Das 1. kleine Arkanum

Franz Bardons geheimer Schlüssel
zur Gottesverwirklichung

Johannes H. von Hohenstätten

Books on Demand

 

Mein Dank geht an Peter Windsheimer für das Malen des Titelbildes. Des Weiteren an Ariane, Frater Arianus und Michael Sauter.

 

Für Schäden, die durch falsches Herangehen an die Übungen an Körper, Seele und Geist entstehen könnten, übernehmen Verlag und Autor keine Haftung.

Inhaltsangabe:

Bemerkung zum 1. kleinem Arkanum

Das erste kleine Arkanum der Tarotkarten ist bislang unveröffentlicht. Es steht zwischen der ersten und der zweiten Tarotkarte und nimmt einen ganz entscheidenden Platz ein. Bislang wurde das erste kleinen Arkanum nur in der Astralebene gelehrt und praktiziert. Dass wir es nun auf der materiellen Ebene haben, kam nur unter Mithilfe von Franz Bardon zustande, damit wir sein Werk „Der Weg zum wahren Adepten“ besser begreifen können. Oftmals konnten wahre Schüler der Hermetik bestimmte Übungen jahrelang nicht beherrschen. Teilweise endete dieser Zustand in schlimmen Depressionen bis hin zur Verzweiflung, in der sich der wahre Hermetiker aufrieb, bis alle Kraft verbraucht war. Dieser Zustand war an Traurigkeit nicht mehr zu überbieten, denn anstatt Entwicklung gab es Verwicklung in Form der sogenannten toten Lebenden! Dem Durchschnittsmenschen war die Entwicklung schneller als dem ehrlich Strebenden, der Schlag für Schlag in Form von Demütigungen sein Leben bestreiten musste. Sie alle waren bemitleidigungswürdige Menschen.

Ziel dieser Schrift ist es, diesen bedauerlichen Zustand endgültig zu beseitigen, um den Aufstieg der Fleißigen zu beschleunigen und was noch wichtiger ist, wieder Freude an der Entwicklung zu haben.

Anion

Vorwort:

In der bis heute veröffentlichten Literatur gibt es leider nur oberflächliche Betrachtungen des ersten kleinen Arkanums im Sinne der Mantik, d. h. der Wahrsagerei. Nur der echte Eingeweihte der Hermetik weiß um die wahre Bedeutung des ersten kleinen Arkanums für die magische Entwicklung des angehenden Adepten.

Die wahre Symbolik wurde bis jetzt nur vom Meister an besondere Schüler übermittelt. Die reine Bedeutung ist somit außerhalb der Mysterienkreise bis heute dem Sucher unbekannt. Franz Bardon hat dieses Wissen an ausgewählte Schüler wie Ernst Quintscher weitergegeben. So existiert bis heute eine ununterbrochene Kette der Übermittlung im „Hermetischen Bund“. Weiß der Schüler erst einmal vom ersten kleinen „Geheimnis“ und praktiziert die darin verborgenen Wahrheiten, kann der Schüler sicher sein, den Weg zum wahren Adepten mit Gottes Gnade sicher bis zum krönenden Ende zu beschreiten.

Die große Eingeweihte Ariane stimmte kurz vor ihrem Tod im März 2013 der Veröffentlichung dieser geheimen Praktik zu, damit den Suchern auf dem Weg geholfen wird, den „Weg zum wahren Adepten“ auch zu meistern. Versteht der Schüler erst einmal die Bedeutung des ersten kleinen Arkanums und praktiziert die darin verborgenen Übungen, ist es, als würde er ein ungleich schnelleren Weg zur Gottesverwirklichung nehmen. Doch sei er stets dessen eingedenk, dass obwohl das erste kleine Mysterium den mystischen Schlüssel zur Beherrschung sämtlicher magischer Übungen auf dem „Weg zum wahren Adepten“ darstellt, die Gottesverwirklichung nur durch die göttliche Gnade möglich ist.

Die Entschlüsselung der vier kleinen Asse blieb der Menschheit bis jetzt ein ungeklärtes Rätsel, denn es beinhaltet den geheimen mystischen Schlüssel zum Beherrschen sämtlicher magischer Übungen.

In meinen vorhergehenden Schriften habe ich das Thema der Gottverbundenheit von verschiedenen Seiten beleuchtet. Hier jedoch wird erstmals Franz Bardons geheime Technik der Gottverbundenheit gelüftet. Wohl dem, der diese Schrift liest und die Übungen praktiziert. Die Verbindung mit dem höchsten Wesen bietet nämlich den universellen Schlüssel zum Erfolg in jedem okkulten oder esoterischen System und lässt den Schüler nur dann die Übungen gelingen, wenn die Verbindung zu dieser höherliegenden Macht, Kraft oder Wesenheit gelungen ist. Franz Bardon schneidet das Thema der Charakterveredelung nur leicht und in gewisser Weise rein symbolisch an. Schließlich hatte er nur den Auftrag, die ersten drei großen Tarotkarten zu beschreiben, und den erfüllte er gewissenhaft. Er schreibt im Kapitel „Gott“: „Die Synthese des Einswerdens mit Gott liegt darin, die göttlichen Ideen von den niedrigsten Stufen angefangen bis zu den höchsten so weit auszubilden, bis das Einswerden mit dem Universalen erreicht ist.“

Die genauen Anweisungen zur Gottverbundenheit unterliegen einer anderen Tarotkarte. Doch Meister Arion dachte schon voraus, denn er schrieb noch eine Charaktertabelle, gab seinem Freund und Schüler Pastor Travek die nötigen Intuitionen für die positiven und negativen Charaktereigenschaften, sprich zum Werk „Introspektion“, welches unumgänglich zum richtigen Verständnis des kleinen Arkanums ist. Travek gibt in seiner Schrift zwischen den Zeilen Hinweise und beschreibt auch die göttlichen Eigenschaften. Das kleine „Geheimnis“ birgt unfassbar große Dinge, denn es ruft das höchste Wesen herab zu einem niederen Menschen, der durch das Hohe mit erhöht wird. Dieses Geheimnis vermittelte Franz Bardon nur seinen fähigsten Schülern, welche es hiermit zu Papier bringen sollen.

Selbst Ernst Quintscher, welcher ein Schüler des großen Arion war und bis zum Schluss an den Meister geglaubt und ihn hoch verehrt hat, schrieb in einem Brief an Ariane (siehe „Allzu Unmenschliches“), dass der Meister noch ganz andere Schriften zur Erklärung seines Weges veröffentlichen wollte. Damit spielt er auf das kl. Arkanum und die Charakterschriften an.

Aber schreiten wir nun zur Tat, denn nur die Übung erschließt dem Schüler den „Weg zum wahren Adepten“. Die folgenden Kapitel enthalten genaueste Instruktionen, die es dem Schüler der Hermetik ermöglichen, auf seinem Weg ungeahnte Höhen zu erklimmen.

Dieses kleine Werk soll und muss in Verbindung mit dem „Weg zum wahren Adepten“ gelesen werden, insbesondere die Stufen Seelenschulung 3–5, denn das kleine Arkanum steht mit dem großen Mysterium in unmittelbarer Beziehung. Mit den folgenden Meditationen, die auf den geheimen Instruktionen Franz Bardons beruhen, wird der ernste Schüler in die Lage versetzt, eine Verbindung mit seiner persönlichen Gottheit herzustellen, die ihn über das Durchschnittsbewusstsein eines gewöhnlichen Menschen Meilen weit empor tragen wird.

1. Die Tarot-Karten in der Hermetik