Inhaltsverzeichnis
Buch
Wenn ein leuchtend weißes Schleiereulenpärchen in der Nacht über einem Spaziergänger ruhig seine Kreise zieht, wenn sich die scheue Libelle an einem warmen Tag auf die Schulter setzt, wenn mitten am hellen Tag ein strahlend weißes Hermelin unseren Weg kreuzt oder sich im Bürozimmer Scharen von Marienkäfern niederlassen, … fasziniert uns das und macht uns gleichzeitig neugierig.
Fast jeder hat schon ungewöhnliche Begegnungen mit Tieren erfahren, die ihm nachgegangen sind und von denen er ahnte, dass sie nicht zufällig waren. Angela Kämpers Tierbotenlexikon begibt sich in die Welt schamanischer Vorstellungen, in der jedes Tier seine geistige Bedeutung hat. Auch im deutschsprachigen Raum war das Wissen um die Kraft und Botschaft der Tiere unter unseren Vorfahren, den Kelten, verbreitet. Erstmals beschreibt das vorliegende Lexikon die Qualitäten speziell unserer heimischen Fauna. Über 100 Tiere aus unserer heimischen Umwelt werden dargestellt mit ihren Bezügen zur Mythologie, mit ihrer spirituellen Bedeutung, ihrer Traumbotschaft und ihrer Biologie. So verstanden, können ungewöhnliche Begegnungen mit Tieren zu Wegweisern auf unserem persönlichen Lebens- und Lernweg werden.
Autorin
Angela Kämper, geboren 1957 in Essen, arbeitete zunächst als Erzieherin, um nach ihrem anschließenden Abitur Biologie zu studieren. Nach ihrer Promotion wurde sie freie Wissenschaftsautorin und Redakteurin. Dr. Angela Kämper lebt heute am Stadtrand von Hamburg, wo sie sich neben einheimischen Tieren und ihrer spirituellen Bedeutung mit der traditionellen chinesischen Medizin beschäftigt.
Dieses Buch widme ich Djoscha, der mich noch im Tod Würde und bedingungslose Liebe gelehrt hat.
Ich übe noch.
Einleitung
Erste spirituelle Erfahrungen
An einem gewöhnlichen Wochentag ging ich mit meinem Hund Djoscha eine der üblichen Runden durch unsere parkähnlichen Grünanlagen am Rande einer mittleren Großstadt. Ein Weg, den ich bis zu diesem Tag sicherlich schon Hunderte Male in unseren gemeinsam verbrachten Jahren mit den täglichen Hundespaziergängen gegangen war. Rechter Hand lagen die ordentlich gestalteten Schrebergärten, und links des Schotterwegs, hinter einer meiner Lieblingswiesen mit dem violetten Hauch unzähliger Kuckuckslichtnelken, mäanderte der vor einigen Jahren renaturierte Bach. Vor mir in einem Abstand von etwa zwanzig Metern ging ein weiterer Spaziergänger mit seinem Vierbeiner.
Plötzlich vernahm ich um mich herum ein ungeheuer lautes Tuscheln. Über der gesamten Wiese, bis tief in die Grasnarbe hinein, in den Büschen und Bäumen, über dem Schotter des Fußweges, in dem Raum zwischen der Erde und den Baumwipfeln, einfach überall bewegte es sich; und alles, der gesamte von mir einsehbare Abschnitt des Parks, war erfüllt von ungeheuer lebendigem Wispern. Tausende Wesen, Energien, Geister oder Naturgeister – wie immer ich sie nennen will – waren hier versammelt: zahllose eigenständige Quellen einer ganz eigenen Form von Kommunikation. Zwar waren keine konkreten Worte einer mir als menschlich bekannten Sprache zu verstehen, doch spürte ich ganz genau, dass all diese unzähligen Wesen miteinander in Verbindung standen, sich miteinander im Austausch befanden.
In dem kleinen »Zeitfenster«, das mir dieser kurze Einblick gewährte, hörte ich sie mehr, als dass ich sie sah: viele Tausende dieser Energien oder Naturgeister. Sie erfüllten die ganze Natur, die einzelnen Pflanzen, füllten aber auch den gesamten Raum zwischen den realen, materiellen Pflanzen aus. Zu meinem eigenen Erstaunen war mir Naturwissenschaftlerin sofort deutlich vor Augen, dass höchstwahrscheinlich unsere gesamte Erde in einer anderen Seinsebene auf diese Weise belebt ist. Ich hatte es zuvor schon als abstrakte Beschreibung gelesen. Nun stand ich selbst mittendrin. Für meinen Verstand höchst verwunderlich, war dieses Erlebnis für meine Seele, mein Herz und mein Gefühl in keiner Weise beängstigend oder beunruhigend.
Die Welt um mich herum war so unfassbar voll, dass ich schnell dankbar war, diese für mich ungeheuerliche und überwältigende Wahrnehmung nur für einige Sekunden gehabt zu haben. Ich schaute kurz auf den Hundebegleiter vor mir, ein wenig dankbar für eine Orientierung in meiner vertrauten Welt. Ich merkte sofort, dass er von dieser energetisch belebten Fülle hier an der Wiese nichts mitbekommen hatte. Ich war sehr klar und wusste sofort, dass mir die Möglichkeit gegeben worden war, gewissermaßen als Geschenk, einen winzigen Blick auf eine andere Ebene dieser Welt zu werfen – zunächst ohne zu begreifen, wozu dies gut sein sollte. Durch all meine Erfahrungen in den darauf folgenden Jahren und nicht zuletzt bei der Arbeit an diesem Buch hat sich diese Frage längst beantwortet.
Begegnung mit einem Tierboten
Versunken in Gedanken, was mich in diesem Abschnitt meines Lebens wohl an diesen Ort hier, den Stadtrand einer Großstadt, getrieben hatte, ging ich – wiederum mit meinem Hund Djoscha – auf einem der längst vertrauten Wege spazieren. Es nieselte leicht, und der Aufprall der Regentropfen auf Ästen, Laub und Boden verursachte ein leichtes akustisches Tremolo. So war ich zunächst nicht verwundert, ein befelltes weißes Tier fast vor meinen Füßen durch das Laub huschen zu sehen, das mich seinerseits gar nicht zu bemerken schien.
Mein erster Gedanke war, dass es doch sehr achtlos war, eine weiße Laborratte, die man nun nicht mehr gebrauchen konnte, einfach in der freien Wildbahn auszusetzen. Auch wenn jetzt Winter war – der ein so leuchtend weißes Tier tarnende Schnee war in unseren Breiten ja nun wirklich eher selten. Diese Ratte würde so gut wie keine Überlebenschancen haben. Doch bei näherem Hinsehen entdeckte ich an seinem Hinterende einen mit weißem Fell buschig besetzten Schwanz. Aus meiner Laborzeit als Biologin war mir noch gut vertraut, dass Ratten einen fast nackten Schwanz haben. Dieses weiße Wesen konnte folglich keine ausgesetzte Ratte sein.
Ich schaute nun genauer hin und erkannte einen lang gestreckten schlanken Körper, insgesamt mit weißem Fell bedeckt. Lediglich die Schwanzspitze war markant dunkel abgesetzt. Das Wesen bewegte sich flink und geschmeidig wie ein Marder durch das Unterholz. Bestimmt zehn Minuten konnte ich es in aller Ruhe beobachten. Durch das Nieseln schien das Tier weder mich noch meinen Hund Djoscha zu hören. Wer jemals ein vollkommen weißes Tier in freier Natur hat beobachten können, wird nachvollziehen können, dass ich völlig fasziniert seinem wieselflinken Treiben zuschaute. Es wurde mir sofort klar, dass dieses Tier etwas Besonderes war. Und erst als mein Hund sich ihm auf wenige Meter näherte, ergriff es die Flucht und verschwand im Unterholz.
Noch völlig ergriffen von meiner Begegnung, schlug ich zu Hause in meinen Bestimmungsbüchern nach. Es handelte sich tatsächlich und eindeutig um ein Hermelin. Dieses Mitglied der Marderfamilie trägt im Winter ein vollständig weißes Fellkleid, wohingegen nur die leicht buschige Schwanzspitze schwarz bleibt. Im Gegensatz zum Sommer ist das Hermelin interessanterweise im Winter fast ausschließlich nachtaktiv. Mir war das weiße Hermelin allerdings mitten am Tag begegnet – recht ungewöhnlich. Es war ein Bote der geistigen Welten, um mir mitzuteilen, dass ich an einem besonderen Ort angekommen bin – an dem übrigens dieses Buch entstehen konnte.
Wie man besondere Begegnungen mit heimischen Wildtieren erkennt
Wenn, wie es mir ebenfalls geschehen ist, ein geradezu leuchtend weißes Schleiereulenpärchen in der Nacht über dir seine Kreise zieht, wenn sich die sonst scheue Libelle an einem warmen Tag auf deine Schulter setzt oder dich der Habicht auf einem Ast in Augenhöhe in 3 Meter Entfernung gelassen ansieht; wenn das Rotkehlchen, das dich sonst vertraut von einem Baum aus ansingt, nun zwischen deinen Beinen auf dem Boden herumhüpft oder der Frosch, den du schon einige Male hinausgetragen hast, zum wiederholten Male in deiner Wohnung auftaucht; wenn sich abends eine Fledermaus in deine Etagenwohnung zu verirren scheint oder du morgens in einer Wohnung voller Maikäfer aufwachst … … dann haben Tiere den Weg zu dir gesucht, um dir eine spirituelle Botschaft zu bringen. Du wirst es spüren, denn irgendetwas an dem Zusammentreffen, an der Beobachtung ist anders. Du bist auf eine ungewöhnliche Art verwundert oder erstaunt, berührt oder angerührt.
Dabei konfrontiert dich natürlich nicht jedes Kaninchen, das du siehst, mit deiner Angst, auch kündigt dir nicht jedes Eichhörnchen in deinem Garten oder auf einem Parkspaziergang gerade jetzt Streit an. Und selbstverständlich kann selbst derjenige, der mitten in der Stadt wohnt, völlig unerwartete Überraschungen dieser Art erleben, obwohl ihm dort im Häusermeer wohl kaum ein Eisvogel begegnen wird.
Die Tierboten sind selbstverständlich nur eine der unzähligen Möglichkeiten, wie bestimmte Hinweise, Informationen oder Hilfestellungen aus der geistigen Welt zu dir gelangen können. Tiere tragen, ähnlich, wie verschiedene Menschen und auch Pflanzen es tun, eine ganz bestimmte Energie in sich. Eine Schlange, die sich dicht über den Boden schlängelt, hat stets Kontakt zum Element Erde. Der Bussard, der hoch im Element Luft seine Kreise zieht, ist hingegen von einer ganz anderen Energie erfüllt. Manche Tiere wechseln im Laufe ihrer Entwicklung das Element – wie die Libelle, die gewissermaßen ihre gesamte »Kindheit« ausschließlich im Wasser verbringt, während sich das geschlechtsreife Fluginsekt geschickt in der Luft zu bewegen weiß. Andere Tiere sind wiederum in mehreren Elementen zu Hause. Wasservögel wie Graugans oder Stockente fliegen, schwimmen und können sich auch an Land bewegen. Eisvogel und Kormoran sind trotz ihrer Flugausstattung sogar geschickte Taucher.
Manche Tierboten stellen dir regelrecht eine Aufgabe, während andere bestimmte Aspekte in deinem Leben beleuchten wollen. Wiederum andere Tiere teilen dir mit, dass sie dir – meist auf feinstofflicher, geistiger Ebene – eine Last oder Arbeit abnehmen, um dir auf deinem Lebensweg hilfreich zu sein. Sie übernehmen zu deiner Unterstützung ein Stück Energiearbeit für dich. Alle Tierbotschaften – auch wenn sie vielleicht auf den ersten Blick beängstigend wirken mögen, weil sie dich auf Schattenaspekte aufmerksam machen – kommen zu deinem Wohlergehen zu dir.
Der Geist, die Energie eines Tierboten, kann dir beispielsweise ebenso als Vision sowohl im Alltag als auch in der Meditation oder ruhigen Besinnung begegnen, im Wachen wie im Schlafen, beiläufig oder weil du auf der Suche bist. So mag dir der Bote aus der geistigen Welt auch in Gestalt eines Baumstumpfs, Astes, Steins oder Ähnlichem erscheinen. Wenn du mit offenen Sinnen durch die freie Natur oder durch die Stadt gehst, können in Form von Bildern oder anderen Wahrnehmungen Tierboten zu dir kommen. Erst wenn sich dein Verstand einschaltet, lösen sich die Bilder auf; und dahinter erkennst du dann nur noch die reine Baumrinde oder das blanke Mauerwerk.
Die Tierboten können auf verschiedenen Wegen zu dir kommen, du kannst sie aber auch aktiv aufsuchen. Vielleicht versuchst du, das Tier, mit dessen Energie du dich verbinden möchtest, zu finden. Oder du stellst es dir vor deinem inneren Auge vor und trittst so auf geistiger Ebene mit seiner Kraft in Kontakt. Bitte den Tierboten klar um Hilfe oder trag dein konkretes Anliegen vor. Und bedanke dich nach der Begegnung mit dem Tier. Es wird sein Möglichstes tun, auch wenn du es noch nicht gleich erleben, spüren oder verstehen kannst.
Die Bedeutung von Farben
In bildhaften Vorstellungen (Visualisierungen und Visionen) oder Träumen können auch die einheimischen Tierboten in Farben auftreten, die nichts mit ihrer natürlichen körperlichen Erscheinung zu tun haben. Die Kraft und Energie, die dem Tier innewohnt, oder seine Botschaft erhalten durch solche Überfremdungen wahrscheinlich eine Verstärkung, eine spezielle emotionale Einfärbung oder eine andere Betonung. So können nicht nur die Aborigines in Australien von grünen Ameisen träumen, oder den Sioux in Nordamerika kann ein weißer Hirsch oder Wolf erscheinen – auch die mitteleuropäischen Visionen variieren in den verschiedensten Farben. Beispielsweise sagt man, dass sehr farbige Träume auf ein langes und erfülltes Leben hindeuten.
Jeder Farbe wird auf feinstofflicher Ebene auch ein menschliches Energiezentrum (Chakra) zugeordnet. Es gibt umfangreiche Literatur zu diesen sich ständig drehenden, feinstofflichen Kraftzentren, die Energie aus dem Kosmos aufnehmen und abgeben. Deshalb möchte ich diese nur kurz aufführen. Tierboten, die in entsprechender Farbe erscheinen, beleuchten speziell das dazu assoziierte Chakra, dessen körperliche oder seelische Hauptfunktionen, wichtigste Lernaufgabe für den Menschen und Wirkung bei seiner Aktivierung.
Gelb: Im Mittelalter war die Farbe des Goldes und des Lichtes der Sonne eine »Schandfarbe«. So wurde Judas meist in gelben Gewändern abgebildet. Aber auch personifizierten Neid und Eifersucht stellte man in Gelb dar. In der Traumdeutung steht Gelb für Intuition und Glauben, aber auch tiefe Güte. Hier hat die Farbe darüber hinaus einen starken Bezug zu Gesundheit und Wohlbefinden. Schmutzige Gelbtöne bekommen im Traum schnell den unangenehmen Beigeschmack von Neid und Missgunst.
Gelb ist dem Solarplexus-Chakra, etwa drei Zentimeter oberhalb des Bauchnabels, zugeordnet. Auf Körperebene beeinflusst es das vegetative Nervensystem sowie Leber, Magen und Galle. Das aktive Solarplexus-Chakra löst Emotionen und unterstützt die Bewältigung und Verarbeitung von Erlebnissen und Gefühlen. Über tiefer Kraft und Entschlusskraft liegt hier das Zentrum für die Gestaltung des eigenen Seins. Es stärkt auf diese Weise den Aspekt der Weisheit.
Orange: Als eine der Farben des Feuers vermittelt Orange ein Gefühl von Wärme und Behaglichkeit. In der Traumdeutung gilt Orange als Farbe der Begeisterungsfähigkeit sowie der sozialen Aktivität und Vergnügung.
Mit Orange schwingt das mittig kurz oberhalb der Schamhaargrenze liegende Sakral-Chakra, das Zentrum für Kreativität und Beziehung. Seine Energie aktiviert den gesamten Energiefluss im Körper und regt unter anderem den Appetit und die Verdauung an. Gleichzeitig ist es mit allen Fortpflanzungsorganen verbunden und verstärkt die erotische und sinnliche Komponente der Sexualität. Hier wurzeln auch Staunen und Begeisterung.
Rot: Rot steht als Herzensfarbe gemeinhin für Liebesbelange. Ihre Kehrseite bilden Begierde, Laster, Aggression und das Teuflische. Wiederum ist Rot die Farbe der reinigenden Flamme und der Flamme des Heiligen Geistes. Damit wird sie zum Symbol spiritueller Wiedergeburt. Als Farbe des Feuers und des Blutes steht sie im Traum meist für etwas Positives und symbolisiert Vitalität, Liebe und sexuelle Energie.
Rot, vor allem feuriges Rot, wird mit dem Basis- oder Wurzel-Chakra verbunden, das als tiefster Punkt des Rumpfes mittig zwischen den Genitalien und dem Anus liegt. Es ist das Zentrum der tiefen Lebensenergie und aktiviert als solches sowohl das Urvertrauen in das menschliche Dasein und die Verbundenheit mit der Erde als auch Lebenswillen, Durchsetzungskraft und die körperliche Komponente der Sexualität. Es ist das wesentliche Chakra für das Sein in der materiellen Welt. Vor allem das Skelettsystem, insbesondere die Wirbelsäule und die Beine, aber auch der Darm, das Blut und die Nebennieren werden dem Wurzel-Chakra zugeordnet.
Grün: Die verbreitetste Farbe der Natur ist im Farbspektrum zwischen Gelb und Blau angeordnet. Im Traum wird eine grüne Einfärbung als Hoffnung, Wachstum oder sogar Überfluss gedeutet.
Auf der Mitte des Brustbeins öffnet sich das Herz-Chakra, dessen Farbe Grün, manchmal auch Rosa ist. Seine Energie gleicht Körper, Geist und Seele aus, fördert die Liebesfähigkeit und vor allem emotionale Heilungsprozesse. Wenn es aktiviert ist, unterstützt es die Entfaltung der Herzensqualitäten wie Liebe und Hingabe, Mitgefühl, Verzeihen und Toleranz. Seine Organe sind das Herz, die Lungen und die Thymusdrüse, aber auch Haut und die Hände.
Blau: Blau gilt als der Gegenpol zum hoch emotionalen Rot. Von dieser Farbe geht immer etwas Kühles, Rationales und teilweise auch etwas Abgehobenes, beinah Überlegenes aus. Häufig werden geistige Ziele mit Blau verknüpft. Viele Nuancen von Blau implizieren aber auch den Aspekt der inneren Gelöstheit und seelischen Entspannung. In der Traumdeutung steht Blau für Wahrheit und Gerechtigkeit. Sie weist auch auf Vergeistigung hin und soll spirituelle Erlebnisse ankündigen.
Die blaue, besonders die hellblaue Farbe, ist dem Hals- oder Kehlkopf-Chakra zugeordnet. Es steht über die Kehle in enger Verbindung zur Stimme sowie zu den Bronchien und den Lungen, aber auch zur Schilddrüse. Es aktiviert den Selbstausdruck sowie die Kommunikation und fördert die Unabhängigkeit. Seine Hauptwirkebene ist die Inspiration.
Violett: Bei den mittelalterlichen Mystikern des Abendlandes, aber auch in anderen Kulturkreisen vereint Violett die roten und blauen Aspekte. Es steht für die Einkehr nach innen, den Wunsch und das Streben nach Selbsterkenntnis sowie geistiger Führung und religiöser Bindung. Indigoblau deutet im Traum auf einen wachen Geist und den Drang zu mehr Bewusstheit hin.
Die Schwingungen von Indigoblau und Violett sind im so genannten Dritten Auge oder Stirn-Chakra lokalisiert, das sich mittig zwischen den Augenbrauen, etwas oberhalb der Nasenwurzel, öffnet. Körperlich ist es eng verknüpft mit den Sinnesorganen (Nase, Augen, Ohren) und der Hirnanhangsdrüse. Das Dritte Auge ist das entscheidende Zentrum für übersinnliche Wahrnehmungen. Es aktiviert die Intuition wie die Geisteskraft und unterstützt die Entwicklung der inneren Sinne.
Weiß: Weiß steht im mitteleuropäischen Raum meist für Reinheit – und hier insbesondere für die reine Unschuld und Klarheit jenseits des Irdischen. Im Traum symbolisiert Weiß eindeutig das Gute. Als klare und spirituell sehr kraftvolle Farbe wird sie mit Reinheit oder Reinigung der Seele im Sinne von Klärung verbunden.
Über weißes Licht stellt das Kronen- oder Scheitel-Chakra auf der Mitte der Kopfoberseite eine Verbindung zum Kosmos, zum Göttlichen her. Es ist das Hauptzentrum für Spiritualität. Hier geht es um die Erlangung weit reichender Erkenntnisse durch das direkte Schauen mit der inneren Mitte, um die Vereinigung mit allem Seienden auf geistiger Ebene. Wenn es aktiviert ist, stärkt es durch Öffnung das spirituelle Wachstum. Auf Körperebene werden diesem Energiezentrum der Schädel, das Großhirn und die Zirbeldrüse zugeordnet.
Schwarz: Wie Weiß ist Schwarz eine so genannte »absolute Farbe«. Im Allgemeinen drückt man in Mitteleuropa mit Schwarz negative Aspekte aus: schwarzer Mann, schwarze Magie oder schwarze Messe. Schwarz gefärbten Tieren wie Katzen oder Krähen begegnete man früher mit Misstrauen, da sie als Begleiter des Teufels galten. Schwarze Kleidung repräsentiert ernste Würde sowie Trauer ohne Hoffnung.
In der Traumdeutung gilt Schwarz meist als negative Einfärbung der Botschaft. Sie hat einen engen Bezug zum Teuflischen, zur Hölle und zu Ängsten. In der Psychologie gilt Schwarz als Ausdruck von innerer Leere.
Mythologie
Der Begriff »Mythologie« geht auf das griechische Wort mythología zurück und bedeutet »das Erzählen von Götter- und Sagengeschichten«, die mit einer Fülle von Symbolen und Visionen ausgestattet sind. In ihnen wird – abhängig von Volk und Kultur – das Leben gedeutet und die Welt mit ihren Erscheinungen und Zusammenhängen interpretiert.
Der größte Teil der uns bis heute erhaltenen und bekannten nordischen Mythologie hat seinen Ursprung in Skandinavien und Island. Die meisten Mythen wurden durch das Christentum verdrängt und gingen – da nur selten schriftlich niedergelegt – verloren.
TIERE IN DER MYTHOLOGIE
In der Mythologie werden Tiere im Allgemeinen als Symbole für die verschiedenen Aspekte des Menschen bzw. seiner Seele angesehen. Wenn jemand dementsprechend alle seine unterschiedlichen Aspekte in sich vereinigt hat und diese sich in seiner Seele in harmonischem Fluss befinden, repräsentiert er gewissermaßen die Summe aller im Tierreich verfügbaren Eigenschaften und Fähigkeiten.
Natürlich hat ein einzelner Mensch immer nur einen Teil jener verschiedenen Aspekte in sich verwirklicht. Dieser Zusammenhang macht Tiere in der Mythologie jedoch letztlich zu unseren potenziellen Helfern. Als Botschafter, Helfer und Krafttiere können sie uns auf einen aktuell wichtigen Aspekt unserer individuellen Entwicklung aufmerksam machen.
Viele Tiere erscheinen in der Mythologie auch in Form von Schutzgeistern. Wenn wir uns spirituell mit dem Feinstofflichen, also der Energie eines bestimmten Tiers verbinden können, kann uns dieses Tier auch beim nächsten anstehenden Schritt in unserem Leben an seiner Energie teilhaben lassen, von seiner Kraft zu unserer Unterstützung und Stärkung – wenn es im Einklang mit den geistigen Welten ist – vielleicht sogar etwas in unseren energetischen Raum einfließen lassen und uns so seinen Geist, sein Wissen unmittelbar zur Verfügung stellen.
Erscheinen in der Mythologie Tiere, zu denen Menschen oder Götter besonders gut und hilfreich sind, so hat dies weniger damit zu tun, dass diese »tierlieb« im allgemein verstandenen Sinne sind, sondern vielmehr geht es um die Anerkennung von Tieren als Lehrer aus der natürlichen Welt. Meist werden bildhaft die intensive Einstimmung und das spirituelle Versenken in die geistige Kraft und Botschaft des jeweiligen Tiers beschrieben.
Dass Menschen von Tieren etwas lernen können, ist eine weltweit in allen Kulturen verbreitete Ansicht. In der Arbeit von Schamanen war und ist sie das tägliche Brot. Tiere haben einen sehr viel elementareren Zugang zur geistigen Welt oder, wie die Kelten sagen würden, zur Anderswelt. Und Tiere aus unserem Umkreis lehren uns deshalb sehr einfache und offensichtliche, aber darum nicht weniger bedeutsame Wahrheiten über das Leben und die Beziehungen der verschiedenen Lebensformen zueinander. Das unverfälschte Gedächtnis der Tiere hilft uns, Verbindungen zu unserem Ursprung und unserer Lebenslinie herzustellen. Dabei unterstützen uns die Tierboten dabei, unseren eigenen Platz im Universum, den wir meist schon völlig vergessen haben, wieder zu finden.
DIE WURZELN UNSERER MYTHOLOGIE
In den nachfolgenden Kapiteln möchte ich kurz die verschiedenen Völker und ihre Kulturen skizzieren, welche die Quelle unserer eigenen Kultur und Weltanschauung sind. Die Ausführungen werden keineswegs vollständig sein und dienen nur dem Ziel, das Umfeld zu beleuchten, in dem unsere Mythologie entstanden ist.
In diesem Sinne sollten auch die mythologischen Bedeutungen zu den einzelnen Tierboten im lexikalischen Teil dieses Buches als nur ausschnitthaft verstanden werden. Sie sind Beispiele für die gut zweitausendjährige Geschichte der menschlichen Sicht auf die spirituellen Aspekte der einzelnen Tiere und erheben keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit.
Auf der Suche nach unseren mythologischen Wurzeln bietet es sich an, die bewegte europäische Geschichte und die Verknüpfungen der Völker und Kulturen einmal an sich vorbeiziehen zu lassen. Daraufhin könnte man die folgende kurz gefasste Interpretation wagen.
Die Zeit der Kelten kann man als die »Kindheit« der abendländischen, europäischen Kultur und Zivilisation sehen. Denn auch Kinder erfassen ihre Umwelt in erster Linie gefühlsmäßig-intuitiv, sie gehen völlig unbefangen mit ihr um. Und ähnlich lebten unsere keltischen Vorfahren in einer zauberhaften Welt voller Feen und Elfen, Zwerge und unzähliger anderer Geister und geheimnisvoller Wesenheiten.
Das klassische Altertum der Griechen und Römer hingegen könnte man als die »Jugendzeit« Europas verstehen. In der Jugend wird im Besonderen der Verstand, der Intellekt geschult und trainiert. Diese Zeit brachte vor allem die großen Philosophen wie Aristoteles mit den unterschiedlichsten und logischen Denkmodellen hinsichtlich des Verständnisses der Welt hervor.
Unter diesen Gesichtspunkten mag man das sich anschließende christliche Zeitalter, das bis in unsere Gegenwart reicht, als Reifungsprozess hin zum Erwachsenwerden betrachten. Was erlernt wurde, kann nun angewendet und ausprobiert werden.
Vielleicht ist in dem Zusammenhang die zunehmende Hinwendung unserer durchtechnisierten und überinformierten Industriewelt zu den Wurzeln unseres Seins, zu unserer Spiritualität, ein Weg, mit unserem »inneren Kind« Verbindung aufzunehmen. Nach außen hin haben wir offensichtlich alles erreicht. Nun begeben sich viele Menschen auf die Suche, die äußere Fülle mit innerer Fülle auszugleichen. Ein Weg ist sicherlich, sich wieder an den Zauber unserer Kindheit zu erinnern, und zwar im individuellen wie im kosmischen Maßstab.
DIE GERMANEN
Der Begriff »Germanen« ist eine Sammelbezeichnung für eine Anzahl von Stämmen, die um die Zeit von Christi Geburt in Nord- und Mitteleuropa in Erscheinung traten. Zum ersten Mal wurde diese Bezeichnung, deren Herkunft und Bedeutung weitgehend unbekannt ist, vermutlich vom griechischen Historiker Poseidonios im 2. Jahrhundert v. Chr. verwendet. Im 1. Jahrhundert v. Chr. kam sie bei den Römern für die Angehörigen von Völkern, die zwischen Rhein, Donau und Weichsel und bis hinauf nach Skandinavien siedelten, in Gebrauch. Der Germanenbegriff der Römer ist nicht identisch mit dem der modernen Sprachwissenschaft. Diese verwendet die exakte Bezeichnung »germanische Sprachen«. Ebenjene gehören zur indoeuropäischen (indogermanischen) Sprachfamilie, deren Ausdehnung in der Zeit der Völkerwanderung von Indien im Osten bis Germanien im Westen reichte, von der sie sich vermutlich im 1. Jahrtausend v. Chr. abzweigten. Ihrer Verbreitung entsprechend, gab es Nordseegermanen wie die Angeln, Sachsen, Cherusker und Friesen, Weser-Rhein-Germanen wie die Belgen und Franken, verschiedene linksrheinische Stämme, Elbgermanen wie die Thüringer, Nordschwaben, Alamannen, Bayern sowie Langobarden und Ostgermanen wie die Teutonen, Wandalen, Goten und Burgunder.
Die Germanen lebten in erster Linie vom Ackerbau, nur in geringem Maße betrieben sie Viehzucht. Es gab Einzelgehöfte und verschiedenartige Siedlungen, allerdings keine Städte.
Jeweils bei Neumond und Vollmond hielten die einzelnen Stämme ihre Volksversammlung (Thing) an meist heiligen Plätzen ab. Hier wurden per Abstimmung von den freien waffenfähigen Männern die Entscheidungen für den Stamm getroffen. Der König eines Stammes war ein adeliger Mann, der jeweils vom Volk gewählt wurde. Dieser war nie uneingeschränkter Herrscher, sondern konnte bei Missfallen auch abgewählt werden. Treue und Gefolgschaft dem jeweiligen Herrn gegenüber war gesellschaftliches Grundgesetz. Die Germanen kämpften mit Speer, Schwert, Schild, Keule und Streitaxt. Germanische Stämme kannten kein niedergeschriebenes Gesetz wie die Römer. Ihr Recht basierte auf Gewohnheit, Ächtung und Blutfehde.
GERMANISCHE MYTHOLOGIE
Bei den Germanen erfolgte die Götterverehrung in der freien Natur. Sie hatten keine Kultstätten als prunkvolle Tempel angelegt. Wirkliche Tempelbauten errichteten nur die jütländischen und isländischen Nordgermanen, und zwar gegen Ende des Heidentums ab dem 9. Jahrhundert n. Chr. Die Kultur der meisten germanischen Stämme wurde an Quellen und Flüssen, auf so genannten heiligen Inseln, auf Wiesen und Auen, in Wäldern und auf Bergen gepflegt. Nach der naturreligiösen Vorstellung der Germanen vertrug es sich nicht mit der Erhabenheit des »Göttlichen«, diese in Tempelbauten einzuschließen und die Gottheiten womöglich noch menschenähnlich zu gestalten. Sie suchten ihre kraftvollen Orte deshalb ausschließlich in der freien Natur.
Salzquellen galten als besonders kraftvolle heilige Stätten. An diesen Orten schienen die Götter den Gebeten der Menschen erreichbarer als an anderen Stellen auf der Erde. Und alle fließenden Gewässer galten per se als heilig und dienten den Germanen als Stätten der Gottesverehrung. Aus den Wirbeln der Ströme und aus dem Rauschen der Bäche sagten die germanischen Frauen die Zukunft voraus.
Tacitus beschreibt die heiligen Naturplätze in seinem Buch über die Germanen folgendermaßen: »Wälder und Haine weihen sie ihnen, und mit Namen von Göttern rufen sie jenes geheimnisvolle Wesen an, das sie nur in frommer Andacht schauen.«
Die Wohnstätten der Götter waren noch nicht in den weit entfernten Himmel verlegt, sondern heilige Kraftplätze auf irdischem Boden. Hierhin musste sich der einzelne Germane begeben, wenn er den Göttern näher sein wollte. Dabei stellte man sich den germanischen Gott nicht als eine leibliche Gestalt vor, sondern im wahrsten Sinne des Wortes als einen »Geist«, eine aus der Natur geborene und in ihr wirkende Kraft. Dementsprechend vollzogen die Germanen ihre Götterverehrung auch ausschließlich in der freien Natur, unter freiem Himmel.
Erst durch den Kontakt mit den Römern lernten die Germanen Götterbilder kennen. Doch zuvor und für lange Zeit parallel entwickelten und arbeiteten die Germanen mit Tierbildern. Gottheiten wurden unter heiligen Tierbildern vorgestellt. Als eine Art Schutztiere des Menschen lebten diese heiligen Tiere vor allem an den Kraftplätzen in der Natur, den »heiligen Hainen«. Aber die Krafttiere wurden in Form von Abbildern auch auf das Feld und in die Schlacht hinausgetragen. Heilige Tiere wie weiße Pferde wurden in den heiligen Hainen gehalten, und die heiligen Rinder weideten in dem Heiligtum des Gottes Fosete. Bei festlichen Anlässen wurden gerade diese heiligen Tiere den Göttern meist auf einer Art Altarstein zum Opfer gebracht.
DIE KELTEN
Was wir heute über die Kelten wissen – jenes umtriebige und uneinheitliche Volk, das von seinem Ursprungsgebiet am Oberrhein und der oberen Donau (La-Tène-Kultur) in mehreren Wanderungsbewegungen zeitweise bis zur Iberischen Halbinsel, Frankreich (Gallier) und zu den Britischen Inseln sowie in die heutige Türkei vordrang -, entstammt im Wesentlichen den Schriften ihrer Gegner. Die ersten Berichte sind auf die Griechen zurückzuführen, die nachfolgenden auf deren Bezwinger, die Römer, allen voran Julius Caesar mit seinem Werk Der Gallische Krieg.
Diese schriftlichen Zeugnisse unterlagen natürlich den entsprechenden Interpretationen und Anschauungen. So waren die Fremden aus dem Norden für die Griechen der Antike das »Volk, das aus dem Dunkel kam«, die Keltoi, die Verborgenen oder Unbekannten, als die wir unsere Vorfahren noch heute beschreiben.
Von den Kelten selbst sind uns lediglich spärliche archäologische Funde und mündliche Überlieferungen, hauptsächlich Sagen und Mythen aus Wales und Irland, erhalten. Die Kelten und insbesondere die Druiden, die Priesterklasse der Kelten, ließen ein Festhalten von Ereignissen, Zeremonien und Erkenntnissen nicht zu. Sie gaben ihr Wissen in geregelten Ausbildungen an ausgewählte Schüler weiter. Das Wissen sollte nicht in falsche Hände gelangen können. Außerdem musste der entsprechend Gelehrte an der Natur alles Notwendige ablesen können.
Neben dem König lassen sich bei den Kelten drei wesentliche gesellschaftliche Gruppen unterscheiden. Handwerker wie Schmied und Zimmermann bearbeiteten Bronze, Eisen und Holz. Die weithin bekannten tapferen Krieger verteidigten ihr Volk. Und die Druiden versahen im Wesentlichen die priesterlichen Aufgaben. Besaß der König die weltliche Macht, stand der Druide für die spirituelle Autorität.
DIE DRUIDEN
Die Kelten bezeichneten ihre Priester als »Druiden«. In einer jahrelangen Einweihungsphase wurden die Druiden auf ihre bedeutsame Rolle als Vermittler zwischen den Göttern und den Menschen vorbereitet. Sie waren Gelehrte, Philosophen, Richter, Verhandlungsführer, Diplomaten, Musiker und Sänger, aber auch Heilkundige, Zauberer, Seher und Wahrsager. Die Druiden beschäftigten sich mit den verborgensten und höchsten Geheimnissen. Sie waren fähig zur Anrufung und zur Verbindung mit den Wesen und Geistern der Natur und kannten sich in den Heilwirkungen der Pflanzenwelt aus. Sie lebten eng mit der Natur verbunden und verehrten sowohl die Landschaften, die Erde und ihre Ahnen als auch die Tiere. Die Anwesenheit von übernatürlichen Kräften und Mächten war selbstverständlicher Bestandteil ihres Universums. Eine der wichtigsten Aufgaben der Druiden war deshalb auch der Kontakt mit der jenseitigen Dimension, die Vermittlung zwischen dem Menschen und der Geisterwelt. Sie allein verwahrten das Wissen und die religiösen Zeremonien. Da sie fürchteten, ihr Wissen könnte in falschen Händen Schaden anrichten, machten die Druiden keinerlei Aufzeichnungen über ihre spirituellen Erfahrungen und Zeremonien, obwohl die Kelten durchaus über eine Schrift verfügten.
Die Ratschläge eines Druiden durfte nicht einmal der König ablehnen, denn nach keltischer Vorstellung offenbarte sich durch den Druiden der Plan und der Wunsch der Götter. So sprach der König das Recht aus, das auf den Urteilen der Druiden basierte.
Wahrscheinlich liegen die geistigen Wurzeln der Druiden in sehr altem schamanischem Wissen, möglicherweise aus dem vermuteten Ursprung aller indoeuropäischen Völker in Zentralasien. So berichtet eine irische Sage von einem Druiden, der sich, typisch für asiatische Schamanen, in ein Vogelgewand kleidete, mit dem er sich in die Lüfte erhob und davonflog.
Die spirituelle Anschauung der Druiden basierte im Wesentlichen auf einem Leben nach dem Tod. Der Tod war nichts anderes als das Tor, der Übergang zu einer anderen Welt, einem neuen Leben. Dieser Glaube an Seelenwanderung soll die keltischen Krieger besonders mutig gemacht haben.
Auch noch Jahrhunderte nach dem Verschwinden der organisierten Druidenkultur und -religion aus Wales lebten Überbleibsel der druidischen Überlieferung in der traditionellen Dichtung und in Volksbräuchen teilweise bis in die heutige Zeit fort.
DIE ANDERSWELT
Die keltischen Sagen und Mythen beschreiben die unsichtbaren Reiche von Göttern, Geistern, Feen und Elfen, das »Jenseits«, in dem auch die Toten ihren Ort finden, als »Anderswelt« (tir nan og, síd oder annwn). Die Anderswelt gilt als wunderbarer Ort, nicht vergleichbar mit dem finsteren Totenreich der Griechen. Das Dasein war hier besser, frei von Krankheit, Alter und Tod, voll Frieden und Harmonie. Sogar das Essen sollte dort schmackhafter sein. Die Gesetze von Raum und Zeit galten nicht in der Anderswelt.
Die Grenze zwischen der sichtbaren und dieser Anderswelt war nach Vorstellung der Kelten nur sehr dünn und leicht zu zerreißen. So konnten Barden, manch großartige Helden, Druiden und Seher diesen Schleier bei Seelenreisen oder rituellen Bewusstseinsveränderungen durchdringen. Häufig verwandelten sie sich dabei in Tiergestalten wie eine Seeschlange oder einen Schwan. Menschen, die die Anderswelt auf der Suche nach ihren eigenen Fähigkeiten, Aufgaben und Tugenden durch den Schleier der Illusion betraten, sollten mit ungewöhnlicher Stärke und großer Weisheit zurückkehren.
Die Öffnungen zur Anderswelt führen durch Quellen, Brunnen, Nebel oder Höhlen, über schmale Stege oder unter Erdwällen hindurch. Am Abend des 31. Oktober eines jeden Jahres, dem Vorabend des Samhain (des 1. Novembers, Neujahrstag der Kelten), öffnen sich alle Tore zur Anderswelt; und es kommen die wundersamsten Geister hervor. In diesen Stunden können sich sowohl mutige Menschen als auch Geister ungehindert in beiden Welten bewegen.
Obwohl die Kelten größtenteils vom Römischen Reich vereinnahmt wurden, nachdem dieses sie 49 v. Chr. besiegt hatte, beteten sie weiterhin ihre Göttinnen und Götter an. Erst das Christentum brachte eine Änderung; und die Mythologie der Kelten glitt immer mehr in den Hintergrund.
DIE ZAHL DREI BEI DEN KELTEN
In der keltischen Welt spielten Verdreifachungen und Dreiergruppen (Triaden) zur Verstärkung der Kraft eine wichtige Rolle. So benutzten die Druiden Triaden, um ihr Wissen weiterzugeben: Die drei Quellen des Wissens sind Denken, Intuition und Lernen. Und Rezitieren, Argumentieren und das Erzählen von Geschichten sind die drei Aufgaben der Sprache. Zur Intensivierung wurden Fragen dreimal gestellt. In verbindender Funktion tauchen auf bildhaften Darstellungen Gesichter oder Symbole dreimal auf, um die verschiedenen Ebenen miteinander zu verknüpfen: zum Beispiel Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
GRIECHISCHE UND RÖMISCHE MYTHOLOGIE
Die Antike umfasst den Zeitraum von der minoischen Frühzeit um 2000 v. Chr. bis zum Niedergang des Römischen Reichs im auslaufenden 5. Jahrhundert n. Chr. Der Ursprung liegt auf der griechischen Insel Kreta.
Die Sagen und Mythen der Griechen und Römer sind ein kostbarer Schatz und wesentlicher Bestandteil unseres kulturellen Erbes. Als älteste Quellen antiker Mythen dienen unter anderem die Ilias und die Odyssee von Homer sowie Hesiods Theogonie. Die Helden- und Göttergestalten wie Zeus, Demeter oder Herakles (Herkules) sind uns noch heute vertraut.
Die griechische Mythologie ist angefüllt mit Göttergeschlechtern, Halbgöttern und Naturgeistern. Priester und Seher waren die wichtigsten Verbindungsglieder zu dieser übermenschlichen Welt. Die Offenbarung göttlicher Botschaften und Weissagungen spielen in der griechischen und römischen Antike eine sehr große Rolle. In heiligen Stätten und eindrucksvollen Tempelanlagen erhielten Priester und Seher über Vision und Zeremonien die göttlichen Offenbarungen.
Nach der griechischen Mythologie befinden sich beispielsweise die Seelen der Menschen in einem gedächtnislosen Raum. Wenn diesen Seelen von den Göttern Blut zur Verfügung gestellt wird, können sie ins Leben zurückgelangen – eine sehr alte europäische Version der Inkarnation. Die Götter konnten sich jederzeit in ein Tier verwandeln, was sie vielfach nutzten, um sich unerkannt dem Menschen zu nähern.
Unter Umbenennung der Götternamen haben die Römer große Teile der griechischen Mythologie übernommen.
MÄRCHEN
Der Begriff »Märchen« leitet sich als Verkleinerungsform von dem mittlerweile veralteten Wort »Mär(e)« ab, das so viel wie »Nachricht, Kunde, Erzählung« bedeutet. Man versteht unter Märchen heute gemeinhin phantastische Erzählungen, in denen die Grenzen zwischen der Wirklichkeit und dem Wunderbaren aufgehoben sind. Als erste aufgeschriebene Märchen gelten die Pentamerone (1634) von Giambattista Basiles. Sie wurden erst zweihundert Jahre später von Jacob Grimm übersetzt und veröffentlicht.
Märchen wie »Das Rotkäppchen« entstammen nicht der Feder eines einzelnen Autors. Über Zeiten und Generationen wurden sie vom Volk mündlich weitererzählt. Im Märchen wird vorgestellt, dass man ein anstehendes Problem zu lösen hat und wie dies geschieht. Die Geschichten tragen dabei immer den tiefen Glauben an die Unverwüstlichkeit des Lebens in sich. Mit Güte, Tapferkeit und auch der einen oder anderen List kann jeder gegen die vermeintlich Großen oder gegen böse Mächte und unguten Zauber bestehen. Das ist das Glück, der weiße Zauber, der den Märchen innewohnt.
Eine wichtige Aufgabe von Tieren im Märchen ist es, die charakterlichen und seelischen Qualitäten von Helden zu prüfen. Bewältigen sie die gestellte Aufgabe, stehen ihnen die Tiere anschließend meist als magische Helfer auf ihrem weiteren Lebensweg zur Seite.
Dem Tiefenpsychologen C.G. Jung zufolge herrschen im Märchen immer wiederkehrende Bilder vor. Solche Archetypen erscheinen häufig in Gestalt von Tieren, denen bestimmte Charaktereigenschaften oder Energien zugeschrieben werden. In der Tierfabel wird der personifizierte Charakter des Fabeltiers durch einen bezeichnenden Fabelnamen unterstrichen. Bekannteste Beispiele sind hier »Reineke Fuchs« oder »Meister Lampe«.
Traumdeutung
In der gesamten Menschheitsgeschichte wurde Träumen und Visionen mit vorausweisenden Inhalten große Aufmerksamkeit und Bedeutung zugemessen. Sie galten als göttliche Botschaften und Prophezeiungen, um den Menschen weiszusagen oder sie gar vor Unheil zu warnen. Die Kunst der Interpretation wurde vielfach von professionellen Traumdeutern ausgeübt. Bereits aus der Zeit um 2000 v. Chr. sind aus Ägypten und Assyrien Bücher über die Deutung von Träumen bekannt. Und der Grieche Artemidoros verfasste mit seinem Werk Oneirocritica (»Trauminterpretationen«) das berühmteste Traumbuch der Antike, das noch im 18. Jahrhundert in seiner zwanzigsten Auflage erschien. In all diesen Aufzeichnungen vertrat man die Ansicht, Träume seien unmittelbare Botschaften der Götter.
In der Bibel zerfließt die Grenze zwischen Vision und Traum häufig. Hierin finden sich unzählige Beispiele für solche von Gott eingegebene, wegweisende Traumvisionen, zum Beispiel die berühmte Himmelsleiter in Jakobs Traum: »Da hatte er einen Traum: Er sah eine Treppe, die auf der Erde stand und bis zum Himmel reichte. Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder …« Religionsstifter wie der Prophet Mohammed erlangten durch Traumvisionen ihre göttliche Offenbarung.
Da die meisten Überlieferungen durch die Griechen und Römer erfolgten, ist nicht eindeutig geklärt, ob die Berichte über den Umgang der Kelten mit Träumen der Wahrheit oder der religiösen Anschauung ihrer Eroberer entsprechen. Beispielsweise liegt die Beschreibung einer Weissagung namens imbas forosna vor. Demnach sollte ein Dichter rohes Hunde- oder Katzenfleisch unter Aufsagen eines bestimmten Spruches kauen und anschließend den Göttern darbringen. Dann legte er sich mit seinen Händen jeweils auf seinen beiden Wangen schlafen. Im nun erfolgenden Traum sollte sich dem Dichter offenbaren, worauf er eine Antwort haben wollte. – Immer wieder kommt Tieren eine wichtige Rolle beim Zugang zur Traumwelt zu.
Im Jahr 1900 veröffentlichte Sigmund Freud als neuzeitlicher Pionier der Traumforschung sein wohl berühmtestes Werk Die Traumdeutung, worin er dem Unterbewusstsein des Menschen in der Deutung eine entscheidende Rolle zumaß: Im Traum sollten sich unter anderem die geheimsten Wünsche ausdrücken, laut Freud häufig mit sexuellem Hintergrund.
C.G. Jung hat sich neben Sigmund Freud intensiv mit dem Traum und der Bedeutung der Symbolik darin beschäftigt. Die Seele, die tiefste Ebene des Bewusstseins, drückt sich unter anderem im Traum häufig durch Bilder und Symbole aus.
Dazu schrieb Jung: »Das Symbol umfasst nicht und erklärt nicht, sondern es weist über sich selbst hinaus auf einen noch jenseitigen, unerfasslichen, dunkel geahnten Sinn, der in keinen Worten unserer derzeitigen Sprache sich genügend ausdrücken könnte.«
Jung schrieb Symbolen sogar eine heilende Wirkung zu, da ihre Kraft einen »mittleren Weg einschlägt, auf dem sich die Gegensätze zu einer neuen Bewegung treffen«. Er erkannte, dass Symbole für die innere Entwicklung des Menschen von unschätzbarer Bedeutung sind, um die inneren Erlebnisvorgänge besser zu verstehen. Auf diese Weise können seelische Verletzungen in der nächtlichen Traumarbeit geheilt und Entwicklungsprozesse der Persönlichkeit angeregt werden. Diese unbewusste oder mithilfe der Traumdeutung bewusst gemachte nächtliche Seelenarbeit versucht immer wieder aufs Neue, den Gemüts- und Seelenzustand des Menschen auf eine gesunde Ebene hin auszugleichen.
Träume sind im Allgemeinen eine eigene Welt aus Symbolen und Bildern, die wir stets für uns zu entschlüsseln bemüht sind. Sowohl die antiken Traumdeuter als auch die modernen Traumforscher gehen heute davon aus, dass es eine für alle Menschen gültige Bedeutung elementarer Traumsymbole gibt. Dabei handelt es sich um ein kollektives, unbewusstes Wissen, das jedem Menschen zugänglich ist.
Die Tierboten
Wirbellose Tiere
Der Begriff »Tier« wird von uns Menschen im Allgemeinen sogleich mit Wirbeltieren (Vertebraten) verbunden, zu denen wir uns in der biologischen Systematik übrigens selbst zählen. Man stellt sich sofort einen Hund oder ein Pferd, wenn es um Wildtiere geht, vielleicht einen Vogel, ein Reh, eine Maus oder, sicherlich schon seltener, eine Schlange oder eine Kröte vor. Doch nicht nur rein zahlenmäßig, sondern auch in ihrer Vielfalt übertreffen die manchmal auch als »niedere Tiere« bezeichneten Wirbellosen die Wirbeltiere um ein Vielfaches. Allein die uns bekannten Insekten machen weltweit etwa drei Viertel aller Tierarten aus.
Wie der Name offenbart, werden unter wirbellosen Tieren (Invertebraten) alle Tiergruppen zusammengefasst, die keine Wirbelsäule haben. Zu den bekanntesten Gruppen gehören: die Gliederfüßer (Arthropoden) mit den unzähligen Insektenarten, den Spinnentieren und den Krebsen, die Weichtiere (Mollusken) mit Schnecken, Muscheln und Kopffüßern. Aber auch zahlreiche andere Gruppen wie wurmartige Tiere (zum Beispiel Regenwurm oder Blutegel) oder Quallen und Seesterne zählen zu den Wirbellosen.
INSEKTEN
(Hexapoda)
MYTHOLOGISCHE BEDEUTUNG
In der Mythologie symbolisieren Insekten die Kurzlebigkeit. In der östlichen Kunst stellen sie in der Regel den immateriellen Aspekt der Seele dar. Mit Ausnahme der Schmetterlinge stehen in der christlichen Mythologie die Insekten generell für das Böse.
TRAUMDEUTUNG
Im Allgemeinen gelten Insekten in der Traumdeutung als Signal dafür, dass Gefahr droht oder der Träumende zumindest davon ausgeht, dass in einer aktuellen Situation eine Bedrohung auf ihn zukommt. Wenn gleich Massen von Insekten den Traum bevölkern, soll dies ein ernst zu nehmendes Notsignal der seelischen Verfassung sein. Die Psyche des Träumenden befindet sich in einer echten Notlage – auch wenn die äußere Lebenslage des Träumenden bedenkenlos erscheint – und benötigt dringend Hilfe.
In der Tiefenpsychologie stehen Insekten für tief verankerte und in aller Regel unbewusste Inhalte. Sie können meist als ein Hinweis der Seele auf einen zu wenig bewussten, beinahe wie bewusstlos verlebten Alltag verstanden werden.
SPIRITUELLE BOTSCHAFT: Gegenwart
Außergewöhnliche Begegnungen mit Insekten betonen meist den höchst aktuellen Aspekt der von ihnen übermittelten Botschaft. Das Insekt fordert dich auf, dir im wahrsten Sinne des Wortes deine Gegenwart zu vergegenwärtigen und den Augenblick zu nutzen. Es scheint wichtig für dich zu sein, jetzt etwas zu bemerken, jetzt zu reagieren, jetzt eine Entscheidung zu fällen oder zu handeln. In aller Regel handelt es sich um ganz weltliche Dinge, die deinen Alltag zumindest entscheidend mitbestimmen.
Wenn dich in einer ungewöhnlichen Situation, zu ungewöhnlicher Zeit oder unter bemerkenswerten Umständen ein Insekt sticht, will dich der kleine Tierbote darauf aufmerksam machen, dass in deinem Leben der Aspekt der Aggression zu viel Raum bekommen hat. Dabei kann es sich um eine eher stille Form des Übergriffs handeln, wie beispielsweise das Abziehen von Lebensenergie. Oder es geht um offene Aggression, um dauernde Nörgeleien, um Neid, um Streit, um Wut, vielleicht sogar um Formen von Handgreiflichkeiten. Ob du Opfer oder Täter bist, weißt du selbst am besten. Ein solcher Insektenstich ist gewissermaßen ein spirituelles Geschenk an dich – er fordert dich auf, dieses gegen andere oder auch gegen dich gerichtete Verhalten, manchmal ist es auch »nur« eine innere Einstellung mit aggressiver Färbung, einzustellen. Versuche, zu verstehen, was der Antrieb oder Auslöser für dieses dich oder andere schädigende Verhalten ist, damit du es anhalten kannst.
BIOLOGIE
Weltweit kennt man mehr als eine Million verschiedene Insektenarten – das sind drei Viertel aller auf der Erde lebenden Tiere. Davon sind gut 30 000 Arten in Deutschland beheimatet.
Für Insekten charakteristisch ist die Anzahl von sechs Beinen, weshalb ihr Name auch Hexapoda (lateinisch für »Sechsbeiner«) lautet. Die drei gleichartigen, mit Gelenken versehenen Beinpaare setzen an der Brust an, von der sich immer klar der Kopf des Tieres absetzt. Darauf beruht auch der Name »Insekten«, abgeleitet aus dem Lateinischen für »Eingeschnittene«. Bei den meisten Insekten trägt die Brust ein oder zwei Flügelpaare, sie sind dementsprechend flugfähig.
Da Insekten ihr stabilisierendes Skelett außen wie eine harte und unnachgiebige Hülle tragen, müssen sie sich beim Heranwachsen häuten. Sie wachsen also regelrecht in Schüben und müssen dann ihren zu klein werdenden Chitinpanzer abwerfen. Meist sind diese Häutungen auf die Entwicklungsstadien vor der Geschlechtsreife der Tiere beschränkt. Diese Gestaltveränderung (Metamorphose) kann wie bei Libellen oder Heuschrecken in kleinen Schritten (unvollkommene Verwandlung oder Hemimetabolie) oder wie bekanntermaßen bei den Schmetterlingen oder Fliegen als eine völlige Umgestaltung des Körpers (vollkommene Verwandlung oder Holometabolie) von der Puppe zum fertigen Geschlechtstier (Imago) ablaufen. Die Imagines paaren sich und legen Eier ab, die sich wiederum zu Larvenformen wie Raupen, Maden oder Engerlingen entwickeln.
Die ersten Insekten lebten vor etwa vierhundert Millionen Jahren und damit weit vor der Zeit, als mit dem ersten Fisch die Wirbeltiere das Land aufsuchten. Und als die ersten Saurier über die Erde schritten, umschwirrten sie bereits beflügelte Insekten. Sie begleiteten bereits den ersten Menschen, und sie werden diesen Erdball vermutlich auch länger bevölkern als die vermeintliche Krone der Schöpfung.
Ameisen
(Formicidae)
MYTHOLOGISCHE BEDEUTUNG
Um seine lüsterne Begierde zu befriedigen, soll sich der griechische Gott Zeus in Gestalt einer Ameise seiner angebeteten Klytoris genähert haben.