Somalia, Djibouti, die Komoren und Mauretanien gehören zwar der Arabischen Liga an, sind aber für die Entwicklungen der arabischen Welt nur von marginaler Bedeutung und finden deshalb in dieser Darstellung keine Berücksichtigung.
Der erste dieser Reports erschien 2002, der bislang letzte 2009. Vgl. United Nations Development Programme (UNDP), Arab Human Development Report, <>.
Volker Perthes, Geheime Gärten. Die neue arabische Welt, Berlin 2002, S. 346.
Volker Perthes, Orientalische Promenaden. Der Nahe und Mittlere Osten im Umbruch, München 2006.
Die Daten beziehen sich auf 2009, beruhen auf den Datenbanken der Weltbank und der Vereinten Nationen und messen das Pro-Kopf-Einkommen nicht in absoluten Zahlen, sondern in den besser vergleichbaren sogenannten Kaufpreisparitäten.
Nach Schätzungen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen. Vgl. <>.
Der Index ist umstritten, weil er eben nur Perzeptionen misst. Aber es ist schwer, Korruption, die sich statistischen Methoden entzieht, real zu messen. Insofern hilft der Index, einen zumindest annähernden Vergleich zwischen verschiedenen Ländern und Regionen zu ermöglichen. Auf der Skala von 0 (sehr korrupt) bis 10 (sauber) liegen nur Katar und die VAE über 6, Kuwait, Jordanien, Saudi-Arabien, Oman und Tunesien zwischen 4 und 6, alle anderen unter 4, Sudan und Irak sogar unter 2. Vgl. <>.
Freedom House Annual Report 2010, S. 15f. <>.
Vgl. beispielsweise Charles Krauthammer, »From Baghdad to Benghazi«, in: Washington Post, 4. März 2011.
Diese Warnung war überaus deutlich in Präsident Bushs Rede zur Lage der Nation am 2. Februar 2005 und in der Ansprache der Außenministerin Rice an der Amerikanischen Universität in Kairo am 20. Juni desselben Jahres zu vernehmen.
Vgl. Steffen Angenendt/Bettina Rudloff, »Hungeraufstände in Großstädten«, in: SWP-Ausblick 2011, Dezember 2010.
Zu den Ursachen für die weltweit rapide steigenden Nahrungsmittelpreise werden unter anderem globale Klimaveränderungen und veränderte Konsumgewohnheiten in großen Ländern wie China gerechnet. Vgl. hier und im Folgenden Sarah Johnstone/Jeffrey Mazo, »Global Warming and the Arab Spring«, in: Survival, Jg. 53, Nr. 2 (April – Mai 2011), S. 11 – 17.
Vgl. unter anderem Magdi Abdelhadi, »Facebook outstrips Arab newspapers«, BBC News Middle East <>; zu den Daten Dubai School of Government, Arab Social Media Report, Issue 2, 2011 <>, ferner die Websites und SocialBakers. com <>.
Vgl. Dima Tarhini, »Inside the Arab Bloggers’ Minds: Europe, Democracy and Religion«, in: SWP Working Paper, Juni 2011.
Nicht für alle Länder liegen Daten vor. Grundlage hier sind die Daten bei und im zitierten Arab Social Media Report (ASMR). Einen signifikant höheren Altersdurchschnitt zeigen danach die Facebook-Nutzer in den arabischen Staaten am Persischen Golf; die Mehrheit davon dürften hier ausländische Arbeitskräfte sein, die über das Internet mit ihrer Heimat korrespondieren.
Daten hier und im Folgenden, sofern nicht anders zitiert, nach Jan Busse, »Indikatoren ausgewählter arabischer Staaten«, <>.
Vgl. hierzu insbesondere den Arab Human Development Report 2003. Buildung a knowledge society <>.
Quellen: UNDP, Egypt Human Development Report 2010 <>, S. 6, und das algerische Office National des Statistiques < >. Für die meisten Länder der Region liegen keine präzisen Daten vor.
Vgl. Olivier Roy, »Révolution post-islamiste«, in: , 12. Februar 2011; Moncef al-Marzouki, »Die aufschreckenden und erstaunlichen Dimensionen der arabischen Revolution«, in: al-Mustaqbal al-’arabi, Jg. 33, Nr. 386 (April 2011), S. 113 – 132.
Siehe Asads Interview in: The Wall Street Journal, 31. Januar 2011.
Vgl.etwa Champress vom 28. März 2011 <>.
Perthes, Geheime Gärten, S. 332.
Eine grundlegende Analyse der widersprüchlichen Entwicklung Tunesiens unter Ben Ali liefert Steffen Erdle, Ben Ali’s ›New Tunisia‹ (1987 – 2009). A Case Study of Authoritarian Modernization in the Arab World, Berlin 2010.
Vgl. Maria Cristina Paciello, »Tunisia: Changes and Challenges of Political Transition«, in: MEDPRO Technical Report, Nr. 3 (Mai 2011), S. 7.
Ebenda, S. 5.
Vgl. Muriel Asseburg/Isabelle Werenfels, »Tunesien: Einzelfall oder erster Dominostein?«, in: SWP-Aktuell 4, Januar 2011, S. 2.
Diskussionsrunde, Weltwirtschaftsforum Davos, 29. Januar 2011.
Die Seite ist auf Arabisch und Englisch verfügbar: <>. Zur unmittelbaren Vorgeschichte und zum Ablauf der ägyptischen Revolution vgl. etwa International Crisis Group, »Popular Protest in North Africa and the Middle East (I): Egypt Victorious?« (= Middle East/North Africa Report Nr.101,24. Februar 2011); Maria Cristina Paciello, »Egypt: Changes and Challenges of Political Transition«, in: MEDPRO Technical Report, Nr. 4 (Mai 2011); Dina Shehata, »The Fall of the Pharaoh«, in: Foreign Affairs, May/June 2011 <>.
Vgl. Daily News Egypt, 17. Januar 2011.
Vgl. Stefan Roll, »Die Aufarbeitung von Korruption in Ägypten«, in: SWP-Aktuell 24, April 2011.
<>.
Vgl. ausführlicher Paciello, »Egypt«, S. 11 – 19.
Gesprächszitate stammen, so nicht anders vermerkt, aus persönlichen Begegnungen, vor allem während eines Aufenthalts in Kairo im Juni 2011.
International Peace Institute Poll, Egypt National Survey, March 9 – 20, 2011.
Hizb al-hurriya wa-l-’adala, in englischsprachigen Publikationen »Freedom and Justice Party« (FJP).
Isabelle Werenfels, »Qaddafis Libyen: Endlos stabil und reformresistent? «, in: SWP-Studie 7, März 2008, S. 21. In dieser Studie findet sich auch ein Überblick über die Herrschaftsstrukturen Libyens unter Qadhafi (S. 12/13).
Vgl. ebenda.
Zu den Hintergründen des libysch-amerikanischen Übereinkommens vgl. ausführlich Robert S. Litwak, Regime Change. U.S. Strategy through the Prism of 9/11, Washington, D.C., 2007, vor allem S. 169 – 199.
Vgl. ausführlicher zu den Oppositionsbewegungen: International Crisis Group, »Popular Protest in North Africa and the Middle East (V): Making Sense of Libya« (= Middle East/North Africa Report Nr. 107, 6. Juni 2011), S. 19 – 21.
Vgl. ebenda, S. 1 – 6, hier auch ein Versuch, den Ereignisverlauf möglichst präzise zu erfassen.
Qadhafis »zenga zenga, dar dar« diente den Aufständischen zum Beweis dafür, dass der Revolutionsführer ein Massaker, wenn nicht sogar einen Genozid plane, falls er Benghazi zurückerobern würde, erlebte aber auch eine Verwandlung in ein Stück nahöstlicher Popkultur: al-Jazeera nutzte den Soundbyte über Monate, um damit seine Nachrichtenblöcke über Libyen einzuleiten; und der israelische Rapper Noy Alooshe setzte es in ein tanzbares Hip-Hop-Stück um, das in verschiedenen Versionen – für den israelischen und für den konservativeren arabischen Geschmack wie auch für den Gebrauch der Rebellen – auf der Internet-Plattform Youtube abrufbar ist.
Hier ist weder der Ort für eine Geschichte des Kriegsverlaufs noch für eine Diskussion der Entscheidungsprozesse im Sicherheitsrat, in der EU oder in der NATO. Diese mögen für die Zukunft der NATO und für die Fortentwicklung der gemeinsamen europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik von Bedeutung sein. Die deutsche Stimmenthaltung im Sicherheitsrat dürfte auch einen gewissen Einfluss darauf haben, wie Deutschland international wahrgenommen wird. Angesichts der Kurzlebigkeit internationaler Politik sollte dies aber nicht überschätzt werden. Für die Entwicklungen in der arabischen Welt waren die Differenzen, Unklarheiten und Inkonsistenzen in diesen Entscheidungsprozessen ziemlich belanglos, auch wenn sie hier und da Verwunderung auslösten.
Der Pressesprecher Obamas, Jay Carney, sprach am 24. März 2011 von einer Aktion, die, zumindest was den militärischen Einsatz der USA betreffe, »Tage, nicht Wochen« dauern werde.
Vgl. etwa Sarah Phillips, Yemen and the Politics of Permanent Crisis, London 2011.
Vgl. Victoria Clark, Yemen: Dancing on the Heads of Snakes, New Haven /London 2010, S. 276 – 278. Das Buch der Journalistin ist insgesamt die wohl beste neuere Darstellung zum Jemen.
Vgl. hier und im Folgenden etwa International Crisis Group, »Popular Protest in North Africa and the Middle East (II): Yemen between reform and revolution« (= Middle East/North Africa Report Nr. 102, 24. Februar 2011); Nadia al-Sakkaf, »The Politicization of Yemen’s Youth Revolution«, in: Arab Reform Bulletin, 27. April 2011; Atiaf Zaid Alwazir, »The Square of Change in Sana’a: an incubator for reform«, in: Arab Reform Initiative, Nr. 48, April 2011.
Vgl. hierzu Ginny Hill/Gerd Nonneman, »Yemen, Saudi Arabia and the Gulf States: Elite Politics, Street Protests and Regional Diplomacy«, in: Chatham House briefing paper, May 2011.
Die wohl bestinformierte Darstellung der politischen Verhältnisse in Bahrain liefert Katja Niethammer, Political Reform in Bahrain. Institutional Transformation, Identity Conflict and Democracy, London 2012 (im Erscheinen). Zur Schilderung der Entwicklungen seit Anfang 2011 hier und im Folgenden vgl. International Crisis Group, »Popular Protest in North Africa and the Middle East (III): The Bahrain Revolt« (= Middle East/North Africa Report No. 105, 6. April 2011); Katja Niethammer, »Bahrain im Ausnahmezustand«, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, 56 (Mai 2011), S. 86 – 89.
So Niethammer, »Bahrain im Ausnahmezustand«, S. 86.
Vgl. Elisabeth Bumiller, »Gates tells Bahrain’s King that ›baby steps‹ to reform aren’t enough«, in: The New York Times, 12. März 2011.
Vgl. unter anderem Joseph Croitoru, »Aufs Schaffott«, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Mai 2011; Martin Chulov, »Bahrein rights activist jailed for life«, in: The Guardian, 22. Juni 2011; International Crisis Group, »Popular Protest in North Africa and the Middle East (VIII): Bahrain’s Rocky Road to Reform« (= Middle East/North Africa Report Nr. 111, 28. Juli 2011).
Mit mehr Details zum Prozess und zu den Verfassungsänderungen siehe unter anderem: Marina Ottaway, »The new Moroccan constitution: Real change or more of the same?«; in: Carnegie Endowment, Commentary, 20. Juni 2011 <>.
The Wall Street Journal (Online-Ausgabe), 31. Januar 2011.
Zu Asads Politik des begrenzten Wandels vgl. ausführlicher Volker Perthes, Syria under Bashar al-Asad: Modernisation and the Limits of Change, Oxford/New York 2004 (= Adelphi Paper 366).
Vgl. al-Sharq al-Awsat, 8. April 2011.
Yassin al-Haj Salih, »A tense Syria in a changing Arab world«, in: Heinrich Böll Stiftung (Hrsg.), Perspectives. Political analysis and commentary from the Middle East, Special Issue, April 2011, S. 172 – 178, hier S. 175.
The New York Times, 10. Mai 2011.
Vgl. mit dieser Zahl The Economist, 2. Juli 2011.
Vgl. Joachim Guilliard, »Auch im Irak wächst eine Protestbewegung«, in: INAMO 17 (Frühjahr 2011), S. 16 – 19.
Vgl. hierzu Guido Steinberg, »Die neue Kurdenfrage. Irakisch-Kurdistan und seine Nachbarn«, in: SWP Studie 12, Mai 2011.
Vgl. die Webseite der Gruppe Gaza Youth Breaks Out <>.
Financial Times, 4. Mai 2011.
Vgl. unter vielen etwa Hassan Bin Youssef Yassin, »Saudi Arabia: This is who we are. Stability of monarchies is in sharp contrast to the failure of Arab republics«, in:Arab News, 8. Mai 2011 <>.
Vgl. etwa Juliette Kayyem, »In Mideast, the Kings are All Right«, in: Boston Globe, 7. März 2011; oder kritisch: Jillian Schwedler, »The end of monarchical exceptionalism«, in: , 22. Juni 2011.
Dies betont Marwan Muasher, »A Decade of Struggling Reform Efforts in Jordan«, in: The Carnegie Papers, Mai 2011. Muasher ist ein ehemaliger stellvertretender Ministerpräsident, der gewissermaßen als Außenseiter in dieser Elite scheiterte.
Vgl. Tobias Buck, »Jordan’s King Abdullah warns of Slow Reform«, in: Financial Times, 14. Juni 2011 <>; Rami G. Khouri, »In Jordan, real change or illusion?«, in: The Daily Star, 18. Juni 2011.
Siehe dazu ausführlicher Perthes, Orientalische Promenaden, S. 135 bis 236.
<>.
Huda al-Salih, »Das Ministerium für religiöse Angelegenheiten verhängt eine Disziplinarstrafe gegen Scheich Muhammad al-Arifi«, in: al-Sharq al-Awsat, 21. April 2011.
Caryle Murphy, »Saudi king unveils massive spending package«, in: The National, 19. März 2011 <>.
Vgl. Khaleej Times, 19. Juli 2011.
Vgl. etwa Hamid Kifa’i, »Keine Rückkehr in die Vergangenheit. Die Arabische Welt hat sich für immer geändert«, in: al-Hayat, 8. April 2011; Mohammed Ali Atassi, »What the people want …«, in: Heinrich Böll Stiftung (Hrsg.), Perspectives. Political analysis and commentary from the Middle East, Special Issue, April 2011, S. 28 – 34.
Nur al-Din al-’Aufi, »Der arabische demokratische Frühling: Die Ausnahme bestätigt die Regel«, in: al-Mustaqbal al-’arabi, Jg. 33, Nr. 386 (April 2011), S. 139 – 142, hier S. 139.
Sadiq Jalal al-Azm, »Einige allgemeine Eigenschaften, die die Aufstände in unserer Region prägen«, in: al-Hayat, 17. Mai 2011.
Vgl. etwa Khalil al-Anani, »Die Wandlungen des ›islamischen Phänomens‹ in Ägypten«, in: al-Hayat, 15. Juni 2011.
Gudrun Krämer, »Die islamische Demokratie. Warum die Scharia auch mit dem Rechtsstaat vereinbar sein kann«, in: Die Zeit, 24. Februar 2011.
Mit dem ausdrücklichen Wunsch nach einer solchen Rolle des Militärs siehe Muhammad ’Abd al-Shafi" Isa, »Theoretische Hypothesen auf dem Prüfstein der jüngsten revolutionären Erfahrungen in Tunesien und Ägypten«, in: al-Mustaqbal al-’arabi, Jg. 33, Nr. 386 (April 2011), S. 133 – 138, hier S. 136.
Saudi-Arabien zählte 2010 ca. 26 Millionen, die VAE 5 Millionen, Kuwait 2,6 Millionen und Katar 800 000 Einwohner; davon dürften in Saudi-Arabien ca. 80 Prozent, in Kuwait ca. 50 Prozent, in Katar und den VAE 20 Prozent oder weniger auch Staatsbürger sein.
Vgl. Abdulaziz Sager, »Reforms the Arab monarchies cannot avoid«, in: The Washington Post, 24. April 2011.
Gespräche in Israel, Mai 2011.
Vgl. Dima Tarhini, »Inside the Arab Bloggers’ Minds: Europe, Democracy and Religion«, in: SWP Working Paper, Juni 2011.
European Commission, »A partnership for democracy and shared prosperity with the Southern Mediterranean«, 8. März 2011.
Vgl. ausführlicher Volker Perthes, »A European Opening for the Arab World«, in: Project Syndicate, 2. Mai 2011 <>, sowie mit weiteren Handlungsempfehlungen Muriel Asseburg, »Der arabische Frühling. Herausforderung und Chance für die deutsche und europäische Politik«, in: SWP-Studie 17, Juli 2011, S. 26 – 31.
Mit ausführlicheren Überlegungen zu diesem Thema: Stefan Mair/ Volker Perthes, »Ideen und Macht: Was definiert die relative Gewichtsverteilung in der Welt?«, in: Internationale Politik, 66. Jg. (Mai/ Juni 2011), S. 10 – 23.