Vorrede des Verfassers

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Zwei Ursachen, die mir wichtig zu sein schienen, verbinden mich, diesem Werk eine Vorrede vorzusetzen. Ich habe es für nötig gehalten, meinen Lesern gleich anfangs zu berichten: 1. Warum ich mich in diesem Werk allezeit der Schreibart eines Römisch-Katholischen bedient habe, es mag nun von Sachen, die in die Religion oder in die Staatskunst gehören, die Rede sein. 2. Warum diese dritte Ausgabe nicht so beschaffen ist, wie ich sie versprochen hatte.

Die Erläuterung des ersten Punktes wird man aus folgenden Zeilen sehen, darin ich einige Dinge anführe, die den Ursprung dieses Werkes betreffen.

Da ich öffentlicher Lehrer der Weltweisheit zu Sedan war, so wurde ich bei Gelegenheit desjenigen Kometen, der im Monat Dezember des 1680. Jahres erschien, von vielen neugierigen oder bestürzten Personen beständig mit hundert Fragen geplagt. Ich suchte, soviel möglich, denjenigen Mut zuzusprechen, die sich über dieses sogenannte Unglückszeichen ängstigten, allein durch alle meine philosophischen Schlüsse gewann ich sehr wenig bei ihnen. Man antwortete mir allezeit: Gott zeigte uns diese großen Luftzeichen, um den Sündern Raum zu geben, dasjenige Unglück abzuwenden, was über ihrem Haupt schwebte. Ich hielt es also für sehr undienlich, von der Sache weitläufiger zu handeln, wenn man nicht durch gründliche Folgerungen zeigen könnte, daß es den Eigenschaften Gottes zuwider sei, die Kometen zu einer solchen Wirkung zu bestimmen. Ich dachte der Sache nach und kam gar bald auf den aus der Gottesgelehrtheit genommenen Beweis, den man in dieser Schrift finden wird. Ich besann mich nicht, selbigen in irgendeiner Schrift gelesen oder jemals davon reden gehört zu haben. Dieser Schein einiger Neuigkeit brachte mich auf die Gedanken, von dieser Sache einen Brief zu schreiben, der in den Mercure galant eingerückt werden könnte. Ich gab mir alle mögliche Mühe, die Grenzen eines solchen Briefes nicht zu überschreiten, allein der Überfluß dieser Materie erlaubte mir die gehörige Kürze nicht und nötigte mich, ein anderes Mittel zu ergreifen, das heißt meine Schrift als ein Werk anzusehen, welches besonders herausgegeben werden müßte. Nunmehr zwang ich mich zu keiner Kürze mehr, ich ließ mich ohne allen Zwang über jeden Satz aus, dennoch ließ ich den Herrn Visé, Verfasser des Mercure galant, niemals aus den Augen. Ich entschloß mich, ihm mein Schreiben zu übersenden und ihn zu ersuchen, daß er es seinem Buchdrucker geben und mir entweder die Erlaubnis des Herrn de la Reinie, sofern selbige zum Druck meines Werkes ausreichend wäre, wenn nicht, einen Befreiungsbrief des Königs selbst auswirken möchte, wenn es nicht anders sein könnte. Er behielt diese Schrift eine Zeitlang bei sich, ohne den Namen des Verfassers zu wissen, und da man ihn deswegen befragte, so antwortete er: Er wüßte gewiß, daß der Herr de la Reinie es nicht wagen würde, die Folgen dieser Sache ganz allein auf sich zu nehmen, und daß man, ehe man um das königliche Privilegium anhalten könnte, zuvor die Genehmhaltung der theologischen Fakultät haben müßte, dieses aber sei eine verdrießliche, langwierige und beschwerliche Sache, daß er die Muße nicht hätte, sich damit einzulassen. Man forderte ihm also die Abschrift ab, und da die Aufhebung der Hohen Schule zu Sedan mich veranlaßte, im 1681. Jahre nach Holland zu gehen, so ließ ich den Vorsatz fahren, mein Werk von den Kometen in Paris drucken zu lassen.

Hier sieht man die Ursache, warum ich mich der Schreibart eines Römisch-Katholischen bedient und bei den Staatsangelegenheiten die Ausdrücke des Herrn Visé nachgeahmt habe. Dieses war zu einem Werk, welches in Paris gedruckt werden sollte, unumgänglich notwendig, zumal, so hielt ich dafür, die Nachahmung des Mercure galant in einigen Stücken mir entweder die Einwilligung des Herrn de la Reinie oder die königliche Freiheit desto eher zuwege bringen würde. Und da ich mir alle mögliche Mühe gegeben, daß ich nicht für den Urheber dieser Gedanken von den Kometen möchte gehalten werden (welche kurz darauf in Holland gedruckt wurden), so änderte ich in oft gedachter Schreibart gar nichts, indem ich glaubte, daß nichts als eben dieselbe vermögen könnte, das Urteil zu verhindern: Diese Schrift sei von einem Menschen verfertigt, welcher der Religion wegen aus Frankreich gegangen wäre.

Diejenigen, die sich die Mühe geben wollen, hierauf achtzugeben, werden unfehlbar alle gewünschte Erklärung finden. Noch eins muß ich sagen: Man schaltete während des Druckes (besonders bei der zweiten Ausgabe) ziemlich viele Sachen ein, welche in dem Manuskript, das man dem Verfasser des Mercure galant geschickt, nicht gestanden hatten.

Ich komme jetzt auf den anderen Punkt: Warum ich in dieser dritten Ausgabe nicht alles geleistet, was ich versprochen hatte.

Ich hatte meinen Lesern versprochen, daß diese Ausgabe mit vielen neuen Beweisen und Antworten auf die gemachten Einwürfe vermehrt werden sollte, und gleichwohl ist sie der zweiten ganz gleich. Ich habe nichts hinzugesetzt, nichts weggelassen, kurz, nichts geändert. Dieses ist aus folgenden Ursachen geschehen: Ich dachte, daß dieses Werk, welches ohnedies den Flüssen gleicht, die nur so dahinschleichen, durch einige neue Zusätze notwendig verdrießlich werden müßte. Hierdurch hätte ich meine Leser in ein Labyrinth geführt oder sie auf einen Fluß Mäander eingeschifft, und beides beliebt ihnen nicht. Ich weiß nicht, ob andere Schriftsteller die Geschicklichkeit gehabt haben möchten, ein solches Werk nach Art lebendiger Geschöpfe wachsen zu lassen, das heißt, durch eine gleiche Verteilung der Säfte über den ganzen Leib denselben allenthalben gleich zu vergrößern. Was mich betrifft, so erkenne ich mich dazu für unfähig, und also werde ich derjenigen Art nachahmen, wodurch, wie man sagt, die Natur die leblosen Körper vergrößert. Sie wachsen, spricht man, per iuxta compositum, das heißt durch eine Materie, die sich an ihre äußeren Teile ansetzt. Auf eben diese Weise werde auch ich meine Zusätze zu einem neuen Teil aufsparen, den ich besonders drucken lassen will, sobald ich mit der Arbeit meines kritischen Wörterbuches etwas weiter gekommen sein werde, daran ich noch beständig arbeite. Diesen Aufschub nehme ich mir, weil ich bei genauerer Untersuchung der Einwürfe, die man gegen die Vergleichung des Heidentums mit der Gottesverleugnung machen kann, gefunden, daß man sie alle durch die Grundsätze, die ich vorausgesetzt, und durch diejenigen Antworten, die ich bereits vorgetragen, aufheben kann. Ich kann mir also schon Zeit nehmen. Derjenige Einwurf, der der stärkste zu sein scheint und am meisten verdient, recht weitläufig auseinandergesetzt zu werden, ist derjenige, den ich im 234. Absatz untersuche. Gleichwohl weiß ich nicht, ob ich mich in dem neuen Teil, den ich hier verspreche, gar zu lange dabei aufhalten werde; denn die Sache ist ungemein kitzlig, man kann sie weder recht erläutern noch untersuchen, ohne daß man gewisse Schranken überschreitet, die man lieber gar unberührt lassen muß. Es gibt, ich weiß nicht was für ein Schicksal, daß, je mehr man von den Eigenschaften Gottes, den allerdeutlichsten und erhabensten Begriffen nach, die die Metaphysik nur hat, nachsinnt, man desto mehr einer Menge Schriftstellen gewahr wird, die einem zuwider sind. Ungeachtet, daß dieses nicht in den Sachen selbst, sondern nur in dem Unterschiede der Schreibart gegründet ist, so ist es doch schwer, diesen Widersinn auf eine solche Art zu heben, daß sie allen Gemütern ein Genüge tut. Und überhaupt darf man sich nicht wundern, wenn Leute, die keine andere Schule gehabt haben als die Eingebung und die sich allezeit nach der Fähigkeit des gemeinen Mannes haben richten müssen, was die Begriffe betrifft, die ihre Ausdrücke zu enthalten scheinen, mit solchen Schriftstellern nicht einig sind, die die Regeln der Wortableitung erlernt haben, die selbige beachten und von allen Wörtern eine richtige Erklärung geben, dieselben allezeit in ein und demselben Sinn nehmen, die nur die spekulative Besserung im Sinn haben und ihre Lehren nicht nach der Notwendigkeit einrichten, nach welcher der Pöbel durch grobe Bilder erbaut werden muß. Ich werde in meinem Wörterbuch in dem Artikel Gregorius Arimini etwas mehr hiervon sagen.

Dies ist es alles, was ich hier zu sagen gehabt. Weil aber der Drucker die folgende Seite gern voll haben will, so will ich noch eine Anmerkung hersetzen, die mir sehr geschickt zu sein scheint, den gemeinen Wahn in Hinsicht auf die Kometen zu widerlegen.

Der Krieg, welcher im Okzident vom Jahre 1688 bis ins Jahr 1697 gewährt hat, ist einer der heftigsten und kläglichsten gewesen, die man jemals gesehen. Gleichwohl ist weder kurz vorher noch während seiner Dauer irgendein Komet erschienen, vielmehr hat man im Monat September 1698 einen Kometen gesehen, als Europa schon vom Krieg befreit und im Begriff war, den Frieden zwischen den Türken und Christen wiederhergestellt zu sehen. Da haben wir also einen Kometen, der sich in derjenigen Zeit gezeigt hat, in der zwei Friedensschlüsse gemacht wurden, welche in allen Ecken von Europa die allgemeine Ruhe herstellten und den Zustand aller Sachen auf einen viel besseren Fuß setzten, einen Kometen, sage ich, der die glücklichen Zeiten wiederbrachte, da der Janustempel wieder zugeschlossen ward. Können wir es schon nicht hoffen, so wollen wir zumindest wünschen, daß selbige Zeiten, nebst einer langen Dauer, die gleichen sein mögen, welche Virgil in dem 1. Buche seiner Aeneis im 291. Verse prophezeit:

Aspera tum positis mitescent saecula bellis,
Cana fides, et Vesta, Remo cum fratre Quirinus
Iura dabunt: dirae ferro, et compagibus arctis
Claudentur belli portae. Furor impius intus
Saeva sedens super arma, et centum vinctus abenis
Post tergum nodis fremet horridos ore cruento.


Gegeben den 1. Jun. 1699

Fußnoten

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Anmerkungen des Verfassers

1 Quidam incredibilium relatu commendationem parant, et lectorem aliud acturum, si per quotidiana duceretur, miraculo excitant. Quidam creduli, quidam negligentes sunt, quibusdam mendacium obrepit, quibusdam placet. Illi non evitant, hi appetunt, et hoc in commune de tota natione, quae approbare opus suum et fieri populare non putat posse, nisi illud mendacio aspersit (Seneca, Natur. quaest., l. 7, c. 16).

2 Siehe Vossius, De Histor. latin., p. 98.

3 Le P. Le Moine, Discours de l'histoire, chap. 1.

4 Agathias, In princip. Histor.

5 Ammian. Marcell., Histor., l. 17.

6 Ammian. Marcell., Histor., l. 20.

7 Unusquisque mavult credere quam iudicare: nunquam de vita iudicatur, semper creditur versatque nos et praecipitat traditus per manus error alienisque peri mus exemplis. Sanabimur si modo separemur a coetu. Nunc vero stat contra rationem defensor mali sui populus (Seneca, De vita beata, c, 1).

8 Pensées de M. Pascal, chap. 5.

9 Et positas ut glaciet nives puro numine Iupiter (Horat., Od. 3, 10, 7 f.).

10 Bernier, Relat. du Mogol.

11 Siehe Petit, Dissertat. sur les Comètes, p. 95.

12 L. 2, c. 25.

13 Astraea Virgo, siderum magnum decus (Seneca in Octav.).

14 Haec serio quemquam dixisse, summa hominum contemptio est, et intoleranda mendaciorum impunitas (l. 37, c. 2).

15 Toties taurum non ferire, difficile est (Trebell. Poll. in vit. Gall.).

16 Venaturque aliturque avibus volucresque petendo, Debita Troianis exercet spicula fatis (Ovid., Metam., 13).

17 Morin. Siehe Bernier, Abrégé de Gassendi, t. 4, p. 489.

18 Jesaias, c. 44; 47.

19 Genus hominum potentibus infidum, sperantibus fallax, quod in civitate nostra et vetabitur semper et retinebitur (Tacit., Histor., l.1).

20 Patere Mathematicos aliquando verum dicere, qui illum postquam Princeps factus est, omnibus annis, omnibus mensibus, efferunt (De morte Claud. Caesar.),

21 Siehe das Journal du Maréchal de Bassompierre, p. m. 241.

22 Euseb., Praeparat. Evangel. (l. 5, c. 10).

23 Quam multa ego Pompeio, quam multa Crasso, quam multa huic ipsi Caesari a Chaldaeis dicta memini, neminem eorum, nisi senectute, nisi domi, nisi cum claritate esse moriturum: ut mihi permirum videatur, quemquam exstare qui etiam nunc credat iis quoruna praedicta quotidie videat re et eventis refelli (Cicero, De divinat., l. 2).

24 Part. I, l. 5, chap. 14.

25 Ibid., chap. 1.

26 Pietro della Valle, lettre 6.

27 Siehe L'Ambassad. de la compagn. holland., part, 2, chap. 2.

28 Iulius Schillerus Augustanus I. C. in Coelo stellato Christiano.

29 Etiamne urbis natalis dies ad vim stellarum et lunae pertinebat? Fac in puero referre, ex qua affectione coeli primum spiritum duxerit: num hoc in latere aut in caemento, ex quibus urbs effecta est, potuit valere? (Cicero, De divinat., l. 2).

30 Siehe Les nouvell, Relat. de Tavernier.

31 Cicero, De divinat., l. 2.

32 Bonfinius, Decad. 4, Rerum hungar., l. 8.

33 Cardan. in Ptol, de Astror, iud., l. 1, tex. 14.

34 Disquisit, Magic., part. 2, quaest. 4, sect, 6.

35 Siehe Thiers, Traité des superst., chap. 22.

36 De Republic., l. 4, c. 2.

37 Ammian Marcell., l. 26, c. 1.

38 Cornel. Nepos in eius vita.

39 Du Verdier, Hist. des Turcs.

40 Plutarch in eius vita.

41 Femmes galantes, t. 1.

42 Festus.

43 Cicero, De divinat., l. 1 – Plinius, l. 28, c. 2.

44 Posse dicitis ad res venereas sumpta de mari spuria et fascina propter nominum similitudinem, qui minus possit ex eodem litore calculus ad vesicam, testa ad testamentum, cancer ad ulcera? (Apulei., Apolog, 1.).

45 Quod eam putarent facile foetum alvo egerere.

46 Merc. François, tom. 4, ad annum 1616.

47 C. 38.

48 Sechster Tag.

49 Unter dem Wort: acariâtre.

50 L. J. D. ad S. C. Trebell.

51 Quod si nomina in foro venderentur, deberent parentes pulcherrima emere quae filiis imponerent (Ioh. Andr. in Cap. cum secundum, extra de praebend.).

52 Quarum quidem rerum eventa magis arbitror, quam causas quaeri oportere... observata sunt haec tempore immenso et significatione eventus animadversa et notata... hoc sum contentus, quod etiamsi quomodo quidque fiat ignorem, quid fiat intelligo (De divinat., l, 1).

53 In Capricor.

54 Lukas, c. 19, v. 29.

55 Antiochus Magnus ille rex Asiae, cum posteaquam a Scipione devictus, Tauro tenus regnare iussus esset; omnemque hanc Asiam, quae est nunc nostra Provincia, amisisset, dicere est solitus: benigne sibi a populo Romano esse factum, quod nimis magna procuratione liberatus, modicis regni terminis uteretur (Cicero, Orat. pro Deiot.).

56 Siehe Poésies latines de Balsac, p. 43,

57 Vol. 1, p, 17.

58 Casus multis hic cognitus, ac iam
     Tritus et e medio fortunae ductus acervo
     (Juvenal, Satir. 13).

59 Am 5. Mai 1646.

60 Am 26. Juli 1648.

61 Am 9. Februar 1649.

62 Am 13. September 1651.

63 Maius erat imperium Romanum, quam ut illis externis viribus extingui posset etc. (Florus, l. 4, c. 2).

64 Siehe Histoire des Cosaques, par le Sr. Chevalier.

65 Im Jahr 1648.

66 Siehe L'Etat de l'Empire Ottoman., par le Sr. Ricaut.

67 Am 17. August 1648.

68 Vol. 1, p. 116.

69 In libello de comet.

70 Origines, Contra Celsum, l, 1.

71 Canones.

72 Non est veritas in eo, cum loquitur mendacium, ex propriis loquitur, quia mendax est et pater eius (Evangel. sec. Joh., c. 8, v. 44).

73 Defendo unum hoc: nunquam illud Oraculum Delphis tam celebre et tam clarum fuisset; neque tantis donis refertum omnium populorum atque regum, nisi omnis aetas oraculorum illorum veritatem esset experta (Cicero, De divinat., l. 1).

74 Rohault, Phys., 2epart., chap. 27. – L'Art de penser, chap. 18, part. 3.

75 Pluris est oculatus testis unus, quam auriti decem (Plaut.).

76 Ut enim rationem Plato nullam afferret, vide quid homini tribuam, ipsa autoritate me frangeret (Tusculan., 1).

77 Sed hoc pluribus visum est, numerantur enim sententiae non ponderantur, nec aliud in publico consilio potest fieri, in quo nihil est tam inaequale, quam aequalitas ipsa, nam cum sit impar prudentia, par omnium ius est (Plinius, Epist. 12, l. 2).

78 An quicquam stultius quam quos singulos, sicut operatios barbarosque contemnas, eos aliquid putare esse universos? (Tusculan. Quaest. 5).

79 Siehe Essais de Montaigne, l. 2, chap. 12, wo es dem Demokrit ein wenig anders zugeschrieben wird.

80 Part. 3, chap. 18.

81 Natural. quaest., l. 4, c, 7.

82 Quanto expeditius erat dicere, mendacium et fabula est.

83 In L'Art de penser, 3epatt., chap. 19.

84 Essais, l. 3, chap. 11.

85 Pôrountai men gar ô beltistoi, kai hymeis houtôs este lêrôdeis, hôste tôn ouk ontôn legein aitiaz (Galen. Method. therap, 1.6).

86 Plutarch in eius vita.

87 Justin., Hist., l. 22.

88 Dissertat. sur les comètes, p. 113.

89 In vita Periclis.

90 Sextus ab Heminga.

91 Siehe den Traité von Comiers, De la nouvelle science des comètes.

92 Multos Cometas non videmus, quod obscurantur radiis solis, quo deficiente, quemdam Cometen apparuisse quem sol vicinus obtexerat, Possidonius tradit (Seneca, Natural. quaest., l. 7, c. 20).

93 Apostelgesch., c. 14, v. 15.

94 Cicero, De divinat., l. 1.

95 L. 1.

96 Siehe Peucer, De divination. generibus, p. 15.

97 Im Jahr der Stadt Rom 461, Livius, l. 10.

98 Im Jahr der Stadt Rom 548, Livius, l. 9, dec. 3.

99 Vidimus flavum Tiberim retortis, etc. (Horat., Od. l, 2, 13).

100 Proluit insano contorquens vortice silvas,
       Fluviorum rex Eridanus, etc.
       (Virgil., Georgic., l.1).

101 In vita Othonis.

102 Annal., l.1.

103 L. 5; 7; 30.

104 Cicero, De divinat., l. 1.

105 In vita Coriolani.

106 Idem Plutarch in vita Marceli.

107 In caerimoniis vestris rebusque divinis postulationibus locus est, et piaculi dicitur contracta esse commissio, si per imprudentiae lapsum, aut in verbo quispiam, aut simpuvio deerrarit, aut si cursu in solemnibus ludis, curriculisque divinis: commissum omnes statim in religiones clamatis sacras, si ludius constitit, aut Tibicen repente conticuit, aut si patrimus ille qui vocatur puer omisit per ignorantiam lorum, aut terram tenere non potuit (Arnob., Advers. Gentes, l. 4).

108 Concurrite omnes Augures, Aruspices. Portentum inusitatum conflatum est recens. Nam mulos qui fricabat, Consul factus est.

109 Mirari se aiebat quod non rideret aruspex, aruspicem cum vidisset (Cicero, De divinat., l. 2),

110 Applicando activa passivis.

111 Romae autem et circa urbem multa ea hieme prodigia facta, aut, quod evenire solet, motis semel in religionem animis, multa nunciata et temere credita sunt... Prodigia eo anno multa nunciata sunt, quae quo magis credebant simplices ac religiosi homines, eo etiam plura nunciabantur (Tit. Liv., l. 1, dec. 3).

112 Utque semel patuit monstris iter, omnia tempus nacta suum properant nasci (Claud., In Eutrop., l. 2).

113 Denys d'Halicarnass., l. l.

114 Lactant., De falsa relig., l. 1, c. 21.

115 Apologet., c. 9.

116 Silius Italicus, l. 4.

117 Hist. Eccles., l. 9, c. 7.

118 Apud Eusebium de Praepar. Evangel.

119 Sigebert. Gemblac. in Coron. ad ann. 407.

120 Epist. 54, l. 10.

121 Histor. tripart., l. 9, c. 42.

122 Apostelgesch., c. 7, v. 41.

123 Siehe Vigenere, annotat, sur César, p. 317; Essais de Montaigne, l.1, chap. 29.

124 Siehe Relat. du Japon par la Compagn. hollandaise.

125 Cum feriant unum, non unum fulmina terrent (Ovid., Epist. de Pont. eleg., 2).

126 Statuerunt ita maiores nostri, ut si a multis esset flagitium rei militaris admissum, sortitione in quosdam animadverteretur, ut metus videlicet ad omnes, poena ad paucos perveniret (Cicero, Pro Cluent,).

127 De civitate Dei.

128 C. 27, v. 5 ff.

129 Lukas, c. 13.

130 Peucer, De praec. divinat. generibus, p. 30.

131 Exod., c. 47.

132 Epist. 54, l. 10.

133 Quid iuvat saluti publicae castum corpus dicare, et imperii aeternitatem coelestibus fulcire praesidiis, armis vestris, aquilis vestris amicas applicare virtutes, pro omnibus efficacia vota suscipere, et ius cum omnibus non habere? (Symmach., ebenda.)

134 Siehe Euseb., Praepar, evangel., l. 6, c. 9.

135 Legi in tabulis coeli, quaecunque contingent vobis et filiis vestris.

136 Nec corpora modo affecta tabo, sed animos quoque multiplex religio, et pleraque externa invasit, novos ritus sacrificando, vaticinandoque, inferentibus in domos, quibus quaestui sunt capti superstitione animi (Livius, l. 4, dec. 1).

137 Tacit., Annal., l. 1.

138 L. 4, c. 10.

139 Plutarch in eius vita.

140 Xiphilin. Aur. Victor in epit.

141 Georg., l.1.

142 Sueton. in Caes., c. 88.

143 Cui male si palpere, recalcitrat undique tutus (Horat: Satir. 2, 1, 20).

144 Plinius, l. 2, c. 25.

145 De 4. consul. Honor.

146 Justin., Histor., l. 37.

147 Dion Cassius, l. 53.

148 Adeo vel summis in malis fastum et pompam amamus, quasi mortales mori non possint, nisi retum natura perturbetur, ac coelum ipsum luctuosam funeri facem accendat (Guinisius).

149 Quamquam maius illis propositum sit maiorque actus sui fructus, quam servare mortalia; tamen in nostras quoque utilitates, a principio rerum praemissa mens est et is ordo mundo datus, ut appareat curam nostri non inter ultima habitam (Seneca, De benef., l. 6, c. 23).

150 Non enim nos causa mundo sumus: nimis nos suspicimus, si digni nobis videmur, propter quos tanta moveantur (Id., De ira, l. 2, c. 27).

151 Vol. l, traité 4, 1èrepartie, no42.

152 Fieri malunt alieni erroris accessio, quam sibi credere (Minucius Felix).

153 Mémoires de M. de Marolles, part. 2, p. 209; Du Boulay, Théatre des antiqu. rom., p. 581, 587, etc.

154 2. Buch der Kön., Kap. 12.

155 Deut. 21, v. 12.

156 Itidem in multis aliis Gentilium institutis contigit ut superstitionis eorum usus sacris ritibus expiatus, ac sacrosanctus redditus, in Dei Ecclesiam laudabiliter introductus sit (Not. in Maryrol., Rom, 2. Februar).

157 Abrégé chronol. Anno 1562.

158 Ou mantê tou diôkein apekeito diôgmon de legô to hopôsoun tarattein tous hêsychazontas (Hist. eccles., l. 3, c. 12, 13).

159 Siehe Iac. Windet de vita functorum statu, p. 256.

160 Ricaut, Etat de l'Empir. ottom., l. 2, chap. 12.

161 2. Buch Mosis, Kap. 12, v. 38; Nomb., chap. 11, v. 4.

162 Siehe Thiers, Traité des superstitions, chap. 23.

163 Et patitur cantu tantos depressa labores,
       Donec suppositas propior despumet in herbas
       (Lucan., l. 6).

164 Siehe Les nouv. relat. de M. Tavernier,

165 Ovidius, Fast. 5.

166 Apollonius, l. 2; Valerius Flaccus, l. 1.

167 Non sit nobis religio in phantasmatibus nostris, melius est enim qualecunque verum; quam quicquid pro arbitrio fingi potest (De ver. relig., c. 55).

168 Ier. X. 2.

169 In vita Periclis.

170 Cum in omnibus rebus temeritas in assentiendo, errorque turpis est, tum in eo loco maxime, in quo iudicandum est, quantum auspiciis rebusque divinis, religionique tribuamus. Est enim periculum, ne aut neglectis iis impia fraude, aut susceptis, anili superstitione obligemur (Cicero, De divinat., l. 1).

171 Dicit de religionibus loquens, multa esse vera, quae non modo vulgo scite non sit utile, sed etiam, tametsi falsa sint, aliter exestimare populum expediat (Varro apud D. August, de civit. Dei, l. 4, c. 31).

172 Subiit cupido Principem percurrere Martium Campum, et sanguine Condeano tinctam planitiem, quam inequitanti ensis balteo elapsus excidit, omine non fausto, apud vana mirantes.

173 Siehe seine Schrift De praecip. divinat. generibus; und insbesondere: De teratoscopia.

174 Si libet ulcisci deletae funera gentis,
       Hunc, Cimbri, servate senem. Non ille favore
       Numinis, ingenti Superum protectus ab ira
       (De bell. civil., l. 2).

175 Siehe das Journal du régne de Henri III ad ann. 1577.

176 Despréaux, Satire 8,

177 De Caillère, Fortune des Gens de Qualité, 2epart., chap. 10.

178 Histoire du Luthéranisme.

179 Histoire du Luthér., l. 4.

180 Siehe den Thresor chronol. de Pierre de St-Romuald ad ann. 508.

181 Racine und Boileau.

182 Pelisson.

183 La politique du Clergé de France.

184 Mézeray, Abrégé chronol. ad ann. 1610.

185 Tanta iam stultitia oppressit miserum mundum, ut nunc sic absurde res credantur a Christianis, quales nunquam antea ad credendum poterat quisquam suadere Paganis.

186 Pitseus in Galfredo Monimetensi.

187 Hoc erat antiquorum plurium vitium, vel potius quaedam sine iudicio simplicitas, ut in clarorum virorum gestis scribendis, se minus existimarent elegantes, nisi ad ornatum, ut putabant, sermonis poëticas fictiones, vel aliquid eorum simile admiscerent, et consequenter vera falsis committerent.

188 Hist. des Croisades, l. 5.

189 Rhetori concessum est sententiis uti falsis, audacibus, subdolis, captiosis, si modo verisimiles sunt et possunt ad movendos hominum animos qualicunque astu irrepere (A. Gellius, Noct. Attic., l. 1, c. 6).

190 Omnia in rebus humanis dubia, incerta, suspensa: magisque omnia verisimilia, quam veras quo magis mirum est, nonnullos taedio investigandae penitus veritatis cuilibet opinioni temere potius succumbere, quam in explorando pertinaci diligentia perseverare (einige Exemplare haben: Quo minus mirum).

191 Part. 3, chap. 19., no6.

192 Jes. 41.

193 Somnia quae mentes ludunt volitantibus umbris,
       Non delubra Deum, nec ab aethere numina mittunt,
       Sed sibi quisque facit.

194 Siehe Abbé Lancelot de Perouse in seinem Hoggidi disinganno, 49, 50. Part. 1.

195 Deinôs tina polypragmona hêgê ton Theon kai periergon, kai euêthê, kai mêden tôn en tois kyklois ageirontôn, diapheronta hoi dyoin oboloin tô prostychonti apothesôtzousi
(Max. Tyrius, Orat, 3, p. m.29).

196 – – – Cur hanc tibi, rector Olympi,
       Sollicitis visum mortalibus addere curam,
       Noscant venturas ut dira per omina clades?
       – – – – – – – – Sit caeca futuri
       Mens hominum fati: liceat sperare timenti
       (Phars., l. 2).

197 Od. 1, 34.

198 indirecte.

199 Roma triumphantis quoties ducis inclita currum
       Plausibus excepit, toties altaria Divum
       Addidit et spoliis sibimet nova numina fecit
       (Prudence).

200 – – – – – – – – – – Nec turba Deorum
       Talis, ut est hodie, contentaque Sidera paucis
       Numinibus miserum urgebant Atlanta minori
       Pondere
       (Satir.; 13).

201 Vossius, De Idololatr., l. 3, c. 20.

202 Brissonius, De Princip. Persarum, l. 1.

203 Sueton., In Iul. Caesar, c. 76.

204 Apud Quintil., l. 6, c. 4.

205 Eutropius, 1.10.

206 Cicero, De divinat., l. 1.

207 Ne ars tanta propter tenuitatem hominum a Religionis auctoritate abduceretur ad quaestum (ibid.).

208 In vita Nicaei.

209 Multa duces errore serunt... penitus latet exitus ingens.
       Monstratumque nefas, Uni remeabile bellum, etc.
       (Theb., l. 6, sub fin.).

210 Rex Anius, Rex indem hominum, Phoebique Sacerdos.

211 Dion Cassius, l. 2, c. 75.

212 Plutarch in vita Numae.

213 Im Jahr der Stadt Rom 531.

214 Im Jahr der Stadt Rom 536.

215 Im Jahr der Stadt Rom 537.

216 Valer. Maxim, l. 1, c. 1.

217 I. ad Corinth., c. 10, vers. 20. – Deuteron, c. 32, vers. 17. – Tertullian., De Idolol., c. 15.

218 De la vérité de la Rel. Chrét.

219 Deus si non unus est, non est, quia dignius credimus non esse quodcunque non ita fuerit, ut esse debebit (Tertull. contra Marc., l. 1, c. 3).

220 Principale crimen generis humani, summus saeculi reatus (Tertull., De Idolol., c. 1).

221 Summum delictum (Cyprian., Epist. 10).

222 Gregor. Nazianz., Orat. 38.

223 In peccatis quae contra Deum committuntur, quae tamen sunt maxima, gravissimum esse videtur, quod aliquis divinum honorem creaturae impendat, quia quantum est in se facit alium Deum in mundo, minuens principatum divinum (Secund. 2, quaest. 94, art. 3).

224 Epicurum verbo Deos possuisse, revera sustulisse (Cicero, De nat. deor. 3).

225 Epist. ad Roman., c. 1.

226 Epist. ad Ephes., c, 2.

227 Cum parentem omnium, et omnium dominum non minoris sceleris sit ignorare, quam laedere.

228 Dion Cassius, l. 58; Seneca, de ira, l. 1, c. 21.

229 Bonum ex integra causa, malum ex quolibet defectu.

230 Foi des derniers siècles, p. 141.

231 Tullius Hostilius. »Ipse quoque longinquo morbo est implicitus, Tunc adeo fracti, simul cum corpore, sunt spiritus illi feroces, ut qui nihil ante ratus esset minus regium, quam sacris dedere animum, repente omnibus magnis parvisque superstitionibus obnoxius degeret, religionibusque etiam populum impleret.« Siehe Plutarch., In N. Pompon.

232 Iulianus superstitiosus magis, quam sacrorum legitimus observator, innumeras sine parsimonia pecudes mactans, ut aestimaretur si revertisset de Parthis, boves iam defuturos; Marci illius similis Caesaris, in quem id accepimus, hoi leukoi boes Markô tô kaisari; an sy nikêsês, hêmeis apôlometha (Ammian. Marcellin., l. 25).

233 Sed iam pudet me ista refellere, cum eos non puduerit ista sentire. Cum vero ausi sint etiam defendere, non iam eorum, sed ipsius generis humani me pudet, cuius aures haec ferre potuerunt (D. August., Epist. 56).

234 Prudent., Praef. contra Symm., l. 2.

235 Nullam unquam rem defendisse, quam non pro barit; nullam oppugnasse quam non everterit (Cicero, De orat., l. 2).

236 Aelian., Variar. histor., l. 3, c. 17.

237 Quod Carneade argumentante, quid veri esset haud facile discerni posset (Plinius, l. 7, c. 30).

238 Nec inter postrema corrupti saeculi testimonia recensebantur Poetae Galli, quorum proventu regnum Henrici abundavit, qui ingenio suo abusi, per foedas adulationes ambitiosae foeminae blandiebantur iuventute interim corrupta, puerisque a veris studiis ita abductis, ac postremo ex Virginum animis pudore et verecundia per lascivarum cantionum illecebras eliminata (Thuan., Hist., l. 22, ad. ann. 1559).

239 Abrégé chronol. ad ann. 1559.

240 Vos magis Historicis, Lectores, credite de me,
       Quam qui furta Deum concubitusque canunt,
       Falsidici vates, temerant qui carmine verum,
       Humanisque Deos assimilant vitiis
       (Dido apud Ausonium).

241 Cum de religione agitur, T. Coruncanum, P. Scipionem, P. Scaevolam, Pontifices maximos, non Zenonem, aut Cleanthem aut Chrysippum sequor; habeoque C. Laelium augurem, eundemque sapientem, quem potius audiam de religione dicentem in illa oratione nobili, quam quemquam principem Stoicorum... A te Philosopho rationem accipere debeo religionis; maioribus autem nostris, etiam nulla ratione reddita, credere (Cicero, De nat. deorum, l. 3).

242 Divinar. Institut., l. 2, c. 6.

243 Balzac, Entret. 37; Ménage, Observat. sur Malherbe, p. 556.

244 Cum igitur aut fortuna certa, aut incerta natura fit, quanto venerabilius ac melius antistitem veritatis maiorum excipere disciplinam, religiones traditas colere, Deos, quos a parentibus ante imbutus es timere quam nosse familiarius, adorare, nec de numinibus ferre sententiam, sed prioribus credere, qui adhuc rudi saeculo in ipsis mundi natalibus, meruerunt Deos vel faciles habere, vel Reges.

245 Disc. sur l'Hist. univers., 2epart., chap. 5.

246 Peregrinatione quidem Graecii Eleusiniis sacris, quorum initiatione impii et scelerati voce praeconis submoventur, interesse non ausus est (In Ner., c. 34).

247 C.46.

248 C.56.

249 Quam venerari ad caedem proficiscens solebas, a cuius altaribus saepe istam dextram impiam ad necem civium transtulisti (Cicer., Orat. 1 in Catil.).

250 Lampridius in eius vita.

251 Siehe Coëffeteau, Hist. rom., 14.

252 Omne denique Magorum genus aderat illi, operabaturque quotidie, hortante illo et gratias agente, quod amicos eorum invenisset, cum inspiceret extra puerilia, et excutetet hostias ad ritum genrilem suum (Lampridius Heliogab.).

253 Lib. de immortalitate animae,

254 Summus utrinque Inde furor vulgo, quod numina vicinorum, Odit uterque locus, etc. (Iuvenal, Satir. 15).

255 Siehe Muret., Orat. 4, l. 2.

256 Arrian., l. 7, c. 3.

257 Ambassade de la Compagnie des Indes des Provinces Unies.

258 Maffei, Hist. Indicar., l. 6.

259 In Caesaribus.

260 Plutarch., in Demetr. Clemens Alex, in protrept, ad Oentes.

261 Turpius eiicitur, quam non admittitur hospes.

262 Si genus humanum et mortalia temnitis arma,
       At sperate Deos memores fandi atque nefandi
       (Virgil., Aen. I).

263 Siehe Balzac, Entret. 34, chap. 3.

264 Nam et vera esse et apte ad repraesentandam iram Deum ficta, possunt (Dec. 1, l. 8).

265 Gellius, Noct. Attic., l. 47, c. 18.

266 Cicero, De arusp, respons.

267 Apud Euseb. praepar. Evang., l. 6, c. 8.

268 Duas tantum res anxius optat,
       Panem et Circenses
       (Iuvenal, Satir. 10).

269 Mémoir. de Brantôme, patt. 4.

270 Part. III, artide des Courtis.

271 Ibid., article des mariag. des Nobles.

272 Mobilis et varia est ferme natura malorum, etc. (Iuvenal, Satir. 13).

273 Filesac.

274 Ex Graecorum intemperantia.

275 Relation de Venise ubi supra.

276 Méthode pour servir la S. Vierge, Privilége 3.

277 Ibid., Privil. 5.

278 Essais, l. 1, chap. 56.

279 De Sanctorum, et praecipue Beat. Virg. cultu, Tract. 3, art. 5, 40.

280 Ibid., Tract. 3, art. 62.

281 La Foi des dern. siècles, p. 102 et suiv.

282 Matthieu, Hist. de Louis XI, l. II, chap. 2.

283 Du Haillon, Traité des affaires de France.

284 Chronique scandaleuse.

285 Brantôme, Vie de Charles VIII.

286 Matthieu, Hist. de Louis XI, l. 10.

287 Claude de Seyssel, Hist. de Louis XI.

288 Sallust., De bello Catilin.

289 Lentulum autem sibi confirmasse ex fatis Sibyllinis, Haruspicumque responsis, se esse tertium illum Cornelium, ad quem regnum huius urbis atque Imperium pervenire esset necesse (Cicero, In Catilin. orat. 3).

290 Qui post Darium victum ariolos et vates consulere desierat, rursus ad superstitionem humanarum gentium ludibria revolutus, Aristandrum, cui crudelitatem suam addierat, explorare eventum rerum sacreficiis iubet (Quint. Curtius, l. 7, c. 7).

291 Das geschah 1472. Matthieu, Hist. de Louis XI, l. II, chap. 2.

292 Mézeray, Abrég. chronolog. sur la fin de la vie de Charles IX.

293 Brantôme, Mémoir., t. 3.

294 Abreg. chronol. ad ann. 1605.

295 Part. 3, chap. 16,

296 P. 80.

297 P. 85.

298 P. Rapin, Foi des derniers siècles, p. 106, 151.

299 In Psal. 52.

300 1. Könige, XIX, 18.

301 Esto, aegram nulli quondam flexere mariti,
       Non Libyae, non ante Tyro despectus Iarbas
       – – – – – – placitone etiam pugnabis amori?
       (Virgil., Aen. 4).

302 Etat de l'Empire ottom., l. 2., chap. 21.

303 Athen. anc. et nouvelle, p. 47.

304 Camerarius, Meditat. Histor., vol. 3, l. 3, c. 19.

305 – – – – – – – – – – – Mirum
       Ut neque calce lupus quemquam, neque dente petit bos
       (Horat., Satir. 2, l, 55).

306 Alieni appetens, sui profusus
       (Sallust., De Catilina).

307 Populus me sibilat: at mihi plaudo
       Ipse domi, simul ac nummos contemplor in arca
       (Horat., Satir. 1, l. 1).

308 Er starb an einer Wunde, die er bei der Belagerung von Dünkirchen im Jahre 1658 empfangen hatte.

309 In protreptico.

310 Cicero, De natura deorum, l. 1.

311 In vita Aristippi.

312 De nat. deor., l. 1.

313 De placit. Philosoph.

314 De falso relig., l. 1, c. 5.

315 Variar. lect., l. 10, c. 17.

316 sôphronôs bebiôkotas, qui modenter et continenter vixerunt (Clem. Alexandr. in Protrept.).

317 Siehe Plinii iun., Epist. 5, l. 3.

318 Non ab Epicuro impulsi luxuriantur, sed vitiis dediti luxuriam suam in Philosophiae sinu abscondunt, et eo concurrunt, ubi audiunt laudari voluptatem. Nec aestimatur voluptas illa Epicuri: ita enim mehercules sentio, cum sobria et sicca sit; sed ad nomen ipsum advolant quaerentes libidinibus suis patrocinium aliquod ac velamentum (De vit, beat., c. 12).

319 L. 2, contr, Iovinian., c. 8.

320 Siehe P. Garasse, Doctr. curieuse, l. 2, sect. 6.

321 Etat prés. de l'Empire Ottoman, l. 2, chap. 12.

322 Homo quidem doctus, sed nullius Religionis, aut ut vere dicam, atheos (Commentar. rerum Gallic., l. 28, n. 57).

323 Duos solos e notioribus venia donatos constat, qui se quo facilius expertes culpae ostenderent, impudicos probaverant (Sueton. in Domit., c. 10). Cesoninus vitiis protectus est, tanquam in illo foedissimo coetu passus muliebria (Tacit., Annal., l. II). Vid. Sueton., In Nerone, c. 29.

324 Plut., In Iul. Caes.

325 Despréaux, Epîtr. à Mr. de Guill,

326 Sueton., In Iul. Caes., c. 53.

327 Plutarch., In Iul. Caes.

328 De finibus, l. 2.

329 Nec ignoro plerosque conscientia meritorum, nihil se esse post mortem magis optare quam credere (Minuc. Felix).

330 L'Evêque de Tournay, Mémoir. touchant la Religion, p. 12.

331 Satis enim nobis (si modo in Philosophia aliquid profecimus) persuasum esse debet, si omnes Deos, hominesque celare possemus nihil tamen avare, nihil iniuste, nihil libidinose, nihil incontinenter esse faciendum. Hinc ille Gyges, etc. (Cicero, De offic., l. 3) Siehe Horat., Epist. 1, 17.

332 Cicero, De nat. Deor., l. 1.

333 Habet venerationem iutam quicquid excellit (Cicero, De natur. Deor., l.1).

334 His terroribus ab Epicuro soluti et in libertatem vindicati, nec metuimus eos quos intelligimus, nec sibi fingere ullam molestiam, nec alteri quaerere et pie sancteque colimus naturam excellentem atque praestantem (Cicero, ibid.).

335 Cur colis? Propter Maiestatem, inquis, eius eximiam, singularemque naturam. Ut concedam tibi, nempe hoc facis nulla spe, nullo pretio inductus. Est aliquid per se expetendum, cuius te ipsa dignitas ducit. Id est honestum (De benef., l. 4, c. 18).

336 Quippe ubi se multi per somnia saepe loquentes,
       Aut morbo delirantes protraxe ferantur,
       Et celata diu in medium peccata dedisse.

337 De immortal. animae, c. 33.

338 Appius Claudius Decemvir, im Jahre der Stadt Rom 304.

339 Appius amore ardens, pretio ac spe pellicere adortus, postquam omnia pudore septa animadverterat, ad crudelem superbamque vim animum convertit (Livius, l. 3, dec. 1).

340 Chap. 11, p. 238.

341 Chap. 12.

342 Er starb im Haag am 21. Januar 1677.

343 Etat de l'Empire Ottom., l. 2, chap. 12.

344 Siehe La Motte, La vie de Tertull. et d'Origène, p. 543

345 Montaigne, Ess., l. 2, chap. 12.

346 Rapin, Foi des derniers siècles, p. 115.

347 In I. ad Corinth., c. 3.

348 To apistein tais entolais ek tou pros tên ekplêrôsin eklelysthai tôn entolôn gignetai. Idem ad Demetrium.

349 Disc. sur l'hist. univers., 2epart., chap. 12.

350 Ibid.

351 Ioseph., Antiqu. Iud., l. 17, c. 8 et l. 18, c. 4 et 11.

352 De Condom, Disc. sur l'Hist. ex Iosepho, l. 18, chap. 7.

353 Lib. de Idol., c. 7, sect. 16.

354 Me vero delectat, idque primum ita esse, deinde etiamsi non sit, mihi tamen persuaderi velim (Tuscul., I).

355 Iuvabat de aeternitate animarurn quaerere, imo me Hercule credere. Credebam enim facile opinionibus magnorum virorum rem gratissimam promittentium magis quam probandum. Dabam me spei tantae (Epist. 102).

356 Relligio peperit scelerosa atque impia facta,
       Aulide quo pacto, etc.
       Tantuim relligio potuit suadere malorum
       (Lucret., l.1).

357 Traité de la superstition, übersetzt von Le Fèvre.

358 Vereor ne forte rearis impiae rationis inire elementa, viamque indugredi sceleris. etc.

359 Nec totam servitutem pati possunt, nec totam libertatem (Tacit., Hist., l.1).

360 Solon apud Plutarch. in parall. Solon. et Public.

361 Haec natura multitudinis est, aut servit humiliter, aut superbe dominatur. Libertatem quae media est, nec spernere modice, nec habere sciunt (Tit. Livius, l. 1, dec. 3).

362 Siehe Possevini iudicium de 4 Scriptor. Observat. de Richeome sur les Plaidoy. de Servin, etc.

363 Amiot, im Sommaire du Traité de la Superstition.

364 Iam dudum me fateor reputantem mecum in animo rerum huiuscemodi monstra, solitum esse mirari, audere vos dicere quemquam ex his Atheum, irreligiosum, sacrilegum, qui Deos esse omnino aut negent, aut dubitent, aut qui eos homines fuisse contendant, et potestatis alicuius, et meriti causa Deorum in numerum relatos, cum si rerum fiat atque habeatur examen, nullos quam vos magis eiusmodi par sit appellationibus nuncupari, qui sub specie cultionis plus in eos ingeratis maledictionem et criminum quam si aperte hoc facere confessis maledictionibus combibissetis. Deos esse qui dubitat, aut esse omnino qui negat, quamvis sequi sententias immanes opinionum videatur audacia, sine ullius tamen insectatione personae, fidem rebus non accomodat involutis... Vos vero, etc. (L. 5, advers. Gentes.).

365 Immortali aevo summa cum pace potiti.

366 L. 2, chap. 5.

367 Ne longius discederet a cibo (Cicero, De nat. Deor., l. 3). Ut omnis latitudo, qua sol. cum quinque Vagis et luna ultro citroque discurrunt, habeat subiech humoris alimoniam (Macrob., In somn. Scip.).

368 Mos fuit in populis quos condidit advena Dido
       Poscere caede Deos veniam, ac flagrantibus aris
       Infandum dictu! parvos imponere natos
       (Silius Italic., l. 4).

369 Heu primae scelerum causae mortalibus aegris
       Naturam nescire Deum!
       (Id., ibid.).

370 Das Dekret wurde am 2. März 1679 herausgegeben.

371 In hac urbe meretrices incedunt ut matronae per urbem, seu mula vehuntur, quas assectantur de media die nobiles, familiares Cardinalium, Clericique... habitant etiam insignes aedes: corrigendus etiam hic turpis abusus.

372 Fra-Paolo, Hist. du Conc. de Trente, l. 1, ad ann. 1537.

373 Siehe den Dialogue de Socrate et de la Courtisane Callisto, in: Elien, l. 13, chap. 32.

374 Gregor, de Valent., in I, disput. 4, quaest. 2. – Vasquès, disput. 78.

375 Malebranche.

376 Causae occasionales.

377 Petit, Intendant des Fortif.

378 Cassini.

379 Biblioth. Univers., l. 1, 2, 15.

380 Senec. Natur. quaest., l. 6, c. 3.

381 L. 2, c. 86, 87.

382 Natur, quaest., l. 2, c. 26.

383 Apud Ovidium, Metam. 15.

384 Apud Herodotum, l. 1, c. 32.

385 2. Buch der Könige, 24. Kap.

386 Optimum quidem fuerat eam patribus nostris mentem datam ab Diis esse, ut et vos Italiae, et nos Africae imperio contenti essemus. Neque enim ne vobis quidem Sicilia atque Sardinia satis digna pretia sunt pro tot classibus, tot exercitibus, tot tamque egregiis amissis Ducibus (Livius, l, 10, dec. 3).

387 Herodot., l. 4. Diog. Laërt., In Anachar,

388 Clem. Alex., In protrept. ad Graec.

389 Quoties hoc patrum avorumque aetate negotium est magistratibus datum, ut sacra externa fieri vetarent? Sacrificulos vatesque foro, circo, urbe prohiberent? Vaticinos libros conquirerent, comburerentque? Omnem disciplinam sacrificandi, praeterquam more Romano abolerent? Iudicabant enim prudentissimi viri omnis divini humanique iuris, nihil aeque dis-solvendae religionis esse, quam ubi non patrio, sed externo ritu sacrificaretur.

390 Siehe Fra-Paolo, Hist. du Conc. de Trente, l. 1, ad ann. 1537.

391 Directe.

392 Siehe Balzac, Aristippe.

393 Mémoir., t. I, disc. de l'Amiral de Bonnivet.

394 Siehe Braunium de Vestib. Sacerdotum.

395 D. Iacob., Epist. (c. 1, v. 14).

396 Praeclara igitur conscientia sustentor, cum cogito me de Republica aut meruisse optime, cum potuerim; aut certe nunquam, nisi divine cogitasse; eaque ipsa tempestate eversam esse Rempublicam, quam ego 14 annis ante prospexeram (Ad Attic., l. X, Epist. 4).

397 Observat. sur la lang. franç., 2epart., p. 110.

398 Facili existimari possit, prudentiam quodam modo esse divinationem; non enim Cicero ea solum quae vivo se acciderunt futura praedixit, sed etiam, quae nunc usu veniunt, cecinit, ut vates (Cornel. Nepos, In vita Attici).

399 Ne nos quidem nostra divinatio fallet, quam turn sapientissimorum virorum monumentis atque praeceptis, plurimoque, ut scis, doctrinae studio, tum magno etiam usu tractandae reipublicae, magnaque nostrorum temporum varietate consecuti sumus, cui quidem divinationi hoc plus confidimus, quod ea nos nihil in his tam obscuris rebus tanquam perturbatis unquam omnino fefellit, etc. (Cicero, Epist. famil., l. 6, epist. 6).

400 Cethegus semper quaerebatur de ignovia sociorum: illos dubitando et dies prolatando magnas opportunitates corrumpere (Sallust., De bell. Catilin.).

401 In Tract. de Principe, c. 25.

402 Natura ferox, vehemens, manu promptus erat, maxumum bonum in celeritate putabat (Sallust., ubi supr.).

403 Ricaut, Etat de l'Empir. ottoman, l. 2, chap. 2.

404 Siehe Hotting., Hist. Orient., l. 2, c, 2.

405 Ricaut, l. c.

406 Aeneid., l. VI.

407 Abrégé chronol. ad ann. 1605.

408 Pacem illi prius petendam a Pop. Rom. esse, quam ut Rex, sociusque et amicus appelletur: nominis eius honorem pro magnis erga se regum meritis dare Populum Romanum consuesse (Livius, l. 1, dec. 4).

409 A dominare non bisogna altrimente tanto ingegno, perché il mondo si governa in certa maniera da se stesso (La M. le Vayer, lettre 140).

410 Scilicet est aliquid quod nos cogatque regatque
       Maius et in proprias ducat mortalia leges
       (Manil., Astron., l. 4).

411 Siehe Ricaut, Histoire des trois derniers Sultans, zum Jahr 1663.

412 Hist. du Luthér. Epître dédicatoire.

413 Siehe La Morale pratique des Jésuites, gedruckt in Köln, 1669, S. 50, 51.

414 Siehe Comiers in La nouvelle science des Comètes, gedruckt im Jahr 1665.

415 Xenophon, Cyrop., l. 1; Sencca, De benef., l. 3, c. 6.

416 Odiosum sane genus hominum officia exprobrantium, quae meminisse debet is, in quem collata sunt, non commemorare, qui contulit (Cicero, De Laelio).

417 Hoc frequentissimum crimen nunquam punitur, ubique improbatur, Neque absolvimus illud, sed cum difficilis esset incertae rei aestimatio, tantum odio damnavimus et inter ea reliquimus, quae ad vindices Deos mittimus (Seneca, ibid.).

418 Vos quibus rector maris atque terrae,
       Ius dedit magnum necis atque vitae,
       Ponite inflatos tumidosque vultus.
       Quidquid a vobis minor extimescit,
       Maior hoc vobis Dominus minatur.
       Omne sub regno graviere regnum est
       (Seneca, In Thyest., act. 3, sc. ult.).

419 Ubi luserunt navigia, ibi sorbentur.

420 Virg., Aeneid. 5.

421 Non nisi tempore extremo ad dimicandum cunctantior factus est, quo saepius vicisset, hoc minus experiendos casus opinam, nihilque se tantum acquisiturum victoria, quantum auferre calamitas posset (Sueton., In Caes., c. 60).

422 Omni acto triumpho depositus triumphus clarior fuit; adeo spreta in tempore gloria, interdum cumula tior redit (Livius, l. 2, decad. 2). Magnum delata potestas, maiorem contemta probat (Claud.).

423 Lettres chois., livre I, lettre 24 à Mr. de Zuilichem.

424 P. Maimbourg, Hist. des Croisad., l. 2,

425 Hist. des Croisad., l. 3.

426 Hist. du Schisme des Grecs, l. 3.

427 Voyage du Levant, Iervol., p. 270 (holländische Ausgabe).

428 Henricus de Hassia, Sibyllanus, Franc. Picus Mirandulanus apud M. Delrio, disqu. Magie., l. 4, c. 1, quaest. 3, sect. 4.

429 Tantum in uno viro fuit momenti, ut maximi imperii subversi et rursum recepti auctor esset et unde stetisset, eo se victoria transferret, fieretque cum eo mira quaedam fortunae inclinatio (Iustinus, De Alcibiade, l. 5).

430 Florus, l. 2, c. 6.

431 Cum victoria posset, uti, frui maluit (Flor. ib.).

432 L'Abbé de St. Réal.

433 Mémoir. de Rosni, t. I, p. 345.

434 Hist., l. 92.

435 Mézeray, Abrégé chronol., ad ann. 1589.

436 Virgil., Aeneid. 3.

Erster Teil

Inhaltsverzeichnis

1. Die Veranlassung zu dieser Schrift

Darin hatten Sie zwar ganz recht, mein Herr, da Sie mir schrieben: Es würden diejenigen nicht lange warten dürfen, den Kometen zu einer bequemeren Zeit wiederzusehen, welche denselben nicht hatten sehen können, als er zu Ende des Novembers und mit Anfang des Dezembers sehr früh am Himmel stand. Denn er hat sich wirklich den 22. des vergangenen Monats gleich bei anbrechender Nacht wieder blicken lassen. Allein das kann ich nicht begreifen, wie Sie mir zureden können, Ihnen meine Gedanken darüber schriftlich zu eröffnen, und warum Sie mir versprechen, alles dasjenige richtig zu beantworten, was ich Ihnen davon schreiben würde. Vielleicht wissen Sie noch nicht, wieviel ein solches Zumuten zu sagen hat. Ich bin es nicht gewohnt, meine Gedanken von einer Sache ordentlich und gründlich aufzusetzen. Will ich es schon zuweilen tun, so werde ich doch gar bald anderen Sinnes, Ich gerate sehr oft auf Nebendinge. Ich verfalle auf Sachen, da man wohl Mühe haben würde, zu erraten, wie ich darauf gekommen, und es ist mir ganz was Leichtes, die Geduld eines Doktors zu ermüden, der durchgehend alles nach der Schärfe einer philosophischen Lehrart haben will. Sie überlegen es daher wohl, mein Herr, und erwägen mehr als einmal, was Sie mir zumuten. Ich gebe Ihnen vierzehn Tage Zeit, einen endgültigen Entschluß zu fassen. Diese Erinnerung und die Wünsche, die ich bei diesem Jahreswechsel für Ihr Wohlsein abstatte, sind alles, was Sie für diesmal zum neuen Jahr von mir haben sollen. Ich bin Dero

A..., den 1. Jänner 1681

Pierre Bayle


2. Welcher Lehrart man sich hier bedienen wird