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Thorsten Dietz / Tobias Faix

Transformative Ethik

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© 2021 Neukirchener Verlagsgesellschaft GmbH, Neukirchen-Vluyn Alle Rechte vorbehalten Umschlaggestaltung: Grafikbüro Sonnhüter, www.grafikbuero-sonnhueter.de, unter Verwendung eines Fotos von Tartila (shutterstock.com)

Lektorat: Hauke Burgarth, Pohlheim Gestaltung und Satz: Magdalene Krumbeck, Wuppertal

Verwendete Schrift: Apollo MT Std, Akko Pro

Gesamtherstellung: PPP Pre Print Partner GmbH & Co. KG, www.ppp.eu ISBN 978-3-7615-6776-0 E-Book

www.neukirchener-verlage.de

Band 2/1: IST – »Interdisziplinäre Studien zur Transformation«

Herausgegeben von Sandra Bils, Thorsten Dietz, Tobias Faix, Tobias Künkler, Sabrina Müller, in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Transformationsstudien für Öffentliche Theologie & Soziale Arbeit an der CVJM-Hochschule.

Danksagungen

»Wir müssen die Macht der Liebe entdecken, die heilende Kraft der Liebe. Und wenn wir das entdecken, dann werden wir aus dieser alten Welt eine neue machen können. Liebe ist der einzige Weg.« Martin Luther King

Die Idee, ein Buch über Ethik zu schreiben, schwirrte uns schon lange im Kopf herum: Zu auffällig waren und sind die Diskurse und Streitigkeiten in christlichen Kirchen und Gemeinden rund um moralische Themen. Anfang 2017 trafen wir uns dann zu einem Brainstorming und erarbeiteten einen ersten Entwurf, der in den letzten drei Jahren viele Veränderungen und Entwicklungen erfahren hat.

Nun liegt der Band »Transformative Ethik. Wege zum Leben« vor und ein Weg geht zu Ende oder sagen wir besser, er legt einen Zwischenstopp ein. Denn uns ist beim Arbeiten an diesem Buch sehr deutlich geworden, dass sich ethische Entscheidungen mit den Menschen, ihrem Verständnis der Bibel und ihren Lebenserfahrungen verändern. Und so freuen wir uns auf das Feedback, Ergänzungen und Kritik zu unserem Entwurf, weil wir uns darüber im Klaren sind, dass unser Weg noch nicht am Ende ist. Dafür wird es auch eine Internetplattform geben, auf der wir auf dieses Feedback eingehen werden. Außerdem planen wir zwei weitere Bände, die sich jeweils einem großen Anwendungsthema der Ethik widmen: Band 2/2 »Wege der Liebe. Eine Sexualethik« und Band 2/3 »Wege der Nachhaltigkeit. Eine Umweltethik«. Des Weiteren wollen wir einen Podcast starten, in dem wir aktuelle Themen aufnehmen und diskutieren können.

Ganz hilfreiche und wunderbare Diskussionen hatten wir schon mit den Probeleser:innen und Herausgeber:innen dieses Bandes, die uns teilweise ausführliches Feedback gegeben haben: Prof. Dr. Sandra Bils, Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt, Christian Graß, Tim Guttenberger, Prof. Dr. Tobias Künkler, Prof. Dr. Torsten Meireis, Dr. Sabrina Müller, Prof. Dr. Volker Rabens, Jens Stangenberg, Johanna Weddigen. Ganz herzlichen Dank für eure Zeit, Kraft und alle weiterführenden Gedanken!

Dann danken wir ganz herzlich unseren Hilfskräften Ronja Dietrich und Marie Jäckel für die hervorragende Arbeit bei der formalen Erstellung des Buches.

Unser Dank gilt auch dem Neukirchener Verlag und besonders Herrn Siepermann und Frau Atkinson, die die Idee der IST-Reihe und auch dieser Ethikbände von Anfang an gefördert und begleitet haben.

Zudem sind wir für die Unterstützung unserer Familien, Freund:innen und Arbeitgeber dankbar, die uns immer wieder ermutigt und unterstützt haben, dieses herausfordernde und wichtige Thema anzugehen.

Zuletzt wünschen wir uns, dass das Buch positive Impulse für die moralischen Diskussionen und ethischen Urteilsfindungen in Gemeinden, Kirchen und Hochschulen gibt.

Weihnachten 2020, Thorsten Dietz und Tobias Faix

Inhalt

Geleitwort

Endorsements

1/ Die Landkarte lesen:
Standortbestimmung und Wegerfahrungen

1.1 Ziel und Zweck dieser Ethik

1.1.1 Die besonderen Akzente unseres Ansatzes

1.1.2 Inhalt und Aufbau des Buches

1.2 Karte und Gebiet: Eine Erkundung

1.2.1 Auf der Suche nach dem richtigen Weg

1.2.2 Einen Weg zum Selberfinden – eine Ethik zum Selberdenken

1.3 Gebietsstudie und die Notwendigkeit neuer Wege

1.3.1 Wenn die Karte den Weg nicht mehr zeigt

1.3.2 Neue Brücken für neue Wege

1.4 Unsere kulturellen Weltbilder und die Grammatik unseres Lebens

1.4.1 Kultur: Die Grammatik unseres Lebens

1.4.2 Weltbeziehung: Wie ich die Welt um mich herum erlebe

1.5 Kognitive Landkarten und die Frage nach Identität und Glauben

1.5.1 Identität und Haltung: Den inneren Kompass ausrichten

1.5.2 Glaubensentwicklung: Was die eigenen ethischen

Entscheidungen prägt

1.6 Selberdenken: Anwendungen und Übungen

1.6.1 Standortbestimmung: Die Rahmenstory der ethischen

Entscheidung

1.6.2 Standortbestimmung: Auf der Suche nach einem neuen Weg

2/ Das Gebiet erkunden: Ethik und Transformation

2.1 Polarisierung in der Spätmoderne

2.1.1 Moralische Konflikte der Gegenwart

2.1.2 Verquere Lagerbildungen

2.1.3 Transformationen der Gesellschaft

2.2 Ethik als Bearbeitung von moralischen Konflikten

2.2.1 Ethik als Reflexion der Moral

2.2.2 Moralische Konflikte

2.2.3 Wie vernünftig und universal ist Ethik?

2.3 Christliche Ethik der Transformation

2.3.1 Theologische Ethik

2.3.2 Kontextuelle Ethik

2.3.3 Biblische Ethik

3/ Orientierung finden: Ethik und geschichtlicher Wandel

3.1 Ethik und die Methoden der Rechtsanwendung

3.1.1 Juristische und theologische Hermeneutik

3.1.2 Juristische Methodenschritte

3.1.3 Theologische Hermeneutik biblischer Ethik

3.2 Karte und Gebiet

3.2.1 Norm und Situation

3.2.2 Situationsethik und Verantwortungsethik

3.2.3 Ethische Prinzipien und kultureller Wandel

3.3 Das Beispiel christlicher Staatsethik in Antike und Neuzeit

3.3.1 Staat und Gehorsam

3.3.2 Staat und Widerstand

3.3.3 Staat und Transformation

3.4 Ethik für eine Welt kultureller Transformationen

3.4.1 Formen der Ethik

3.4.2 Biblische Ethik im Vollzug

3.4.3 Ertrag für eine transformative Ethik

4/ Das Ziel vor Augen haben:Ethik und die biblische Story

4. 1 Die große Story: Das Narrativ Gottes mit den Menschen

4.1.1 Akt 1: Schöpfung – Identität und Auftrag

4.1.2 Akt 2: Fall – Einschnitt und Gebrochenheit

4.1.3 Akt 3: Erwählung – Bund und Segen

4.1.4 Akt 4: Jesus – Inkarnation und Erlösung

4.1.5 Akt 5: Kirche – Geist und Hoffnung

4.2 Quellen der Ethik im Alten Testament

4.2.1 Exodus: Befreiung und Erlösung – Gottes ganzheitliche Transformation

4.2.2 Tora: Erzählung und Weisung – Gottes Gebote und die Idee vom guten Leben

4.2.3 Schalom: Versöhnung und Ethos – Die Wiederherstellung der Gemeinschaft

4.2.4 Prophetische Kritik: Ethik und Haltung – Der Ruf nach Recht und Gerechtigkeit

4.3 Quellen der Ethik im Neuen Testament

4.3.1 »Dein Reich komme« – Eine Ethik zwischen »schon jetzt und noch nicht«

4.3.2 Ziel und Motiv einer Reich-Gottes-Ethik

4.3.3 Reich-Gottes-Ethik als »dritter Weg Jesu«

4.3.4 Eschatologie der Veränderung – Überrascht von Hoffnung

5/ Wegentscheidungen treffen:Ethisches Urteil und die Bibel

5.1 Gott, Mensch und die Bestimmung der Welt

5.2 Die vier Ebenen ethischer Urteilsbildung

5.3 Ebenen ethischer Urteilsbildung in der Bibel

5.3.1 Einzelurteile und allgemeine Regeln

5.3.2 Allgemeine Regeln und universale Prinzipien

5.3.3 Die christliche Story und geschichtliche Entwicklungen

5.4 Die besondere Bedeutung mittlerer Prinzipien für die ethische Diskussion

5.4.1 Das Beispiel der Medizinethik

5.4. 2 Die vier Ebenen ethischer Normen

5.5 Anwendungsbeispiel: Die »Rute« in der Kindererziehung

6/ Ans Ziel gelangen: Liebe als Wegweiser

6.1 Liebe als Zentrum christlicher Ethik

6.1.1 Liebe im Alten Testament

6.1.2 Liebe bei Jesus Christus

6.1.3 Die paulinische Ethik der Liebe

6.1.4 Ertrag für eine transformative Ethik

6.2 Ethik der Liebe: Geschichtliche Schlaglichter

6.2.1 Die philosophisch-anthropologische Synthese bei Augustinus

6.2.2 Die reformatorische Ausdifferenzierung bei Luther

6.2.3 Die Wandlungen der Liebe in der Neuzeit

6.3 Liebe als erster Wegweiser transformativer Ethik

6.3.1 Gestalten der Liebe

6.3.2 Beziehungen der Liebe (Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit)

6.3.3 Erträge für eine transformative Ethik

6.3.4 Ethik zum Selberdenken: Liebe

7/ Neue Wege schaffen: Freiheit als Wegweiser

7.1 Der befreite Mensch in der Bibel

7.1.1 Menschsein in Beziehung

7.1.2 Das befreite Volk

7.1.3 Praxis der Freiheit bei Jesus nach den Evangelienerzählungen

7.1.4 Theologie der Freiheit bei Paulus

7.2 Geschichte der Freiheit im Christentum

7.2.1 Freiheit des Willens

7.2.2 Freiheit der Kirche

7.2.3 Freiheit des Glaubens in der Reformation

7.2.4 Der Glaube an die Freiheit

7.3 Christliche Freiheit und Menschenrechte

7.3.1 Der lange Weg zu den Menschenrechten

7.3.2 Theologie der Menschenrechte

7.3.3 Wegmarken der Freiheit

7.3.4 Ethik zum Selberdenken: Freiheit

8/ Verantwortung wahrnehmen: Gerechtigkeit als Wegweiser

8.1 Biblische Orientierung

8.1.1 Recht und Gerechtigkeit als Doppelgesicht der Gerechtigkeit Gottes

8.1.2 Sozialgesetzgebung als Beispiel für strukturelle Gerechtigkeit

8.1.3 Die rettende Gerechtigkeit im Neuen Testament

8.1.4 Ertrag für eine transformative Ethik

8.2 Geschichtliche Entfaltung

8.2.1 Philosophische Grundlegung: Aristoteles

8.2.2 Liberale und sozialistische Gerechtigkeit in der Neuzeit

8.2.3 John Rawls und die moderne Gerechtigkeitsdebatte

8.2.4 Gerechtigkeitsdiskurs und transformative Ethik

8.3 Die gegenwärtige Gerechtigkeitsdebatte in theologischer Perspektive

8.3.1 »Blinde« Gerechtigkeit

8.3.2 »Sehende« Gerechtigkeit

8.3.3 Gerechtigkeit und Freiheit im Horizont der Liebe

8.4 Gerechtigkeit zum Selberdenken

9/ Ethik zum Selberdenken:

Acht Schritte für eine gute ethische Entscheidung

Losgehen

Schritt 1: Der Konflikt: Beschreibung der Problemstellung

Schritt 2: Gebiet und Erkundung: Fakten des Falls

Schritt 3: Standortbestimmung: Die eigene Rahmenstory der ethischen Entscheidung

Orientieren

Schritt 4: Das Ziel vor Augen: Die biblische Urteilsbildung und die Story Gottes

Schritt 5: Wegweiser: Motive und Verantwortungsbereiche

Ankommen

Schritt 6: Verschiedene Wege: Handlungsoptionen

Schritt 7: Der richtige Weg? Vorläufige Entscheidung und deren Überprüfung

Schritt 8: Wegentscheidung: Endgültige Entscheidung

Literaturverzeichnis

Bibelstellenregister

Namensregister

Geleitwort

»Mag sein, daß der Jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gern die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht.« Dietrich Bonhoeffer1

Ethik lebt als Reflexion auf das Handeln unter der Differenz von Gut und Böse davon, dass wir uns in Freiheit verhalten können. Wenn wir keine Wahl hätten, wenn wir eine Alternative zum Bestehenden nicht einmal denken könnten, wäre Ethik sinnlos. Wenn unsere Handlungen keinerlei Wirkung hätten, wäre sie fruchtlos. Wären wir nicht im Stande, mit anderen zu kommunizieren – und sei es in Gedanken – wäre sie sprachlos. Wenn wir uns aber gemeinsam über das Gute und das Böse verständigen, dann ist dies auch dann, wenn wir Vergangenes bedenken, auf die freie und wirksame Gestaltung unserer Zukunft gerichtet.

Im Licht der Offenbarung Gottes in Jesus Christus betrachtet, bekommen diese Bestimmungen eine besondere Qualität, werden sie zuallererst gegründet und begründet: Gottes Gabe der Freiheit führt zu Freimut, die durch ihn gestiftete Gemeinschaft ermöglicht den Austausch, Gottes Verheißung ermutigt zum Handeln. Ist doch Jesu Predigt vom Reich Gottes kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen, sondern Aufforderung, diesem Reich entgegen zu leben (K. Barth). In diesem Sinne dürfte auch Dietrich Bonhoeffer die Arbeit für eine bessere Zukunft verstanden haben, und in diesem Geist steht auch die vorliegende Ethik zum Selberdenken.

Dass eine christliche Ethik zwingend eine solche sein muss, die zum Selberdenken ermutigt und anregt, ergibt sich schon aus den Befreiungserfahrungen, von denen die Bibel wieder und wieder erzählt. Weil es kein ›Geist der Knechtschaft‹ ist, der hier regiert, ist nicht nur am Sonntag der freie und vernünftige Gottesdienst gefragt, der nicht durch Furcht, sondern durch Einsicht motiviert ist, der alles vorurteilsfrei prüft, das Gute behält und sich auch öffentlich äußert. Freie Einsicht aber bedarf des immer wieder gewährten Zutrauens der Mündigkeit, mit dem auch Gott uns immer wieder würdigt. Deshalb kann die Ethik keine autoritativen Antworten bieten, sondern muss sich als orientierende Beratung verstehen, die zum Selberdenken anleitet und auch auf zunächst fremd scheinende Stimmen hört. Denn immer dann, wenn wir im Brustton der eigenen Selbstgewissheit oder des eigenen Besserwissens moralische Urteile über andere fällen, müssen wir uns fragen lassen, ob wir uns hier nicht eine Autorität anmaßen, die uns nicht zukommt: Gerade, weil wir nicht Gott sind, können und sollen wir einander in Freiheit beraten und zuhören.

Eine Ethik, die beratend und orientierend auf die Freiheit des Selberdenkens baut, die Gottes Verheißungen vertraut und Gottes Wegen zum Leben nachzuspüren sucht, kann keine Ethik sein, die am Bestehenden nur um des Herkommens oder gegebener Machtverhältnisse willen festhält: sie muss transformative Ethik sein. Das bedeutet freilich nicht, dass jede Veränderung gut wäre, aber es bedeutet, im Sinne Bonhoeffers für eine bessere Zukunft tätig zu sein: Und Herausforderungen gibt es wahrlich genug. Gut, dass diese Herausforderungen auch Chancen bieten: im öffentlichen Dialog mit anderen Religionen und Weltanschauungen können wir nicht nur über andere, sondern auch von anderen und über uns selbst lernen. In der Beteiligung an den zivilgesellschaftlichen Diskursen, die die öffentliche Theologie übt, können Einsichten des Glaubens gesellschaftlich fruchtbar werden und sich kritischen Anfragen stellen. In der Beschäftigung mit den gesellschaftlichen Herausforderungen wie dem Klimawandel und einer Transformation zu ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit, die etwa ein allgemein zugängliches und gut ausgestattetes Gesundheitssystem einschließt, können wir dem Liebesgebot, das auch den Dienst an den fernsten Nächsten einschließt, entsprechen.

Das vorliegende Buch will ein Wegbegleiter sein, der seine Leserinnen und Leser orientiert, ohne sie zu bevormunden, der zu Diskussionen anregt, ohne zu polarisieren, der ethisch informiert, ohne zu erschlagen. Gerade dann, wenn er gleichsam zerlesen im Rucksack verstaut wird, damit auf der nächsten Etappe Platz für eigenes Denken und Wahrnehmen in neuen Horizonten ist, hat er seinen Zweck erfüllt: Das sei Autoren und Lesenden gewünscht.

Dr. Torsten Meireis, Professur für Ethik und Hermeneutik, Director: Berlin Institute for Public Theology, Humboldt-Universität zu Berlin

Endorsements

»Genau der ethische Entwurf, auf den ich mein Leben lang gewartet habe. Jenseits aller Schubladen, biblisch fundiert und vor unserer Zeit und Kultur verantwortet.«

Dr. Michael Diener, Mitglied im Rat der EKD, Kassel

»Die transformative Ethik von Thorsten Dietz und Tobias Faix will Wege zum Leben aufzeigen und zum Selberdenken anleiten. Beides gelingt den Autoren in äußerst anregender, allgemeinverständlicher und überzeugender Weise.«

Dr. Stefan Jäger, Dozent an der Evangelistenschule Johanneum, Wuppertal

»Einführung in eine Ethik zum Selberdenken! Dankbar und hoffnungsvoll, darf ich feststellen, dass dieser Anspruch mehr als gelungen ist. Thorsten Dietz und Tobias Faix gelingt es, bereits gedachten Gedanken Sprachfähigkeit zu verschaffen und neue Gedanken zu beflügeln. Große Empfehlung!«

Mira Ungewitter, Pastorin im Bund der Baptistengemeinden in Österreich, Wien

»Wie eine gute Landkarte hilft diese anschaulich und prägnant geschriebene Ethik, eigene Entscheidungen in Freiheit und Verantwortung zu treffen. Den Autoren gebührt höchste Anerkennung für ihre engagierten Anleitungen zum Selberdenken. Unbedingt empfehlenswert sowohl für die Arbeit in Hochschulen wie in Gemeinden.«

Prof. Dr. Traugott Jähnichen, Ruhr-Universität Bochum

» Thorsten Dietz und Tobias Faix zeigen die Komplexität ethischer Entscheidungen auf und schaffen es zugleich, konkret anzuleiten, wie zu einer eigenen Überzeugung gelangt werden kann.«

Johanna Weddigen, Leiterin der Gefängnisarbeit von Alpha Deutschland und Hochschuldozentin, Hamburg

»In meiner Arbeit als Gemeindepädagogin ist es mir ein besonderes Anliegen, junge Menschen in dem Bilden und Eintreten der eigenen Meinung zu begleiten und zu unterstützen. Die transformative Ethik von Thorsten Dietz und Tobias Faix hat mit dafür gutes Handwerkzeug vermittelt.«

Rebecca Aller, Gemeindepädagogin Niederhöchstadt

»Thorsten Dietz und Tobias Faix haben eine christliche Ethik vorgelegt, die Orientierung nicht nur für den gemeindlichen Binnenbereich, sondern auch für die außerkirchlichen Lebenswelten geben kann.«

Dr. Horst Afflerbach, evangelischer Theologe und Autor, Bergneustadt

»Wir erleben eine Zeit von Umbrüchen. Dazu passt die Frage nach einer tragfähigen Grundlage für das eigene und das gemeinsame Leben – und nach der Ethik, die wesentlich ›Krisenwissenschaft‹ ist. Dieses Projekt zum Selberdenken, das sich sowohl auf das akademische Gespräch und die Ausbildung als auch an die Gemeinde richtet, ist ein wichtiger Beitrag.«

Prof. Dr. Harald Jung, Internationale Hochschule Liebenzell

»Eine hervorragende Einführung in die methodischen und inhaltlichen Grundfragen einer biblisch-theologischen Ethik. Thorsten Dietz und Tobias Faix führen die Leser:innen kundig durch das spannungsvolle Terrain moralischer Konflikte und Begründungsmuster.«

Dr. Manuel Schmid, RefLab Zürich

»Als Karte, Wegweiser und Navigationshilfe für die Lebenswanderung in komplexen lädt dieses Werk dazu ein, die Zusammenschau von biblischen, geschichtlichen, philosophischen und empirischen Facetten zu trainieren.«

Prof. Dr. Andreas Rauhut, Theologisches Studienzentrum Berlin

»Eine Ethik in die aktuellen ethischen Diskurse hinein zu schreiben, ist zugleich notwendig wie mutig. Den Autoren gelingt es dabei, biblisch begründet, verständlich und gleichzeitig auf der Höhe der Zeit zu sein.«

Dr. Jochen Wagner, freikirchlicher Referent der ACK in Deutschland, Kirchberg

»Im Zeitalter der Fake News und der Informations-Sintflut hat genau das gefehlt: eine gründliche, aber eben auch gut lesbare Ethik für Ehren- und Hauptamtliche im CVJM und der Gemeinde.«

Michael Götz, Generalsekretär CVJM Bayern, Nürnberg

»Gesunder Glaube drängt zum Tun. Aber nicht zu einem stupiden Aktivismus anhand eines Regelkatalogs. Vielmehr geht es um Mitdenken und Mündigwerden, um Wahrnehmen und Wahrhaftigsein. Sehr gelungen.«

Jens Stangenberg, Pastor im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, Bremen

1 Dietrich Bonhoeffer, Nach zehn Jahren, DBW 8, S. 19–39, hier: S. 36.