Hans Fallada
Wer einmal aus dem Blechnapf frisst
Roman
ISBN E-Pub 978-3-8412-0076-1
Aufbau Digital,
veröffentlicht im Aufbau Verlag, Berlin, 2010
© Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin
Bei Aufbau erstmals 1946 erschienen
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Vervielfältigung und Verwertung ist nur mit Zustimmung des Verlages zulässig. Das gilt insbesondere für Übersetzungen, die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen sowie für das öffentliche Zugänglichmachen z.B. über das Internet.
Umschlaggestaltung Preuße & Hülpüsch Grafik Design
unter Verwendung des Gemäldes »Die Freunde«, 1924,
von Wilhelm Schnarrenberger, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
Konvertierung Koch, Neff & Volckmar GmbH,
KN digital – die digitale Verlagsauslieferung, Stuttgart
www.aufbau-verlag.de
Vorwort
1. Kapitel: Reif zur Entlassung
2. Kapitel: Die Entlassung
3. Kapitel: Friedensheim
4. Kapitel: Der Weg ins Freie
5. Kapitel: Schreibstube Cito-Presto
6. Kapitel: Selbst ist der Mann
7. Kapitel: Der Zusammenbruch
8. Kapitel: Ein Ding wird gedreht
9. Kapitel: Reif zur Verhaftung
10. Kapitel: Nord, Ost, Süd, West – to Hus best
Anhang
Hans Fallada: Stimme aus den Gefängnissen
Textgrundlage dieser Ausgabe:
Hans Fallada. Ausgewählte Werke in Einzelausgaben.
Herausgegeben von Günter Caspar.
Band III. Aufbau-Verlag Berlin und Weimar,
4. Auflage 1976
Eine der ersten Taten der Nazis war es, daß sie dieses Buch vom Blechnapf auf die schwarze Liste setzten. Eine der ersten Taten des neuen demokratischen Deutschlands ist es, dieses Buch wieder zu drucken. Dies scheint mir beinahe symbolisch: Jede Zeile in diesem Roman widerstreitet der Auffassung, die von den Nationalsozialisten über den Verbrecher gehegt und durchgeführt wurde an ihnen. Jetzt ist wieder Platz für Humanität, für eine Humanität, die wohl frei ist von jeder Gefühlsduselei, die aber des Satzes eingedenk bleibt: Ihr laßt den Armen schuldig werden …
Ich habe bei diesem Neudruck keine Zeile geändert der ersten Auflage gegenüber. Vielleicht denke ich heute in manchen Dingen anders als damals vor elf Jahren, als ich dieses Buch schrieb. Um so mehr ein Grund, nichts zu ändern. Wir können unsere Bücher nicht in jeder Lebensphase umschreiben. Und im großen ganzen hat für mein Gefühl noch Gültigkeit, was ich damals schrieb.
So gehe denn hinaus, Buch, in die Welt. Ich hoffe, daß auch du für dein Teil ein weniges beiträgst zur Humanisierung der Menschen – nach zwölf Jahren der Verrohung.
Berlin, am 1. Dezember 1945
H. F.