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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.

© 2020 Ingrid Werner

Herstellung: BoD – Books on Demand GmbH, Norderstedt
Lektorat: Ursula Hahnenberg, www.buechermacherei.de
Cover und Satz: Sabine Albrecht, www.benisa-werbung.de

ISBN 978-3-7519-7507-0

Inhalt

1. Auftritt!

Der talentierte Mr. Ripley oder Berlin aus Haus des Geldes, Mary Poppins oder Games of Thrones’ Drachenkönigin Daenerys Targaryen – das sind komplexe, schillernde, ungewöhnliche Figuren, die im Gedächtnis bleiben und einer guten Geschichte den besonderen Kick geben.

Auch Sie als Autorin wollen Figuren erschaffen, die den Leser in den Bann ziehen und die Zuschauerin mitfiebern lassen. Deshalb setzen Sie alles daran, unverwechselbares Personal zu kreieren. Nun gibt es unzählige Möglichkeiten, Figuren zu entwickeln und bis ins Detail Hintergrundgeschichte, Kleidergröße und ausgefallene Eigenschaften auszuarbeiten. Steckbriefe werden erstellt, Excel-Tabellen ausgefüllt und fiktive Briefe an die Protagonisten geschrieben. Diese Methoden sind erprobt und erfolgversprechend.

Aber vielleicht haben Sie genug davon, die hundertste Tabelle mit Gesten und Essgewohnheiten zu füttern? Oder Sie wollen mal etwas anderes ausprobieren, denn Sie sitzen eh viel zu viel am Computer und zermartern sich Ihr Gehirn.

Wie wäre es mit einer visuellen Methode, bei der Sie in den Flow kommen und Ihre Intuition auf Hochtouren arbeitet? Lassen Sie sich von Bildern verführen, gestalten Sie etwas mit den Händen und staunen Sie über die Überraschungen, die aus Ihrem Unterbewusstsein auftauchen. Und ganz nebenbei entstehen – ohne dass Sie sich anstrengen müssten – kleine Kunstwerke, die Sie nicht mehr aus der Hand legen wollen. Das alles passiert mit CharakterCards.

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2. CharakterCards –
Die Methode

2.1. Wer profitiert?

Alle! Meiner Meinung nach. Zumindest alle Autorinnen und Autoren, die sich auf diese intuitive Methode einlassen wollen. Aber betrachten wir den Anwendungsbereich von CharakterCards unter einzelnen Aspekten.

Sicherlich gäbe es noch weitere Blickwinkel, unter denen man die Nützlichkeit von CharakterCards beleuchten könnte. Aber ich hoffe, ich konnte Sie bereits jetzt von meiner Anfangsthese überzeugen. Wer profitiert? – Sie alle!

2.2. Diese Regeln machen Sie frei

Regel 1: Vergessen!

CharakterCards ist eine intuitive Methode. Vergessen Sie alle Schreibregeln! Vergessen Sie, was Sie sich bis jetzt ausgedacht haben! Vergessen Sie den Plot!

Ich weiß, das kann schwierig sein, aber versuchen Sie es zumindest. Lassen Sie sich auf das Ungewöhnliche ein und schalten Sie Ihren Verstand aus.

Mit den CharakterCards setzen Sie alles bisher Erdachte auf null und laden die Intuition ein, die Führung zu übernehmen.

Dies gelingt auf denkbar einfache Weise: Sie lassen Bilder sprechen und hören ihnen zu.

Im Gehirn sind verschiedene Bereiche für unterschiedliche Aufgaben zuständig. Das analytische Denken findet in einem anderen Areal statt als die kreative, ganzheitliche Herangehensweise an ein Problem. Wir Schreibenden zapfen oft nur den logisch-analytischen Bereich an. Exzellente und kreative Ergebnisse erzielen wir allerdings nur dann, wenn beide Hemisphären im Gehirn zusammenarbeiten. Deshalb ist es wichtig, die kreative und intuitiv arbeitende Gehirnhälfte, die in Bildern denkt, in Prozesse einzubeziehen und zu fordern.

Manchen fällt anfangs der Übergang von der gewohnten, aktiven Phase des Denkens in die Intuition schwer. Wenn es Ihnen auch so ergeht, können Sie eine Entspannungssequenz einschieben. Eine beispielhafte Einstimmung finden Sie im Anhang und auf Youtube:

www.youtube.com/watch?v=6kmuoi5P1Bs

Regel 2: Nicht nachdenken!

Woher bekommen Sie Bilder, die die Fantasie anregen und Figuren in ihrer Gesamtheit erstehen lassen? Sie gestalten sie selbst. Aus vielen Fotos suchen Sie sich diejenigen aus, die Sie gleichsam anspringen. Also bloß nicht groß nachdenken und abwägen, sondern einfach zugreifen!

Diese Fotos können Sie selbst aufgenommen haben oder Sie durchstöbern Ihren Zeitschriftenvorrat und reißen alle Motive aus, die Ihnen interessant erscheinen. Auch wenn Sie sich jetzt noch nicht vorstellen können, dass Sie davon etwas brauchen werden. Schränken Sie sich nicht ein! Je mehr, desto besser. Je vielfältiger, desto inspirierender.