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Die heilende Kraft der Zimmerpflanzen

Fran Bailey

Übersetzt aus dem Englischen
von Claudia Weiß

Copyright Text © Fran Bailey 2019
Photography © Stephanie McLeod 2019
Design by Imaginist


PROJECTMANAGEMENT BY whitefox


First published in 2019 by Pop Press. Pop Press is a part of the Penguin Random House Group of companies.


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© 2020 der deutschsprachigen Ausgabe by Irisiana Verlag, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, Neumarkter Straße 28, 81673 München


Projektleitung: Sven Beier

Satz: Der Buchmacher, Arthur Lenner, Windach

Umschlaggestaltung: Geviert, Grafik & Typografie unter Verwendung einer Fotografie von © Stephanie McLeod


ISBN: 978-3-641-25556-5
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ERBSEN AM BAND

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MEDINILLE UND GEWEIHFARN

Nadelstreifen-Korbmarante

Calathea ornata

Als Königin des Waldbodens ist diese außergewöhnlich schöne Pflanze zu Recht sehr beliebt. Sie ist zwar nicht für Einsteiger geeignet, wird aber bei richtigen Bedingungen gut gedeihen und kann sehr langlebig sein. Sie werden feststellen, dass die sanfte Anmut der Nadelstreifen-Korbmarante eine ruhige Stimmung im Raum schafft. Die rosa-gestreiften Blätter sehen aus wie von Hand bemalt, und ihre dunklen, pflaumenfarbenen Unterseiten ermöglichen es der Pflanze, schwaches Licht zu absorbieren. Damit sie wächst und gedeiht, benötigt sie vor allem Wärme, Feuchtigkeit und indirektes Licht – dann wird sie sich genauso wohlfühlen wie zu Hause im Amazonas-Regenwald.

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Bevorzugt einen halbschattigen Platz ohne direkte Sonne, um Brandschäden an den Blättern zu vermeiden. Bei genauem Hinsehen lässt sich beobachten, wie die Pflanze die Ausrichtung ihrer Blätter verändert, um sich den Lichtverhältnissen anzupassen.

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Liebt hohe Luftfeuchtigkeit, daher am besten mit anderen Pflanzen kombinieren, um ein feuchtes Mikroklima zu schaffen, oder den Topf auf einen mit Kieselsteinen und Wasser gefüllten Untersetzer stellen.

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Reichlich gießen, bis das Substrat mit Wasser vollgesogen ist; zwischen dem Gießen austrocknen lassen. Ist die Pflanze sehr trocken, rollen sich ihre Blätter ein.

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Korbmaranten sind ideal, um eine düstere Ecke im Wohnzimmer aufzuhellen. Sie vertragen jedoch keine Zugluft. Während der Sommermonate alle zwei Wochen mit Flüssigdünger versorgen und einen warmen Standort mit Temperaturen über 16 °C wählen.

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Geweihfarn

Platycerium bifurcatum

Der mächtige Geweihfarn ist eine elegante Wildpflanze und kann bei sorgfältiger Pflege auch eine großartige Zimmerpflanze sein. Der Schlüssel zum Erfolg ist das Verständnis dafür, wie der Farn in seinem natürlichen Lebensraum – den Tropen – wächst. Wie eine Orchidee oder Luftpflanze ist der Geweihfarn ein Epiphyt (Aufsitzerpflanze), der sich mit seinen kleinen Wurzeln an der Rinde des Wirtsbaumes festhält und dann Nährstoffe und Wasser über seine grünen, geweihähnlichen Wedel aufnimmt. In der Wildnis, wo der Geweihfarn kaskadenförmig von den Baumkronen hoch oben im Walddach herunterwächst, kann er sagenhafte Ausmaße erreichen.

Vielleicht haben Sie diese Pflanzen schon einmal auf Rindenstücken befestigt gesehen, – so lässt sich ihr natürlicher Lebensraum im Wald nachbilden – es ist die ideale Art, sie zu Hause zu züchten. Der Geweihfarn wächst auch in Töpfen, aber am besten kommt seine Schönheit als Einzelstück in einer Blumenampel zur Geltung. Seine hängenden Wedel werfen dann einen Schatten an die Wand und schaffen eine ruhige, friedliche Stimmung.

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Der Geweihfarn bevorzugt einen hellen Standort, jedoch ohne direkte Sonne.

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Dieser Farn nimmt Wasser über seine Wedel auf und reagiert somit gut auf regelmäßiges Besprühen und hohe Luftfeuchtigkeit. In den Wintermonaten durchgehend besprühen, vor allem in beheizten Räumen. Ein Badezimmer mit ausreichend Licht und Umgebungsfeuchte ist der ideale Platz.

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Die Häufigkeit des Gießens hängt von der Wärme und Feuchtigkeit im Raum ab. Wenn die ovalen Schildblätter an der Basis der Pflanze an der Unterseite trocken sind, tauchen Sie die Pflanze für ein paar Minuten ins Wasser. Das Substrat zwischen dem Wässern austrocknen lassen – bei Überwässerung kann die Pflanze faulen.

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Zum Umtopfen Orchideensubstrat oder Rindenstücke verwenden. Die kleineren, runden Blätter am Ansatz werden mit der Zeit braun: Das bedeutet nicht, dass die Pflanze stirbt. Vertrocknete Schildblätter sollten nicht entfernt werden.

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Federspargel

Asparagus setaceus

Die sanfte Anmut dieser Pflanze wird Ihnen helfen, sich zu entspannen, wenn Sie sich in das Refugium Ihres Pflanzenzimmers zurückziehen. Obwohl der Federspargel mit dem Gemüsespargel verwandt ist, ist er nicht essbar. In der Wildnis ist dieser Asparagus eine Kletterpflanze, die mithilfe der kleinen Dornen an ihren Trieben an einer benachbarten, größeren Pflanze emporklettert. Mit dem Alter verändert sich ihr buschiger Wuchs und die federartigen Wedel verlängern sich rankenartig.

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Bevorzugt helles, aber indirektes Licht. Bekommt die Pflanze zu wenig Licht, werden die Nadeln gelb und fallen ab; direkte Sonne versengt die Blätter.

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Mag hohe Luftfeuchtigkeit.

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Während der Wachstumsphase von Frühling bis Herbst regelmäßig gießen, im Winter weniger gießen.

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Im Winter nicht in die Nähe von Heizkörpern stellen. In beheizten Räumen sinkt die Luftfeuchtigkeit, daher die Pflanze im Winter regelmäßig besprühen.

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Goldtüpfelfarn

Phlebodium aureum

Der Goldtüpfelfarn hebt sich durch seine ungewöhnlichen, weichen, blaugrünen Blätter von anderen Farnarten ab. Seinen Namen verdankt er den goldgelben Sporenlagern auf der Unterseite der Blätter. Wie viele andere Epiphyten wächst er auf der Rinde seines Wirtsbaumes im schattigen Laubdach des Regenwaldes. Da er eine kühle, schattige und feuchte Umgebung liebt, ist der Farn gut für eine nach Norden ausgerichtete Küche geeignet. Ideal ist ein Badezimmer mit Nordfenster. Stellen Sie sich gleich mehrere Farne ins Bad und verwandeln Sie es so in eine Wohlfühloase der Ruhe und Entspannung.

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Bevorzugt einen halbschattigen Platz, verträgt aber auch helles, indirektes Licht bei kühler Temperatur. Direkte Sonneneinstrahlung versengt die Blätter.

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Liebt hohe Luftfeuchtigkeit, daher regelmäßig besprühen.

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Regelmäßig, aber nicht zu viel gießen. Der Farn verträgt keine Staunässe. Stellen Sie sicher, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann, um ein Faulen der Wurzeln und Stiele zu verhindern.

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Im Winter nicht in die Nähe von Heizkörpern stellen und zum Umtopfen ein wasserableitendes Substrat wie Rindenstücke verwenden.

Pfeilwurz

Maranta leuconeura

Ihre Blätter falten sich nachts zusammen wie Hände, die zum Gebet gefaltet sind, und öffnen sich im Morgenlicht wieder, weswegen sie auch Gebetspflanze genannt wird. Diese sanfte Bewegung erinnert uns daran, uns Zeit zu nehmen, um zu entspannen und vielleicht morgens und abends ein paar Minuten in stiller Andacht oder Meditation zu verbringen. Der Pfeilwurz gilt wegen der detaillierten Aderung seiner Blätter mit ihren markanten dunkelroten Unterseiten als eine der schönsten Zimmerpflanzen.

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Indirektes Licht.

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Regelmäßig besprühen oder den Topf auf einen mit Kieseln und Wasser gefüllten Untersetzer stellen. Werden die Blattspitzen braun, kann dies ein Hinweis sein, dass die Pflanze mehr Feuchtigkeit benötigt.

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Das Substrat von Frühling bis Herbst durchgehend feucht halten, im Winter sparsamer gießen.

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Bevorzugt Temperaturen über 16 °C, ein warmes Badezimmer ist ideal. Stellt man mehrere Pflanzen zusammen, entsteht ein feuchtes Mikroklima, das der Pflanze guttut.

Medinille

Medinilla magnifica

Die Medinille ist eine Pflanze von prachtvoller Schönheit mit überhängenden Blütenrispen, rosa Deckblättern und exotischen, rosa- bis pinkfarbenen Blüten. Bei richtigen Bedingungen und mit ein wenig Pflege wird aus dieser Tropenpflanze eine beeindruckende Zimmerpflanze. Die Medinilla magnifica liebt es feucht und gedeiht besonders gut, wenn sie täglich besprüht wird. Die Aufmerksamkeit ganz auf diese einfache Aufgabe zu lenken, kann Ihnen dabei helfen, nach einem hektischen Tag zur Ruhe zu kommen.

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Gedeiht bei hellem, indirektem Licht.

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Mittlere bis hohe Luftfeuchtigkeit. Regelmäßig besprühen oder die Pflanze auf einen mit Kieseln und Wasser gefüllten Untersetzer stellen.

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Das Substrat zwischen dem Gießen austrocknen lassen. Im Winter, wenn die Pflanze verblüht ist, sparsamer gießen, etwa alle zwei Wochen. Erst wenn sich im Frühling Blütenknospen zeigen, wieder stärker gießen.

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Die Pflanze während der Sommermonate alle zwei Wochen mit kaliumreichem Flüssigdünger versorgen und verblühte Blütenrispen entfernen.

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Köstliches Fensterblatt

Monstera deliciosa

Die pflegeleichte Monstera kann als wahre Heldin der Zimmerpflanzen bezeichnet werden. Sie verdankt ihren Trivialnamen dem Umstand, dass die dunkelgrünen, herzförmigen Blätter der Jungpflanzen Löcher bzw. »Fenster« bekommen, wenn sie größer werden. Die Bezeichnung »köstlich« bezieht sich auf die essbaren Früchte der Pflanze. Die Zimmerpflanzen tragen allerdings nur selten Früchte. Die Kletterpflanzen werden oft an einen Moosstab gebunden verkauft. Ein zufriedenes Fensterblatt wird schnell wachsen und zum Blickfang des Raumes werden. Die Pracht der Pflanze wird Ihren Wohnraum mit einer ruhigen, friedlichen Stimmung erfüllen.

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Bevorzugt indirektes Licht, direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. Junge Pflanzen vertragen auch Halbschatten und gedeihen gut bei künstlicher Beleuchtung. Ältere Pflanzen benötigen natürliches Licht und einen hellen Standort.

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Mittlere Luftfeuchtigkeit. Die Pflanze alle paar Tage besprühen. Wenn sie an einem Moosstab wächst, kann dieser besprüht werden, um die Luftwurzeln anzuregen, den Stab zu umklammern.

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In den warmen Sommermonaten erst gießen, wenn sich die Substratoberfläche trocken anfühlt. Im Winter weniger gießen.

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Diese Pflanze liebt es, zu einer Lichtquelle hinaufzuklettern. Ein idealer Standort ist daher im Treppenhaus. Die Luftwurzeln aus dem Stamm belassen oder abschneiden, wenn sie zu lang werden. Die unteren Luftwurzeln ins Substrat drücken. Die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch vom Staub säubern. Wenn nötig, im Frühjahr zurückschneiden.

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Tillandsien

Tillandsia

Nur wenige Pflanzen sind noch pflegeleichter als diese kleinen, zarten Luftpflanzen, die Wasser und Nährstoffe über ihre Blätter, nicht über die Wurzeln aufnehmen, und daher weder Erde noch Topf zum Wachsen benötigen. Tillandsien sind Epiphyten, die sich nicht von ihrer Wirtspflanze ernähren, sich aber mit ihren Wurzeln in deren Rinde oder Zweigen verankern. Die meisten Tillandsien-Arten blühen einmal im Jahr und bilden überraschend große und farbenfrohe Blüten. Sie fühlen sich auch auf einem schmalen Regal wohl, wo sie einen kleinen Ruhepol bilden – ideal für alle, die nur wenig Platz zur Verfügung haben.

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Heller Standort ohne direkte Sonne.

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Gelegentliches Besprühen hilft, die Pflanze vor dem Vertrocknen zu bewahren.

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