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Auswandern auf die Philippinen. Daten, Fakten Visa und Land
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Heinz Duthel
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Widmung
Bohol Forum, Deutsche in Manila Club
Inhalt
Philippinen
Filipino
Pazifischer Ozean
Ruy López de Villalobos
Philipp II. (Spanien)
Liste der Inselstaaten
Geographie der Philippinen
Südchinesisches Meer
Philippinensee
Luzon
Mindanao
Samar
Negros
Mindoro
Panay (Insel)
Visayas
Palawan
Cebu
Leyte
Bohol
Basilan
Sulu-Archipel
Philippinische Platte
Eurasische Platte
Pazifischer Feuerring
Mount Apo
Philippinengraben
Tiefseerinne
Sibuyan-See
Samar-See
Visayas-See
Mindanaosee
Camotes-See
Huxley-Linie
Wallace-Linie
Carabao (Wasserbüffel)
Koboldmakis
Philippinen-Schwarzstrichtaube
Philippinenadler
Philippinen-Spitzhörnchen
Rotsteißkakadu
Korallenriff
Tubbataha Riff
Cagayan-Archipel
Cyanidfischerei
Ökosystem
Koralle
Geothermie
Austronesische Sprachen
Chabacano
Tagalog (Ethnie)
Tagalog
Maguindanao
Badjo
Tausūg
Igorot
Reisterrassen in den philippinischen Kordilleren
Aeta
Negrito
Andamanen
Sprachen der Philippinen
SIL International
Malayo-polynesische Sprachen
Amtssprache
Cebuano
Ilokano
Hiligaynon
Bikolano
Wáray-Wáray
Kapampangan
Pangasinán
Philippinisches Spanisch
Philippinische Chinesen
Fujian
Ferdinand Marcos
Römisch-katholische Kirche
Muslim
Evangelisch
Iglesia ni Cristo
Unabhängige Philippinische Kirche
Siebenten-Tags-Adventisten
Mormonentum
Animismus
Buddhismus
Hinduismus
Srivijaya
Islam auf den Philippinen
Synkretismus
Volksglaube
Schamanismus
Geschichte der Philippinen
Manilabucht
Tondo (Philippinen)
Raja
Vizekönigreich Neuspanien
Kreolen
José Rizal
Katipunan
Philippinische Revolution
Spanisch-Amerikanischer Krieg
Schlacht in der Bucht von Manila
Manuel Quezon
Schlacht um die Philippinen
Hukbalahap
Sabah
Nuevo Ejército del Pueblo
Alex Boncayao-Brigade
Corazon Aquino
Präsidentielles Regierungssystem
Gloria Macapagal-Arroyo
Joseph Estrada
Benigno Aquino III.
Ferdinand Marcos Jr.
Ilocos Norte
Ramon Magsaysay
Gregorio Honasan
Putschversuch auf den Philippinen vom 24. Februar 2006
Philippinische Kordilleren
Autonomous Region in Muslim Mindanao
Davao City
Auswärtiges Amt
Streitkräfte der Philippinen
Provinzen der Philippinen
Region (Philippinen)
Barangay
Philippinischer Peso
Metro Manila
Makati City
Slum
Reis
Auslands-Filipinos
Heiratsmarkt
Kultur der Philippinen
Scheidung
Spanische Sprache
Colegio de San Juan de Letran
Päpstliche und Königliche Universität des heiligen Thomas von Aquin in Manila
Freddie Aguilar
Billy Crawford
Travie McCoy
Enrique Iglesias (Sänger)
Vanessa Hudgens
Bruno Mars
Lea Salonga
Philippinische Küche
Feiertage auf den Philippinen
Filipino Martial Arts
Reisterrassen von Banaue
Pinatubo
Taal (Vulkan)
Mayon
Pagsanjan Falls
Laguna
Hundred Islands National Park
Balbalasang-Balbalan-Nationalpark
Northern Sierra Madre Natural Park
Mount Pulag National Park
Reisen und Einwandern
Einreiseerlaubnis
Deutsche Touristen (auch Österreicher und Schweizer), mit gültigem Reisepasses, wird bei der Einreise ein gebührenfreies Visum für 30 Tagen erteilt. Ein gültiges Rück- bzw. Weiterflugticket ist bei Einreise vorzulegen.
Verlängerung
Bei der örtlichen Immigrationsbehörde kann die Aufenthaltsberechtigung bis zu 1 Jahr gegen eine Gebühr verlängert werden.
Touristenvisum
Wer plant, länger als 30 Tage auf den Philippinen zu bleiben, muss ein Touristenvisum (zu bekommen beim Konsulat oder Botschaft) beantragen. Dieses berechtigt zu einem Aufenthalt von 59 Tagen.
Touristenvisum zur einmalige Einreise für 59 Tage – 27 Euro
Touristenvisum zur mehrmalige Einreise innerhalb von 6 Monaten – 54 Euro – (erlaubt einen Aufenthalt von 6 Monaten, der alle 59 Tage durch kurzzeitige Ausreise unterbrochen werden muss. Oder man verlängert sein 59 Tage-Visum um weitere 59 Tage bei der Immigrationsbehörde)
Touristenvisum zur mehrmalige Einreise innerhalb von einem Jahr – 81 Euro – (erlaubt einen Aufenthalt von einem Jahr, der alle 59 Tage durch kurzzeitige Ausreise unterbrochen werden muss. Oder man verlängert sein 59 Tage-Visum um weitere 59 Tage bei der Immigrationsbehörde. Man kann beliebig oft Aus und Einreisen.)
Dauervisum für Rentner – SRRV (Special Retiree Resident Visa)
Rentner ohne Rente müssen einen Geldbetrag auf einem Festgeldkonto auf den Philippinen deponieren.
Rentner von 35 bis 49 Jahre – 50.000 US$
Rentner älter als 50 Jahre – 20.000 US$
Rentner mit monatlicher Rente müssen Bezüge in Höhe von mindestens 800 US$ pro Monat erhalten. Für Ehepaare mindestens 1.000 US$ monatlich. Außerdem müssen 10.000 US$ auf einem Festgeldkonto auf den Philippinen hinterlegt werden.
Alle Geldbeträge können auch auf den Philippinen durch Kauf einer Immobilie oder Land oder langfristige Miete investiert werden.
Langzeitaufenthalt mit Touristenvisum
Dieses Visum berechtigt zu einem 36 monatigem Aufenhalt.
Während dieser Zeit muss man allerdings den Behörden den Grund für den längeren Aufenthalt mitteilen.
Möchten Sie schnell die Sprache Ihrer neuen Heimat sprechen?
Arbeit – Stellenangebot
Wer hier arbeiten möchte, sollte die Aufenthaltspapiere schon im Vorfeld bei der Comission on Immigration and Deportation in Manila beantragen. Jedoch ist eine ganz normale Arbeitsstelle nur sehr schwer zu finden. Zudem handelt es sich um ein Billiglohnland.
Eine Arbeitserlaubnis bekommen erst einmal nur die Ausländer, die legal mit einer Filipina verheiratet sind. Für alle anderen gibt es nur die Möglichkeit über eine große internationale Firma oder über die Selbständigkeit. Jedoch ist die hohe Mindestinvestition nur für wenige machbar.
Eine Möglichkeit ist die Tätigkeit als deutschsprechender Tauchlehrer, wenn man eine Lizenz vorweisen kann. Hier haben Sie gute Chancen.
Vorsicht vor anderen, teilweise betrügerischen, Jobangeboten (z.B. Handwerker) bzw. Arbeitsvermittlung!
Um im Land gut zurechtzukommen braucht man gute Englisch-Kenntnisse.
Lebenshaltungskosten
Mit etwa 600 Euro im Monat kann man einigermaßen gut über die Runden kommen, aber nur wenn man eine günstige Wohnung mietet, die keinen mitteleuropäischen Standard bietet.
Durchschnittliche Lebenshaltungskosten von Manila (von 10/2016 – 03/2018)
Was Preis in Euro
Restaurant – Essen, Preiswertes Restaurant 3,10
Restaurant – Cappuccino 1,80
Restaurant – Coca / Pepsi (0,33-Liter-Flasche) 0,55
Restaurant – Wasser (0,33 l-Flasche) 0,30
Milch (1 Liter) 1,25
Weißbrot (500g) 0,95
Reis (weiß), (1kg) 0,80
Eier (12) 1,25
Lokale Käse (1kg) 4,20
Hühnerbrustfilet (1kg) 2,65
Rindfleisch (1kg) 4,55
Äpfel (1kg) 2,15
Bananen (1kg) 1,10
Orangen (1kg) 1,95
Tomaten (1kg) 1,00
Kartoffeln (1kg) 1,25
Kopfsalat (1 Kopf) 0,95
Wasser (1,5 Liter-Flasche) 0,55
Flasche Wein (Mittelklasse) 4,65
Einheimisches Bier (0,5 Liter-Flasche) 0,75
Importiertes Bier (0,33 Liter-Flasche) 1,20
Durchschnittliche Mietpreise (in Euro) Manila
Möblierte 2-Zimmer-Wohnung (inkl. Energie und Wasserabgaben): 820
Unmöblierte 3-Zimmer-Wohnung (inkl. Energie und Wasserabgaben): 830
Ortsübliche Mietpreise (monatliche Bruttomieten für Wohnungen nach
ortsüblichem Standard): 180
Auswandern und Leben Philippinen – Fazit
Wer über ausreichend Kapital verfügt und das Klima verträgt, kann hier sehr gut und preiswert leben. Wer einen Job sucht, hat kaum eine Chance, außer man ist mit einem/einer Einheimischen verheiratet oder ist zertifizierter Tauchlehrer.
Eine Gefahr besteht in einigen Regionen für Anschläge islamistischer Terroristen. Das Auswärtige Amt warnt insbesondere im Gebiet von Mindanao.
Auswandern auf die Philippinen
Philippinen
Republika ng Pilipinas (Filipino)
Republic of the Philippines (Englisch)
Republik der Philippinen
Visa
Mit deutschem Reisepass und Rückflugticket erhält man bei der Einreise ein 21 Tage gültiges Touristen-Visum. Dieses kann man in den Büros für Einwanderung (Bureau of Immigration) verlängern. Die Philippinen bieten verschiedene Visa an.
Krankenversicherung
Im gesamten Land ist Barzahlung bei Ärzten und Krankenhäusern üblich. Mit einer Auslandskrankenversicherung können Sie Arztrechnungen und Rezepte geltend machen. Erfragen Sie Details bei Ihrer Krankenkasse oder einer Auslandskrankenkasse.
Heirat
Wo die Liebe hin fällt... Vor der Heirat auf den Philippinen sehen Sie sich nicht nur die zukünftige Ehefrau genau an, sondern auch deren Großfamilie. Sie heiraten nicht nur die Frau, sondern man bekommt die gesamte Familie, inklusive Oma und Opa, Nichten, Neffen, etc. als Mitgift dazu.
Heiratsfähige Mädchen werden von der Familie angehalten, sich nach einem Ausländer umzuschauen. Nach der Heirat ist dieser Ausländer der Hauptversorger der gesamten Familie. Wichtig: es gibt keine Scheidung auf den Philippinen! Es gibt nur eine Annullierung des Heiratsvertrages - und die ist sehr schwer zu erlangen. Darum prüfe, wer sich ewig bindet!
Die Philippinen (amtlich Republik der Philippinen, filipino Republika ng Pilipinas, englisch Republic of the Philippines) sind ein Staat und Archipel im westlichen Pazifischen Ozean und gehören zu Südostasien.
Ihren Namen erhielten sie von dem Entdecker Ruy López de Villalobos, der die Inseln zu Ehren des spanischen Infanten Philipp Las Islas Filipinas nannte.
Der Archipel, der sich vom 5 bis 21 Grad nördlicher Breite und von 117 bis 125 Grad östlicher Länge erstreckt, bildet den fünftgrößten Inselstaat der Welt nach Indonesien, Madagaskar, Papua-Neuguinea und Japan.
Geographie
Das Südchinesische Meer trennt die Inselgruppe im Westen von Vietnam, die Sulusee im Südwesten von Malaysia, die Celebessee im Süden von Indonesien. Im Osten erstreckt sich die Philippinensee.
Die Philippinen bestehen aus insgesamt 7107 Inseln, von denen 3144 mit einem Namen versehen und etwa 880 bewohnt sind. Lediglich elf dieser Inseln haben eine Fläche von mehr als 2500 km²; die größten sind Luzon, Mindanao, Samar, Negros, Mindoro, Panay und Palawan; nur etwa 1000 sind zudem größer als 1 km².
Der Archipel wird allgemein in drei Großregionen unterteilt:
die Inselgruppe Luzon im Norden, die maßgeblich aus den Inseln Luzon, Masbate sowie Mindoro besteht
die Inselgruppe der Visayas in der Mitte, die unter anderem die Inseln Palawan, Negros, Cebu, Leyte, Samar und Bohol umfasst
die Inselgruppe Mindanao im Süden, die sich unter anderem aus der Insel Mindanao, der Insel Basilan sowie dem Sulu-Archipel mit der Insel Jolo zusammensetzt.
Im Kern sind die Inseln die Spitzen von über den Meeresspiegel aufragenden submarinen Gebirgsketten, an der Grenze zweier Kontinentalplatten, der Philippinischen und der Eurasischen. Großräumig gesehen sind die Philippinen Teil des Pazifischen Feuerrings mit Erdbeben und Vulkanismus als häufigen Begleiterscheinungen dieser Lage an der Plattengrenze. Es existieren derzeit etwa 20 aktive Vulkane, von denen der Pinatubo und der Mayon – beide auf Luzon gelegen – in den letzten Jahren besondere Aktivität zeigten. Die höchste Erhebung der Philippinen ist der Mount Apo. Östlich der Inselgruppe verläuft der Philippinengraben, mit einer Tiefe von bis zu 10.540 m einer der tiefsten Tiefseegräben der Erde. Als Folge von Seebeben können riesige Flutwellen, die Tsunamis, an den Außenriffen der Philippinen entstehen.
Zwischen den Inseln befinden sich eine Vielzahl von Binnenmeere und Golfen, die durch Meerstraßen verbunden sind. Die wichtigsten Binnenmeere sind Sibuyan-See, Samar-See, Visayas-See, Mindanaosee und Camotes-See.
Klima
Das Klima der Philippinen wird vor allem durch die Nähe zum Meer geprägt, denn kein Ort ist weiter als 200 km von der Küste entfernt. Die Lage der Inseln in den niederen tropischen Breiten und der Einfluss der umgebenden Meere bewirken eine über das Jahr sehr ausgeglichene Temperatur von rund 26 °C mit nur geringen Schwankungen.
Die meisten Niederschläge fallen im Zusammenhang mit dem Südwest-Monsun vor allem in der Zeit von Mai bis November. An der Westküste (Manila) bringt der Nordost-Monsun nur geringe Niederschläge, während an der Ostküste (Davao) ganzjährig humides Klima herrscht. Wegen des überwiegend in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Gebirges fallen an der Westseite der Inselgruppe deutlich weniger Niederschläge als an der Ostseite.
Von August bis Oktober ziehen häufig Taifune über die Mitte und den Norden der Philippinen; zwischen 1945 und 2000 wurden die Philippinen von 349 Taifunen überquert oder gestreift.
Tier- und Pflanzenwelt
Vor 175.000 Jahren, im Mittleren Pleistozän, war der Meeresspiegel so niedrig, dass eine durchgehende Landbrücke nach Asien bestand, die insbesondere von Tieren intensiv genutzt wurde. Nach Wiederanstieg des Meeresspiegels wurden viele Lebewesen von den übrigen Arten isoliert.
Die Huxley-Linie, die von Nord-Luzon ausgehend im Süden im Bereich zwischen Borneo und Sulawesi an die berühmtere Wallace-Linie anschließt, trennt die Insel Palawan von den übrigen Philippinen biogeographisch.
Land
Die philippinische Tierwelt ist der indonesischen sehr ähnlich. Auf den Philippinen existieren insgesamt über 5000 verschiedene Tier- und unzählige Insektenarten sowie 14.000 verschiedene Pflanzen. Darunter sind Wasserbüffel (Carabao), Papageien, Flughörnchen, Delfine, Krokodile, Schlangen, Koboldmakis, Schildkröten, Echsen und andere.
Auf den Philippinen leben eine Vielzahl endemischer Tiere, darunter allein auf Palawan das Palawan-Schuppentier Manis (Paramanis) culionensis, der Rotsteißkakadu (Cacatua haematuropygia), die hauskatzengroße Bengalkatze (Priohailurus bengalensis), der Palawan-Pfaufasan, die Palawan-Ratte und das Palawan-Bartschwein. Nur auf den Philippinen verbreitet ist die Philippinenente, eine Art aus der Stockenten-Gruppe. Weitere Tiere sind das Philippinen-Spitzhörnchen, der Philippinenadler und die Philippinen-Schwarzstrichtaube.
Meer
Im küstennahen Meer findet man auch heute noch viele Korallen mit ihren bunten Fischen. 2010 waren jedoch viele Korallenriffe stark von der Korallenbleiche betroffen. Des Weiteren gelten nur 4% des philippinischen Korallenriffes als gesund. Weltbekannte Korallenriffe gibt es um Tubbataha und im Cagayan-Archipel – an anderen Orten hat die Cyanid- und Dynamitfischerei große Schäden angerichtet.
Umweltschutz
Mit über 7000 Inseln sind die Philippinen eines der artenreichsten Ökosysteme der Welt. Doch das schnelle Bevölkerungwachstum und der damit verbundene Siedlungsdruck führt zum Raubbau an den natürlichen Ressourcen. Der Zustand der philippinischen Umwelt hat sich so sehr verschlechtert, dass die Regierung darauf mit anspruchsvollen Umweltgesetzen reagierte. Diese Gesetze sollen den Regenwald ebenso schützen wie das Meer mit seinen Korallenriffen und den Fischen. Auch die Luft in den Städten soll sauberer werden, genau wie das Wasser und Abwasser. Bei der Abfallentsorgung stehen die Philippinen noch immer vor gewaltigen Problemen. Die Durchsetzung der Umweltgesetze ist noch nicht überall gewährleistet. Geothermische Energie wird auf den Philippinen bereits genutzt. Hierbei nimmt der Inselstaat eine führende Rolle in Südostasien ein.
Bevölkerung
Die Bezeichnung für die Einwohner ist Philippiner bzw. Philippinerin, Eigenbezeichnung Filipino oder Filipina (span.) und Pinoy oder Pinay (Tagalog, Umgangssprache). Die Gesamtbevölkerung liegt laut Zählung aus dem Jahr 2007 bei 88.574.614 Einwohnern.
Volksgruppen
Sie setzt sich in der Mehrheit (95 %) aus ethnischen Gruppen zusammen, die Austronesische Sprachen sprechen, in sukzessiven Wellen aus Taiwan eingewandert sind und sich mit späteren Einwanderern aus Südchina vermischten. Sie können in drei große Gruppierungen unterteilt werden:
Christen, die durch die spanische Kolonialherrschaft geprägt wurden. Sie bilden mehr als 90 % der philippinischen Bevölkerung.
Moslems, die erst in der amerikanischen Kolonialzeit unterworfen wurden. Etwa 5 % der philippinischen Bevölkerung gehören dazu.
Stämme, die kaum vom Islam und den Spaniern beeinflusst wurden.
Ethnisch gemischte Bevölkerungsgruppen machen weitere 1 % der Bevölkerung aus und spielen aufgrund der Kolonialgeschichte weiterhin eine wirtschaftlich wichtige Rolle auf den Philippinen, obwohl die Chinesen ihnen zunehmend Konkurrenz bereiten. Neben malaiisch-spanischen (diese leben vorwiegend im Süden Mindanaos und sprechen eine spanische Kreolsprache, nämlich Chavacano), gibt es auch etwa 300.000 chinesische und rund 20.000 japanisch-malaiische Filipinos. Offiziell leben nur noch 17.000 spanischstämmige Philippinos im Lande.
Tieflandvölker
Die Idee einer philippinischen Identität entstand zuerst bei den christlichen Tieflandbewohnern, die unter spanischer Kolonialherrschaft standen und im Konflikt mit dieser ein Nationalbewusstsein als Filipinos entwickelten. Dabei wurden zunächst die Moslems und Hochlandbewohner nicht einbezogen. Noch heute gibt es Spannungen zwischen den in allen Bereichen dominierenden christlichen Tieflandbewohnern einerseits und den überwiegend muslimisch geprägten Hochlandbewohnern andererseits, die sich teilweise in bewaffneten Konflikten entladen.
Unter den christlichen Tieflandbewohnern bilden die Tagalen, welche auf der Insel Luzon leben, die zahlenmäßig größte Gruppe. Sie machen 28,1 % der Bevölkerung aus und ihre Sprache, das Tagalog, bildet die Grundlage für das Filipino, der Amtssprache der Philippinen.
Weitere Gruppen sind die Cebuanos und Sugboanons (13,1 %), die Ilokanos (9 %), die Bisayas/Binisayas (7,6 %), Hiligaynons oder Ilonggos (7,5 %), die Bikolanos (6 %), die Waray (3,4 %), die Pangasináns, die Kapampangans, die Waraynons, die Masbatenyos, die Ibanag und die Butuanons.
Die Maranao, Maguindanao, Samal, Yakan, Badjo, Tausug und die Jama Mapun zählen zu den muslimischen Tieflandbewohnern, die vorwiegend im Süden und Westen Mindanaos und auf dem Sulu-Archipel leben.
Traditionelle Stämme
Diese Stämme leben in unzugänglichen Hochländern, aber auch in abgelegenen Tieflandgebieten und auf entlegenen Inseln. Sie wurden nicht oder nur wenig von Spaniern oder Moslems beeinflusst. Folgende Gruppierungen können unterschieden werden - insgesamt gibt es mehr als 100 Stämme:
Auf Luzon leben die Apayao, Tingguian, Kalinga, Bontok, Kankanai, Ifugao, Ibaloy und die I-wak, die auch zusammenfassend Igorot genannt werden. Sie leben in Nordluzon an den Hängen der 2.022 bis 2.702 Meter hohen Berge und erbauten die legendären Reisterrassen.
Die Ilongot leben ebenfalls auf Luzon.
Auf Mindoro leben die Mangyan in sieben Stämmen, Iraya, Alangan, Batangan, Tadyawan, Buhid, Hanunoo und Ratagnon, hauptsächlich im Landesinneren der Insel.
Auf Palawan leben die Stämme der Palawanvölker: die Kagayanen in der Gemeinde Cagayancillo, die Molbog auf Balabak und anderen Inseln vor Palawan, die Tagbanuwa, die Batak und die Tau't Batu. Dabei wird für all diese Stämme auch zusammenfassend die Bezeichnung "die Palawan" verwendet. Ihre Siedlungsgebiete werden durch Straßenbau und eine Vielzahl von Minenprojekte bedroht.
In Mindanao leben die Mamanwa, Manobo, Manobo Bilit, Manobo Tasaday, Mandaya, Mansaka, Kalagan, T'boli und die Subanu. Sie werden zusammenfassend auch Lumad genannt.
Die Badjao auf dem Sulu-Archipel, von denen viele in den letzten 50 Jahren nach Malaysia gewandert sind. Sie werden gerne mit den indonesischen Badjo verwechselt, da beide Gruppen als Seenomaden leben.
Die Tumandok auf Panay.
Bis auf die Bergstämme in Luzon, die von den Amerikanern christianisiert wurden, sind die diese Stämme weiterhin animistisch. Durch den Einfluss der Zivilisation und der Mehrheitsgesellschaft ist ihre kulturelle Identität akut bedroht.
Die Aeta (auf Luzon), Mamanwa (auf Leyte und Mindanao in Surigao), Ati (auf Panay) und andere negritischen Ureinwohner der Philippinen sind genetisch mit den Bewohnern der Andamanen verwandt. Von ihnen gibt es nur noch etwa 30.000. Sie leben in größeren Gemeinschaften auf verschiedenen Inseln, u.a. Luzon, Panay und Negros.
Chinesen
Daneben besteht das Volk zu 1,5 % aus Chinesen, die seit dem 9. Jahrhundert auf den Philippinen eine wirtschaftliche Rolle gespielt haben. Heute haben zirka 10 % aller Filipinos in irgendeiner Form chinesische Vorfahren. Sie sind im Gegensatz zu den Chinesen in Indonesien und Malaysia stärker in die philippinische Gesellschaft integriert.
Sprachen
Laut Ethnologue werden auf den Philippinen 171 Sprachen gesprochen; praktisch jede Region hat ihre eigene Sprache oder Dialekt. Die meisten Sprachen auf den Philippinen sind Malayo-Polynesische Sprachen, die einen Zweig der Austronesischen Sprachen darstellen.
Philippinische Sprachen
Filipino (früher Pilipino), das auf dem Tagalog basiert, ist die Amtssprache der Philippinen. Tagalog wird vorwiegend auf der Insel Luzon gesprochen. Nur etwa 25 % der Filipinos sprechen Tagalog, aber Filipino wird von etwa 80 % gesprochen und verstanden. Tagalog wird im allgemeinen Sprachgebrauch, in TV-Stationen (sogar Nachrichten), Zeitungen und bei Radiosendern verwendet, aber auch in offiziellen Ansprachen ein Tagalog-Englisch-Gemisch benutzt. Teilweise werden auch spanische Wörter verwendet.
Weitere elf Sprachen werden von mindestens einer Million Menschen gesprochen: Cebuano, Iloko, Hiligaynon oder Ilonggo, Bikol, Waray-Waray, Kapampangan, Pangasinan, Kinaray-a, Maranao, Maguindanao und Tausug. Diese zwölf Sprachen werden von mehr als 90 % der Bevölkerung gesprochen.
Cebuano, nach Tagalog die wichtigste philippinische Regionalsprache, wird von 15 % der Bevölkerung vorwiegend im Süden - in Zentral-Visaya sowie im Norden und Westen Mindanaos - gesprochen. Gemeinsam mit Hiligaynon, Waray-Waray (mit 9 % Sprachanteil) und anderen zählt Cebuano zu den Visayassprachen. Eine weitere wichtige Regionalsprache ist Iloko (12 %).
Spanisch
Spanisch war bis 1973 eine Amtssprache der Philippinen und wurde zeitweise auch von etwa 10 % der Bevölkerung gesprochen. Die meisten Spanischsprechenden waren Mestizen oder kamen aus der Oberschicht. An Universitäten wurde meist auf Spanisch unterrichtet, und auch viele Zeitungen erschienen in dieser Sprache.
1901 wurden die Philippinen eine amerikanische Kolonie. Die Amerikaner führten Englisch als erste Amtssprache ein. So verlor Spanisch immer mehr an Bedeutung.
Eine spanischbasierte Kreolsprache mit etwa 500.000 Sprechern in Zamboanga, Cavite und Ternate.
Englisch
Englisch kam erstmals 1898 auf die Inseln. Durch amerikanischen Einfluss ist Englisch neben dem Filipino heute die zweite Amtssprache und wird von etwa 125.000 Menschen (meist Amerikaner) als Muttersprache gesprochen. Für mehr als 50 % der Filipinos ist Englisch eine wichtige Zweitsprache.
Das Englische ist in Schulen ab 3. Klasse und Hochschulen die Unterrichtssprache und ist die Arbeitssprache in der Geschäftswelt.
Chinesisch
Die chinesische Minderheit auf den Philippinen stammt zu 90 % aus der Provinz Fujian und spricht damit Fukienesisch (Min Nan), wobei auch Hochchinesisch, Taiwanisch und Kantonesisch gesprochen werden. Aufgrund der Philippinisierungspolitik von Diktator Ferdinand Marcos, die die Nutzung des Hochchinesischen in chinesischen Schulen verbot, spricht die jüngere Generation vermehrt Tagalog untereinander.
Religion
Religionszugehörigkeit laut der Volkszählung im Jahr 2000: Katholiken 81,04 %, Muslime 5,06 %, Evangelisch 2,82 %, Iglesia ni Cristo 2,31 %, Unabhängige Philippinische Kirche (Iglesia Filipina Independente/Aglipayan) 1,98 %, Siebenten-Tags-Adventisten 0,80 %, United Church of Christ in the Philippines 0,55 %, Zeugen Jehovas 0,50 %.
Zu den kleineren Religionen, die nicht mehr eigens im Ergebnis der Volkszählung angeführt wurden, zählen Mormonen (laut Eigenangaben - die bei den Mormonen über der Volkszählung liegen - 0,6 %). Dazu kommen Animisten (besonders bei den indigenen Stämmen), Buddhisten (meist Chinesen, wenige Filipinos) und Hindus (Inder).
Anders als Malaysia und Indonesien wurden die Philippinen kaum vom Buddhismus oder Hinduismus geprägt. Es gab allerdings Handelsbeziehungen zu den Großreichen Sri Vijaya und Majapahit sowie einen regen Handel mit China. Die alte Baybayin-Schrift ähnelt der Kawi-Schrift aus Indonesien, die wiederum indische Vorbilder hatte.
Römisch-Katholische Kirche
Die Mehrzahl der Filipinos (81 %, andere Schätzungen 83 %) sind Katholiken. Das Land ist das größte christlich geprägte Land in Südostasien. Die Katholische Kirche entstand auf den Philippinen mit der Ankunft der Spanier 1521 und der Konvertierung von 800 Einheimischen auf Cebu, wo am 31. März 1521 die erste Messe auf philippinischem Boden zelebriert wurde. Doch erst Ende des 16. Jahrhundert beschlossen die Spanier, das ganze Land zu christianisieren, um den – aus dem Süden vordringenden – Islam im Land zu schwächen. Bis dahin konvertierten nur wenige Filipinos zum Katholizismus. Seit 1590 kamen spanische und mexikanische Missionare des Jesuitenordens und andere katholische Orden auf die Insel mit der Aufgabe der Zwangsbekehrung der Einheimischen zum Katholizismus. Gottesdienste wurden meist in den jeweiligen Sprachen des Landes abgehalten, so sollte die Christianisierung erleichtert werden. Bis Mitte des 17. Jahrhundert waren die Philippinen – mit Ausnahme des Südens und einiger Bergregionen – christianisiert.
Die katholische Kirche auf den Philippinen hat heute, insbesondere in ländlichen Gebieten, einen großen Einfluss auf die Politik und die philippinische Gesellschaft.
Derzeit wird auf den Philippinen die größte Marienstatue der Welt errichtet. Die Marienstatue von Montemaria wird 102 Meter hoch sein, höher als die Freiheitsstatue in New York (96 Meter) und die Jesus-Statue in Rio de Janeiro (100 Meter). Die Statue wird von den täglich ungefähr 200 passierenden Schiffen am Schifffahrtsweg „Verde Strait“ gesehen werden können.
Islam
Der Islam erreichte die südlichen Philippinen erstmals Ende des 14. Jahrhunderts und breitete sich bis zum 16. Jahrhundert auf den ganzen Philippinen aus. Heute ist er jedoch nur noch in Mindanao und den Inseln im Sulusee verbreitet. Etwa 4 Millionen Filipinos sind Muslime.
Bis in die 1970er-Jahre spielte der Islam auf den Philippinen kaum eine Rolle. 1968 praktizierten nur knapp 20 % der philippinischen Muslime den Islam. Seitdem erfuhr er jedoch einen Aufschwung. Viele philippinische Muslime wie auch ihre malaysischen und indonesischen Nachbarn wurden konservativer und nahmen die islamischen Regeln ernster. Viele muslimische Filipinos fühlten sich zudem eher Malaysia zugehörig als den überwiegend katholischen Philippinen. Zahlreiche Muslime wanderten nach Malaysia aus.
Einheimische Religionen
Die ursprünglichen Religionen werden noch in vielen indigenen Stämmen gepflegt. Häufig haben sich auch alte Glaubensvorstellungen mit Christentum und Islam verschmolzen (Synkretismus). Volksglaube, Animismus und Schamanismus werden auch durch Personen vertreten wie dem Albularyo (auch Hilot, Manghihilot oder Manggagamot), einem Heiler oder Medizinmann, oder dem Babaylan (auch Mammalian), einem religiösen Führer.
Geschichte
Vorkoloniale Zeit
Seit prähistorischer Zeit bewohnen Negritos, genauer gesagt die Volksgruppe der Aeta, als ursprünglichste Bevölkerung die Philippinen. In der Zeit von 3.000 bis 2.500 v. Chr. wanderten austronesische Stämme von Taiwan her kommend südwärts ins Land und verteilten sich von dort aus weiter Richtung Süden.
Vom 7. bis zum 13. Jahrhundert kamen Teile der Philippinen unter den Einfluss von Sri Vijaya und später von Majapahit. Bis heute sind Wörter aus dem Sanskrit in den philippinischen Sprachen erhalten. 1917 wurde in Mindanao eine indisch-malaiische Goldstatue aus der Majapahit-Zeit gefunden. Ein noch wichtigerer Beleg für die kulturelle Verbindung zum malaiischen Kulturraum stellt die Laguna-Kupferplatte dar, die aus dem 9. Jahrhundert stammt und in einer Mischung aus Sanskrit, Altjavanisch, Altmalaiisch und altem Tagalog geschrieben wurde, in einer Schrift, die der javanischen Kawi-Schrift ähnelt. Südchinesische Händler hatten auf die Region ebenfalls einen großen Einfluss, was sich an zahlreichen Porzellanfunden aus der Zeit der chinesischen Sung-Dynastie zeigt. Wahrscheinlich kam der Buddhismus zusammen mit chinesischen Händlern auf die Philippinen und vermischte sich mit lokalen Traditionen.
Ab 1380 fasste der Islam auf den südlichen Philippinen Fuß; es entstanden verschiedene Sultanate, darunter das einflussreiche Sultanat von Jolo. Um 1500 erreichte der Islam auch Luzon. Um 1530 wurde May Nilad (Manila) als Palisadenfestung an der Mündung des Flusses Pasig in die Manilabucht gegründet. Andere Orte wie Tondo, das in der Laguna-Kupferplatte erwähnt wird, waren bereits seit Jahrhunderten besiedelt. Die Gründer von Manila, malaiische Rajas aus Brunei, wählten einen bislang unbesiedelten Ort, der bis zur spanischen Eroberung im Jahre 1571 auf 10.000 Einwohner wuchs.
Weite Teile der Philippinen, vor allem der Süden, Palawan und die Gegend um Manila, wurden bis zur Ankunft der Spanier durch malaiische Rajahs islamisiert. Nach Meinung von philippinischen Historikern wären die Philippinen ohne die Ankunft der Spanier Mitte des 16. Jahrhunderts vollständig islamisiert worden, wie es heute in Indonesien oder Malaysia der Fall ist.
Spanische Kolonialzeit
Christianisierung
Als die Spanier 1565 die Philippinen als ihre Kolonie beanspruchten und es somit Neuspanien angliederten, war der Islam noch nicht tief verwurzelt, so dass es ihnen nicht schwerfiel, auch die muslimische Bevölkerung zum Christentum zu bekehren. Außerdem wurde die Christianisierung der Philippinen weitgehend friedlich durchgeführt, unter anderem wurden animistische Praktiken weitgehend geduldet, von denen einige bis heute überlebt haben. Der Buddhismus, der vermutlich neben dem Islam im 16. Jahrhundert die vorherrschende Religion auf den Philippinen war, wurde bald nur noch von der chinesischen Minderheit praktiziert.
Angesichts ihrer Niederlage gegen die Spanier im Jahre 1571 konvertierten die Rajahs von Manila, Rajah Sulayman, Rajah Lakandula und Rajah Matanda zum Katholizismus. Dafür durften sie einige Privilegien behalten und wurden ins koloniale Herrschaftssystem integriert. Durch die weitgehende Einbindung der einheimischen Häuptlinge in das koloniale Herrschaftssystem entstand die soziale Schicht der principialia, die als Mittelsmänner und Nutznießer des Kolonialsystems diese über Jahrhunderte festigten.
Der andere wichtige Machtfaktor in der philippinischen Kolonie waren spanische Mönche und Priester. Aufgrund ihrer Rolle in der Missionierung und in den späteren Gemeinden waren sie oft die einzigen Spanier, die eine einheimische Sprache konnten. Sie lebten im Gegensatz zu den Kolonialbeamten, die nur auf Zeit im Lande waren, mehrere Jahrzehnte im Land. Sie wurden als Vermittler unverzichtbar und somit sehr mächtig.
Im Süden der Philippinen war der Islam zum Zeitpunkt der Ankunft der Spanier bereits tiefer verwurzelt, so dass die dortigen Moslems, von den Spaniern Moros genannt, nicht das Christentum annahmen.
Koloniale Wirtschaft
In der frühen Kolonialzeit bildete der Galeonenhandel zwischen Manila und Acapulco die wichtigste Einnahmequelle für die Kolonie. Silber aus den Minen der neuen Welt wurde von Acapulco nach Manila verschifft und dort benutzt, um chinesische Waren wie Seide und Porzellan zu kaufen. Da bis zum 18. Jahrhundert nur die Portugiesen mit Macao das Recht hatten, die chinesische Küste direkt anzusteuern, war man auf chinesische Händler angewiesen, die sich in einem eigenen Viertel vor Manila ansiedelten, dem heutigen Binondo, wo sich auch heute die Chinatown von Manila befindet.
Im frühen 19. Jahrhundert änderte sich die wirtschaftliche und politische Situation. Mexiko wurde unabhängig, so dass die Philippinen nicht mehr zu Neuspanien gehörten, sondern zum ersten Mal direkt von Spanien aus verwaltet wurden. Der Galeonenhandel nach Acapulco war nicht mehr möglich und wurde 1815 eingestellt. Die Philippinen wurde nach und nach dem Welthandel geöffnet, so dass für Teile der einheimischen principalia sowie Mestizen sowohl spanischer als auch chinesischer Herkunft Wohlstand ermöglicht wurde, so dass einige ihren Kindern ein Studium, oftmals sogar in Europa, finanzieren konnten. Es entstand die Schicht der ilustrados, die durch neue, freiheitliche Ideen aus Europa beeinflusst wurden.
Reformen und Revolution
1868 gab es in Spanien eine Revolution, so dass der liberale Gouverneur Carlos Maria dela Torre auf die Philippinen geschickt wurde, der liberale Reformen durchführte und unter anderem die Pressezensur abschaffte. 1871 war diese Phase jedoch vorbei. Insbesondere die spanischen Mönchsorden auf den Philippinen entfalteten wieder ihre Macht.
Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts wurden die Rufe der Ilustrados nach Reformen immer lauter. Die Bezeichnung Filipino, die früher nur für spanische Kreolen benutzt wurde, wurde auf alle Einwohner des Landes ausgeweitet. Die Propagandabewegung, die aus Europa von philippinischen Studenten und Exilanten betrieben wurde, sowie die kurzlebige Liga Filipina, die kurz nach ihrer Gründung durch José Rizal in Manila sofort von den dortigen Behörden verboten wurde, hatten zunächst nicht die Unabhängigkeit der Philippinen als ihr Ziel, sondern Gleichberechtigung der Filipinos und philippinische Sitze in den spanischen Cortes. Doch für einige ging dies nicht weit genug.
Von 1896 bis 1898 fand unter der Führung des Katipunan die Philippinische Revolution statt, die in ihrer Endphase praktisch in den Spanisch-Amerikanischen Krieg überging. Bereits zu Beginn dieser Auseinandersetzung zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten wurde die spanische Flotte durch amerikanische Schiffe in der Schlacht in der Bucht von Manila vernichtet. Ein Großteil des Landes war jedoch zu diesem Zeitpunkt bereits unter philippinischer Kontrolle, worauf am 12. Juni 1898 die philippinische Unabhängigkeitserklärung erfolgte, welche weder von der alten noch der neuen Kolonialmacht anerkannt und vom Rest der Welt gar nicht erst wahrgenommen wurde.
Amerikanische Kolonialzeit
Die USA erkannten die junge philippinische Republik nicht an und bekämpften sie im Philippinisch-Amerikanischen Krieg von 1899 bis 1902 massiv. Etwa eine Million Filipinos (20 % der Gesamtbevölkerung) kamen während dieser Zeit ums Leben, und das Land wurde zur amerikanischen Kolonie.
1904 wurde im Süden der Philippinen, der von den Spaniern nie ganz unterworfen wurde, von den Amerikanern die Moro Province gegründet und militärisch kontrolliert. Dadurch kam es zum Moro-Amerikanischen Krieg, der von 1904 bis 1913 andauerte und durch den US-General John Pershing beendet wurde. So wurde aus der in spanischer Zeit eher formellen Zugehörigkeit der Moslemgebiete zu den Philippinen eine faktische. Auf der Insel Mindanao wurden große Monokulturen amerikanischer Konzerne angelegt, wie zum Beispiel Ananasplantagen. Es kam in den 1920er und 1950er Jahren außerdem zu staatlich geförderten Siedlungsprogrammen, bei denen Christen aus dem Norden und aus der Mitte der Philippinen in den Süden gebracht wurden. Der heutige Konflikt im Süden der Philippinen hat seine Wurzeln in dieser Zeit.
1935 wurde eine Teilautonomie für die Philippinen mit dem Ziel der Unabhängigkeit bis 1945 beschlossen. Kurz darauf wurde die Einwanderung von Filipinos in die USA erheblich eingeschränkt. Manuel Quezon wurde Präsident des Commonwealth der Philippinen. Dieser holte sich später Douglas MacArthur als Militärberater hinzu, der beim Aufbau eigener philippinischer Streitkräfte half. 1942 kämpften philippinische und amerikanische Soldaten vergeblich gegen die eindringende japanische Armee (→ Schlacht um die Philippinen).
Von 1942 bis 1945 wurden die Philippinen im Zuge des Zweiten Weltkriegs von Japan besetzt. Etwa 1 Million Filipinos starben durch das brutale Besatzungsregime der japanischen Armee, etliche Städte wurden in Schutt und Asche gelegt.
Am 4. Juli 1946 wurden die Philippinen offiziell in die Unabhängigkeit entlassen. Die USA behielten einige Jahrzehnte lang wirtschaftliche Sonderrechte und militärische Stützpunkte auf den Philippinen und spielen bis heute eine wichtige Rolle in der philippinischen Politik.
Philippinische Republik
Nach der Unabhängigkeit galt zunächst einmal die Verfassung von 1935 weiter, in der die Philippinen eine Präsidialrepublik nach amerikanischem Muster waren. Der Einfluss der USA blieb weiterhin sehr groß, unter anderem ließen sich die USA am 14. März 1947 für die Dauer von 99 Jahren die Hoheitsrechte über 23 Militärstützpunkte garantieren. Die Philippinen entsandten wiederum 1951 fünf Bataillone in den Koreakrieg, um den USA zu helfen.
Gegen Aufstände durch die kommunistischen Hukbalahap, einer ehemaligen Widerstandsbewegung gegen die japanischen Besatzung, gab es von den USA Ausrüstung und amerikanische Militärberater, unter anderem der CIA-Agent Edward Lansdale, der später in Vietnam eine wichtige Rolle spielen sollte. Um den Aufstand zu entschärfen, wurde in den 1950er Jahren die Umsiedlung armer Bauern in den Süden der Philippinen verstärkt gefördert.
Im Jahre 1963 kam es zu einem Konflikt mit Malaysia, da die Philippinen Sabah als früheren Bestandteil des Sultanats von Sulu beanspruchten. Diese Problematik ist bis heute offen.
Aufgrund von Konflikten zwischen christlichen Siedlern und muslimischen Einheimischen kam es in den 1960er Jahren immer mehr zu Konflikten im Süden der Philippinen. 1968 wurden einige muslimische Armee-Rekruten erschossen, die sich weigerten, an einer Geheimoperation zur Rückeroberung Sabahs teilzunehmen. Als Reaktion auf dieses Massaker bildeten sich die ersten separatistischen Bewegungen auf den Südphilippinen.
Im Jahre 1965 wurde der populäre junge Politiker Ferdinand E. Marcos zum Präsidenten gewählt. 1971 wurde Marcos als erster Präsident der Philippinen wiedergewählt, wobei die Wahl als solche sehr umstritten war. Im selben Jahr ließ Marcos eine verfassungsgebende Versammlung einberufen, um die veraltete Verfassung von 1935 zu ersetzen. Gegner von Marcos verdächtigten ihn deshalb des Versuches, die Beschränkung auf zwei Wahlperioden umgehen zu wollen. Ab 1970 hatte es Marcos außerdem sowohl mit einer linken Studentenbewegung zu tun, die unter anderem seinen pro-amerikanischen Kurs geißelte, als auch mit einer neuen maoistischen kommunistischen Guerilla, der New People's Army (NPA) und der Alex Boncayao-Brigade (ABB).
Die Marcos-Diktatur
Im Jahre 1972 gab es eine Serie von Bombenanschlägen, von denen man allerdings heute vermutet, dass sie von Militärs durchgeführt wurden, um Marcos einen Vorwand für das Kriegsrecht zu liefern. Am 21. September 1972 erklärte Marcos das Kriegsrecht, ließ Oppositionszeitungen und -sender schließen und veranlasste die Inhaftierung zahlreicher Oppositioneller. 1973 ließ er eine neue parlamentarische Verfassung ratifizieren. Das Kriegsrecht wurde zwar 1980 aufgehoben, und es kam 1981 sogar zu einer Parlamentswahl, bei der aber massive Wahlfälschung vermutet wurde.
Während der Marcos-Diktatur kam es zu massiven Repressalien gegen Oppositionelle. Manche wurden jahrelang in Untersuchungshaft gehalten, unter anderem der prominente Marcos-Rivale Benigno Aquino, Jr.. Im Zuge der Bekämpfung der NPA kam es in manchen Provinzen zu Repressalien gegen die Landbevölkerung. Etliche Oppositionelle oder vermutete Kommunisten verschwanden entweder spurlos oder wurden schwer verstümmelt aufgefunden, eine Praxis, die vom Militär „salvaging“ genannt wurde. Unterdessen bereicherten sich Marcos, seine Frau Imelda und seine Freunde, während die Auslandsschulden der Philippinen immer weiter stiegen. Es wurde viel Geld für Prestigeprojekte ausgegeben, unter anderem für eine Herzklinik und einen Filmpalast.
Nach dem Mord an Benigno Aquino, der im Jahre 1983 nach Exil in den USA auf die Philippinen zurückkehrte und am Flughafen von Manila erschossen wurde, kam es zum Volkswiderstand gegen Marcos. Dieser versuchte Anfang 1986, durch vorgezogene Neuwahlen das Blatt zu wenden, doch seine Rivalin Corazon Aquino war sehr populär, und seine Versuche, die Wahl zu fälschen, fielen aufgrund der vielen internationalen Beobachter auf. Führende Militärs wechselten im Februar 1986 die Seite und wurden durch Massendemonstrationen unterstützt, die weltweit in den Medien zu sehen waren. Militäreinheiten, die den Aufstand brechen sollten, wechselten ebenfalls die Seiten, so dass Marcos in einem US-Militärhelikopter das Land verließ und nach Hawaii ins Exil gebracht wurde. Corazon Aquino wurde am gleichen Abend als neue Präsidentin vereidigt.
Politik
Am 11. Februar 1987 trat eine neue Verfassung in Kraft und seit 1987 sind die Philippinen wieder eine Präsidialrepublik. Der Präsident hat weit reichende exekutive Befugnisse. Er beruft das Kabinett ein. Der Kongress besteht aus Repräsentantenhaus und Senat. Es besteht de jure Wahlpflicht.
Vom 20. Januar 2001 bis zum 30. Juni 2010 war Gloria Macapagal-Arroyo (* 1947) Staatsoberhaupt (zuvor Vizepräsidentin); sie wurde am 30. Juni 2004 trotz verschiedener Vorwürfe massiver Wahlfälschungen, die in der Folgezeit noch bestätigt wurden (Tonbandmitschnitt der Fälschungsvereinbarungen, im weiteren Verlauf auch präzise Aussagen von reuigen Mitgliedern der Wahlkommission) erneut vereidigt. Am 18. November 2011 wurde gegen sie ein Haftbefehl erlassen. Ihr wurde vorgeworfen, die Ergebnisse der Senatswahl 2007 manipuliert zu haben. Macapagal Arroyo ist Nachfolgerin von Joseph E. Estrada, der nach Verlust seiner Machtbasis als Folge von Korruptionsvorwürfen und des Drucks von Demonstrationen seinen Amtssitz vorzeitig verlassen hatte. Die erst 2006 durchgeführten Vernehmungen entlasteten ihn jedoch weitgehend und wiesen vielmehr auf einen engen Vertrauten Arroyos, Chavit Singson, Gouverneur von Ilocos Sur, der für seine Geschäfte im Bereich des illegalen Glücksspiels schon bekannt war. Nach einer Verurteilung durch ein von ihm nicht anerkanntes Sondergericht („Sandiganbayan“) gewährte ihm Arroyo ein „bedingungsloses Pardon“.
Eine sinnvolle Politik war deshalb zwischenzeitlich kaum möglich. Die Regierung musste sich ständig gegen neue Beweise ihrer Illegitimität wehren. Gleichzeitig war sie mit der Abwehr vermeintlicher oder tatsächlicher Putschversuche beschäftigt. Um beispielsweise eine öffentliche Ansprache an das Volk in Manila (SONA) zu halten, benötigte die Präsidentin 2006 etwa 13.000 Polizisten/Soldaten.
Am 10. Mai 2010 wurden Wahlen (u.a. für das Präsidentenamt) auf den Philippinen durchgeführt. Dabei wurde in hohem Maß auf Computertechnik zurückgegriffen, um keinen Zweifel an den Ergebnissen der Wahl zuzulassen. Gleichwohl wurde die Bekanntgabe des endgültigen amtlichen Endergebnisses auch dieses Mal durch Vorwürfe der Wahlmanipulation überschattet. Techniker der beteiligten Firma haben die einfachen Eingriffsmöglichkeiten an den Wahlcomputern detailliert dargelegt. Am 30. Juni 2010 wurde Benigno Aquino III. als Präsident vereidigt.
Die philippinische Politik ist sehr personenbezogen, so dass Parteien keine so große Rolle spielen. Viele philippinische Politiker gehören einer politischen Dynastie an: so ist zum Beispiel Macapagal-Arroyo die Tochter des ehemaligen Präsidenten Diosdado Macapagal, oder der Sohn von Ferdinand Marcos, Ferdinand Marcos Jr., auch Bong-Bong genannt, Gouverneur der Heimatprovinz seines Vaters, Ilocos Norte, und der Sohn des ehemaligen Präsidenten Ramon Magsaysay, Ramon Magsaysay jr., ist Senator. Popularität und regionale Zugehörigkeitsgefühle zählen oft viel mehr als Sachthemen. In den letzten Jahren sind viele Schauspieler, ehemalige Basketballstars und ähnliche Medienpersönlichkeiten in die Politik gegangen.
Die Philippinen sind Mitglied im Sicherheitsrat der UN, ASEAN, APEC und der Unión Latina.
2006 wurden die Philippinen für ein Jahr in den UN-Menschenrechtsrat (engl. Council on Human Rights) aufgenommen. Eine Wiederwahl ist möglich, allerdings auch eine Abwahl wegen massiver Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land. Der im Dezember 2006 in Cebu geplante ASEAN-Gipfel wurde kurzfristig angeblich wegen des Wetters abgesagt. Von der Opposition wurde jedoch auch die Angst vor Massenprotesten gegen Versuche, die Verfassung ohne entsprechende Verfahren zu ändern, angeführt. Anfang 2007 informierte sich der UN-Beauftragte Philip Alston über die umstrittene Menschenrechtslage. Nach anfänglichem Widerstand erhielt er den unveröffentlichten vorläufigen Bericht der so genannten „Melo-Kommission“. Hier wird zum ersten Mal auch von offizieller Seite die Verwicklung des Militärs, besonders des Generals Palparan, in die politischen Morde gegen Linke belegt.
Demokratiesituation
Seit dem Ende der Marcosdiktatur hat es immer wieder politische Unruhen auf den Philippinen gegeben, so dass von einer stabilen Demokratie keineswegs die Rede sein kann. Im August 1987 und Dezember 1989 gab es Putschversuche des Oberst Gregorio „Gringo“ Honasan. Im Jahr 2003 kam es zu einer Meuterei von Marinesoldaten unter Leutnant Antonio Trillanes, bei der ein Hotel besetzt wurde. Die Soldaten gaben jedoch friedlich auf und wurden vor ein Militärgericht gestellt. Im Jahre 2006 gab es einen angeblichen Putschversuch, der zur Ausrufung eines Notstandes durch Präsidentin Arroyo und einigen Verhaftungen führte (siehe Artikel Putschversuch auf den Philippinen 2006).
Sowohl Arroyo als auch Aquino kamen jeweils 2001 und 1986 aufgrund von Demonstrationen und durch Überlaufen führender Militärs an die Macht, so dass formal gesehen die Rechtsstaatlichkeit verletzt wurde. Im Jahr 2001 kam es zu Demonstrationen und zu Krawallen von Estrada-Anhängern, die die neue Präsidentin durch Militär niederschlagen ließ. Es gab Tote und Verletzte. Bis heute ist die politische Situation sehr stark polarisiert. Die offensichtlich gefälschten Wahlen von 2004 und in der Folge zahlreiche politisch motivierte Morde gegen „Linke“, aber auch Menschenrechtsaktivisten und ähnliches haben die Situation zusätzlich erschwert.
Die Wahlen 2007 brachten trotz massiver Einschüchterungs- und Fälschungsversuche – internationale Beobachter fühlten sich sogar in Afghanistan sicherer – einen Erdrutschsieg für die Opposition. Der wegen des Putschversuchs immer noch inhaftierte Trillanes gewann ohne jeden Wahlkampf einen Senatssitz.
Am 29. November 2007 gelang es den Verantwortlichen des Putschversuches von 2003, während einer Anhörung das Gerichtsgebäude von Manila zu verlassen und sich nach einem Marsch durch die Innenstadt von Makati in einem Hotel zu verschanzen. Angeführt wurde die Gruppe von Antonio Trillanes und dem Brigadegeneral Danilo Lim. Ein Aufruf an Soldaten, sich ihnen anzuschließen, blieb aber ohne Wirkung, und die Putschisten ergaben sich schließlich den Sicherheitskräften, als diese drohten, das Hotel zu stürmen.
Am 23. November 2009 kam es in der Provinz Maguindanao zu einem Massaker an Zivilisten, bei dem 57 Menschen ermordet wurden. Das Massaker stand im Zusammenhang mit den Wahlen vom 10. Mai 2010. Der Hauptverdächtige aus dem Ampatuanclan hat für die derzeitige Präsidentin Macapagal Arroyo u.a. 2004 (Präsidentschaftswahlen) und 2007 (Senatswahlen, Zubiri) die Wahlen massiv gefälscht bzw. fälschen lassen. Die Opposition bekam jeweils 0 Stimmen.
Der frühere Botschafter der Philippinen in den USA, Maceda, verweist in einem Beitrag der oppositionellen "The Daily Tribune" vom 11. Dezember 2009 ( oder ) darauf, dass schon zuvor 200 Morde und andere Gräueltaten von den Ampatuans in der Gegend verübt wurden, ohne bisher juristische Konsequenzen zu haben.
Der Regierung Arroyo wurde 2006 vorgeworfen, über 800 politisch motivierte Morde nicht aufgeklärt zu haben.
Minderheitenkonflikte
Vor der Ankunft der Spanier bestanden die Philippinen aus Barangays (Gemeinden) verschiedener Völker und Stämme, die vielfältig untereinander vernetzt waren. Spanien kolonisierte den größten Teil des Archipels und in 300 Jahren entstand eine Philippinische Mehrheitsidentität. In einigen Gebieten, wie in den Philippinischen Kordilleren mit den Stämmen der Igorot im Norden und den Gebieten der Moro und Lumad im Süden, wurden die Menschen kaum beeinflusst.