Vom Imperiengeschäft
Konzerne – Festivals – Soziales
Wie Großkonzerne die kulturelle Vielfalt zerstören
FUEGO
- Über dieses Buch -
Berthold Seliger, Publizist und seit über dreißig Jahren Konzertagent und Tourneeveranstalter, berichtet über die Neustrukturierung der Märkte in der Musikindustrie. Er nimmt die aktuellen Entwicklungen bei den Konzentrationsprozessen in der deutschen und internationalen Konzertbranche und die dubiosen Tricks im Ticketing zum Anlaß für konkrete Vorschläge, wie man mit konsequenter Gesetzgebung die Machenschaften der Konzerne eindämmen könnte, die die kulturelle Vielfalt gefährden. Seliger erklärt, wie unabhängige Musikclubs, soziokulturelle Zentren und Künstler-orientierte Festivals Möglichkeitsräume werden, in denen eine Kultur jenseits der Konzerne stattfinden kann, und wie das Musikstreaming funktioniert. Er beschreibt die soziale Situation von Musikern und Kulturarbeitern und schlägt Lösungen wie Mindestgagen vor. Der Grundgedanke seiner Überlegungen sind immer die Interessen der Musiker und der Konzertbesucher. Nur wenn sich diese gegen die Imperiengeschäfte der Kulturindustrie wehren, wird die kulturelle Vielfalt in unserer Gesellschaft erhalten bleiben.
»Seliger spricht Klartext, sein profundes
Wissen über das Musikbusiness
stammt aus erster Hand ...«
[Der Standard]
»Seliger ist ein Überzeugungstäter. Er liebt Musik, das merkt man seinen Texten an. Deswegen plädiert er heftig und oftmals hoch unterhaltsam dafür, dem regierenden neokapitalistischen Markt nicht kampflos das Feld zu überlassen.«
[Rocks]
INHALT
Kapitel 1
Imperiengeschäfte
Kapitel 2
Hippies, kalifornische Ideologie und das Silicon Valley
Festivals von Monterey Pop bis Burning Man
Kapitel 3
Immobilienverwertung, Kulturorte und der öffentliche Raum
Clubs, soziokulturelle Zentren, Unterhaltungsviertel
Kapitel 4
Kulturelles Prekariat und konzeptive Ideologen
Zur sozialen Situation von Musiker*innen und Kulturarbeiter*innen
Epilog
Literaturverzeichnis
»Ich will nicht wissen, was die Welt im Innersten zusammenhält.
Ich will wissen, wie sie abläuft.«
Heiner Müller
»Objekt ist nie der Gegner, sondern der Umstand, daß es ihn gibt.«
Karl Kraus