Umschlagillustration und Gestaltung: Julia Kaergel, Dersau

Innengestaltung, Satz, Layout: Julia Kaergel, Dersau

© 2020 Herzberg, Kaergel, Rau, Wilkening

Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN 978-3-7526-8318-9

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und der Herausgeber unzulässig. Das gilt insbesondere für elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und für die öffentliche Zugänglichmachung.

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.

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Illustration von Lisa Marie Schmidt

Vorwort

„Mir ist das Thema Klimawandel ziemlich wichtig, da ich möchte, dass meine Kinder später die Welt genauso erleben, wie ich sie erlebt habe: in ihrer Schönheit.“

Dieses Statement von Marcel fasst das Ziel dieses Buches prägnant zusammen. Aber ein einziges Statement würde die Gedanken, Befürchtungen und Hoffnungen einer Generation nicht wiedergeben, die mit dem Leitspruch von Greta Thunberg „I want you to panic“ vor, trotz und mit Corona jeden Freitag für eine lebenswerte Welt demonstriert.

Im Projekt „Zeitzeug*innen des Klimawandels“ haben drei Kulturschaffende, Daniela Herzberg, Julia Kaergel und HannaH Rau, mit rund 90 Schüler*innen aus dem Kreis Segeberg im Alter zwischen 13 und 18 Jahren geslammt, gedichtet, geschrieben, gezeichnet, collagiert und gemalt. In rund 200 Werken haben Schüler*innen schriftlich oder in Bildern ausgedrückt, wie sie den Klimawandel und den Kampf um Klimaschutz erleben.

Lassen Sie sich aufrütteln, berühren und nachdenklich stimmen von den Gedanken der Jugendlichen, die sich offenbaren in Reden an künftige Generationen, Streitgesprächen zwischen Traumtänzern und Schwarzsehern, Statements, aber auch kreativen Erfindungen im Klima-ABC, die Hoff - nung machen auf eine saubere, plastikfreie und klimafreundliche Welt.

Dieses Projekt wäre nicht möglich gewesen, wenn wir nicht von vielen Menschen unterstützt worden wären:

Ein großes Dankeschön geht an die Kulturschaffenden Daniela Herzberg und HannaH Rau, die sich von Corona nicht entmutigen ließen und die Schüler*innen erfolgreich zu Schreibworkshops im virtuellen Klassenzimmer einluden. Möglich war dies nur dank der großartigen Unterstützung der Lehrkräfte Regina Otto-Gerull von der Schule am Burgfeld, Sigrid Gröhn von der Dahlmannschule und Wiebke Szukay vom Städtischen Gymnasium Bad Segeberg. Auch Ihnen gilt mein besonderer Dank.

Die beeindruckenden Illustrationen entstanden unter der Anleitung der Buchillustratorin und Künstlerin Julia Kaergel. Die Workshops konnten unter strengen Hygienevorschriften mit Unterstützung der Lehrkräfte Franziska Wecker vom Städtischen Gymnasium, Christine Vollmer von der Schule am Burgfeld und Franziska Pertus von der Dahlmannschule in Bad Segeberg stattfinden – dafür ebenfalls ein großes Dankeschön!

Realisiert werden konnte das Projekt durch vielfältige finanzielle Unterstützung: Wir danken dem landesweiten Netzwerk „Schule trifft Kultur - Kultur trifft Schule“, dem Lions-Club Segeberg, der Stadt Bad Segeberg und den Fördervereinen der Schule am Burgfeld, der Dahlmannschule und des Städtischen Gymnasiums. Der Self-Publishing-Verlag BoD hat das Verlegen und den Druck des Buches gesponsort, und das Kulturwerk Schleswig-Holstein e.V. stand uns bei der Projektabwicklung hilfreich zur Seite.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, Momente des Staunens, des Begreifens, der Freude und vielleicht auch des Umdenkens beim Lesen und Betrachten des vorliegenden Buches.

Herzlichst Ihre

Antje Wilkening M. A.

Fachberaterin für kulturelle Bildung im Kreis Segeberg

www.kulturellebildung-sh.de/akteure/kulturvermittlerinnen/42

Inhalt

Warum, warum, warum?
- Sinnfragen

Der Sinn des Lebens

Marie Seiler

Was ist der Sinn des Lebens? Letztendlich sucht ihn jeder.

Sucht kleine Sinne, findet diese, sucht große Sinne und sucht weiter, findet vielleicht mal einen. Oder war es doch nur ein kleiner Sinn, getarnt als großer?

Fragt Freunde, Familie, Verwandte, Bekannte. Sucht also nicht nur Sinn, sondern auch Hilfe. Vielleicht verbindet schon dieser Wunsch nach Hilfe bei der Suche nach dem Sinn des Lebens. Das Entdecken, das Verwerfen.

Die Gemeinsamkeit.

Ja, vielleicht verbindet uns das. Die gemeinsame Suche.

Aber der Weg scheint doch individuell. So unterschiedlich sind die Vorstellungen von dem Sinn, den das Leben bringt.

Die einen wollen Bücher schreiben, die andere Rechte von Homosexuellen, Frauen, Afro-Amerikanern, Flüchtlingen verteidigen.

Wieder andere möchten Weltrekorde aufstellen im Laufen, Springen, Werfen, Rudern, Paddeln, Surfen. Ja, manche sogar im Schachspielen.

Es gibt auch Menschen, denen die Arbeit den Sinn im Leben verleiht.

Das nächste Haus bauen, den nächsten Film drehen, den nächsten Deal abschließen, ein besserer Arzt sein, ein besserer Mensch sein.

Vielleicht verbindet auch das. Der Wunsch, ein besserer Mensch zu sein, die Menschen um uns herum stolz zu machen.

Vielleicht muss es auch nicht unbedingt eine Verbindung geben. Vielleicht ist das Leben ein großes Gefüge und mit jedem Sinn, der gefunden wird, ist wieder ein kleines Puzzleteil in das Gefüge eingesetzt, das Universum ein bisschen mehr im Gleichgewicht. Vielleicht ist der Sinn im Leben jedes Einzelnen auch mit dem Sinn von anderen verbunden.

Ungewollt. Vielleicht rettet man einem Menschen das Leben, weil er keinen Sinn mehr gesehen hat, aber das vermakelte Haus, die Heilung der Krankheit seiner Oma oder ein neuer Weltrekord im Schach, was immer sein Lieblingssport und eine starke Konstante in seinem Leben war, ihn vor dem Selbstmord abbringt. Ihm Sinn gibt.

Vielleicht ist der Sinn des Lebens eng verbunden mit dem Schicksal und vielleicht ist das Schicksal aller Menschen miteinander eng verbunden, enger als wir wissen und ahnen können.

Aber egal, wie verbunden wir sind, wie verbunden die Sinne jedes einzelnen sind, muss es nicht doch gemeinsame Ziele, gemeinsame Sinne geben? Wie wäre es mit der Weltrettung? Der Rettung vor dem Klimawandel, der Rettung vor sozialer Ungerechtigkeit, der Rettung vor den Menschen?

Müssen wir uns nicht der Frage stellen, was der Preis ist, den wir bereit sind zu zahlen, um den Sinn des Lebens zu finden?

Wie weit würden wir gehen, um unseren Idealen zu folgen und um DEN Sinn zu finden? Lügen? Andere abwerten? Menschen verleugnen? Stehlen? Kämpfen? Töten?

Auch wenn die wenigsten bei dieser Aufzählung bis zum Töten kommen, ist es doch genau das, was die meisten von uns, nein alle von uns, tun.

Wir töten. Vielleicht keine anderen Menschen.

Vielleicht keine anderen Menschen direkt.

Aber wir fliegen in entfernte Länder, essen exotisches Essen, fahren Auto, fahren Schiff, kümmern uns nur um uns selbst. Suchen den Sinn.

Versuchen ihn auf jede erdenkliche Weise zu finden und achten dabei nur auf uns. Sehen nicht auf andere. Sehen nicht auf den Tod.

Denn das ist, was wir, wir privilegierten Menschen, machen, während wir leben und den Sinn des Lebens suchen, wir leben auf Kosten der weniger privilegierten, erzeugen Überschwemmungen und Katastrophen und achten doch nur auf unsere kleine Welt, verpesten weiter das große Ganze und schon gibt es die nächste Katastrophe.

Aber was interessiert uns das? Wir sind auf einer Suche, durchleben einen Prozess und dieser Prozess darf nicht gestört werden, oder?

Ist die eigentliche Frage nicht, ob es das alles wert ist?

Ob wir unsere Erde, den Raum, den wir brauchen, die Bühne, auf der wir den Sinn suchen, so zerstören, dass er schließlich nicht mehr gefunden werden kann?

Weil der Sinn des Lebens mit der Erde, mit uns, stirbt?

Illustration von Lina Rüdiger

Warum?

Erik Borchers

Was ich immer schon einmal sagen wollte:

Wie lange weiß man schon vom Klimawandel?

Wie lange weiß man, dass wir ihn nur immer weiter antreiben?

Bestimmt Jahrzehnte. Und ja, er existiert. Lange schon.

Aber ich weiß, dass es viele gibt, die ihn leugnen, sogar viele, die in wichtigen Positionen sitzen, vom blonden, unfassbar umwerfenden amerikanischen Präsidenten ganz zu schweigen. Auch wenn dieser andere Probleme hat, wie zum Beispiel die Glühbirnen, die ihn orange aussehen lassen, oder auch die Finanzierung seines ganz persönlichen Swimming-Pools mit Alligatoren drin, der an der Grenze zu Mexiko gebaut werden soll.

Ich glaube, darüber, dass der Klimawandel existiert, braucht man nicht zu reden. Aber ehrlich, es gibt nichts schlimmeres, als Menschen, die den Klimawandel nicht leugnen, ihn aber konsequent ignorieren. Und auch noch weitertreiben wollen. Warum sagt man, der Klimawandel existiert, fliegt dann aber trotzdem für ein Wochenende nach Stuttgart und zurück? Oder auch mal nach München. Oder auch gleich jeden Tag mit dem Privatjet nach Frankfurt, weil man sich zu fein ist, eine Wohnung am Arbeitsplatz zu organisieren. Mir fällt da echt nur eine Frage ein, eine, die wir an der Tafel im Philo-Unterricht schon oft stehen hatten:

Warum?

Warum, warum, warum?

Warum, warum?

Was hat das für einen Sinn? Kann man denn nicht wenigstens die Bahn nehmen? Kann man nicht wenigstens Bus fahren? Nein, weil einem nicht einmal die erste Klasse genügt. Das ist das Problem am Geld.

Wenn man es hat, dann mag man es auch. Und dann nutzt man es auch. Und leider sind die meisten Dinge, die man heute kaufen kann und die teuer sind, einfach nicht klimaneutral. Da kann man sich noch oft genug die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen.

Geld verdienen oder Spaß haben? Die Antwort geht selten mit dem Klimaschutz einher. Warum auch? Wir sind Menschen. Wir müssen zerstören. Und wenn wir das nicht mit Atombomben schaffen, dann eben mit unfassbaren Emissionen.

Jetzt mal ehrlich. Wann hat sich der Otto mit dem Lambo mal gefragt, wozu er lebt? Er hat doch gar keine Zeit dazu. Geld fällt eben nicht vom Himmel. Und Lambos sowieso nicht.

Mach das mal, lieber Otto. Denk mal drüber nach. Ich bin mir sicher, da kommt nicht bei raus, dass deine geheime Mission ist, Menschen auszubeuten, damit du deinen Teil, deinen ganz persönlichen Teil, zum Klimawandel beitragen kannst. Eher kommst du auf die Idee, vielleicht mal dein Leben zu überdenken, und du merkst, was für ein Arschloch du doch bist. Und nein, ich bezeichne nicht jeden reichen Menschen als Arschloch. Nur die meisten.

Denn der Weg ist das Ziel und der Weg ist der Weg. Irgendwie ist Otto ja an den Lambo gekommen. Es sei denn, er hat im Lotto gewonnen, dann ist er aber trotzdem ein Arsch, weil er sich einen Lambo gekauft hat. Das Problem ist also nicht, dass der Sinn des Lebens den Klimawandel bestärkt, sondern das Geld dahinter.

Das Problem ist, dass Otto noch nie überlegt hat, was der Sinn des Lebens ist. Er sieht nur den Sinn des Geldes. Und das Problem ist auch, dass Otto sich schon zwei Lambos gekauft hat, ohne das Geld armen Kindern in Kenia zu schenken.

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Mark Savine

Meine lieben, lieben Damen und Herren, ich will Ihnen unsere jetzige Situation bezüglich des Klimawandels ganz klar machen: Wir stecken auf Gutdeutsch in der Scheiße. Richtig tief darin.

So wie Rom einst wegen verantwortungsloser Kaiser untergegangen ist, so sind diese Füchse in der Regierung einfach zu bescheuert, um Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Nur, dass diesmal die ganze Welt auf dem Spiel steht!

Also bitte: Das Schicksal des Planeten hängt am seidenen Faden, doch anstatt sich darum zu kümmern, muss zuerst zum Beispiel entschieden werden, ob wir eine Verkehrsmaut einführen oder nicht! Keinen interessiert das! Sind Sie einfach zu blöd, um das festzustellen?

Oh, verzeihen Sie bitte meine Ausdrucksweisen, ich habe doch fast vergessen, dass wir in einer Demokratie leben.

Ich wiederhole: Ich vergaß, dass wir in einer Demokratie leben!

Was ist das überhaupt für eine Demokratie, in der man Gott weiß wie viel machen muss, um irgendeine Stimme in der Politik zu erhalten?!

Ich weiß, was ihr wohl sagen werdet: Warum sammelst du dann nicht einfach eine Million Menschen, die eine Petition für deinen Antrag unterschreiben, der dann von keine Ahnung wem überprüft werden muss, um darauf von unseren schlaufuchsigen Politikern besprochen und hoffentlich akzeptiert zu werden...

Warum habe ich nicht vorher daran gedacht? Das ist ja SO einfach...

Was sagt ihr? Ich soll einfach selbst Politiker werden?

Natürlich, sollen also alle Menschen ihre Berufe aufgeben, um einfach eine Stimme in der Politik zu erhalten?

Nur eines wollen wir: Helft uns, Menschen der Politik, helft uns, die Welt vor dem Klimawandel zu retten, retten wir gemeinsam die Zukunft unserer und Ihrer Kinder und deren Kinder gemeinsam.

Viele von uns versuchen es schon, doch nur Sie haben die Macht, uns zu helfen.

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Jerik Feddersen

Hallo, mein Name ist Jerik Feddersen, ich bin 2004 geboren und damit Zeitzeuge des Klimawandels. Da ich sehr nahe an einem großen Wald wohne, meine Mutter mich von klein auf dem Wald näher gebracht hat und ich dank unseren Hunden jeden Tag mindestens eine Stunde im Wald unterwegs bin, bin ich der Natur verbunden.

Der Klimawandel bedroht meinen Wald so wie die Meere, die Wiesen und alle Spezies auf diesem Planeten gleichermaßen.

Vom Klimawandel wird seit vielen Jahren immer wieder gesprochen, sei es in den Tagesnachrichten, in der Politik, auf Demos oder auch einfach im Unterricht. Im Allgemeinen ist festgestellt und bewiesen, dass der Klimawandel existiert, aus Menschenhand auf Grund unseres immensen Kohlenstoffdioxidaustoßes entstanden ist und sehr gefährlich ist.

Ja, es ist durchaus wahr, dass es bereits früher, lange bevor wir Menschen auf der Erde wandelten, Schwankungen im Klima gab durch die verschiedensten Dinge, doch noch nie in einem solchen Ausmaß, denn das Klima ist, wie beinahe alles in der Natur, ein sich selbst regulierendes System. Und ohne menschliches Eingreifen wäre so etwas nie passiert. Einfacher zu verstehen ist es vermutlich an einem Beispiel in kleinerem Umfang.

Der Mensch hatte im 19. Jahrhundert den Wolf in vielen Ländern ausgerottet, wodurch sich Rehe ohne natürlichen Feind ungestört vermehren konnten. Dadurch, dass es viel mehr Rehe gab, die nun ungestört an den Flüssen speisen konnten, ging die Flora immer weiter zurück und die Flussbecken wurden zu kargen, pflanzenarmen Gebieten.

Auf Grund dessen blieb viel weniger Nahrung für kleinere Pflanzenfresser übrig, die deshalb ausstarben, und auch viel weniger Vögel waren präsent, da ihre Nahrungsquelle, die kleinen Insekten, wegfielen.

Trotz aller Bemühungen des Menschen, nachdem er seinen Fehler erkannt hatte, gab es bleibende Schäden an der Natur. Das ist ein Beispiel dafür, was passiert, wenn man etwas an einem sich selbst regulierenden System verändert.

Die Folgen des Klimawandels sind bereits jetzt spürbar in Form des steigenden Meeresspiegels oder des Wetters. Jedoch ist es noch nicht zu spät, um etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, sowohl als Einzelner als auch gemeinsam kann man vieles tun, um die schlimmen Folgen des Klimawandels abzuwenden. Man kann in die Forschung von erneuerbaren Energiequellen investieren oder als Einzelner auch einfach auf seinen Plastikverbrauch achten.

Und so hoffnungsvoll das auch klingen mag, glaube ich nicht, dass wir die „Katastrophe“ abwenden können, ich glaube, dass sie unausweichlich ist, da viele Leute nicht auf ihren Komfort verzichten wollen und einige Menschen in Machtpositionen sogar die Existenz des Klimawandels leugnen.

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Klimawandel –Gespräch zwischen Einsicht und Leugnung

Vivien Ramhold und Sinah Thomsen

Einsichtiger: Durch den Klimawandel wird die Welt untergehen und die Menschen, die ihn geschaffen haben, mit ihm.
Leugner: Klimawandel? Bist du jetzt so‘n Ökofreak? Das ist doch alles frei erfunden.
Einsichtiger: Du willst mir also sagen, dass die Sommer plötzlich einfach so immer heißer werden?
Leugner: Ja und? Das ist doch natürlich, so wie die Eiszeit. Frau Storch von der AfD hat selbst gesagt, dass die Sonne zu viel scheint und wir die Sonne verklagen sollten und nicht uns.
Einsichtiger: Wie kannst du nur denken, dass sich die Sonne selbst dazu entschlossen hat, mehr und stärker zu scheinen? Sie wurde dazu angestupst, oder eher sogar von uns dazu bedrängt. Und das nimmt sie uns übel und lässt uns jetzt untergehen. Danke an alle verschwenderischen Menschen, die nur an sich denken und nicht an ihr Umfeld.
Leugner: Wie kannst du so etwas überhaupt glauben? Als ob wir uns mit so etwas Mächtigem wie der Sonne anlegen könnten. Der Klimawandel ist doch nur erlogen, damit große Unternehmen mehr Geld machen können. Donald Trump hat doch selbst gesagt, dass es ihn nicht gibt.
Einsichtiger:
Leugner: Oh bist du jetzt Rezo Fan und redest ihm alles nach? Du siehst doch, wie schön es draußen ist und dazu noch angenehm warm. Ich verstehe dein Problem einfach nicht.
Einsichtiger: Leute wie du und die Existenz des Klimawandels sind mein Problem!