nicht unangebracht.

Anders ist dies bei industriell gefertigter Säuglingsmilchnahrung. Aufgrund der strengen Bestimmungen der deutschen Diät-Verordnung und der EU-Richtlinien ist sie so die weitaus bessere und sicherere Alternative zur Muttermilch. Auch sie wird aus Kuhmilch hergestellt. Die notwendige Anpassung an den Organismus des Babys wird erreicht, indem der Eiweißgehalt der Kuhmilch vermindert wird. Auch der höhere Gehalt an Mineralstoffen wird reduziert. Milchzucker (Laktose) wird hinzugefügt. Das Butterfett der Kuhmilch wird durch andere Fette ausgetauscht. Vitamine werden den Diätverordnungen entsprechend zugesetzt (etwa Vitamin K).

Anfangs- und Folgenahrung

Industriell gefertigte Milchnahrung wird nach den Richtlinien der Europäischen Union in Anfangsnahrung (Pre-Nahrung beziehungsweise „1“-Nahrung) und Folgenahrung (Kennzahl 2 oder C im Namen) unterschieden.

Pre-Nahrung ist der Muttermilch in Zusammensetzung und Sättigung sehr ähnlich. Auch sie enthält Laktose als einziges Kohlenhydrat. Produkte, die zusätzlich andere Kohlenhydrate (zum Beispiel Stärke) enthalten, werden als „1“-Nahrung bezeichnet. Ihnen wird eine stärkere Sättigung zugeschrieben. Inwieweit sie die Gefahr der Überfütterung mit sich bringen, ist bisher wissenschaftlich nicht untersucht. Achten Sie aber immer genau auf die Dosierungsanleitung der Hersteller.

Folgenahrung wird von den Herstellern als geeignet für die Ernährung von Säuglingen über sechs Monaten empfohlen. Davor ist sie wegen ihres hohen Eiweiß- und Mineralstoffgehalts nicht geeignet. Sie darf Gerste, Roggen und Hafer enthalten. Aus ernährungsphysiologischen Gründen ist eine Umstellung von Pre- auf Folgenahrung nach den Empfehlungen des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) in Dortmund aber nur in Einzelfällen (zum Beispiel wenn sich das Kind nicht auf Beikost umstellen lässt oder sehr schlecht isst) notwendig.

  1. Für Babys, die nicht gestillt werden, ist industrielle Säuglingsmilchnahrung während des gesamten ersten Lebensjahres die erste Wahl. Selbst hergestellte Säuglingsmilch ist nicht zu empfehlen. Jede Art von Tiermilch (Ziegen-, Schaf- oder Stutenmilch) ist ernährungsphysiologisch und hygienisch für Säuglinge bedenklich, wenn nicht gefährlich. Pflanzliche milchartige Produkte sind nicht geeignet. Eine Übergangsphase auf eine Folgenahrung ist nicht notwendig.

Gutes Wasser für Ihr Baby

In der Werbung wird häufig die Zubereitung von Babynahrung mit Mineralwasser angepriesen. Im Gegensatz dazu vertreten Experten die Ansicht, dass Säuglingsnahrung in der Regel mit (abgekochtem) Trinkwasser zubereitet werden sollte: Sie warnen vor möglichen Krankheitskeimen in gekauftem Wasser und weisen darauf hin, dass Trinkwasser das am besten kontrollierte Lebensmittel ist. Leider gilt dies jedoch nur bis zur Haustür. Denn Blei- oder Kupferrohre in älteren Häusern können die Schwermetallbelastung so stark erhöhen, dass das Wasser auf Dauer für Säuglinge schädlich ist. Lassen Sie das Wasser untersuchen, wenn Sie Bedenken über den Zustand Ihrer Wasserrohre haben. Wenden Sie sich dann an Ihr Gesundheitsamt. Es führt Wasseranalysen selbst durch oder vermittelt ein Labor. Bleianalysen können Sie gratis durchführen lassen, wenn Sie angeben, dass in Ihrem Haushalt ein Baby oder Kleinkind lebt.

Empfohlen wird auf jeden Fall, für die Zubereitung von Babynahrung nicht das erste Wasser am Morgen zu verwenden. Denn dieses stand die ganze Nacht in den Rohren. Also: Erst duschen, dann Baby füttern ... Wenn Ihr hungriges Baby das zulässt!

Vor allem in ländlichen Gegenden kann auch der Nitratgehalt des Wassers zu hoch sein (siehe Kasten unten). In diesen Ausnahmefällen wird empfohlen, auf Mineralwasser zurückzugreifen, das die Bezeichnung „für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“ trägt. Solches Wasser darf laut Verordnung einen Natriumgehalt von 20 mg/l, einen Nitratgehalt von 10 mg/l, einen 
Nitritgehalt von 0,02 mg/l und einen Fluoridgehalt von 0,7 mg/l nicht übersteigen.

  1. Informieren Sie sich bei den örtlichen Wasserwerken über „Ihr“ Wasser. Lassen Sie es untersuchen, wenn Sie eine Schwermetallbelastung befürchten. Verwenden Sie möglichst nicht das erste Wasser am Morgen für die Zubereitung der Babynahrung.

Schon allergisch?

Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers gegen fremde Stoffe (Allergene) aus der Umwelt.

Wenn Sie von einem erhöhten genetischen Risiko in ihrer Familie wissen, sollten Sie wenn möglich stillen. Denn bei von Anfang an nicht gestillten Kindern kann im Säuglingsalter besonders häufig eine Kuhmilchallergie ausgelöst werden: Das Baby reagiert dabei allergisch auf bestimmte Eiweiße, die in der Kuhmilch (auch in Ziegen- oder Stutenmilch) enthalten sind. Der beste Schutz gegen eine solche Kuhmilchallergie des neugeborenen Babys ist das Stillen, da Muttermilch arteigenes Muttermilcheiweiß enthält.

Wenn Sie Ihr Baby nicht stillen können, greifen Sie im Fall eines erhöhten Allergierisikos auf eine allergenreduzierte Milchformula zurück. Es gibt sie in zwei Varianten: schwach verändert (HA-Nahrung) und stark verändert (Extensivhydrolysat).

Kein Soja – Hin und wieder wird auch empfohlen, in der Säuglingsnahrung Kuhmilch durch Sojamilch zu ersetzen. Aber Vorsicht: etwa ein Viertel der Babys, die auf Kuhmilch allergisch reagieren und Soja im ersten Lebenshalbjahr bekommen, vertragen auch Sojamilch-Nahrungen nicht. Außerdem wird aufgrund des hohen Phytoöstrogengehalts davor gewarnt, Soja vor dem ersten Geburtstag zu verwenden.

HA-Nahrungen (hypoallergene Nahrungen) sind zwar auf Kuhmilchbasis hergestellt, ihre Möglichkeit, Allergien hervorzurufen, ist jedoch weitgehend eingeschränkt. Sie eignen sich zur Prävention (Vorbeugung), da die allergieauslösenden Eiweißstrukturen zum großen Teil durch Enzyme abgebaut sind. Es sind allerdings immer noch so große Eiweißbruchstücke vorhanden, dass ein bereits Kuhmilch-allergisches Kind darauf reagieren würde.

Deshalb muss bei einer bestehenden Kuhmilchallergie ein Extensiv-/Vollhydrolysat eingesetzt werden.

Die verbliebenen Eiweißbruchstücke in einer HA-Nahrung haben den Zweck, den Körper schonend an Milch zu gewöhnen und damit eine Toleranzentwicklung zu unterstützen.

Allergien vermeiden – Wenn in Ihrer Familie Allergiker sind, ist die beste Vorbeugung Stillen. Falls Sie nicht stillen können oder wollen, empfehlen sich HA-Nahrungen (hypoallergene Nahrungen).

Spezialnahrungen zum Beispiel für Säuglinge mit Kuhmilchallergie sollten Sie nur in Absprache mit dem Kinderarzt auswählen. Soja-, Mandel- oder Reismilch oder selbst hergestellte Säuglingsmilch aus Kuh-, Ziegen-, Schaf- oder Stutenmilch sind nichts für Ihr Baby.

Auf Bestellung

Die alte Regel, dass ein Säugling strikt nach einem Zeitplan (meist alle vier Stunden) zu stillen ist, gehört inzwischen der Vergangenheit an. Für Neugeborene, die bis vor Kurzem im Mutterleib ununterbrochen „gefüttert“ wurden, ist ein fixer Fütterungszeitplan auch nicht geeignet – und schadet im Übrigen auch der Milchproduktion. Denn wenn Ihr Baby dann trinken kann, wenn es Hunger hat, regelt sich die Balance von Nachfrage (Babys Hunger) und Angebot (die Menge der Milch, die die Brust produziert) am besten. Deshalb wird heutzutage jeder Mutter empfohlen, ihr Kind „nach (seinem) Bedarf“ – oder „on demand“, wie Fachleute dies nennen – zu stillen.

Viele Mütter sind jedoch unsicher. Wie erkenne ich den Bedarf? Ist jeder Schrei ein Hungerschrei? Für den Anfang gilt: Geben Sie Ihrem neugeborenen Baby die Brust dann, wenn es schreit. Nach und nach werden Sie bemerken, dass Ihr Baby dann, wenn es hungrig ist, dies oft mit Schmatzen oder suchenden Kopfbewegungen signalisiert. Wenn Sie ihm dann Ihren Finger anbieten, wird es auch sofort zu saugen beginnen.

Bald werden Sie auch seinen Hungerschrei vom Schreien aus anderen Gründen unterscheiden können. Bis dahin gilt: Wenn Ihr Baby hungrig ist, lässt es sich einfach durch nichts anderes als durch Stillen beruhigen.

Seien Sie unbesorgt! Mit Muttermilch ist eine Überfütterung unmöglich. Insbesondere in den ersten Wochen ist eine hohe Kalorienaufnahme für Ihr Baby, für sein Wachstum und vor allem für seine Gehirnentwicklung absolut notwendig.

Nach und nach wird Ihr Baby aller Voraussicht nach zu seinem ganz eigenen Rhythmus finden, der längere Intervalle zwischen den einzelnen Mahlzeiten zulässt. Diese Entwicklung hängt nicht nur mit der Ernährungssituation zusammen – also der Menge und Zusammensetzung der Milch, die es trinkt, seinem bis dahin erreichten Gewicht, seinem Hunger und Ähnlichem. Zu einer Regelmäßigkeit des Hungergefühls zu finden, ist auch Teil einer allgemeinen reifungsbedingten Rhythmisierung, die seinen gesamten Organismus mit allen seinen Funktionen betrifft.

Diese Rhythmisierung ist etwa nach drei Wochen sowohl im Elektroenzephalogramm (EEG), das die Hirnströme misst, als auch im Elektrokardiogramm (EKG), das die Herzfrequenz aufzeichnet, erkennbar. (Und noch ein Gedanke: Auch Ihre Milchproduktion ist nun auf längere Intervalle eingestellt.)

Dazu kommt: Stillen und Gestilltwerden sind ja mehr als ein „Fütterungsvorgang“. Hier passiert ein Austausch von Kontakt- und Beziehungsangeboten. Und mit jeder Woche wird das Repertoire dieser wechselseitigen Beziehungsgestaltung größer. Weder Sie noch Ihr Baby sind dann einzig und allein aufs Stillen angewiesen, um sich gegenseitig Ihrer Liebe zu versichern.

Übersetzungshilfen

Ihr Baby „sagt“ Ihnen, ob es hungrig ist oder pappsatt.

„Ich bin hungrig.“

„Ich bin satt.“

Die Kehrseite der Medaille

Sie werden es selbst bemerken: Ihr Baby „muss“ meist unmittelbar nach dem Trinken, und zwar entleeren sich dabei Blase und Darm oft gleichzeitig. Das ist neu. Niere und Blase arbeiten zwar schon seit der 14. Schwangerschaftswoche. Deshalb funktioniert die Harnausscheidung auch gleich nach der Geburt.

Die Produktion von Stuhlgang hingegen ist ein Anpassungsprozess an die neue Ernährungsweise, der einige Tage braucht: In den ersten Lebenstagen scheidet das Neugeborene das Kindspech (Meconium) aus, eine dunkelgrüne, fast schwarze Substanz. Dieses Kindspech hat sich während der Schwangerschaft im Darm des Babys angesammelt. Genau genommen ist es kein Verdauungsprodukt. Es besteht aus allem, was das Baby in den letzen Monaten geschluckt hat. Die Verdauung setzt erst mit der ersten Nahrungsaufnahme nach der Geburt ein, die auch die Ausscheidung des Kindspechs in Gang setzt. Die ersten Verdauungsprodukte sind der sogenannte Übergangsstuhl. Er ist weniger zähflüssig und leicht grünlich.

Am dritten Tag beginnt der Stuhl heller zu werden. Der normale Muttermilchstuhl, den Ihr Baby etwa nach dem fünften Tag ausscheidet, ist dann cremig bis wässrig, senffarben und riecht im Allgemeinen wenig. Babys Stuhl kann jedoch sehr von dieser Beschreibung abweichen, ohne deshalb auf Verdauungsstörungen hinzuweisen. Er kann grün oder orange sein, kann Krümel oder Schleim enthalten oder sein Aussehen kann an Rasierschaum erinnern. Die Farbvarianten bedeuten nicht, dass etwas in Unordnung ist. Ein voll gestilltes Neugeborenes, das Stuhlgang hat, welcher vom dritten Tag an heller wird, ist gesund. Ein Baby, das am fünften Tag noch Kindspech ausscheidet, sollte sofort ärztlich überprüft werden.

Windelberge

Mehr als 6 000-mal werden Sie Ihr Baby wickeln müssen, bevor es „sauber und trocken“ ist. Was früher eine Kunst war, geht seit der Erfindung der Höschenwindel ruck, zuck. Die Windeldermatitis (siehe „Wehwehchen“, S. 337) ist mit der Einführung der hochsaugfähigen Windeln zurückgegangen. Flüssigkeitsabsorber (Quellstoffe aus Polyacrylaten), die den Urin beim Einnässen zu Gel verwandeln, sorgen dafür, dass der Po trocken bleibt. Trotzdem werden Sie hin und wieder bei Ihrem Baby einen roten Po, also gerötete Haut entdecken.

  1. Frische Luft wirkt vorbeugend. Je öfter Ihr Baby nackt ist, desto weniger neigt seine Haut zu Irritationen.

Ursache sind oft scheuernde, schlecht sitzende Windeln und zu langer Kontakt mit Urin, der nicht mehr von der Windel aufgenommen werden konnte. Frische Luft ist in den meisten Fällen die beste Medizin, um Pustelchen oder nässende entzündete Stellen zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass der Po des Babys nach dem Waschen ganz trocken ist. Föhnluft tut hier gute Dienste.

Zur Pflege eignen sich die üblichen Babycremes (nicht zu dick aufgetragen!). Puder ist dagegen nicht empfehlenswert, er klumpt und reizt die Haut noch mehr. Und: Schon kleine Pudermengen können Babys Atemwege verstopfen.

In hartnäckigen Fällen sind Zinkpasten oder -salben aus der Apotheke angezeigt. In schweren Fällen sollte das Baby dem Kinderarzt vorgestellt werden, denn entzündete Kinderpopos in Verbindung mit dem feuchtwarmen Klima, das sich innerhalb einer Windel herstellt, sind ein idealer Nährboden für Hefepilze (Candida), genauer gesagt eine Windeldermatitis.

Blähungen, Verstopfung, Durchfall?

Viele Babys haben in den ersten Lebenswochen und -monaten vermehrt Blähungen und leichte Verdauungsprobleme. Ursachen hierfür können die Unreife des Verdauungssystems nach der Geburt oder das Schlucken von zu viel Luft beim Trinken sein (zu den sogenannten Dreimonatskoliken siehe „Und es schreit immer noch!“, S. 87). Verstopfung kommt bei gestillten Kindern eigentlich nicht vor. Auch wenn sie nur alle ein bis zwei Tage die „Windel voll machen“, ist dies durchaus normal.

Von Verstopfung spricht man auch bei nicht gestillten Kindern erst, wenn sie weniger als einmal alle drei Tage Stuhlgang haben. Meist ist dies die Folge von Flüssigkeitsmangel. Etwas Tee oder stärker verdünnte Milchfläschchen sind dann hilfreich.

Unter Durchfall versteht man bei nicht gestillten Kindern mehr als drei flüssig bis wässrige Stühle an einem Tag. Gestillte Kinder können allerdings bis zu vier Stühle pro Tag haben, ohne dass es sich um Durchfall handelt. Entscheidend ist die Konsistenz. Wenn Sie bei Ihrem Baby häufige wässrige Stühle beobachten, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt. Denn Durchfall ist gerade bei Neugeborenen gefährlich, da sie proportional zu ihrem Körpergewicht dabei häufig sehr viel Flüssigkeit verlieren.

Ganz besonders wichtig ist es, bei Durchfall deshalb als Ausgleich für eine genügende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen. Aber auch Elektrolyte (Mineralstoffe) gehen durch zu häufigen Stuhlgang bei Durchfall verloren. Eine Mineralstofflösung kann in solchen Fällen den Verlust ausgleichen.

  Für den     Eltern-Alltag  

Dass das „große Geschäft“ Schwerarbeit voraussetzt, zeigt Ihnen Ihr Baby durch angestrengtes Grimassieren, einem roten Kopf, ruckartigen Bewegungen mit Armen und Beinen, und „seltsamen“ Lauten kurz bevor es Stuhlgang hat und einer plötzlichen Entspannung danach. Auch der Blasenentleerung geht oft ein „Ausscheidungssignal“ voraus, das Mütter nutzen können, um es einfach abzuhalten – es sei denn, es ist – wie in unseren Breitengraden witterungsbedingt fast immer notwendig – warm „verpackt“.

Gestillte Kinder sollten dabei weitergestillt und möglichst häufig angelegt werden.

Nicht gestillte Kinder sollten ihre Fläschchennahrung weiter bekommen, aber in kleinen Portionen und eventuell verdünnt mit einer Elektrolytmischung. Mehr zu diesem Thema finden Sie im Kapitel „Hilfe“ auf Seite 343.