Christelle Courrège Céline de Sousa

KOCHEN fürs Baby und die Familie

100 Rezepte mit jeweils 4 Varianten

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.de abrufbar.

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1. Auflage 2020

© 2020 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Nymphenburger Straße 86

D-80636 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

Die französische Originalausgabe erschien 2019 bei Larousse unter dem Titel Je cuisine pour bébé et toute ma famille. © 2019 by Larousse. All rights reserved.

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Übersetzung und Satz: Susanne Schmidt-Wussow

Umschlaggestaltung: Pamela Machleidt und Laura Osswald, in Anlehnung an das Original

Umschlagabbildungen und Abbildungen im Innenteil: Alix Marnat;

Kovalov Anatolii/shutterstock.com; Katsiaryna Pleshakova/shutterstock.com;

Guillaume Czertw/Styl. Alexia Janny

Layout: Camille Garrigou Beylot, Jacqueline Gensollen-Bloch

Projektkoordination: bookwise medienproduktion GmbH

Druck: Gráficas Estella, Spanien

eBook: ePubMATIC.com

ISBN Print 978-3-7423-1250-1

ISBN E-Book (PDF) 978-3-7453-0939-3

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-7453-0940-9

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Vorwort

Die Ernährung von Säuglingen und Babys erfordert Fingerspitzengefühl und Wissen. Einige Eltern verfügen instinktiv über beides, vor allem in kinderreichen Familien, andere sind etwas unsicherer. Aus diesem Grund müssen auch Kinder-ärztinnen und -ärzte diese wichtigen Informationen weitergeben, um sicherzugehen, dass es auf diesem Gebiet nicht zu Problemen kommt.

Dennoch werden bei der Menge, der Art der Nahrungsmittel oder bei der Zubereitung oftmals Fehler gemacht. So stellen wir häufig fest, dass es viele Eltern sehr eilig damit haben, Fleisch auf den Speiseplan zu setzen. Statt der 20–25 Gramm, die ein Kind im ersten Lebensjahr pro Tag maximal bekommen sollte, verzehren manche Kinder in diesem Alter bereits das Doppelte oder Dreifache! Auch Fett und Zucker werden oft in zu großen Mengen verabreicht. Ein zweijähriges Kind sollte nicht mehr als zwei bis drei Stück Würfelzucker pro Tag zu sich nehmen; häufig ist es aber wegen gezuckerter Fruchtquarks und Keksen das Doppelte. Lang ist die Liste der alltäglichen Fehlgriffe, die oft dazu führen, dass Kinder zu viel und das Falsche essen, was später ihre Anfälligkeit dafür erhöht, zuckersüchtig und fettleibig zu werden. 15 Prozent unserer Kinder sind übergewichtig, das heißt eines von sechs Kindern!

Deshalb betrachte ich dieses Buch als nützlich und absolut notwendig für die gesunde und abwechslungsreiche Ernährung der Kleinsten. Die Rezepte sind nicht nur wirklich lecker und originell – da die Autorinnen ihr Metier hervorragend beherrschen –, sondern auch äußerst durchdacht, was Mengen und Beschaffenheit angeht.

Der Ausgangspunkt ist dabei stets ganz einfach und pragmatisch: Wie kann man das Familienessen für das jüngste Mitglied abwandeln, das gerade erst die Genüsse der festen Nahrung kennenlernt? Die Lösung: Es reicht vollkommen, je nach Alter eine fein pürierte, eine pürierte, eine passierte Variation zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Menge anzubieten. So einfach kann es sein! Eine klare, verständliche, raffinierte und dazu noch schmackhafte Lösung.

Frischgebackene Eltern werden dieses Buch mit Freude und Neugier entdecken und es kaum erwarten können, die Rezeptideen umzusetzen. Ihr Baby wird begeistert sein!

Dr. Laurence Plumey

Ernährungsmedizinerin
Ärztin am Universitätsklinikum Paris, Professorin für Ernährungswissenschaften

Danksagungen

Ich danke meinen vier Nichten und Neffen, ohne die das Abenteuer niemals begonnen hätte: Chloé, Éléa, Louis und Milan.

Danke an meine Familie und vor allem an meine Eltern, die immer für mich da waren: Jocelyne und Pascal.

Ich danke Oma Céline – die berufliche und freundschaftliche Begegnung mit dir gab meinen Plänen eine ganz neue Richtung. Und auf jeden Fall die Staaten!

Mein großer Dank gebührt auch Vincent, seit vielen Jahren an meiner Seite, für sein Wohlwollen, seine Unterstützung und seinen Einsatz für meine unternehmerischen Vorhaben.

Ich danke meinen Freundinnen und Freunden, meinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, die an mich glauben und mich immer unterstützen.

Christelle

Ich danke meinen Kindern Anna und Leny. Danke für eure Kraft, eure Lebensfreude und die Liebe, die ihr mir gebt. Ihr macht aus mir eine blühende, glückliche, stärkere Mutter, die ihre Träume verwirklicht.

Danke an meinen Mann Benoît für deine große Geduld, deine Ehrlichkeit, die mich manchmal zum Motzen bringt, deine besonnenen Ratschläge und deine Liebe. All das wäre ohne deine Unterstützung nicht möglich gewesen.

Ich danke meiner Schwiegermutter und meinem Schwager, die an mich glauben und mich unterstützen, als wäre ich ihre eigene Tochter und Schwester!

Danke an meine Großeltern, meine Eltern, meine Geschwister, meine Neffen und Nichten für ihre Unterstützung in Augenblicken des Zweifels, aber auch in meinen verrückten Momenten.

Ich danke meinen Großmüttern, die mir ihr Kochtalent vererbt haben!

Danke an Christelle, die ich nicht nur als Kollegin, sondern auch als Freundin sehr schätze. Inzwischen sind wir mehr als nur Partnerinnen, wir machen gemeinsam Fortschritte und wachsen!

Danke an Didier Sparano und Karine Devillers sowie das gesamte Team im »La Maison Kangourou«.

Ich danke »La Maison des Maternelles«, dass ich jede Woche für euch schreiben darf, um euch bei der richtigen Ernährung eurer Babys zu helfen.

Céline

Wir danken gemeinsam dem ganzen Team bei Larousse, vor allem Aurélie und Nathalie, die von Anfang an an uns geglaubt haben – danke, dass ihr euch auf dieses tolle Abenteuer eingelassen habt.

Danke an Camille, ein Paradebeispiel für wertvolle Begegnungen in den sozialen Netzwerken, für deine Geduld und Kreativität bei allen Projekten von »Ma Petite Assiette« und an Alix für die schönen Fotos in diesem Buch.

Und einen großen Dank an Sie, liebe Leserinnen und Leser. Wir hoffen, das Buch beantwortet Ihre Fragen und bringt Sie auf neue Ideen, wie Sie Ihre Kinder täglich mit neuen Köstlichkeiten verwöhnen können.

Die Autorinnen

Christelle Courrège

Céline De Sousa

Als vierfache Tante (und dreifache Patentante!) habe ich über zehn Jahre im Bereich Marketing und Kommunikation gearbeitet, bevor der starke Wunsch, mich selbstständig zu machen, und meine schon immer bestehende Leidenschaft für Ernährung und Gesundheit mich dazu brachten, nach etwas zu suchen, was Kindern (und Eltern) helfen könnte, sich gesünder zu ernähren.

Anfang 2018 gründete ich das Unternehmen »Ma Petite Assiette«, das einfache und innovative Produkte entwickelt, die die Ernährung von Babys von der ersten Beikost an erleichtern.

In diesem Zusammenhang nahm ich Kontakt mit Céline De Sousa auf, die ich aus der Sendung La Maison des Maternelles kannte und die sich sofort für mein Projekt begeisterte und meine Teilhaberin wurde. Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft! Unsere gemeinsame Leidenschaft für gutes Essen verlieh uns Flügel!

Und nun halten Sie also unser erstes Buch in Händen, in dem wir versucht haben, alle wesentlichen Informationen für einen gelungenen Beikoststart und eine ausgewogene Ernährung zusammenzutragen. Mit 100 Rezepten hilft Céline Ihnen dabei, beides auch im Alltag umzusetzen: dasselbe Gericht für die ganze Familie, je nach Alter des Babys werden nur Mengen, Bestandteile und Beschaffenheit angepasst.

Ich wusste schon immer, dass ich das Kochen zum Beruf machen würde. Bereits früh folgte ich meiner Leidenschaft und schloss mich dem Team der Spitzenköchin Anne-Sophie Pic in Valence an. Diese fantastische Erfahrung prägte mich und begründete meine Vorliebe für hochwertige, regionale Nahrungsmittel.

Nach meinen Abschlüssen beschloss ich, zu neuen Ufern aufzubrechen und nach Paris zu gehen. Dort kochte ich erst bei Éric Briffart, später im Team von Cyril Lignac.

Als ich Mutter wurde, trat ich der Organisation »Annexe Kangourou« bei, wo ich eine Fortbildung in Säuglingsernährung absolvierte und schließlich als Küchenchefin für das Programm »Bavoir & Tablier« verantwortlich zeichnete, das ich seitdem auch in der Sendung La Maison des Maternelles im Fernsehen präsentieren darf.

Als Christelle sich vor einigen Monaten an mich wandte, war ich von ihrem Projekt sofort begeistert. Ich hatte auch schon mehrere Ideen für Produkte zur besseren Ernährung von Babys. Meine Auffassung war es immer, dass man allein schneller vorankommt, zusammen aber weiter. Es war also nur eine natürliche Entwicklung, dass ich Christelle auf ihrem Abenteuer mit »Ma Petite Assiette« begleitete.

Ich bin wirklich sehr stolz auf dieses Buch und die 100 Rezepte, die Ihnen hoffentlich den Alltag erleichtern werden.

Inhalt

DIE ERNÄHRUNG DES BABYS – GRUNDLAGEN

Der Beikoststart

Vom Stillen zur Beikost

Kleine Portionen aufbewahren

Die Nährstoffe

Milch und Milchprodukte

Stärkehaltige Lebensmittel und Getreide

Fleisch, Fisch und Eier

Fette

Salz

Zucker

Nahrungsmittel–Neophobie

Allergien und Unverträglichkeiten

Übersicht: Mahlzeiten nach Alter

Obst und Gemüse im Frühling

Obst und Gemüse im Sommer

Obst und Gemüse im Herbst

Obst und Gemüse im Winter

Mahlzeiten nach Jahreszeit

VORSPEISEN

Gazpacho aus Gurke, Melone und Minze

Rote-Bete-Gazpacho

Oma Paulettes Taboulé

Kleine Buddha Bowl

Zucchini-Walnuss-Cranberry-Maki

Kaltes Mischgemüse

Selleriesalat mit Quark

Radicchiosalat mit Roquefort

Salat mit Fenchel, Apfel und Cranberry

Möhrensalat mit Knoblauch und Ingwer

Scharfer Thai-Salat

Salat mit Papaya und Erdnuss

Oma Pascales Reissalat

Bruschetta mit Thunfisch und Feldsalat

Wraps mit Gemüse und Grillhähnchen

Oma Owczareks Reibekuchen

Fischbällchen

Spargelsuppe mit Meerrettichsahne

Zucchini-Rucola-Suppe

Bohnencremesuppe mit Haselnüssen

Möhrensuppe mit Koriandergrün und Kreuzkümmel

Oma Claudes Pastete

Kürbis-Spinat-Tarte

Tarte mit Lauch, Ziegenkäse und Honig

Opa Pascales Gemüsetortilla

HAUPTGERICHTE

Baskisches Hähnchen

Brathähnchen mit Kartoffelgratin wie bei Oma Pascale

Hähnchen-Tajine mit Zitrone und Oliven

Masala-Hähnchen

Paella

Curryhähnchen mit Reis und Kürbis

Putencurry mit Kokosmilch

Putenschnitzel mit Crème fraîche und Steckrüben

Entenbrust mit Feigen

Hackfleisch-Kartoffelpüree-Auflauf

Kaninchenpäckchen mit Zucchini und Pesto

Lasagne mit Rind, Brocciu und Spinat

Cannelloni mit Rind und Champignons

Spaghetti bolognese

Hamburger mit Süßkartoffelfritten

Bœuf bourguignon

Oma Pascales Eintopf

Chili con Carne

China-Fleischbällchen mit Glasnudeln

Gemüse mit Hackfleischfüllung

Oma Pascales Kalbsfleischfrikassee

Ossobuco

Jägerbraten mit grünen Bohnen

Eintopf

Würstchencurry

Linseneintopf mit Würstchen

Hörnchennudeln mit Schinken und Sellerie

Oma Roses Lammragout

Oma Patricias Lammkeule

Moussaka

Oma Claudes Couscous

Pastilla mit Lamm und Wintergemüse

Kabeljau mit Bulgur, Spargel und Romanesco

Lachs mit zweierlei Tagliatelle

Dorade mit Zitrus-Zucchini-Füllung

Gebratener Thunfisch mit Zucchini

Lachs à l’orange mit Kartoffel-Chayote-Püree

Panierter Kabeljau mit Selleriepüree

Risotto mit Lauch und Kabeljau

Gnocchi mit Blumenkohl und Seelachs

Hechtnocken mit Brokkoli

Pizza mit Thunfisch, Kapern und Oliven

Papidounes einfache Fischsuppe

Rettichcreme mit Jakobsmuscheln

Oma Pascales Ratatouille

Polenta-Auberginen-Mozzarella-Gratin

Sechs-Gemüse-Suppe

Oma Paulettes Pestosuppe

Polnische Rote-Bete-Suppe

Oma Patricias Schakschuka mit Eiern

DESSERTS

Melonen-Gazpacho mit Zitronenverbene

Obstpäckchen mit Gewürzen

Christelles Beeren-Crumble

Bratäpfel mit Gewürzen

Milchreis mit Birnen

Pfirsich-Vanille-Tiramisu

Mango-Passionsfrucht-Mousse

Flan

Oma Roses Clafoutis

Oma Patricias Apfeltarte

Rote-Johannisbeer-Tarte

Himbeer-Charlotte

Vanillekuchen mit Mangopüree

Kiwi-Muffins

Apfelkuchen

Schoko-Bananen-Kuchen

Oma Roses Weihnachtskuchen

Hippen

Katzenzungen mit Rosinen

Mandelkuchen mit Pistazien und Himbeeren

Oma Patricias Zitronen-Madeleines

Französische Brioche

Bananencrêpes

Himbeerwaffeln

Ananas-Limette-Minze-Sorbet

REGISTER

Rezepte alphabetisch

Die Ernährung des Babys – Grundlagen

Der Beikoststart

Vom Stillen zur Beikost

Kleine Portionen aufbewahren

Die Nährstoffe

Milch und Milchprodukte

Stärkehaltige Lebensmittel und Getreide

Fleisch, Fisch und Eier

Fette

Salz

Zucker

Nahrungsmittel-Neophobie

Allergien und Unverträglichkeiten

Übersicht: Mahlzeiten nach Alter

Obst und Gemüse im Frühling

Obst und Gemüse im Sommer

Obst und Gemüse im Herbst

Obst und Gemüse im Winter

Mahlzeiten nach Jahreszeit

Der Beikoststart

So nennt man den Moment, in dem Sie Ihrem Baby erstmals andere Nahrungsmittel als Milch geben. Von nun an gewöhnt es sich allmählich an einen abwechslungsreichen Speiseplan, der in etwa aussieht wie Ihrer und sich nur durch zusätzliche Milchportionen unterscheidet.

Ab wann?

Je nach Empfehlung Ihres Kinderarztes und Ihrem eigenen Gefühl sollte der Beikoststart frühestens im Alter von 4 Monaten erfolgen, nicht früher.

Warum?

Tipps für einen erfolgreichen Beikoststart

Respektieren Sie seinen Rhythmus: Manche Kinder entdecken gern neue Nahrungsmittel, andere brauchen etwas länger. Lassen Sie Ihrem Baby Zeit, sich an die Veränderung zu gewöhnen. Wenn es ein Nahrungsmittel verweigert, bieten Sie es ihm später noch einmal an.

Passen Sie nach und nach die Beschaffenheit an: Beginnen Sie mit fein pürierten Breien und gehen Sie dann zu pürierten, zu passierten und schließlich zu stückigen Mahlzeiten über. Vorsicht vor Breimahlzeiten aus der Flasche: Sie führen leicht zu Überfütterung. Achten Sie also auf die Menge. Langes Nuckeln an der Trinkflasche kann außerdem zu Karies führen.

Immer nur eine Veränderung: Die Beikosteinführung ist eine große Veränderung im Leben eines Babys. Führen Sie daher nicht zu viel Neues auf einmal ein. Immer nur eines: neues Gemüse, neue Beschaffenheit (fest oder flüssig), neuer Behälter (Fläschchen oder Löffel) etc.

Verringern Sie die Anzahl der Mahlzeiten von 5 bis 6 auf 4 bis 5 pro Tag. Erhöhen Sie dabei je nach Appetit Ihres Kindes die Menge, um eine ausreichende Zufuhr von Nährstoffen sicherzustellen.

Gemüse und Obst einführen

Gemüse

Ja

Leicht verdauliche Gemüsesorten

Nein

Ballaststoffreiche Gemüsesorten

Garen

Kochen oder dampfgaren, ohne Salz und fein püriert

Wann

Mittags, zusätzlich zur Milchmahlzeit.

Wie

Auf einem Löffel aus weichem Silikon (Gemüsekochwasser zur Milch geben), selten aus der Flasche (Gefahr der Überfütterung)

Erhöhen Sie die Gemüsemenge und verringern Sie die Milchmenge so, dass Ihr Kind weiterhin 500 ml Mutter- oder Säuglingsmilch pro Tag bekommt.

Bieten Sie dann reifes rohes Gemüse an, das gerade Saison hat (Tomate, Karottensaft etc.).

Obst

Ja

Alle Früchte

Garen

Kochen oder dampfgaren

Wann

Mittags oder nach der Milchmahlzeit am Nachmittag

Wie

Zunächst als Kompott (ohne Zuckerzusatz), später rohe, aber reife Früchte der Saison (Birne, Erdbeere, Pfirsich, Banane etc.)

Stärkehaltige Lebensmittel einführen

Babybreie
Andere stärkehaltige Lebensmittel

Fleisch, Fisch und Eier einführen

Alter

Ab dem vollendeten 6. Monat

Ja

Alle Fleischsorten (Innereien und Wurst erst ab dem vollendeten 1. Lebensjahr)

Ja

Alle Fischsorten (fett oder mager, frisch oder tiefgekühlt)

Ja

Eier: hart gekocht und mit der Gabel zerdrückt oder als Omelett

Nein

Panierter Fisch

Wie

Zu Beginn alle Nahrungsmittel fein pürieren und mit Gemüse mischen

Fette einführen

Alter

Bis 6 Monate ist das Unterrühren von Fett nicht nötig, da die Milch ausreichend essenzielle Fettsäuren enthält

Ja

Pflanzenfette (Rapsöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl etc.) und tierische Fette (Butter)

Nein

Frittierte Speisen

Wie

1 TL Öl oder Butter in jede Mahlzeit rühren

Unterschiedliche Fette verwenden, da jedes andere Nährstoffe liefert, die das Baby braucht.

Und danach?

Zwischen 8 und 12 Monaten nähert sich der Speiseplan Ihres Kindes Ihrem eigenen an. Allerdings müssen die Mengen an das Alter und seine spezifischen Bedürfnisse angepasst werden.

Vom Stillen zur Beikost

Sie haben sich für das Stillen entschieden und nun ist es an der Zeit für das Baby, auch feste Nahrung zu entdecken. Aber wie macht man das, wenn man stillt? Wie lässt sich das Kind schrittweise entwöhnen?

Ab wann soll Beikost eingeführt werden?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt das ausschließliche Stillen bis zum Alter von 6 Monaten, weil die Muttermilch alle Nährstoffe enthält, die das Baby für eine gesunde Entwicklung braucht. Es ist nicht nötig, früher mit dem Stillen aufzuhören.

Über die Muttermilch entdeckt Ihr Baby bei jeder Stillmahlzeit verschiedene Aromen wie salzig, süß, pikant etc. Seine Geschmacksentwicklung leidet also nicht unter einem Beikoststart nach 6 Monaten. Zu diesem Zeitpunkt kennt das Baby bereits alle Aromen, die ihm dabei helfen, den Umgang mit fester Nahrung zu lernen.

Die einzigen Nährstoffe, die ein voll gestilltes Kind nicht über die Milch bekommt, sind Vitamin D (das gilt auch für nicht gestillte Kinder) und Vitamin K. Ihr Kinderarzt achtet jedoch darauf, Ihrem Kind alle Ergänzungen zu verschreiben, die es braucht.

Der ideale Zeitpunkt für den Beikoststart liegt zwischen 5 und 6 Monaten, je nach Reife und Neugier des Babys.

Kann man den Beikoststart verschieben?

Jedes Kind ist anders. Manche möchten schon mit 5 Monaten von Mamas oder Papas Kompott probieren, andere schieben den angebotenen Löffel weg. Keine Sorge, auf 14 Tage mehr oder weniger kommt es nicht an! Wenn Ihr Kind allerdings mit 8 Monaten feste Nahrung immer noch kategorisch ablehnt, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, um etwaige Erkrankungen auszuschließen.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass es zwischen 4 und 7 Monaten ein sogenanntes »Toleranzfenster« für die Einführung von Beikost gibt. Mit anderen Worten, potenziell allergene Nahrungsmittel werden in dieser Zeit vom Verdauungssystem des Babys besser vertragen. Eine zu frühe (vor dem vollendeten 4. Monat) oder zu späte Einführung (nach dem vollendeten 7. Monat) erhöht demnach das Allergierisiko.

Darüber hinaus kann die Milch nicht mehr den gesamten Nährstoffbedarf des Kindes im Wachstum abdecken, und es kann zu Eisen-, Zink- und Vitaminmangel kommen, wenn es ausschließlich mit Milch ernährt wird.

Wenn Sie nach 6 Monaten weiterstillen und gleichzeitig den Speiseplan Ihres Babys mit Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse und Fetten erweitern, ist sein Nährstoffbedarf umfassend gedeckt.

Bis zu welchem Alter darf ich stillen?

Für das Stillen gibt es kein Höchstalter. Sie können Ihr Kind so lang stillen, wie Sie möchten, solange Sie seinen Speiseplan mit angepasster fester Nahrung ergänzen. Die größte Schwierigkeiten dabei sind die Steuerung der »Nachfrage« und die Organisation der Stilleinheiten.

Und wenn das Baby die Brust verweigert?

Das kann passieren, dauert jedoch selten länger an. Pumpen Sie Milch ab, um die Produktion aufrechtzuerhalten. Wenn für Ihr Kind der richtige Moment gekommen ist, wird es sich irgendwann von selbst ganz entwöhnen.

Wie führe ich Nahrungsmittel ein?

Auch hier gilt: Jedes Kind ist anders. Hören Sie auf sich und auf Ihr Baby und bestärken Sie Ihr Kind und sich selbst.

Natürlich wird Ihr Baby nicht von einem Tag auf den anderen von der Brust zum Löffel wechseln, sondern muss sich erst allmählich daran gewöhnen. Keine Sorge – weder das Abstillen noch das fortgesetzte Teilstillen behindert auf irgendeine Weise das Essenlernen mit dem Löffel.

Fangen Sie beispielsweise mit einer kleinen Stillmahlzeit als »Vorspeise« an und bieten Sie Ihrem Kind dann einen Gemüsebrei zum Probieren an. Am Anfang ist die Beikost nur eine Ergänzung zur Muttermilch und noch kein Ersatz für diese. Dieser Prozess erfolgt allmählich, mit einem Nahrungsmittel nach dem anderen und in ganz kleinen Mengen.

Danach müssen Sie – wie alle Eltern – vor allem geduldig und beharrlich sein. Studien zeigen, dass ein Nahrungsmittel im Durchschnitt achtmal angeboten werden muss, bevor es akzeptiert wird.

Das Zauberwort heißt also Geduld!

Kleine Portionen aufbewahren

Zu Beginn der Beikosteinführung isst das Baby nur 30 bis 40 g Gemüse oder Obst in Form von Püree oder Kompott. So kleine Mengen lassen sich im Mixer gar nicht zubereiten – die Klingen drehen frei. Die Lösung: Am besten bereitet man gleich 300 g zu! Aber wie bewahrt man die Reste auf?

Welche Konservierungsmethode?

Im Kühlschrank

Achtung: Im Kühlschrank lassen sich die Portionen meist höchstens 48 Stunden