Sonne, Mond
+ Sterne

Sophia Shanina Blaser

Für meine Nana die mir

als ich gerade erst lesen

und schreiben konnte,

ein Schreibheft geschenkt hat,

und schon immer wusste,

dass Worte mein Zuhause sind.

Du hast mir ein Zuhause geschenkt,

auf so viele Wege.

Diese Gedanken-(Ge)dichte sind für dich.

Und für jeden, der sich schon einmal

unendlich einsam gefühlt hat.

Die Sonne, der Mond und die Sterne

sind deine Freunde, sie sind immer da.

Sie sind dir ein Zuhause,

wenn du das willst.

„Sonne, Mond und Sterne.
Bleibe hell, mein Licht“

- Laterne, Laterne

Inhalt:

Wir sind das Leben

Und manchmal scheitern wir daran,

dieser eine Mensch zu sein,

der wir so dringend sein möchten,

vergiss nicht das Schöne am Leben,

es lebt weiter in uns,

auch wenn der Schatten das Licht

zu verdecken scheint.

Es gibt beides,

Licht und Schatten

und wir entscheiden jeden Tag,

welche Seite wir in unsere Herzen lassen

An einen jungen Menschen

Lerne viel

lache viel,

liebe ehrlich,

sei lebendig.

Weine nicht zu oft

sage, was du denkst,

solange du es später nicht bereust.

Sonnige Tage werden kommen

verlegne nie, wer du bist

Regentage wird es geben

du bist nicht unsichtbar.

Stürme werden aufziehen

und dir wird es gut gehen,

wenn du vertraust.

Spreche und höre zu,

geniesse es da wo du gerade bist,

ich weiss, du hast Angst, das ist okay

und manchmal

fühlst du dich auf die richtige Art falsch.

Sei ehrlich

sei echt,

sei du.

Du wirst geliebt.

Du wirst ernst genommen.

Erfreue dich am Vergänglichen

und habe keine Angst.

Du bist nicht allein,

dir wird es gut gehen

übernehme Verantwortung,

lerne zu verzeihen

lerne, um Entschuldigung zu bitten,

respektiere die Menschen, wie sie sind

und am wichtigsten

respektiere dich als den wunderbaren Menschen,

der du bist.

Für die Liebe in uns

Ich hörte die Stimmen in meinem Kopf,

die mir sagten,

was ich alles falsch mache und dass ich

nicht genug sei.

Sie hatten viele Gesichter,

eine Zeit lang begleiteten sie mich,

bis sie nachliessen.

Vielleicht für immer.

Ich glaube, jeder Mensch

kennt diese Stimmen.

Und vielleicht

aber nur ganz vielleicht,

gehört es zu unseren Aufgaben auf dieser Erde,

sie verstummen zu lassen.

Also habe ich begonnen,

die Heldin meiner Geschichte zu sein

und ich hatte viele Helfer.

Manchmal sind die Helfer fast wichtiger

als die Helden selbst.

Sie zeigen den Helden, wo sie hingehören,

passen auf sie auf, sagen ihnen,

dass sie nie allein sind.

Und beschützen sie manchmal auf ganz und gar

(un)heldenhafte Weise.

So wie Peter Pan und Tinkerbell.

Wie Timon und Pumba

oder wie Winnie Pooh und Christopher Robin.

Ich habe bemerkt,

dass ich auch beides sein kann,

Heldin meiner eigenen Geschichte und Helferin

in den vielen Geschichten meiner Mitmenschen.

Wir sind alle Helden,

die Helden unserer eigenen Geschichte

und wir kämpfen jeden Tag

für die Liebe in uns.

Verlorene Träumer

Diejenigen, die ihre Richtung verloren haben,

denen ein Kompass fehlt.

Diejenigen, die sich eine farbenfrohe,

eine helle Zukunft wünschen.

Diejenigen, die nicht einfach akzeptieren,

was vielleicht änderbar wäre

und sich nicht selbst verleugnen,

die sich ihr Lachen nicht verbieten lassen.

Diejenigen, die wissen,

was hinter ihrem Rücken über sie gesagt wird

und trotzdem oder genau deswegen

nur noch strahlender durch die Welt gehen.

Diejenigen, die lachen

und aus ganzem Herzen lieben.

Die vergeben haben aber nicht vergessen,

was sie einst erfahren haben.

Sie alle kennen die Antworten

auf die Fragen ihrer Herzen.

Auf diese ihrer Seelen

und nur deshalb können sie leuchten,

wie du es dir so dringend wünschst,

selbst zu können.

Sie sind verlorene Träumer,

beobachten den Moment,

wie er zur Erinnerung wird

und wünschen sich zurückzukehren,

von wo sie einst kamen.

Sie sind der Funke,

der das Feuer des Wandels

zum Brennen bringen wird.

Jeder einzelne Mensch unter ihnen

hat die Kraft, Berge zu versetzen.

Und deshalb sind sie gar nicht so verloren,

wie sie denken zu sein …

Schneefloc ke

Liebe Schneeflocke,

ich würde dich gerne ganz fest umarmen.

Doch das geht nicht, das weiss ich genau.

Du und ich,

das ist eine Kombi,

die nicht funktionieren kann.

Was wir brauchen

Manchmal ist genau das, was wir brauchen,

ein Mensch, der uns zuhört,

der uns Glauben schenkt,

wenn wir selbst nicht mehr an uns glauben.

Jemand, der uns festhält,

wenn sich für uns die Welt zu schnell dreht.

Jemand, der keine Fragen stellt

und einfach nur da ist…

Der einfach immer da ist…