Mein Hauptberater bei der Arbeit an meinem zweiten Roman war Admiral Sir John (Sandy) Woodward, der ranghöchste Gruppen-Einsatzoffizier der Royal Navy im Falkland-Krieg im Jahre 1982. Nach der Schlacht im Südatlantik war er Flaggoffizier der Unterseebootstreitkraft, in späteren Jahren ernannte man ihn zum Oberbefehlshaber der britischen Marinestützpunkte. Es wäre wohl kaum möglich gewesen, für die Arbeit am Buch einen versierteren und erfahreneren Offizier zu finden als diesen Mann, dem einzigen, der während der letzten 40 Jahre eine größere Seeschlacht geschlagen hat.
Kilo Class ist ein Unterseeboot-Thriller, dem eine monatelange Planung vorausging. Mein Arbeitszimmer war während dieser Zeit ein einziges Meer an Karten, Tafeln und Handbüchern, aus dessen Mitte Admiral Sandy aufragte, der unentwegt den Handlungsaufbau und -ablauf mit seinem Wissen würzte. Ich war äußerst überrascht darüber, daß er selbst noch dem kleinsten Detail seine Aufmerksamkeit schenkte, und darüber, welche unerbittliche Verschlagenheit er dabei an den Tag legte. Wir im Westen sollten froh sein, daß dieser Mann kein Chinese ist.
Außerdem schulde ich meinen Dank Lesley Chamberlain, der englischen Autorin, die die lesenswerteste Abhandlung über Rußland geschrieben hat, nämlich Wolga, Wolga. Lesley führte mich und die Unterseeboote der Kilo-Klasse diesen großen Fluß entlang, und sie war überaus freigebig, mir ihre Erinnerungen mitzuteilen, die sie als Fremdenführerin auf russischen Ausflugsschiffen sammeln konnte.
In den USA haben mir eine Reihe großartiger Offiziere zur Seite gestanden, von denen viele noch in Dienst stehen. Ich bin zutiefst dankbar für die vielen Stunden, die sie mir widmeten, um meine Arbeit gegenzuchecken, meine Fehler zu beheben und dafür zu sorgen, daß alles »echt« ist.
Diesen Männern verdanke ich viel. Admiral Sandy allerdings verdanke ich das Buch in seiner Gänze.
Patrick Robinson
Der Autor
Patrick Robinson, geboren in Kent/England, schrieb zahlreiche Sachbücher zum Thema Seefahrt und schaffte mit seinem Aufsehen erregenden Debüt Nimitz Class auf Anhieb den Durchbruch als Romanautor. Mit den folgenden U-Boot-Thrillern, die zu internationalen Erfolgen wurden und alle bei Heyne erschienen sind, konnte er sich im Genre Militärthriller etablieren. Patrick Robinson lebt heute in Irland und den USA.
Außerdem liegen vor: Barracuda 945/Gefährlicher Einsatz – Tödliche Flut/Scimitar SL-2 – Unter Beschuss/U.S.S. Seawolf – Tödliche Tiefe/U.S.S. Shark
Titelstory der Cape Cod Times vom 25. November 2004:
Port-aux-Français, Kerguelen. 24. November. Das Rätsel um das verschwundene Forschungsschiff Cuttyhunk aus Woods Hole wurde gestern Nacht ein gutes Stück gelüftet, als überraschend sechs der seit 23 Monaten vermißten Wissenschaftler auf der Kergueleninsel Courbet entdeckt wurden.
Die Gruppe hatte versucht, die 150 Kilometer breite Insel zu Fuß zu durchqueren und dabei mit einem Funkgerät Notsignale ausgesandt, die von der französischen Wetterstation an der Südostküste aufgefangen wurden. Die Wissenschaftler wurden von einem Hubschrauber auf die Wetterstation gebracht und sind offenbar die einzigen Überlebenden der 29 Menschen, die sich an Bord der am 17. Dezember 2002 unter mysteriösen Umständen verschwundenen Cuttyhunk befanden. Das Forschungsschiff, das seinem letzten Funkspruch zufolge angegriffen wurde und seitdem als vermißt galt, soll nach ersten Aussagen der Geretteten in einem Versteck in der Baie du Repos, einem einsamen Fjord am nördlichen Ende der Insel liegen. Es sei zwar durch Gewehrfeuer beschädigt, aber noch voll einsatzfähig. Es habe fast zwei Jahre lang als Gefängnis für die Wissenschaftler gedient.
Wie Angestellte der Wetterstation bestätigten, soll es sich bei den Geretteten um Professor Henry Townsend, Dr. Roger Deakins, Arnold Barry, William Coburg, Anne Dempster und Dr. Kate Goodwin handeln.
Frederick J. Goodwin, ein Cousin der zuletzt genannten Wissenschaftlerin und Chefreporter dieser Zeitung, wird noch heute Abend zur US-Marinebasis auf Diego Garcia im Indischen Ozean fliegen und an Bord der Fregatte gehen, die die Geretteten von den Kerguelen abholen soll. Mr. Goodwin, der sich seit dem Verschwinden der Cuttyhunk immer wieder für eine intensive Suche nach dem Schiff eingesetzt hat, ist der einzige Journalist, dem die Wissenschaftler ein Interview zugestanden haben.
Deren erstaunliche Geschichte, die Mr. Goodwin uns per Funk von Bord der Fregatte übermitteln wird, können Sie ab nächster Woche exklusiv hier in der Cape Cod Times lesen.