Cover

Inhaltsverzeichnis

Copyright
Max und Moritz - Eine Bubengeschichte in sieben Streichen
Hans Huckebein
Die Fromme Helene
Bilder zur Jobsiade
Pater Filucius
Der Geburtstag oder Die Partikularisten
Dideldum!
Tobias Knopp. Erster Teil - Abenteuer eines Junggefellen
Tobias Knopp. Zweiter Teil - Herr und Frau Knopp
Tobias Knopp. Dritter Teil - Julchen
Die Haarbeutel
Fipps der Affe
Plisch und Plum
Maler Klecksel
Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter
Wilhelm-Busch-Brevier
WILHELM BUSCH – Leben und Werk

Wilhelm-Busch-Brevier

 

 

 

 

 

Aber endlich und zuletzt
Hat er’s richtig durchgesetzt.

 

Herr und Frau Knopp

 

Aber hier, wie überhaupt,
Kommt es anders, als man glaubt.

Plisch und Plum

 

Aber wehe, wehe, wehe!
Wenn ich auf das Ende sehe!

Max und Moritz

 

Aber, wenn er dies erfuhr,
Ging’s ihm wider die Natur.

Max und Moritz

 

Ach, daß der Mensch so häufig irrt
Und nie recht weiß, was kommen wird!

Zu guter Letzt

 

Ach der Tugend schöne Werke,
Gerne möcht ich sie erwischen,
Doch ich merke, doch ich merke,
Immer kommt mir was dazwischen.

Kritik des Herzens

 

Ach! – Die Venus ist perdü –
Klickeradoms! – von Medici!

Die fromme Helene

 

Ach, die Welt ist so geräumig,
Und der Kopf ist so beschränkt.

Zu guter Letzt

 

Ach, ich fühl es! Keine Tugend
Ist so recht nach meinem Sinn;
Stets befind ich mich am wohlsten,
Wenn ich damit fertig bin.

Kritik des Herzens

 

Ach, lieber Gott, ja ja, so ist es!
Nicht wahr, ihr guten Mädchen wißt es:
Kaum hat man was, was einen freut,
So macht der Alte Schwierigkeit!

Dideldum!

 

Ach, meine Lieben! Wie oft im Leben wirft uns
das Schicksal seinen tragischen Hut vor die
Füße, und wir mögen tun, was wir wollen,
Verdruß gibt’s doch.

Eduards Traum

 

Ach! reines Glück genießt doch nie,
Wer zahlen soll und weiß nicht wie!

Maler Klecksel

 

Ach, so denkt er, diese Welt
Hat doch viel, was nicht gefällt.
Rosen, Tanten, Basen, Nelken,
Sind genötigt zu verwelken;
Ach – und endlich auch durch mich
Macht man einen dicken Strich.

Abenteuer eines Junggesellen

 

Ach, wie bald verläßt der Friede den häuslichen
Herd, wenn er an maßgebender Stelle keine
kulinarischen Kenntnisse vorfindet!

Eduards Traum

 

»Alle Menschen, ausgenommen die Damen«,
spricht der Weise, »sind mangelhaft!«

Eduards Traum

 

Alles pulverisieren sie: Gott, Geist und Goethe.

Eduards Traum

 

Also geht alles zu Ende allhier:
Feder, Tinte, Tobak und auch wir.
Zum letztenmal wird eingetunkt,
Dann kommt der große schwarze Punkt.

Bilder zur Jobsiade

 

Also lautet ein Beschluß:
Daß der Mensch was lernen muß.

Max und Moritz

Auf rein botanischem Gebiet
Weilt jeder gern, der voll Gemüt.

Balduin Bählamm

 

Bedeckung findet sich gar leicht;
Es fragt sich nur, wie weit sie reicht.

Balduin Bählamm

Bei dem Duett sind stets zu sehn
Zwei Mäuler, welche offen stehn.

Fipps der Affe

 

Besonders tief und voll Empörung
Fühlt man die pekuniäre Störung.

Balduin Bählamm

Bösewicht mit Bösewicht –
Auf die Dauer geht es nicht.

Plisch und Plum

 

Da lob ich mir die Höflichkeit,
Das zierliche Betrügen.
Du weißt Bescheid, ich weiß Bescheid;
Und allen macht’s Vergnügen.

Kritik des Herzens

 

Das Gute – dieser Satz steht fest –
Ist stets das Böse, was man läßt!

Die fromme Helene

 

Das Reden tut dem Menschen gut;
Wenn man es nämlich selber tut …

Maler Klecksel

 

Das Schlüsselloch wird leicht vermißt,
Wenn man es sucht, wo es nicht ist.

Die Haarbeutel

 

Das Trinkgeschirr, sobald es leer,
Macht keine rechte Freude mehr.

Die Haarbeutel

 

Das weiß ein jeder, wer’s auch sei,
Gesund und stärkend ist das Ei …

Der Geburtstag

 

Das Zahnweh, subjektiv genommen,
Ist ohne Zweifel unwillkommen;
Doch hat’s die gute Eigenschaft,
Daß sich dabei die Lebenskraft,
Die man nach außen oft verschwendet,
Auf einen Punkt nach innen wendet …

Balduin Bählamm

 

Denen, die der Ruhe pflegen,
Kommen manche ungelegen.

Plisch und Plum

 

Denn der Mensch als Kreatur
Hat von Rücksicht keine Spur.

Julchen

 

Denn früh belehrt ihn die Erfahrung,
Sobald er schrie, bekam er Nahrung.

Maler Klecksel

 

Denn hinderlich, wie überall,
Ist hier der eigne Todesfall.

Dideldum!

 

Denn, leider Gottes, so ist der Schlechte,
Daß er immer was anderes möchte,
Auch hat er ein höchst verruchtes Gelüst,
Grade so zu sein, wie er eben ist.

Fipps der Affe

 

Der Architekt ist hochverehrlich,
(Obschon die Kosten oft beschwerlich) …

Maler Klecksel

 

Der eine fährt Mist, der andre spazieren;
Das kann ja zu nichts Gutem fuhren …

Der Nöckergreis

 

Der Gedanke macht ihn blaß,
Wenn er fragt: Was kostet das?

Plisch und Plum

 

Der größte Lump bleibt obenauf!!

Hans Huckebein

 

Der Künstler fühlt sich stets gekränkt,
Wenn’s anders kommt, als wie er denkt.

Fipps der Affe

 

Der liebe Gott muß immer ziehen,
Dem Teufel fällt’s von selber zu.

Schein und Sein

 

Der Mensch, durchtrieben und gescheit,
Bemerkte schon seit alter Zeit,
Daß ihm hienieden allerlei
Verdrießlich und zuwider sei.

Balduin Bählamm

 

Der Ort ist gut, die Lage neu.
Der alte Lump ist auch dabei.

Maler Klecksel

 

Der Ruhm, wie alle Schwindelware,
Hält selten über tausend Jahre.
Zumeist vergeht schon etwas eh’r
Die Haltbarkeit und die Kulör.

Zu guter Letzt

 

Der Weise schweigt. Er kennt die Gründe.

Balduin Bählamm

 

Der Weise, welcher sitzt und denkt
Und tief sich in sich selbst versenkt,
Um in der Seele Dämmerschein
Sich an der Wahrheit zu erfreun,
Der leert bedenklich seine Flasche,
Hebt seine Dose aus der Tasche,
Nimmt eine Prise, macht Habschieh!
Und spricht:
»Mein Sohn, die Sach ist die! …«

Die Haarbeutel

 

Des Lebens Freuden sind vergänglich;
Das Hühnerauge bleibt empfänglich.

Balduin Bählamm

 

»Die Bosheit war sein Hauptpläsier,
Drum« – spricht die Tante – »hängt er hier!!«

Hans Huckebein

 

Die Freude flieht auf allen Wegen;
Der Ärger kommt uns gern entgegen.

Balduin Bählamm

 

Die Propertät ist sehr zu schätzen,
Doch kann sie manches nicht ersetzen.
Der Mensch wird schließlich mangelhaft.
Die Locke wird hinweggerafft.

Die fromme Helene

 

Die Schwierigkeit ist immer klein,
Man muß nur nicht verhindert sein.

Balduin Bählamm

Dieserhalb besonders scheut
Er die fromme Geistlichkeit,
Denn ihm sagt ein stilles Grauen:
Das sind Leute, welche trauen.

Julchen

 

Dieses war der erste Streich,
Doch der zweite folgt sogleich.

Max und Moritz

 

Dies Wort drang ihm in die Natur,
So daß er schleunigst Bess’rung schwur.

Die fromme Helene

 

Die Tugend will nicht immer passen,
Im ganzen läßt sie etwas kalt ...

Zu guter Letzt

 

Die Welt ist wie ein Brei. Zieht man den Löffel
heraus, und wär’s der größte, gleich klappt die
Geschichte wieder zusammen, als wenn gar
nichts passiert wäre.

Eduards Traum

 

Die Welt, obgleich sie wunderlich,
Ist mehr als gut genug für mich.

Zu guter Letzt

 

Doch ach! wie bald wird uns verhunzt
Die schöne Zeit naiver Kunst;
Wie schnell vom elterlichen Stuhle
Setzt man uns auf die Bank der Schule!

Maler Klecksel

 

Doch die braven Junggesellen,
Jungfern ohne Ehestellen,
Welche ohne Leibeserben
So als Blattgewächse sterben,
Pflanzen sich durch Knollen fort.

Kritik des Herzens

 

Doch größern Ruhm wird der verdienen,
Der Farben kauft und malt mit ihnen …

Maler Klecksel

 

Doch guter Menschen Hauptbestreben
Ist, andern auch was abzugeben.

Balduin Bählamm

 

Doch jeder Jüngling hat wohl mal
’n Hang fürs Küchenpersonal,
Und sündhaft ist der Mensch im ganzen! ...

Die fromme Helene

Doch schmerzlich denkt manch alter Knaster,
Der von vergangnen Zeiten träumt,
An die Gelegenheit zum Laster,
Die er versäumt.

Zu guter Letzt

 

Drum soll ein Kind die weisen Lehren
Der alten Leute hochverehren!
Die haben alles hinter sich
Und sind, gottlob! recht tugendlich!

Die fromme Helene

 

Eh man auf diese Welt gekommen
Und noch so still vorlieb genommen,
Da hat man noch bei nichts was bei;
Man schwebt herum, ist schuldenfrei,
Hat keine Uhr und keine Eile
Und äußerst selten Langeweile.
Allein, man nimmt sich nicht in acht,
Und schlupp! ist man zur Welt gebracht ...

Die Haarbeutel

 

»Ei ja! – da bin ich wirklich froh!
Denn, Gott sei Dank! Ich bin nicht so!!«

Die fromme Helene

Ein Buch ist ja keine Drehorgel ...

Eduards Traum

 

Ein Buch, wenn es so zugeklappt daliegt, ist ein
gebundenes, schlafendes, harmloses Tierchen,
welches keinem was zuleide tut. Wer es nicht
aufweckt, den gähnt es nicht an; wer ihm die
Nase nicht grad zwischen die Kiefern steckt, den
beißt’s auch nicht.

Eduards Traum

 

Eine kleine Betriebsstörung im Verkehr zweier
Herzen kann immerhin vorkommen.

Eduards Traum

 

Eines weiß man doch hienieden,
Nämlich, wenn man unzufrieden.

Abenteuer eines Junggesellen

 

Ein guter Mensch gibt gerne acht,
Ob auch der andre was Böses macht;
Und strebt durch häufige Belehrung
Nach seiner Bess’rung und Bekehrung.

Die fromme Helene

 

Ein jeder kriegt, ein jeder nimmt
In dieser Welt, was ihm bestimmt.

Zu guter Letzt

Ein jeder Narr tut, was er will.
Na, meinetwegen! Ich schweige still!

Der Nöckergreis

 

Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt,
Kriegt augenblicklich Junge.

Schein und Sein

 

Ein rechter Maler, klug und fleißig,
Trägt stets ’n spitzen Bleistift bei sich.

Maler Klecksel

 

Einszweidrei, im Sauseschritt
Läuft die Zeit, wir laufen mit.

Julchen

 

Er fühlt sich wie neugestärkt,
Als er so viel Geld bemerkt.

Plisch und Plum

 

Er muß zahlen. – Und von je
Tat ihm das doch gar so weh.

Plisch und Plum

Es ist ein Brauch von alters her:
Wer Sorgen hat, hat auch Likör!

Die fromme Helene

 

Es saust der Stock, es schwirrt die Rute.
Du darfst nicht zeigen, was du bist.
Wie schad, o Mensch, daß dir das Gute
Im Grunde so zuwider ist.

Zu guter Letzt

 

Es tut nicht gut, wenn man im Bad
Und nur die Füße draußen hat.

Balduin Bählamm

 

Es war im schönen Karneval,
Wo, wie auch sonst und überall,
Der Mensch mit ungemeiner List
Zu scheinen sucht, was er nicht ist.

Maler Klecksel

 

Es wird mit Recht ein guter Braten
Gerechnet zu den guten Taten;
Und daß man ihn gehörig mache,
Ist weibliche Charaktersache ...

Kritik des Herzens

 

Enthaltsamkeit ist das Vergnügen
An Sachen, welche wir nicht kriegen.

Die Haarbeutel

 

Entrüstung ist ein erregter Zustand der Seele, der
meist dann eintritt, wenn man erwischt wird.

Eduards Traum

 

Froh hupft der Floh. –
Vermutlich bleibt es noch lange so.

Der Nöckergreis

Froh schlägt das Herz im Reisekittel,
Vorausgesetzt, man hat die Mittel.

Maler Klecksel

 

Früh zeigt er seine Energie,
Indem er ausdermaßen schrie;
Denn früh belehrt ihn die Erfahrung:
Sobald er schrie, bekam er Nahrung.

Maler Klecksel

 

Furcht heißt die Verfasserin des
Komplimentierbuchs für alle.

Eduards Traum

 

Für jede angenehme Erwartung gibt’s mindestens
drei unangenehme Möglichkeiten.

Der Schmetterling

Für manchen hat ein Mädchen Reiz,
Nur bleibt die Liebe seinerseits.

Balduin Bählamm

 

Ganz richtig, diese Welt ist nichtig.
Auch du, der in Person erscheint,
Bist ebenfalls nicht gar so wichtig,
Wie deine Eitelkeit vermeint.

Schein und Sein

 

Gar mancher schleicht betrübt umher;
Sein Knopfloch ist so öd und leer.

Balduin Bählamm

 

Gehorchen wird jeder mit Genuß
Den Frauen, den hochgeschätzten,
Hingegen machen uns meistens Verdruß
Die sonstigen Vorgesetzten.

Zu guter Letzt

 

Grad zu den frühen Morgenzügen
Kommt man am leichtesten zu spät.

Schein und Sein

 

Haß, als minus und vergebens,
Wird vom Leben abgeschrieben.
Positiv im Buch des Lebens
Steht verzeichnet nur das Lieben.
Ob ein Minus oder Plus
Uns verblieben, zeigt der Schluß.

Schein und Sein

 

Hier sieht man ihre Trümmer rauchen.
Der Rest ist nicht mehr zu gebrauchen.

Die fromme Helene

Hier zur Rechten ist die Klause,
Stillberühmt im ganzen Hause.

Abenteuer eines Junggesellen

Hoch ist der Liebe süßer Traum
Erhaben über Zeit und Raum.

Maler Klecksel

 

Höchst erfreulich und belehrend
Ist es doch für jedermann,
Wenn er allerlei Geschichten
Lesen oder hören kann.

Pater Filucius

 

Ich bin daher, statt des Gewinsels,
Mehr für die stille Welt des Pinsels.

Maler Klecksel

 

Ich sage bloß, die Welt ist böse.
Was soll zum Beispiel das Getöse,
Was jetzt so manche Menschen machen
Mit Knallbonbons und solchen Sachen ...

Der Nöckergreis

 

Im Durchschnitt ist man kummervoll
Und weiß nicht, was man machen soll.

Balduin Bählamm

 

Im Kopf ertönt ein schmerzlich Summen.
Wir Menschen sagen: Schädelbrummen.

Die Haarbeutel

 

In Ängsten findet manches statt,
Was sonst nicht stattgefunden hat

Der Geburtstag

 

Junge Hähnchen, sanft gebraten,
Dazu kann man dringend raten.

Abenteuer eines Junggesellen

Kaum hat mal einer ein bissel was,
Gleich gibt es welche, die ärgert das.

Fipps der Affe

 

Kein Ding sieht so aus, wie es ist.
Am wenigsten der Mensch, dieser lederne Sack
voller Kniffe und Pfiffe.

Von mir über mich

 

Kinder, in ihrer Einfalt, fragen immer und immer:
Warum? Der Verständige tut das nicht mehr;
denn jedes Warum, das weiß er längst, ist nur der
Zipfel eines Fadens, der in den dicken Knäuel der
Unendlichkeit ausläuft, mit dem keiner recht
fertig wird, er mag wickeln und haspeln, so viel
er nur will.

Der Schmetterling

 

Kühle weckt die Tätigkeit;
Tätigkeit verkürzt die Zeit.

Plisch und Plum

 

»Kurzum« – so sprach er – »ich sage bloß,
Wenn man den alten Erdenkloß,
Der, täglich teilweis aufgewärmt,
Langweilig präzis um die Sonne schwärmt,
Genau besieht und wohl betrachtet
Und, was darauf passiert, beachtet,
So findet man, und zwar mit Recht,
Daß nichts so ist, wie man wohl möcht.«

Der Nöckergreis

 

Lachen ist ein Ausdruck relativer Behaglichkeit.
Der Franzel hinterm Ofen freut sich der Wärme
um so mehr, wenn er sieht wie sich draußen
der Hansel in die rötlichen Hände pustet.

Von mir über mich

 

Leicht kommt man an das Bildermalen,
Doch schwer an Leute, die’s bezahlen.

Maler Klecksel

 

Liebe – sagt man schön und richtig –
Ist ein Ding, was äußerst wichtig.
Nicht nur zieht man in Betracht
Was man selber damit macht,
Nein, man ist in solchen Sachen
Auch gespannt, was andre machen.

Julchen

 

Lieber ein bissel zu gut gegessen, als wie zu
erbärmlich getrunken.

Eduards Traum

 

Mancher gibt sich viele Müh’
Mit dem lieben Federvieh …

Max und Moritz

 

 ... man mag sagen, was man will, der
passendste Stoff, um Schrullen, die sich nun
mal nicht unterdrücken lassen, auf das bescheidenste
drin einzuwickeln und im Notfall zu
überreichen, ist der Stoff des Papiers.

Eduards Traum

 

Man möchte weinen, wenn man sieht,
Daß dies das Ende von dem Lied.

Zu guter Letzt

 

Mehr ist hier schon die Kunst zu loben,
Denn Schönheit wird durch Kunst gehoben.

Die fromme Helene

 

Mein Kind, es sind allhier die Dinge,
Gleichviel, ob große, ob geringe,
Im wesentlichen so verpackt,
Daß man sie nicht wie Nüsse knackt.

Schein und Sein

 

Mensch mit traurigem Gesichte,
Sprich nicht nur von Leid und Streit,
Selbst in Brehms Naturgeschichte
Findet sich Barmherzigkeit.

Zu guter Letzt

 

Mir ist alles einerlei.
Mit Verlaub, ich bin so frei.

Abenteuer eines Junggesellen

 

»Mir scheint, ich bin hier unbeliebt!«
Denkt Fipps, der sich hinwegbegibt.

Fipps der Affe

 

Mit Recht erscheint uns das Klavier,
Wenn’s schön poliert, als Zimmerzier.
Ob’s außerdem Genuß verschafft,
Bleibt hin und wieder zweifelhaft.

Fipps der Affe

 

Mit zween Herrn ist schlecht zu kramen;
Noch schlechter, furcht ich, mit zwo Damen.

Maler Klecksel

 

Musik wird oft nicht schön empfunden,
Weil sie stets mit Geräusch verbunden.

Dideldum!

 

Na, nun hat er seine Ruh.
Ratsch, man zieht den Vorhang zu.

Abenteuer eines Junggesellen

Nach diesem beherzigenswerten Vermerke
Fahren wir fort im löblichen Werke.

Maler Klecksel

 

»Nein!« – ruft Helene – »Aber nun
Will ich’s auch ganz – und ganz – und ganz –
und ganz gewiß nicht wieder tun!«

Die fromme Helene

 

Nicht allein das Abc
Bringt den Menschen in die Höh’ ...

Max und Moritz

 

Nichts Schönres gab’s für Tante Lotte
Als schwarze Heidelbeerkompotte.

Hans Huckebein

 

Nörgeln ist das Allerschlimmste,
Keiner ist davon erbaut;
Keiner fährt, und war’s der Dümmste,
Gern aus seiner werten Haut.

Schein und Sein

 

Oft findet man nicht den Genuß,
Den man mit Recht erwarten muß.

Die Haarbeutel

 

Oft wird es einem sehr verdacht,
Wenn er Geräusch nach Noten macht.

Fipps der Affe

 

Oh, das war mal eine schöne
Rührende Familienszene!

Julchen

 

Oh, hüte dich vor allem Bösen!
Es macht Pläsier, wenn man es ist,
Es macht Verdruß, wenn man’s gewesen!

Die fromme Helene

 

»Oh!« – sprach der Jean – »Es ist ein Graus!
Wie schnell ist doch das Leben aus!«

Die fromme Helene

Ohrfeige heißt man diese Handlung,
Der Forscher nennt es Kraftverwandlung.

Balduin Bählamm

 

Oh, wie beglückt ist doch der Mann,
Wenn er Gedichte machen kann!

Balduin Bählamm

 

Onkel heißt er günst’gen Falles,
Aber dieses ist auch alles.

Julchen

 

Oh wie lieblich, o wie schicklich,
Sozusagen herzerquicklich ...

Herr und Frau Knopp

 

Prügel machen frisch und kregel
Und erweisen sich probat
Ganz besonders vor der Tat.

Abenteuer eines Junggesellen

 

Ratsam ist und bleibt es immer
Für ein junges Frauenzimmer,
Einen Mann sich zu erwählen
Und womöglich zu vermählen …

Die fromme Helene

 

Rotwein ist für alte Knaben
Eine von den besten Gaben.

Abenteuer eines Junggesellen

 

Schmiegsam, biegsam, mild und mollig
Ist der Strumpf, denn er ist wollig.

Julchen

 

Sein Prinzip ist überhaupt:
Was beliebt ist auch erlaubt;
Denn der Mensch als Kreatur
Hat von Rücksicht keine Spur.

Julchen

 

Selbst über sich selber kann man lachen mitunter, und das ist ein Extrapläsier, denn dann kommt man sich sogar noch klüger und gedockener vor als man selbst.

Von mir über mich

 

Selig sind die Auserwählten,
Die sich liebten und vermählten;
Denn sie tragen hübsche Früchte ...

Kritik des Herzens

 

So blickt man klar, wie selten nur,
Ins innre Walten der Natur.

Maler Klecksel

 

So geht es mit Tabak und Rum:
Erst bist du froh, dann fällst du um.

Die Haarbeutel

 

So kommt es denn zuletzt heraus,
Daß ich ein ganz famoses Haus.

Kritik des Herzens

 

Sokrates, der alte Greis,
Sagte oft in tiefen Sorgen:
»Ach, wie viel ist doch verborgen,
Was man immer noch nicht weiß.«

Abenteuer eines Junggesellen

 

So spricht der Weise, grau von Haar,
Ernst, würdig, sachgemäß und klar …

Die Haarbeutel

 

So tut die vielgeschmähte Zeit
Doch mancherlei, was uns erfreut;
Und, was das Beste, sie vereinigt
Selbst Leute, die sich einst gepeinigt.

Maler Klecksel

 

Suche nicht apart zu scheinen,
Wandle auf betretnen Wegen.
Meinst du, was die andern meinen,
Kommt man freundlich dir entgegen.

Zu guter Letzt

 

Tugend will ermuntert sein,
Bosheit kann man schon allein!

Plisch und Plum

 

Tugend will, man soll sie holen,
Ungern ist sie gegenwärtig;
Laster ist auch unbefohlen
Dienstbereit und fix und fertig.

Zu guter Letzt

 

Und bei genauerer Betrachtung
Steigt mit dem Preise auch die Achtung.

Maler Klecksel

 

Und dennoch lebt und webt das alles
Recht gern auf der Kruste des Erdenballes.

Der Nöckergreis

 

Und ging’s auch drüber oder drunter,
Wir bleiben unverzagt und munter …

Der Nöckergreis

 

Und ist froh aus Herzensgrund,
Daß er dies so gut gekunnt.

Julchen

 

Und so muß er denn empfinden,
Daß zuletzt die böse Tat
Für den Übeltäter selber
Unbequeme Folgen hat.

Pater Filucius

 

Und wahrlich! Preis und Dank gebührt
Der Kunst, die diese Welt verziert.

Maler Klecksel

 

Und, was er sicher weiß, zu glauben,
Darf sich doch jeder wohl erlauben.

Balduin Bählamm

 

Und wie das häufig so der Brauch.
Der Stolz wuchs mit dem Bauche auch.

Zu guter Letzt

 

Und, wie das mit Recht geschieht,
Auf die Kunst folgt der Profit.

Plisch und Plum

 

Unvermutet, wie zumeist,
Kommt die Tante zugereist
Herzlich hat man sie geküßt,
Weil sie sehr vermöglich ist.

Julchen

 

Unvorsichtigkeit ist eine hervorragende Eigenschaft
derjenigen Menschen, welche morgen
genau wissen, was sie heute zu tun haben.

Eduards Traum

 

Vater werden ist nicht schwer,
Vater sein dagegen sehr.

Julchen

 

Verlockend ist der äußre Schein.
Der Weise dringet tiefer ein.

Der Geburtstag

 

Viel Freude macht, wie männiglich bekannt,
Für Mann und Weib der heilige Ehestand!

Die fromme Helene

 

Vor allen der Politikus
Gönnt sich der Rede Vollgenuß;
Und wenn er von was sagt, so sei’s,
Ist man auch sicher, daß er’s weiß.

Maler Klecksel

 

Warum gleich lumpig einhergehn und es jedermann merken lassen, daß die Bilanzen ein Defizit aufweisen?

Eduards Traum

 

Was im Kongreß aller Dinge beschlossen ist, das wird ja wohl auch zweckgemäß und heilsam sein.

Der Schmetterling

 

Was nun aber das Kunstwerk betrifft, meine Lieben, so meine ich, es sei damit ungefähr so, wie mit dem Sauerkraut. Ein Kunstwerk, möcht ich sagen, müßte gekocht sein am Feuer der Natur, dann hingestellt in den Vorratsschrank der Erinnerung, dann dreimal aufgewärmt im goldenen Topfe der Phantasie, dann serviert von wohlgeformten Händen, und schließlich müßte es dankbar genossen werden mit gutem Appetit.

Eduards Traum

 

Wenn Lügen Haare wären,
Wir wären rauh wie Bären
Und hätten keine Glatzen.

Kritik des Herzens

 

Wenn man auch früher verliebt war, das schadet nichts; wenn man nur später gemütlich wird.

Eduards Traum

 

Wenn mir aber was nicht lieb,
Weg damit! ist mein Prinzip.

Plisch und Plum

 

Wenn’s einer davon haben kann,
So bleibt er gerne dann und wann
Des Morgens, wenn das Wetter kühle,
Noch etwas liegen auf dem Pfühle ...

Die fromme Helene

 

Wenn wer sich wo als Lump erwiesen,
So bringt man in der Regel diesen
Zum Zweck moralischer Erhebung
In eine andere Umgebung.
Der Ort ist gut, die Lage neu.
Der alte Lump ist auch dabei.

Maler Klecksel

 

Wer Bildung und Moral besitzt,
Der wird bemerken, daß anitzt
Fast nirgends mehr zu finden sei
Die sogenannte Lieb und Treu.

Der Geburtstag

 

Wer der Gerechtigkeit folgen will durch dick und dünn, muß lange Stiefel haben. Habt ihr welche? Habe ich welche? Ach, meine Lieben! Lasset uns mit den Köpfen schütteln!

Eduards Traum

 

Wer einsam ist, der hat es gut,
Weil keiner da, der ihm was tut.

Zu guter Letzt

 

Wer hat die Reihe deiner Väter
Seit tausend Jahren oder später
So meisterlich in Öl gesetzt?
Wer wird vor allen hochgeschätzt?
Der Farbenkünstler! Und mit Grund!
Er macht uns diese Welt so bunt.

Maler Klecksel

 

Wer in Dorfe oder Stadt
Einen Onkel wohnen hat,
Der sei höflich und bescheiden,
Denn das mag der Onkel leiden.

Max und Moritz

 

Wer möchte diesen Erdenball
Noch fernerhin betreten,
Wenn wir Bewohner überall
Die Wahrheit sagen täten ...

Kritik des Herzens

 

Wer nicht auf gute Gründe hört,
Dem werde einfach zugekehrt
Die Seite, welche wir benützen,
Um drauf zu liegen und zu sitzen.

Eduards Traum

 

Wer nur das richtige Auge hat, kann überall
einen »reizenden Blick« haben.

Eduards Traum

 

Wer schlecken will, was ihm gefällt,
Der kommt nicht ohne Schmutz und Schwärze
Hinaus aus dieser bösen Welt.

Zu guter Letzt

 

Wer sich freut, wenn wer betrübt,
Macht sich meistens unbeliebt.

Plisch und Plum

 

Wer vielleicht zur guten Tat
Keine rechte Neigung hat,
Dem wird Fasten und Kastein
Immerhin erfrischend sein.

Fipps der Affe

 

Wie sorglich blickt das Aug’ umher!
Wie freut man sich, wenn der und der,
Noch nicht versunken oder matt,
Den Kopf vergnügt heroben hat.

Maler Klecksel

 

Wie wohl ist dem, der dann und wann
Sich etwas Schönes dichten kann!

Balduin Bählamm

 

Wie wolltest du dich unterwinden,
Kurzweg die Menschen zu ergründen.
Du kennst sie nur von außenwärts.
Du siehst die Weste, nicht das Herz.

Schein und Sein

 

Wir alle haben unsern Sparren,
Doch sagen tun es nur die Narren.
Der Weise schweigt.

Zu guter Letzt

Wo kriegten wir die Kinder her,
Wenn Meister Klapperstorch nicht wär?

Die fromme Helene

 

Wo viel zarte Hände walten –
Na, das ist so wie es ist!
Kellerschlüssel, Bodenschlüssel
Führen leicht zu Zank und Zwist.

Pater Filucius

 

Zu große Hast macht ungeschickt.

Dideldum!

 

Zu wenig und zu viel Vertraun
Sind Nachbarskinder.

Schein und Sein