Hanna Dietz
EINFACH MAL SO TUN, ALS OB DAS LEBEN EINFACH WÄRE
Hanna Dietz
EINFACH MAL SO TUN, ALS OB DAS LEBEN EINFACH WÄRE
Wie sich dein Leben verbessert, wenn du endlich mal entspannst
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Originalausgabe
8. Auflage 2021
© 2019 by mvg Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Türkenstraße 89
80799 München
Tel.: 089 651285-0
Fax: 089 652096
Neuausgabe des 2018 bei mvg erschienenen Titels »Fake it«
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Redaktion: Manuela Kahle
Umschlaggestaltung: Manuela Amode
Umschlagabbildung: shutterstock.com/Darth_Vector
Satz: Carsten Klein, Torgau
Druck: CPI books GmbH, Leck
ISBN Print 978-3-7474-0126-2
ISBN E-Book (PDF) 978-3-96121-483-9
ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-96121-484-6
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Inhalt
Einleitung
Besser wird’s nicht
Paarundvierzig und immer noch Probleme
Elternabend des Grauens
Das soll ich sein?
Fake-Feelings
Die erstaunliche Wirkung eines gefälschten Lächelns
Ist es tatsächlich möglich, Gefühle zu faken?
Frauen & Fake-Feelings
Die fatale Wirkung der inneren Überredungskunst
Verhaltens-Make-up
Leistungsdarstellung
Ich fake, also bin ich
Viele Worte verderben den Brei
Möglicherweise von Nachteil
Mir muss niemand Kompetenz absprechen. Das kann ich ganz allein!
Aus Fehlern lernen
Durchsetzen von eigenen Interessen
Des Teufels Anwalt
Vorauseilender Gehorsam
Konflikte
War was? – Vorgetäuschte Konfliktlösung
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
Wer mit dem Zaunpfahl winkt, muss sich nicht wundern, wenn er übersehen wird
Faken & Konflikte in Beziehungen
Selbstdarstellung
Die Wahrheit und nichts als die ganze Wahrheit
Einfach mal so tun, als hätte man keine Bedenken
Makelbekenntnisdrang
Arbeitsvermeidung
Verhängnisvolle Besserkönnerei
Verführerische Lücke im System
Mama ist gerade auf Mauritius: der 15 Minuten-Urlaub
Harmonie
Ich danke Ihnen, dass ich mich bedanken darf
Entschuldigen Sie bitte, dass ich gar nichts dafür kann
Harmonie vs. Fake-Harmonie
Eigene Bedürfnisse
Gutes Faken, schlechtes Faken
Was fühle ich eigentlich?
Jet-Lag-Feelings – Oder: Gefühle mit Verspätung
Was will ich eigentlich?
Einfach mal so tun, als wäre das Leben einfach
Die Karibik ist überall
Glück stellt keine Bedingungen
Das Leben ist ein Butterkuchen
Männer sind Meister der Täuschung, Frauen Meisterinnen der Enttäuschung. Denn während Männer gern mal vor Selbstüberschätzung strotzen, neigen wir Frauen dazu, uns deutlich unter Wert zu verkaufen. Mehr noch: Frauen gehen regelrecht mit ihren Selbstzweifeln hausieren, als wären wir trübsinnige Staubsauger-Vertreter kurz vor der Entlassung. Das einzige prekäre Geheimnis, das eine Frau imstande ist, selbst unter CIA-Folter nicht zu verraten, ist ihr wahres Gewicht. Aber den ganzen Rest an selbstdiffamierenden Informationen plappern wir frei von der Leber weg. Ob wir verdutzte Zufallsbekannten ungefragt über aktuelle Frisurenprobleme aufklären (als Rechtfertigung für die Mütze bei leichtem Frühlingswetter), oder beim Anblick von Fotos in geselliger Runde am lautesten »Oh Gott, wie seh ich denn aus? Gebt mir den Gnadenschuss Botox!« schreien. Ob wir einräumen, nicht die ganze Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, bevor wir dem Chef Rapport abstatten, oder als Gastgeberinnen offenbaren, dass wir bei der Bratensoße nicht ganz sicher seien, ob die gelungen sei, aber es sollten doch alle mal probieren und hier ist noch Salz und Pfeffer und auch … hüstel … Ketchup, nur für den Fall. Von dem ganzen Diät-Quatsch und Schönheitswahn, mit dem wir Frauen uns das Leben schwer machen, ganz zu schweigen.
Und obwohl wir für Haushalt und Familie ackern wie die Pferde, braucht man sich nur die Gehälter und die Verteilung der Chefposten ansehen, dann weiß man Bescheid: Nein, Frauen sind nicht so erfolgreich wie Männer.
Und warum?
Nicht, weil wir an uns zweifeln.
Sondern, weil wir andere in unsere Zweifel einweihen.
Dieses Buch zeigt, in welche Fallen wir Frauen mit unserem blind vorauseilendem Gehorsam, unserem automatischen Rechtfertigungsdrang, der Harmoniesucht und unserer Neigung zu selbstzerstörerischer Wahrheit tappen. Und wie wir durch geschickte Täuschungsmanöver besser durchs Leben kommen. Und damit meine ich nicht, sein Profil bei Instagram mit gephotoshopten Selfies zu pimpen oder irgendwelchen Facebook-Freunden virtuelles Glück vorzutäuschen, sondern das echte Leben. Das Leben, in dem man anderen Leute von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten und mit ihnen reden muss.
In diesem Buch geht es nicht darum, ein besserer Mensch zu werden. Eine Frau zu werden, die 100 Prozent an sich selbst glaubt, in jeder Situation eine superschlagfertige Antwort parat hat und sich nichts bieten lässt. Denn sowas kann kein Ratgeber der Welt erreichen! Die Sache ist die: Wenn du es nicht bist, dann bist du es nicht.
Aber du kannst trotzdem etwas tun. Du kannst so tun, als ob.