Titel
Impressum
Auf dem Weg zum Licht . . .
Der gemütskalte Pathologe
Rudolf Virchow – sein großes Vorbild
Rücksichtsloser Spötter
Lehrbeauftragter mit üblen Absichten
Wortführer in öffentlichen Talkshows
Verhängnisvolle Podiumsdiskussion
Nahtoderlebnis eines Gottesleugners
Gespräch mit der Lichtgestalt an der Todesschwelle
Entscheidende Begegnung mit Jesus Christus
Geistige Umkehr eines Gottesleugners
Durch Abgründe von Zweifel und Unglauben zur christlichen Glaubensüberzeugung
Religiöse Schlusserkenntnis
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Prof. Dr. Johannes Michels
Gotteszweifler
am Himmelstor
Wie ein Nahtoderlebnis ein Leben veränderte
Biografie eines Mediziners
DeBehr
Copyright by: Prof. Dr. Johannes Michels
Auflage: 2020
Herausgeber: Verlag DeBehr, Radeberg
ISBN: 9783957538116
Grafiken Copyright by adobestock by @Nordreisen
Auf dem Weg zum Licht . . .
Liebe Leserinnen und Leser!
Wenn Sie einen großen Religionszweifler und zugleich bedeutenden Mediziner durch die wichtigste Phase seines Lebens hindurch begleiten möchten, sollten Sie sich auf eine stürmische Reise einstellen. Sie führt durch tiefste Abgründe des Unglaubens und der Religionsfeindlichkeit, aber auch der schlimmsten Menschenverachtung hart am Unfalltod vorbei zu gewaltigen Nahtoderlebnissen bis schließlich hin zur christlichen Glaubensüberzeugung.
Dabei lernen Sie zunächst einen gefühlskalten Medizinprofessor für Anatomie, also einen Spezialisten für die Öffnung toter Körper und die erklärende Darstellung der Einzelorgane kennen. Das geschieht vorerst mit größter Menschenverachtung. Da macht er selbst keinen Halt vor den Verstorbenen, deren Körper er seziert. Ebenso respektlos verfährt er auch mit seinen Medizinstudenten, die sich aber nicht alles bieten lassen.
Leichter hat er es mit Studenten einer völlig anderen Fachrichtung, nämlich Studenten der Philosophie. Sie gehen eher auf seine vielen abfälligen und religionsfeindlichen Bemerkungen ein, da ihnen das eher gefällt.
Der Mediziner ist nämlich vielseitig und arbeitet auf zwei wissenschaftlichen Fachgebieten.
Daneben ist er in vielen Talkshows und Diskussionsrunden zu Hause. Auch dort reißt er möglichst rasch und immer wieder das Wort an sich und überrollt alle anderen Gesprächsteilnehmer. Und stets geht es um spöttische Gehässigkeiten und die Herabwürdigung aller religiösen Empfindungen seiner Diskussionskollegen.
Zum Höhepunkt solch wüster Exzesse kommt es bei einer Podiumsdiskussion vor einer außerordentlich großen Zuhörerzahl. An deren Schluss gipfeln die Ausfälle dieses Zweiflers darin, dass er nur durch Gott selbst oder durch Christus überzeugt werden könne. Dass es „so etwas“ aber geben könne, bezweifle er.
Noch über die Gegenredner dieser Gesprächsrunde ganz in wütender Erregung, stürzt er beim Verlassen des Podiums, schlägt mit dem Hinterkopf auf eine Stufe auf und wird bewusstlos vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gefahren.
Während seiner langen Bewusstlosigkeit, die auch durch ein gesundheitsförderndes Koma verlängert wird, kommt es zur Wende:
Zunächst gelangt er während einer langen Phase von absoluter Dunkelheit und Stille zur Überlegung, dass Geist und Seele doch vom Körper unabhängig sind, was er bisher immer heftig bestritten hatte.
Dann hat er ein langes Gespräch mit einer Lichtgestalt, die sich ihm als sein lebenslanger Schutzgeist vorstellt und die alle seine menschlichen Verfehlungen kennt.
Anschließend bittet er mit Unterstützung seines Schutzgeistes um eine Begegnung mit Gott oder Jesus Christus.
Was dann völlig unmöglich erscheint, geschieht:
Dem großen Zweifler und Kritiker begegnet Christus tatsächlich. Als Anatomiemediziner fallen ihm die tiefen Wundnarben oberhalb der Hand- und Fußwurzeln sofort auf. Auch das noch größere Wundmal auf der linken Brustseite sieht er. Jesus reicht ihm sogar die rechte Hand.
So fragt er Jesus nach der Ursache für diese enorm großen Wunden. Er erhält die klare Antwort:
Er, Jesus Christus, wurde ans Kreuz genagelt und ist daran gestorben.
Danach gibt Jesus dem Zweifler zu verstehen: Nun habe er ihn ja gesehen, gehört und gespürt. Es gebe ihn also und er lebe. Ebenso gebe es auch Gott.
Der Mediziner ist daraufhin zutiefst erschüttert und umgewandelt:
So wurde aus einem großen Zweifler
ein überzeugter Christ. Und diese christliche Überzeugung gab er dann genauso engagiert weiter, wie er sie vorher bekämpft hatte.
Osnabrücker Land
Professor Dr. Johannes Michels
Der gemütskalte Pathologe
„Wenn sie bei mir eintreffen, sind sie friedlich, widersetzen sich nicht und geben auch keine Widerworte.“
Erwartungsvoll blickte er bei diesen Bemerkungen in den bis auf den letzten Platz gefüllten Hörsaal und wünschte sich ein Riesengelächter. Doch begegnete ihm eisiges Schweigen. Er hatte sich kurz zuvor eine Leiche in den Hörsaal bringen lassen, die er nun vor den Augen der Medizinstudenten sezieren, also auseinanderschneiden wollte, um dann einzelne Bestandteile eines menschlichen Körpers zu zeigen. Der Leichnam war teilweise schon präpariert, aber noch mit einem Plastiktuch zugedeckt.
Solche spektakulären Veranstaltungen behielt sich Bodo G. selbst vor und natürlich vor vollem Hause. Schließlich war er Professor für Pathologische Anatomie und sehr selbstverliebt, eben alles andere als bescheiden. Eigentlich war er Anatomieprofessor, und zwar für qualifizierte Anatomie, wie er sich ausdrückte. Dass andere Kollegen bei dieser Formulierung missmutig blickten und sogar reagierten, war ihm völlig gleichgültig und ließ ihn kalt. Die ursprünglich vorgesehene Tätigkeitsvariante in der Rechtsmedizin und die Obduktion von Leichen mit ungeklärter Todesursache hatte er irgendwann aufgegeben und sich auf die Anatomie in der Uni-Klinik konzentriert. Auch die Pathologie als Krankheitsforschung interessierte ihn kaum noch. Aus Verehrung für sein großes Vorbild Virchow nahm er aber dennoch gern Bezug auf die Pathologische Anatomie, eben auch auf die Pathologie, obwohl deren Ausrichtung eigentlich eine andere war. Dabei ließ ihn die medizinische Fakultät irgendwie gewähren. Schließlich hatte er inzwischen einen großen Bekanntheitsgrad erworben. So kam es auch an diesem Tag zu einem großen Auftritt. Die spezielle weitere Aufarbeitung der anatomischen Details überließ er anschließend seinen Assistenten. Erst einmal vor allen Medizinstudenten glänzen, um sich bei ihnen auf Dauer einzuprägen und in bestem Licht dazustehen. Das war sein sogenanntes Lebenselixier. So auch heute.
Doch er spürte sehr wohl das eisige Schweigen. Um das zu überspielen, versuchte er es wieder mit makabren Bemerkungen, die witzig wirken sollten, es aber nicht waren:
„Als Medizinstudenten – das war ich ja schließlich auch mal – sind wir mit einem Dampfer auf dem Rhein an einem Altersheim am Rheinufer vorbeigefahren. Die alten Leute haben uns zugewinkt. Und einer von uns rief den Alten zu: ‚Auf Wiedersehen in der Anatomie!‘ Hahaha!“
Doch auch jetzt hatte sich ProBo, wie er bei den Studenten wegen seines Titels und Vornamens etwas abfällig genannt wurde, getäuscht. Es gab keinen Applaus.
Also musste er noch zulegen:
„Was haben Sie denn? Gefällt Ihnen das nicht?“
„Nein!“, rief jemand in den Raum. „Das gefällt mir gar nicht. Ich weiß zwar nicht, was die anderen hier denken. Aber ich finde es irgendwie nicht gut.“
„Warum denn nicht?“
„Weil es makaber und gefühlsroh ist.“
„Aha, Sie sind auch noch zart besaitet. Dann hätten Sie besser Philosophie oder vielleicht sogar Theologie studieren sollen. Hahaha! Was sagen denn die andern?“
Ein weiterer Student fügte hinzu:
„Auch ich halte von solchen Einschätzungen nicht viel. Wir sind ja hier, um in die Anatomie eingeführt zu werden. Aber nicht, um herzlose Späße anzuhören.“
„Wie ich Sie in die Anatomie einführe, wollen Sie gefälligst mir überlassen. Und im Übrigen muss ich mir von Ihnen keine Belehrungen anhören.“
Eisiges Schweigen.
Das irritierte den Pathologen irgendwie sehr. Bisher war er es immer gewohnt gewesen, dass man bei seinen mühsam zusammengezimmerten Kalauern zumindest halbherzig lachte, aber so, als ob einem das Lachen im Halse stecken bliebe.
Deshalb suchte er jetzt nach einem irgendwie elegant scheinenden Ausweg, indem er die Bedeutung und Wichtigkeit der Anatomie ins rechte Licht zu rücken versuchte:
„Die Anatomie ist im Rahmen der Medizin von höchster Bedeutung. Denn ohne die perfekte Kenntnis des gesamten Körpers und seines Aufbaus ist der Mediziner mit einem Maulwurf vergleichbar: Ein Arzt ohne genaue Kenntnis der Anatomie arbeitet wie ein Maulwurf: Arzt und Maulwurf wirken im Dunkeln. Und das Resultat ihrer Arbeit sind Erdhügel.“
Jetzt war ein verhaltenes Lachen vernehmbar, aber auch nicht mehr.
ProBo, der Dozent, wie er hieß, hätte sich zwar mehr gewünscht, doch wollte er den Bogen auch nicht überspannen. Stattdessen widmete er sich wieder der Leiche:
„Jetzt wollen wir doch mal sehen, was Herr Müller Nr. 27 zu bieten hat.“
„Was bedeutet das denn?“, wollte nun eine Studentin wissen.
„Er ist der 27ste Mensch namens Müller, der mir nun untergekommen ist. Und der vor allem nichts dagegen einzuwenden hat.“
Damit zog er sich dünne Gummihandschuhe an, zog das Plastiktuch bis zum Unterbauch herunter. Der Brustkorb des toten Körpers war bereits geöffnet, sodass man Herz und Lunge schon in etwa erkennen konnte. Hierauf griff er zum bereitliegenden Skalpell und schnitt die Leiche unterhalb des schon geöffneten Brustkorbs längsseits auf. Dann zog er die Seitenränder auseinander, sodass man einen weiteren Einblick ins Innere des toten Körpers erhalten konnte. So verfuhr er weiter und erklärte immer die jeweiligen Verfahrensschritte und die dabei freigelegten Körperteile. Da die Studenten auf einer ziemlich steilen Galerie saßen, hatten sie sehr gute Einblicke in den toten Körper. ProBo benannte alle freigelegten Organteile und erklärte ihre jeweiligen Funktionen. Hierbei konnte er es nicht unterlassen, immer wieder zynische Bemerkungen in die Organerklärungen einzuschieben. Das hörte sich dann etwa so an:
Herz
„Der Onkel hier hat total verkalkte Herzkranzgefäße. Also lange hätte er es sowieso nicht mehr gemacht.“
„Das hat er ja auch nicht“, meinte eine Studentin. „Also was sollen diese seltsamen Kommentare?“
„Verehrte junge Dame, ich möchte Ihnen nicht über den Mund fahren. Aber würden Sie mir in Ihrer großen Güte erlauben, meine pathologisch-anatomischen Erklärungen etwas aufzulockern?“
„Unsertwegen, wenn es Ihnen guttut.“
„Nun mal nicht patzig werden. Wir haben wahrscheinlich noch ziemlich lange miteinander zu tun. Übrigens apropos Herz: Es gibt ja Ideologien, um nicht zu sagen Religionen, die das Herz als Sitz der Seele ansehen. Also bei diesem Herzen kann ich keine Seele erkennen.“
„Das können Sie ja auch nicht. Denn dieser Mensch ist ja tot. Und es heißt: Beim Tod eines Menschen trennt sich die Seele vom Körper. Also wie können Sie dann in diesem Leichnam noch eine Seele vermuten?“
Der Hieb saß irgendwie wie ein Volltreffer. Doch wollte ProBo sich nicht unterkriegen lassen. Deshalb ergänzte er seine zynischen Anmerkungen mit einer Ausrede, die offenbar aber auch nicht sehr geistreich war:
„Um Sie vorerst zu beruhigen, möchte ich noch hinzufügen: Andere Ideologien usw. sehen aber auch das Gehirn als Seelensitz. Wenn wir uns nach entsprechender Vorbereitung das Gehirn einmal näher vornehmen, komme ich wieder auf die jetzigen Feststellungen zurück.“
Lunge – Leber
„Na, na, Mister Müller, wohl starker Raucher gewesen, was? Die dunklen Teerablagerungen zeigen das deutlich. Wenn man vom Glimmstängel nicht ablassen kann, dann sollte man sich wenigstens Vorfahren suchen, die einem derart widerstandsfähige Gene verpassen, dass auch der größte Qualm ihnen nichts anhaben kann.“
„Was soll denn diese Bemerkung wieder bedeuten?“, wollte ein Student aus einer hinteren Reihe wissen.
"Das, was ich eben gesagt habe. Ich denke da beispielsweise an Altkanzler Helmut Schmidt. Der qualmte und paffte seit Jahrzehnten und war trotzdem bald hundert Jahre alt. So jemand konnte ohne Zigarettenqualm überhaupt nicht auskommen. Aber durch seine 'Stahlgene' war er trotzdem nicht kleinzukriegen."
„Aber den wollen Sie uns doch hoffentlich nicht auch noch als Vorbild für gesunde Lebensweise vorstellen“, meldete sich wieder ein anderer Student.
„Durchaus nicht, aber er dürfte wohl ein anschauliches Beispiel für einen mutmaßlichen Besitzer einer ausgesprochenen Raucherlunge sein.“
„Wäre er möglicherweise nicht auch ein potenzieller Kandidat für Lungenkrebs gewesen?“, wollte nun wieder eine Studentin wissen.
„Wäre er, war er aber nicht. Dank seiner Gene. Soweit die Forschung ist, gilt die Erkenntnis, dass die Veranlagung zu Karzinomen, also zu Krebs, größtenteils, wenn nicht gar total, genetisch übertragen wird. Ungünstige Einflüsse aus der Umwelt können dann eine solche Veranlagung dazu bringen, dass sich ein Karzinom, also Krebs, entwickelt.“
„Ist dieser Mann an einem Karzinom gestorben?“, wollte ein weiterer Zuhörer wissen.
„Offenbar nicht. Jedenfalls ist nichts Derartiges erkennbar.“
„Und wie alt ist diese Leiche?“
„Ich vermute mal: ein paar Tage oder wenige Wochen.“
„Nein, ich meine natürlich: Wie alt ist dieser Mann geworden?“
„Dann müssen Sie das auch so formulieren. Er ist ja nun kein Baum. Dann könnte man es an den Jahresringen erkennen. Die Begleitpapiere sagen aus, dass er irgendwie gerade mal siebzig Jahre alt geworden ist. Er war übrigens ein sogenannter Penner, also Obdachloser, der seinen Körper zu Lebzeiten verscherbelt hat. Wahrscheinlich hat er sich mit dem Geld ein paar schöne Tage oder Abende mit Wermut genehmigt. Das kennt man ja von diesen Wermutbrüdern.“
„Ich finde“, meldete sich darauf wieder eine Studentin, „diesen Menschen geht es sehr schlecht. Man sollte sie nicht auch noch verhöhnen.“
„Das tu ich ja auch nicht. Aber wenn wir, die Steuerzahler, schon sehr viel Geld an den Staat abdrücken, dann darf man wohl auch mal ein kritisches Wort solchen Menschen gegenüber äußern, die nichts tun, sondern allenfalls auf unsere Kosten leben.“
„Aber Menschen auf der Straße ertragen zumeist ein sehr hartes, oft sogar ungerechtes Leben. Sie hätten lieber ein Dach über dem Kopf und würden auch eher einer geregelten Beschäftigung nachgehen.“
„Na, da wäre ich an Ihrer Stelle mal lieber nicht so optimistisch. Ich habe in der Zeitung wie oft gelesen, dass solche Wermut- oder Pennbrüder gar nicht arbeiten wollen, sondern lieber in der Gegend herumgeistern und alles, was sie haben, lieber versaufen.“
„Aber das gilt doch sicher nicht für alle Obdachlosen.“
„Ihr unbeschwertes Gemüt in allen Ehren. Doch sollten wir uns jetzt mal einem anderen Organ zuwenden. Es zeigt uns vielleicht noch viel besser, was dieser obdachlose Herr Müller Nr. 27 so alles getrieben hat. Also auf in Richtung Leber. Die liegt hier. Oh, wie sieht die denn aus? Wie würden Sie dieses Organ etwa beschreiben?“
„Ja, sie scheint ziemlich klein und zusammengezogen zu sein.“
„Das haben Sie aber noch ziemlich nett ausgedrückt. Das war mal so etwas wie eine Leber. Nun ist sie zernarbt, geschrumpft und – fast könnte man sagen – regelrecht verklumpt.“
„Und wie kommt es dazu?“
„Gute Frage. Was wir hier sehen, ist eine Leber nach einer Leberzirrhose infolge eines Alkoholabusus‘, also nach Missbrauch von Alkohol. Alles spricht dafür, dass Mister Miller, also Müller 27, dadurch gestorben ist.“
„Und was bedeutet das?“
„Das bedeutet, dass dieser Tippelbruder maßlos getrunken hat, also ein ausgesprochener Säufer war. Das hat ihm auch den Rest gegeben.“
„Das hätten Sie aber auch ein bisschen netter formulieren können.“
„Was soll man denn da noch beschönigen? Säufer ist Säufer. Und dadurch ist er auch draufgegangen. Aber dass Sie mir nicht wieder mit der Menschlichkeitsmasche ankommen, drücke ich es anders aus: Er ist an Leberzirrhose gestorben. Das zeigt auch sein eingefallenes Gesicht, die Flecken im Gesicht und die ausgesprochenen Lacklippen. Nun lebt er nicht mehr. Fast hätte ich gesagt: Nun ist er hinüber. Aber das ist Unsinn. Denn das gibt es ja nicht.“
„Was gibt es nicht?“, fragte wieder eine Studentin.
„Das ‚Hinüber‘, also ein Jenseits. So was gibt es nicht.“
„Woher wollen Sie das denn wissen?“ Ein Student.
„Weil ich in sämtlichen Leichen noch niemals eine Seele oder einen Geist angetroffen habe.“