Achim F. Sorge

Julia auf Reisen

Neue Lustspiele auf der Burg, Teil 2

 

Impressum

„Julia auf Reisen – Neue Lustspiele auf der Burg, Teil 2“ von Achim F. Sorge

herausgegeben von: Club der Sinne®, Eichenallee 26m, 16767 Leegebruch, August 2015

zitiert: Sorge, Achim F.: Julia auf Reisen – Neue Lustspiele auf der Burg, Teil 2,

1. Auflage

 

© 2015

Club der Sinne®

Inh. Katrin Graßmann

Eichenallee 26m

16767 Leegebruch

www.Club-der-Sinne.de

kontakt@club-der-sinne.de

 

Stand: 01. August 2015

 

Gestaltung und Satz: Club der Sinne®, 16767 Leegebruch

Coverfoto

Frau © Anatoly Tiplyashin/Shutterstock.com

Hintergrund © Nejron Photo/Shutterstock.com

Covergestaltung: Club der Sinne®

 

ISBN 978-3-95604-502-8

 

Das vorliegende eBook ist urheberrechtlich geschützt.

 

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Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden und volljährig.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.

Erfundene Personen können darauf verzichten, aber im realen Leben gilt:

Safer Sex!

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Sarah

Der Abend im Landhaus

Die Einladung

Schnitzeljagd in den Dünen

Das Gewitter

Noch mal Sarah

Ende

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Vorwort

Wie schon im letzten Teil berichtet war ich urplötzlich mit einer einzigen Lustsklavin alleine im Kerker. Julia, so war ihr Name, hatte in den folgenden Monaten gute Arbeit geleistet und auch etliche Pfunde abgenommen. Sie wurde von mir und dem Burgherrn liebevoll umsorgt, meistens war sie die einzige Frau auf der Burg.

Leider hatten alle Bemühungen, eine passende Kameradin für Julia zu finden, keinen Erfolg. Entweder verstanden sich die Frauen nicht, oder der Neuzugang war renitent und störrisch. So blieb am Ende Julia alleine übrig.

Der Burgherr beschloss, seinen Sommerurlaub an der See zu verbringen. Ich sollte alleine auf der Burg zurückbleiben und dafür sorgen, dass Stall und Hof nicht verkamen. Doch keine Woche nach der Abreise erreichte mich ein Telegramm. In diesem wurde ich aufgefordert, die Burg in die Hände des Stallburschen zu legen und alsbald mit Julia einen Landsitz in der Nähe der See aufzusuchen. Flugs packte ich die nötigen Dinge zusammen und machte mich mit Julia auf den Weg zu dem besagten Landsitz. Eine Taxe fuhr uns zum Bahnhof, und von da aus nahmen wir einen Zug, der uns zur nächsten größeren Stadt brachte. Dort stiegen wir in einen komfortablen Abteilwagen um und versuchten, die kommenden Stunden zu genießen. Die Fahrt ging durch idyllische Landschaften, vorbei an grasenden Schafen, an grasenden Rindern und an anderen Tieren, die meist auch grasten. Bald schlief ich ein und wurde erst Stunden später, es war schon früher Nachmittag, wieder wach.

Sarah

Noch mit den Bildern des letzten Traumes im Kopf sah ich, dass unser Abteil nicht mehr uns alleine gehörte. Eine junge Frau, vielleicht Anfang zwanzig, hatte sich zu uns gesellt und unterhielt sich angeregt mit Julia.

„Guten Tag, meine junge Frau. Angenehm, Sie zu sehen“, sagte ich mit verschlafener, aber durchaus freundlicher Stimme.

„Hallo, Sie schnarchen, wissen Sie das?“, war ihre kecke Antwort.

Ich fragte mich, ob ich sie wegen dieser Unverfrorenheit tadeln sollte, aber ich entschloss mich dazu, es mit Humor zu nehmen.

„Ja, das mache ich, damit ich etwas habe, worüber ich im Zug mit den Leuten reden kann. Schnarchen Sie denn nicht auch, wenn Sie im Zug schlafen?“

„Nein, ich versuche, anständig zu sein!“

„Sie versuchen es?“

„Ich bin es sogar meistens.“

Julia brummte so etwas wie: „Anständig ist langweilig“, in die Runde.

„Julia, bitte, wir sind nicht unter uns“, warf ich ein.

„Und über was redet ihr, wenn ihr unter euch seid?“, fragte die junge Frau im fordernden Ton.

Julia verdrehte die Augen, und ich stand auf, um die Toilette zu besuchen. Als ich kurze Zeit später das Abteil wieder betrat, waren die beiden Frauen im Gespräch vertieft. Atemlos lauschte die Neue der Erzählung von Julia, die in kurzen Worten ihre Zeit auf der Burg zusammenfasste. Ich erfuhr auch den Namen der Frau, sie nannte sich Sarah und hatte als Reiseziel auch einen Ort am Meer.

Ich ließ mich auf dem Sitz nieder, nickte Sarah freundlich zu und kramte in meiner Tasche nach einer Illustrierten.

Schüchtern sagte Sarah, mehr zu Julia als zu mir, dass sie das alles sehr spannend fände. Julia bestätigte das, und ihr nächster Satz ließ mich aufhorchen.

„Ich erinnere mich, dass ich es schon früh aufregend und interessant fand, mir vorzustellen, gefesselt und wehrlos zu sein.“

Sarah errötete und bestätigte, dass es bei ihr ähnlich war. Allerdings, so berichtete sie weiter, traute sie sich bislang noch nicht, mit einem ihrer Freunde darüber zu reden.

„Ach Sarah“, fuhr Julia fort, „ich erzähle dir mal, wie das bei mir war.“

Neugierig geworden legte ich die Illustrierte wieder zurück in die Tasche und spitzte die Ohren.

„Ich fand es aufregend, mir vorzustellen, wehrlos und hilflos gefesselt zu sein. Ich träumte von einer Art Raumschiff, in dem in beleuchteten Nischen nackte Leute in ihren Fesseln hingen. Ein oder zwei Wärter achteten darauf, dass sich niemand befreite. Das ist aber schon lange her. Das Gefühl, das ich hatte, wenn ich davon träumte, das war dennoch erfüllend, spannend und ungemein aufregend.“

Julia lächelte unsicher und schaute uns fragend an. Ich lächelte zurück, nickte zustimmend und bat sie, doch weiter zu erzählen. Sarah nickte auch und schien Feuer und Flamme zu sein.

„Nun, irgendwann hatte ich dann meinen ersten Freund. Na ja, es war eine Art Sandkastenliebe und mehr als ein erster Kuss war auch nicht zwischen uns. Wir badeten zwar einmal nackt miteinander, aber das war es dann auch. Die Zeit verging, und ich spürte bald, wozu der kleine Knubbel in meinem Schritt eigentlich gut war. Meine Freundinnen schliefen gerne bei mir, weil in unserer Fernsehanlage ab Mitternacht der Jugendschutz deaktiviert war. So konnten wir uns die Kanäle gängiger Erotikanbieter ansehen. Hach, was war das alles aufregend, und ich sehnte mich sehr, so etwas auch zu erleben. Und wenn ich sah, wie sich Liebende mit dem Mund intim verwöhnten, dann wurde es da unten ganz schnell heiß. Und die Hündchenstellung, die fand ich schon damals unglaublich reizvoll.“

„Boah, so fing das bei mir auch an!“, unterbrach Sarah die Erzählung. „Aber es waren anfangs nur verschwommene Vorstellungen, die ich kaum in Worte fassen konnte. Erst als ich einen älteren Kerl kennenlernte, wurde mir klar, was ich wirklich wollte. Der Mann band mich ans Bett fest und ließ mich mit meiner Geilheit und heißen Spalte alleine dort liegen. Es war verwirrend, und Angst hatte ich auch. Später machte er mich los und verpasste mir einen Satz Ohrfeigen. Das war irgendwie gut, aber ich war mit der Situation überfordert und habe ihn rausgeschmissen.“

„Ja“, sagte Julia, „ich kann mit den jüngeren Männern auch nichts anfangen. Und im Bereich BDSM muss der Partner sogar älter sein.“ Dabei sah mir Julia direkt ins Gesicht, und ich musste lachen.

„Ja, meine Gute, ich bin dir hoffentlich alt genug.“, sagte ich, ohne über meine Worte nachzudenken.

Sarah reagierte sofort und sah mich mit offenem Mund an. „Was, ihr beide seid ein Paar?“, fragte sie mit ungläubigem Unterton.

„Nein, das sind wir nicht“, entgegnete Julia. „Er ist mein Herr, dem ich meine Sexualität anvertraut habe. Also, genau genommen ist er bei dem eigentlichen Herrn angestellt und vertritt ihn.“

Sarah schüttelte den Kopf, schluckte und bat um Aufklärung.

„Nein, noch nicht!“, erwiderte ich. „Julia soll zuerst ihre Geschichte fertig erzählen.“

Julia sammelte sich und fuhr fort.

„Na ja, erst einmal ging es ganz normal weiter. In einer Kur hatte ich einen Kerl, der von mir den Schwanz geküsst haben wollte. Der war aber blöde, und ich machte es nicht. Er aber gab überall damit an, dass ich ihm einen geblasen hätte. Schlimm war das, wirklich. Ja, und dann hatte ich einen Kerl, mit dem ich immer nur knutschte. Passte zum Alter, aber irgendwas war da, was mehr und mehr anders war als bei meinen Freundinnen. Ich schlief nicht mit jedem Kerl, der halbwegs passabel aussah, ich suchte etwas anderes. Und endlich lernte ich einen kennen, dem ich mich hingab. Er war schon über zwanzig, und es hat ein halbes Jahr gedauert, ehe ich mich auszog und mit ihm in ein Bett legte. Wenn ich zurückblicke, war ich damals sehr verklemmt. Hm, na ja, ich habe mich eben entwickelt.“

Julia strahlte uns an, nahm einen Schluck aus der Wasserflasche und erzählte weiter.

„Der Beischlaf war ein Desaster. Er war sehr kräftig gebaut, und ich blutete. Das bekam natürlich meine Mutter mit, weil die Hosen durchnässt waren. Ganz normal, wenn das Jungfernhäutchen reißt. Beim zweiten Mal blutete es wieder, und das Gefühl da unten war überhaupt nicht prickelnd. Sex, also Beischlaf, sank in meinem Ansehen deutlich. Dafür aber leckte er gut. Er hätte es stundenlang machen können, ich genoss das Gefühl sehr. Es hatte etwas Meditatives, wenn er mich dort küsste, meine Klitoris mit seiner Zunge umspielte oder die Zunge in meinen Scheideneingang schubste. Er wurde selbst immer unglaublich spitz davon und spritzte mir den Boden voll.“

Mit einem Mal wurde Julia nachdenklich, kratzte sich verlegen am Kopf und verzog schmerzlich ihr Gesicht.

„Als ich ihn dann bat, mir beim Sex die Hände zu fesseln, ich hatte mir vorher sogar Mut angetrunken, lachte er mich aus. Oh je, wie doof habe ich mich damals gefühlt. So kam es, dass Sex langweilig blieb und ich fand mich damit ab, dass es eben so war. Sogar der Sex mit einem anderen Mann, dem ich mich aus Verzweiflung hingab, war öde. Es schien mir, als ob guter Sex für andere Frauen bestimmt war. Und irgendwann war die Beziehung dann vorbei. Geliebt habe ich ihn am Ende nicht mehr, er war da nur noch ein Jugendfreund, mehr nicht. Dann kamen noch zwei oder drei andere Typen, aber das war auch nicht toll. Ich blieb irgendwann lieber alleine, als mich von irgendwem durchrammeln zu lassen.“

Der Zug hielt, einige Reisende verließen ihn und verschwanden im Dunkel einer Bahnhofhalle. Ein Schienenwärter überprüfte müde die Bremsen, und ein Mann mit einem fahrbaren Wagen kam zu unserem Abteil und bot Getränke und Knabbereien an. Wir ergänzten unseren Proviant, und die Reise ging weiter.

Mit dem Anfahren des Zuges nahm Julia ihre Erzählung wieder auf.

„Irgendwann, es dauerte noch recht lange, lernte ich einen Kerl kennen, der das erste Mal meine Neigung hatte. Er kam aus einer anderen Stadt, aber wir trafen uns später auf einem Fest. Auf Anhieb verstanden wir uns prächtig. Mitten im Gespräch, ganz unvermittelt, nahm er mich fest in den Arm, sodass ich nicht mehr freikam. Ich stutzte, aber er flüsterte mir ins Ohr, was er mit mir anstellen wollte. Er sagte: ‚Weißt du, was ich mit dir machen möchte? Fesseln, reizen, liegen lassen …‘“