Aber endlich und zuletzt
Hat er’s richtig durchgesetzt.
Herr und Frau Knopp
Aber hier, wie überhaupt,
Kommt es anders, als man glaubt.
Plisch und Plum
Aber wehe, wehe, wehe!
Wenn ich auf das Ende sehe!
Max und Moritz
Aber, wenn er dies erfuhr,
Ging’s ihm wider die Natur.
Max und Moritz
Ach, daß der Mensch so häufig irrt
Und nie recht weiß, was kommen wird!
Zu guter Letzt
Ach der Tugend schöne Werke,
Gerne möcht ich sie erwischen,
Doch ich merke, doch ich merke,
Immer kommt mir was dazwischen.
Kritik des Herzens
Ach! – Die Venus ist perdü –
Klickeradoms! – von Medici!
Die fromme Helene
Ach, die Welt ist so geräumig,
Und der Kopf ist so beschränkt.
Zu guter Letzt
Ach, ich fühl es! Keine Tugend
Ist so recht nach meinem Sinn;
Stets befind ich mich am wohlsten,
Wenn ich damit fertig bin.
Kritik des Herzens
Ach, lieber Gott, ja ja, so ist es!
Nicht wahr, ihr guten Mädchen wißt es:
Kaum hat man was, was einen freut,
So macht der Alte Schwierigkeit!
Dideldum!
Ach, meine Lieben! Wie oft im Leben wirft uns
das Schicksal seinen tragischen Hut vor die
Füße, und wir mögen tun, was wir wollen,
Verdruß gibt’s doch.
Eduards Traum
Ach! reines Glück genießt doch nie,
Wer zahlen soll und weiß nicht wie!
Maler Klecksel
Ach, so denkt er, diese Welt
Hat doch viel, was nicht gefällt.
Rosen, Tanten, Basen, Nelken,
Sind genötigt zu verwelken;
Ach – und endlich auch durch mich
Macht man einen dicken Strich.
Abenteuer eines Junggesellen
Ach, wie bald verläßt der Friede den häuslichen
Herd, wenn er an maßgebender Stelle keine
kulinarischen Kenntnisse vorfindet!
Eduards Traum
»Alle Menschen, ausgenommen die Damen«,
spricht der Weise, »sind mangelhaft!«
Eduards Traum
Alles pulverisieren sie: Gott, Geist und Goethe.
Eduards Traum
Also geht alles zu Ende allhier:
Feder, Tinte, Tobak und auch wir.
Zum letztenmal wird eingetunkt,
Dann kommt der große schwarze Punkt.
Bilder zur Jobsiade
Also lautet ein Beschluß:
Daß der Mensch was lernen muß.
Max und Moritz
Auf rein botanischem Gebiet
Weilt jeder gern, der voll Gemüt.
Balduin Bählamm
Bedeckung findet sich gar leicht;
Es fragt sich nur, wie weit sie reicht.
Balduin Bählamm
Bei dem Duett sind stets zu sehn
Zwei Mäuler, welche offen stehn.
Fipps der Affe
Besonders tief und voll Empörung
Fühlt man die pekuniäre Störung.
Balduin Bählamm
Bösewicht mit Bösewicht –
Auf die Dauer geht es nicht.
Plisch und Plum
Da lob ich mir die Höflichkeit,
Das zierliche Betrügen.
Du weißt Bescheid, ich weiß Bescheid;
Und allen macht’s Vergnügen.
Kritik des Herzens
Das Gute – dieser Satz steht fest –
Ist stets das Böse, was man läßt!
Die fromme Helene
Das Reden tut dem Menschen gut;
Wenn man es nämlich selber tut …
Maler Klecksel
Das Schlüsselloch wird leicht vermißt,
Wenn man es sucht, wo es nicht ist.
Die Haarbeutel
Das Trinkgeschirr, sobald es leer,
Macht keine rechte Freude mehr.
Die Haarbeutel
Das weiß ein jeder, wer’s auch sei,
Gesund und stärkend ist das Ei …
Der Geburtstag
Das Zahnweh, subjektiv genommen,
Ist ohne Zweifel unwillkommen;
Doch hat’s die gute Eigenschaft,
Daß sich dabei die Lebenskraft,
Die man nach außen oft verschwendet,
Auf einen Punkt nach innen wendet …
Balduin Bählamm
Denen, die der Ruhe pflegen,
Kommen manche ungelegen.
Plisch und Plum
Denn der Mensch als Kreatur
Hat von Rücksicht keine Spur.
Julchen
Denn früh belehrt ihn die Erfahrung,
Sobald er schrie, bekam er Nahrung.
Maler Klecksel
Denn hinderlich, wie überall,
Ist hier der eigne Todesfall.
Dideldum!
Denn, leider Gottes, so ist der Schlechte,
Daß er immer was anderes möchte,
Auch hat er ein höchst verruchtes Gelüst,
Grade so zu sein, wie er eben ist.
Fipps der Affe
Der Architekt ist hochverehrlich,
(Obschon die Kosten oft beschwerlich) …
Maler Klecksel
Der eine fährt Mist, der andre spazieren;
Das kann ja zu nichts Gutem fuhren …
Der Nöckergreis
Der Gedanke macht ihn blaß,
Wenn er fragt: Was kostet das?
Plisch und Plum
Der größte Lump bleibt obenauf!!
Hans Huckebein
Der Künstler fühlt sich stets gekränkt,
Wenn’s anders kommt, als wie er denkt.
Fipps der Affe
Der liebe Gott muß immer ziehen,
Dem Teufel fällt’s von selber zu.
Schein und Sein
Der Mensch, durchtrieben und gescheit,
Bemerkte schon seit alter Zeit,
Daß ihm hienieden allerlei
Verdrießlich und zuwider sei.
Balduin Bählamm
Der Ort ist gut, die Lage neu.
Der alte Lump ist auch dabei.
Maler Klecksel
Der Ruhm, wie alle Schwindelware,
Hält selten über tausend Jahre.
Zumeist vergeht schon etwas eh’r
Die Haltbarkeit und die Kulör.
Zu guter Letzt
Der Weise schweigt. Er kennt die Gründe.
Balduin Bählamm
Der Weise, welcher sitzt und denkt
Und tief sich in sich selbst versenkt,
Um in der Seele Dämmerschein
Sich an der Wahrheit zu erfreun,
Der leert bedenklich seine Flasche,
Hebt seine Dose aus der Tasche,
Nimmt eine Prise, macht Habschieh!
Und spricht:
»Mein Sohn, die Sach ist die! …«
Die Haarbeutel
Des Lebens Freuden sind vergänglich;
Das Hühnerauge bleibt empfänglich.
Balduin Bählamm
»Die Bosheit war sein Hauptpläsier,
Drum« – spricht die Tante – »hängt er hier!!«
Hans Huckebein
Die Freude flieht auf allen Wegen;
Der Ärger kommt uns gern entgegen.
Balduin Bählamm
Die Propertät ist sehr zu schätzen,
Doch kann sie manches nicht ersetzen.
Der Mensch wird schließlich mangelhaft.
Die Locke wird hinweggerafft.
Die fromme Helene
Die Schwierigkeit ist immer klein,
Man muß nur nicht verhindert sein.
Balduin Bählamm
Dieserhalb besonders scheut
Er die fromme Geistlichkeit,
Denn ihm sagt ein stilles Grauen:
Das sind Leute, welche trauen.
Julchen
Dieses war der erste Streich,
Doch der zweite folgt sogleich.
Max und Moritz
Dies Wort drang ihm in die Natur,
So daß er schleunigst Bess’rung schwur.
Die fromme Helene
Die Tugend will nicht immer passen,
Im ganzen läßt sie etwas kalt ...
Zu guter Letzt
Die Welt ist wie ein Brei. Zieht man den Löffel
heraus, und wär’s der größte, gleich klappt die
Geschichte wieder zusammen, als wenn gar
nichts passiert wäre.
Eduards Traum
Die Welt, obgleich sie wunderlich,
Ist mehr als gut genug für mich.
Zu guter Letzt
Doch ach! wie bald wird uns verhunzt
Die schöne Zeit naiver Kunst;
Wie schnell vom elterlichen Stuhle
Setzt man uns auf die Bank der Schule!
Maler Klecksel
Doch die braven Junggesellen,
Jungfern ohne Ehestellen,
Welche ohne Leibeserben
So als Blattgewächse sterben,
Pflanzen sich durch Knollen fort.
Kritik des Herzens
Doch größern Ruhm wird der verdienen,
Der Farben kauft und malt mit ihnen …
Maler Klecksel
Doch guter Menschen Hauptbestreben
Ist, andern auch was abzugeben.
Balduin Bählamm
Doch jeder Jüngling hat wohl mal
’n Hang fürs Küchenpersonal,
Und sündhaft ist der Mensch im ganzen! ...
Die fromme Helene
Doch schmerzlich denkt manch alter Knaster,
Der von vergangnen Zeiten träumt,
An die Gelegenheit zum Laster,
Die er versäumt.
Zu guter Letzt
Drum soll ein Kind die weisen Lehren
Der alten Leute hochverehren!
Die haben alles hinter sich
Und sind, gottlob! recht tugendlich!
Die fromme Helene
Eh man auf diese Welt gekommen
Und noch so still vorlieb genommen,
Da hat man noch bei nichts was bei;
Man schwebt herum, ist schuldenfrei,
Hat keine Uhr und keine Eile
Und äußerst selten Langeweile.
Allein, man nimmt sich nicht in acht,
Und schlupp! ist man zur Welt gebracht ...
Die Haarbeutel
»Ei ja! – da bin ich wirklich froh!
Denn, Gott sei Dank! Ich bin nicht so!!«
Die fromme Helene
Ein Buch ist ja keine Drehorgel ...
Eduards Traum
Ein Buch, wenn es so zugeklappt daliegt, ist ein
gebundenes, schlafendes, harmloses Tierchen,
welches keinem was zuleide tut. Wer es nicht
aufweckt, den gähnt es nicht an; wer ihm die
Nase nicht grad zwischen die Kiefern steckt, den
beißt’s auch nicht.
Eduards Traum
Eine kleine Betriebsstörung im Verkehr zweier
Herzen kann immerhin vorkommen.
Eduards Traum
Eines weiß man doch hienieden,
Nämlich, wenn man unzufrieden.
Abenteuer eines Junggesellen
Ein guter Mensch gibt gerne acht,
Ob auch der andre was Böses macht;
Und strebt durch häufige Belehrung
Nach seiner Bess’rung und Bekehrung.
Die fromme Helene
Ein jeder kriegt, ein jeder nimmt
In dieser Welt, was ihm bestimmt.
Zu guter Letzt
Ein jeder Narr tut, was er will.
Na, meinetwegen! Ich schweige still!
Der Nöckergreis
Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt,
Kriegt augenblicklich Junge.
Schein und Sein
Ein rechter Maler, klug und fleißig,
Trägt stets ’n spitzen Bleistift bei sich.
Maler Klecksel
Einszweidrei, im Sauseschritt
Läuft die Zeit, wir laufen mit.
Julchen
Er fühlt sich wie neugestärkt,
Als er so viel Geld bemerkt.
Plisch und Plum
Er muß zahlen. – Und von je
Tat ihm das doch gar so weh.
Plisch und Plum
Es ist ein Brauch von alters her:
Wer Sorgen hat, hat auch Likör!
Die fromme Helene
Es saust der Stock, es schwirrt die Rute.
Du darfst nicht zeigen, was du bist.
Wie schad, o Mensch, daß dir das Gute
Im Grunde so zuwider ist.
Zu guter Letzt
Es tut nicht gut, wenn man im Bad
Und nur die Füße draußen hat.
Balduin Bählamm
Es war im schönen Karneval,
Wo, wie auch sonst und überall,
Der Mensch mit ungemeiner List
Zu scheinen sucht, was er nicht ist.
Maler Klecksel
Es wird mit Recht ein guter Braten
Gerechnet zu den guten Taten;
Und daß man ihn gehörig mache,
Ist weibliche Charaktersache ...
Kritik des Herzens
Enthaltsamkeit ist das Vergnügen
An Sachen, welche wir nicht kriegen.
Die Haarbeutel
Entrüstung ist ein erregter Zustand der Seele, der
meist dann eintritt, wenn man erwischt wird.
Eduards Traum
Froh hupft der Floh. –
Vermutlich bleibt es noch lange so.
Der Nöckergreis
Froh schlägt das Herz im Reisekittel,
Vorausgesetzt, man hat die Mittel.
Maler Klecksel
Früh zeigt er seine Energie,
Indem er ausdermaßen schrie;
Denn früh belehrt ihn die Erfahrung:
Sobald er schrie, bekam er Nahrung.
Maler Klecksel
Furcht heißt die Verfasserin des
Komplimentierbuchs für alle.
Eduards Traum
Für jede angenehme Erwartung gibt’s mindestens
drei unangenehme Möglichkeiten.
Der Schmetterling
Für manchen hat ein Mädchen Reiz,
Nur bleibt die Liebe seinerseits.
Balduin Bählamm
Ganz richtig, diese Welt ist nichtig.
Auch du, der in Person erscheint,
Bist ebenfalls nicht gar so wichtig,
Wie deine Eitelkeit vermeint.
Schein und Sein
Gar mancher schleicht betrübt umher;
Sein Knopfloch ist so öd und leer.
Balduin Bählamm
Gehorchen wird jeder mit Genuß
Den Frauen, den hochgeschätzten,
Hingegen machen uns meistens Verdruß
Die sonstigen Vorgesetzten.
Zu guter Letzt
Grad zu den frühen Morgenzügen
Kommt man am leichtesten zu spät.
Schein und Sein
Haß, als minus und vergebens,
Wird vom Leben abgeschrieben.
Positiv im Buch des Lebens
Steht verzeichnet nur das Lieben.
Ob ein Minus oder Plus
Uns verblieben, zeigt der Schluß.
Schein und Sein
Hier sieht man ihre Trümmer rauchen.
Der Rest ist nicht mehr zu gebrauchen.
Die fromme Helene
Hier zur Rechten ist die Klause,
Stillberühmt im ganzen Hause.
Abenteuer eines Junggesellen
Hoch ist der Liebe süßer Traum
Erhaben über Zeit und Raum.
Maler Klecksel
Höchst erfreulich und belehrend
Ist es doch für jedermann,
Wenn er allerlei Geschichten
Lesen oder hören kann.
Pater Filucius
Ich bin daher, statt des Gewinsels,
Mehr für die stille Welt des Pinsels.
Maler Klecksel
Ich sage bloß, die Welt ist böse.
Was soll zum Beispiel das Getöse,
Was jetzt so manche Menschen machen
Mit Knallbonbons und solchen Sachen ...
Der Nöckergreis
Im Durchschnitt ist man kummervoll
Und weiß nicht, was man machen soll.
Balduin Bählamm
Im Kopf ertönt ein schmerzlich Summen.
Wir Menschen sagen: Schädelbrummen.
Die Haarbeutel
In Ängsten findet manches statt,
Was sonst nicht stattgefunden hat
Der Geburtstag
Junge Hähnchen, sanft gebraten,
Dazu kann man dringend raten.
Abenteuer eines Junggesellen
Kaum hat mal einer ein bissel was,
Gleich gibt es welche, die ärgert das.
Fipps der Affe
Kein Ding sieht so aus, wie es ist.
Am wenigsten der Mensch, dieser lederne Sack
voller Kniffe und Pfiffe.
Von mir über mich
Kinder, in ihrer Einfalt, fragen immer und immer:
Warum? Der Verständige tut das nicht mehr;
denn jedes Warum, das weiß er längst, ist nur der
Zipfel eines Fadens, der in den dicken Knäuel der
Unendlichkeit ausläuft, mit dem keiner recht
fertig wird, er mag wickeln und haspeln, so viel
er nur will.
Der Schmetterling
Kühle weckt die Tätigkeit;
Tätigkeit verkürzt die Zeit.
Plisch und Plum
»Kurzum« – so sprach er – »ich sage bloß,
Wenn man den alten Erdenkloß,
Der, täglich teilweis aufgewärmt,
Langweilig präzis um die Sonne schwärmt,
Genau besieht und wohl betrachtet
Und, was darauf passiert, beachtet,
So findet man, und zwar mit Recht,
Daß nichts so ist, wie man wohl möcht.«
Der Nöckergreis
Lachen ist ein Ausdruck relativer Behaglichkeit.
Der Franzel hinterm Ofen freut sich der Wärme
um so mehr, wenn er sieht wie sich draußen
der Hansel in die rötlichen Hände pustet.
Von mir über mich
Leicht kommt man an das Bildermalen,
Doch schwer an Leute, die’s bezahlen.
Maler Klecksel
Liebe – sagt man schön und richtig –
Ist ein Ding, was äußerst wichtig.
Nicht nur zieht man in Betracht
Was man selber damit macht,
Nein, man ist in solchen Sachen
Auch gespannt, was andre machen.
Julchen
Lieber ein bissel zu gut gegessen, als wie zu
erbärmlich getrunken.
Eduards Traum
Mancher gibt sich viele Müh’
Mit dem lieben Federvieh …
Max und Moritz
... man mag sagen, was man will, der
passendste Stoff, um Schrullen, die sich nun
mal nicht unterdrücken lassen, auf das bescheidenste
drin einzuwickeln und im Notfall zu
überreichen, ist der Stoff des Papiers.
Eduards Traum
Man möchte weinen, wenn man sieht,
Daß dies das Ende von dem Lied.
Zu guter Letzt
Mehr ist hier schon die Kunst zu loben,
Denn Schönheit wird durch Kunst gehoben.
Die fromme Helene
Mein Kind, es sind allhier die Dinge,
Gleichviel, ob große, ob geringe,
Im wesentlichen so verpackt,
Daß man sie nicht wie Nüsse knackt.
Schein und Sein
Mensch mit traurigem Gesichte,
Sprich nicht nur von Leid und Streit,
Selbst in Brehms Naturgeschichte
Findet sich Barmherzigkeit.
Zu guter Letzt
Mir ist alles einerlei.
Mit Verlaub, ich bin so frei.
Abenteuer eines Junggesellen
»Mir scheint, ich bin hier unbeliebt!«
Denkt Fipps, der sich hinwegbegibt.
Fipps der Affe
Mit Recht erscheint uns das Klavier,
Wenn’s schön poliert, als Zimmerzier.
Ob’s außerdem Genuß verschafft,
Bleibt hin und wieder zweifelhaft.
Fipps der Affe
Mit zween Herrn ist schlecht zu kramen;
Noch schlechter, furcht ich, mit zwo Damen.
Maler Klecksel
Musik wird oft nicht schön empfunden,
Weil sie stets mit Geräusch verbunden.
Dideldum!
Na, nun hat er seine Ruh.
Ratsch, man zieht den Vorhang zu.
Abenteuer eines Junggesellen
Nach diesem beherzigenswerten Vermerke
Fahren wir fort im löblichen Werke.
Maler Klecksel
»Nein!« – ruft Helene – »Aber nun
Will ich’s auch ganz – und ganz – und ganz –
und ganz gewiß nicht wieder tun!«
Die fromme Helene
Nicht allein das Abc
Bringt den Menschen in die Höh’ ...
Max und Moritz
Nichts Schönres gab’s für Tante Lotte
Als schwarze Heidelbeerkompotte.
Hans Huckebein
Nörgeln ist das Allerschlimmste,
Keiner ist davon erbaut;
Keiner fährt, und war’s der Dümmste,
Gern aus seiner werten Haut.
Schein und Sein
Oft findet man nicht den Genuß,
Den man mit Recht erwarten muß.
Die Haarbeutel
Oft wird es einem sehr verdacht,
Wenn er Geräusch nach Noten macht.
Fipps der Affe
Oh, das war mal eine schöne
Rührende Familienszene!
Julchen
Oh, hüte dich vor allem Bösen!
Es macht Pläsier, wenn man es ist,
Es macht Verdruß, wenn man’s gewesen!
Die fromme Helene
»Oh!« – sprach der Jean – »Es ist ein Graus!
Wie schnell ist doch das Leben aus!«
Die fromme Helene
Ohrfeige heißt man diese Handlung,
Der Forscher nennt es Kraftverwandlung.
Balduin Bählamm
Oh, wie beglückt ist doch der Mann,
Wenn er Gedichte machen kann!
Balduin Bählamm
Onkel heißt er günst’gen Falles,
Aber dieses ist auch alles.
Julchen
Oh wie lieblich, o wie schicklich,
Sozusagen herzerquicklich ...
Herr und Frau Knopp
Prügel machen frisch und kregel
Und erweisen sich probat
Ganz besonders vor der Tat.
Abenteuer eines Junggesellen
Ratsam ist und bleibt es immer
Für ein junges Frauenzimmer,
Einen Mann sich zu erwählen
Und womöglich zu vermählen …
Die fromme Helene
Rotwein ist für alte Knaben
Eine von den besten Gaben.
Abenteuer eines Junggesellen
Schmiegsam, biegsam, mild und mollig
Ist der Strumpf, denn er ist wollig.
Julchen
Sein Prinzip ist überhaupt:
Was beliebt ist auch erlaubt;
Denn der Mensch als Kreatur
Hat von Rücksicht keine Spur.
Julchen
Selbst über sich selber kann man lachen mitunter, und das ist ein Extrapläsier, denn dann kommt man sich sogar noch klüger und gedockener vor als man selbst.
Von mir über mich
Selig sind die Auserwählten,
Die sich liebten und vermählten;
Denn sie tragen hübsche Früchte ...
Kritik des Herzens
So blickt man klar, wie selten nur,
Ins innre Walten der Natur.
Maler Klecksel
So geht es mit Tabak und Rum:
Erst bist du froh, dann fällst du um.
Die Haarbeutel
So kommt es denn zuletzt heraus,
Daß ich ein ganz famoses Haus.
Kritik des Herzens
Sokrates, der alte Greis,
Sagte oft in tiefen Sorgen:
»Ach, wie viel ist doch verborgen,
Was man immer noch nicht weiß.«
Abenteuer eines Junggesellen
So spricht der Weise, grau von Haar,
Ernst, würdig, sachgemäß und klar …
Die Haarbeutel
So tut die vielgeschmähte Zeit
Doch mancherlei, was uns erfreut;
Und, was das Beste, sie vereinigt
Selbst Leute, die sich einst gepeinigt.
Maler Klecksel
Suche nicht apart zu scheinen,
Wandle auf betretnen Wegen.
Meinst du, was die andern meinen,
Kommt man freundlich dir entgegen.
Zu guter Letzt
Tugend will ermuntert sein,
Bosheit kann man schon allein!
Plisch und Plum
Tugend will, man soll sie holen,
Ungern ist sie gegenwärtig;
Laster ist auch unbefohlen
Dienstbereit und fix und fertig.
Zu guter Letzt
Und bei genauerer Betrachtung
Steigt mit dem Preise auch die Achtung.
Maler Klecksel
Und dennoch lebt und webt das alles
Recht gern auf der Kruste des Erdenballes.
Der Nöckergreis
Und ging’s auch drüber oder drunter,
Wir bleiben unverzagt und munter …
Der Nöckergreis
Und ist froh aus Herzensgrund,
Daß er dies so gut gekunnt.
Julchen
Und so muß er denn empfinden,
Daß zuletzt die böse Tat
Für den Übeltäter selber
Unbequeme Folgen hat.
Pater Filucius
Und wahrlich! Preis und Dank gebührt
Der Kunst, die diese Welt verziert.
Maler Klecksel
Und, was er sicher weiß, zu glauben,
Darf sich doch jeder wohl erlauben.
Balduin Bählamm
Und wie das häufig so der Brauch.
Der Stolz wuchs mit dem Bauche auch.
Zu guter Letzt
Und, wie das mit Recht geschieht,
Auf die Kunst folgt der Profit.
Plisch und Plum
Unvermutet, wie zumeist,
Kommt die Tante zugereist
Herzlich hat man sie geküßt,
Weil sie sehr vermöglich ist.
Julchen
Unvorsichtigkeit ist eine hervorragende Eigenschaft
derjenigen Menschen, welche morgen
genau wissen, was sie heute zu tun haben.
Eduards Traum
Vater werden ist nicht schwer,
Vater sein dagegen sehr.
Julchen
Verlockend ist der äußre Schein.
Der Weise dringet tiefer ein.
Der Geburtstag
Viel Freude macht, wie männiglich bekannt,
Für Mann und Weib der heilige Ehestand!
Die fromme Helene
Vor allen der Politikus
Gönnt sich der Rede Vollgenuß;
Und wenn er von was sagt, so sei’s,
Ist man auch sicher, daß er’s weiß.
Maler Klecksel
Warum gleich lumpig einhergehn und es jedermann merken lassen, daß die Bilanzen ein Defizit aufweisen?
Eduards Traum
Was im Kongreß aller Dinge beschlossen ist, das wird ja wohl auch zweckgemäß und heilsam sein.
Der Schmetterling
Was nun aber das Kunstwerk betrifft, meine Lieben, so meine ich, es sei damit ungefähr so, wie mit dem Sauerkraut. Ein Kunstwerk, möcht ich sagen, müßte gekocht sein am Feuer der Natur, dann hingestellt in den Vorratsschrank der Erinnerung, dann dreimal aufgewärmt im goldenen Topfe der Phantasie, dann serviert von wohlgeformten Händen, und schließlich müßte es dankbar genossen werden mit gutem Appetit.
Eduards Traum
Wenn Lügen Haare wären,
Wir wären rauh wie Bären
Und hätten keine Glatzen.
Kritik des Herzens
Wenn man auch früher verliebt war, das schadet nichts; wenn man nur später gemütlich wird.
Eduards Traum
Wenn mir aber was nicht lieb,
Weg damit! ist mein Prinzip.
Plisch und Plum
Wenn’s einer davon haben kann,
So bleibt er gerne dann und wann
Des Morgens, wenn das Wetter kühle,
Noch etwas liegen auf dem Pfühle ...
Die fromme Helene
Wenn wer sich wo als Lump erwiesen,
So bringt man in der Regel diesen
Zum Zweck moralischer Erhebung
In eine andere Umgebung.
Der Ort ist gut, die Lage neu.
Der alte Lump ist auch dabei.
Maler Klecksel
Wer Bildung und Moral besitzt,
Der wird bemerken, daß anitzt
Fast nirgends mehr zu finden sei
Die sogenannte Lieb und Treu.
Der Geburtstag
Wer der Gerechtigkeit folgen will durch dick und dünn, muß lange Stiefel haben. Habt ihr welche? Habe ich welche? Ach, meine Lieben! Lasset uns mit den Köpfen schütteln!
Eduards Traum
Wer einsam ist, der hat es gut,
Weil keiner da, der ihm was tut.
Zu guter Letzt
Wer hat die Reihe deiner Väter
Seit tausend Jahren oder später
So meisterlich in Öl gesetzt?
Wer wird vor allen hochgeschätzt?
Der Farbenkünstler! Und mit Grund!
Er macht uns diese Welt so bunt.
Maler Klecksel
Wer in Dorfe oder Stadt
Einen Onkel wohnen hat,
Der sei höflich und bescheiden,
Denn das mag der Onkel leiden.
Max und Moritz
Wer möchte diesen Erdenball
Noch fernerhin betreten,
Wenn wir Bewohner überall
Die Wahrheit sagen täten ...
Kritik des Herzens
Wer nicht auf gute Gründe hört,
Dem werde einfach zugekehrt
Die Seite, welche wir benützen,
Um drauf zu liegen und zu sitzen.
Eduards Traum
Wer nur das richtige Auge hat, kann überall
einen »reizenden Blick« haben.
Eduards Traum
Wer schlecken will, was ihm gefällt,
Der kommt nicht ohne Schmutz und Schwärze
Hinaus aus dieser bösen Welt.
Zu guter Letzt
Wer sich freut, wenn wer betrübt,
Macht sich meistens unbeliebt.
Plisch und Plum
Wer vielleicht zur guten Tat
Keine rechte Neigung hat,
Dem wird Fasten und Kastein
Immerhin erfrischend sein.
Fipps der Affe
Wie sorglich blickt das Aug’ umher!
Wie freut man sich, wenn der und der,
Noch nicht versunken oder matt,
Den Kopf vergnügt heroben hat.
Maler Klecksel
Wie wohl ist dem, der dann und wann
Sich etwas Schönes dichten kann!
Balduin Bählamm
Wie wolltest du dich unterwinden,
Kurzweg die Menschen zu ergründen.
Du kennst sie nur von außenwärts.
Du siehst die Weste, nicht das Herz.
Schein und Sein
Wir alle haben unsern Sparren,
Doch sagen tun es nur die Narren.
Der Weise schweigt.
Zu guter Letzt
Wo kriegten wir die Kinder her,
Wenn Meister Klapperstorch nicht wär?
Die fromme Helene
Wo viel zarte Hände walten –
Na, das ist so wie es ist!
Kellerschlüssel, Bodenschlüssel
Führen leicht zu Zank und Zwist.
Pater Filucius
Zu große Hast macht ungeschickt.
Dideldum!
Zu wenig und zu viel Vertraun
Sind Nachbarskinder.
Schein und Sein