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ISBN der gedruckten Ausgabe: 978-3-95464-235-9

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Nicole Schick: S. 121

Debra Bardowicks, debrabardowicks.com, Coverfoto, S. 59 (s. J. Latzke), S. 122

Jürgen Latzke: S. 59 (unter Verwendung eines Fotos von Debra Bardowicks), S. 77

Dr. Ralf Schnelle: S. 46

Doris Zigann: S. 7, S. 88

Maga Goss: S. 104 (beide)

Kynos Verlag (Grafiken): S. 11, 47, 55, 113

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Über den Autor

1. Wie häufig sind Futtermittelallergien?

2. Wie äußert sich eine Futtermittelallergie?

Haut

Verteilungsmuster

Jucken (Pruritus)

Hautveränderungen

Magen-Darm-Trakt

Andere Organsysteme

3. Kurze Begriffsbestimmung

4. Allergien und Unverträglichkeiten

Die Unverträglichkeiten

Die Allergien des Hundes

Die Flohallergie

Die Allergie gegen Umweltallergene, die „canine atopische Dermatitis“ (CAD)

Das Verhältnis von der Futtermittelallergie zur Allergie gegen Umweltallergene

Die Schwellenwert-Hypothese

Die Futtermittelallergie

5. Der schwierige Weg zur Diagnose

Prinzip des Diagnoseweges

Praktischer Ablauf

Erstgespräch

Aufnahme der Krankengeschichte (Anamnese)

Untersuchung

Differentialdiagnosen

Routine-Untersuchungsmethoden der Dermatologie im Rahmen der Allergiediagnostik

Die Eliminationsdiät

Das Prinzip einer Eliminationsdiät

Wie findet man die richtigen Diät-Kandidaten?

Selbst zubereitet oder kommerzielles Futter?

Dauer der Eliminationsdiät

Tierärztliche Begleitung

Probleme bei der Eliminationsdiät

Tipps zur Durchführung einer Eliminationsdiät

Provokationsproben

6. Wie geht es weiter?

Beibehalten des Eliminationsdiätfutters

Umstellung auf neues Futter

Langfristige Aussichten

7. Anhang

Danksagung

Adressen

Glossar

Literaturquellen

Speziell gekennzeichnete Quellen

Bücher und Dissertationen als weitere Quellen

Vorwort

Liebe Leser/innen,

eigentlich ist es den (allergiebedingt) entzündeten Pfoten unseres West Highland White Terriers Clooney zu verdanken, dass ich mich der Dermatologie und Allergologie bei Kleintieren zugewandt habe. Durch ihn lernte ich rasch, dass Allergien beim Hund einer ganz individuellen Herangehensweise bedürfen, dass es keine „Patentrezepte“ gibt.

In meinen Sprechstunden nehmen Futtermittelallergien und die Durchführung von Eliminationsdiäten einen breiten Raum ein. Dabei erlebe ich immer wieder, wie wichtig eine gute Aufklärung des Patientenbesitzers ist. Denn wie bei kaum einer anderen Erkrankung ist der Hundehalter schon bei der Diagnostik sehr eng mit eingebunden. Bei Futtermittelallergien ist es ja nicht mit einem einfachen „Allergietest“ und der Umstellung auf ein sogenanntes hypoallergenes Futter getan. Der Diagnoseweg, insbesondere die wochenlange Eliminationsdiät ist ohne die Mitwirkung des Hundebesitzers nicht durchführbar. Deshalb bin ich in diesem Buch ausführlich auf den mehrstufigen Diagnoseplan eingegangen. Denn je besser man den Ablauf versteht und die Stolpersteine bei der Durchführung kennt, desto besser stehen die Erfolgsaussichten.

Wenn die Diagnostik auch erst einmal sehr aufwendig erscheint, so lohnt es sich doch, diesen Weg zu gehen und die Möglichkeit einer Futtermittelallergie genau zu überprüfen. Denn sollte sich der Verdacht bestätigten, ist man in der glücklichen Lage, das Allergen zu vermeiden – ganz im Gegensatz zu den Allergien gegen Umweltallergene wie Pollen oder Hausstaubmilben. Dies erspart nicht nur den Einsatz teurer Medikamente, sondern auch dem Hund unnötiges Leid.

Bergheim, im August 2020

Dr. med. vet. Axel Bogitzky

Über den Autor

Dr. Axel Bogitzky studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Veterinärmedizin und promovierte im Bereich der Impfstoffentwicklung.

Er widmet sich seit Jahren ausschließlich der Dermatologie und Allergologie bei Kleintieren und ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Veterinärdermatologie (DGVD).

Er ist Autor von Büchern zur Ersten Hilfe und zum Reisen mit dem Hund (Reisekrankheiten), von Zeitschriftenartikeln zu Gesundheitsthemen rund um den Hund sowie Referent von Vorträgen für Hundehalter zur Ersten Hilfe und Dermatologie.

1. Wie häufig sind Futtermittelallergien?

Hundebesitzer wie auch Tierärzte werden zunehmend mit dem Thema Futtermittelallergien konfrontiert. Allein das ständig wachsende Angebot an Futterprodukten für Allergiker suggeriert schon eine erhebliche Verbreitung dieser Erkrankung. Und dieses Angebot trifft auch auf eine entsprechende Nachfrage. Bei manchen exotischen Produkten wie Känguru oder Insektenprotein kam es sogar schon zu Lieferengpässen.

Natürlich lässt sich kaum abschätzen, wie viele der auf diese Weise versorgten Hunde wirklich Allergiker sind oder wie oft Besitzer es vielleicht nur vorsorglich kaufen. Doch es zeigt, wie groß die Sorge der Hundehalter ist.

Konkrete Angaben zu der Häufigkeit (Prävalenz) von Futtermittelallergien fehlen bisher. Die unterschiedlichen Zahlen in der Literatur lassen sich nur schwer vergleichen. So ist in Studien die zugrundeliegende Diagnostik nicht immer klar ersichtlich oder die untersuchten Hunde stammten aus ganz unterschiedlichen Populationen, wie zum Beispiel aus dem Patientengut dermatologischer Kliniken gegenüber dem nicht spezialisierter Tierarztpraxen.

Laut einer Literaturstudie stand hinter juckenden bzw. allergischen Hauterkrankungen in durchschnittlich 20 % der Fälle eine Futtermittelallergie bzw. -unverträglichkeit.

Es ist also keineswegs übertrieben, bei einer chronisch juckenden Hauterkrankung auch das Futter als Ursache in Betracht zu ziehen.

Die Literaturstudie von 20171 hat die Fachliteratur von 1980 an im Hinblick auf die Prävalenz der die Haut betreffenden Futtermittelreaktionen untersucht.

Unter allen Hunden, die Tierärzten vorgestellt wurden, lag die Prävalenz bei 1 – 2 %,

bei Hunden mit Hautkrankheiten bei 6 % (0 – 24 %),

bei Hunden mit Juckreiz bei 18 % (9 – 40 %),

und bei Hunden mit allergischen Hauterkrankungen bei 20 % (8 – 62 %).