cover.jpg

Impressum

„Einsam, bi-sam, dreisam (Teil 4)“ von Benjamin Larus

herausgegeben von: Club der Sinne®, Langhansstr. 146, 13086 Berlin, Februar 2011

zitiert: Larus, Benjamin: Einsam, bi-sam, dreisam (Teil 4), 1. Auflage

 

© 2010

Club der Sinne®

Inh. Katrin Graßmann

Langhansstr. 146

13086 Berlin

www.Club-der-Sinne.de

Tel. 030 – 97 60 42 62

Fax 030 – 97 60 41 86

kontakt@club-der-sinne.de

 

Stand: 01. November 2010

 

Gestaltung und Satz: Club der Sinne®, 13086 Berlin

Coverfoto: © Club der Sinne® 2007

Fotografin: Sandra Neumann, www.libertina.de

Covergestaltung: Club der Sinne®

 

ISBN 978-3-95527-205-0

eBooks sind nicht übertragbar!

Es verstößt gegen das Urheberrecht, dieses Werk weiterzuverkaufen oder zu verschenken!

 

Weitere eBooks von Benjamin Larus finden Sie hier:

http://www.club-der-sinne.de/index.php?manufacturers_id=57

 

Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden und volljährig.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.

Erfundene Personen können darauf verzichten, aber im realen Leben gilt: Safer Sex!

 

Benjamin Larus

 

Einsam, bi-sam, dreisam

 

Teil 4

4. Teil: Dreikönigstreffen

 

 

Da schrieben wir nun also das Jahr 2008! Ich hatte diesem Datum sehr entgegengefiebert, nicht, weil mir etwa die Zahl so gut gefiel, sondern weil ich wusste, dass am zweiten Tag dieses Jahres endlich Guido mit seiner Familie wieder heimkehren sollte.

Ich konnte mir noch gar nicht recht vorstellen, wie wir dann einander gegenübertreten würden – so oder so aber würde Schluss sein mit dieser merkwürdigen Situation, in welcher ich mich seit Weihnachten befunden hatte, scheinbar fernab allen realen Lebens, mit einer Kartäuserkatze als lebendigstem Sozialkontakt und dabei aufgewühlt durch so flüchtige wie quälende Beschreibungen erotischer Abenteuer, welche mir unabhängig voneinander zwei Menschen aus unterschiedlichen Ecken der Welt portionsweise verabreichten.

 

Gleichzeitig kam ich am Abend jenes Tages zum letzten Mal – zum vorerst letzten Mal, sollte ich vielleicht sagen, wie ich Annika und mich kannte – meiner Aufgabe als Katzensitter nach, und obwohl ich natürlich froh darüber war, diese Verpflichtung los zu sein und über meine Abende wieder freier verfügen zu können, verlief dieser Abschiedsbesuch nicht ganz ohne Wehmut. Ich war sogar so sentimental gewesen, in der Mittagspause ins Zoogeschäft zu gehen und eine strapazierfähige Stoffmaus für Dido zu besorgen.

Diese mochte gespürt haben, dass heute irgendetwas anders war als sonst. Vielleicht war ich wirklich besonders herzlich heute Abend, und dass ich nach Füllen des Futternapfes im Zimmer blieb und ihr wohlwollend bis verzückt bei ihrer putzigen Mahlzeit zuschaute, anstatt gleich in der Dusche zu verschwinden oder in der Wohnung herumzuschnüffeln, das war sie ebenfalls nicht gewöhnt.

Auf ein letztes Bad in Annikas luxuriöser Wanne hatte ich mich allerdings schon den ganzen Tag über gefreut, und am liebsten hätte ich Dido dabei zu mir genommen, aber das war von einer Katze natürlich zuviel verlangt. Sie zeigte sich nur ab und zu im Türrahmen und ließ mich ansonsten gewähren. Nachdem ich mich nun also ausgiebig gesäubert, entspannt und zum Schluss auch so wohltuend wie unspektakulär befriedigt hatte – es schoss mir fast beiläufig heraus, tat aber nichtsdestoweniger sehr gut – kam ich frisch und sauber zu ihr ins Wohnzimmer, wo sie mich schon auf dem Sofa erwartete.

Ich überreichte feierlich mein Abschiedsgeschenk, und nachdem sie sich einige Minuten in verspielter Neugier damit beschäftigt hatte, wurde wortlos und einträchtig eine ganze Weile gekuschelt. Dido fuhr nicht einmal ihre Krallen aus, und als ich mich dann doch irgendwann anzog und mich zur Wohnungstür begab, konnte ich dem plötzlich fragend-hilflosen Blick aus ihren schönen, großen Augen kaum standhalten. Es wurde ein geradezu herzzerreißender Abschied.

 

Ein unvorstellbares Wechselbad der Gefühle, dieser Abend! Eigentlich hatte ich erwartet, tagsüber zumindest eine Zwischenmeldung von Guido zu erhalten, ob er auf dem Wege sei oder wo er sich befand. Ich rechnete damit, dass er mit seinen Leuten im Laufe der Nacht eintrudeln würde. Stattdessen hatte ich den ganzen Tag über weder einen Anruf noch eine SMS erhalten. Ich zwang mich, über diesen Umstand keinerlei Spekulationen anzustellen, und beschloss, einfach alles auf mich zukommen zu lassen.

 

Als ich nun aber gegen neun Uhr mein bescheidenes Heim betrat, spürte ich schlagartig, dass etwas Unerhörtes passiert war – nicht nur das, mir war klar, dass ER wieder da war, dass er in meinem Zimmer auf mich wartete und alles, einfach alles wieder gut war!

Sicher hatte er mich überraschen oder überfallen wollen – er hatte an alles gedacht, das Auto weit weg geparkt, die Tür sorgfältig verschlossen, das Licht ausgeknipst –, aber rein technisch gesprochen war es wahrscheinlich vor allem sein unverwechselbarer Duft, welcher ihn sogleich verraten hatte, sobald ich über die Schwelle trat, und mein Herz ließ meinem Kopf keine Zeit, irgendeine angemessene Reaktion vorzubereiten.

Ich knallte die Wohnungstür hastig ins Schloss, ließ Tasche und Schlüssel einfach fallen und stürzte mit einem übermütigen Aufschrei grenzenloser Begeisterung geradewegs ins Zimmer! Guidos verdutztes und ehrlich erschrockenes Gesicht, mit dem er mir entgegenblinzelte, als die Deckenbeleuchtung aufflammte – dabei war doch er es gewesen, der sich auf das meine gefreut hatte! –, ließ mich erst später schmunzeln, viel später, als ich es mir noch einmal in Erinnerung rief. Jetzt war ich einfach nur das ausgehungerte, wilde Tier, das sich ohne jede Rücksicht auf ihn stürzte und der Natur freien Lauf ließ!

 

Guido zeigte mir für eine Sekunde sein strahlendes Gebiss, deutete ein fassungsloses Kopfschütteln an und schien nach Worten zu suchen, aber ich erstickte dieses hilflose Unterfangen rücksichtslos, indem ich mich mit vollem Gewicht auf ihn warf und gleichsam versuchte, meinen Kopf in seinem Gaumen zu vergraben. Wir rangen nach Luft, produzierten geradezu besorgniserregende Würgelaute und vollführten derart heftige Balgereien mit Zungen, Lippen und Kiefern, dass unsere Zähne aneinanderstießen und ich erst später feststellte, dass ich einen tiefen, blutigen Kratzer an der Unterlippe davongetragen hatte – dafür brauchte es, wie man sah, keine Katze!

Wie herrlich sein Bart kratzte, sicherlich hatte er sich vor der Rückfahrt nicht rasiert! Seine starken Arme umfingen mich wie ein Schraubstock, in meinem Brustkorb knackte es, und ich rang stöhnend nach Luft! Ich hielt dagegen, krümmte mich gegen seine stahlharte Umarmung, um nur wieder etwas Luft zu bekommen und sein Gesicht, seinen Hals, seine Haare mit gierigen Küssen bedecken zu können.

 

Es gab ihn wirklich, auch noch im neuen Jahr! Diese scheinbar so banale, in den letzten Tagen für mich zeitweise aber alles andere als selbstverständliche Erkenntnis beherrschte diese atemlosen ersten Minuten unseres Wiedersehens und ließ mein Herz Luftsprünge bis hinauf nach Alpha Centauri vollführen!

Als Guidos Hände irgendwann am Kragen meines Jacketts zerrten, das abzulegen ich noch keine Zeit gefunden hatte, gab ich bereitwillig nach und ließ es mir von den Schultern ziehen. Fast wurde ich erdrosselt, als wir dann gemeinsam an der Krawatte rissen, und schon flatterte mir das offene Hemd lose um die Schultern. Ohne die Geduld aufzubringen, es gleich gänzlich abzustreifen, fiel ich keuchend vornüber, barg den Kopf meines Geliebten in den Armen und genoss das Gefühl seiner gierigen Zunge, seiner weichen Lippen auf meiner nackten Brust. Ersticktes, durch meinen Körper gedämpftes, aber hemmungsloses Stöhnen drang aus Guidos Kehle und ließ meinen Brustkorb vibrieren.

Erneut schrie ich auf, als seine kräftigen Hände klatschend auf meinen Hinterbacken landeten und sich rücksichtslos hineinkrallten. Ich spannte reflexartig meinen Gluteus an und hob dabei mein Becken, was Guido sogleich ausnutzte, um hastig nach meiner Gürtelschnalle zu angeln.

Es war ein einziges, atemloses Balgen und Zerren, plötzlich hingen mir Hose und Unterhose um die Fesseln, wo sie von meinen Schuhen aufgehalten wurden, Guido rutschte in Windeseile unter mir hinweg, bis ich mich oben in die herumliegenden Kissen verbiss und das Gefühl genoss, das mir seine findige Zunge an meinen empfindlichen Eiern bescherte, während ihm mein steinharter Penis dabei unkontrolliert über Nase und Stirn herumtanzte.

 

Ich lag oben, aber Guido war zweifellos der Stärkere, was er mich plötzlich unmissverständlich spüren ließ – mit einer kraftvollen Bewegung seiner Schulter wuchtete er mich plötzlich herum, und ehe ich mich versah, lag ich auf dem Rücken, verkrallte mich in seinen muskulösen Nacken und ergab mich der Gewalt. Seine weichen Lippen stülpten sich gierig über meine pralle Eichel, und dann hatte ich das Gefühl, mit ihr würde nach und nach mein ganzer Körper unvorstellbar tief in diesen feuchtheißen, engen Rachen gesogen!

Guido lutschte, schmatzte und würgte mit einer solch animalischen Hingabe, dass ich ergriffen feststellte: Er war mindestens genauso ausgehungert wie ich!

Nur widerwillig entließ er mein heißes Fleisch für einen Moment dem Zugriff seines Kiefers, als ihm meine fahrigen Hände den dünnen Pullover über Kopf und Arme streiften. Ein unerträglicher Zustand, dass dieser Traummann bis dahin vollständig angezogen geblieben war, während mir nur noch die Fetzen um Schultern und Fesseln hingen!

 

Es fehlte nicht viel, und ich hätte den Inhalt meiner Hoden tief in seinen Hals entleert, aber als ich den Kopf immer heftiger auf der Matratze hin- und herwarf und meine Finger sich immer fester in die harten Muskeln seiner Schultern verkrampften, entließ Guido meinen Schwanz plötzlich seinen mahlenden Fresswerkzeugen und richtete sich keuchend auf. Nach zwei, drei geradezu unwirklichen Sekunden atemloser Stille, in welchen er regungslos rittlings über mir verharrte und mir tief in die Augen sah, ließ er sich plötzlich behände zur Seite rollen, und schneller, als ich auch nur einmal tief durchatmen konnte, hatte er sich sämtliche verbliebene Kleidung vom Leib gerissen und diese achtlos neben das Bett geworfen.

Erst jetzt, als sich mein Traummann energisch über mich schwang und ich ihn hingerissen zum ersten Mal nach so langer Zeit wieder in völliger Nacktheit bewundern konnte, nahm ich bewusst war, um wie viel dunkler Kopf, Hals und Hände sich vom Rest seines herrlichen Körpers abhoben – natürlich, so war das nach einem Skiurlaub! Die scheinbar ungewohnt helle Tönung ließ die glatte Haut seines Oberkörpers aber noch sauberer, makelloser, jünger erscheinen im Kontrast zu dem geradezu schmutzigen Braun seines Gesichts, die Konturen seiner Muskeln und Venen umso eindrucksvoller hervortreten.

 

Meinen schmerzenden Penis an der Wurzel packend, ließ Guido sich in die Hocke nieder, lenkte meine aufgeplusterte Eichel zielsicher an sein haarloses, verschwitztes und somit angenehm rutschiges Arschloch, und ohne weiter innezuhalten, warf er mit zusammengekniffenen Augen den Kopf in den Nacken und gab Stück für Stück in den Knien nach, sodass sich die Spitze meines pochenden Liebespfahls unaufhaltsam in sein heißes Fleisch bohrte. Ich stöhnte heftig auf, rang nach Worten, um meiner Fassungslosigkeit darüber Ausdruck zu verleihen, um wie viel schöner diese Empfindung war, als ich es ohnehin schon in Erinnerung gehabt, gab dann aber jeglichen Versuch des Sprechens auf und erging mich in hilflosen Grunzlauten.

Guido hatte da mehr Erfolg, ich erinnere mich an ein gequält geröcheltes „Verdammt, wie hat mir das gefehlt!“, aber dann brachte auch er kein verständliches Wort mehr zustande.

Wie unvorstellbar eng er war! Nach dieser zumindest in analer Hinsicht enthaltsamen Woche war es offensichtlich wirklich höchste Zeit, dass er wieder einmal richtig gedehnt wurde! Trotzdem schaffte er es mit Geduld, Körperbeherrschung und viel Kraft in den Oberschenkeln, sich ohne Verkrampfung immer weiter auf mich herunterzulassen, bis er schließlich auf meinen Leisten saß und der harte Liebesspeer in voller Länge in ihm steckte.

Seine Gesichtszüge waren ihm restlos entglitten, seine Mähne flog hitzig hin und her, die herrlich definierten Muskeln an seinem ganzen Körper arbeiteten wie wild, und sein eigener, fetter Riemen hüpfte schwerfällig vor seinem Nabel herum, als Guido das Becken in lasziven Windungen wiegte und drehte, ohne vorerst meinen Schwanz wieder auch nur einen Millimeter freizugeben. Seine Darmwände schlossen sich massierend um meinen schwellenden Schaft, die empfindliche Eichel schien unendlich tief in seinem Leib zu stecken!

 

Wir waren beide viel zu ausgehungert, um nun noch die Ausdauer für einen langen, gefühlvollen Ritt aufzubringen – tatsächlich musste sich Guido nur noch einige Male auf mir hin- und herbewegen, bis sein Gestöhne plötzlich vollauf außer Rand und Band geriet, er den Oberkörper in grotesker Weise nach hinten bog und seine Schwanzspitze ohne jegliche Berührung plötzlich völlig unkontrolliert wahre Fontänen sahnigen Liebessaftes verspritzte.