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1. Auflage Dezember 2020

Verlagsanschrift Kreuzstraße 23

D-91077 Neunkirchen Deutschland

Satz und Layout © IPM Edition

helmut.moldaschl@gmx.net

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© 2020 Name der Autoren / Rechteinhaber

Helmut Moldaschl

Illustrations – Translations – Pictures © IPM Edition

Herstellung und Verlag

© 2020 ISBN 9783752682793

BoD – Books on Demand GmbH, Norderstedt

Inhalt

  1. Unwissen, Angst und Zuversicht
  2. Magische Zahlen einer Epidemie
  3. Wozu Corona?
  4. Chronologie
  5. Covid-19 Fallzahlen
  6. Was ist Covid-19
  7. Anti Corona Maßnahmen
  8. Was ist eine Grippe
  9. Tests
  10. Die Aussagequalität von Tests
  11. Bakterien und Viren
  12. Viren in der Atemluft
  13. Wie Sie Viruserkrankungen abwehren
  14. Ablauf einer Grippe-Infektion
  15. Wie mir mein Immunsystem hilft
  16. Die Magie der Maske
  17. Quarantäne oder freie Wildbahn
  18. Covid-19 und der Schutz vor Ansteckung
  19. Was ist eine Pandemie
  20. Neurologin kritisiert Maske und Abstand
  21. Das S I R Epidemiemodell
  22. Der Ansteckungs- und Erkrankungspfad
  23. Und Covid-19 in Schweden?

Abbildungen

1 Unwissen, Angst und Zuversicht

Die Maßnahmen gegen die Epidemie entwickelten sich so schnell wie diese selbst und alles mündete blitzartig in weltweitem Chaos. Bis heute weiß niemand so recht weshalb und doch taten all die Lenker so, als ob sie alles jederzeit im Griff hätten.

Lassen wir deshalb zur Einstimmung zwei österreichische Politiker kurz zu Wort kommen. Ihre Ausführungen zeigen ihre Empfindungen von der Lage.

1.1 Der Österreichische Bundespräsident

Seit 1965 wird am 26. Oktober der österreichische Nationalfeiertag begangen. Eingeführt per Gesetz vom 25. April 1919 für die Erste Republik Österreich. Bei diesem Anlass sprechen namhafte Politiker an die Öffentlichkeit. Wir betrachten einen Ausschnitt der Rede des österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen und die Antwort des ehemaligen Innenministers Herbert Kickl.

In seiner Fernsehansprache zum Nationalfeiertag hatte der österreichische Bundespräsident die Österreicherinnen und Österreicher in der vom ORF übertragenen Rede aufgefordert, sich von der Coronavirus-Pandemie nicht unterkriegen zu lassen. ‚Österreich wird das bewältigen. Miteinander.‘

Er rief die Bevölkerung auf, die Coronavirus-Regeln einzuhalten und die Ungeduld in etwas Positives umzuwandeln. Wut und Angst wären schlechte Ratgeber. Nicht wechselseitig sollten Schuldige gesucht werden, sondern man solle die Pandemie mit Wissenschaft, Vernunft und Mitgefühl bekämpfen. Nur mit faktenbasiertem Handeln und mit rechtzeitiger, verständlicher, nachvollziehbarer Kommunikation wäre das Virus in den Griff zu bekommen.

Die CoVid-Krise greife das menschliche Grundbedürfnis nach Sicherheit, Nähe und Gemeinschaft direkt an. Für den Augenblick sei es aber notwendig, die Situation zu akzeptieren, vor allem aber die Corona-Regeln einzuhalten: ‚Sie wissen schon: Hände waschen, Abstand halten, Mund-Nasen-Schutz tragen, Stopp-Corona-App verwenden und die anderen wichtigen Maßnahmen.‘

Dass man in Europa nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder mehr zueinander finden solle. Das 750 Milliarden Euro schwere EU-Investitionspaket die ‚Basis wäre für eine Zukunft, in der unser Land, unser Kontinent wieder aufblühen würden.‘ In der Hoffnung, dass man dann am Nationalfeiertag des kommenden Jahres das Schlimmste hinter sich habe und man zurückblicken könne auf diese unwirkliche Zeit.

‚Wir haben niemals, auch nicht in der schwierigsten Zeit, unsere Vernunft, unser Mitgefühl, unsere Gemeinschaft vergessen. Denn darauf ist unsere wunderschöne Heimat gebaut.‘

Ein dezenter Hinweis des Staatsoberhauptes auf die hilflos wirkenden diffusen Aktionen der österreichischen Regierung am Anfang der Pandemie. Wie schaffte es ein uralter Mann, mit so wenigen Worten so viel Furcht, Last und Kummer auszubreiten.

1.2 Der ehemalige Österreichische Innenminister

Von 18. Dezember 2017 bis 22. Mai 2019 war Herbert Kickl Bundesminister für Inneres gewesen. Auf Facebook kritisierte der FPÖ-Politiker nun die Ansprache des Bundespräsidenten. Van der Bellen wäre nicht auf die Frustration und die Wut der Bevölkerung eingegangen, nicht auf die seit Monaten anhaltende Unfähigkeit und Planlosigkeit der Regierung, nicht auf ihre unverantwortliche Angststrategie.

‚Ein Bundespräsident solle nicht zur aktuellen Situation schweigen, um sich dann über die Stimmungslage zu wundern.‘1

Doch was sollte dieser denn fertigbringen, bei so viel Unsicherheit, wie sie sich später auch noch katastrophal entwickeln würde.

1.3 Helmut Moldaschl | Kernphysiker

Als Physiker und Mathematiker studierte ich auch gelegentlich etwas Psychologie. Immer schon interessierten mich die Menschen.

Nach der Promotion in Wien war ich einige Zeit Assistent an der Wiener Universität, unmittelbar darauf einige Jahrzehnte in einem deutschen Unternehmen, unter anderem verantwortlich für die kerntechnische Auslegung von Druckwasserreaktoren, für die Sicherheit dieses Reaktortyps, die Entwicklung und Schulung von Berechnungsmethoden und das Qualitätsmanagement.

Wenige Jahre nach meinem beruflichen Ausscheiden hatte man bei mir Magenkrebs in weit fortgeschrittenem Stadium festgestellt.2 Hoffnungslos sei das Ganze, hatte man befunden, was zu meiner Begegnung mit Professor Hohenberger führte.

Ab September 2004 war ich sein Patient, zwei Jahre später fuhr ich mit dem Fahrrad zum ersten Mal von Nürnberg nach Nizza.

Mehr als ein Jahrzehnt danach schrieben Hohenberger und ich unser gemeinsames Buch, in dem wir ausführlich über unsere persönliche Beziehung erzählten.3 Über Wissen, Halbwissen, Unwissen und über Missverständnisse. Und das würde bald auch bei Corona massenhaft und mit verheerenden Wirkungen auftreten.

2019 Helmut Moldaschl mit Alexander


1 https://www.oe24.at/oesterreich/politik/kickl-mit-wut-posting-gegen-van-der-bellen/451639177

2 Helmut Moldaschl: Diagnose Magenkrebs – Eine Autobiographie Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (14. Mai 2018) ISBN-13: 978-3752859751

3 Werner Hohenberger, Helmut Moldaschl Arzt–Patienten–Kommunikation – Ein Patient und sein Chirurg im Zwiegespräch Verlag: De Gruyter; Auflage: 1 (24. September 2018)

ISBN-13: 978-311060956

2 Magische Zahlen einer Epidemie

Wenn man aufgrund irreführend definierter Infektionswerte – denn beispielsweise bedeutet infiziert nicht infektiös, ansteckend –, schon nach einer angeblichen Ersten ‚Welle‘ von einer Zweiten Welle und dann von einer Dritten heran rollenden Welle von Infizierten spricht – und man noch nicht einmal Ursache, Inhalt und Wirkung der Ersten Welle verstanden hat, weil diese ‚Wellen‘ keine Wellen sind, sich in der Bevölkerung aber schon fast zwingend die Vorstellung eines Ansteckungs-Tsunamis manifestiert–, so fragt man, wieso Zahlen in wenig überzeugendem Kontext dunkle Einflüsse suggerieren können.

Bald wird wohl alles Leben ausgelöscht sein. Seit Monaten treibt die Angst europäische Bürger in Massen vor sich her, und ein Ende ist nicht absehbar. Hoffentlich kann uns eine Impfung retten…

Unterstützt wird eine Magie neuartiger Infektionen durch die Unterlegung mit schrecklichen Sterbezahlen. Sie werden den Klinikbetrieb niederringen. Egal weshalb und woher diese Informationen stammen, sie üben emotionalen Druck auf die Bevölkerung aus. Bald werden welche an dieser neuartigen Krankheit sterben, und viele von ihnen werden wir kennen. So weissagen es Politiker und selbst wenn wir im Moment entkommen, wird uns dieses Virus den Rest unseres Lebens auf den Fersen bleiben.

Schon eine Reihe nackter Zahlen kann eine fürchterliche Krankheit herbeizaubern, und so sind wir bereit die Psyche Hunderttausender Kinder zu opfern, nur um einige Hundertjährige zu retten.

Was uns da laufend so eindringlich beschrieben wird, gebiert eine Vielzahl von Maßnahmen, welche die Pandemie im Zaum halten sollen. Abstand, Maske, Impfung, Lockdown, Quarantäne. Mit Tricks dieser Art und wenn wir brav sind, werden wir einigermaßen unbeschadet davonkommen. Zumindest eine Zeit lang. Auch bei der bevorstehenden Not-Impfung müssen wir konsequent bleiben, dem Rat selbst ernannter Fachleute folgen, Epidemiologen, Ärzten, Managern, Politikern, Reportern, allen die sich in dieser Problematik auskennen, die Bescheid wissen. Mit der notwendigen Beharrlichkeit, so sagen sie, werden wir gemeinsam das Unheil abwenden können. Müssen auf uns und die anderen schauen.

Andernfalls müssen wir mit einer Triage rechnen, mit der Rückstellung lebenserhaltender Maßnahmen, bei technischen und medizinischen Engpässen, wie während der beiden Weltkriege. Letztendlich Maßnahmen, die wir derzeit unserem Ungehorsam zuzuschreiben hätten. Fehlender Medizin, fehlenden Betten. Nach solchen Androhungen, mit denen die Angst der Bevölkerung geschürt worden war, hatten selbst gestandene Epidemiologen beschlossen das diffuse Covid-19 Schlachtfeld zu verlassen, um mit Hilfe neuer Virenstämme wieder in Ruhe nach der lauteren epidemiologischen Wahrheit zu forschen.

Abbildung 1: Summe gemessener Infektionen, Ende 2020 Johns Hopkins University4

Bevor man sich als unwissender Bürger einer undifferenzierten Furcht vor Corona hinzugeben und allem zu folgen bereit ist, was Politiker und Polizei befehlen, sollte man sich sachkundig machen. Man wird dann erfahren, dass sich beim Auftreten eines neuen Virustyps ohne unser Zutun bald ein dynamisches Gleichgewicht zwischen seinen Attacken und der Verteidigungsarmee unseres körpereigenen Immunsystems einstellt. Eine neue Epidemie wird man mit diesem Wissen zwar nicht gleich in die Knie zwingen – sie wird auch sonst niemals zu Ende sein –, doch wird sie irgendwann auf einem Infektionsniveau ankommen, auf dem man mit ihr nahezu gefahrlos kooperieren kann. In der Zeit dazwischen kann es freilich ein wenig strenger einhergehen, als das in den scheinbar sicheren Zeiten davor der Fall war.

Bei jeder Virus-Mutante aber, und solche werden sich bald zeigen, wird das Spiel von neuem beginnen, und das wird auch bei Covid-19 und den Nachfolgern so sein. Bis dahin könnten wir verschreckt und angsterfüllt auf die neuen Varianten warten und auf die Ideen unserer Beschützer in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Kennt das Immunsystem ein Virus bereits und seine Brüder und Schwestern, wie das bei einer der vielen Mutationen der jährlich wiederkommenden Influenza so ist, dann wird der Einschwingvorgang schneller verlaufen, der Ablauf etwas harmonischer sein, als wenn seine Eigenschaften dem Immunsystem völlig fremd sind und das Virus wie Covid-19 ungebremst hereinkracht. So kann es sein, muss aber nicht so sein.

Eine funktionierende Impfung soll die Vorstellung des neuen Besuchers beschleunigen und die Wahrscheinlichkeit zu erkranken verringern, man würde das alles auch gut verfolgen können, versprechen sie uns, sich vor Impfschäden irgendwie schützen können. Was die neue Not-Impfung alles hervorbringen wird wissen wir noch nicht. Doch es wird alles gutgehen, die Unfruchtbarkeit der Menschheit nach einigen Generationen wird wohl ausbleiben, vielleicht oder gar vielleicht sicher eine dramatische Übervölkerung. Man wird schon sehen. Erst mal das Ganze bremsen.

Eine vollständige Verhinderung von Erkrankungsrisiken ist in weltweitem Umfang bisher noch nicht gelungen. Keines der Viren ist vollständig ausgerottet. Auch die Pocken sind es nicht, obwohl 1980 die WHO das einfach so definiert hat. Sie sind halt immer noch irgendwie da. Wie die Ratten halt. Alle Viren sind irgendwo auf Tauchstation, kurven unauslöschlich im Weltall herum und kommen immer wieder einmal auf Besuch vorbei, und so hat die Menschheit viele Epidemien durchlaufen, ohne es zu bemerken. Beispielsweise die alljährlichen Grippeepidemien.

Durch sie waren tausende Menschen gestorben. Ende 1918 weit mehr als durch den Krieg davor. Niemand konnte das verfolgen, doch jetzt sind unsere Testmethoden so gut und schlau, dass wir stets wissen, wann wir Angst haben sollten.

Dazu erhalten wir jeden Tag per zuverlässige PCR-Tests, die Anzahl der neu Infizierten und die Koordinaten der Parkplätze vor Bahnhöfen und Supermärkten, auf denen wir von wann bis wann Maske zu tragen haben, um nicht dort gleich nach dem neuesten Test schon wieder zu erkranken.

Wenn man den Test-Schwächen nachgeht und am Testergebnis zweifelt, ist man ein Verschwörungstheoretiker und hat grundsätzlich verloren. Also niemals fragen. Doch wenn man die Zusammenhänge nicht kennt, aber grundsätzlich gläubig ist, glaubt man den realen Infektionsverlauf erfassen und sich mit permanenten und möglichst häufigen Messungen der Epidemie entziehen zu können.

Doch man irrt: Derzeit weiß beispielsweise niemand, weshalb die Summe der Infektionen (Abbildung 1) diese merkwürdige Form hat und so deutet man den Anstieg ab Ende Mai 2020 sicherheitshalber als Beginn einer Zweiten Welle.

Tatsächlich sind die Verteilungen der Infektionsmengen (RKI nennt es Fallzahlen) weder Wellen noch Schwingungen, sondern eben statistische Verteilungen von Daten. Sogenannte Distributionen. Das hat nichts mit Schwingungen zu tun und nichts mit Wellen. Auch die Schulnoten der Kinder schwingen nicht. Was sollte an Häufigkeiten schwingen?

Stellt man die Daten aus Abbildung 1 in etwas anderer Art dar (Abbildung 2), dann scheint plötzlich etwas zu schwingen. Doch auch hier schwingt nichts. Die Anzahl der Deutschen, diese 83 Millionen, liegen überdies in dieser Abbildung 160 Meter oberhalb der Abbildung: 83 Millionen zu 25 Tausend ist die Relation.

Abbildung 2: Täglicher Zuwachs der Infektionen z = I (t) - I (t-1)

Daran können Sie erkennen, wie irreführend winzig die Peaks sind. Es sind also dieselben Daten, und der Verlauf ist scheinbar ein völlig anderer. Wenn der Millionär eine Zeitung kauft: wie viel fehlt ihm dann in seinem Geldbeutel?

Jetzt meint man ab etwa 09.06.2020 den Beginn einer Zweiten Welle erkennen zu können. Der Millionär seine Schulden. Doch es sind dieselben Daten, nur ist eben die Infektionsdifferenz dargestellt. Es sind Differenzen in Relation zum Ganzen.

Noch deutlicher kann man das erkennen, wenn man den Verlauf der Quotienten k aufeinander folgender Summen der Infektionszahlen darstellt: k = I (t) / I (t-1); (I(t) ist die Summe der Infektionszahlen heute, I(t-1) war die Summe der Infektionszahlen gestern)

I(t) sind wieder die Daten, die auch Abbildung 1 zugrunde lagen. Nun erhalten wir Abbildung 3: Entwicklung des relativen Infektionsniveaus I (t) = k* I(t-1) und die Sache sieht wieder anders aus: jetzt ist die Zweite Welle fast unsichtbar. Das liegt an diesen 160 Metern, die wir nun in der Abbildung vorliegen haben. Durch den Quotienten!

Abbildung 3: Entwicklung des relativen Infektionsniveaus k* I(t-1) = I(t)

Ob man nun Daten von Johns Hopkins darstellt oder jene des Robert Koch Instituts RKI ist völlig gleichgültig. Aus keinem der beiden Datensets ist unmittelbar zu erfassen, dass jeweils allen Abbildungen dieselben Grunddaten zugrunde liegen.

Abbildung 3 jedenfalls wäre nur noch eine winzige Zweite Welle zu erkennen, selbst wenn es sie gäbe: Ist das eine Täuschung? Ein Fehler im Druck? Nichts von alldem. Es sind Verteilungen, und diese sind so winzig, dass man sie kaum erkennen kann. Das ist die Relation der Gefahr, in der wir schweben.

Sagen Sie jetzt bitte nicht „Aber die vielen Toten!“ Jeder ist einer zu viel, doch war das auch bei der letzten Grippe so. Jedes Jahr gab es eine Grippe irgendwo. Wir hatten es nur nicht gemerkt, weil wir nicht gemessen haben. Und diese Grippen waren keineswegs ungefährlicher als es nun Covid-19 ist.

Betrachten Sie also, ich bitte Sie, in Abbildung 16: Sterbefälle Jährlicher Verlauf 2016 - 2020. Covid-19 ist auch dabei und es ist wahrlich kein gefährlicher Ausreißer.

Jeder von Ihnen kann jetzt, wenn er möchte aus jeder der drei Abbildungen eine zweite Welle herauslesen und mit dieser Vermutung ein Land wirtschaftlich ruinieren und dessen Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen.

Wenn er sich seiner Sache nicht ganz sicher ist, kann er einfach darüber demokratisch abstimmen, dann kann er später nach Gründen für seine Entscheidung suchen und die Verantwortung seines Motivs für Lockdowns, Quarantänen und Maskentragungen aller Art anderen zuschieben, und es ist nicht schwer, für die Abrechnung 2021 vorauszusehen, dass das so kommen wird. Sie werden sich alle wegdrücken. Keiner wird die Verantwortung für den Unsinn übernehmen. Alle werden sie weiter taktieren, begründen, verschleiern, lügen und betrügen.

Und sie werden dann von den Intensivbetten reden, und wem sie nicht mehr helfen konnten, weil die Verschwörungstheoretiker solche dämlichen Bücher schreiben, wie dieses hier. Darin wird das ganze Unheil liegen.

Daher beschreibt der schwedische Staatsepidemiologe Nils Anders Tegnell die Situation folgendermaßen:

‚Wir arbeiten mit Infektionskrankheiten und wissen deshalb, dass sich dieser Typ von Krankheit weiter ausbreiten wird bis wir Immunität in der Bevölkerung erreicht haben … einen anderen Weg um es zu stoppen gibt es nicht.‘

So erkennt man nun aus Abbildung 1 nichts anderes, als den Beginn des Aufschwungs vom aktuellen Infektionsniveau von einer Million Infizierte (Ende November 2020) bis irgendwann auf das Niveau der Herdenimmunität: das wären dann mindestens 30 bis 50 Millionen Infizierte in Deutschland.

Wir würden diesen natürlichen Vorgang nicht bremsen können, doch haben wir nach der Interpretation der Messungen des RKI erst weniger als 3 % des Weges hinter uns. Es sei denn, die Messungen wären völlig falsch oder sehr unsicher. Vermutlich sind sie sehr unsicher. Dann wären wir jetzt auf irgendeinem niedrigen Infektionsniveau und wir kennten es nicht einmal.

Wovor sollten wir uns also schützen wollen? Vor den nächsten schrecklichen Peaks und der Tatsache, dass die Gesundheitsämter nicht mehr nachkommen, den volllaufenden Kahn mit Kaffeelöffeln leerpumpen zu wollen?

Weshalb aber, so die Frage, machen wir einen solchen Zirkus, gefährden die soziale Harmonie, die Entwicklung unserer Kinder und unsere Wirtschaft? Machen uns ein ganzes Jahr kaputt! Vielleicht auch noch das Nächste? Ist die Welt schon verblödet?

Die Chinesen sind es nicht.


4 https://www.jhu.edu/

3 Wozu Corona?

Merkwürdige Frage, werden Sie denken, aber beim genauen Hinsehen entdeckt man Gründe, die man vorher nicht erkannt hatte. Corona tritt auf wie eine Prüfung, eine Gelegenheit für die Menschheit, ihre durch und durch orientierungslose Position zu überprüfen. Gibt es also doch einen Sinn des ganzen Spektrums an Aktionismus, Chaos und Täuschungen, mit dem die Bevölkerung weltweit in Angst und Schrecken versetzt und Teile der Wirtschaft lahmgelegt werden? 5 6 Wozu sollte das dienen! 7 Die Fallzahlen allein, wie sie derzeit präsentiert werden, können kein Kriterium sein. Das macht schon deswegen keinen Sinn, weil es keine Referenzgröße für diese Zahlen gibt, keine Relation nach der sie bewertet werden.

Wer also sollte Interesse an der Eindämmung dieser Krankheit haben, außer die Alten und Kranken, die Angst vor ihrer Einsamkeit und dem einzigen Ausgang daraus haben: die Intensivstation.

Jeder der Braintrust Workers hat die Lösung des Problems im Kopf und in der Tasche, aber niemand von ihnen hat die geringste Lust etwas dagegen zu tun. Warum sollte er auch, niemand will sich diesen neuartigen Super Job kaputt machen.

Warum sollte Microsoft durch Verrat der Virusidee das neue Geschäftsfeld eines weltweiten Homeoffice gefährden, warum Apple seinen Computerverkauf für eine völlig neue Anti-Büro-Industrie und Amazon die Lieferung des ganzen überflüssigen Krams direkt in Locked Houses. Warum sollte ein Gesundheitsminister wieder als Lehrer in seine Grundschule zurückkehren, ein Veterinärmediziner zu seinen Vierbeinern und ein Politiker in seine Pleitebank, wo man doch jetzt an seinen Lippen hängt, wenn er genau dasselbe sagt wie früher, aber alle darüber gelacht haben. Er wäre verrückt wenn er zurückkehrte. Deshalb hat er beschlossen, weiterhin Gelder in die EU und in seine Brieftasche zu stecken.

Er könnte auch gar nicht mehr zurück in seinen Job von früher. Wo er längst seine Reputation als Banker verloren hat müsste er jetzt zugeben, im neuartigen Job nur Unsinn geredet und getrieben und das Wirtschaftsystem ruiniert zu haben, vielleicht sogar ohne es zu wollen, denn hätte er die Zusammenhänge begriffen, wäre ihm das Ganze niemals so perfekt gelungen.

Also haben sie sich festgelegt, und jetzt sollten sie freiwillig einen Rückzug in die Normalität starten, um in dieser unterzugehen? Nein, wenn schon, dann ginge das nur wenn die Infektionszahlen sänken. Das wäre der einzige Ausweg aus dem selbstgemachten Dilemma. Aber wie tun? Es gäbe eine Lösung auszusteigen, ohne die Zahlen brutal manipulieren zu müssen. Man bräuchte wieder einen Parameter, den man zu definieren hätte, ihn einbauen müsste in die Theorie eines einfachen Parametermodells, das sinkende Zahlen ergäbe. Niemand würde es merken, außer ein paar im Silicon Valley und diese würden schweigen.

So verdienen sie also alle weiter an Corona. Jene, die ihr Geschäft inzwischen geschlossen haben, kriegen nun mehr Geld als sie bisher mit ihren bedruckten T-Shirts verdienen konnten. Schauspieler auf zweitklassigen Bühnen konnten vorher mit ihrer Leistung nicht einmal ihr Leasing verdienen. Jetzt brauchen sie für die wenigen Prozente, die ihnen noch auf Hundert fehlen, keinen Fingerstrich zu tun.

Übrig bleiben welche aus der Risikogruppe. Sie hängen seekrank an der Reling eines Kreuzfahrtschiffes und fühlen sich schlecht, weil sie Angst haben sterben zu müssen, ohne wenigstens ein letztes Mal in Kapalua gesurft zu haben.

Wie aber ist das Ganze in unser Leben getreten?


5 https://www.n-tv.de/panorama/RKI-meldet-14-964-Neuinfektionen-article22129162.html

6 https://www.n-tv.de/panorama/Bayerisches-Labor-liefert-falsche-Testergebnisse-article22129091.html

7 https://www.youtube.com/watch?v=ebPB5egg4X4&feature=youtu.be

4 Chronologie

Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft eine Atemwegserkrankung mit dem offiziellen Namen COVID-19 hervor. Das Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. 8

Eine Pandemie ändert sich fortwährend, darum ändern sich auch die Zusammenhänge und die Informationen darüber. So werden sich auch die Inhalte der nachfolgenden Kapitel über die neue Atemwegserkrankung fortwährend ändern, und nicht so bald werden wir zu einer endgültigen Auffassung über die Wirkung des Virus kommen. Irgendwann wird die Wirtschaft auf dem Nullpunkt sein, doch wird niemand richtig wissen, was los war. 9

Die COVID-19-Pandemie, auch Corona-(Virus)-Pandemie oder Corona-(Virus)-Krise ist der weltweite Ausbruch dieser neuen Atemwegserkrankung COVID-19 (Corona).

  • Am 31. Dezember 2019 wird in Wuhan in China der Ausbruch einer Lungenentzündung mit unbekannter Ursache bestätigt.
  • Ab Januar 2020 entwickelt sich die Krankheit zur Epidemie in China
  • Am 11. Februar 2020 schlägt die WHO den Namen COVID-19 für die Epidemie vor
  • Am 11. März 2020 erklärt die WHO die bisherige Epidemie offiziell zu einer weltweiten Pandemie.

Verursacht wird die Erkrankung durch eine Infektion mit dem bis dahin unbekannten Coronavirus SARS-CoV-2. In zahlreichen Ländern der Welt gibt es im Verlauf der Pandemie massive Einschnitte in das öffentliche Leben und in das Privatleben vieler Menschen. Einige Historiker beurteilen die Pandemie als historische Zäsur.

Zu den gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie gehört auch die nachfolgende Wirtschaftskrise 2020.

Die dritte und bisher verheerendste Pandemie des 21. Jahrhunderts wird weltweit in großem Rahmen von den Medien begleitet und ist damit buchstäblich ein warnendes Beispiel für die rasche Ausbreitung einer solche Krankheit in einer vernetzten und globalisierten Welt.

  • Am 13. Januar 2020 tritt in Thailand die erste durch einen Labortest bestätigte Corona-Infektion außerhalb Chinas auf,
  • außerhalb Asiens erstmals am 23. Januar 2020 in den USA

In beiden Fällen gibt es eine Verbindung zu Reisen von oder nach Wuhan. Um einer Ausbreitung in Staaten ohne leistungsfähige Gesundheitssysteme entgegenzuwirken, wird am 30. Januar 2020 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Coronavirus-Pandemie zur Gesundheitlichen Notlage internationaler Tragweite erklärt.

  • Der erste Corona-bedingte Todesfall außerhalb Chinas wird Anfang Februar 2020 auf den Philippinen registriert; es handelt sich um einen Chinesen aus Wuhan.
  • Am 9. Februar 2020 übersteigt die Zahl der registrierten Todesfälle mit über 800 bereits die Gesamtzahl der Todesfälle der SARS-Pandemie 2002/2003.
  • Am 15. Februar 2020 verstirbt ein achtzigjähriger Chinese in Frankreich an den Folgen einer Corona-Infektion. Der chinesische Tourist ist das erste Todesopfer der COVID-19-Pandemie in Frankreich und das erste außerhalb Asiens.
  • Am 23. Februar 2020 werden zwei Europäer Opfer der COVID-19-Pandemie in Italien.
  • Ab dem 28. Februar 2020 schätzt die WHO in ihren Berichten das Risiko auf globaler Ebene als sehr hoch ein (englisch WHO risk assessment, global level: very high), zuvor als hoch.
  • Am 19. März 2020 meldet Italien erstmals mehr Todesopfer als China. Mitte März 2020 gibt es Infektionsfälle in China, Italien, Spanien, im Iran, in Deutschland, Frankreich und den USA; aus China werden nur noch wenige Neuinfektionen gemeldet.
  • Ende März 2020 steigt die Zahl der Corona-Infektionen in den USA stark an; damit werden auch die Vereinigten Staaten neben Europa und China zu einem Brennpunkt (Hotspot) der weltweiten COVID-19-Pandemie.
  • Im Mai und Juni 2020 entwickelt sich Lateinamerika zum neuen Zentrum der Coronavirus-Pandemie; besonders davon betroffen sind Brasilien, Peru, Chile, Mexiko, Kolumbien, Argentinien, Ecuador und Bolivien.
  • Ende August 2020 meldet Indien zum ersten Mal die höchste Zahl an Neuinfektionen innerhalb eines Tages weltweit. Damit wird Indien zum neuen Zentrum der Pandemie.

8 https://de.m.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Schweden

9 https://de.m.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie

5 Covid-19 Fallzahlen

Ein erster Überblick was los ist. Was sind die Spieler im Gefecht?

Grundelemente einer Pandemie oder Epidemie; sie werden uns immer wieder begegnen:

Suszeptibel – nicht infiziert, nicht immunisiert, nicht geimpft;

Kontaminiert – angespuckt, verschmutzt

Infiziert – von einem Infektionserreger kontaktiert

Infektiöse – kann eine Krankheit durch Infektion weitergeben

Erkrankt – Störung normaler Funktionen

Immunisiert – gegen Bakterien oder Viren gefeit

Verstorbene 10

Abbildung 4: Covid-19-Fallzahlen in Deutschland

Abbildung 5: Erste Epidemiedaten Deutschland

23,8 % mit Covid-19 Infizierter erkranken und werden damit infektiös 9,8 % der Erkrankten versterben

Das Risiko als Infizierter zu versterben beträgt also 2,3 %

Siehe Abbildung 16: Sterbefälle Jährlicher Verlauf 2016 - 2020: Vergleichen Sie beispielsweise den Verlauf von Covid-19 mit dem Grippeverlauf von 2018: wie gefährlich ist also Covid-19 im Vergleich mit dieser Grippe?


10 https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/fallzahlen-coronavirus-1738210

6 Was ist Covid-19

Nach Angaben der der WHO wurde die in Europa im Februar 2020 erstmals aufgetretene Lungenerkrankung durch ein Coronavirus aus China verursacht: Covid-19 (abgekürzt aus dem Englischen: Corona Virus Disease 2019) 11 12

Zugleich erhielt auch der Erreger, das ‚neuartige‘ Coronavirus, das bisher vorläufig 2019-nCoV genannt worden war, einen eigenen Namen: SARS-CoV-2. Dieser sollte künftige für wissenschaftliche Berichte in Studien geführt werden.

Der Namensgeber des Erregers, die Coronavirus-Studiengruppe des Internationalen Komitees zur Taxonomie von Viren (International Committee on Taxonomy of Viruses) bezieht sich mit dem Namen SARS-CoV-2 auf die enge Verwandtschaft zum SARS-Virus (SARS-CoV), an dem 2002/2003 Hunderte Menschen gestorben waren.

Die Viren sind Experten zufolge Varianten ein und derselben Virusart.

Coronaviren wurden nach Angaben des Robert Koch Instituts erstmals Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Sie können Menschen und Tiere infizieren.

Sieben Vertreter dieser Gruppe verursachen beim Menschen Atemwegserkrankungen - von gewöhnlichen Erkältungen bis zu gefährlichen oder gar potentiell tödlich verlaufenden Krankheiten wie SARS. Von dreien – das neue Coronavirus SARS-CoV-2 eingerechnet - ist bekannt, dass sie mitunter schwere Symptome auslösen. SARS steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom).