Haftungsausschluss: Das vorliegende Buch ist sorgfältig erarbeitet worden. Die Angaben sind trotzdem ohne Gewähr. Die Autorin übernimmt keinerlei Haftung für eventuelle Schäden, die aus dem Inhalt resultieren. Zudem macht die Autorin keinerlei Heilungsversprechen im medizinischen und/oder alternativmedizinischen Sinne, denn Heilung ist spirituell als neues Bewusstseinsniveau gemeint.
Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek: Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.
ISBN 978-3-752635171
1. Auflage 2020
© 2020 Ayleen Lyschamaya
Herstellung und Verlag: BoD − Books on Demand GmbH, Norderstedt.
Alle Rechte, auch die des Nachdrucks von Auszügen, der photomechanischen Wiedergabe, der Entnahme von Bildern und der Übersetzung, vorbehalten.
Liebe Leserin, lieber Leser,
mit diesem Buch erfahrt ihr alles über die Märchen des neuen Zeitalters; die Symbolik in den Märchen, welche Botschaften die Märchen enthalten und welche Bewusstseinsentwicklung sie vermitteln. Zudem bringen die vielen Bilder verschiedener Illustratoren/innen die Energie ihrer jeweiligen Seelenaufgabe mit hinein. Für diese Unterstützung sei ihnen gedankt.
Die Schrift und einige Gefühle-Köpfe sind in schwarz gedruckt, um dieses Buch auch in Hardcover und mit hochwertigem Brillant-Druckverfahren preislich erschwinglich zu halten.
Interaktiv gibt es Lieder zu den ersten drei Märchen, Gefühle-Köpfe zum Ausmalen sowie eine Malanleitung, Suchbilder, Empfehlungen für Worterklärungen und jeweils ein Verständnis- sowie ein Alltagsübertragungs-Quiz, speziell auch für Kinder. Damit vermittelt dieses Buch vollständig alle Inhalte, die auch in den weiteren drei Büchern enthalten sind.
Das Buch „Gretel und Hänsel heilen die Hexe - 1“ (ISBN: 9783751999465) entspricht diesem Symbolik-Buch, nur ohne den Inhalt mit größerer Schrift und größeren Bildern speziell für Kinder. Es handelt sich um eine Paperback-Ausgabe mit grüner Schrift und ebenfalls hochwertigem Brillant-Druckverfahren.
Das Buch „Gretel und Hänsel heilen die Hexe - 3“ (ISBN: 9783752605839) besteht aus den fünf Märchentexten des neuen Zeitalters mit einer Auswahl kleinerer Bilder. Das Buch möchte vor allem diejenigen ansprechen, die rein an den Märchentexten in guter (Vor-) Lesbarkeit interessiert sind. Dazu ist die Schrift etwas größer, um die Märchen auch den Weitsichtigen, eventuell bei Kerzenschein, angenehm (vor-)lesbar zu machen. Kontrastreichere schwarze Schrift wird dennoch nicht verwendet, sondern orangene, um dem Unterbewusstsein die Veränderung hin zum Neuen zu vermitteln.
Für Kinder gibt es außerdem noch speziell das Märchenbuch „Gretel und Hänsel heilen die Hexe -2“ (ISBN: 9783752605822). Dieses Kinderbuch enthält die ersten drei Märchen, die sich an Kinder richten, Interaktives und größere Bilder. Auch die Schrift in heilendem Grün ist noch etwas größer, um schon älteren Kindern das erste eigene Lesen zu erleichtern. Der Einband ist Hardcover, um einen robusteren Umgang auszuhalten. Das Buch ist in qualitativ hochwertigem Brillant-Druck veröffentlicht.
Wer erst einmal nur in die Märchen des neuen Zeitalters hineinschnuppern möchte, findet das erste Märchen „Gretel und Hänsel“ auf meiner Website. Ich gebe dort einige Erläuterungen zu dem Märchen, das neue Gretel und Hänsel Lied ist in 432 Hz vertont und ich lese euch das Märchen als Video vor.
www.am-ziel-erleuchtung.de/neues-bewusstsein-zeitalter
Insofern gehe ich davon aus, dass jede und jeder von euch den persönlich besten Zugang zu „Gretel und Hänsel heilen die Hexe“ finden wird. Ich wünsche euch viel Freude beim (Vor-)Lesen und Zuhören.
Berlin, im Oktober 2020 Eure Ayleen Lyschamaya
Volksmärchen sind sehr alt und reichen weiter als alle anderen literarischen Formen in der Menschheitsgeschichte zurück. Dementsprechend tief berühren sie und geben von Generation zu Generation die Überzeugungen und Werte des kulturellen Bewusstseinsniveaus weiter. Dazu bedienen sie sich Symbole, welche dem kollektiven Unbewussten zugeordnet werden.
Das kollektive Unbewusste ist ein von Carl Gustav Jung geprägter Begriff für eine unbewusste psychische Grundstruktur des Menschen. Deshalb zeige das kollektive Unbewusste die Gemeinsamkeiten zwischen den menschlichen Psychen im Gegensatz zu den individuellen Ausprägungen derselben.1 Archetypische psychische Muster bewirken nach Jung Grundmotive menschlicher Vorstellungen, die aus den kollektiven Bereichen der Psyche heraus auf die individuelle Psyche einwirken.
Diese unbewusste psychische Grundstruktur, welche das alte Zeitalter einem kollektiven Unbewussten zuordnet, ist nichts weiter als das vollständige transzendente Bewusstsein, welches dem neuen Zeitalter bewusst ist. Die Symbole als solche bleiben unverändert. Doch während sie in der Vergangenheit unbewusst das weitergaben, was der damalige Bewusstseinszustand war, werden sie in den Märchen des neuen Zeitalters gezielt eingesetzt, um das höhere Bewusstseinsniveau zu vermitteln.
Dadurch, dass die Märchen von mündlicher Weitergabe zu schriftlich übergingen, Gebrüder Grimm 1812, und daher nicht mehr weiter verändert wurden, wurde das kollektive Bewusstseinsniveau quasi auf dem damaligen Märchenstand „eingefroren“. Allerdings verläuft die kollektive Bewusstseinsentwicklung nicht gleichförmig, sodass erst jetzt ein kollektiver Bewusstseinssprung stattfindet, der dementsprechend neue Märchen erforderlich macht.
1 Jung, Carl Gustav: „Psychologische Typen“, in: 6. Gesammelte Werke, 1995, § 762, zitiert von Wikipedia (8/2020).
Warum ist es so wichtig, das grimmsche Märchen „Hänsel und Gretel“ durch ein überarbeitetes, neues Märchen „Gretel und Hänsel“ zu ersetzen? Um diese Frage zu beantworten, sehen wir uns im Folgenden zunächst verschiedene herkömmliche Interpretationen des grimmschen Märchens an.
Psychologisch betrachtet, sollen magersüchtige Mädchen oft auf das grimmsche „Hänsel und Gretel“ ansprechen.2 Das ist nicht weiter überraschend, weil eine häufige Ursache für Magersucht die Ablehnung der eigenen Weiblichkeit ist. Insofern entlastet die Vernichtung des Weiblichen im grimmschen „Hänsel und Gretel“ subjektiv empfunden – nur gut ist diese Lösung für die Persönlichkeitsentwicklung nicht. Das Bewusstsein entlastet sich durch Verdrängung, nicht durch Heilung.
Ähnlich ist die Erklärung, nach welcher das grimmsche „Hänsel und Gretel“ die Urängste von Kindern gegenüber einem dunklen Wald und einer bösen Hexe auflösen soll. Da stellt sich zuerst die Frage, wieso überhaupt das Weibliche als böse und beängstigend erlebt wird. Wenn Kinder tatsächlich Angst vor ihrem Unbewussten als Wald und ihrer weiblichen Stärke als Hexe haben, geht es nicht darum, letztere zu vernichten. Das Ziel ist auch nicht, dass Kinder als Gretel und Hänsel Kontrolle im Bewusstsein bekommen, denn das widerspricht dem zu beschützenden kindlichen Persönlichkeitsanteil.
Wenn sich der kindliche Persönlichkeitsanteil durch einen erwachsenen Persönlichkeitsanteil statt beschützt bedroht fühlt, liegt bereits eine Fehlentwicklung vor, die nicht noch weiter verstärkt werden sollte. Statt durch Vernichtung der Hexe beängstigende Bewusstseinsinhalte zu verdrängen, ist ein positiver Zugang zu ihnen zu lernen ebenso wie umgekehrt ein positives Verhalten gegenüber den Kindern. Wie wichtig ein liebevoller Umgang mit dem eigenen inneren Kind ist, ist inzwischen wohl allgemein bekannt.
Mit einem äußeren, ängstlichen Kind ist besonders liebevoll umzugehen. Für ihre/seine Persönlichkeitsentwicklung ist nicht Verdrängung anhand des grimmschen Märchens zu lehren, sondern Heilung durch das neue „Gretel und Hänsel“. Zusätzlich kann Innere-Kind-Heilung, wie in „Spirituelle Psychotherapie: Die innere Familie“3 beschrieben, sowohl auf äußere als auch auf innere Kinder gleichermaßen angewendet werden.
Die vermutlich bekannteste psychoanalytische Märcheninterpretation geht davon aus, dass das grimmsche „Hänsel und Gretel“ die Ängste und Lernaufgaben des kleinen Kindes verkörpert, welches seine primitiven oralen und daher destruktiven Wünsche überwinden und sublimieren muss.4 Das kleine beziehungsweise innere Kind im Märchen setzt sich aus Hänsel und Gretel zusammen. Diese zeigen sich ausgesprochen gesund. Für ein gesundes inneres Kind ist jedoch der Entwicklungsprozess keineswegs so schwierig, wie ihn die Psychoanalyse unterstellt. Insofern möchte „Hänsel und Gretel“ gerade keine das innere Kind betreffende schwierige Entwicklungsphase beschreiben.
Thema ist die mit Gretel, Mutter, Stiefmutter und Hexe für das alte Zeitalter beängstigend stark vertretene Weiblichkeit gegenüber lediglich Hänsel und Vater. Weiblichkeit bezieht ihre Stärke aus Beziehungen, das heißt, aus der guten Verbindung zunächst der weiblichen Bewusstseinsanteile untereinander, zu dem inneren Kind und dann vom Göttlichen aus zum inneren Mann und zu anderen Menschen. Doch im grimmschen „Hänsel und Gretel“ stirbt zunächst die noch in früheren Versionen des Märchens vorhandene Mutter und wird durch eine Stiefmutter ersetzt. Diese stirbt nun auch noch ebenso wie die Hexe. Übrig bleibt nur noch ein kleines Mädchen Gretel, welches es weder geschafft hat, zu einer erwachsenen Frau heranzureifen (Mutter und Stiefmutter sind beide tot) noch in ihre spirituelle Kraft zu kommen (die Hexe ist ebenfalls tot). Dass es sich um eine innere Entwicklungsblockade handelt, ist unter anderem daran zu erkennen, dass Gretel selber diejenige ist, welche die Hexe ins Feuer stößt.
Weitere Interpretationen des grimmschen Märchens beziehen sich auf die damaligen realen Lebensbedingungen.5 Dabei auf den Hunger zu Zeiten der Grimms abzustellen, ist allerdings nicht ganz korrekt, wenn man bedenkt, dass diese die bereits vorher schon mündlich weitergegebenen Märchen lediglich gesammelt und aufgeschrieben haben. Geht man jedoch von auch früheren Hungersnöten aus, ist es dennoch ziemlich weit hergeholt, Kindskannibalismus als zentrales Märchenthema zu unterstellen. Die natürlichen Instinkte von Eltern gehen dahin, ihre Kinder zu beschützen, nicht diese zu essen, wie bei dieser Interpretation mit einer innerpsychischen Identität zwischen Mutter/Stiefmutter und Hexe unterstellt wird.
Was wird den Kindern im Falle dieser Kindskannibalismus-Interpretation durch das grimmsche Märchen vermittelt? Sie lernen, dass ihre Mutter, nur diese wird als böse dargestellt, zur Gefahr für sie wird, wenn die äußeren Bedingungen ungünstig sind. Statt auf die fürsorgliche Liebe ihrer Mutter, Stiefmutter, des Weiblichen vertrauen zu dürfen, müssen sie sich alleine auf sich gestellt, denn der Vater hilft ihnen auch nicht, vor deren Tötungsabsicht schützen. Ist das wirklich der Inhalt, den wir an unsere Kinder weitergeben wollen?
Im grimmschen „Hänsel und Gretel“ wiederum genau anders herum eine Warnung vor Völlerei beziehungsweise vor zu vielen Süßigkeiten zu sehen, widerspricht dem damaligen Lebensstil der Menschen mit ihren Hungersnöten. Außerdem kann wohl kaum von Völlerei gesprochen werden, wenn Hänsel und Gretel bereits kurz vor dem verhungern sind, wenn sie bei dem Hexenhaus ankommen. Zudem hätten bei einer Warnung vor Süßigkeiten in logischer Konsequenz die Kinder und nicht die Hexe getötet werden müssen.
Pädagogisch wird die Grausamkeit des Märchens hinterfragt. Dazu sind die vordergründige Aussage und die tiefere Botschaft zu unterscheiden. Kleine Kinder, an welche sich Märchen häufig richten, verfügen über viel Phantasie und nehmen daher Geschichten intensiv auf. Entscheidend ist dann, wie sie diese in ihrem Bewusstsein verarbeiten. Vorgelesene oder erzählte Märchen gehen nur so weit, wie es die Fantasie des Kindes zulässt. Filme und Bilder hingegen setzen sich über diese Grenze hinweg, weil sie direkt auf das Unbewusste wirken. Diesen Unterschied sollten Eltern berücksichtigen.
Vordergründige Grausamkeit kann positiv verarbeitet werden, wenn im Unterbewusstsein die tiefere Botschaft verstanden wird. Die tiefere Botschaft wäre bei Hänsel und Gretel positiv, wenn es sich mit dem Feuer um einen Transformationsprozess handeln würde. Doch wird die männliche Feuersymbolik falsch auf das Weibliche angewendet und damit nicht verstanden. Auch folgt der Verbrennung der Hexe nichts positiv weiblich Weiterführendes. Insofern bleibt nur die vordergründige Grausamkeit des Märchens. Daher ist das grimmsche „Hänsel und Gretel“ pädagogisch nicht zu empfehlen.
Des Weiteren werden die Bewusstseinsinhalte des grimmschen Märchens „Hänsel und Gretel“ als Entwicklungsprozess interpretiert. So wird „Hänsel und Gretel“ beispielsweise als Weg zur männlichen Erkenntnis, zur seelischen Bewusstwerdung oder als Vertreibung aus dem elterlichen Paradies mit der Hexe als böses Ego gedeutet. Warum sollen diese teilweise durchaus in sich stimmigen Erläuterungen des grimmschen Märchens unzutreffend und stattdessen meine Warnung vor „Hänsel und Gretel“ als entwicklungsschädlich richtig sein?
Die bisherigen Bewusstseinsinterpretationen vom grimmschen „Hänsel und Gretel“ kennen weder den Aufbau des vollständigen transzendenten Bewusstseins noch wie dieses zu entwickeln ist oder überhaupt, dass es ein solches gibt. Das heißt, sie können einzelne Bewusstseinsinhalte benennen, kennen die unvollständigen beziehungsweise teilweise sogar falschen spirituellen Anschauungen des alten Zeitalters und fügen diese logisch zusammen. Deswegen können solche Märcheninterpretationen des alten Zeitalters zwar durchaus logisch richtig sein, sind aber vom Bewusstsein her trotzdem falsch und für die Bewusstseinsentwicklung schädlich.
Das blockierte transzendente Bewusstsein der Menschen des alten Zeitalters sieht in der Regel wie im Schaubild-1 aus. Es besteht aus den vier Bewusstseinsebenen (4) universelles Ganzes, (3) Seele / göttliches Bewusstsein, (2) göttlich-irdische Blockade und einem überwiegend (1) unbewussten Ego. Von besonderer Bedeutung sind die karmischen, das heißt aus früheren Leben angesammelten, weiblichen und männlichen Blockaden. Bei der männlichen karmischen Blockade handelt es sich um einen irdischen Machtanspruch, der sich über die universelle Führung stellt. Die weibliche ist eine Schuldgefühle-Blockade, welche den universellen Liebesfluss in das eigene Ego hinein blockiert. Diese Schuldgefühle-Blockade wird im zweiten Märchen „Stiefmutter und weise Alte“ aufgelöst, während die männliche Macht-Blockade nicht Thema dieser Märchen ist.
Die Bewusstseinsentwicklung soll hin zu dem vollständigen transzendenten Bewusstsein des neuen Zeitalters mit göttlich-irdischem Liebesfluss wie in Schaubild-2 führen. Mit den Bewusstseinsebenen (4) universelles Ganzes und (3) Seele / göttliches Bewusstsein wird sich identifiziert. Die Blockade auf der Bewusstseinsebene (2) ist aufgelöst und durch eine göttlich-irdische Liebesflussverbindung ersetzt. Das (1) Ego ist vollbewusst erfahren als eine innere Familie mit innerem Kind, innerer Frau, innerem Mann, karmischer Kompetenz und Körper.
Schaubild-1
Schaubild-2
Von diesem vollständigen transzendenten Bewusstsein werden im grimmschen „Hänsel und Gretel“ ebenso wie im neuen „Gretel und Hänsel“ in der Ausgangssituation die folgenden Bewusstseinsinhalte in Schaubild-3 angesprochen. Schwarz bedeutet, dass sich der Bewusstseinsinhalt in verdrängtem, rot in verletztem und grün in gesundem Zustand befindet. Dabei meint verletzt in Bezug auf das Seelische/Göttliche nicht mehr funktionsfähig beziehungsweise nicht mehr zugänglich, denn im irdischen Sinne kann das Göttliche nicht verletzt sein.
Durch das grimmsche Märchen „Hänsel und Gretel“ wird das Bewusstsein von der Ausgangssituation in Schaubild-3 ausgehend noch weiter geschädigt hin zum Schaubild-4. Der seelisch-göttliche Zugang und die innere Frau sind nicht mehr vorhanden im Sinne von vollständig verdrängt. Dadurch hat sich zugleich die göttlich-irdische Blockade auf der Bewusstseinsebene (2) noch weiter verstärkt.
Schaubild-3
Schaubild-4