Inhaltsverzeichnis

Die Anti-Baby-Pille kann auch abtreibend wirken

Wann beginnt das Menschsein?

Bekannte und weniger bekannte Wirkmechanismen von Anti-Baby-Pillen

Literatur und Pillenhersteller zu den abtreibenden Wirkmechanismen der Anti-Baby-Pille

Der vermeintliche Ausweg: Umdefinition des Begriffs „Schwangerschaft”

Aufruf

Die Anti-Baby-Pille kann auch abtreibend wirken

Das deutsche Bundesministerium der Justiz schreibt in seiner Broschüre Der Umgang mit dem Leben (1987, S. 43):

Zwar ist damit klargestellt, daß der Embryo ab seiner Entstehung, der Befruchtung der Eizelle, menschliches Leben ist. Auch die Konsequenz, daß ihm damit, wie jeglichem menschlichen Leben, ein angemessener Schutz gebührt, ist als solche unbestritten. [Unterstreichung im Original]

Was geschieht, wenn ein befruchtetes Ei in der Gebärmutterschleimhaut keinen Platz zur Einnistung (Nidation) findet? Dieser neu gezeugte kleine Mensch im frühesten Stadium seiner Entwicklung findet keine Nahrung und stirbt. Dies geschieht mit großer Häufigkeit bei Frauen, die eine Spirale tragen. Oftmals verhindert die Spirale nicht die Entwicklung und Befruchtung der Eizellen, sondern sorgt dafür, dass die Embryonen wieder aus der Gebärmutter abgestoßen werden.

Die Anti-Baby-Pille wurde in erster Linie entwickelt, um durch Hormonwirkung das Heranreifen neuer Eifollikel zu verhindern. Damit würde die Pille eine Befruchtung, d. h. die Schwangerschaft, verhindern. Tatsache ist, dass trotz Pilleneinnahme immer wieder Eifollikel heranreifen (Eisprünge) und Befruchtungen stattfinden. Deswegen wird der sogenannte Pearl-Index, der die Anzahl von Schwangerschaften trotz vorschriftsmäßiger Pilleneinnahme bei 100 Frauen in einem Jahr beschreibt, nicht mit 0, sondern mit 0,37 angegeben. Die Anzahl der Eisprünge, die trotz Pilleneinnahme stattfinden können, ist aber um ein Vielfaches größer.

Dass es dennoch nicht mit der gleichen hohen Wahrscheinlichkeit zur Geburt eines Kindes kommt, liegt zum einen daran, dass es nicht immer zur Befruchtung kommt. Zum anderen liegt es daran, dass es weitere Wirkmechanismen der Pille gibt, die auch nach der Befruchtung eines Eies zum Tragen kommen können: Die Gebärmutterschleimhaut wird hormonell so verändert, dass der neu entstandene kleine Mensch Schwierigkeiten bekommt, sich in der Gebärmutter niederzulassen („Nidationshemmung“). Er wird Opfer einer lautlosen und unbemerkten Abtreibung.

Es gibt eine neuere Abschätzung1