Nr. 399

 

Geisel des Grauens

 

Ein Sklave rebelliert gegen die Mächtigen

 

von Peter Terrid

 

 

Nun, da Atlantis-Pthor mittels der neuen eripäischen Erfindung aus dem Korsallophur-Stau befreit werden konnte, kommt der »Dimensionsfahrstuhl« auf seiner vorprogrammierten Reise der Schwarzen Galaxis unaufhaltsam näher.

Es gibt nichts, was die Pthorer und Atlan, ihr König, tun könnten, um den fliegenden Weltenbrocken abzustoppen und daran zu hindern, die Schwarze Galaxis zu erreichen – jenen Ort also, von dem alles Unheil ausging, das Pthor im Lauf der Zeit über ungezählte Sternenvölker brachte.

Wohl aber existiert die Möglichkeit, noch vor Erreichen des Zieles die gegenwärtige Situation in der Schwarzen Galaxis, die allen Pthorern unbekanntes Terrain ist, zu erkunden – und Atlan zögert nicht, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Ihm geht es darum, Informationen über den Gegner zu erhalten, mit dem sich die Pthorer bald werden messen müssen.

Doch trotz aller Anstrengungen erweisen sich die bisher eingebrachten Informationen über die Verhältnisse in der Schwarzen Galaxis als ziemlich dürftig. Eine Wende tritt erst ein, als das Organschiff mit Ganzelpohn, dem Biten, auf Pthor landet.

Ganzelpohn ist eine lebende Galionsfigur – eine GEISEL DES GRAUENS ...

Die Hauptpersonen des Romans

 

 

Ganzelpohn – Ein Sklave rebelliert.

Eynar – Kommandant eines Organschiffs.

Zaleer – Ein Hunod von Welkan.

TamanT – Nestältester der Hunods.

Atlan – Der König von Pthor empfängt Flüchtlinge aus der Schwarzen Galaxis.

1.

 

Zaleer zog sich unter das Blätterdach eines Schuppenbaums zurück, als der Regen stärker wurde. Verdrossen sah er auf die kleinen Eruptionen, die die schweren Regentropfen auf dem feinkörnigen Sand hervorriefen. Auf den lanzettenförmigen Blättern des Schuppenbaums trommelte der Regen wie auf einem Blechdach.

Zaleer öffnete unbewusst eine Reihe von Tracheeoiden. Bei einer so hohen relativen Luftfeuchtigkeit fiel das Atmen für einen Hunod schwer. Auch ohne den sintflutartigen Regen wäre das Leben schon mühselig genug gewesen.

Zaleer sah sich hilfesuchend um. Bis zum Rand des Waldes war nicht weit zu laufen. Aber Zaleer hatte einige Kohlnüsse zu schleppen, die ihn sehr behinderten. Minutenlang der Gewalt des Regens ausgesetzt zu sein – der Gedanke war nicht eben angenehm.

Die Nüsse zurücklassen? Das kam nicht in Frage. Die kleine Siedlung litt ohnehin unter einem akuten Mangel an Nahrungsmitteln, und was Zaleer aufgetrieben hatte, reichte aus, um ein ganzes Gelege zu beköstigen.

Der Regen wurde stärker.

Das Wasser zerstob, wenn es auf die harten Blätter des Schuppenbaums traf, und diese feinen Wasserschleier rieselten immer stärker auf Zaleer herab. Ihn fror.

Noch einmal sah er zum nahen Wald hinüber, dann schüttelte er traurig den schweren Kopf. Ausgeschlossen, diese Strecke in einem Lauf zurückzulegen.

Zaleer pfiff verärgert und versuchte es sich in seiner gegenwärtigen Lage so bequem wie möglich zu machen. Er spürte, wie die Kälte in seinen Körper eindrang und die Glieder langsam steif werden ließ. Die Kälte war der größte Feind der Hunods auf diesem Planeten – und die Nässe.

Sorgfältig stapelte Zaleer die Kohlnüsse auf dem Boden. Die Gebilde aus zähen, miteinander verflochtenen Pflanzenfasern waren gerade groß genug, dass ein erwachsener Hunod einen Tag lang davon leben konnte. Kohlnüsse waren nicht gerade das Beste, was der Boden Welkans herzugeben hatte, aber sie waren immer noch besser als der nagende Hunger.

Damals ...

Der Hunod lehnte sich zurück, scheuerte den Rücken an den harten Schuppen des Baumes. Die Kälte kroch durch die Glieder und lullte den Geist ein.

Ja, damals ...

Zaleer begann zu träumen. Er dachte an die Zeit zurück, da es noch genug gegeben hatte, genug zu essen, genug zu trinken, genügend Wohnraum, genügend Heizwärme. Die Zeit lag sehr weit zurück, und ab und zu empfand Zaleer große Sehnsucht nach diesem Leben. Wie ihm erging es fast jedem Bewohner des Planeten Welkan. Fast jeder Hunod schwärmte früher oder später von den herrlichen Zuständen vor der großen Tat.

Der Hunod bemerkte nicht, dass der Gang seiner Gedanken sich verlangsamte. Die Kälte sickerte unmerklich in seinen Körper ein. Unterschritt die Außentemperatur einen gewissen Schwellenwert, war ein Hunod im Freien praktisch verloren – bis er überhaupt begriffen hatte, was mit seinem Körper geschah, war er schon außer Gefecht gesetzt, eine leichte Beute für die Timiden, die es gerade in diesem Wald zuhauf gab.

Zaleer pfiff träumerisch.

Es war das Gewitter, das ihn weckte. Ein Blitz tauchte die Landschaft sekundenlang in fahles, bläuliches Licht, dann rollte ein Donner über die Ebene, der schlagartig alle Lebensfunktionen des Hunods aufweckte.

Zaleer schrak auf, und er wusste im gleichen Augenblick, dass er jetzt um sein Leben zu laufen hatte.

Die Lebensdrüse war aktiviert worden. Zaleer verblieben jetzt zehn Minuten.

Er sprang auf. An die Kohlnüsse verschwendete er keine Gedanken mehr. Er begann zu laufen, rannte hinaus in den Regen.

Wie ein Keulenschlag traf ein Regentropfen auf seinen linken Fühler. Zaleer spürte den Schmerz im ganzen Körper toben, aber er reagierte nicht darauf. Sein Körper wurde von der Lebensdrüse gesteuert, die zehn Minuten lang ein Hormon freisetzte, das alle Lebensvorgänge aufpeitschte. Verschwunden war das Kältegefühl, verschwunden die damit verbundene Gliederstarre. Die Hormone der Lebensdrüse ließen Zaleer rennen, sie schärften seine Gedanken.

Wenn Zaleer nicht binnen zehn Minuten sein Nest erreichte, war er unrettbar verloren. Als ausgebrannte Hülle würde sein Körper im Wald liegen bleiben, den Timiden als leichte Beute zugänglich.

Blätter schlugen Zaleers Körper, Zweige peitschten seinen Schädel. Er stolperte, raffte sich wieder auf und rannte weiter. Seine Tracheen waren weit geöffnet, er brauchte jetzt jedes Molekül Sauerstoff, das sich nur auftreiben ließ.

Der Körper eines Hunods war für solche gewaltsamen Anstrengungen nicht geschaffen. Die Lebensdrüse wurde nur in Ausnahmefällen aktiv, und niemand wusste, wer oder was bestimmte, wann ein solcher Fall vorlag.

Eine Laune der Natur hatte es gewollt, dass das Ende der Hormonausschüttung deutlich zu spüren war. Für einen kurzen Augenblick durchzuckte ein Hitzeschauer den geschundenen Leib des Hunods, und dieser Augenblick verriet Zaleer, dass er noch eine knappe Minute Zeit hatte.

Er erreichte das Nest gerade noch rechtzeitig. Er fiel mehr, als dass er ging, aber er erreichte die Lichtung, und es gelang ihm auch noch, einen heiseren Schrei auszustoßen.

Das letzte, was Zaleer wahrnehmen konnte, war die Gebärde des Entsetzens bei seiner Brutpartnerin, dann umfing eine Ohnmacht den Hunod, und er ließ sich wohlig in die Schwärze fallen.

 

*

 

»Du hast unglaubliches Glück gehabt, Zaleer!«

Gegen diese Feststellung ließ sich nichts einwenden. Zaleer wusste selbst, dass er dem Tode nahe gewesen war. Er wusste auch, dass er in den nächsten zwei Monaten sehr sorgfältig mit seinen Körperkräften würde haushalten müssen – die Lebensdrüse brauchte Zeit, bis sie sich erholt hatte.

»Habt ihr die Kohlnüsse bergen können?«

Gand-Kor, Zaleers Brutpartnerin, machte eine Geste der Erleichterung.

»Wir haben die Kohlnüsse gefunden«, sagte sie, fügte dann aber mit einer traurigen Bewegung hinzu. »Leider waren sie schon angefault. Immerhin, im Nest ist man der Meinung, dass du dein Bestes getan hast.«

»Pah«, machte Zaleer. Er bewegte sich auf dem Lager. Das Stroh knisterte leicht bei jeder Bewegung. Zaleer brauchte nur einen Blick auf sein Lager zu werfen, um zu wissen, dass Gand-Kor auf ihre Zuteilung an frischem Lagerstroh verzichtet hatte, um es ihm so angenehm wie möglich zu machen. Zaleer war dies ein wenig peinlich.

»Du warst vier Tage ohne Bewusstsein«, erzählte Gand-Kor weiter. »Die Kinder und ich haben jede Minute an deinem Lager verbracht. Vor allem Gamin-Men war sehr um dich besorgt.«

Zaleer machte eine zärtliche Geste, die ihm aber ein wenig schwerfiel.

Irgendwie war der Bruch zu stark, der sich zwischen der alten und der neuen Lebensform aufgetan hatte. Waren die Hunods früher kalt und gleichgültig gewesen, so schwammen sie nun förmlich in Gefühlsseligkeit. Eine so enge, gefühlsbetonte Beziehung zwischen Brutpartnern wäre früher undenkbar gewesen.

»Bleib liegen«, forderte Gand-Kor ihren Partner auf. Einmal mehr stellte Zaleer fest, dass sie eine hinreißende Fühlerhaltung hatte, und einmal mehr fragte er sich verwundert, womit er es verdient hatte, dass sich die viel umschwärmte Gand-Kor ausgerechnet für ihn als Brutpartner entschieden hatte.

»Dibiad will noch einmal nach dir sehen, bevor du deine Arbeit wieder aufnimmst«, sagte Gand-Kor.

Als habe er auf das Stichwort gewartet, erschien der alte Dibiad im Eingang. Grau zeichnete sich sein alter, verhornter Körper gegen das Licht des Tages ab. Seine Fühler waren steif geworden vom Alter, aber er trug die Flügel noch genauso glänzend wie in jungen Jahren.

»Wie geht es dir?«, fragte Dibiad. Seine Stimme verriet überdeutlich, dass er die Zeit des Brütens bereits lange hinter sich hatte.

»Ich fühle mich ein wenig schwach«, sagte Zaleer. »Und außerdem stört es mich, dass ich die Kohlnüsse nicht ins Nest bringen konnte. Wäre die Lebensdrüse nicht gewesen ...«

»Lägest du jetzt leer und ausgehöhlt am Waldrand«, stellte der Alte fest. Mit geschickten Klauen klopfte er Zaleers Oberfläche ab. Der Klang des Panzers verriet dem Kundigen, wie es um die darunterliegenden Organe bestellt war – jedenfalls behaupteten die Medizinleute das.

»Sehr gut«, murmelte Dibiad ein ums andere Mal. »Sehr gut.«

Zaleer fand den hohlen Klang eher beunruhigend, aber er schwieg, nicht zuletzt, um den alten Hunod nicht zu kränken. Dibiad war der älteste dieses Nestes und hatte Anspruch auf ehrerbietige Zurückhaltung der Jüngeren. So bestimmten es die jahrtausendealten Traditionen des Volkes der Hunods, und es war seltsam anzuschauen, dass diese Regeln ausgerechnet von der Gruppe so strikt befolgt wurden, die gegen die Traditionen aufbegehrt hatten. Zaleer und seine Freunde waren so etwas wie konservative Revolutionäre, eine befremdliche Kombination, aber sie war zutreffend.

»Ein paar Tage noch, dann kannst du wieder sammeln gehen«, versprach der Mediziner feierlich. Er richtete sich auf. Es knackte ein wenig, als er die Greifklaue des rechten Armes schloss, auch dies ein Zeichen hohen Alters.

Dibiad verharrte einen Augenblick schweigend. Er wartete, dass man ihm das übliche Honorar zukommen ließ. Gand-Kor kehrte aus der Vorratskammer zurück. Sie trug ein Stück von einem Chawin-Sätling, das letzte, wie Zaleer sehr wohl wusste.

Dibiad nahm das Stück Sätling und bedankte sich umständlich.

Es war üblich, den Alten für seine geringwertigen medizinischen Dienste mit Nahrungsmitteln zu entlohnen. Dibiad war viel zu alt und hinfällig, um für sich selbst sorgen zu können. Chawin-Sätling aber war eine ausgesprochene Delikatesse, und dass diese Entlohnung in keinem Verhältnis zur Leistung stand, mochte auch der Alte empfunden haben. Seine Danksagung fiel jedenfalls erheblich länger und schwülstiger aus als es üblich war. Dann sah er zu, dass er sich mit der Kostbarkeit rasch entfernte, bevor sich Gand-Kor zu einem Sinneswandel durchrang.

Zaleer machte eine dankbare Geste. Er hatte begriffen, was Gand-Kor hatte ausdrücken wollen. Sie hatte Dibiad nicht nach seiner Leistung entlohnt, sondern vielmehr nach ihren Gefühlen von Dankbarkeit und Erleichterung. Sie hatte ausdrücken wollen, wie glücklich sie war, dass Zaleer überlebt hatte.

Er wollte gerade ein Kompliment machen, als in der Tür eine neue Gestalt auftauchte. Zaleer erkannte TamanT, den Nestältesten und Führer des Gelegeverbands. Dass TamanT ihn aufsuchte, war mehr als ungewöhnlich.

Zaleer grüßte mit dem standardisierten Triller, eine reine Reflexhandlung, weil sich seine Gedanken förmlich überschlugen. TamanT antwortete mit einer ungehaltenen Geste. Es war nicht mehr üblich bei den Hunods, sich mit dem Gruß zu begegnen, der früher einmal vorgeschrieben gewesen war.

»Verzeih«, sagte Zaleer. »Die Gewohnheit ...«

TamanT lehnte sich gegen die Wand. Seine Fühler vibrierten elastisch. Er war zwar Nestältester, aber das war eine Rangbezeichnung und keine Altersangabe. Seine Körperhaltung verriet jedenfalls Kraft und Entschlossenheit.

»Wir haben ein Problem, Zaleer«, eröffnete TamanT das Gespräch. Ein kurzer Blick auf Gand-Kor, der nur einen Sekundenbruchteil dauerte, verriet dem aufmerksamen Zaleer, dass auch TamanT die neue Lage nicht ganz verinnerlicht hatte. Dass Gand-Kor bei einem wichtigen Gespräch unter Männern im Raum blieb, war ebenfalls eine neuere Gewohnheit der Hunods.

»Wir stehen vor ernsten Aufgaben«, fuhr TamanT fort. Zaleer ließ ihn geduldig ausreden. Er ahnte, dass sich Wichtiges anbahnte.

»Unsere Nahrungsmittelvorräte werden knapp«, sagte TamanT. »Meine Berechnungen haben ergeben, dass wir nur dann eine Chance haben, über den Winter zu kommen, wenn wir die halbe Brut opfern.«

Gand-Kor blieb völlig ruhig. Ihre Fühler zitterten nicht um die Breite einer Blattkante.

»Ihr würdet alle Legerinnen mit opfern müssen«, sagte sie ruhig.

»Das wissen wir«, sagte TamanT gelassen. »Außerdem sinkt durch diese Maßnahme die Bevölkerungsquote unter den Wert 1 – wir würden an Zahl abnehmen, und das muss das Problem noch vergrößern. Ich sagte dies nur, weil es der Denkgewohnheit entspricht, so zu argumentieren. Ich wollte nicht, dass man uns vorwerfen kann, wir hätten nicht logisch, sondern gefühlsbetont gehandelt.«

»Und wie sähe die Alternative aus?«

»Die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung müsste sich freiwillig opfern, dann wäre die Brut für die nächste Periode gerettet. Aber auch das brächte uns nicht weiter. Es gibt allerdings einen Ort, an dem es genug zu essen gibt für uns alle.«

Zaleer machte eine Gebärde des Abscheus.

»Niemals kehren wir in die Stadt zurück, niemals!«, rief er aus. »Wir haben geschworen!«

TamanT zeigte, dass er zu Recht der Führer des Gelegeverbandes war. Er hatte alle Möglichkeiten durchdacht.

»Es gibt noch einen weiteren Grund für eine solche Aktion«, fuhr er fort. »Und dieser Grund wiegt schwerer als alle anderen.«

Schweigen breitete sich aus.

Jeder im Raum wusste, wovon TamanT sprach – von der Rache derer, gegen die sich die Rebellion der Hunods gerichtet hatte. Diese Rache lag noch in der Zukunft, aber sie war unvermeidlich, wenn nicht ein Wunder geschah.

»Was für einen Plan hast du gefasst?«, fragte Gand-Kor.

TamanT schwieg einen Augenblick lang.

»Wir werden«, sagte er dann leise, »die Stadt erobern. Und wenn das Schiff der Rächer kommt, werden wir auch dieses Schiff erobern, und wir werden damit diesen Planeten verlassen, und wir werden eine neue Welt für uns suchen, und wir werden sie finden. Und dort werden wir und unsere Nachkommen leben und deren Nachkommen und so fort. Wir werden frei sein.«

»Oder tot«, sagte Zaleer ebenso leise.

»Der Tod«, antwortete TamanT, »der Tod kann uns nicht schrecken.«

2.

 

»In der Küche stinkt es«, sagte Harphan brummig. »Es stinkt ganz entsetzlich.«

Eynar, der Kommandant der GRIET, sah verdrossen auf die Abordnung der Besatzung. Es war an sich schon ungehörig, dass sich die Leute überhaupt zu beschweren wagten. Auf der anderen Seite hatte Eynar die Belästigung selbst schon wahrgenommen. Es roch wirklich nicht sehr gut in der Küche, und die Ausdünstung übertrug sich nicht nur auf das Personal der Küche, sondern auch die Speisen hatten ein Hautgout, das selbst den abgebrühtesten unter ihnen den Appetit verschlug.

Selbst die Gelenke des Kommandanten klapperten ab und zu, weil er in den letzten Tagen nichts mehr zu sich hatte nehmen können. Er wartete verzweifelt auf den Tag, da sein Hunger größer sein würde als sein Ekel.

Vor der Mannschaft aber durfte er so etwas nicht zugeben.

»Der Lotse hat Wichtigeres zu tun«, beschied er die Abordnung. »Er muss die GRIET steuern und lenken und warten und vieles mehr. Er kann sich nicht auch noch um die Küche kümmern.«

»Wer, wenn nicht der Lotse, soll sich darum kümmern? Wir etwa?«

»Warum nicht?«

»Wir sind Mechaniker, Kommandant, keine Küchenakrobaten. Es verstößt gegen Zucht, Ordnung und Sitte, würden wir uns in der Küche aufhalten.«