pflegen – warten – reparieren
Band 109 |
VW Passat |
Benziner
1,6 l/74 kW |
(100 PS) |
10/96 |
– |
7/00 |
1,6 l/75 kW |
(102 PS) |
8/00 |
– |
2/05 |
1,8 l/92 kW |
(125 PS) |
10/96 |
– |
9/00 |
1,8 l/110 kW |
(150 PS) |
10/96 |
– |
2/05 |
2,0 l/85 kW |
(115 PS) |
10/00 |
– |
2/05 |
2,0 l/96 kW |
(130 PS) |
10/01 |
– |
2/05 |
2,3 l/110 kW |
(150 PS) |
10/96 |
– |
12/00 |
2,3 l/125 kW |
(170 PS) |
1/01 |
– |
2/05 |
2,8 l/142 kW |
(193 PS) |
10/96 |
– |
2/05 |
Diesel
1,9 l/66 kW |
(90 PS) |
10/96 |
– |
9/00 |
1,9 l/74 kW |
(100 PS) |
10/00 |
– |
2/05 |
1,9 l/81 kW |
(110 PS) |
10/96 |
– |
9/00 |
1,9 l/85 kW |
(115 PS) |
11/98 |
– |
9/00 |
1,9 l/96 kW |
(130 PS) |
10/00 |
– |
2/05 |
2,0 l/100 kW |
(136 PS) |
11/03 |
– |
2/05 |
2,5 l/110 kW |
(150 PS) |
10/98 |
– |
5/03 |
2,5 l/120 kW |
(163 PS) |
6/03 |
– |
2/05 |
2,5 l/132 kW |
(180 PS) |
6/03 |
– |
2/05 |
Delius Klasing Verlag
Redaktion: Günter Skrobanek (Text), Christine Etzold (Bild)
11. Auflage/G
© by Verlag Delius, Klasing & Co. KG, Bielefeld
Folgende Ausgaben dieses Werkes sind verfügbar:
ISBN 978-3-7688-1026-5 (Print)
ISBN 978-3-7688-8221-7 (E-Book)
ISBN 978-3-7688-8408-2 (E-Pub)
© Abbildungen: Redaktion Dr. Etzold
Lizenziert von Volkswagen AG
Alle Angaben ohne Gewähr
Umschlaggestaltung: Ekkehard Schonart
Datenkonvertierung E-Book: HGV Hanseatische Gesellschaft für Verlagsservice, München
Die in diesem Buch enthaltenen Angaben und Ratschläge werden nach bestem Wissen und Gewissen erteilt, jedoch unter Ausschluß jeglicher Haftung!
Alle Rechte vorbehalten! Ohne ausdrückliche Erlaubnis des Verlages darf das Werk, auch Teile daraus, nicht vervielfältigt oder an Dritte weitergegeben werden.
www.delius-klasing.de
obwohl die Automobile von Modellgeneration zu Modellgeneration technisch wesentlich aufwendiger und komplizierter werden, greifen von Jahr zu Jahr immer mehr Heimwerker zum »So wird's gemacht«-Handbuch. Die Erklärung dafür ist einfach: Weil die Technik des Automobils komplizierter geworden ist, kommt man selbst als Fachmann bei Wartungsund Reparaturarbeiten am Fahrzeug ohne eine spezielle Anleitung nicht mehr aus.
Auch der fachkundige Hobbymonteur, der sein Fahrzeug selbst wartet und repariert, sollte bedenken, daß der Fachmann viel Erfahrung hat und durch die Weiterschulung und seinen Erfahrungsaustausch über den neuesten Technikstand verfügt. Mithin kann es für die Überwachung und Erhaltung der Betriebs- und Verkehrssicherheit des eigenen Fahrzeugs sinnvoll sein, in regelmäßigen Abständen eine Fachwerkstatt aufzusuchen.
Grundsätzlich muß sich der Heimwerker natürlich darüber im klaren sein, daß man mit Hilfe eines Handbuches nicht automatisch zum Kfz-Mechaniker wird. Auch deshalb sollte man nur solche Arbeiten durchführen, die man sich selbst zutraut. Das gilt insbesondere für jene Arbeiten, die die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs beeinträchtigen können. Gerade in diesem Punkt sorgt das »So wird's gemacht«-Handbuch jedoch für praktizierte Verkehrssicherheit. Durch die Beschreibung der Arbeitsschritte und den Hinweis, die Sicherheitsaspekte nicht außer acht zu lassen, wird der Heimwerker vor der Arbeit entsprechend sensibilisiert und informiert. Auch wird darauf hingewiesen, im Zweifelsfall die Arbeit lieber einem Fachmann zu überlassen.
Sicherheitshinweis
Auf verschiedenen Seiten dieses Buches stehen »Sicherheitshinweise«. Bevor Sie mit der Arbeit anfangen, lesen Sie bitte diese Sicherheitshinweise aufmerksam durch und halten Sie sich strikt an die dort beschriebenen Anweisungen.
Vor jedem Arbeitsgang empfiehlt sich ein Blick in das vorliegende Buch. Dadurch werden Umfang und Schwierigkeitsgrad der Reparatur offenbar. Außerdem wird deutlich, welche Ersatz- oder Verschleißteile eingekauft werden müssen und ob unter Umständen die Arbeit nur mit Hilfe von Spezialwerkzeug durchgeführt werden kann.
Für die meisten Schraubverbindungen ist das Anzugsmoment angegeben. Bei Schraubverbindungen, die in jedem Fall mit einem Drehmomentschlüssel angezogen werden müssen (Zylinderkopf, Achsverbindungen usw.), ist der Wert fett gedruckt. Nach Möglichkeit sollte man generell jede Schraubverbindung mit einem Drehmomentschlüssel anziehen. Übrigens: Für viele Schraubverbindungen sind Innenoder Außen-Torxschlüssel erforderlich.
Als ich Anfang der siebziger Jahre den ersten Band der »So wird’s gemacht-Buchreihe« auf den Markt brachte, wurden im Automobilbau nur ganz wenige elektronische Bauteile eingesetzt. Inzwischen ist das elektronische Management allgegenwärtig; ob bei der Steuerung der Zündung, des Fahrwerks oder der Gemischaufbereitung. Die Elektronik sorgt auch dafür, daß es in verschiedenen Bereichen keine Verschleißteile mehr gibt, wie zum Beispiel der früher für den Zündfunken unentbehrliche Unterbrecherkontakt im Zündverteiler. Das Überprüfen elektronischer Bauteile ist wiederum nur noch mit teuren und speziell auf das Fahrzeugmodell abgestimmten Prüfgeräten möglich, die dem Heimwerker in der Regel nicht zur Verfügung stehen. Wenn also verschiedene Reparaturschritte nicht mehr beschrieben werden, so liegt das ganz einfach am vermehrten Einsatz von elektronischen Bauteilen.
Das vorliegende Buch kann natürlich auch nicht auf jede aktuelle, technische Frage eingehen. Dennoch hoffe ich, daß die getroffene Auswahl an Reparatur-, Wartungs- und Pflegehinweisen in den meisten Fällen die auftretenden Probleme zufriedenstellend löst. Eines sollten Sie bei Ihren Arbeiten am eigenen Auto allerdings beachten: Ein Buch ist keine Tageszeitung. Ständig werden am aktuellen Modell technische Änderungen durchgeführt, so daß es vorkommen kann, daß sich die im Buch veröffentlichten Arbeitsanweisungen und Einstelldaten für Ihr spezielles Modell geändert haben. Sollten Zweifel auftreten, erfragen Sie bitte den aktuellen Stand beim Kundendienst des Automobilherstellers.
Rüdiger Etzold
VW PASSAT
Fahrzeug- und Motoridentifizierung
Motorenübersicht und Motordaten
Wartung
Ölwechsel-Service
Wartung
Wartungsarbeiten
Motor und Abgasanlage
Motorölwechsel
Sichtprüfung auf Ölverlust
Motorölstand prüfen
Sichtprüfung der Abgasanlage
Kühlmittelstand prüfen
Kühlsystem-Sichtprüfung auf Dichtheit
Frostschutz prüfen
Dieselmotor: Kraftstoffilter entwässern/ersetzen
Luftfiltereinsatz wechseln
Keilriemen/Zahnriemen ersetzen
Keilrippenriemen: Zustand prüfen
Zahnriemenverschleiß messen
Zahnriemen prüfen
Zündkerzen aus- und einbauen/prüfen
Zündkerzenwerte für die PASSAT-Motoren
Getriebe/Achsantrieb
Gummimanschetten der Gelenkwellen prüfen
Getriebe-Sichtprüfung auf Dichtheit
Schaltgetriebe: Getriebeölstand prüfen/auffüllen
Automatik-Getriebe: Ölstand im Achsantrieb prüfen
Automatik-Getriebe: Ölstand prüfen/Öl wechseln
Vorderachse/Lenkung
Spurstangenköpfe und Achsgelenke prüfen
Ölstand für Servolenkung prüfen
Bremsen/Reifen/Räder
Bremsflüssigkeitsstand prüfen
Bremsbelagdicke prüfen
Sichtprüfung der Bremsleitungen
Bremsflüssigkeit wechseln
Reifenprofil prüfen
Reifenfülldruck prüfen
Reifenventil prüfen
Karosserie/Innenausstattung
Sicherheitsgurte sichtprüfen
Airbageinheiten sichtprüfen
Türfeststeller schmieren
Staub-/Pollenfilter erneuern
Schiebedach: Funktion prüfen, Führungsschienen reinigen und schmieren
Elektrische Anlage
Batterie prüfen
Scheibenwischerarme einstellen
Service-Intervallanzeige zurücksetzen
Werkzeugausrüstung
Motorstarthilfe
Elektrische Anlage
Meßgeräte
Meßtechnik
Elektrisches Zubehör nachträglich einbauen
Fehlersuche in der elektrischen Anlage
Schalter auf Durchgang prüfen
Relais prüfen
Blinkanlage prüfen
Komfort-Elektrik
Batterien für Hauptschlüssel der Funkfernbedienung aus- und einbauen
Batterie/Glühlampe für Schlüssel mit Leuchte aus- und einbauen
Scheibenwischermotor prüfen
Heizbare Heckscheibe prüfen
Bremslicht prüfen
Hupe aus- und einbauen/prüfen
Wegfahrsicherung
Sicherungen auswechseln
Sicherungsbelegung
Batterie aus- und einbauen
Batterie laden
Batterie prüfen
Batterie lagern
Batterie entlädt sich selbständig
Störungsdiagnose Batterie
Der Generator
Generatorspannung prüfen
Schleifkohlen für Generator/Spannungsregler ersetzen/prüfen
Telematik: Notstrombatterien ersetzen
Generator aus- und einbauen
Störungsdiagnose Generator
Anlasser aus- und einbauen
Magnetschalter prüfen/aus- und einbauen
Störungsdiagnose Anlasser
Scheibenwischanlage
Scheibenwischergummi ersetzen
Frontscheiben-Waschdüsen aus- und einbauen
Scheibenwaschdüsen einstellen
Wischerarme aus- und einbauen
Frontscheiben-Wischermotor aus- und einbauen
Heckwischermotor aus- und einbauen
Scheibenwaschpumpe prüfen/ersetzen
Pumpe/Vorratsbehälter für Scheibenwasch- und Scheinwerferreinigungsanlage
Störungsdiagnose Scheibenwischergummi
Beleuchtungsanlage
Lampentabelle
Glühlampen für Außenleuchten auswechseln
Glühlampen für Innenleuchten auswechseln
Scheinwerfer aus- und einbauen
Nebelscheinwerfer aus- und einbauen
Blinkleuchte vorn aus- und einbauen
Heckleuchte aus- und einbauen
Stellmotor für Leuchtweitenregelung aus- und einbauen
Scheinwerfer einstellen
Gasentladungslampen für Abblendlicht (Xenon-Licht)
Armaturen
Schalttafeleinsatz aus- und einbauen
Lenkstockschalter aus- und einbauen
Schalter und Leuchten aus- und einbauen
Radioanlagen-Übersicht
Radio aus- und einbauen
Radio-Codierung eingeben
Kalottenhochtonlautsprecher aus- und einbauen
Tieftonlautsprecher aus- und einbauen
Dachantenne aus- und einbauen
Heizung/Klimatisierung
Luftausströmer aus- und einbauen
Regulierung für Heizluft und Frischluft aus- und einbauen
Heizgebläse/Heizungsgehäuse/Wärmetauscher
Heizungszüge aus- und einbauen/einstellen
Regulierung für Heizluft und Frischluft
Vorwiderstand aus- und einbauen
Regulierung für Heizung und Klimaanlage aus- und einbauen
Halter für Klimakompressor aus- und einbauen
Frischluftgebläse aus- und einbauen
Störungsdiagnose Heizung
Vorderachse
Übersicht Vorderachse
Federbein aus- und einbauen
Stoßdämpfer/Schraubenfeder
Stoßdämpfer aus- und einbauen/Federbein zerlegen
Gelenkwelle aus- und einbauen
Gelenkwelle mit Tripodegelenk
Gelenkwelle mit Gleichlauf-Kugelgelenk
Hinterachse
Hinterachsfederung
Stoßdämpfer
Stoßdämpfer/Schraubenfeder aus- und einbauen
Radlager/Radnabeneinheit aus- und einbauen
Federbein
Stoßdämpfer prüfen
Stoßdämpfer verschrotten
Räder und Reifen
Reifenfülldruck
Austauschen der Räder/Laufrichtung beachten
Auswuchten von Rädern
Reifen- und Scheibenrad-Bezeichnungen/Herstellungsdatum
Fehlerhafte Reifenabnutzung
Reifenpflegetips
Fahrzeug aufbocken
Lenkung
Airbag-Sicherheitshinweise
Airbageinheit aus- und einbauen
Lenkrad aus- und einbauen
Spurstange aus- und einbauen
Servopumpe/Lenkgetriebe/Vorratsbehälter
Bremsanlage
Technische Daten Bremsanlage
Bremsbeläge vorn aus- und einbauen (FN-3)
Bremsbeläge vorn aus- und einbauen (C-54)
Bremsbeläge hinten aus- und einbauen
Bremssattel vorn HP-2
Bremssattel vorn 2-FN
Bremsscheibendicke prüfen
Bremsscheibe/Bremssattel aus- und einbauen
Die Bremsflüssigkeit
Bremsanlage entlüften
Bremsschlauch aus- und einbauen
Bremslichtschalter aus- und einbauen
Handbremshebel aus- und einbauen
Handbremse einstellen
Handbremsseile aus- und einbauen
Störungsdiagnose Bremse
Motor-Mechanik
Untere Motorraumabdeckung aus- und einbauen
Zahnriemen aus- und einbauen/spannen (1,6-/1,8-/2,0-l-Benzinmotor)
Zylinderkopf (1,8-l-Benzinmotor)
Zylinderkopf aus- und einbauen (1,6-/1,8-/2,0-l-Benzinmotor)
2,3-l-Benzinmotor
2,8-l-Benzinmotor
1,9-l-Dieselmotor
2,5-l-Dieselmotor
Kompression prüfen
Keilrippenriemen aus- und einbauen
Keilriemen aus- und einbauen
Störungsdiagnose Motor
Motor-Schmierung
Der Ölkreislauf
Die dynamische Öldruckkontrolle
Öldruck und Öldruckschalter prüfen
Motor-Kühlung
Kühlmittelkreislauf
Kühlmittelpumpe, Kühlmittelregler, Ölkühler
Kühler-Frostschutzmittel
Kühlmittel wechseln
Kühlmittelregler (Thermostat) aus- und einbauen/prüfen
Pumpe für Kraftstoffkühlung prüfen
Kühler aus- und einbauen
Kühlmittelpumpe aus- und einbauen
Störungsdiagnose Motor-Kühlung
Kraftstoffanlage
Sicherheits- und Sauberkeitsregeln bei Arbeiten an der Kraftstoffversorgung
Kraftstoff sparen beim Fahren
Kraftstoffbehälter/Kraftstoffpumpe/Kraftstoffilter
Kraftstoffpumpe/Tankgeber aus- und einbauen
Kraftstoffilter aus- und einbauen
Kraftstoffilter
Gaszug/Gasbetätigung
Gaszug einstellen
Motorregelung
Sicherheitsmaßnahmen bei Arbeiten an der Motorregelung
Funktion der Motorregelung
Zündsystem
Zündkerzentechnik
Zündverteiler aus- und einbauen
Zündspule/Zündkerze/Klopfsensor
Einbauübersicht Motronic
Luftfilter/Luftmassenmesser
Kraftstoffverteiler/Einspritzventile aus- und einbauen
Einspritzventile prüfen
Technische Daten Benzin-Einspritzanlage
Störungsdiagnose Benzin-Einspritzanlage
Dieselmotor
Diesel-Prinzip
Vorglühanlage prüfen
Glühkerzen prüfen
Glühkerzen aus- und einbauen
Motorraum-Übersicht
Kraftstoffilter-Vorwärmanlage
Einspritzdüsen aus- und einbauen
Unterdruckanschlüsse
Technische Daten Diesel-Einspritzanlage
Störungsdiagnose Diesel-Einspritzanlage
Abgasanlage
Funktion des Katalysators
Der Umgang mit Katalysator-Fahrzeugen
Abgasturbolader
Diesel-Partikelfilter mit Additiv-System
Abgasanlagen-Übersicht
Abgasanlage aus- und einbauen
Mittelschalldämpfer/Nachschalldämpfer ersetzen
Abgasanlage auf Dichtigkeit prüfen
Lambdasonde aus- und einbauen
Kupplung
Hydraulische Kupplungsbetätigung
Kupplung aus- und einbauen/prüfen
Kupplungsbetätigung entlüften
Störungsdiagnose Kupplung
Getriebe/Schaltung/Allrad
Getriebe aus- und einbauen
Schaltung
Schaltbetätigung einstellen
Vollautomatik
Wählhebelseilzug einstellen
Allradantrieb
Innenausstattung
Innenspiegel aus- und einbauen
Mittelkonsole aus- und einbauen
Vorderen Aschenbecher aus- und einbauen
Hinteren Aschenbecher aus- und einbauen
Abdeckung für Wählhebel aus- und einbauen
Blenden für Dosenhalter vorn aus- und einbauen
Ablage Fahrerseite aus- und einbauen
Handschuhfach aus- und einbauen
Innere Blende für Außenspiegel aus- und einbauen
Haltegriff am Dach aus- und einbauen
Sonnenblende aus- und einbauen
Einstiegsleiste aus- und einbauen
Türverkleidung aus- und einbauen
Türinnenbetätigung aus- und einbauen
Türinnendichtung aus- und einbauen
Laderaum-Seitenverkleidung/Schloßträger-Abdeckung hinten aus- und einbauen
Verkleidung für Kofferraumdeckel aus- und einbauen
Verkleidung für Heckklappe aus- und einbauen
Belag für Laderaumboden aus- und einbauen
Sitz vorn aus- und einbauen
Seitenairbag/Kopfairbag
Sitzbank hinten aus- und einbauen
Sitzlehne hinten links aus- und einbauen
Karosserie außen
Sicherheitshinweise bei Karosseriearbeiten
Schloßträger aus- und einbauen
Stoßfänger vorn aus- und einbauen
Stoßfänger hinten aus- und einbauen
Kotflügel vorn aus- und einbauen
Innenkotflügel aus- und einbauen
Motorhaube aus- und einbauen/einstellen
Windlaufabdeckung aus- und einbauen
Kühlergrill aus- und einbauen
Seilzug für Motorhaube aus- und einbauen
Entriegelungshebel aus- und einbauen
Motorhaubenschloß aus- und einbauen/einstellen
Kofferraumdeckel aus- und einbauen
Heckklappe aus- und einbauen
Kofferraumschloß/Heckklappenschloß aus- und einbauen
Träger für Schließzylinder aus- und einbauen
Kofferraumdeckel/Heckklappe einstellen
Träger für Schließzylinder aus- und einbauen
Schließzylinder für Heckklappe aus- und einbauen
Schließzylindergehäuse
Vordertür aus- und einbauen
Schließzylindergehäuse aus- und einbauen
Türgriff aus- und einbauen
Türschloß aus- und einbauen
Türfensterscheibe vorn aus- und einbauen/einstellen
Tür-Aggregateträger mit Fensterheber aus- und einbauen
Zentralverriegelung
Seitenschutzleisten aus- und einbauen
Außenspiegel/Spiegelglas aus- und einbauen
Spiegelgehäuse aus- und einbauen
Dachreling/Dachleisten aus- und einbauen
Stromlaufpläne
Der Umgang mit dem Stromlaufplan
Zuordnung der Stromlaufpläne
Relais- und Sicherungsbelegung
Gebrauchsanleitung für Stromlaufpläne
Aus dem Inhalt:
▪ Modellvarianten
▪ Fahrzeugidentifizierung
▪ Motordaten
1973 wurde der VW PASSAT erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Seit dieser Zeit erschien im Turnus von rund sechs Jahren eine neue Modell-Generation. Die 4. PASSAT-Generation startete im Oktober 1996 mit dem Limousinen-Modell, der Variant folgte sechs Monate später. Im Oktober 2000 erhielt der PASSAT ein Facelift mit verchromtem Kühlergrill, Klarglas-Scheinwerfern und neu gestalteten Heckleuchten.
Die 96er PASSAT-Generation bietet gegenüber dem Vorgängermodell einige Vorteile. Dazu zählen unter anderem die Vollverzinkung und der verbesserte Fahrkomfort sowie die reichhaltige Ausstattung und der hohe passive Sicherheitsstandard. Dank der Vollverzinkung der kompletten Karosserie gibt es eine elfjährige, ab 10/00 eine zwölfjährige Garantie gegen Durchrostung. Durch den Einsatz von Großblechteilen und moderner Schweißverfahren konnte die Karosserie wesentlich steifer gefertigt werden. Das wirkt sich positiv auf Komfort und Fahrstabilität aus. Die coupéhafte Karosserie ist sehr strömungsgünstig, so daß der PASSAT gegenüber dem Vorgängermodell bei gleicher Motorisierung eine höhere Endgeschwindigkeit erzielt beziehungsweise mit weniger Kraftstoff auskommt.
Bei einer Fahrzeuglänge von 4,68 Meter und einem Radstand von 2,70 Meter bietet der PASSAT für 5 Personen und Gepäck angenehme Platzverhältnisse. Der Kofferraum der Limousine faßt 475 Liter beziehungsweise 745 Liter bei umgeklappter Rücksitzbank. Auch beim Variant kann durch Umlegen der hinteren Sitzbank das Gepäckraumvolumen vergrößert werden, und zwar von 495 Liter auf 1.600 Liter.
Modell 1997
Umfangreiche Sicherheitseinrichtungen wie Fahrer-, Beifahrer- und Seitenairbags, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer für alle außenliegenden Sitze sowie seitliche Karosserieverstärkungen in den Türen sorgen im PASSAT für hohe passive Sicherheit.
Aufgrund der Plattformstrategie des Volkswagen-Konzerns kommt der PASSAT nun auch in den Genuß der Vierlenker-Vorderachse, wie sie erstmals im Audi A8 vorgestellt wurde. Durch diese Konstruktion sind Antriebseinflüsse in der Lenkung praktisch nicht mehr spürbar. Bei den PASSAT-Modellen mit Frontantrieb wird die bekannte Verbundlenker-Hinterachse verwendet, bei der zur besseren Raumausnutzung Schraubenfeder und Stoßdämpfer getrennt voneinander positioniert sind (früher Federbein). Der PASSAT Syncro hat wegen seines Allradantriebs eine Doppelquerlenker-Hinterachse.
Für den PASSAT stehen in Leistung, Hubraum und Bauart recht unterschiedliche Benzin- und Dieselmotoren zur Verfügung, so daß je nach persönlicher Anforderung zwischen sehr wirtschaftlicher und ausgeprägt sportlicher Motorisierung ausgewählt werden kann.
Der vorliegende Band gilt für alle Motorisierungen und Karosserie-Versionen.
Modell 2001
• 4-Zylindermotor: Motornummer und Kennbuchstaben sind auf der linken Seite des Motorblocks unterhalb der Trennstelle zwischen Motorblock und Zylinderkopf eingeschlagen, siehe Abbildung. 5-Zylindermotor: Motornummer und Kennbuchstaben befinden sich auf der rechten Seite des Motorblocks. 6-Zylindermotor: Motornummer und Kennbuchstaben befinden sich auf der rechten Innenseite des Motorblocks, unterhalb des Zylinderkopfs. Zum Auffinden der Motornummer muß die Motorverkleidung ausgebaut werden.
Hinweis: Aufkleber mit diesen Motorangaben befinden sich zusätzlich auf dem Zahnriemenschutz oder Zylinderkopfdeckel des Motors, im Serviceplan und in der Reserveradmulde.
• Das Typschild –A– befindet sich an der hinteren Querwand. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (Fahrgestellnummer) ist an Stelle –B– eingeschlagen. Dichtung in diesem Bereich abziehen.
Aufschlüsselung der Fahrgestellnummer:
Herstellerzeichen: WVW = Volkswagen AG
Füllzeichen
2stellige Typenkurzbezeichnung aus den ersten beiden Stellen der offiziellen Typenbezeichnung. 3B = Passat
Weitere Füllzeichen
Angabe des Modelljahres: W – 1998; X – 1999; Y – 2000; 1 – 2001; 2 – 2002
Produktionsstätte
Laufende Numerierung
Der Fahrzeugdatenträger ist entweder in der Reserveradmulde oder auf dem Gepäckraumboden aufgeklebt. Er enthält folgende Fahrzeugdaten:
1 – Produktions-Steuerungsnummer
2 – Fahrzeug-Identifizierungsnummer
3 – Typ-Kennnummer
4 – Typerklärung/Motorleistung
5 – Motor- und Getriebekennbuchstaben
6 – Lacknummer/Innenausstattungs-Kennummer
7 – Mehrausstattungs-Kennummer
Die Daten 2 – 7 befinden sich auch im Serviceplan.
1) Bis 1/98: 74 kW bei 5300/min und 140 Nm bei 3800/min; ab 2/98: 74 kW bei 5600/min und 145 Nm bei 3800/min.
2) Motor ADR bis 7/97: 173 Nm bei 3950/min; ab 8/97: 168 Nm bei 3500/min.
3) Bis 7/97: 200 Nm bei 3600/min; ab 8/97: 205 Nm bei 3200/min.
4) Motor ALG/AMX: Mit Sekundärlufteinblasung, Verdichtung 10,3.
5) Ab 8/97: 210 Nm bei 1900/min.
6) Motor ATJ ab 1/00: 310 Nm bei 1900/min.
7) Motor AVF: 310 Nm bei 1900/min.
8) Motor AWT: 9,3.
9) Motor BDH: 132 kW/180 PS, 370 Nm, Motorölmenge: 6,0 l.
Hinweis: Die Drehmomentangaben können sich bei einigen Motoren geringfügig geändert haben.
TDI = Turbodiesel-Direct-Injection = Turbodiesel mit Direkteinspritzung. EDC = Electronic-Diesel-Control. PD = Pumpe/Düse. Motr. = BOSCH-Motronic. MPI = Multi-Point-Injection = Mehrstellen-Einspritzung.
Achtung: Die angegebenen Füllmengen sind nur ungefähre Werte. Flüssigkeitsstände grundsätzlich mit dem Ölmeßstab und am Kühlflüssigkeits-Ausgleichbehälter prüfen.
Aus dem Inhalt:
▪ Wartungsplan
▪ Ölwechselservice
▪ Wartungsarbeiten
▪ Serviceanzeige nach der Wartung zurückstellen
▪ Werkzeugausrüstung
▪ Motorstarthilfe
Die Wartungsintervalle beim PASSAT sind von der Zeitdauer und den gefahrenen Kilometern abhängig und werden dem Fahrer über eine Service-Intervallanzeige angezeigt.
Wenn ein Service erforderlich ist, erscheint die Service-Intervallanzeige nach Einschalten der Zündung und auch nach dem Anlassen des Motors für einige Sekunden anstelle der Tageskilometeranzeige im Tachometer.
Dabei kann folgendes angezeigt werden:
Bis 4/99 – SERVICEOEL (Motorölwechsel-Service) oder
SERVICEINSP (Inspektions-Service)
Ab 5/99 – SERVICE IN 3000 KM ( = Fahrstrecke bis zur nächsten Wartung) oder
SERVICE! oder SERVICE JETZT (Longlife-Service)
Nachdem die Wartung durchgeführt wurde, muß die Service-Intervallanzeige zurückgesetzt werden.
Hinweis: Die VW-Werkstätten fragen zusätzlich bei jeder Wartung die Fehlerspeicher der elektronischen Steuergeräte ab. Es kann daher sinnvoll sein, in regelmäßigen Abständen eine Fachwerkstatt aufzusuchen, auch wenn die Wartung in Eigenregie durchgeführt wird.
Longlife-Service
Seit Modelljahr 2000 beziehungsweise seit ca. 5/99 und Modelljahr-Kennbuchstabe Y wird der PASSAT nach dem so genannten »Longlife-Service«-System gewartet. Dadurch verlängern sich die Wartungsintervalle, je nach Motor, um bis zu 35.000 km. Für den Longlife-Service ist folgende Ausstattung erforderlich:
1. Flexible Service-Intervallanzeige
2. Motorölstandsensor
3. Bremsbelagverschleißanzeige
4. Longlife-Motoröl nach VW-Norm, siehe Seite 196
5. Wartungsarme Blei-Calcium-Batterie
Hinweis: Wird bei Fahrzeugen mit Longlife-Service, im Rahmen einer Wartung/Reparatur kein Longlife-Motoröl nach VW-Norm eingefüllt, dann muß die flexible Service-Intervallanzeige auf »nicht flexibel« umgestellt werden. Die Wartung erfolgt dann wie bei Fahrzeugen ohne Longlife-Service. Umgestellt wird die Service-Intervallanzeige durch Zurücksetzen mit den Einstelltasten im Schalttafeleinsatz, siehe Seite 44.
Achtung: Für die Beibehaltung des Longlife-Service muß die Service-Intervallanzeige mit dem VW-Diagnosegerät zurückgesetzt werden.
Nur Fahrzeuge ohne Longlife-Service
Der Ölwechsel-Service ist durchzuführen, wenn im Schalttafeleinsatz die Anzeige »service OEL« blinkt bzw. alle 15.000 km, falls die jährliche Fahrleistung über 15.000 km liegt.
Achtung: Bei erschwerten Betriebsbedingungen, wie überwiegend Stadt- und Kurzstreckenverkehr, häufigen Gebirgsfahrten, Anhängerbetrieb und staubigen Straßenverhältnissen, Ölwechsel-Service entsprechend öfter durchführen.
• Motor: Öl- und Filterwechsel.
• Bremsbeläge vorn und hinten: Dicke prüfen.
• 90-/110-/115-PS-Dieselmotor (AHU/AHH/AFN/AJM/ATJ/AVG) bis Modelljahr 2000 (Y): Zahnriemenverschleiß prüfen.
• Service-Intervallanzeige zurücksetzen.
Die Wartung ist in folgenden Abständen durchzuführen:
Ohne Longlife-Service: Nach der Service-Intervallanzeige wenn im Kombiinstrument die Anzeige »service INSP« blinkt. Auf jeden Fall aber alle 12 Monate die mit • gekennzeichneten Positionen und alle 30.000 km sämtliche aufgeführten Wartungspunkte (• und ▪) durchführen.
Achtung: Bei erschwerten Betriebsbedingungen, wie überwiegend Stadt- und Kurzstreckenverkehr, häufigen Gebirgsfahrten, Anhängerbetrieb und staubigen Straßenverhältnissen, Ölwechsel-Service entsprechend öfter durchführen. Bei häufigen Fahrten in staubiger Umgebung Wechselintervall für Motor-Luftfilter und Pollenfilter halbieren.
Mit Longlife-Service: Entsprechend der Service-Intervallanzeige sämtliche aufgeführten Wartungspunkte (• und ▪). Hinweis: Wenn die Service-Intervallanzeige aufgrund extremer Betriebsbedingungen alle 12 Monate oder 15.000 km eine Wartung fordert, kann stattdessen ein Ölwechsel-Service durchgeführt werden und alle 2 Jahre oder 30.000 km die komplette Wartung.
Mit und ohne Longlife-Service: Im Rahmen der Wartung sind ebenfalls die zusätzlichen, mit ◆ gekennzeichneten Wartungspunkte entsprechend den angegebenen Intervallen durchzuführen.
Motor
• Motor/Motorraum: Sichtprüfung auf Undichtigkeiten.
• Motor: Öl wechseln, Ölfilter ersetzen.
• Kühl- und Heizsystem: Flüssigkeitsstand prüfen, Konzentration des Frostschutzmittels prüfen. Sichtprüfung auf Undichtigkeiten und äußere Verschmutzung des Kühlers.
• Abgasanlage: Auf Beschädigungen sichtprüfen.
• 4-Zylinder-Dieselmotor (AHU/AHH/AFN/AJM/ATJ/AVG) bis Modelljahr 2000 (Y): Zahnriemenverschleiß prüfen.
▪ 4-Zylinder-Dieselmotor: Kraftstoffilter entwässern.
▪ 90-PS-Dieselmotor (AHH): Zustand und Spannung des Zahnriemens prüfen.
▪ 2,5-l-Dieselmotor: Kraftstoffilter ersetzen. Zustand von beiden Zahnriemen prüfen.
▪ 1,6-/1,8-/2,0-l-Benzinmotor: Zustand des Zahnriemens prüfen (erstmalig nach 90.000 km, dann alle 30.000 km).
Getriebe, Achsantrieb
• Getriebe, Achsantrieb, Gelenkschutzhüllen: Auf Undichtigkeiten und Beschädigungen sichtprüfen.
▪ Schaltgetriebe/Achsantrieb: Ölstand prüfen, ggf. auffüllen.
Vorderachse und Lenkung
• Spurstangenköpfe: Spiel und Befestigung prüfen, Staubkappen prüfen.
• Achsgelenke: Staubkappen prüfen.
• Lenkung: Faltenbälge auf Beschädigungen prüfen.
Aufbau
• Türfeststeller: Schmieren.
• Verbandkasten: Haltbarkeitsdatum prüfen.
▪ Unterbodenschutz: Prüfen.
▪ Sicherheitsgurte und Airbageinheiten: Auf Beschädigungen sichtprüfen.
▪ Lüftung/Heizung: Staub-/Pollenfilter-Einsatz erneuern.
▪ Schiebedach: Führungsschienen reinigen und mit VW-Fettspray G 000 450 02 einsprühen.
Bremsen, Reifen, Räder
• Bremsanlage: Leitungen, Schläuche, Anschlüsse auf Undichtigkeiten und Beschädigungen prüfen.
• Bremsflüssigkeitsstand: Prüfen, ggf. auffüllen.
• Bremsen: Belagstärke der vorderen und hinteren Bremsbeläge prüfen.
• Bereifung (einschließlich Reserverad): Profiltiefe, Reifenfülldruck, Reifen auf Verschleiß und Beschädigungen prüfen.
• Radschrauben über Kreuz mit 120 Nm festziehen.
Elektrische Anlage
• Alle Stromverbraucher, Signalhorn: Funktion prüfen.
• Beleuchtungsanlage: Prüfen, gegebenenfalls Scheinwerfer einstellen.
• Scheibenwischer: Wischergummis auf Verschleiß prüfen. Wenn Wischerblätter rubbeln, Anstellwinkel prüfen.
• Scheibenwaschanlage: Funktion prüfen, Düsenstellung kontrollieren, Flüssigkeit nachfüllen, Scheinwerfer-Waschanlage prüfen.
• Batterie: Ruhespannung messen, Batterieklemmen/-halter auf festen Sitz prüfen. Säurestand prüfen, wenn sich die einzelnen Batteriezellen öffnen lassen.
• Service-Intervallanzeige: Zurücksetzen.
Alle 2 Jahre
▪ Bremsflüssigkeit: Erneuern.
▪ Fahrzeuge mit Telematik: Notstrombatterien ersetzen.
▪ Abgasuntersuchung (AU) erstmalig nach 3 Jahren, dann alle 2 Jahre: Leerlaufdrehzahl, CO-Gehalt, Zündzeitpunkt prüfen; Fehlerspeicher abfragen (Werkstattarbeit).
Alle 2 Jahre oder 60.000 km
▪ Motor-Luftfilter: Einsatz erneuern, Gehäuse reinigen.
Alle 4 Jahre oder 60.000 km
▪ Zündkerzen: Erneuern.
Alle 60.000 km
▪ 4-Zylinder-Dieselmotor: Kraftstoffilter ersetzen.
▪ Servolenkung: Flüssigkeitsstand prüfen, ggf. auffüllen.
▪ Automatisches Getriebe/Achsantrieb: Ölstand prüfen, ggf. auffüllen.
▪ Keilrippenriemen: Zustand prüfen, ggf. wechseln.
▪ 115-PS-Dieselmotor (AJM) bis 9/00: Zahnriemen und Zahnriemenspannrolle ersetzen (Werkstattarbeit).
▪ 150-PS-Dieselmotor (AFB bis Mot-Nr. 154 591 und AKN bis Mot.-Nr. 031 889): Kurbelgehäusedruck prüfen (Werkstattarbeit).
Alle 90.000 km
▪ 90-/110-PS-Dieselmotor (AHU/AHH/AFN/AVG): Zahnriemen ersetzen (Werkstattarbeit).
▪ 100-/115-/130-PS-Dieselmotor (AJM ab 10/00) sowie (ATJ/AVB/AWX/AVF): Zahnriemen und Zahnriemenspannrolle ersetzen.
Alle 120.000 km
▪ 4-Zylinder-Motor: Keilriemen, falls vorhanden, ersetzen.
▪ 193-PS-Benzinmotor: Zahnriemen und Zahnriemenspannrolle ersetzen (Werkstattarbeit).
▪ 2,5-l-Dieselmotor: Beide Zahnriemen ersetzen (Werkstattarbeit).
▪ 1,8-l-Benzinmotor (ADR/AEB/ANB/APU/ARG) bis Modelljahr 1999 (X): Zahnriemen für Motorsteuerung ersetzen.
Alle 180.000 km
▪ 1,8-l-Benzinmotor (APT) sowie 1,8-l-Benzinmotor ab Modelljahr 2000 (Y): Zahnriemen für Motorsteuerung ersetzen.
Hier werden, nach den verschiedenen Baugruppen des Fahrzeugs aufgeteilt, alle Wartungsarbeiten beschrieben, die gemäß dem Wartungsplan durchgeführt werden müssen. Auf die erforderlichen Verschleißteile sowie das möglicherweise benötigte Sonderwerkzeug wird jeweils hingewiesen.
Es empfiehlt sich, Reifendruck, Motorölstand und Flüssigkeitsstände für Kühlung, Wisch-/Wasch-Anlage etc. mindestens alle 4 bis 6 Wochen zu prüfen und gegebenenfalls zu ergänzen.
Achtung: Beim Einkauf von Ersatzteilen ist zur Identifizierung des Fahrzeuges unbedingt der KFZ-Schein mitzunehmen, denn nur durch die Fahrzeug-Identnummer ist eine eindeutige Zuordnung von Ersatzteil und Fahrzeugmodell möglich. Sinnvoll ist es auch, das Altteil zum Ersatzteilhändler mitzunehmen, um es dort mit dem Neuteil vergleichen zu können.
Folgende Wartungspunkte müssen nach dem Wartungsplan durchgeführt werden:
▪ Motor: Öl- und Filterwechsel.
▪ Motor/Motorraum: Sichtprüfung auf Undichtigkeiten.
▪ Motor: Ölstand prüfen.
▪ Zündkerzen erneuern.
▪ Abgasanlage: Sichtprüfung auf Beschädigungen.
▪ Kühl- und Heizsystem: Flüssigkeitsstand prüfen, Konzentration des Frostschutzmittels prüfen. Sichtprüfung auf Undichtigkeiten und äußere Verschmutzung des Kühlers.
▪ Dieselmotor: Kraftstoffilter entwässern bzw. ersetzen.
▪ Motor-Luftfilter: Filtereinsatz erneuern.
▪ Keilriemen/Keilrippenriemen: Zustand prüfen, gegebenenfalls erneuern.
▪ 4-Zylinder-Dieselmotor (AHU/AHH/AFN/AJM/ATJ/AVG) bis Modelljahr 2000 (Y): Zahnriemenverschleiß prüfen.
▪ Zahnriemen prüfen.
▪ Zahnriemen ersetzen, siehe Kapitel »Motor-Mechanik«.
Das Motoröl darf auch mittels einer Sonde (an der Tankstelle) über das Ölmeßrohr abgesaugt werden. Allerdings muß das neue Öl dann meistens bei der betreffenden Tankstelle gekauft werden.
Achtung: Die Öl-Verkaufsstellen nehmen die entsprechende Menge Altöl kostenlos entgegen, daher beim Ölkauf Quittung und Ölkanister für spätere Altölrückgabe aufbewahren! Um Umweltschäden zu vermeiden, keinesfalls Altöl einfach wegschütten oder dem Hausmüll mitgeben.
Um die Betriebsverhältnisse des Motors besser überwachen zu können, soll beim Ölwechsel immer ein Öl gleichen Typs und möglichst auch gleicher Marke verwendet werden. Daher ist es zweckmäßig, bei jedem Ölwechsel ein Hinweisschild am Motor zu befestigen, auf dem Marke und Viskosität des Öles vermerkt sind.
Wahllos abwechselnder Gebrauch verschiedener Öltypen ist ungünstig. Motorenöle verschiedener Marken sollen möglichst nicht gemischt werden. Motorenöle gleichen Typs und gleicher Marke, aber verschiedener Viskosität, können im Bedarfsfall während jahreszeitlicher Überschneidung ohne weiteres nachgefüllt werden.
Erforderliches Spezialwerkzeug:
▪ Eine Grube oder ein hydraulischer Wagenheber mit Unterstellböcken (wenn das Motoröl nicht abgesaugt wird).
▪ Stecknuß zum Lösen der Ölablaßschraube (wenn das Motoröl nicht abgesaugt wird).
▪ 1,6-/1,8-/2,8-l-Benzin- und 1,9-l-Dieselmotor: Ein Spezialwerkzeug zum Lösen des Ölfilters (Ölfilterzange, Spannbandschlüssel oder HAZET-Werkzeug 2171-1).
▪ 2,3-l-Benzinmotor: Stecknuß SW 32 für Ölfilterdeckel.
▪ 2,5-l-Dieselmotor: Stecknuß SW 36 zum Lösen des Ölfilterdeckels, zum Beispiel HAZET 2169-2.
▪ Ölauffangschale (wenn Öl nicht abgesaugt wird), die je nach Motor mindestens 4 Liter bis 6,5 Liter Öl faßt.
Erforderliche Verschleißteile:
▪ Nur wenn Öl nicht abgesaugt wird: Aluminium- oder Kupfer-Dichtring für die Ölablaßschraube (wird manchmal mit dem Ölfilter mitgeliefert).
▪ Ölfilter. Achtung: Beim 2,3-l-Benzin- und 2,5-l-Dieselmotor werden ein Ölfiltereinsatz und zwei O-Ringe für den Ölfilterdeckel benötigt.
▪ Je nach Motor, 3 bis 6 Liter Motoröl. Nur von VW freigegebenes Motoröl verwenden, siehe Seite 192.
Ölwechselmenge:
Achtung: Gegebenenfalls Motoröl bis zur max.-Markierung auffüllen.
Motoröl ablassen
• 150-PS-Dieselmotor: Obere Motorabdeckung abbauen. Deckel am Filtergehäuse mit Stecknuß SW 36 oder HAZET 2169-2 abschrauben, siehe Abb. A02-0033. Das Öl läuft dann aus dem Filtergehäuse in die Ölwanne ab.
• 100-/115-/130-PS-Diesel: Ölfilterdeckel abschrauben
• Motoröl mit einem Ölabsauggerät über das Ölmeßstab-Führungsrohr absaugen.
• Steht das Ölabsauggerät nicht zur Verfügung, Motoröl ablassen. Dazu Fahrzeug waagerecht aufbocken.
• Untere Motorraumabdeckung ausbauen, siehe Seite 160.
• Gefäß zum Auffangen des Altöls unter die Ölwanne stellen.
• Ölablaßschraube aus der Ölwanne herausdrehen und Altöl ganz ablassen.
Achtung: Werden im Motoröl Metallspäne und Abrieb in größeren Mengen festgestellt, deutet dies auf Freßschäden hin, zum Beispiel Kurbelwellen- oder Pleuellagerschäden. Um Folgeschäden zu vermeiden, ist die sorgfältige Reinigung von Ölkanälen und Ölschläuchen unerläßlich. Zusätzlich soll der Ölkühler, falls vorhanden, erneuert werden.
• Ölablaßschraube mit neuem Dichtring einschrauben.
Achtung: Das zulässige Anzugsdrehmoment darf nicht überschritten werden, sonst kann es zu Undichigkeiten oder Schäden kommen. Anzugsdrehmomente:
• Fahrzeug ablassen (außer 2,3-l-Benzinmotor).
Ölfilter wechseln
Achtung: Bohrung des Aggregateträgers unterhalb vom Ölfilter mit einem Lappen abdecken, damit kein Altöl in den Träger laufen kann.
1,6-/1,8-/2,8-l-Benzinmotor sowie 1,9-l-Dieselmotor mit 90 und 110 PS
• Ölfilter mit Spannband oder HAZET 2171-1 abschrauben. Auslaufendes Motoröl mit Lappen auffangen. Eventuell am Ölfilterflansch verbliebene Filterdichtung abnehmen.
• Ölfilterflansch am Motorblock mit Lappen gut abwischen, damit kein Altöl auf den Aggregateträger tropft.
• Gummidichtring am neuen Ölfilter dünn mit Motoröl bestreichen.
• Neuen Ölfilter nur mit der Hand festschrauben. Wenn die Filterdichtung am Motorblock anliegt, Filter noch um 1/2 Umdrehung weiterdrehen. Hinweise auf dem Ölfilter beachten.
2,3-l-Benzinmotor
• Öl an der Ablaßschraube –1– am Filtergehäuse ablassen. Der Ölfilter befindet sich seitlich neben der Ölwanne.
• Filterunterteil –3– am Sechskant –2– oder am Umfang –4– mit Stecknuß abschrauben. Auslaufendes Motoröl mit Lappen auffangen. Flansch am Filtergehäuse mit Lappen gut abwischen, damit kein Öl heruntertropft.
• Neuen Filtereinsatz einsetzen.
• Neuen Dichtring –3– mit sauberem Motoröl bestreichen.
• Filterunterteil mit Dichtring einschrauben und mit 25 Nm festziehen.
• Ablaßschraube am Filtergehäuse mit neuem Dichtring einschrauben und mit 10 Nm festziehen.
• Fahrzeug ablassen.
100-/115-/130-/136-/150-PS-Dieselmotor
• 150-PS-Dieselmotor: Filtereinsatz –3– herausziehen. Hinweis: Der Deckel –1– wurde bereits zum Ablassen des Motoröls abgeschraubt.
• 100-/115-/130/136-PS-Dieselmotor: Filtereinsatz –7– herausziehen. Hinweis: Der Deckel –4– wurde bereits zum Ablassen des Motoröls abgeschraubt.
• Restliches Öl mit dem Ölabsauggerät aus dem Filtergehäuse absaugen.
• Neuen Filtereinsatz in das Filtergehäuse einsetzen.
• 100-/115-/130/136-PS-Dieselmotor: Filterdeckel –4– mit neuen O-Ringen –5/6– aufschrauben und mit 25 Nm festziehen.
• 150-PS-Dieselmotor: Filterdeckel –1– mit neuem O-Ring –2– aufschrauben und mit 25 Nm festziehen, siehe Abbildung A02-0033.
• 150-PS-Dieselmotor: Obere Motorabdeckung anbauen.
Motoröl auffüllen
Achtung: Bei den Turbomotoren muß beim 1. Motorstart nach dem Ölwechsel darauf geachtet werden, daß der Motor zunächst nur bei Leerlaufdrehzahl läuft, bis die Öldruckkontrolleuchte erlöscht. Erst dann ist der volle Öldruck erreicht und es darf Gas gegeben werden. Durch Gasstöße bei leuchtender Ölkontrolle kann aufgrund mangelnder Schmierung der Turbolader beschädigt werden.
• Verschlußdeckel öffnen und neues Öl am Einfüllstutzen des Zylinderkopfdeckels einfüllen.
Achtung: Grundsätzlich empfiehlt es sich zunächst, 1/2 Liter Motoröl weniger einzufüllen, den Motor warmlaufen zu lassen und nach einigen Minuten den Ölstand mit dem Meßstab zu kontrollieren und gegebenenfalls zu ergänzen. Zuviel eingefülltes Motoröl muß wieder abgesaugt werden, da sonst die Motordichtungen beziehungsweise der Katalysator beschädigt werden können.
• Ölstand prüfen, gebenenfalls bis zur max.-Markierung ergänzen, siehe Seite 19
• Nach Probefahrt Dichtigkeit der Ablaßschraube und des Ölfilters überprüfen, gegebenenfalls vorsichtig nachziehen.
• Ölstand ca. 3 Minuten nach Abstellen des Motors nochmals prüfen, gegebenenfalls korrigieren.
• Motorraumabdeckung unten einbauen, siehe Seite 160.
Bei ölverschmiertem Motor und hohem Ölverbrauch überprüfen, wo das Öl austritt. Dazu folgende Stellen überprüfen:
▪ Öleinfülldeckel öffnen und Dichtung auf Porosität oder Beschädigung prüfen.
▪ Kurbelgehäuse-Entlüftung: Zum Beispiel Belüftungsschlauch vom Zylinderkopfdeckel zum Luftansaugschlauch.
▪ Zylinderkopfdeckel-Dichtung.
▪ Zylinderkopf-Dichtung.
▪ Ölablaßschraube (Dichtring).
▪ 1,6-l-Benzinmotor: Trennstelle Zündverteilerflansch.
▪ Ölfilterdichtung: Ölfilter am Ölfilterflansch.
▪ Ölwannendichtung.
▪ Wellendichtringe vorn und hinten für Nockenwelle und Kurbelwelle.
Da sich bei Undichtigkeiten das Öl meistens über eine größere Motorfläche verteilt, ist der Austritt des Öls nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Bei der Suche geht man zweckmäßigerweise wie folgt vor:
• Motorwäsche folgendermaßen durchführen: Generator mit Plastiktüte abdecken. Motor mit handelsüblichem Kaltreiniger einsprühen und nach einer kurzen Einwirkungszeit an einer Autowaschanlage mit Wasser abspritzen.
• Trennstellen und Dichtungen am Motor von außen mit Kalk oder Talkumpuder bestäuben.
• Ölstand kontrollieren, gegebenenfalls auffüllen.
• Probefahrt durchführen. Da das Öl bei heißem Motor dünnflüssig wird und dadurch schneller an den Leckstellen austreten kann, sollte die Probefahrt über eine Strecke von ca. 30 km auf einer Schnellstraße durchgeführt werden.
• Anschließend Motor mit Lampe absuchen, undichte Stelle lokalisieren und Fehler beheben.
Hinweis: Der Motor soll auf einer Fahrstrecke von ca. 1.000 km nicht mehr als 1,0 Liter Öl verbrauchen. Mehrverbrauch ist ein Anzeichen für verschlissene Ventilschaftabdichtungen und/oder Kolbenringe beziehungsweise Öldichtungen.
• Motor warmfahren und auf einer ebenen, waagerechten Fläche abstellen.
• Nach Abstellen des Motors mindestens 3 Minuten lang warten, damit sich das Öl in der Ölwanne sammelt.
• Ölpeilstab am Motor herausziehen und mit sauberem Lappen abwischen.
• Anschließend Meßstab bis zum Anschlag einführen und wieder herausziehen. Achtung: Es gibt 2 unterschiedliche Meßstab-Ausführungen.
• Ausführung 1: Der Ölstand ist in Ordnung, wenn er im gerasterten Bereich –b– liegt. Liegt der Ölstand im Bereich –a– oder darunter, dann muß Öl nachgefüllt werden. Wenn nachgefüllt werden muß, Ölstand bis zum Bereich –c– oder zur max.-Markierung ergänzen.
• Ausführung 2: Der Ölstand muß sich zwischen den min.- und max.-Markierungen –Pfeile– befinden.
Achtung: Zuviel eingefülltes Motoröl muß wieder abgesaugt werden, da sonst die Motordichtungen beziehungsweise der Katalysator beschädigt werden können.
• Bei besonderer Motorbeanspruchung wie zum Beispiel längeren Autobahnfahrten im Sommer, bei Anhängerbetrieb oder Gebirgsfahrten sollte der Ölstand im oberen Bereich liegen.
• Nachgefüllt wird am Verschluß des Zylinderkopfdeckels. Beim Nachfüllen richtige Ölsorte verwenden, keine Ölzusätze verwenden, siehe auch Kapitel »Schmierung«.
• Ölmeßstab einsetzen, Einfülldeckel aufschrauben.
• Fahrzeug aufbocken.
• Befestigungsschellen auf festen Sitz prüfen.
• Abgasanlage mit Lampe auf Löcher, durchgerostete Teile sowie Scheuerstellen absuchen.
• Stark gequetschte Abgasrohre ersetzen.
• Gummihalterungen durch Drehen und Dehnen auf Porosität überprüfen und gegebenenfalls austauschen.
• Fahrzeug ablassen.
Ein zu niedriger Kühlmittelstand wird durch eine Kontrollleuchte am Armaturenbrett angezeigt. Vor jeder größeren Fahrt sollte dennoch grundsätzlich der Kühlmittelstand geprüft werden.
Achtung: Zum Nachfüllen – auch in der warmen Jahreszeit – nur eine Mischung aus VW-Kühlerfrost- und Korrosionsschutzmittel »G12 Plus« (Farbe lila, Spezifikation TL-VW-774-F) und kalkarmem, sauberem Wasser verwenden. Auch im Sommer darf der Kühlerfrostschutz-Anteil im Kühlmittel nicht unter 40% liegen. Daher beim Nachfüllen Frostschutz ergänzen, siehe Kapitel »Frostschutz prüfen«.
Achtung: Das in anderen VW-Modellen verwendete, grüne VW-Kühlerfrost- und Korrosionsschutzmittel »G11« darf nicht mit »G12 rot« gemischt werden, sonst kommt es zu schwer wiegenden Motorschäden. Braunes Kühlmittel (G11 und »G12 rot« vermischt) sofort wechseln. Hinweis: Das neue »G12 Plus« (lila Farbe) darf sowohl mit »G11 grün« als auch mit »G12 rot« gemischt werden.
Sicherheitshinweis:
Verschlußdeckel bei heißem Motor vorsichtig öffnen. Verbrühungsgefahr! Beim Öffnen Lappen über den Verschlußdeckel legen. Verschlußdeckel nur bei einer Kühlmittel-Temperatur unter +90° C öffnen.
• Der Kühlmittelstand soll bei kaltem Motor (Kühlmitteltemperatur ca. +20° C) zwischen der MAX. und der MIN.-Markierung am Ausgleichbehälter liegen. Bei warmem Motor darf der Kühlmittelstand etwas über der MAX.-Markierung stehen.
• Größere Mengen kaltes Kühlmittel nur bei kaltem Motor nachfüllen, um Motorschäden zu vermeiden.
• Verschlußdeckel beim Öffnen zuerst etwas aufdrehen und Überdruck entweichen lassen. Danach Deckel weiterdrehen und abnehmen.
• Sichtprüfung auf Dichtheit durchführen, wenn der Kühlmittelstand in kurzer Zeit absinkt.
• Kühlmittelschläuche durch Zusammendrücken und Verbiegen auf poröse Stellen untersuchen, hartgewordene und aufgequollene Schläuche ersetzen.
• Die Schläuche dürfen nicht zu kurz auf den Anschlußstutzen sitzen.
• Festen Sitz der Schlauchschellen kontrollieren, gegebenenfalls Schellen erneuern.
• Dichtung des Verschlußdeckels für den Ausgleichbehälter auf Beschädigungen überprüfen.
Achtung: Ein zu niedriger Kühlmittelstand kann auch von einem nicht richtig aufgeschraubten Verschlußdeckel herrühren.
• Deutlicher Kühlmittelverlust und/oder Öl in der Kühlflüssigkeit sowie weiße Abgaswolken bei warmem Motor deuten auf eine defekte Zylinderkopfdichtung hin.
Achtung: Mitunter ist es schwierig, die Leckstelle ausfindig zu machen. Dann empfiehlt sich eine Druckprüfung durch die Werkstatt (Spezialgerät erforderlich). Hierbei kann ebenfalls das Überdruckventil des Verschlußdeckels geprüft werden.
Regelmäßig vor Winterbeginn sollte sicherheitshalber die Konzentration des Frostschutzmittels geprüft werden, insbesondere wenn zwischendurch reines Wasser nachgefüllt wurde.
Folgendes Prüfwerkzeug wird benötigt:
▪ Prüfspindel zum Messen des Frostschutzanteils beziehungsweise ein optisches Prüfgerät (Refraktometer) für Frostschutzanteil und Säuredichte, zum Beispiel HAZET-4810-B.
Prüfen
• Bei der Frostschutzmessung soll die Kühlflüssigkeitstemperatur ca. +20° C betragen. Gegebenenfalls Motor kurz warmfahren, bis der obere Kühlmittelschlauch zum Kühler etwa handwarm ist.
Sicherheitshinweis
Verschlussdeckel bei heißem Motor vorsichtig öffnen. Verbrühungsgefahr! Beim Öffnen Lappen über den Verschlussdeckel legen. Verschlussdeckel nur bei einer Kühlmittel-Temperatur unter +90° C öffnen.
• Verschlussdeckel am Ausgleichbehälter vorsichtig öffnen.
• Mit Messspindel Kühlflüssigkeit ansaugen und am Schwimmer die Kühlmitteldichte ablesen.
• Der Frostschutz soll in unseren Breiten bis –25° C reichen, bei extrem kaltem Klima bis –35° C.
VW-Kühlkonzentrat »G12 Plus« ergänzen
Für einen Frostschutz bis –25° C muß der Anteil an Frostschutzmittel in der Kühlflüssigkeit 40 % betragen. Soll der Frostschutz bis –35° C reichen, müssen Wasser und Kühlkonzentrat im Verhältnis 1:1 gemischt werden.
Achtung: Ist ein stärkerer Frostschutz erforderlich, kann der Anteil des Frostschutzmittels bis auf maximal 60 % erhöht werden, dann reicht der Frostschutz bis –40° C. Wird mehr Frostschutzmittel zugegeben, verringert sich der Frostschutz wieder, außerdem verschlechtert sich die Kühlwirkung.
Nur VW-Kühlerfrost- und Korrosionsschutzmittel »G12 Plus« (Farbe lila, Spezifikation TL-VW-774-F) verwenden. Das Kühlerfrostschutzmittel »G12 Plus« kann mit dem bisherigen Frostschutzmittel »G12 rot« gemischt werden. Hinweis: Das neuere VW-Frostschutzkonzentrat G12 Plus Plus (Farbe: lila) kann ebenfalls verwendet werden.
Die Tabelle zeigt, wie viel Frostschutzmittel zugegeben werden muß, damit die gewünschte Konzentration erreicht wird.
Beispiel: Die Frostschutz-Messung mit der Spindel ergibt beim 4-Zylinder-Motor einen Frostschutz bis –10° C. In diesem Fall aus dem Kühlsystem 2,0 l Kühlflüssigkeit ablassen und dafür 2,0 l reines VW-Frostschutzkonzentrat auffüllen. Der Frostschutz reicht dann bis –25° C.
• Verschlußdeckel am Kühler verschließen und nach Probefahrt Frostschutz erneut überprüfen.
Erforderliches Spezialwerkzeug zum Entwässern:
▪ Nur 2,5-l-Dieselmotor: Hand-Unterdruckpumpe mit Auffanggefäß zum Entleeren des Kraftstoffilters, zum Beispiel KLANN LI-75200.
Erforderliches Verschleißteil bei Filterwechsel:
▪ Kraftstoffilter mit Dichtring.
▪ Etwa 0,2 l sauberen Dieselkraftstoff zum Füllen des Filters.
▪ Nur 2,5-l-Dieselmotor: Dichtring für Regelventil und Schlauchschellen für Kraftstoffleitungen. Anstelle der werksseitig eingebauten Klemm-Schlauchschellen können auch Schraubschellen verwendet werden.
Zum Auffangen des Wassersatzes ist ein geeignetes Auffanggefäß erforderlich. Achtung: Auslaufender Dieselkraftstoff muß besonders von Gummiteilen, zum Beispiel Kühlmittelschläuchen, sofort abgewischt werden, sonst werden die Gummiteile im Lauf der Zeit zerstört.
Achtung: Kraftstoff ist ein Problemstoff und darf auf keinen Fall einfach weggeschüttet oder dem Hausmüll mitgegeben werden. Gemeinde- und Stadtverwaltungen informieren darüber, wo sich die nächste Problemstoff-Sammelstelle befindet.
90-/110-PS-Dieselmotor:
Entwässern
Der Kraftstoffilter befindet sich links am Motorblock hinter dem Generator. Er ist schwer zugänglich.
• Ladeluftrohr ausbauen, dazu Schellen –A– lösen und Schraube –B– herausschrauben.
1 – Vorlauf vom Kraftstoffbehälter
2 – Vorlauf zur Einspritzpumpe
3 – Belüftungsschraube
4 – Klemmschelle
5 – Entwässerungsventil
• Belüftungsschraube –3– lösen.
• An der Filterunterseite das Entwässerungsventil –5– aufschrauben und ca. 100 cm3(ca. 1 Tasse voll) Flüssigkeit aus dem Filter in ein Auffanggefäß ablaufen lassen. Es kann ein Schlauch auf das Entwässerungsventil geschoben werden, damit der Kraftstoff gezielter austritt.
• Entwässerungsventil von Hand wieder festziehen.
• Belüftungsschraube –3– oben am Filter festziehen.
• Ladeluftrohr mit Schellen befestigen und am Halter anschrauben.
• Motor starten.
• Die Kraftstoffanlage entlüftet sich selbsttätig. Nach mehrmaligem Gasgeben muß der Kraftstoff blasenfrei durch die durchsichtige Leitung zur Einspritzpumpe fließen.
• Kraftstoffanlage auf Dichtheit sichtprüfen, insbesondere an den Anschlüssen des Kraftstoffilters.
Filterwechsel
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