Nathali Klingen
Let’s ACT
Akzeptanz- und Commitment-Therapie für Gruppen
Klett-Cotta
Zu diesem Buch
In der »Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT)«, ein Verfahren der »Dritten Welle der Verhaltenstherapie«, werden klassische VT-Techniken mit achtsamkeits- und werteorientierten Strategien zu einem sehr effektiven psychotherapeutischen Neuansatz kombiniert. Die durch und durch erlebens- und erfahrungsbezogene Methode findet bei zahlreichen psychischen Störungen Anwendung, weshalb sie sich auch für die Gruppentherapie in Praxen und Kliniken empfiehlt. Da jede Gruppe unterschiedlich ist und eigene Schwerpunkte setzen wird, erwartet die Nutzer dieses Buches kein starres Manual, sondern variable Praxis-Module, die sich an den ACT-Kernprozessen orientieren. Die Autorin stellt zahlreiche, in ihrer Praxis erprobte Übungen und Materialien vor, mit denen die einzelnen Sitzungen flexibel gestaltet werden können. Und weil man selbst erfahren haben sollte, was man vermittelt, enthält das Buch viele Selbsterfahrungsübungen für Therapeuten und Therapeutinnen.
Die Reihe »Leben Lernen« stellt auf wissenschaftlicher Grundlage Ansätze und Erfahrungen moderner Psychotherapien und Beratungsformen vor; sie wendet sich an die Fachleute aus den helfenden Berufen, an psychologisch Interessierte und an alle nach Lösung ihrer Probleme Suchenden.
Alle Bücher aus der Reihe ›Leben Lernen‹ finden Sie unter:
www.klett-cotta.de/lebenlernen
Leben Lernen 327
Sämtliche Audio-Downloads sind auf der Homepage der Autorin zu finden:
www.verhaltenstherapie-muenchen.de
Dieses E-Book basiert auf der aktuellen Auflage der Printausgabe.
Klett-Cotta
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© 2021 by J. G. Cotta’sche Buchhandlung
Nachfolger GmbH, gegr. 1659, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten
Cover: Jutta Herden, Stuttgart
unter Verwendung eines Fotos von © adobe stock/Nitiphol
Illustrationen: Viola Konrad
Gesetzt von Eberl & Kœsel Studio GmbH, Krugzell
Gedruckt und gebunden von Friedrich Pustet GmbH & Co. KG, Regensburg
ISBN 978-3-608-89274-1
E-Book: ISBN 978-3-608-11668-7
PDF-E-Book: ISBN 978-3-608-20523-7
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Wenn man das Buch von Nathali Klingen gelesen hat, weiß man, warum. Das heißt noch nicht, dass man dann schon in der Lage wäre, ACT-Gruppen zu leiten. Aber man bekommt in dem Buch umfangreiche und nützliche Hilfestellungen für den Lernprozess, den es dafür zu durchlaufen gilt.
Wie oft passiert es in der Einzeltherapie, dass Therapeut und Klient versuchen, eine schwierige Situation, die der Patient beschreibt, zu verstehen und Klarheit darüber zu bekommen, was eigentlich genau passiert ist und welche äußeren Bedingungen und psychischen Prozesse eine Rolle gespielt haben. Man arbeitet hart und oft wiederholt an dieser KIärung – und dennoch bleibt so manches im Unklaren. Genauso lückenhaft und unvollständig sind oft Erwägungen darüber, was wohl in Zukunft passieren könnte, welche alternativen Umgehensweisen dem Patienten zur Verfügung stehen und welche Konsequenzen es hätte, würde er sein Verhalten in einer gewissen Hinsicht modifizieren.
Häufig machen wir die Erfahrung, dass wir an solchen Stellen in der Therapie ins »Schwimmen« geraten – und das ist kein Wunder. Schließlich wird nicht »live« mit dem realen Verhalten und den relevanten Kontexten gearbeitet, sondern mit Erinnerungen und Vorhersagen – mit kognitiven Konstrukten, die die Wirklichkeit außerhalb des Therapieraumes in ihrer Vielfalt und Dynamik oft nur begrenzt abzubilden vermögen. Natürlich gibt es Versuche, dieses Manko auszugleichen und die Lebenswirklichkeit des Patienten in die therapeutische Situation hereinzuholen, indem zum Beispiel mit Protokollen und anderen Beobachtungsinstrumenten gearbeitet wird oder indem die therapeutischen Gespräche durch möglichst realitätsnahe Übungen – in oder außerhalb der Praxis – angereichert werden. Auch Ansätze, die die therapeutische Beziehung selbst zum Inhalt und zum »Übungsfeld« der Therapie zu machen, zählen zu den Versuchen, dieses Manko des Einzeltherapiesettings auszugleichen – innerhalb der kognitiv-lerntheoetischen Ansätze am weitesten entwickelt wohl von Tsai und Kohlenberg mit ihrer Funktional-analytischen Psychotherapie (FAP)1 All diesen Bemühungen sind jedoch Grenzen gesetzt – so ist und bleibt die Beziehung zwischen Patient und Therapeut eine besondere, z. B. nicht symmetrische, die zwar durchaus auch Herausforderungen für den Patienten mit sich bringt, aber nicht unbedingt dieselben Herausforderungen wie die Beziehungen zu anderen relevanten Bezugspersonen.
Teilnehmer an einer Gruppentherapie sind vom ersten Moment in aller Regel deutlich vielfältigeren sozialen Stimuli ausgesetzt als Patienten in Einzeltherapie. Die Gruppe aktiviert beide Seiten des »existenziellen menschlichen Dilemmas«, das Nathali Klingen beschreibt: Die anderen lassen uns nicht kalt, sondern wecken Wünsche, Sehnsüchte, Vorstellungen darüber, was ein gutes Miteinander ausmacht. Wir wünschen uns, gesehen zu werden, verstanden, angenommen, anerkannt und gemocht zu werden, hoffen auf einen fairen, nicht verletzenden Umgang, auf ein ausgeglichenes Verhältnis von Geben und Nehmen, und so weiter. Und gleichzeitig – wie immer, wenn wir Wert auf etwas legen – werden wir verletzbar: Es könnte sein, dass wir leiden, dass wir gekränkt, zurückgewiesen werden, uns lächerlich machen, dass man uns dominiert, marginalisiert, ausnutzt – kurz: dass unsere Werte missachtet, angegriffen, in den Schmutz gezogen werden.
Und es passiert noch etwas – und zwar weitgehend automatisch, unkontrolliert: Unser Verstand fängt an, Regeln, Bewertungen, Vorhersagen und Pläne zu produzieren, die vor allem auf eines abzielen: uns vor Verletzungen zu schützen. Manche dieser Kognitionen sind nützlich, manche waren es zumindest in anderen Kontexten, sind aber heute eher wenig hilfreich, vor allem, wenn sie blind geglaubt und befolgt werden (in der ACT-Terminologie: wenn wir mit ihnen fusioniert sind.)
Im Gruppensetting ist somit ein großer Teil der relevanten Bedingungen und Prozesse sofort da, die im Einzelsetting mühselig und artifiziell in die Therapie hineingebracht werden müssen – und es kann mit ihnen gearbeitet werden.
Wie diese Arbeit auf der Grundlage der Akzeptanz- und Commitmenttherapie aussehen kann, das beschreibt Nathali Klingen ausführlich und praxisnah. Sie gliedert ihre Darstellung der verschiedenen therapeutischen Ansatzpunkte anhand des gut eingeführten Hexaflex-Modells und liefert neben einer fundierten Einführung in die Ziele und die Vorgehensweisen von ACT eine reichhaltige Auswahl konkreter Interventionen – Metaphern, Texte, Übungen, Materialien, von denen manche zum ACT-Standardrepertoire gehören (auch das ACT-Rad muss nicht ständig neu erfunden werden), andere dagegen weniger bekannt sind. Ausführlich beschreibt sie, wie die Methoden eingesetzt werden können und welche speziellen Varianten sich für das Gruppensetting anbieten. Als überaus hilfreich werden gerade wenig erfahrene Kollegen die Formulierungsvorschläge für bestimmte Übungen sowie die Hinweise zum Umgang mit »Stolpersteinen« – typischen Schwierigkeiten bei der Behandlung bestimmter Aspekte – erleben.
Nathali Klingen ist eine ACT-Pionierin im deutschsprachigen Raum. Sie war schon von ACT begeistert, als der Ansatz hierzulande noch weitgehend unbekannt war. Ihrem Buch »Let’s ACT« ist anzumerken, dass sie im Laufe der Jahre nichts von ihrer Begeisterung verloren hat und dass sie aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in der praktischen Anwendung über einen breiten Erfahrungsschatz in der Arbeit mit ACT verfügt. Wir können ihr dankbar sein, dass sie dieses Schatzkästlein für uns alle geöffnet hat.
Matthias Wengenroth
Autor von »Das Leben annehmen«, »Therapie-Tools« ACT und »Gib dich nicht auf«
Kapitel 1
Herzlich willkommen, liebe Leserinnen und Leser, liebe ACT-Interessierte. Los geht’s gleich in bester ACT-Manier, ganz erlebensorientiert, mit einer kleinen Selbsterfahrung. Ich würde mich freuen, wenn Sie nicht darüber hinwegblättern (»Brauch ich nicht, ich geh lieber gleich zum richtigen Inhalt«), sondern sich darauf einlassen. Sie werden interessante Erfahrungen machen. Und natürlich auf dem Weg einigen ACT-Prozessen begegnen.
Außerdem können Sie die folgende kleine Übung als Grundlage verwenden, um alle im Buch vorkommenden Prozesse an sich selbst auszuprobieren.
Was für ein Privileg wir Therapeutinnen doch mit unserem Beruf haben, wir dürfen uns nicht nur mit anderen Menschen beschäftigen, sondern auch eingehend mit uns selbst. Und können dabei ständig neue Dinge über uns erfahren, nicht wahr?
Also, in diesem Sinne, let’s ACT!
Wir wollen uns hier mit schwierigem innerem Erleben beschäftigen. Wählen Sie für die Übung einen problematischen Gedanken aus. Einen, mit dem Sie sich schon lange herumschlagen, der hartnäckig immer wieder auftaucht und der Sie in irgendeiner Art und Weise einschränkt und behindert. Eine Kognition, eine Überzeugung, die Sie mit sich herumtragen und die Ihnen immer wieder Schwierigkeiten macht, wie zum Beispiel: »Ich bin nicht liebenswert«, »Ich bin nicht gut genug«, »Ich gehöre nicht dazu«, »Ich bin anstrengend«, »Ich muss perfekt sein«, »Im Grunde bin ich eine Mogelpackung, und irgendwann werden das die anderen merken«, »Ich bin anders, keiner mag mich wirklich«, »Ich bin nicht klug genug« etc. Es muss nicht der wichtigste oder problematischste Gedanke sein, den es in Ihrem Leben gibt, aber doch einer, der für Sie bedeutsam ist und der hartnäckig immer wieder auftaucht.
Schreiben Sie nun Ihre(n) schwierigen Gedanken (ich werde ihn im Weiteren der Einfachheit halber »Ihr Problem« nennen) in ein oder zwei Sätzen auf. Notieren Sie auch kurz die Gefühle, die diesen Gedanken begleiten.
Mein problematischer Gedanke:
Begleitende Gefühle:
O.k., aufgeschrieben? Dann geht es weiter:
Überlegen Sie sich, was Sie sich in Bezug auf dieses Problem wünschen, was ist Ihr Ziel, was hätten Sie am liebsten? (Und jaaaaa, seien Sie ganz ehrlich, auch und gerade wenn das momentan bedeutet, »Es soll einfach weggehen«.) Und: Verlassen Sie für diesen Moment Ihre Therapeutinnenrolle, diese Übung machen Sie hier einfach als Mensch – antworten Sie also so, wie es Ihnen in den Sinn kommt, keine geschliffene therapeutische Antwort.
Vervollständigen Sie dann den Satz: Ich weiß, dass mein Problem erfolgreich bearbeitet ist, wenn
sich Sorgen machen
über der Vergangenheit brüten
über die Zukunft phantasieren
sich Flucht-Szenarien ausmalen (z. B. Kündigung oder Trennung)
sich Rache-Szenarien ausmalen
sich Selbstmord-Szenarien ausmalen
grübeln
sich zurückziehen
denken: »Es ist so unfair, dass …«
denken: »Wenn doch nur …«
daran denken, sich umzubringen
sich selber Vorwürfe machen
anderen Vorwürfe machen
der Welt Vorwürfe machen
herumschreien
jammern
mit sich selbst logische Selbstgespräche führen
mit sich selbst positiv reden
mit sich selbst negativ reden
beten
schlafen
Netflix-Serien gucken
Videospiele spielen
Shoppen
Chatten
sich selber analysieren (nach Gründen suchen, warum man so ist)
die Situation analysieren (nach Gründen suchen, warum das passiert ist)
andere analysieren (nach Gründen suchen, warum sie so sind)
Konsum von Substanzen (Getränke, Zigaretten, Drogen und Medikamente, aber auch Nahrungsmittel wie Schokolade)
und so weiter und so fort.
Meine Bewältigungsstrategien:
Meine Kosten:
… Vielleicht ist es an der Zeit, nicht mehr »Mehr desselben« zu machen, sondern etwas Neues auszuprobieren – etwas radikal Neues. Sind Sie bereit dafür? Für einen ganz neuen Weg? Für etwas, das vieles, was Sie bislang als normal erachtet haben, in Frage stellt? Für etwas, das viele Ihrer bisherigen Annahmen auf den Kopf stellt? Dann willkommen bei der ACT!
Kapitel 2
Embrace your demons
and follow your heart.
(Russ Harris)
Ganz ohne Einführung geht es doch nicht, hier ist sie:
Zuerst einmal: Dieses Manual ist kein Manual. Zumindest keines im klassischen Sinne. Denn ein strikter durchmanualisierter Aufbau von Sitzungen würde den Kern-ACT-Prinzipien zuwiderlaufen, nämlich flexibel auf das eingehen zu können, was sich gerade im Augenblick präsentiert. Dafür braucht man Raum (und Mut) und darf nicht zu viele Strukturen und planmäßige Abläufe im Kopf haben. Das gibt zwar Halt, gerade am Anfang, kann einen aber auch dergestalt einschränken, dass man vor lauter Planung, wie die Sitzung ablaufen soll und welche Inhalte man vermitteln will, keinen Raum mehr hat, um im Augenblick präsent zu sein und bei dem, was gerade in einem selbst und im Raum und in der Gruppe passiert.
Lange habe ich mir die Frage gestellt, ob ein Manual oder Handbuch für ACT in Gruppen überhaupt funktionieren kann (deshalb gibt es dieses Buch auch erst jetzt und nicht schon seit zehn Jahren … Eben aufgrund der Tatsache, dass es für ein Gruppenprogramm viel mehr strukturelle Vorgaben gibt. Am vorliegenden Buch können Sie sehen, zu welcher Lösung ich gekommen bin, und ich hoffe, dass Sie auch Ihnen zusagt. In diesem Manual werden keine Step-by-Step-Abläufe für jede Sitzung beschrieben. Es werden vielmehr Möglichkeiten vorgestellt, die einzelnen Sitzungen zu gestalten, anhand einer (sehr persönlichen) Auswahl von Materialien, Übungen, zentralen Inhalten etc. Dabei orientieren sich die einzelnen Praxis-Module an den Kernprozessen der ACT, und jedes Modul kann von unterschiedlicher Dauer sein, das heißt, sich auch gegebenenfalls über mehrere Sitzungen erstrecken. Dies ist meiner Meinung nach essenziell, denn selbstverständlich ist jede Gruppe (wie eben auch jedes Individuum) anders, jede Gruppe braucht unterschiedliche Schwerpunkte, jede Gruppe hat das Bedürfnis, an den für sie wichtigen Stellen zu verweilen. Und wenn man sich die Freiheit versagt, darauf flexibel einzugehen, kann man meiner Ansicht nach nicht mehr wirklich ACT-gemäß arbeiten.
Das Buch beinhaltet auch viel Selbsterfahrung (wie Sie ja im ersten Kapitel schon feststellen konnten). Da man meiner Erfahrung nach nur sinnvoll mit der ACT arbeiten kann, wenn man sie auch im eigenen Leben lebt, ist es wichtig, eigene Erfahrungen mit allen Prozessen zu sammeln. Ich habe daher in jedem Kapitel unter dem Stichwort »Vorbereitung für die Therapeutinnen« Selbsterfahrungsübungen zusammengestellt und möchte Sie nachdrücklich ermutigen, diese Übungen auszuprobieren.
Warum überhaupt ACT in der Gruppe? Was ist an ACT-Gruppen besonders und unterscheidet sie von anderen Gruppen?
Wenn ich es – abgesehen von den üblichen Vorteilen, die jede psychotherapeutische Gruppe gegenüber dem Einzelsetting bietet – auf den Punkt bringen sollte: Das störungsübergreifende Element des Ansatzes und der Paradigmenwechsel können in der Gruppe besonders gut zum Wirken gebracht werden. In der ACT geht man davon aus, dass verschiedenen psychischen Störungen ähnliche Muster zugrunde liegen (in erster Linie kognitive Fusion und Erlebensvermeidung). In der Gruppe können Teilnehmerinnen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern genau diese Erfahrung selbst machen. Dasselbe gilt für den Paradigmenwechsel. Gemeinsam ist allen Teilnehmerinnen, dass sie gegen ihr Symptom bzw. Problem ankämpfen und auf Symptomfreiheit bzw. Symptommanagement fixiert sind. In der Gruppe können sie bei sich und anderen erleben, dass der Kampf gegen die Symptome das Problem ist, dass die (dysfunktionalen) Kontrollversuche das Problem sind. Bekanntermaßen sehen wir ja alle eher den Balken im Auge des anderen als den Splitter im eigenen, und ganz in diesem Sinne können die Gruppenteilnehmerinnen vom »Kontroll-Kampf« der anderen profitieren.
Grundsätzlich ist natürlich vorab zu überlegen, ob eine Gruppe eher den Charakter einer »ACT-Skills-Gruppe« haben sollte oder den einer »anliegenorientierten Gruppe«. Die Erstere wäre stärker strukturiert, die systematische und explizite Vermittlung der ACT-Prozesse stünde per definitionem mehr im Vordergrund. Bei der Letzteren läge der Fokus eher auf dem Hier und Jetzt, bei dem, was aktuell präsentiert wird. Beide Vorgehensweisen haben ihre Berechtigung und ihre Vor- und Nachteile. Welche Art bevorzugt wird, hängt nicht zuletzt auch von den Gegebenheiten vor Ort ab (Dauer der Gruppe, Verweildauer der Patientinnen etc.) sowie von den persönlichen Vorlieben der Gruppenleiterin. Dieses Buch lässt sich als Vorlage für beide Arten von Gruppen verwenden, in der Tabelle auf S. 86 f. finden Sie weitere Anregungen dazu.
Das Buch ist für Therapeutinnen konzipiert, die bereits Erfahrungen mit dem ACT-Ansatz haben und diesen jetzt gerne in der Gruppe anwenden möchten. Oder die von ihrer Klinik bzw. Institution beauftragt worden sind: »Mach doch mal eine ACT-Gruppe.« So ist es von heute auf morgen einer meiner ACT-Workshop-Teilnehmerinnen passiert. Ein wenig überwältigt (verständlicherweise) erschien sie bei mir zur Supervision, was den Anstoß zu diesem Buch gegeben hat (dankeschön!).2 Es werden also Grundlagen in der Anwendung der ACT vorausgesetzt, die Basics des ACT-Modells werden nicht mehr in allen Einzelheiten erklärt, dazu gibt es bereits genügend hervorragende Literatur, Workshops etc.
Der Titel »Let’s ACT« ist nicht zufällig gewählt. Die ACT ist eine zutiefst erlebensorientierte Methode. ACT ist etwas, was man lebt und »tut«, daher geben wir in der therapeutischen Arbeit mit der ACT immer dem direkten Erfahren und Erleben Vorrang vor theoretischen Erklärungen und dem Über-etwas-Reden.
Ich selbst arbeite seit nunmehr über 15 Jahren mit der ACT und bin begeistert wie am ersten Tag. Ich hatte damals meine Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin (VT) abgeschlossen und mich in eigener Praxis niedergelassen. Zu dieser Zeit habe ich die therapeutische Arbeit in weiten Phasen als (emotional) sehr anstrengend erlebt und mir ernsthaft Gedanken gemacht, ob ich diesen Beruf jahrelang werde ausüben können, obwohl ich ihn liebe. Auch stand ich mit einigen Aspekten der klassischen KVT, wie beispielsweise der kognitiven Umstrukturierung, in kritischer Auseinandersetzung. Ich habe damals nach einem »Ausweg« gesucht, Seminare zur Selbstfürsorge für Therapeutinnen besucht, mit der Sitzungsstruktur experimentiert, zeitweise sogar weniger Patienten behandelt und so weiter. (Sie sehen, viele Bewältigungsstrategien). Als ich dann, angeregt von einem Supervisor, nach London zur ACT-World-Conference fuhr, ging für mich eine Tür auf. Nein, vielmehr ein Tor. Ich fand eine Art zu arbeiten, die für mich und für meine Patientinnen viele Schwierigkeiten, mit denen wir uns zuvor kräftezehrend herumgeschlagen hatten, einfach verschwinden ließ. Zu vielem, was ich vorher oftmals als schwer und zäh empfunden hatte, konnte ich nun in eine andere Beziehung treten. Die Arbeit mit ACT empfinde ich überwiegend als »leichtfüßig«, wie einen Tanz. Und die ACT kann auf eine gute Erfolgsbilanz zurückblicken, und zwar bei einer Fülle von Störungsbildern. Es gibt mittlerweile eine Riesenmenge an Studien zu praktisch allen psychischen und psychiatrischen Störungsbildern.3
Seit über zehn Jahren gebe ich nun ACT-Workshops, und die Teilnehmerinnen kommen meist mit zwei Hauptanliegen: die Kernprozesse besser verstehen und anwenden können und einen roten Faden, ein Gesamtkonzept, zu entwickeln. Diese beiden Anliegen versuche ich in diesem Buch abzudecken:
Den Blick durch die ACT-Brille schärfen.
Den Tanz mit dem Hexaflex erlernen (diesen wunderschönen Begriff habe ich von einem der »Väter« der ACT, Steven Hayes, geliehen: »Dance with the Hexaflex«).
ACT ist erlebens- und erfahrungsorientiert und will angewendet und vor allem gelebt werden. Wenden Sie also die Strategien und Kernprozesse am besten erst einmal auf sich selbst an, probieren Sie sie ruhig zunächst im Eigenversuch aus, das ist auch eine gute Gelegenheit, Formulierungen zu finden, die einem selbst entsprechen. So werden Sie sich zunehmend sicherer fühlen und schon bald »mit dem Hexaflex tanzen«.
In meinen Seminaren bitte ich die Teilnehmerinnen gerne, diesen Satz zu vervollständigen:
ACT ist für mich …
Für mich selbst ist die ACT vor allem eins: Lebendigkeit!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Anwendung von ACT in Gruppen.
P. S.
Ich habe mir Gedanken gemacht wie man am besten mit dem Gender-Thema im Buch umgehen kann. Da ich selbst Gender-Seminare leite und auch meine Dissertation sich mit einem Gender-Thema beschäftigte, lege ich auf dieses Thema durchaus Wert. Als Psychotherpeutin habe ich mich dann dazu entschlossen aufgrund der leichteren Lesbarkeit durchgängig die weibliche Form zu verwenden. Alle männlichen oder diversen Leser*innen mögen sich bitte im selben Maße angesprochen fühlen, es sind selbstverständlich immer alle Geschlechter gemeint.
Im Buch nehme ich immer wieder Bezug auf die KVT (kognitive Verhaltenstherapie). Das liegt zum einen daran, dass ich selbst meine therapeutische Grundausbildung in der KVT gemacht habe, zum anderen daran, dass die ACT zu den Verfahren der dritten Welle der Verhaltenstherapie gerechnet wird. Ich möchte damit in keine Weise eine Wertung anderen Verfahren gegenüber, wie unter anderem den analytischen, den tiefenpsychologischen, den systemischen, vornehmen.
Wir haben uns redlich bemüht, alle Rechteinhaber ausfindig zu machen, verlagsüblich zu nennen und zu honorieren. Sollte uns dies im Einzelfall aufgrund der schlechten Quellenlage (und des open source Grundsatzes bei der ACT) bedauerlicherweise einmal nicht möglich gewesen sein, möchten wir uns dafür entschuldigen, es war keine Absicht.
Alle Audio-Downloads im Buch finden Sie auf der Homepage der Autorin: www.verhaltenstherapie-muenchen.de
Kapitel 3
Auspack und freu!
(Deutsche Übersetzung einer japanischen Gebrauchsanweisung)
Dass dieses Buch kein Manual im klassischen Sinne ist, wissen Sie bereits, wenn Sie die Einführung nicht übersprungen haben. Falls doch, dann wissen Sie es jetzt. Die ACT ist kein Verfahren, das sich klassisch manualisieren lässt.
Wie können Sie dieses Buch am besten nutzen?
Das Buch hat drei große Abschnitte:
Der theoretische Teil 1 gibt einen kurzen Überblick über die Grundlagen der ACT, den Paradigmenwechsel, wesentliche Therapieprinzipien, die therapeutische Grundhaltung und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur KVT. Diese Kapitel sind bewusst knapp gehalten, da sich das Buch nicht an Anfänger und Anfängerinnen in der ACT wendet, sondern theoretisches Grundwissen und Grundlagen in der Anwendung voraussetzt.
Es folgen die praktischen Teile 1 bis 3. Der praktische Teil 1 ist das Herzstück dieses »Nicht-Manuals«. Hier wird die Struktur der Gruppensitzungen beschrieben sowie ein möglicher Ablauf der einzelnen Sitzungen, orientiert an den Kernprozessen. Es gibt eine Tabelle mit exemplarischen Vorschlägen für Aufbau und Ablauf einer Gruppe. Im Prinzip können Sie, je nach Ihren persönlichen Vorkenntnissen, mit dem praktischen Teil 1 sofort mit einer Gruppe loslegen. Dennoch würde ich Ihnen empfehlen (und mir wünschen), dass Sie Teil 1 vorher lesen und vor allem auch die Selbsterfahrungsübungen machen (das Buch heißt ja nicht umsonst »Let’s act«!).
Im praktischen Teil 2 stelle ich zwei spezielle Gruppentools vor, mit denen ich gerne arbeite und die auch als kompletter Rahmen für die Durchführung einer Gruppe dienen können. Im Besonderen finden sich hier die Matrix und das Choice Point Model. Letzteres habe ich recht ausführlich auch anhand praktischer Beispiele (und natürlich mit Selbsterfahrungsübung) dargestellt, da es ein absoluter Favorit für mich gerade in der Gruppenarbeit ist. Im praktischen Teil 3 schließlich habe ich einige Dinge aus meinen Workshops zusammengefasst, die mir am Herzen liegen und die mir in der Arbeit mit der ACT gute Dienste geleistet haben und das hoffentlich auch für Sie tun werden.
Im gesamten Buch finden Sie immer wieder kursive Textstellen: Alles, was kursiv gedruckt ist, sind Formulierungsvorschläge von mir oder Dialogbeispiele aus meiner Arbeit mit den Klientinnen, natürlich in meinem Wording und meinem Duktus, daher wie immer nur als Anregung gedacht.
So, genug der Erklärung, ich hoffe Sie haben einen Eindruck erhalten, wie Sie am besten mit diesem Buch arbeiten können. Viel Spaß!
Kapitel 4
ACT ist als erfahrungsorientiertes Verfahren hervorragend für Gruppen geeignet. Als ACT-Therapeutinnen wollen wir den Klientinnen nicht einfach nur theoretisch Informationen oder Tools vermitteln. Es geht vielmehr darum, einen Rahmen zu schaffen, in dem neue Erfahrungen gemacht werden können; und in dem neue Verhaltensweisen, die im Rahmen der Kernprozesse möglich werden, wie beispielsweise Präsenz im Hier und Jetzt, Akzeptanz oder Defusion, geübt werden können. Dazu ist das Gruppensetting perfekt geeignet.
Aus der ACT-Perspektive sind es immer dieselben Prozesse, die den Menschen Probleme bereiten, unabhängig vom klinischen Störungsbild, das dahintersteht (oder dabei herauskommt). Die Gruppe ist hier der Mikrokosmos, in dem diese Barrieren für ein erfüllendes Leben, nämlich (Erfahrens-)Vermeidung, kognitive Fusion, unwirksames Handeln und Entfremdung von eigenen Werten auftauchen und sich präsentieren. Das Gruppensetting bildet eine gute Gelegenheit, Prozesse der Bereitschaft, Offenheit und Präsenz zu kultivieren. In der Gruppe kann jede Teilnehmerin neue Verhaltensweisen ausprobieren und so neue Erfahrungen machen und auch von den Erfahrungen der anderen profitieren. Dabei spielt der geschützte Rahmen, das Lernen am Modell der anderen sowie die Unterstützung durch die anderen Gruppenteilnehmerinnen eine entscheidende Rolle. Die Kernprozesse, die im Gruppenkontext in den verschiedenen Erlebensübungen auftauchen, können dann gemeinsam bearbeitet werden. Hier bietet das Gruppensetting die Möglichkeit, dass die Teilnehmerinnen immer wieder Gelegenheit haben, zu üben, präsent zu sein, offen zu sein und eine akzeptierende Haltung (im Gegensatz zu einer bewertenden) einzunehmen. Sie profitieren dabei von der gegenseitigen Unterstützung und der Erfahrung, dass sie mit ihrem Problem nicht allein sind, dass alle anderen mit ähnlichen Schwierigkeiten kämpfen. Abgesehen davon, dass das Beobachten der typischen Schwierigkeiten, des Kämpfens und Steckenbleibens, naturgemäß bei anderen leichter fällt als bei sich selbst, erzeugt auch der gegenseitige Austausch in der Gruppe oftmals weniger Widerstand, als wenn die Therapeutin auf etwas hinweist. Anders gesagt, die Gruppenmitglieder haben oftmals mehr »Kredit«, einfach weil sie keine Therapeutinnen, sondern Leidensgenossinnen sind. Und wenn eine Teilnehmerin bei einer anderen z. B. Prozesse der kognitiven Fusion wahrnimmt, so wird sie diese aus dieser Lernerfahrung heraus auch bei sich selbst besser wahrnehmen können. Diesen Vorteil kann man in der Gruppe prima nutzen. Und natürlich können auch neue Verhaltensweisen gleich erprobt werden mit direktem Feedback aus der Gruppe. Der Erfahrungsaustausch, auch und gerade von den Übungen zwischen den Sitzungen, stellt eine nicht zu unterschätzende Ressource dar. Und last but not least stellt der Gruppenkontext auch einen wichtigen Rahmen dar für die Motivation, Dinge wirklich zu verändern und auch dranzubleiben (Commitment). Wenn Selbstverpflichtungen »öffentlich«, also vor den anderen Gruppenmitgliedern, gemacht werden, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Verhalten auch wirklich in die Tat umgesetzt wird.
Die Gruppendynamik und die Beziehungen der Mitglieder zueinander können beispielsweise gut genutzt werden, um alle möglichen Verschmelzungen mit eigenen Kognitionen (Fusion) aufzuzeigen. So können die Teilnehmerinnen explizit aufgefordert werden, wahrzunehmen, wenn ihnen ihr Geist etwas über die anderen oder über das Geschehen in der Gruppe sagt. Gedanken wie »Immer redet er so viel«, »Jetzt hat sie das immer noch nicht kapiert«, »Sie schaut mich immer so böse an«, »Er denkt jetzt, ich bin blöd«, »Die könnte sich auch mal mehr anstrengen« und so weiter. Die Teilnehmerinnen können hier angeregt werden, Bewertungen und Urteile wahrzunehmen und zu reflektieren. »Wenn Sie bemerken, dass Ihr Geist Ihnen Bewertungen über sich selbst, die anderen oder die Beziehungen in der Gruppe liefert, nehmen Sie dies wahr und schauen Sie, was da passiert, welche Funktion dies für Sie hat. Fühlen Sie sich dadurch besser? Verschwindet dadurch irgendein anderes unangenehmes Gefühl? Schützen Sie sich vor etwas? Vermeiden Sie etwas?«
Damit können wir die Gruppe nutzen, um mit den Teilnehmerinnen zu üben, vom Inhalt zum Prozess zu gehen und Vermeidungs- und Kontrollstrategien wahrzunehmen.
Zu guter Letzt kann man dies auch nutzen, wenn Konflikte in der Gruppe auftauchen. Hier bietet sich eine hervorragende Gelegenheit, von der Inhalts- auf die Prozessebene zu gehen und mit den Teilnehmerinnen zusammen zu schauen, was hier gerade (an innerem Erleben) passiert. »Was taucht gerade bei Ihnen auf an Gedanken, Gefühlen, Empfindungen? Ist das eine typische Situation, in der Sie sich öfters befinden? Was ›kostet‹ Sie das? Und welche Vorteile (payoff) haben Sie davon?«, usw.
Prinzipiell ist die ACT-Gruppe für alle Klientinnen geeignet. Die ACT ist eine störungsübergreifende Therapieform und ihre Mechanismen setzen bei Prinzipien an, die im Allgemeinen psychische Störungen begünstigen (psychische Unflexibilität im weitesten Sinne). Es gibt mittlerweile jede Menge Studien bezüglich der Wirksamkeit der ACT bei unterschiedlichen Störungsbildern.4 Gerade die Erfahrung in der Gruppe, dass ähnliche dysfunktionale Denk- und Verhaltensmuster zu unterschiedlichen psychischen Problemen führen, kann eine hilfreiche Lernerfahrung darstellen. Was die Teilnehmerinnen an einer ACT-Gruppe in der Regel gemeinsam haben, ist, dass sie irgendwo in ihrem Leben feststecken. Und dass sie auf eine ganz bestimmte (unflexible) Art und Weise auf Er-Leben reagieren. Und diese Verhaltensweisen tauchen selbstverständlich auch im Therapieraum, in der Gruppe, auf.
CAVE: Wie auch in der Einzeltherapie hat selbstverständlich jedes fremd- oder selbstverletzende Verhalten und insbesondere Suizidalität immer Vorrang. In solchen Fällen muss man sorgfältig prüfen, ob das Gruppensetting für diese Klientin momentan geeignet ist oder ob sie ein anderes Angebot braucht.
Ebenso bei Verhaltensweisen der Klientinnen, die der Therapie bzw. der Einordnung in die Gruppe im Wege stehen. Beispiele hierfür können aggressives Verhalten, Dissoziation, spaltendes Verhalten, passiv-aggressives oder antisoziales Verhalten sein. All diese Verhaltensweisen sind in extremer Ausprägung für eine strukturierte Gruppe nicht geeignet, sie sprengen den Rahmen, die Klientin braucht hier ein geeigneteres therapeutisches Angebot. Dasselbe gilt selbstverständlich für Klientinnen mit schwerer depressiver Symptomatik oder akuter psychotischer Symptomatik. Eine bewährte Möglichkeit, damit umzugehen, ist, vorab ein Screening der Teilnehmerinnen durchzuführen.
In den Kapiteln der Kernprozesse habe ich jeweils einen Abschnitt »Wie kann ich die Gruppe nutzen?« eingefügt. Hier beschreibe ich – aus meiner persönlichen Erfahrung heraus – wie die »Stärken« der Gruppe für den jeweiligen Kernprozess angewandt werden können.
Kapitel 5
Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen,
sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.
(Epiktet, ca. 50 – 138 nach Christus)
Getreu dem Titel des Buches wollen wir gleich ganz praxisorientiert weitermachen.
Bevor wir daher mit dem theoretischen Hintergrund einsteigen, erwartet Sie hier zunächst ein bisschen Selbsterfahrung. Ich möchte Sie an dieser Stelle ausdrücklich ermuntern, nicht gleich weiterzulesen, sondern innezuhalten und die Übung durchzuführen. Genauso wenig, wie man ACT rein auf der kognitiven Ebene, also durch »Drüber-Reden« (oder in diesem Fall »Drüber-Lesen«) oder durch theoretische Erklärungen vermitteln kann, kann man sich selbst die ACT ohne eigene Erfahrung aneignen. Man muss sozusagen erleben, wie es funktioniert, was die Übungen auslösen, wie die Prozesse der ACT in einem selbst arbeiten. Neugierde, Offenheit und Bereitschaft (also das Gegenteil von Erlebens-Vermeidung) sind hier entscheidend.
ACTACTACT