Written by: Eileen Bonoch

Coverbild: Markus Bonoch

Alle Rechte am Text liegen bei Eileen Bonoch

Alle Rechte am Bild liegen bei Markus Bonoch

Books on Demand GmbH

ISBN: 9783746003757

„Wir leben auf einem blauen Planeten, der

sich um einen Feuerball dreht,

mit ‘nem Mond, der die Meere bewegt

& du glaubst nicht an Wunder?“

~Unbekannt

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1:

Müde öffnete ich meine Augen, als mein großer Bruder die Türe des Autos aufriss und an meinen Schultern rüttelte. "Mara, wach auf! Wir sind da!", sagte er leise, um mich nicht zu erschrecken. "Lass mich schlafen", murmelte ich vor mich hin und drehte mich von der Sonne weg, doch mein Bruder hob mich einfach aus dem Auto und setzte mich auf den harten, kalten Boden.

"Hey! Das ist unbequem!", rief ich ihm nach, bevor ich mich doch dazu entschloss aufzustehen, denn der Boden war wirklich nicht sonderlich gemütlich. Seufzend klopfte ich mir den Schmutz von den Klamotten und sah dabei meinem Bruder zu, wie er begann das Auto leer zu räumen. Wir wohnten jetzt zusammen in einem kleinen Haus, das früher unseren Eltern gehört hatte, aber sie wohnten jetzt in dieser riesen Villa irgendwo in New York City. Woher sie das Geld haben? Ganz einfach: Je mehr sie arbeiteten, desto mehr „Liebe“ konnten sie ihren Kindern auszahlen. Also hatte ich nie wirklich eine intakte „Familie“ gehabt, dafür aber viele verschiedene Kindermädchen.

Ich war gerade mal 17 Jahre alt, aber mein Bruder Samuel, oder kurz Sam, war bereits 21 und ich hatte beschlossen mit ihm hier her zu ziehen, nach Perlhood in New Jersey, um dort unser eigenes Leben zu leben. Das Zugeständnis meiner Eltern zu bekommen war ganz einfach. Immerhin mussten sie sich dann nicht mehr um ein Kindermädchen bemühen und das Haus stand sowieso leer.

Ich seufzte leise auf und machte mich auf den Weg ins Haus. Ich war schon ganz gespannt auf mein neues Zimmer, denn es hatte sich viel verändert, seit ich das das letzte Mal hier war. Sammy hatte den ganzen Sommer mit seinen Freunden aus New York hier verbracht und sie hatten alles renoviert und möbliert. Ich war schon ganz gespannt auf mein neues Zimmer.

Das Bad war im ersten Stock, direkt gegen über von meinem und Sammys Zimmer. Mein Zimmer war ganz schlicht weiß gestrichen. Es standen dort nur mein schwarzes Bett, mein weißer Schreibtisch, mein Fernseher, mein Kleiderschrank und das Nachtkästchen, neben meinem Bett. Ansonsten lagen noch hier und da Kabel für den Fernseher oder DVDs und vor allem standen überall Umzugskartons. Ich seufzte laut auf und überlegte mir, wo ich anfangen sollte, schließlich hatte ich jetzt ein etwas kleineres Zimmer und somit auch weniger Staufläche. Aber ich würde eh noch ausmisten müssen, also wieso es noch unnötig vor mir herschieben?

Ich seufzte erneut auf vor lauter Frust und Demotivation und warf die Hände in die Luft, bevor ich den ersten Karton öffnete und anfing, meine Klamotten in den Schrank zu räumen. Die Hälfte der Kiste würde ich eh nicht mehr tragen, also ließ ich den Inhalt gleich in der Kiste und beschloss darin alles zu sammeln, was ich an das städtische Kinderheim oder sonst wohin spenden konnte. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit und Sam trug, während ich alles einsortierte, noch weitere Kartons nach oben und stapelte sie inzwischen. „Seit wann habe ich so viele Sachen und wie haben die alle in das Auto gepasst?“, dachte ich frustriert. Als mein Nacken zu schmerzen begann, beschloss ich, eine kleine Pause zu machen. Gerade in diesem Moment kam Sam herein und fragte, ob ich auch eine Pizza wollte. Ich sagte sofort ja, was von einem lauten Magenknurren begleitet wurde. Ich lachte leise auf, während Sammy sich vor Lachen kaum mehr halten konnte, und lief ihm erschöpft hinter her, nach unten. Mein Magen schrie mich jetzt bestimmt schon eine halbe Stunde an, während ich auf Sam wartete. Er holte die Pizza in der Stadt ab, allerdings musste er dazu in die Stadt und wieder zurückfahren. Als es klingelte sprang ich auf und rannte zur Tür. "Na endlich!", rief ich theatralisch aus und merkte erst dann zu spät, dass jemand fremdes vor der Tür steht. "Sorry- Äh ich hatte hätte jemand anderen erwartet", murmelte ich und wurde rot. Wieso musste sowas auch immer mir passieren? Vor mir stand ein Mädchen, etwa so groß wie ich mit strahlend blauen Augen, einem sanften Lächeln und rotblonden Haaren, die ihr in leichten Locken über die Schultern fielen. "Hi! Ich bin Charly, ich wohne hier in der Gegend und habe erfahren, dass hier jemand neu zugezogen ist. Ich wollte mich nur kurz vorstellen." Sie lächelte mich an und ich konnte leichte Grübchen auf ihren Wangen erkennen. "Ähm. Hi. Ich bin Mara. Ich bin mit meinem Bruder hierhergezogen. Heute Morgen.", sagte ich und war leicht überrumpelt, "Möchtest du vielleicht reinkommen?" "Gerne", sagte sie und strahlte mich an, als hätte sie noch nie etwas Besseres gehört. "Okay? Irgendwie ist sie komisch, aber egal", dachte ich und schloss die Tür hinter ihr. Ich bot ihr etwas zu trinken an und entschuldigte mich für das Chaos, das im ganzen Haus herrschte.

Wir setzten uns ins Wohnzimmer und ich wusste nicht genau, was ich mit ihr reden sollte. "Und? Auf welche Schule wirst du gehen?", fragte sie vorsichtig und ich war dankbar dafür, dass sie das Schweigen gebrochen hatte. "Perlhood High. Und du?" "Auch", quietschte sie fröhlich und ich grinste sie schräg an. "In welche Klasse kommst du?", fragte sie euphorisch, was mich erneut zum Grinsen brachte. "Weiß ich noch nicht, aber die Stufe 10 wird es auf jeden Fall sein." "Super! Dann sind wir ja vielleicht in einer Klasse", jubelte sie und langsam gewöhnte ich mich an die Lautstärke. Sie schien wohl wirklich in Ordnung zu sein.

Wir redeten noch eine Weile bis Sam nach Hause kam und wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Wir waren gerade dabei uns für den nächsten Schultag zu verabreden, als die Tür aufging.

"Hey Mara. Und du bist?", fragte er sichtlich verwirrt. "Charly", stellte sie sich vor und bedankte sich dann bei mir, dass sie da sein durfte. Ich sagte ihr, dass sie jeder Zeit wiederkommen könne, als sie auch schon wieder weg war. Sam und ich aßen unsere Pizza und er fragte mich, warum Charly dagewesen sei. "Sie wollte uns begrüßen, weil wir ja neu hergezogen sind. Sie wird vielleicht in meine Klasse gehen, auf der Perlhood High. Ich glaube sie ist ganz okay, auch wenn sie ein wenig aufgedreht ist. Aber eigentlich ist sie wirklich nett.", erklärte ich ihm und er nickt nur. Vielleicht konnten Charly und ich ja Freundinnen werden. Nach dem Essen lief ich nach oben in mein Zimmer und öffnete die Tür, die zu meinem kleinen Balkon führte. Von hier aus konnte ich zusehen, wie die Sonne hinter dem Wald unterging. Ich sog die frische Abendluft ein und schaute mir den Garten an, in dem ich vor ein paar Jahren einmal gespielt hatte. Ich konnte mich an viele schöne Momente mit Sam erinnern, doch nur an wenige Dinge, die ich mit meinen Eltern hier erlebt hatte. Es war schön, endlich wieder hier zu sein, außerhalb der Großstädte und weg von dem ganzen Stadtleben. Hier war es schön leise und nirgendwo sah ich ein Neonschild, das auf irgendeine Bar hinwies. Seufzend ließ ich meinen Blick in Richtung Wald gleiten und schaute zu, wie die Bäume in dem sanften Licht des Sonnenuntergangs erstrahlten. Ich hatte solche Dinge in der Großstadt immer vermisst, schließlich war die Stadt so hell durch Schilder und Straßen, dass sogar der Sonnenuntergang kaum auffiel.

Ich gähnte und wendete mich ab. Doch plötzlich sah ich etwas am Waldrand auftauchen. Ich sah es nur aus dem Augenwinkel, aber sofort drehte ich mich um. Am Waldrand stand ein großer, schwarzer Wolf, mit hellen leuchtenden Augen. Die Farbe konnte ich nicht erkennen, doch ich war wie gefesselt von seinem Blick. Ein ängstliches Kribbeln durchfuhr meinen Körper und ich musste mich am Geländer festhalten, um nicht umzukippen. Es war ein unbekanntes Gefühl, etwas vollkommen Fremdes schien Besitz von mir zu ergreifen und doch fühlte ich mich so geborgen und beschützt. "Mara?", riss mein Bruder mich zurück in die Realität. Was auch immer das war, ich hatte Mühe mich davon loszureißen und nicht einfach davonzustürmen und es zu suchen. "Ja?", fragte ich und ließ meinen Blick noch einmal über den Waldrand gleiten. Der Wolf war weg. "Ist alles in Ordnung bei dir?", fragte Sam und legte mir vorsichtig die Hände auf die Schultern. "Klar, alles gut", versicherte ich ihm und lehnte mich dann an ihn. Sofort schloss er seine Arme um mich und küsste mich auf den Kopf. "Du solltest früh schlafen gehen, morgen ist dein erster Schultag.", murmelte er in meine Haare und ich seufzte leise auf. Das war eine der wenigen Sachen, die mich an unserem Umzug störten. Ich war jetzt „die Neue“.

Als ich mich von ihm löste, lächelte ich ihm kurz zu und er erwiderte es, bevor ich zu meinem Schrank ging und mir eine kurze Hose und ein Top herausnahm. Während ich mich im Bad umzog und zum Schlafen richtete, hörte ich Sam in seinem Zimmer telefonieren. "Ja, wir sind gut angekommen." Stille. "Nein, sie ist gerade im Bad, sie ruft euch sicherlich morgen an, wenn sie aus der Schule kommt." Pause. "Mom, ich passe natürlich auf sie auf! Du kennst mich!" Ein genervtes Aufstöhnen. "Nein, sie wird hier nicht gleich den erst besten Typ ranlassen. Das würde ich nicht zulassen!" Pause. "Ja, ist gut. Bis dann!" Ich hörte ihn frustriert aufseufzen, als ich an seiner Tür vorbeilief, die nur angelehnt war. Ich ging hinein und nahm ihn in den Arm. "Macht Mom wieder Stress?", fragte ich ganz vorsichtig. "Ja, ihre einzige Sorge ist, dass sie zu früh Oma wird." Während Sam sich genervt durch die Haare fuhr, lachte ich leise auf. "Was ist so witzig?", fragte Sammy irritiert. "Ach weißt du, andere Mütter haben Angst, dass man allein ist und verschleppt wird. Meine Mutter will nur nicht Oma werden." Auch er schmunzelte leicht. Ja, dieser Humor ist etwas seltsam, aber bei unseren Eltern war das nun mal schon immer so. Das war auch der einzige Weg auf dem wir ihre Liebe jemals richtig zu spüren bekommen hatten.

"Gute Nacht, Sammy", verabschiedete ich mich wenig später von ihm und ging zurück in mein Zimmer. Dort steckte ich mein Handy an das Ladekabel und kuschelte mich dann in meine Decke. Ich fiel sofort in einen tiefen Schlaf und die ganze Nacht über beobachtete mich dieser Wolf mit den gelben Augen und dem schwarzen Fell. Es schien, als wäre er immer präsent und würde mich beschützen. Ich fühlte mich zu ihm hingezogen, aber das war wohl eines meiner Hirngespinste, denn man konnte sich doch nicht zu einen Wolf hingezogen fühlen, oder? Ich erschauderte und es wurde mir von einer Sekunde auf die andere eisig kalt. "Mate", knurrte es in meinem Traum, doch ich achtete nicht darauf. Es war ja alles nur ein Traum.

Kapitel 2:

Als ich die Augen aufschlug, kam mir der Geruch von frischem Kaffee in die Nase. Müde rieb ich mir den Schlaf aus den Augen und griff dann nach meinem Handy. Wie auf Kommando fing es an zu klingeln und vor Schreck ließ ich es fast fallen. Ich war sonst nie vor meinem Wecker wach, aber irgendetwas war heute anders. Vermutlich war ich nur nervös wegen der neuen Schule.

Schnell stand ich auf. Gähnend lief ich zu meinem Kleiderschrank und holte die löchrige schwarze Jeans, das weiße Top und meine Lederjacke heraus. Die Lederjacke schmiss ich auf das Bett und nahm den Rest mit ins Bad. Nachdem ich Zähne geputzt und mich angezogen hatte, kämmte ich meine braunen Haare und ließ sie mir lockig über die Schultern fallen. Meine blauen Augen betonte ich nur mit einem Lidstrich und leichtem Make-up. Dann lief ich nach unten und nahm mir eine Tasse aus dem Schrank. Sam stand an den Herd gelehnt und schaute auf sein Handy. "Morgen", grummelte er. Er war überhaupt kein Morgenmensch. Ich eigentlich auch nicht, aber heute Morgen hatte ich überhaupt keine Probleme gehabt, früh aufzustehen, was für meine Verhältnisse wirklich schon fast beängstigend war. "Morgen", sagte ich, während ich mir den Kaffee einschenkte. Normaler Weise würde ich etwas frühstücken, aber ich war viel zu nervös, also würde ich heute noch ohne Frühstück aus dem Haus gehen.

Nachdem ich fertig war, ging ich nach oben und holte meine Tasche, bepackt mit Mäppchen, Block und einer Flasche Wasser. Ich schnappte mir noch meine Lederjacke und zog sie auf dem Weg nach Unten an. Dort zog ich meine schwarzen Chucks an und lief nach draußen, wo Sam bereits im Auto wartete. Er fuhr einen einfachen schwarzen Mustang, keine Ahnung was für einen. Ich hatte mich nie für Autos interessiert. Ich wusste nur, dass er damit schnell fahren konnte. Der Rest war mir egal.

Ich stieg schnell ein und schnallte mich an, als Sam auch schon aus der Ausfahrt raste. An der Schule angekommen starrten alle unser Auto an, denn ersten, war es bereits kurz vor acht, also waren wir schon sehr spät dran und zweitens waren wir die "Neuen". Sam lächelte mich noch einmal kurz an, bevor er aus dem Wagen stieg. Auch ich stieg aus, nachdem ich noch einmal tief durchgeatmet hatte. Ich musste noch im Sekretariat meine Unterlagen holen, während Sam seine Sachen schon vor dem Sommer bekommen hatte.

Von weitem sah ich schon Charly auf mich zukommen, denn sie winkte mir quer über den Schulhof zu. Ich lief zu ihr und sie fiel mir um den Hals, als wären wir beste Freunde. Lächelnd fragte sie, ob sie mir das Sekretariat zeigen sollte und ich nahm ihr Angebot dankend an. Ohne sie wäre ich vermutlich nie angekommen, denn diese Schule war ein einziges Labyrinth. Ich hätte wahrscheinlich nicht mal mehr allein nach draußen gefunden.

Vor dem Sekretariat angekommen, klopfte ich und trat ein, als eine weibliche Stimme mich freundlich hereinrief. "Hallo", sagte ich zu der blonden, älteren Frau, die hinter dem Schreibtisch saß, "Ich bin Mara McCartney und ich soll meinen Stundenplan hier abholen kommen." "Natürlich, Herzchen.", sagte sie erfreut und zog sofort ein Blatt aus einer der Ablagen. "Hier sind dein Stundenplan, deine Spind-Nummer und der Code dazu und du hast jetzt als erstes Unterricht in Raum 201." "Danke", sagte ich und lächelte sie freundlich an. „Viel Spaß und viel Erfolg. Bei Fragen kannst du jederzeit hierherkommen“, sagte sie noch und ich bedankte mich, während ich die Tür öffnete.

Draußen stand Charly und strahlte mich an. "In welchen Raum musst du?", fragte sie und ich beantwortete ihre Frage mit 201. "Super!", quietschte sie drei Oktaven zu hoch und umarmte mich erneut stürmisch. Ich lachte leise auf und lief mit ihr in den zweiten Stock. Plötzlich hörte ich hinter mir ein Knurren und ich blieb stehen. Sofort erfasste mich wieder das Gefühl von gestern Abend, als ich den Wolf gesehen hatte. Ich schloss die Augen und öffnete sie wieder, als Charly an meiner Schulter rüttelte und meinte, ich solle so schnell wie möglich in den Raum kommen. "Die zweite Tür links im Gang.", sagte sie noch, bevor sie sich umdrehte und die Treppen nach unten rannte. Völlig verwirrt blieb ich erst stehen, denn trotz der Angst, was dort kommen würde und wer oder was geknurrt hatte, fühlte ich mich zu diesem Etwas hingezogen. Was war nur los mit mir? Ich traute mich jedoch nicht, mich umzudrehen und so tat ich, was Charly gesagt hatte. Von Panik ergriffen rannte ich die Treppen hinauf. Vor mir tauchte bereits die Spind-Reihe auf und ich wog mich bereits in Sicherheit vor- Ja, vor was denn überhaupt?

Aber dann packte mich jemand am Arm und zog mich mit. Ich wurde herumgewirbelt und mir entwich ein leises "Huch", als ich mit dem Rücken gegen die Spinde knallte.

"Meins", knurrt er leise und drückte mich mit seinem stählernen Körper gegen die Spind-Reihe. Dann strich er mir die Haare hinter das Ohr und begann an meinem Hals zu schnuppern. Erst fühlte ich mich wirklich unwohl, versuchte ihn von mir weg zu schieben, aber dann erfasste mich diese mollige Wärme und ich fing an zu genießen. Es war, als würde man nach einer Monate langen Reise endlich Zuhause ankommen. Als wäre mir nur nicht klar, dass er alles war, was ich brauchte um glücklich zu sein. Als sei er einfach alles für mich. Ein Seelenverwandter oder so etwas.

"Mate! Meins!", knurrte er erneut und ich versuchte ruhig zu bleiben, als mich die Angst ergriff. MOMENT MAL!!, rief mich meine innere Stimme zur Vernunft. Das ist ein wildfremder Kerl, mit dem du da kuschelst! Im nächsten Moment schaffte ich es endlich ihn von mir weg zu schieben, was er mit einem dunklen Knurren quittierte. Zum ersten Mal hatte ich die Chance, meinen "Angreifer" zu mustern. Er hatte dunkelbraune kurze Haare und seine Augen waren eben noch mit einem Hauch von Gelb gewesen, hatten sich aber jetzt zu einem dunklen Schwarz entwickelt. "Mate!", knurrte er wieder. „Oh Gott, wie kann ein Mensch knurren? Und wie kann ein Mensch so verboten gut aussehen?“, fragte ich mich. Ich wusste selbst nicht, warum ich so etwas