Copyright © 2015 Heinz Duthel
Revision 2015
All rights reserved.
ISBN-978-3-7386-7587-0
Books on Demand GmbH
United States Navy SEALs
Spezialeinheit
United States Navy
United States Naval Special Warfare Command
Streitkräfte der Vereinigten Staaten
United States Special Operations Command
Coronado (Kalifornien)
Vietnamkrieg Libanesischer Bürgerkrieg US-Invasion in
Grenada Achille Lauro (Schiff)
US-Invasion in Panama Zweiter Golfkrieg Operation
Restore Hope
Operation Enduring Freedom
Michael P. Murphy
Irakkrieg
Maersk Alabama
Operation Neptune’s Spear
Zweiter Weltkrieg
Sprengberechtigter
United States Army Corps of Engineers
Kampfschwimmer
Bunker Pazifikkrieg Waffentaucher Seemine
United States Pacific Fleet
United States Fleet Forces Command
Generalmajor
William Joseph Donovan Office of Strategic Services
Nachrichtendienst Asymmetrische Kriegführung
Koreakrieg
Central Intelligence Agency
Kommando (Militär) Mine (Waffentechnik) Infiltration
(Militär) Hubschrauber Fallschirmspringen
Guerilla Drucklufttauchgerät Kreislauftauchgerät
Mercury-Programm John F. Kennedy
Resident (Nachrichtendienst) Armee der Republik
Vietnam Đà Nẵng
Military Assistance Command, Vietnam
Kombattant
Vietnam
Operation Phoenix
United States Naval Special Warfare Development Group
Grenada
Paul Scoon
Goldwater-Nichols Act Nunn-Cohen Amendment
Teilstreitkraft
San Diego
Panama Persischer Golf Operation Earnest Will Somalia
Bosnien
Haiti Liberia Academi
Privates Sicherheits- und Militärunternehmen
Operation Anaconda
Umm Qasr
Lockheed AC-130
Gunship
Medal of Honor
USS Michael Murphy (DDG-112) Michael Anthony Monsoor
Boeing-Vertol CH-47
Piraterie vor der Küste Somalias
Osama bin Laden
Terroranschläge am 11. September 2001
Marine Fallschirmjäger Terrorismusbekämpfung CAR15
Navy Seals - Die härteste Elitetruppe der Welt
Drogenhandel
Combat Search and Rescue Verdeckte Operation
Psychologische Kriegsführung Sabotage
Pazifischer Ozean
Indischer Ozean
U-Boot
1st Special Forces Operational Detachment-Delta
(Airborne) United States Joint Special Operations
Command
Patrouille
Schlauchboot
United States Air Force
160th Special Operations Aviation Regiment (Airborne)
Fallschirm
Fast Attack Vehicle
Special Warfare Combatant-craft Crewmen
MK-19 Maschinengranatwerfer
SEAL Delivery Vehicle
Tim Mahoney
Navy Seals – Die härteste Elitetruppe der Welt
Die Akte Jane Tränen der Sonne Special Warfare Insignia
United States Navy Parachute Team
Verwendungsbezeichnungen der United States Navy
Military Sealift Command
United States Navy Seals - Die härteste Elitetruppe der Welt The Only Easy Day Was Yesterday - „Der einzige leichte Tag war gestern“.
Am 2. Mai 2011 wurde der damals meistgesuchte Terrorist der Welt, Osama bin Laden, der auch als Drahtzieher für die Terroranschläge am 11. September 2001 verantwortlich war, von Angehörigen der United States Naval Special Warfare Development Group in Abbottabad erschossen. Der Codename der Aktion war Operation Neptune’s Spear. Dabei wurden vier Helikopter sowie 25 Soldaten und ein Hund eingesetzt, wobei ein Helikopter während des 40-minütigen Einsatzes notlanden musste und danach von den eigenen Soldaten zerstört wurde.
Die United States Navy SEALs sind eine Spezialeinheit der US Navy. Sie unterstehen dem United States Naval Special Warfare Command (NAVSPECWARCOM), das sein Hauptquartier im kalifornischen Coronado hat und selbst Teil des US Special Operations Command (USSOCOM) ist.
Der Begriff „SEAL“ ist ein Akronym aus den Wörtern Sea, Air, Land (Meer, Luft, Boden), die die Einsatzorte der Spezialeinheit zum Ausdruck bringen. Es entspricht ferner dem englischen Ausdruck für Seehund/Robbe und wird auch so ausgesprochen.
Inoffizielles Motto der Einheit ist: The Only Easy Day Was Yesterday (dt.: „Der einzige leichte Tag war gestern“).
Geschichte
Wurzeln und Vorläufer
Die primäre Traditionslinie der SEALs geht auf die im August 1942 zur Vorbereitung der Landeoperationen des Zweiten Weltkrieges (1939–1945) aus Marine-Sprengmittelexperten und Heerespionieren aufgestellten Underwater Demolition Teams (UDT) zurück, einer Kampfschwimmereinheit für küstennahe Aufklärungs- und Kampfeinsätze. Während der Landeoperationen des Zweiten Weltkrieges bewährte sich die neue Truppe vor allem durch das Zerstören von Unterwasserhindernissen und Küstenbefestigungen. Auf dem pazifischen Kriegsschauplatz waren sie vornehmlich als Waffentaucher im Einsatz, wo sie Sprengladungen anbrachten oder Seeminen entschärften.
Die Personalstärke fiel von 3500 Mann bei Kriegsende auf rund 500 im Jahre 1946 und wurde auf die UDT 1 und 3 (Pazifikflotte) und 2 und 4 (Atlantikflotte) verteilt.
Einige dieser Experten wurden auch von Major General „Wild Bill” Donovans Office of Strategic Services (OSS), dem Amt für strategische Dienste, rekrutiert, das auf dem europäischen und asiatischen Kriegsschauplatz etliche erfolgreiche Geheimdienstoperationen hinter den feindlichen Linien ausführte und schon damals Techniken der asymmetrischen Kriegführung, der Militär- und Ausbildungsberatung Einheimischer und der gezielten humanitären Hilfe zur Förderung von Allianzen anwandte.
Während des Koreakriegs (Juni 1950 bis Juli 1953) lag die Einsatzleitung sämtlicher verdeckter Operationen hinter feindlichen Linien bei der Central Intelligence Agency (CIA), in der das OSS aufgegangen war. Erstmals wurden die UDTs zusätzlich zu ihren angestammten Aufgaben auch in großem Stil als Kommandoeinheit hinter feindlichen Linien eingesetzt. Die höheren Offiziere missbilligten zwar diese Einsätze, da sie nicht zum eigentlichen Einsatzprofil gehörten, aber da nur sehr wenige amphibische Operationen im Koreakrieg geplant waren und Nordkorea keine nennenswerten Seestreitkräfte besaß, waren die üblichen Einsatzmuster nur im geringen Maße erforderlich. Die UDTs konzentrierten ihre Kommandoeinsätze auf das Unterbrechen von Nachschublinien, wie die Sprengung oder Verminung von Eisenbahnverbindungen, Brücken und Straßen. Die für solche Operationen erforderlichen In- und Exfiltrationstechniken wurden entsprechend verfeinert und um die Luftkomponente erweitert. Man entwickelte Absetztechniken von Hubschraubern und begann einige Teams als Fallschirmspringer auszubilden. Dabei operierten die UDTs oft gemeinsam mit südkoreanischen Kommandoeinheiten und führten auch Handstreiche (Direct Action) auf Schlüsselstellungen aus.
Das UDT 1 und 3 führten Spezialaufklärungeinsätze (Special Reconnaissance) tief hinter feindlichen Linien gemeinsam mit einheimischen Guerillakräften aus, ähnlich denen, wie sie das OSS im Zweiten Weltkrieg unternahm. UDT-Kampfschwimmer zerstörten während der Operation Fishnet gezielt zahlreiche Netze der zivilen nordkoreanischen Fischereiflotte, um die Versorgung der über 200.000 chinesischen Soldaten auf der koreanischen Halbinsel empfindlich zu stören.
Nach dem Koreakrieg konzentrierte man sich auf die Weiterentwicklung der Tauchtechnik (SCUBA und Rebreather) und das Training von Infiltration aus der Luft per Hubschrauber oder Exfiltration per Skyhook- Verfahren. Dabei wird von einem Taucher ein Heliumballon gestartet, mit dem er per Seil verbunden ist. Eine mit einer speziellen Seilfangeinrichtung an der Nase ausgerüstete C-130 nimmt das Seil im Flug auf und zieht damit den Taucher aus dem Wasser, bis dieser an der geöffneten Heckklappe von der Bordcrew geborgen werden kann.
1958 wurde erstmals ein Team aus besonders qualifizierten Schwimmern aller UDTs zur Bergung der ersten Raumkapsel des Mercury-Programm zusammengestellt und speziell für diese Aufgabe vier Monate lang ausgebildet. Bei den späteren Bergungen desselben Programms und der Nachfolgeprojekte Gemini und Apollo wurde ebenso verfahren.
Die im Koreakrieg eher aus der Not geborenen zusätzlichen Einsatzprofile, Kommandoeinsätze, triphibische Verbringung (In- und Exfiltration) sowie Guerillakriegführung waren später der ausbildungstechnische Grundstein für die Aufstellung der Navy SEALs.
Aufstellung
Entsprechend Präsident John F. Kennedys Konzept der unkonventionellen Kriegführung wurden im Januar 1962 die Navy SEALs unter diesem Namen mit SEAL Team ONE und SEAL Team TWO aufgestellt.
Vietnamkrieg
Ab 1963 zunächst unter dem Kommando des örtlichen CIA-Residenten als Ausbilder südvietnamesischer Truppen besonders der „vietnamesischen
SEALs“ Lien Doc Nguoi Nhia (LDNN) sowie Aufklärungseinheiten (Provincial Reconnaissance Units) in Da Nang eingesetzt, wurden die SEALs 1964 dem Military Assistance Command Vietnam (MACV), dem militärischen Oberkommando für Vietnam, unterstellt und waren somit erstmals direkte Kombattanten im Vietnamkrieg. Dabei erwarben sie sich einen exzellenten Ruf als Kämpfer und waren beim Kriegsgegner, soweit überhaupt als eigenständige Einheit wahrgenommen, sehr gefürchtet. Neben ihren ursprünglichen Aufgaben waren sie maßgeblich an dem von der CIA geleiteten Phoenix-Programm beteiligt, der gezielten Liquidierung von kommunistischen Führungskadern hinter feindlichen Linien, dem rund 6500 (nach US-Quellen) Personen zum Opfer fielen.
Im Februar 1966 wurde das SEAL Team ONE nach Vietnam beordert und nahm an Operationen im Raum Nha Be teil. Das letzte SEAL-Platoon verließ am 7. Dezember 1971 Vietnam, die letzten Ausbilder im März 1973. Die Gesamtzahl der in Vietnam eingesetzten SEALs betrug nicht mehr als 200 Soldaten und etwa 30 Offiziere.
Die Reagan-Ära und Gründung des Naval Special Warfare Command (NAVSPECWARCOM) Auflösung der UDTs Ab Mai 1983 gingen sämtliche Kampfschwimmer in Navy-SEAL-Einheiten auf.
SEAL Team 6 Nachdem das 1980 aufgestellte Team 6 durch Unregelmäßigkeiten bei der Beschaffung von Ausrüstung und Verwendung von Geldmitteln in der Navy in Verruf geriet, wurde das Team Mitte der 1990er-Jahre aufgelöst und als US Naval Special Warfare Development Group (DEVGRU) neu aufgestellt.
Der Teamgründer Richard Marcinko verstrickte sich in zweifelhafte Machenschaften und wurde schließlich wegen Bestechlichkeit, Untreue und Falschaussage zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt.
Grenada (Operation Urgent Fury) Navy SEALs waren unter anderem in Grenada (1983) zur Rettung des grenadischen Gouverneurs Sir Paul Scoon während der Operation Urgent Fury im Einsatz.
Naval Special Warfare Command Der Goldwater-Nichols Act und dessen Anhang, das Nunn-Cohen Amendment, stellte die Spezialeinsatzkräfte der USA auf eine eigene finanzielle Basis und trennte sie durch ihre Zusammenfassung im United States Special Operations Command (SOCOM) (dt. „US-Oberkommando für Sondereinsätze“) von ihren Mutterteilstreitkräften. Dies hatte zur Folge, dass sie nun nicht mehr mit ihren Teilstreitkräften um Etats konkurrieren mussten und fortan nicht mehr finanziell „stiefmütterlich“ behandelt werden konnten.
Durch diese Maßnahmen entstand de facto eine eigene Teilstreitkraft, in der alle Special Operations Forces des US-Militärs zusammengefasst sind.
Die Navy richtete am 16. April 1987 im Marinestützpunkt Coronado bei San Diego, Kalifornien das US Naval Special Warfare Command (NAVSPECWARCOM oder NAVSOC) ein. Das neue Oberkommando war von nun an für die Einsatzbereitschaft, Ausbildung und Verfügbarkeit sämtlicher Sondereinsatzkräfte der Navy verantwortlich und fungiert als maritimes Komponentenkommando des übergeordneten US Special Operations Command (SOCOM), in dem alle militärischen Sondereinsatzkräfte der Vereinigten Staaten vereint sind.
Nach dem Kalten Krieg bis Heute Panama, Somalia und Bosnien Panama (1989/1990), am Persischen Golf während der Operation Earnest Will (1987–1991) sowie in Somalia, Bosnien (Operation Joint Endeavor), Haiti und Liberia im Einsatz.
Ab 1997 wurden mehrere frühere Soldaten der Navy-SEALS Angestellte des privaten Sicherheits- und Militärunternehmens Blackwater Worldwide in den USA.
Afghanistan (Operation Enduring Freedom) 2002 nahmen SEALs als Teil der Combined Joint Special Operations Task Force (CJSOTF) South an der Operation Anaconda in Afghanistan teil und 2003 wurden sie im größeren Rahmen bei der Invasion des Iraks (Operation Iraqi Freedom) zur Sicherung der Ölterminals und Hafenanlagen in Umm Qasr eingesetzt.
Im September 2008 wurden rund 20 Navy Seals unterstützt durch Hubschrauber und ein sogenanntes Gunship (dt. „Kanonenboot“, ein schwerbewaffnetes Flugzeug) vom Typ AC-130 Spectre in Südwasiristan in Pakistan gegen mögliche Al-Qaida-Kämpfer eingesetzt.
2008 erhielt Lieutenant Michael P. Murphy posthum die Medal of Honor für seinen Einsatz in Afghanistan am 27. und 28.
Juni 2005. Nach ihm wurde der Lenkwaffenzerstörer USS Michael Murphy (DDG-112) benannt. Der Soldat Michael Anthony Monsoor erhielt 2008 ebenfalls posthum die Medal of Honor für seinen Einsatz im Irak.
Am 6. August 2011 sind nach Angaben der ISAF bei dem Abschuss eines Transporthubschraubers vom Typ CH-47F Chinook im Distrikt Sayd Abad in der Provinz Wardak 30 US-Soldaten (darunter 22 der Navy SEALs), sieben afghanische Soldaten und ein Dolmetscher ums Leben gekommen. Die Taliban bekannten sich zu dem Angriff.
Horn von Afrika
Am 12. April 2009 befreite ein SEAL-Team den in einem Rettungsboot von vier somalischen Piraten gefangen gehaltenen Kapitän Richard Phillips des Containerschiffs Maersk Alabama und tötete dabei drei der vier Piraten.
Pakistan
Am 2. Mai 2011 wurde der damals meistgesuchte Terrorist der Welt, Osama bin Laden, der auch als Drahtzieher für die Terroranschläge am 11. September 2001 verantwortlich war, von Angehörigen der United States Naval Special Warfare Development Group in Abbottabad erschossen. Der Codename der Aktion war Operation Neptune’s Spear. Dabei wurden vier Helikopter sowie 25 Soldaten und ein Hund eingesetzt, wobei ein Helikopter während des 40-minütigen Einsatzes notlanden musste und danach von den eigenen Soldaten zerstört wurde.
Auftrag
Die SEALs sind als Marine-, Luftlande- und Bodenstreitkräfte einsetzbar. Ihr Aufgabenspektrum umfasst Aufklärung und die Abwehr feindlicher Aufklärung, direkte Kampfeinsätze, unkonventionelle Kriegführung, Terrorismusbekämpfung, Unterstützung anderer US- Behörden beim Kampf gegen den internationalen Drogenhandel, außerdem Befreiungs- und Rettungsoperationen. Unkonventionelle Kriegführung umfasst zahlreiche verdeckte Operationen in gegnerisch kontrolliertem oder politisch schwierigem Umfeld, unter anderem Guerilla-Kriegführung gegen wichtige Ziele hinter gegnerischen Linien, psychologische Kriegsführung und Sabotage. Dabei sind sie vor allem auf maritime und küstennahe Umgebung ausgelegt, auf die unerkannte Bewegung zum Einsatzziel durch das Wasser, blitzartige Operationen und den schnellen Rückzug auf dem Wasserweg. Dies soll ihnen den Zugriff auf Objekte ermöglichen, die für größere Verbände nicht oder nur nach schweren Kämpfen erreichbar sind. Darüber hinaus legt das Konzept der Navy SEALs hohen Wert auf die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl anderer Truppengattungen und Funktionsfähigkeit unter Einsatzbedingungen vom Friedens- über den Konflikt-bis hin zum Kriegsfall. Da SEALs meist nur in kleinen Teams operieren, haben sie eine geringe Feuerkraft, und können, wenn sie von größeren Einheiten entdeckt werden, leicht aufgerieben werden. Deshalb ist es wichtig, dass sie während des Einsatzes nicht entdeckt werden und Rückzugsmöglichkeiten haben.
Organisation
Die etwa 2.450 Navy SEALs sowie ihre Unterstützungseinheiten gliedern sich in zwei Marine-Sondereinsatzgruppen (Naval Special Warfare Groups) mit den Hauptquartieren Coronado (Schwerpunkt Pazifik, Indischer Ozean und Amerika) sowie Little Creek, Virginia (Schwerpunkt Atlantik, Europa, Afrika).
Eine Sondereinsatzgruppe umfasst vier SEAL-Teams, die aus jeweils 8 Zügen (Platoons) bestehen, und ein SEAL Delivery Vehicle (SDV) Team, das für die U-Boote verschiedener Größen zuständig ist, die die SEALs zu ihren Einsatzorten bringen. Die Personalstärke pro Zug beträgt 16 Mann, Gesamteinsatzstärke 128. Der Sondereinsatzgruppe in Little Creek ist rein administrativ noch eine fünfte Mannschaft, die United States Naval Special
Warfare Development Group (DEVGRU) zugeordnet.
Sie ist jedoch als reine Anti-Terror-Einheit zusammen mit der Delta Force dem US Joint Special Operations Command (JSOC) unterstellt.
Darüber hinaus existieren mehrere kleine, weltweit stationierte Führungszellen, die einen schnellen Einsatz der SEALs ermöglichen sollen.
Dem Marine-Sondereinsatzkommando gehören des Weiteren Logistik- und Führungstruppen sowie Einheiten mit Spezialbooten (Special Boat Squadrons, SBS) an. Letztere sind mit speziell ausgerüsteten Booten ausgestattet und werden von sogenannten Special Warfare Combatant-craft Crewman (SWCC) bedient. Zu den Booten gehören das Mark V Special Operations Craft (MKV SOC), ein Aluminiumboot für Küstenpatrouillen und Plattform für Sondereinsätze und weitere Boote von Festrumpfschlauchbooten bis zu kleineren Patrouillenboote (Special Operations Craft Riverine (SOCR)) aus Aluminium für Flusseinsätze. Alle Boote werden genutzt um die SEALs oder andere Spezialeinheiten zu ihren Einsatzorten zu bringen und dort Operationsunterstützung zu leisten. Für den Lufttransport nutzen die SEALs die Kapazitäten der Navy, Air Force und des 160th Special Operations Aviation Regiment (Airborne).
SEAL Teams (Bataillonsebene)
Abzeichen Team Dislozierung Anzahl der Züge
Hauptquartier
Besonderheiten
SEAL Team ONE weltweit 8 Züge Coronado,
Kalifornien
SEAL Team TWO weltweit 8 Züge Little Creek,
Virginia
Team Two ist als einziges auf Gebirgs- und Winterkampf (arctic warfare) spezialisiert.
SEAL Team THREE weltweit 8 Züge Coronado, Kalifornien SEAL Team FOUR weltweit, aber mit Schwerpunkt Mittel- und Südamerika 10 Züge Little Creek, Virginia Team Four hat einen spanischen Sprachschwerpunkt.
SEAL Team FIVE weltweit 8 Züge Coronado, Kalifornien United States Naval Special Warfare Development Group weltweit geheim Dam Neck, VirginiaVormals das SEAL Team SIX. Wurde 1987 aufgelöst und als United States Naval Special Warfare Development Group (DEVGRU) neuaufgestellt.
Die DEVGRU untersteht operativ nicht dem NAVSPECWARCOM, sondern dem US Joint Special Operations Command (JSOC), einem teilstreitkräfteübergreifenden Kommando für militärische Spezialoperationen, das auch die Delta Force führt.
SEAL Team SEVEN weltweit 8 Züge Coronado, Kalifornien SEAL Team EIGHT weltweit, aber mit Schwerpunkt Karibik, Afrika und Mittelmeerraum 8 Züge Little Creek, Virginia SEAL Team TEN weltweit 8 Züge Little Creek, Virginia
Rekrutierung und Ausbildung
Die Ausbildung der SEALs gilt als eine der anspruchsvollsten und härtesten der Welt. Nach einer 26-wöchigen Kampfschwimmerausbildung (Basic Underwater Demolition/SEAL oder BUD/S) ist eine fünfwöchige Sprung- und Fallschirmschule zu bewältigen.
Haben die Anwärter diese Hürde gemeistert, erhalten sie ihre Naval Special Warfare Classification (NEC) (Spezielle Marinekampfklassifikation). Abschließend müssen zukünftige SEALs das SEAL Qualification Training (SQT) bestehen; dieses dauert 15 Wochen. Haben die Anwärter auch das geschafft, erhalten sie ihr SEAL-Abzeichen. Die Durchfallquote beträgt 70 bis 80 Prozent, wobei ein großer Teil schon in der „Höllenwoche“ (engl. Hell Week) ausscheidet, in der die Anwärter mit Schlafentzug und Training bis an ihre Leistungsgrenzen gebracht werden.
Nachdem die Ausbildung abgeschlossen ist und ein neues Mitglied einem SEAL oder SEAL Delivery Vehicle Team zugewiesen wurde, folgt ein 18-monatiges Vertiefungstraining. Erst danach werden SEALs für Einsätze zugelassen.
Ausrüstung Entsprechend dem breitgefächerten Einsatzprofil der SEALs haben sie nicht nur Zugriff auf die gesamte Bandbreite der innerhalb der US-Streitkräfte verfügbaren Waffentechnik, sondern auch, je nach Auftrag, auf sämtliche weltweit verfügbaren Waffenmuster.
Boote
Neben der umfangreichen Standardausrüstung der US-Streitkräfte können die SEAL-Teams auf speziell für ihre Bedürfnisse abgestimmte Entwicklungen zurückgreifen.
Das NAVSPECWARCOM hat unter anderem diese vier Wasserfahrzeuge in Auftrag gegeben:
Das Mark V-Schnellboot wird für den Transport von Special Operations Forces (SOF), jedoch hauptsächlich für den Transport von SEALs verwendet. Die Boote werden zum Ein- und Ausschiffen von Einsatzteams verwendet aber auch für Küstenpatroullienfahrten. Das Mark V ist das neueste Special Operations Craft (SOC), das für Naval Special Warfare (NSW) bei den Special Boat Teams (SBR) eingeführt wurde. Die ersten MARK Vs sind durch die Bemühungen des „United States Special Operations Command“ (USSOCOM) „Special Operations Acquisition Executive“ (SOAE) schon 18 Monate nach dem Beginn der Entwicklungsphase in Dienst gestellt worden.
Das Special Operations Craft Riverine (SOC-R) ebenfalls ein neues Boot, das den Special Boat Units untersteht. Es wurde als Schnellboot mit hoher Fracht- und Waffenkapazität entwickelt. Von Bedeutung war auch die Fähigkeit, auf Flüssen tief im Landesinneren zu operieren, um Bodentruppen schnell verlegen zu können. Das SOCR ist 9,50 m lang und 2,75 m breit. Bei einem Tiefgang von nur 20 cm ist es optimal für den Einsatz auf flachen Flüssen geeignet. Zwei Dieselmotoren liefern mit je 440 PS ausreichend Schub, um schnell auf die Maximalgeschwindigkeit von rund 42 Knoten (ca. 78 km/h) zu beschleunigen. Der Aluminiumrumpf macht das Boot sehr leicht, aber dennoch robust. Es kann problemlos bis zu 9.300 kg an Personal, Waffen und Munition transportieren. Aufgrund seiner geringen Größe kann es mit Hubschraubern wie dem CH-47, CH-53 luftverlegt werden. Der Rumpf des Boots hat Montagemöglichkeiten für ballistische Schutzplatten sowie für diverse Waffen. Üblicherweise werden Waffen wie das M2-.50-Kaliber-Maschinengewehr, Mk-19-Granatwerfer sowie 7,62-mm-Miniguns montiert.
Kleinst-U-Boote
Das SEAL Delivery Vehicle (SDV) MK8 – auch Swimmer Delivery Vehicle genannt – ist ein Kleinst-U-Boot, mit dem ein kleines Team unbemerkt an Land gebracht werden kann. Das SDV verfügt über keine Druckkammer, jedoch werden die SEALs in der gefluteten Zelle über ein Atemluftsystem versorgt. Das SDV kann maximal vier Taucher über eine Entfernung von 8 bis 12 Kilometern transportieren. Das SDV wird von einer Lithium-Ionen Batterie angetrieben und ist mit Elektro-Antrieb, Navigations- und Kommunikationselektronik ausgestattet. Für gewöhnlich werden SDVs mit U-Booten wie beispielsweise der Los-Angeles-Klasse per Huckepack-Verfahren in ihr Einsatzgebiet transportiert.
So können hinter dem Turm, auf dem Rücken des U-Bootes, sogenannte Dry Deck Shelter montiert werden, die eine Trockenschleuse zum Boot, einen „SDV-Hangar“ und eine eigene Druckkammer enthalten.
Die SEALs an Bord können sich in dieser Schleuse im Trockenen vorbereiten und müssen erst unmittelbar vor dem Fluten auf ihre Kreislaufatemgeräte zurückgreifen.
Das Advanced SEAL Delivery System (ASDS) ist ein etwa 20 Meter langes Kleinst-U-Boot, das eine Verdrängung von etwa 70 Tonnen hat. Es wird von einer zweiköpfigen Crew (Pilot und Copilot) bedient. Eine Lithium-Ionen Batterie sorgt für ausreichend Energie, um bei einer Geschwindigkeit von fast 7,5 Knoten (14 km/h) und einer Tauchtiefe von 200 Fuß (61 m) einen Einsatzradius von rund 200 km zu ermöglichen. In der trockenen Druckkammer können dabei bis zu 14 Soldaten mit leichtem Gepäck oder 8 Soldaten mit Standardausrüstung, Tauchausrüstung und Waffen transportiert werden. Das ASDS verfügt über eine Schleuse (sog. Lock-In-Out (LIO) Kammer), die es ermöglicht, SEALs unter Wasser abzusetzen und wieder aufzunehmen, ohne das gesamte U-Boot fluten zu müssen. Darüber hinaus verfügt das ASDS über einen passiven und aktiven Sonar sowie Navigations- und Kommunikationsausrüstung.
Nachdem die ersten Studien für das ASDS 1983 in Auftrag gegeben waren, wurden in den späten 1980er-Jahren verschiedene Entwürfe ausgearbeitet mit dem Ziel der Entwicklung eines tauchfähigen Transportmittels, das unbemerkt maritime Spezialkräfte über lange Strecken transportieren kann. Die trockene Tauchzelle soll im Gegensatz zum Seal Delivery Vehicle (SDV) einen langen Aufenthalt im kalten Meerwasser vermeiden. Mit dem Bau des ersten ASDS wurde 1996 begonnen, die Einheit erhielt das Fahrzeug im Jahr 2000. Es kostete rund 300 Millionen Dollar und überstieg die anfänglichen Kalkulationen um 140 Millionen Dollar.
Für die fünf geplanten U-Boote wurden Baukosten von rund 125 Mio. Dollar pro Stück veranschlagt. Jedoch wurde die Produktion des zweiten ASDS im Dezember 2005 unterbrochen; im April 2006 wurde schließlich die gesamte Bestellung storniert und das Programm eingestellt. Das einzige fertiggestellte ASDS wurde ab 2003 in mehreren Übungen verwendet. Es brannte am 9. November 2008 jedoch völlig aus, nachdem beim Aufladen der Batterien ein Feuer an Bord ausgebrochen war. Aufgrund der voraussichtlichen Reparaturkosten von 237 Millionen Dollar wurde das ASDS abgeschrieben.
Museum
Das 1985 gegründete National Navy UDT-SEAL Museum in North Hutchinson Island, Florida, ist das einzige Museum für die Navy SEALs. Es zeigt unter anderem die Ausrüstung der Navy Underwater Demolition Teams (UDT) und SEAL-Teams. Träger des Museums ist die Non-Profit-Organisation UDT-SEAL Museum Association, Inc. Es wird demnächst unter der Trägerschaft der U.S. Navy stehen. Der Abgeordnete Tim Mahoney (D-FL16) brachte am 19.
Juni 2007 beim 110. Kongress die Gesetzesinitiative H.R. 2779 mit 44 Unterstützern ein. Über die Initiative wurde am 13. Oktober 2007 beraten und mehrheitlich beschlossen. Die Gesetzesinitiative wurde vom Repräsentantenhaus am 1.
Oktober 2007 angenommen und vom Senat am 31.
Oktober 2007 einstimmig beschlossen. Der Präsident unterzeichnete diese am 13. November 2007 (Public Law No: 110-115).
Mediale Rezeption
Navy Seals – Die härteste Elitetruppe der Welt (Spielfilm)
Die Akte Jane (Spielfilm)
Tränen der Sonne (Spielfilm)
Act of Valor (Spielfilm)
Special Warfare Insignia (SEAL Trident)
United States Navy Parachute Team
Navy Seals - Die härteste Elitetruppe der Welt ist ein US-amerikanischer Spielfilm des Regisseurs Lewis Teague aus dem Jahr 1990.
Handlung
Ein Navy-Seals-Team befreit eine abgeschossene amerikanische Hubschrauberbesatzung aus libanesischer Gefangenschaft. Dabei entdecken sie mehrere gestohlene Stinger-Raketen, entscheiden sich aber zu ihrer eigenen Sicherheit für einen Rückzug, anstatt die Raketen unschädlich zu machen. Später stellt sich heraus, dass ein vermeintlicher Gefangener, den sie auf der Mission entdeckten und entkommen ließen, in Wahrheit der Rädelsführer der terroristischen Vereinigung ist.
Angeschlagen in ihrer Seal-Ehre und den Vorwürfen ihrer Vorgesetzten ausgesetzt, stellen sie eigene Ermittlungen an und kommen durch eine Reporterin, die Kontakte zu den Terroristen hält, an Informationen. Beim Versuch, in Beirut einen Kontaktmann zu kidnappen, stirbt einer der Seals durch den Übermut von Dale Hawkins, der eine Feindberührung provoziert.
In einer späteren Aktion schafft es das Team, die Raketen zu zerstören. Hierbei rettet Hawkins das Leben von James Curran und tötet zudem den Rädelsführer der Terroristen. Kritiken
„Eindrucksvolle Special-effects und ein Showdown, der es in sich hat, lassen dieses Werk Spannungspunkte sammeln, der Rest ist platte, plakative Schwarzweißzeichnerei. Fazit: Action satt, alles andere bleibt auf der Strecke. “
– Cinema
Ausbildung und speziellen Trainings und hochwertiger bzw. besonders moderner Ausrüstung befähigt. Sie decken besondere Einsatzspektren ab, die beispielsweise von konventionellem Militär aufgrund ihrer besonderen Kombination von Kompetenzen, aufgrund logistischer, finanzieller oder andere organisatorischer Erwägungen nicht geleistet werden können.
Vorläufer heutiger militärischer Sondereinsatzkräfte waren die deutschen Stoßtrupps im Ersten Weltkrieg, die sowjetischen und deutschen Fallschirmjäger zwischen den Kriegen und die Kommandos des Zweiten Weltkrieges.
Einige militärische Spezialeinsatzkräfte, die mit dem Aufstellen, Ausbilden und Führen einheimischer Widerstandsgruppen in feindlichem Territorium befasst sind, werden von militärischen Planern und Politikern als so genannte force multiplier (dt.
„Kraftmultiplikator“) angesehen, da ihre Effektivität durch ihr Wirken um ein Vielfaches höher ist als die konventioneller Einheiten.
Im Laufe der Zeit gerieten Spezialeinheiten immer mehr in den Fokus militärischer und polizeilicher Planungen, weil sich die Bedrohungsszenarien durch das Aufkommen des Terrorismus, das Ende des Kalten Krieges und das Anwachsen asymmetrischer Konflikte und Krisen weltweit gewandelt haben. Heute gelten sie vielfach als ein probateres Instrumentarium zur Bewältigung und Lösung schwieriger Lagen als traditionelle konventionelle Formationen.
Militärische Spezialeinheiten
Begriff
Dem Militärhistoriker Simon Anglim zufolge ist der Begriff der Spezialeinheit unzureichend erforscht oder gar theoretisch begründet. Anders als der Krieg im Allgemeinen oder die Insurrektion im Besonderen, denen die Schriften Clausewitzens oder Mao Zedongs zugrunde liegen, sei Spezieleinheiten bisher kein einschlägiger Theoretiker vorausgegangen. Des Weiteren werde die Abgrenzung durch drei Faktoren erschwert. Erstens seien offizielle Doktrinen aufgrund von Geheimhaltungsmaßnahmen unzugänglich; zweitens verschwimme die Abgrenzung durch „sensationslüsterne“ Medien, besonders in Film, Fernsehen und in Videospielen. Zuletzt sähen sich befehlshabende Offiziere dem Spannungsfeld zwischen der Politik und der Operationsführung ausgesetzt; während politische Eliten Spezialeinheiten aufgrund ihrer vermuteten oder demonstrierten Wirksamkeit mit Begeisterung oder gar unangemessenen Erwartungen entgegenträten, belaste von Zeit zu Zeit genau diese Patronage, der vergleichsweise hohe Ressourcenaufwand und das Prestige solcher Einheiten das Verhältnis zu den Kommandeuren konventioneller Einheiten mit einem traditionellen Aufgabenverständnis.
In den Vereinigten Staaten wird die Gesamtheit der amerikanischen Spezialeinheiten als Special Operations Forces bezeichnet, da der Begriff Special Forces dort bereits als Eigenname der entsprechenden Einheit der US Army belegt ist.
International und in der nicht-angloamerikanischen Literatur wird Special Forces allgemein für Spezialkräfte verwendet.
„Eliteeinheiten“
Der Begriff Spezialeinheit wird häufig missverständlich verwendet. Nicht jede herausragende Einheit ist originär auch eine Spezialeinheit, denn Angehörige von Spezialeinheiten gehören zwar in der Regel zur professionellen Leistungselite, umgekehrt sind aber nicht alle Eliteverbände Spezialeinheiten.
Deshalb muss insbesondere unterschieden werden zwischen militärischen „Eliteverbänden“, die zwar einen erhöhten Ausbildungsstand, besondere Rekrutierungs- und Auswahlverfahren und damit auch eine überdurchschnittliche Kampfkraft haben, und konzeptionellen Spezialkräften, die einen vom regulären Militär deutlich abweichenden Auftrag haben, für den sie besonders ausgebildet und ausgerüstet sind und der nicht oder nur unbefriedigend von „normalen“ Formationen ausgeführt werden kann.
Beispiele für solche „Eliteverbände“ (der Begriff Eliteeinheit ist in den meisten Streitkräften mittlerweile ungebräuchlich und teilweise sogar verpönt und wird heute eigentlich nur noch in der Presse oder in populärwissenschaftlicher Literatur verwendet) sind die französische Fremdenlegion, die Spanische Legion, die Leichte Infanterie der US Army (zum Beispiel die 10.
US-Gebirgsdivision) sowie diverse Luftlandeverbände einzelner Nationen. Letztere sind im Grunde nur luftlandefähige leichte Infanterie und aufgrund ihres Einsatzprofils, das regelmäßig von einem auf sich gestellten Kampf gegen überlegene feindliche Kräfte ausgeht, bis Entsatz möglich ist, mit besonders leistungsfähigem und motiviertem Personal ausgestattet.
All diese Verbände führen aber im Gros klassische militärische Aufträge auf breiter Basis aus, auch wenn sie zum Teil über Zusatzausbildungen für den Kampf unter besonderen klimatischen Bedingungen (Dschungel-, Wüsten- und alpine Kriegführung) und zum Teil über eine Kommandofähigkeit (diese beschränkt sich in der Regel allerdings auf eine oder mehrere Kompanien oder auf ein Bataillon und ist nicht in der Breite vorhanden) verfügen.
Konventionelle Spezialeinheiten Der Auftrag konventioneller Spezialeinheiten bewegt sich in der Regel auf der unteren taktischen Ebene und im Rahmen allgemeiner militärischer Operationen. Bestimmte Einsätze können eine strategische Bedeutung haben, beispielsweise wenn ein feindliches Führungszentrum oder eine Radarstation durch einen Kommandoeinsatz zerstört werden konnte und in Folge dessen eine ungesicherte Einflugschneise entsteht, durch die die eigene Luftwaffe anschließend strategische Ziele angreift.
Spezialeinheiten sind durchgängig sprungtauglich, in weiterführenden Sprungtechniken wie HALO und HAHO und in besonderen Infiltrationstechniken ausgebildet. Klassische Einsatzprofile sind Kommandooperationen, also das gezielte Einnehmen, Unbrauchbarmachen oder Zerstören von feindlichen Schlüsselstellungen, wie Flugplätzen, Kommunikations- und Führungszentren, Artillerie- und Raketenstellungen, Brücken, Häfen, Nachschubbasen, Bunkern oder sonstigen besonders wertvollen Stellungen des Feindes. Diese Überfälle (engl. direct action) werden im Handstreich entweder an der Front oder aber, nach erfolgreicher Infiltration, im feindlichen Hinterland ausgeführt.
Ein weiteres Aufgabengebiet ist die taktische Aufklärung sowie die Bergung von Personal und Ausrüstung hinter feindlichen Linien mit geringer Eindringtiefe (meist bis zu 30 Kilometer).
Viele dieser Einheiten sind auch für Sabotage und Such- und Rettungseinsätze in Gefechtssituationen (CSAR) ausgebildet. Sie können darüber hinaus auch als vorgeschobener Beobachter und als Forward Air Controller eingesetzt werden, um das indirekte Feuer der Artillerie zu lenken oder Luftnahunterstützung zu leiten.
Um ihr eigenes Selbstverständnis und ihre Abgrenzung zu unkonventionellen Spezialeinheiten wie den Green Berets zum Ausdruck zu bringen, formulierte ein Kommandeur der US Army Rangers seine Mission in einem Interview mit Autor Hartmut Schauer wie folgt:
„Unser Auftrag ist es Menschen zu töten und Sachen zu zerstören. […] Wir sind Killer, keine Helfer und Ausbilder […].“
Typische Vertreter dieser klassischen Kommandotruppen (Stoßtruppen, engl. auch Shock-Troops) sind die US Army Rangers und die USMC Reconnaissance Battalions.
Unkonventionelle Spezialeinheiten
Die unkonventionellen Spezialeinheiten operieren im Gegensatz zu den klassischen Kommandoeinheiten eher verdeckt und im Untergrund. Das bedeutet, dass sie zwar ebenfalls über die Fähigkeiten dieser Einheiten verfügen (klassische Kommandokriegsführung), aber normalerweise nicht nach den taktischen Grundsätzen regulärer Infanterie operieren. Ihre Einsatzmuster entsprechen eher denen von Nachrichtendiensten. Das heißt, dass sie auch „undercover“ und ohne Uniform zum Einsatz kommen können. Ihre Ausbildung geht weit über das Maß einer klassischen Kommandoeinheit hinaus, weil diese Einheiten nicht nur wesentlich mehr Einsatzprofile bedienen, sondern auch sprachlich und kulturell geschult sind, um im Einsatzgebiet arbeiten zu können und sich den dortigen Begebenheiten anzupassen.
Das bedeutet im Unterschied zu den konventionellen Spezialeinheiten auch, dass viele Einsatzmuster dieser Einheiten in zivil und verdeckt ablaufen mit erheblichen rechtlichen Konsequenzen für die beteiligten Soldaten und möglicherweise auch für die Nationen, die sie einsetzen. Beispielsweise würde eine verifizierbare Offenlegung oder sogar Gefangennahme bedeuten, dass Angehöriger solcher Einheiten nicht unter den Schutz der Haager Landkriegsordnung und Genfer Konventionen fallen und so als formale Nichtkombattanten und Spione gelten, die mit einer Hinrichtung rechnen müssen.
Die typischen Auftragsmuster sind Fernaufklärung mit großer Eindringtiefe (bis zu 800 Kilometern), asymmetrische Kriegführung (engl. Unconventional oder Revolutionary Warfare), Anti-Guerilla-Kriegsführung, Sabotage und das weite Feld der Sicherheits- und Militärberatung. Diese gewinnt in der heutigen Zeit an Bedeutung, weil sie den Regierungen die Möglichkeit gibt, diskret und ohne große Militärkontingente politischen Einfluss auf die befreundeten Gastnationen und deren Region zu nehmen, was sonst mittels üblicher Machtprojektion durch Flottenverbände oder konventionelles Militär so nicht möglich wäre.
Im Rahmen dieser Militärberatungseinsätze werden neben den militärischen und sicherheitsrelevanten Aspekten auch zivile Ziele verfolgt.
Durch Ausbildung, infrastrukturelle, soziale und gesundheitliche Maßnahmen sollen die Gastländer politisch stabilisiert und eventuelle Konflikte bereits im Keim erstickt werden (Krisenprävention). Oft sind solche Einheiten auch in psychologischer Kriegführung und militärischer Zivilverwaltung ausgebildet.
Man unterscheidet dabei drei Einsatzebenen, die Militärberatung im Frieden, die Krisenintervention und den Kriegseinsatz.
Im letzteren arbeiten diese unkonventionellen Formationen meist völlig auf sich allein gestellt monatelang hinter feindlichen Linien in Kleinstgruppen, die meist nur aus sechs bis zwölf Mann bestehen. Dabei sind sie bestrebt, einheimische Widerstandsgruppen zu rekrutieren, auszubilden und in einem Guerillakrieg (Guerra bedeutet „Krieg“ und Guerilla „Kleinkrieg“, das heutige Synonym für den Partisanenkrieg) gegen den Feind zu führen, den sie auch logistisch unterstützen.
Ein weiteres Auftragsprofil solcher Einheiten besteht in der Geiselbefreiung und Terrorismusbekämpfung. Dies führt häufig dazu, dass Angehörige solcher Einheiten auch als Personenschützer von Oberkommandierenden oder zivilen Würdenträgern fungieren.
Aufgrund der engen Anbindung an die (militärischen) Nachrichtendienste führen diese Einheiten auch Sondereinsätze (Special Activities) wie gezielte Tötungen oder Entführungen von Einzelpersonen, zum Beispiel eines Diktators oder Kriegsverbrechers oder die verdeckte Aufklärung in einem feindlichen Land durch. Naturgemäß werden diese Einsätze aufgrund ihrer politischen Brisanz unter besonders strenger Geheimhaltung ausgeführt. Oft ist es so, dass die Ausführenden, sollten sie enttarnt und gefangen genommen werden, auf sich gestellt sind, das heißt, dass die verantwortliche Regierung leugnet, dass es sich bei den Soldaten um Angehörige des eigenen Militärs handelt.
Typische Vertreter solcher Einheiten sind
der britische Special Air Service,
die israelische Sajeret Matkal,
die amerikanischen (Army) Special Forces, Navy SEALs und die Delta Force,
das deutsche KSK und
die deutschen Fernspäher,
das österreichische Jagdkommando
Polizeiliche Spezialeinheiten
Polizeiliche Spezialeinheiten haben teilweise ähnliche Ausrichtungen, wie militärische, die aber rechtlich und praktisch an die spezifischen Erfordernisse polizeilicher Aufgabenerfüllung angepasst sind. Man unterscheidet drei klassische Gruppen von polizeilichen Spezialeinsatzkräften, sowie diverse Fach- oder Sonderabteilungen für bestimmte Spezialverwendungen, die aber nicht selbständig operieren, sondern regelmäßig entweder als Führungsstelle oder Unterstützungsabteilung bei besonderen Lagen oder Verbrechenstypen zum Einsatz kommen. Die europäischen polizeilichen Spezialeinheiten organisieren sich seit 2002 im Atlas-Verbund.
Spezialeinsatzkommandos
Vereinigte Staaten 1965 führten die Rassenunruhen des Watts-Aufruhrs in Los Angeles, die sechs Tage andauerten, 34 Todesopfer und über tausend Verletzte forderten, sowie 4.000 Verhaftungen nach sich zogen und letztendlich nur mit Hilfe der Nationalgarde beendet werden konnte, zu einer Überprüfung der polizeilichen Einsatztaktik. Diese Erfahrungen und die deutliche Zunahme von Kriminalität, bei der Schusswaffen eingesetzt wurden, sowie das Anwachsen von Gang-Kriminalität, führten im Los Angeles Police Department (LAPD) zur Entwicklung des SWAT-Einsatzkonzeptes und 1967 zur Aufstellung der ersten SWAT-Einheit der USA, dem LAPD-SWAT. Viele andere US-Polizeiverwaltungen folgten diesem Beispiel und stellten ebenfalls eigene SWAT-Teams auf, noch bevor Anfang der 1970er Jahre ein weiteres wichtiges Einsatzfeld hinzu kam, die Terrorismusbekämpfung.
Deutschland
Nach der Geiselnahme von München 1972 wurde die Spezialeinheit des Bundes, die GSG 9 im selben Jahr aufgestellt, um in Zukunft derartigen Bedrohungsszenarien adäquat begegnen zu können. Zwei Jahre später beschloss die Innenministerkonferenz im Jahre 1974 durch den „Aufstellungserlass für Spezialeinheiten“ die Aufstellung vonSpezialeinsatzkommandos für die einzelnen Länder.
Andere Länder
Ähnlich verfuhr man auch in anderen Ländern und stellte dort taktische Spezialeinheiten auf, die für die Terrorismusbekämpfung, die finale Lösung von Geiselnahmen, das Verhaften besonders gefährlicher Krimineller, sowie das Beenden von Amokläufen und Entführungen, speziell ausgebildet und ausgerüstet waren.
Organisation
Diese Einheiten sind in der Regel aus zwei Gruppen zusammengesetzt, einer Präzisionsschützen-Gruppe (in Deutschland Präzisionsschützenkommando) und einer Zugriffsgruppe. Die erste sichert den Verbrechensschauplatz, die zweite versucht, die Geiseln zu befreien und/oder die Verhaftung durchzuführen. In vielen Nationen, aber auch in Deutschland auf Bundes- und Landesebene ist der so genannte Finale Rettungsschuss erlaubt, die gezielte Tötung eines Geiselnehmers oder drohenden Sprengstoffattentäters. Allerdings gelten in Deutschland hohe Ansprüche an die Verhältnismäßigkeit dieser Maßnahme. Die Anwendung ist nicht in allen Polizeigesetzgebungen geregelt.
Typische Vertreter solche Einheiten sind die SEKs der Bundesländer, das Hostage Rescue Team des FBI, die SWATs der US-Polizeibehörden und das österreichische Einsatzkommando Cobra.
Andere Einsatzkommandos
Es gibt auch polizeiliche Spezialeinheiten, die sich nicht primär mit Terrorismusbekämpfung und Geiselbefreiung befassen, sondern mit der Bekämpfung anderer Kriminalitätsformen, die dennoch eine besonders ausgebildete Fahndungs-, Observations- und Zugriffseinheit erforderlich macht, da diese Lagen den Ausbildungsstand normaler Polizeibeamter überfordern.
In Deutschland sind dies die Mobilen Einsatzkommandos (MEK) der Bundesländer. Sie haben zwei Einsatzschwerpunkte.
Die verdeckte Observation von potentiellen oder identifizierten Straftätern kann sowohl personell als auch mit entsprechender Technik ausgeführt werden. Weitere Aufgaben sind Peilung und Ortung, die technische Observation von Personen, Fahrzeugen und Mobiltelefonen sowie die Absicherung von verdeckten Ermittlern bei möglicherweise problematischem Täterkontakt.
MEKs üben auch Festnahmen von Personen aus. Der Zugriff des MEK soll für den Festzunehmenden überraschend aus seiner Bewegung ablaufen, also aus einer mobilen Lage (fahrender/laufender Täter), bei den Spezialeinsatzkommandos (SEKs) hingegen aus der statischen Lage (Wohnung) heraus. Allerdings sind sowohl MEKs als auch SEKs qualifiziert ausgebildet, um jeweils beide polizeilichen Lagen zu bewältigen. Ist jedoch bereits im Vorfeld beim polizeilichen Gegenüber mit starker Bewaffnung, hohem Widerstand oder mit verschlossenen Türen zu rechnen, wird meist die Unterstützung durch ein mit einem besseren Eigenschutz ausgestattetes SEK angefordert.
In anderen Ländern gibt es ähnliche Einheiten, die zwar für besondere Lagen und Einsätze ausgebildet sind, sich aber nicht mit terroristischen oder schwerkriminellen Bedrohungen befassen.
Dennoch sind sie besonders ausgerüstet und ausgebildet und als Einheit nicht in den normalen Polizeidienst integriert, sondern kommen ausschließlich situationsabhängig und punktuell zum Einsatz.
Beispiele für solche Einheiten sind die WEGA der Wiener Polizei, die russische OMON und die Schweizer Spezialeinheit Enzian.
Die Spezialeinheiten des ZOLL wurden, in Gliederung und Unterstellung, denen der Polizei gem.
Polizeidienstvorschrift 100 angeglichen.
Somit ist die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ), vergleichbar mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK) und die Observationseinheit Zoll (OEZ) mit einem Mobilen Einsatzkommandos (MEK).
Observations- und Aufklärungsgruppen Diese Spezialeinheiten oder auch Einsatzabteilungen befassen sich hauptsächlich mit der Observation von für die Sicherheitsorgane interessanten Personen, um diese zu überwachen und ihre Bewegungsprofile und Gewohnheiten zu ermitteln. Dies können potentielle oder identifizierte Straftäter, Informanten, Undercover-Ermittler, Terrorverdächtige, nachrichtendienstlich relevante Personen und ausländische Bürger oder Diplomaten sein.
Normalerweise werden Observationen von Vier-Mann-Teams vorgenommen, können aber auch mit mehreren Teams stattfinden. Dies richtet sich nach der Bedeutung der Zielperson und nach dem Umstand, ob sie selbst in Observationstechniken und deren Erkennen ausgebildet ist. Dabei wird auch auf technische Hilfsmittel wie Sender, Transponder, UV-Farbmarkierungen oder Reflektoren (an Fahrzeugen) und, in Fällen allerhöchster Bedeutung, auch militärische Satelliten zurückgegriffen.
Die zweite typische Aufgabe solcher Einheiten besteht in der taktischen Aufklärung von Stadtvierteln, Gebäuden oder ländlichen Umgebungen, in denen sich relevante Personen, gefangene Geiseln, Attentäter, Amokläufer, Entführer oder Objekte aufhalten oder befinden. Dies geschieht in der Regel als Vorbereitung für einen späteren Zugriff (Einsatz) oder um strafrechtlich relevantes Material oder Umstände zu ermitteln.
Oft werden Teile des Einsatzprofils solcher Observations- und Aufklärungsgruppen aber auch von Sondereinsatzkommandos selbstübernommen oder gehören bereits zum Einsatzprofil anderer Einsatzkommandos, wie beispielsweise bei den MEKs.
Ein Beispiel für eine solche Spezialeinheit ist das englische Special Reconnaissance Regiment, das zwar der British Army angehört, aber wie der Special Air Service auch polizeiliche Aufgaben wahrnimmt.
Spezialisierte Fachabteilungen
Spezialisierte Fachabteilungen sind keine Spezialeinheiten im eigentlichen Sinne, da sie nicht selbständig operieren, und keine Verbandsstruktur aufweisen. Sie werden bei besonderen Lagen als spezialisierte Unterstützungsgruppe (-Abteilung) oder Führungsstelle herangezogen und arbeiten als Teil einer Kriseninterventionsgruppe bei Geiselnahmen, Lagen mit terroristischen oder schwerkriminellen Hintergrund und bei Naturkatastrophen oder aber als Teil einer speziell eingerichteten Sonderkommission (SOKO) mit individuell festgelegter Zielrichtung. Ein Beispiel für so eine spezialisierte Fach-, beziehungsweise Kriseninterventionsführungsstelle ist die Critical Incident Response Group des FBI. Dies können sein, psychologisch geschulte Verhandlungsführungsgruppen (bei Geiselnahmen), so genannte Profiler-Gruppen bei Ermittlungen gegen Serientäter oder auch spezielle EDV-Ermittlungsgruppen, die sowohl Internetfahndung als auch gesetzlich legitimiertes Hacken betreiben, das gezielte Eindringen in fremde geschützte IT-Systeme. Als ein Beispiel für eine solche Profilerfachabteilung gilt die Behavioral Analysis Unit des FBI.
Bestimmte Abteilungen des Bundeskriminalamts, die ähnliche Ableger in den Strukturen den Landeskriminalämtern haben, wie beispielsweise der Staatsschutz, die Abteilung SO – Schwere und Organisierte Kriminalität (unter anderem zuständig für Organisierte Kriminalität, Rauschgiftkriminalität und Verdeckte Ermittlungen und Führung von Vertrauenspersonen) und die Abteilung SG–Sicherungsgruppe (Personenschutz), sind ebenfalls Spezialfachabteilungen.
Allerdings verwischen hier die Grenzen und es wird deutlich, wie schwierig eine Abgrenzung zu Spezialeinheiten im klassischen Sinne ist, da es kein verbindliches Unterscheidungssystem gibt.
Erschwerend kommt auch die unterschiedliche nationale Einordnung und Klassifizierung verschiedener Einheiten mit dem gleichen Einsatzprofil hinzu.
Nachrichtendienstliche Spezialeinheiten
Auch Nachrichtendienste unterhalten Spezialeinheiten, meist mit paramilitärischem Charakter. Im Unterschied zu den administrativen Fachabteilung der Dienste, haben diese oft eine geschlossene Verbandsstruktur und rekrutieren sich in erster Linie aus besonders qualifizierten und erfahrenen Soldaten der Streitkräfte, die bereits in militärischen Spezialeinheiten gedient haben.
Wenn diese Soldaten den Dienstherren wechseln, dann erhalten sie eine Zusatzausbildung in operativer Nachrichtendienstarbeit. Dabei wird die gesamte Bandbreite der Fertigkeiten, die ein Agent im Einsatz beherrschen muss, von Nachrichtendienst-Instrukteuren gelehrt. Diese umfassen unter anderem Observation, Gegenobservation, direkte konspirative Kontaktaufnahme mit Informanten, aber auch indirekten nichttechnischen Nachrichtenaustausch (zum Beispiel die Nutzung toter Briefkästen) und die verdeckte Infiltration in feindliche Operationsgebiete. Dabei steht nicht so sehr die klassische nachrichtendienstliche Informationsgewinnung im Vordergrund, sondern eher die Weiterleitung von Informanten- und Agentenerkenntnissen und die Sondierung der Lage. Die Angehörigen solcher Einheiten sollen in die Lage versetzt werden, unentdeckt undercover in feindlichem Territorium zu operieren. Oft beherrschen die ehemaligen Soldaten viele dieser Fertigkeiten bereits, weil sie beim Militär bereits an den Schnittstellen zu Nachrichtendiensten eingesetzt waren oder bereits in gemeinsamen Operationen eingesetzt waren.