Alina Pfeifer

Himmel trifft Erde

Über Gott und meine Welt

Poetry-Slam

Patmos Verlag

ÜBER DIE AUTORIN

Alina Pfeifer, Jahrgang 2000, ist leidenschaftliche Poetry-Slammerin und schreibt neben ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin liebend gerne Texte. 2018 gewann sie den Ehrenamtspreis für junge Menschen Mittelhessen, wurde daraufhin für den Deutschen Engagementpreis nominiert und nahm bereits an den hessischen Meisterschaften des Poetry-Slams teil.

Neben guten Wortspielen liebt sie das Meer, guten Kaffee und ihr Leben. Nach dem Abitur absolvierte sie einen Bundesfreiwilligendienst auf der Insel Borkum, die seitdem ein Teil von ihr ist. Wenn Alina nicht gerade in ihrer Heimat in Hessen zu finden ist, hat das Meerweh sie gepackt und sie befindet sich an der Nordsee.

Die Videos zu Alinas Texten findet ihr auf https://www.youtube.com/channel/UCeQ8TLD4xQqoNLV4biujOCw

ÜBER DAS BUCH

Wer bin ich, wer will ich sein und wo will ich hin?

Die Poetry-Slammerin Alina Pfeifer nimmt uns mit auf ihre Suche nach Antworten auf die großen und kleinen Fragen des Lebens. Dabei schreibt sie gefühlvoll über Verluste, das Hadern mit dem Zustand der Welt und ihre Beziehung zu Gott. Aber auch Gedanken über Familie, Freundschaft und das Glück im Alltag haben ihren Platz, und sie findet ermutigende Antworten auf ihre Fragen.

Ein wunderbares Buch mit klugen Texten für alle, die gerade erwachsen werden, und die, die sich noch erinnern, wie sich das anfühlt.

Auch als Printausgabe erhältlich.

www.patmos.de/ISBN978-3-8436-1263-0

IMPRESSUM

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© 2020 Patmos Verlag

Verlagsgruppe Patmos in der Schwabenverlag AG, Ostfildern

Umschlaggestaltung: Finken & Bumiller, Stuttgart

Umschlagabbildung: Foto: Leonie Meyer © Alina Pfeifer

ISBN 978-3-8436-1263-0 (Print)

ISBN 978-3-8436-1273-9 (eBook)

HINWEISE DES VERLAGS

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Inhalt

Vorwort

Wie alles begann

Heimat

Schönheit

Special Effects

Ebbe und Flucht

Dorfliebe

Weltvoll

Hilfe

Wer bin ich?

Sein

Wenn ich einmal groß bin

Wünsch dir was

Die verirrte Beziehung

Für Papa

Geschichte

Stille, Wille, Du

Himmel auf Erden

Da läuft doch etwas schief, Gott

Verlust

Himmel trifft Erde

Gerechtigkeit

Sicher?!

Über das Glück

Freiheit

Glücklich

Über das schöne Leben

Was will ich Meer

Die Wahrheit ist

Mit beiden Beinen

Warum ich die Nordsee liebe

Tagträume

Über Dich und dein Du

Die Sätze der anderen

Parfumflecken

Die Bibliothek

Mit dem Rücken zur Wand

Nach den Sternen greifen

Über den Mut, den Wind und die Freiheit

In den Dünen

Dank


Über die Autorin

Über das Buch

Impressum

Hinweise des Verlags

Dank

Ich habe gern das letzte Wort, aber viel bleibt mir nicht mehr zu sagen. Außer Danke! Danke an ’ne Menge genialer Menschen!

Ich danke meiner lieben Mama von Herzen dafür, dass sie mich so sehr liebt, immer an mich glaubt, und dafür, dass ich sie jeden Tag bewundern darf, für ihre Stärke und ihr großes Herz! Mama, ich hab dich lieb!

Und Danke an meinen Bruder, der mich noch heute im Puppenwagen durchs Leben fahren würde, wenn wir beide es könnten. Auch dich hab ich lieb, du Spinner!

Ich danke meinen besten Freunden! Ohne euch wäre ich heute nicht die, die ich bin. Ihr glaubt an mich, wenn selbst ich es nicht mehr kann! Ihr seid immer da und unterstützt mich. Nehmt mich so, wie ich bin; liebe euch!

Danke auch an Martin und Claudia für die Recherchen bezüglich meiner Fragen! Danke, dass das Angebot, dass ihr für mich da seid, immer steht!

Ich danke Sascha Kirchhoff dafür, dass er mich 2016 in der Schule ansprach und nicht lockerließ, mich zum Schreiben animierte und meine ersten Auftritte verfolgte und für immer mein größter Fan bleibt. Ich danke dir für dein geniales Stimmgeber-Projekt, für das ich selbst schon schreiben durfte! Du bist toll!

Ich bin Regina Groot Bramel sehr dankbar für ihr großes Engagement. Dafür, dass sie mir den Patmos Verlag ans Herz legte und das erste Gespräch in die Wege leitete. Ich danke dir dafür, dass du mich seit meiner ersten Reitstunde nicht vergessen hast!

Ich danke Leon Schmidt für die tapfere Unter­stützung beim Dreh der Videos zu einigen Texten! Danke, dass du dir so viel Zeit ge­nommen hast!

Ich danke dem tollen Lektor Burkhard Menke für seine Geduld und Arbeit; dass er nicht locker ließ, mein Buch durchzube­kommen. Dafür, dass er von Anfang an an mein Buch glaubte. Danke für deine tolle Arbeit und die Überwindung, gemeinsam mit Regina und mir in bester Kleidung ausreiten zu gehen!

Und ich danke der lieben Anja Hager von Herzen für ihr Verständnis, ihre Geduld und die tolle Arbeit, mit der sie auch meine letzten Zweifel beseitigt hat und für die etlichen E-Mails, in denen sie meinen kritischen Fragen standhielt. Danke für alles, Anja!

Ach ja, und ich danke auch allen Menschen, die sich über mich lustig gemacht haben oder immer noch machen. Ihr habt mir genug Gründe gegeben, das Projekt durchzuziehen. Denkt, was ihr wollt, das ist mir egal. Auch ihr seid voller Wunder. Aber erstmal seid ihr ziemlich verwunderlich. Aber egal, abgehalten habt ihr mich nicht!

Ich bin unendlich dankbar für all die tollen Menschen in meinem Leben; ihr seid ein Segen! Bleibt so und nochmal herzlichen Dank für alles! Ihr seid wundervoll!

Soli Deo Gloria.

Über das schöne Leben

Wie glücklich ist jener Mensch, der sagen kann: »Das Leben ist schön!« Und wie schön ist das Leben, wenn der Mensch sagen kann: »Ich bin glücklich!«

Was ist Glück? Wer ist dein Glück?

Wie kann das Leben schön sein, wenn so viel hässlich ist?

Wie kann man glücklich und zufrieden sein, wenn nichts konstant ist?

Warum soll man die Sonne genießen, wenn die nächste Wolke schon am Himmel ist?

– Ganz einfach –

Vielleicht sollte man den Blickwinkel ändern. Warum nicht?

Warum nicht die Sonne genießen, warum nicht glücklich und zufrieden sein? Warum sollte das Leben nicht wunderschön sein?

Siehst du die blühenden Bäume im Frühjahr?

Die schönen Sonnenstrahlen im Sommer, die bunten Wälder im Herbst und die Eis­kristalle im Winter?

Das Leben ist schön!

Siehst du den Strand, den Sand und das Meer?

Hörst du das Meer und die Möwen und die Schiffe in der Ferne?

Kannst du das Salz schmecken?

Das Salz wie Peeling auf der Haut spüren?

Den Wind in den Haaren?

Sag, geht’s dir genauso?

Mitten im Nirgendwo einmal um die eigne Achse drehen, tanzen und vor Glück strahlen.

Jeden Sonnenuntergang in seiner Farbpracht beobachten und abspeichern.

Spät abends mit dir Hand in Hand am Strand entlang. Alle Sorgen für einen Moment ver­gessen.

Ich suche den Horizont ab und sehe all die Lichter. Ich höre das Meer und deinen Atem direkt neben mir. Lege meinen Kopf zurück und schaue mir all die unzähligen Sterne am Himmelszelt an.

Und ich habe noch nie auf all die möchtegern-klugen Sprüche und Ratgeber gehört. Eine Anleitung fürs Glücklichsein? Wie kann es die geben, wenn das Glück für jeden anders aussieht?

Niemand und nichts kann mir sagen, wer ich bin, wenn ich es nicht selbst herausfinde.

Und manchmal da klappt nichts, manchmal da passiert nichts. Und dann plötzlich passiert alles auf einmal.

Das Loslassen, das Ankommen, das Finden ohne Suche, das Ich-Sein und das Glücklichsein.

Und plötzlich schreien das Herz, die Seele und der Verstand im Einklang, dass sie glücklich sind.

Und das Leben ist schön. Das Leben war vorher auch schön. Jetzt ist es anders schön. Ja, vielleicht – nein, mit Sicherheit: Es ist noch schöner.

Und ich weiß nicht, wie lange es anhält. Aber ich werde es genießen.

Jede Sekunde des Glücks einfangen. Ein­atmen und leben.

Wie glücklich ist jener Mensch, der sagen kann: »Das Leben ist schön!« Und wie schön ist  das Leben, wenn der Mensch sagen kann: »Ich bin glücklich!«

Unabhängig von dem Rest der Welt. Nur kurz. In diesem Moment geht es um dich. Nur um dich. Es geht nicht um die Umstände, sondern um deinen Zustand.

»Bist du glücklich?«, fragtest du, und meine Augen müssen wohl gefunkelt haben, denn ich musste nichts sagen und du kanntest bereits die Antwort.

Wenn die Frage kommt, warum ich immer am Lachen bin, nur strahle, weiß ich keine Antwort. Keine logische Antwort hab ich parat. Aber muss ich mein Glück logisch erklären können? Ich denke nicht. Denn es kommt von innen. Von außen. Von überall. Es ist mein Glück. Und dafür muss ich mich nicht rechtfertigen.

Die Angst ist groß genug, dass das Glück zu schnell wieder verschwindet, bevor ich es richtig genießen konnte.

Aber vielleicht bleibt das Glück ja auch. Denn das Leben ist schön, und allein diese Tatsache macht mich glücklich. Denn es liegt am Zustand, viel mehr als am Umstand.

Wie glücklich ist jener Mensch, der sagen kann: »Das Leben ist schön!« Und wie schön ist das Leben, wenn der Mensch sagen kann: »Ich bin glücklich!«

Frag mich noch einmal, ob ich glücklich bin, und ich antworte dir aus vollem Herzen, mit voller Aufrichtigkeit und schaue dir dabei tief in die Augen. Diese Frage beantworte ich gerne!

Denn ich bin glücklich, und ja, das Leben ist schön. Wunderschön!

Was will ich Meer