Geländespiele

für Wald, Wiese und Stadt

über 100 neue Spielideen für Outdoor-Games
im Freien mit Kindern und Jugendlichen

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Was ist der Quick-Jump?

Der Quick-Jump ist eine eindeutige Kennung für jeden Artikel. Durch Eingabe des Quick-Jumps in der rechten Spalte im Grik unter www.grik.de kannst du direkt zu dem jeweiligen Artikel gelangen, um Fragen zur Beschreibung zu stellen, deine eigene Variation des Inhalts vorzustellen oder auch, um Tipps und Anmerkungen hinzuzufügen. Den Quick-Jump findest du rechst neben dem Artikeltitel.

Inhaltsverzeichnis

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Vorwort

Lieber Leser, liebe Leserin,

das Erstellen dieses sehr umfangreichen Praxiswerkes hat über zwei Jahre gedauert, denn es sollte kein Buch werden, in dem einfach nur die zwanzig bekanntesten Geländespiele mit zwei Variationen abgedruckt sind, sondern das gesamte Spektrum des Ideenreichtums der Kinder- und Jugendarbeit aufzeigen.

Wer das Inhaltsverzeichnis ansieht, findet daher eine sehr ansehnliche Sammlung von sehr verschiedenartigen Geländespielen. Besonders freut mich dabei der große Bereich der Geländespiele mit Thema oder Motto, da diese sich durch eine hohe Kreativität und viel Spielspaß auszeichnen. Auch der große Bereich der Spiele im Wald ist ein Highlight, da dieses Gebiet einen Bereich für Kinder und Jugendliche darstellt, zu dem sie kaum mehr Kontakt haben – es aber immer wieder sehr begeistert aufnehmen. Auch die Geländespiele mit Technik stellen ein Novum dar.

Allerdings gab es auch heftige Diskussionen über den Inhalt: Gehört das „Drogen“-Spiel oder der Bonbon-Schmuggel wirklich in ein Buch für die Jugendarbeit? Letztendlich blieben die Spiele in der Auswahl: Auch realitätsnahe Inhalte dürfen in der Jugendarbeit verarbeitet werden! Je nach Klientel sollte man seine Spielauswahl entsprechend kritisch überdenken.

Schlussendlich bleibt mir nur zu wünschen, dass du die Möglichkeit hast, zahlreiche Beiträge aus diesem Buch in der Praxis umsetzen zu können und genauso viel Spaß und Freude dabei erfährst, wie es die Autoren beim Einsatz hatten.

Für die geländespielbegeisterten Jugendleiter

Christian Mehler

Einleitung

Geländespiele fallen im Bereich der Gruppenspiele in die Kategorie „Location-based Game“. Sie sind dadurch in irgendeiner Form immer ortsbezogen. Diese Eigenschaft ist auch schon das Wichtigste bei Geländespielen: Als Betreuer eines Geländespiels muss man das Gelände, also die Umgebung, kennen und dazu das passende Spiel heraussuchen. Nicht jedes Geländespiel klappt an jedem Ort, viele benötigen spezielle Voraussetzungen.

Außer der Eigenschaft der Ortsbindung benötigt der Betreuer meist nur noch wenig zusätzliches Material für die Durchführung eines Geländespiels. Da es sehr unterschiedliche Formen von Geländespielen gibt (angefangen bei Gruppenaufgaben und kooperativen Arbeitsformen bis hin zu gegnerischen Wettkämpfen), ist die Unterscheidung nach dem Hauptinhalt des Geländespiels förderlich. Dabei reicht es, drei Inhalte voneinander abzugrenzen:

- Suchen

- Orientierung

- Taktik

Unter dem Suchen versteht man das Finden der gegnerischen Partei, aber auch das Finden (und Lösen) von Aufgaben, die versteckt im Gelände sind. Hingegen geht es bei der Orientierung in erster Linie um das Erreichen von entsprechend vorher gesetzten Geländemarkierungen oder dem Erreichen markanter Punkte sowie die Nutzung von Orientierungsmethoden, wie Karte, Schrittzählung, Kompass und GPS-System. Bei der Taktik dreht es sich meist um das Entwickeln von Strategien, um den Transport oder das Schmuggeln von Gegenständen an der anderen Mannschaft vorbei sowie um die Planung dazugehöriger Angriffe und Schutzmaßnahmen.

Wenn du dich jetzt an eigene Geländespiele erinnerst, dann wird dir auffallen, dass immer mindestens zwei der drei Inhalte vorkommen. Je nach Spiel sind diese jedoch selten gleichberechtigt für das Gewinnen notwendig. So ist das klassische „Capture the Flag“ vor allem im Bereich der Taktik zu verankern, benutzt aber auch Elemente des Suchens. Die „Schnitzeljagd“ hingegen ist in erster Linie im Bereich „Suchen“ platziert, kann aber bei passender Aufgabenstellung auch sehr einfach den Bereich „Orientierung“ umfassen. Den Reiz des Spiels machen dabei vor allem die unterschiedlichsten natürlichen Bedingungen und der minimale materielle Aufwand aus.

Geländespiele werden zudem als Großgruppenspiele bezeichnet. Viele lassen sich sehr einfach auf mehrere generische Gruppen erweitern – ohne dass man den Überblick als Teilnehmer verliert oder die Spielregeln verändert werden müssen. Daher sind sie ideal für Ferienfahrten, Freizeiten und Sommerlager mit mehr als 30 Teilnehmern geeignet.

Insbesondere den Naturaspekt von Geländespielen sollte man dabei nicht vergessen. Kommen Kinder heute doch nur noch selten mit dieser in Kontakt (vgl. bspw. GEO 08/2010), so birgt genau dieser Bereich auch aufgrund der Unkenntnis besondere Gefahren. Daher ist es wichtig, die Reihenfolge der Geländespiele (bei mehreren) bzw. das einzige Geländespiel sorgfältig auszuwählen und auf die körperlichen und vor allem die motorischen Fähigkeiten der Gruppe in dem ausgewählten Gelände anzupassen. Ebenso sollte das Alter der Teilnehmer dabei berücksichtigt werden. Bei jüngeren Teilnehmern ist eine Schnitzeljagd häufig aufregender, als ein aufwendiges Taktikspiel.

Das Gelände für das jeweilige Spiel sollte zudem gut abgegrenzt (natürliche Grenzen, wie Wege, Bäche etc. oder rotes Absperrband, Fahnen etc. benutzen) und vorher vom Betreuerteam auf mögliche Gefahren (wie kleinere Schluchten und Höhlen) untersucht worden sein. Ebenso bietet es sich an, auf dem Gelände eine „Help“-Station (hört sich einfach besser an als „Notfall-Station“) einzurichten, zu der jederzeit Teilnehmer kommen können, die Nachfragen zu den Spielregeln, zum Spielablauf oder auch eine Verletzung haben. Daher muss dort auch eine Erste-Hilfe-Tasche stationiert sein. Dazu sollte ein Stopp-Signal ausgemacht werden (bspw. laute Pfeife), um jedem Teilnehmer den Spielabbruch bzw. das Spielende klar signalisieren zu können. Zudem ist noch ganz wichtig: Vorher zählen, wie viele an dem Geländespiel teilnehmen und hinterher direkt – nicht erst am Lagerplatz – erneut zählen. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Teilnehmer sich noch hinter einem Busch versteckt und das Endsignal überhört hat. Ziel dieser Maßnahmen ist das Wohl der Teilnehmer und der Betreuer.

Das Grundmuster des Geländespiels sollte passend zum Thema der Ferienfahrt in eine Geschichte verpackt werden. Ebenso sollten mehrere Geländespiele hintereinander eine gemeinsame Geschichte ergeben. Geländespiele sind dabei nicht auf den Sommer und den Tag beschränkt, sondern können teilweise ebenso gut im Winter und bei Nacht durchgeführt werden. Einige Spiele setzen dies sogar voraus!

Ziel eines Geländespiels ist es, den Teilnehmern ein kleines Abenteuer zu ermöglichen. Daher sollten die Betreuer den Teilnehmern dem Wetter entsprechend die passende Kleidung empfehlen und im Zweifelsfall auch darauf bestehen: „Nein, Flip-Flops sind kein Schuhwerk für ein Geländespiel!“

Das Abenteuer darf dabei auch matschig werden, man darf mit einigen Schürfwunden zurückkehren, mit kaputten Schuhen und angerissenen Hosen – solange kein ernster Schaden passiert, die Teilnehmer Spaß haben und man ihnen ansehen kann: „Toll war es!“

Wer jetzt die Spielideen in diesem Buch anschaut, wird feststellen, dass diese nicht nach den drei Inhalten gegliedert ist. Wir haben uns für die folgenden Kategorien entschieden, die für eine schnelle Spielauswahl optimiert sind:

Da viele Spiele in mehr als eine Kategorie fallen, wurde dieses nur einmal abgedruckt. Der entsprechende Bezug kann über das Inhaltsverzeichnis nach Kategorien gezogen werden.

Solltest du noch mehr Geländespiele suchen, so findest du noch weitere unter http://www.grik.de/k22-Gelaendespiele.html.

In der Kategorie „Ergänzungen“ am Ende des Buches finden sich noch weitere pädagogische und methodische Hinweise sowie Tipps und Tricks für Geländespiele.

Spiele anleiten

Spiele gehören zu den Höhepunkten pädagogischer Maßnahmen. Damit die Spiele ein Erfolg werden, muss allerdings einiges beachtet werden. Hier folgen einige Anregungen und Hinweise:

Eine gute Spielanleitung setzt einige Punkte voraus, damit das Spiel erfolgreich verläuft. Diese würde ich in vier Kapitel aufspalten:

  1. Vorbereitung
  2. Spielerklärung/Anleitung
  3. Reflexion/Nachbesprechung (v. a. bei pädagogischen Spielen)
  4. Allgemeines

Vorbereitung

Vor dem Spielen (und am besten auch vor der jeweiligen Aktion, bei der gespielt werden soll) soll man sich mit dem Spiel vertraut machen. Dazu gehört nicht nur, die Spielanleitung einmal zu lesen, sondern auch das Spiel geistig (oder auch mit den Betreuern praktisch) durchzuspielen und über mögliche Abwandlungen nachzudenken. Am besten ist es dabei auch, wenn man sich die Spielregeln stichpunktartig auf Karteikarten in eigenen Worten aufschreibt. Nötige Materialien sollten bereitgestellt werden.

Die Spielerklärung/Anleitung

Die Spielerklärung für die Teilnehmer einer Aktion sollte klar und eindeutig formuliert sein. Daher muss man ganz am Anfang um Ruhe bitten. Danach erklärt man das Spiel in der folgenden Reihenfolge:

Zwischen den Blöcken bzw. wenigstens am Schluss muss den Teilnehmern noch die Möglichkeit gegeben werden, Fragen zu stellen. So können eventuelle Unklarheiten noch vor Spielbeginn aus der Welt geschafft werden. Allerdings sollten die Teilnehmer auch dazu angehalten werden, sich die Fragen bis zur Fragerunde zu merken und nicht die Erklärungen zu stören. Viele Fragen klären sich im Laufe der Spielerklärung von selbst.

Beim Erklären des Spielprinzips, der Spielregeln und des Spielendes sollte man sich an seinen eigenen Stichpunkten orientieren, nicht ablesen und am besten keine verschachtelten Sätze benutzen. Ruhig auch kompliziertere Passagen mehrmals auf verschiedene Art und Weise erklären. Der Spielleiter muss natürlich laut und deutlich sprechen. Gibt es mehrere Spielleiter, sollte die Erklärung einer allein übernehmen, um Verwirrung zu vermeiden.

Häufig bietet es sich an, erst noch eine Proberunde zu spielen, bevor das Spiel wirklich startet. Die Erklärung von einem Teilnehmer wiederholen zu lassen, ist eine gute Kontrollmöglichkeit dafür, was aus der eigenen Erklärung bei den Teilnehmern angekommen ist.

Es gibt verschiedene Varianten, wie man ein Spiel erklären kann:

Reflexion/Nachbesprechung

Natürlich muss nicht jedes Spiel mit den Teilnehmern nachbesprochen werden. Allerdings sollte sich die Spielleitung nach dem Spiel über den Verlauf kurz austauschen. So können Änderungen für das nächste Mal, Probleme, Gefahren etc. kurz besprochen werden.

Werden mit dem Spiel pädagogische Ziele angestrebt, müssen die Ziele einerseits vor dem Spiel genau formuliert werden, andererseits dann nach der Durchführung auch ausgewertet werden.

Allgemeines

Einige Dinge, die bei allen Spielen und Anleitungen beachtet werden sollten:

Wichtig: Diese Punkte sollen nur eine Anregung bieten. Sie ersetzen auf keinen Fall eigene Erfahrungen und Überzeugungen. Jeder muss einen für sich passenden und annehmbaren Stil finden.

Anschleichen      

von Michael Vitt

Inhalte

Taktik

Gelände

Waldgebiet mit vielen Versteckmöglichkeiten

Anzahl

ab 5 Teilnehmern

Alter

ab 6 Jahre

Dauer

1 Stunde

Leitung

1 Person

 

Material

Trillerpfeife, Sägemehl

Beschreibung

Der Spielleiter sitzt (wenn möglich) auf einem erhöhten Punkt in einem Gebiet mit guten Versteckmöglichkeiten (Wald, Gebüsch, Bäume, etc.). Um sich herum hat er einen Kreis aus Sägemehl mit ca. 15 Metern Durchmesser. Nun wird ein bestimmter Zeitraum gesetzt, in dem die Teilnehmer von einem Startpunkt aus versuchen müssen, sich anzuschleichen und in den Kreis zu gelangen, ohne dass sie entdeckt werden. Wer vom Spielleiter entdeckt wird, muss wieder zurückgehen und vom Startpunkt erneut anfangen. Gewonnen hat der Teilnehmer, der es in der festgelegten Zeit am häufigsten geschafft hat, in den Kreis zu gelangen.

Variation

Statt selber in den Kreis zu gelangen, müssen die Teilnehmer versuchen, Bälle in den Kreis zu werfen. Natürlich wieder ohne dass sie entdeckt werden. Gewonnen hat der, der die meisten Bälle in den Kreis werfen konnte.

Bitte Seppeli ein Autogramm      

von Matthias Wasmer

Inhalte

Suchen

Gelände

Wald

Anzahl

15 bis 30 Teilnehmer

Alter

ab 5 Jahre

Dauer

30 bis 60 Minuten

Leitung

min. 5 Personen

 

Material

Papier, Stifte, Absperrmaterial

Beschreibung

Die Teilnehmer werden in Gruppen eingeteilt. Um das Spiel zu erklären, wird es in eine Geschichte verpackt, welche den Gruppen von einem Leiter am Sammelplatz erzählt wird.

Währenddessen verstecken sich die anderen Leiter mit Tarnkleidung im vorher abgesteckten Waldgebiet (z. B. mit Absperrband oder Seil markiert).

Nun müssen die Gruppen versuchen, die versteckten Leiter zu finden und von diesen ein Autogramm zu bekommen. Wer alle Autogramme sammeln konnte, kommt zurück zum Sammelplatz. Zudem sollte man auch ein Endsignal vereinbaren, bei dem das Spiel vorbei ist und alle zurückkommen.

Variation von Miriam Arnold

Zu Beginn einer Veranstaltung, wenn die Betreuer den Teilnehmern noch nicht bekannt sind, kann man das Spiel auch in die Stadt verlegen. Dazu verkleiden sich die Mitarbeiter als ganz normale Passanten/Arbeiter, zum Beispiel als Automechaniker im Blaumann, als Fensterputzer oder als Obdachloser auf einer Bank.

Ziel hierbei ist es wieder, die meisten Autogramme der richtigen Personen zu sammeln. Anschließend stellen sich die Betreuer in ihrer Verkleidung vor.

Bonbonspiel      

von Stefanie Pentzold

Inhalte

Suchen, Taktik

Gelände

Wald, Stadt (möglichst großes Gelände mit Verstecken)

Anzahl

8 bis 40 Teilnehmer

Alter

9 bis 14 Jahre

Dauer

30 bis 90 Minuten

Leitung

min. 1 Person

 

Material

Bonbons, Spielgeld (oder Papierschnipsel), Polizeiausweise

Vorbereitung

Die Spieler müssen in drei Gruppen aufgeteilt werden:

Entweder suchen sich die Spieler die Rollen aus (darauf achten, dass es aufgeht!) oder man lässt sie aus einem Säckchen ziehen (das hat den Vorteil, dass zu Beginn des Spiels niemand weiß, welche Rollen die anderen haben). Die Polizisten sollten die kleinste Gruppe bilden, Händler und Kranke können jeweils die gleiche Anzahl an Spielern sein. Die Spielzeit muss vorher festgelegt werden. Zwei Anlaufstationen, die mit Mitarbeitern besetzt werden, müssen auf dem Gelände eingerichtet werden. Eine Ausgabe dient dem Verteilen der Bonbons und die andere dient als Geldstation/Bank. Ist man als Mitarbeiter allein, muss man beide Stationen zu einer verbinden und selbst verwalten. Man kann auch umherlaufen, sodass die Stationen immer an einem anderen Ort zu finden sind. Um die Stationen ist ein imaginärer Kreis von drei bis fünf Metern Durchmesser. In diesem Bereich dürfen die Polizisten niemanden fangen und Händler und Kranke dürfen dort nicht tauschen.

Beschreibung

Die Spieler leben im Bonbonland. Dort gibt es kranke und gesunde Menschen. Die Kranken brauchen täglich Bonbons als Medizin. Nun ist heute ein besonderer Feiertag, an dem alle Apotheken, in denen Bonbons legal verkauft werden, geschlossen haben. Es gibt aber Kranke, die sich keine Vorräte angelegt haben und ohne Bonbons sterben müssten. Das wissen einige Händler, die trotz Verbots und polizeilicher Kontrollen Bonbons illegal an Kranke verkaufen.

Die Polizei arbeitet immer zu zweit und nur mit Polizeiausweis! Erwischt sie eine verdächtige Person, darf sie diese durchsuchen (nicht in intimen Bereichen). Findet die Polizei Bonbons, dann behält sie diese. Ziel der Polizisten ist es also, so viele Bonbons wie möglich einzukassieren. Ziel der Kranken ist es ebenfalls, so viele Bonbons wie möglich zu sammeln. Diese dürfen die Kranken an sich selbst verstecken oder auf dem Gelände. Kranke können Bonbons von den Händlern kaufen. Die Händler legen dabei fest, wie viel ein Bonbon kosten soll – das darf variieren. Es darf auch frei gehandelt werden. Das Geld bekommen die Kranken am Beginn des Spiels von der Bank – möglichst viel Geld, aber trotzdem begrenzt (das muss vorher überlegt werden, wie viel ausgegeben wird). Man kann eine Zeit im Spiel festlegen, wo wieder Geld und Bonbons ausgegeben werden (z. B. jede Viertelstunde). Die Händler haben das Ziel, so viel Geld wie möglich einzunehmen. Sie bekommen am Anfang des Spiels viele Bonbons von der Bonbonstation zum Handeln. Bonbons dürfen am Körper, aber nicht in den Schuhen und in intimen Bereichen versteckt werden (das sollte vorher geklärt werden). Die Kranken können bei der Bank Bonbons wieder gegen Geld eintauschen, um Geld für größere Bonbonvorräte zu bekommen. Der Kurs wechselt aber viertelstündlich. Den Kurs legt die Bank fest.

Am Spielende werden die Bonbons der Kranken, die Bonbons der Polizei und das Geld der Händler gezählt. Daraus ergeben sich Sieger in den drei Kategorien oder man wählt bei kleinen Gruppen einen Gesamtsieger.

Burg erobern      

von Anna Kostyra

Inhalte

Taktik, Team, Wettkampf

Gelände

Burg(ruine) mit Freigelände

Anzahl

ab 20 Teilnehmern

Alter

ab 12 Jahre

Dauer

60 Minuten

Leitung

min. 1 Person

 

Material

40 bis 50 Fahnen

Vorbereitung

Die Teilnehmer müssen in zwei gleich große oder gleich starke Gruppen eingeteilt werden. Dann werden Fahnen (Stock + Fetzen, farbiger Stoff) auf dem gesamten Gelände verteilt; gleichmäßig innerhalb der Burg sowie auf dem Freigelände.

Beschreibung